NÖ Lorenzi-Pechkogel ab Prinzenbach
bei Eschenau, Donnerstag, 23. Juli 2026
Der kleine Hausberg von Lilienfeld (883m) st selbst für so manchen Einheimischen total unbekannt. Nicht hoch, dafür sehr delikat. Googelt man den Berg, dann findet man Sätze wie: "Er steht tief im Schatten des Muckenkogels, bietet eine schöne Rundsicht ins Land und wird nur selten besucht."
Wie bei vielen anderen Bergen auch, gibt es mehrere Wege zum Gipfel und retour. Ich hab mich für den kräfteschonendsten Weg entschieden und ging runter wie rauf. Bin in Prinzbach, nahe dem Kinderbauernhof, gestartet. Zuerst eine Forststraße hoch gegangen, in der 3. Kehre diese verlassen und durch ein hüfthohes Feld Wildgras gestiefelt, bis mich ein ganz schmaler Pfad mit steilen Seiten empfangen hat. Ab da perfekt bis zum Gipfel unübersehbar rot markiert. Der Gipfel, wo eine zusammengeschraubte hölzerne Tisch-Bänke-Kombination steht, lädt zum längeren Verweilen ein und ins Land eineschaun. Die versprochene Rundsicht ist am Gipfel leider nicht mehr möglich, hat man aber auf vielen bekannten und größeren Bergen auch nicht immer. Zusammengefasst: bis auf die Forststraße eine schöne Wanderung, wenn man den richtigen Zustieg gleich findet. Bei mir hast's ein bissal gedauert 😉😆. Bis dahin waren meine nackten Beine von den unzählig vielen kriechenden, hüpfenden und fliegenden Insekten, die das Wildgras ihr eigen nannten, zerstochen 🤷♀️😆.
Hallo zusammen,
hier hab ich noch ein paar Bilder vom Donnerstag für euch.
Leider konnte ich die Überschreitung nicht so machen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Die dunklen Wolken hingen wie ein Damoklesschwert über mir, und als es um die Mittagszeit in der zentralen Silvretta kurzzeitig gedonnert hat, war es schwer, mich auf das Gelände vor mir zu konzentrieren. Wäre es nass geworden, hätte ich mich auf einem ausgesetzten Grat, umgeben von plattigem Fels‑Gras‑Schrofengelände, in einer mehr als unangenehmen Situation befunden - schade.
Dazu kam der teils steife Nordwind, der mir am Grat um die Ohren blies, und die niedrigen Temperaturen. Ich war auf etwa 2800 Metern Höhe. Trotz mehrerer Schichten bin ich über die Zeit langsam ausgekühlt. Zusammen mit dem anspruchsvollen Gelände und dem Risiko eines Regenschauers war das für den Kopf doch ziemlich zermürbend.
Ein Lichtblick war aber immer die hochalpine Landschaft, die mich umgeben hat - einfach wunderschön. Fünfzehn Bilder reichen dafür eigentlich nicht aus.
Die Bilder vom Litznergletscher hab ich nahe des Eisrands gemacht. Ich wollte das unbedingt einmal aus der Nähe sehen und bin über die Blockfelder hinübergestiegen, bevor ich von dort zur Seelücke aufgestiegen bin. Kurz unterhalb der Seelücke war ich dann in einer steilen, bröseligen Flanke unterwegs. Das war mir ehrlich gesagt etwas unangenehm - was die anderen Berggänger da wohl gedacht haben?
Liebe Grüße
PS: Stefan von der Saarbrücker Hütte hat mich erkannt, als ich meine Backerbsensuppe löffelte - ich war in den letzten Jahren immer wieder mal dort. :-D
Er hat erzählt, dass an einer neuen Route über den Grat zum Chlein Seehorn gearbeitet wird ( III ), weil der jetzige Normalanstieg und die alte NW‑Flanke - sobald der Schnee weg ist - kaum noch begehbar sind...
Gut, damit hätte ich leben können. :-)
Aber vielleicht freut es ja jemanden, dass sich dort demnächst etwas tut.
Querfeldein - zu Fuss in 4 Tagen von St. Gallen an den Walensee.
Es war einfach schön, gemeinsam unterwegs zu sein, wir hatten super Wetter, sind gut am Ziel angekommen und sind auch zum Jassen und zum Baden gekommen - einfach herrlich
Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden.
