Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Warum entladen frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren?

    Diskussion · 41 Beiträge · 9 Gefällt mir · 1.345 Aufrufe

     

    Persönlicher Ärger wird häufig genommen, verallgemeinert und als große Erklärung für „die Menschen“, „die Gesellschaft“ oder „heute“ verkauft.


    Andere werden dabei zur Projektionsfläche für das, was im eigenen Leben gerade nicht rund läuft.

    Statt zu sagen: Mich beschäftigt etwas, heißt es: Mit allen anderen stimmt etwas nicht.

     

    Warum passiert das beobachtbar so häufig öffentlich, pauschal und mit moralischem Unterton?
    Warum richtet sich der Blick dabei häufiger nach außen und seltener auf den eigenen Anteil?
    Und was bleibt davon übrig, außer kurzfristiger Entlastung und einem schlechteren Gesprächsklima?

     

    Ich freue mich über Meinungen und Austausch.

     

    eigenverantwortung.jpg

     

    30.01.26, 12:25

Beiträge

  • 05.02.26, 02:50

    Naja es heißt das kluge Menschen von dummen oft zur Verzweiflung getrieben werden und da die menschheit mittlerweile nur aus (k)intelligenten Leuten besteht geht sowas anscheinend schnell. Ich als Intelligenz befreiter kann da nicht großartig mitreden und trotzdem hoffe ich das meine schönheit,die äußerliche endlich Anerkennung bekommt die sie verdient 😬

  • 05.02.26, 01:21

    Das nächste ehemalige Mitglied, keine weiteren Fragen 🤣

  • Tickende Zeitbomben ....😬😬😬

  • 02.02.26, 04:25 - Zuletzt bearbeitet 02.02.26, 04:46.
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Elli wieder gelöscht.
  • 02.02.26, 00:22 - Zuletzt bearbeitet 02.02.26, 00:29.

     

     

    #Waldgeist:
     



    Ich habe Dir mehrere konkrete Fragen zu meinem Wortlaut gestellt (Textstellen, Ableitungen).


    Darauf gehst Du nicht ein, sondern wiederholst Deine Deutung auf einer allgemeinen Ebene.

     

    Damit reden wir weiterhin nicht über meinen Text, sondern über Deine Annahmen.


    An dieser Stelle beende ich den Austausch.

    Alles Gute.
     

  • 02.02.26, 00:11 - Zuletzt bearbeitet 02.02.26, 00:12.

     

    Tommy:

    #Waldgeist:

    Danke für die ausführliche Rückmeldung.

    Ich möchte aber kurz nachfragen, ob wir vom selben Ausgangspunkt sprechen.


    In meinem Startbeitrag spreche ich ausdrücklich von persönlichem Ärger, der verallgemeinert wird, nicht von Kritik im Allgemeinen und auch nicht von gesellschaftlicher Analyse oder politischem Protest.

     


    An welcher Stelle meines Textes liest Du also die Annahme, dass öffentliche Kritik meist aus Unreflektiertheit oder Frust entsteht?
    Wo genau setze ich Kritik, Aktivismus oder gesellschaftliche Beobachtung mit persönlichem Ärger gleich?

     

    Du führst mehrere Themen an (gesellschaftliche Entwicklungen, politische Debatten, Protest), die ich im Ausgangspost nicht benannt habe. Mich interessiert daher, wie Du von meinem Wortlaut zu diesen Schlussfolgerungen kommst.

     

    Zum Abschluss noch eine Frage.
    Würdest Du zustimmen, dass selbst berechtigte Kritik sich darin unterscheiden kann, wie sie formuliert wird, also ob sie differenziert bleibt oder pauschal abwertet?
    Falls ja, wären wir möglicherweise näher beieinander, als es auf den ersten Blick wirkt.
     

    Waldgeist:

    Ich finde den Ausgangsgedanken grundsätzlich interessant, aber mir scheint, er macht eine recht starke Grundannahme: nämlich dass öffentliche Kritik meist aus persönlicher Unreflektiertheit oder Frust entsteht. Das kann sicher manchmal zutreffen – aber eben nicht automatisch.


     

    Es gibt aus meiner Sicht einen wichtigen Unterschied zwischen „Ich projiziere meine privaten Probleme auf andere“ und „Ich beobachte gesellschaftliche Entwicklungen und halte sie für problematisch“. Beides kann nach außen ähnlich klingen, hat aber innerlich eine völlig andere Qualität.


     

    Wenn man z.B. Themen wie politische Korrektheit, Wokeness, Gendern oder soziale Umgangsformen kritisiert, heißt das nicht zwangsläufig, dass man sich selbst nicht reflektiert. Es kann genauso gut bedeuten, dass man reale gesellschaftliche Tendenzen wahrnimmt und darüber sprechen möchte.


     

    Sonst müsste man konsequenterweise auch sagen, dass Demonstrationen, Aktivismus oder öffentlicher Protest bloß Ausdruck individueller Frustration sind. Das würde aber gesellschaftliche Kritik insgesamt psychologisch entwerten.


     

    Ich glaube daher, dass weder der reine „Finger nach außen“ noch der permanente „Finger nach innen“ sinnvoll ist. Manchmal liegt der blinde Fleck im eigenen Verhalten – und manchmal liegt er tatsächlich im System oder in gesellschaftlichen Entwicklungen. Beides auszuhalten, ohne es zu vereinfachen, wäre vielleicht der ehrlichere Zugang.


     

     


    generell gehe ich einmal davon aus , dass dein Text ebenfalls KI generiert ist sowie die meisten die hier schreiben !  

