Sehr einsame Wanderung vom Kleinbodengraben über die Salzwänd zur Kleinen Mitterbergwand, Schusterstuhl und Windberg. Über den Burgsteig wieder runter.
Der Adler hat mich begleitet 🦅😍
2026-09-19: Ranggen - Rangger Köpfl - Rosskopf - Richtung Weißstein, dann wieder zurück - Rangger Köpfl - Inzinger Alm - Inzing
Sehr coole Tour!🤩🤩
Nur Weißstein ausgelassen, da kein Klettersteigset.
2026-09-12: Rum - Thaurer Rosskopf - Burgruine Thaur - Rum
Wollte eigentlich die Rumer Nadel mitnehmen, aber der Weg war viel zu überwachsen und schwer sichtbar, daher wieder umgedreht.
Hallo zusammen,
gerne teile ich ein paar Eindrücke meiner Überschreitung des Grats zwischen Oberzalimkopf und Pfannenknechtle. Die Weiterführung Richtung Blankuskopf und Windeggerspitze hab ich ausgelassen, da bereits der Übergang zum Blankuskopf zeitlich sehr knapp geworden wäre.
Ein Teil der eingeplanten Zeit ging mir beim Aufstieg auf den Oberzalimkopf verloren, den ich frontal durch die östliche Steilflanke gewählt hab. Den Abschnitt ab Ende der aufsteilenden Grasrampen, dort wo der Felsaufbau beginnt, bewerte ich mit T6, II & III-: Er verlangt absolut sichere Bewegung im brüchigen Steilgelände. Stellenweise ist die Fortbewegung nur im Brösel möglich, mit kaum Möglichkeit zur Selbstsicherung - hier muss man aufpassen. Trotz der Mühe war dieser Abschnitt ein echtes Highlight und ungemein lohnend für Enthusiast:innen dieser Geländeart, auch wenn ich aufgrund der Anspannung keine Bilder davon gemacht hab.
Vom Oberzalimkopf dann steigt man zunächst auf dem Normalweg in eine Scharte ab, bevor ein grasiger Gratabschnitt folgt - rechts steile Hänge, links teils senkrechte Abbrüche. Die Umgebung ist beeindruckend und vermittelt sofort das Gefühl, mitten in einer ernsthaften, aber wunderschönen Gratpassage zu stehen. Dann wird es technischer: Nach einem Felsköpfle zieht der Grat in eine kleine Scharte hinab (T6, II-III). Da nicht alles zuverlässig fest ist, erfordert das Abklettern volle Konzentration. Abgesehen davon ist der Grat ein Genuss - ordentliche Tiefblicke, weite Sicht und ein insgesamt absolut starker Abschnitt.
Der folgende Anstieg zum Pfannenknechtle ist etwas moderater (T5+, II). Von hier hat man einen guten Überblick über den weiteren Gratverlauf bis zum Blankuskopf. Der Abstieg ins Hinter Jöchle dürfte ähnliche Schwierigkeiten wie die bisherigen Abschnitte aufweisen. Danach wartet ein plattig wirkender Gendarm, der wohl überklettert werden muss, sowie ein weiterer Anstieg zum Blankuskopf, der meinem Aufstieg zum Oberzalimkopf ähnelt und möglicherweise etwas anspruchsvollere Orientierung verlangt. Ein Abstieg vom Hinter Jöchle zur Oberbrüggelealpe erscheint wenig sinnvoll; das Gelände wirkt sehr steil. Wer diesen Teil der Überschreitung ins Auge fasst, sollte drei bis vier Stunden Zeitreserve einplanen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich nicht um einzelne kurze Kletterstellen handelt, sondern um längere, durchgehende Passagen, die konsequent geklettert werden müssen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ist entsprechend reduziert, und die Tour verlangt dauerhaft konzentrierte Bewegung im ausgesetzten Gelände. Ermüdung, nachlassende Trittsicherheit oder mangelnde Gewissenhaftigkeit im Prüfen von Griffen haben hier keinen Platz.
Mein Dank geht an das freundliche Team der Oberzalimhütte, das mir Hinweise zu den direkten Anstiegen auf den Oberzalimkopf gegeben hat, sowie an Nyn von hikr.org für die tolle Tourenbeschreibung. Und an Frank, der mich ganz spontan begleitet hat - es war toll, den Tag gemeinsam zu begehen.
Liebe Grüße
Hab am Samstag dran gedacht, nicht dabei zu sein. 😭