Hier geht's zum Video:
Sportliche Bergwanderung über den Gipsgrat. Es war wirklich schön, herzlichen Dank an alle Teilnehmenden.
Hier geht's zum Video:
https://www.youtube.com/watch
Die nächsten Trekkings unter: www.wanderleo.ch
Komm doch mit und gönn Dir eine Auszeit!
Sieht einfach super schön aus. 🥰
NÖ Tirolerkogel ab Annaberg bei Mariazell,
Mittwoch, 22. Juli 2026
Wieder einen schönen Berg im Mostviertel erwandert. In Begleitung eines symphatischen fröhlichen Mitwanderers, der seine meiste Aufmerksamkeit dem Wald mit seinen Bäumen widmete. So wurde mir zwangsläufig unterwegs einiges über Bäume, deren natürlicher und unnatürlicher Wuchs, Pflege, Krankheiten und Maßnahmen u.v.m. näher gebracht.
Es war ein entspanntes wandern und bis auf zwei Mountenbiker ohne Begegnung mit anderen Personen. Vielleicht weil das Annaberger Haus wegen Urlaub bis 6.8.26 geschlossen hat. Es war perfekt, denn somit gehörte die Ruhe, die klare Bergluft und ein weiter Blick auf die Hochalpen nur uns. Es war windig, dadurch sehr frisch am Gipfel, trotz Sonne. Dennoch gönnten wir uns mehrere Blicke ins weite Land, genossen die Pause und den Abstieg nach Annaberg.
Hallo zusammen,
schon beim Aufbruch heute Morgen war ein vertrautes Kribbeln da - eine Mischung aus Vorfreude und stillem Respekt, die einen begleitet, wenn man spürt, dass der Tag etwas Besonderes bereithält. Oberhalb der Heilbronner Hütte merkte ich, wie sehr ich so Momente brauche: das Licht, die Ruhe, der Fels, der einen zwingt, ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Eigentlich wollte ich über den Nordgrat zum Schaftäler aufsteigen. Aber je näher ich kam, desto deutlicher zeigte sich, dass der Abschnitt nichts ist, was man „mal eben“ mitnimmt. Das Gelände machte schnell klar, dass es eine gute Einschätzung der objektiven Gefahren, Orientierung und Zeit verlangt - mehr, als ich heute mitgebracht hatte.
Der Weg bis zum Schaftäler war dennoch ein einziger Genuss. Die Gratkante bin ich fast durchgehend direkt gegangen, einfach weil es mir Freude gemacht hat. Balance, Körperspannung, dieses spielerische Austarieren - all das war intensiver, als wenn ich ausgewichen wäre. Und landschaftlich war die Tour ein Traum. Kein Moment des Bedauerns über den Abbruch, eher das Gefühl, jetzt genau zu wissen, wie ich beim nächsten Mal den Aufstieg, den Abstieg und den weiteren Verlauf des Grats angehen werde.
Liebe Grüße
Bildbeschreibungen
1 - Jöchligrat und Grüner Grat (rechts)
2 - Aufstieg Jöchligrat und Verbindungsgrat
3 - Gipfelsteinmann Jöchligrat
4 - Abstieg Jöchligrat (Rückblick) - deutlich steil
5 - Verbindungsgrat II (Rückblick)
6 - Verbindungsgrat III - dort bin ich aus Spaß direkt an der Kante entlanggehangelt :-D
7 - Gipfelsteinmann Grüner Grat, unten die Heilbronner Hütte
8 - Ich
9 - Weiter geht es
10 - Der nächste schroffe Geselle wartet
11 - Abstieg Grüner Grat (Rückblick) - durchwegs spannendes Abklettern :-)
12 - Unterhalb des Schrottenkegels lösten Gämse beim Queren eine kleine Steinlawine aus
13 - Querung zum Nordgrat des Schaftäler (Rückblick) - deutlich steiler, als es wirkt, kurz rund 45° oder mehr; ein Rutschen wäre kaum zu halten
14 - Links nach oben zieht der Nordgrat des Schaftäler
15 - Eine der Kletterstellen am Schaftäler - brüchig, ernsthaft, und die einzige Möglichkeit, dem Schutt auf den exponierten Platten weiter unten auszuweichen
Dann wär ich dabei