    Aber zum eigentlichen Punkt: Der Ausgangstext spricht von persönlichem Ärger, der verallgemeinert wird. Ich setze genau dort an. Für mich ist Ärger oft der Auslöser für Kritik. Das heißt nicht, dass Kritik automatisch falsch oder unreflektiert ist – sondern nur, dass Emotionen fast immer eine Rolle spielen.


     

    Natürlich sollte man Pauschalisierungen vermeiden. Aussagen wie „die Männer sind so“ oder „die Frauen sind so“ bringen niemanden weiter, das ist einfach zu undifferenziert . Aber nur weil man etwas kritisiert oder ein Thema aufgreift, heißt das nicht automatisch, dass es einen persönlich betrifft oder dass man dabei Frust ablädt.


     

    Und am Ende: Ein Forum lebt doch genau davon, dass Menschen diskutieren, unterschiedliche Sichtweisen haben und auch Emotionen zeigen. 

    vielleicht ist es auch manchmal der  unreflektierte Frust , der einen Beitrag noch menschlich macht ! 🙋‍♂️

     


     


  • Ach Michael,

    ich gehe noch einmal auf Dich ein.


    Der Kern des Bildes ist ein Geisterfahrer.

    Kontext ist im Zusammenhang mit dem Kommentar dazu so wichtig.
    Alles Weitere ist Interpretation und wie Du diese vornimmst, liegt bei Dir, nicht bei mir.

     

    Es lag mir nicht nahe, Dich zu provozieren.
    Für Projektionen kann ich nichts.

     

    Dass Du mich als „oberschlau“ bezeichnest, nehme ich übrigens als Kompliment.
    Danke für die sehr zutreffende Einschätzung.

     

    Damit ist das Thema für mich erledigt.
    Alles Gute und servus.


     

    Michael:

     

    Deine Anspielung auf Österreicher und Wiener bestätigt meinen Eindruck von dir 😅

     

  • 01.02.26, 22:14

     

    Tommy:

    #Michael

     

    Ich habe im Startbeitrag eine Beobachtung beschrieben und Fragen dazu gestellt.
    Das, was Du hier wiederholt von mir forderst, eine vorgelagerte Begründung oder „Beweisführung“, kommt in der Mehrheit der bisherigen Beiträge überhaupt nicht vor.

     

    Das Gegenteil ist der Fall. Die anderen Antwortenden haben sehr klar verstanden, worum es geht, und haben sich ohne weitere Klärung genau dazu geäußert.

     

    Auffällig ist doch eher Folgendes.
    Du gehst auf meine Fragen nicht ein, verlangst aber zugleich Erklärungen von mir, verschiebst die Diskussion auf die Meta-Ebene und stellst meine Rolle als Thread-Ersteller infrage.

    Das ist kein inhaltlicher Beitrag, sondern ein bekanntes Muster der Störung.

     

    Wenn viele den Gegenstand erkennen und nur einer meint, es fehle etwas Grundlegendes, lohnt sich zumindest die Frage, ob hier nicht eher ein Geisterfahrer unterwegs ist.

     

    Ich ordne Dein Verhalten daher nicht mehr als Diskussionsbeitrag ein, sondern als reines Stänkern.

    Entsprechend werde ich mich ab jetzt nicht weiter mit Dir austauschen.

     

    Wer etwas zum Thema sagen möchte, ist weiterhin willkommen.
    Alles andere überlasse ich gern den Mitlesenden.

    4840e3a085598fbcdb21cfc9e92eb4f9.jpg

    Michael:

    Wenn ich eine Diskussion eröffne z.B. ob Rechtschreibung heute nicht mehr wichtig ist, begründe ich halt erst mal selbst wie ich zu der Behauptung komme bevor ich von anderen eine Begründung erwarte. Du stellst eine Behauptung in den Raum und hast offenbar keine eigene Meinung zu dem Thema, das ist natürlich sehr bequem. 

     

    Sorry aber ich lasse mich nicht von einem Schlaumeier provozieren, der etwas behauptet ohne es begründen zu können. Deine Anspielung auf Österreicher und Wiener bestätigt meinen Eindruck von dir 😅

  • 01.02.26, 21:55 - Zuletzt bearbeitet 01.02.26, 21:56.

    Das ist ganz einfach: Social Media macht es möglich, Shitstorms schaffen es sogar in die Presse, kritisches Reflektieren des eigenen Handels wird schon seit zwei Generationen immer weniger gelehrt, weil man es selber nicht mehr kann...es ist ein Teufelskreislauf mit der Spiralbewegung nach unten. 

  • 01.02.26, 21:53 - Zuletzt bearbeitet 01.02.26, 21:54.

    #Stefan

     

    Du musst Dich dafür nicht entschuldigen.

     

    Ich gehe immer noch wohlwollend davon aus, dass zumindest eigene Gedanken eingebracht wurden und die KI diese lediglich formuliert hat und nicht meinen Text analysieren sollte.

    Natürlich fallen mir Dinge wie Zeilenabstände und andere typische KI-Marker auch auf.
    Ich denke aber, wenn jemand bereits mit einer bestimmten Annahme an den Text herangeht, dann verarbeitet die KI genau diese Annahme weiter.
    Sie verstärkt, was vorher schon gedanklich geframt wurde.

    In dem Fall gehe ich weiterhin eher von einem Trigger aus.
    Mein Beitrag wurde nicht als das gelesen, was dort steht (Ärger), sondern als etwas anderes interpretiert und genau diese Interpretation wurde dann maschinell ausgearbeitet.

    Ob mit oder ohne KI, wenn die Ausgangsannahme schief ist, wird der Output es ebenfalls sein.

     

    Ich danke Dir für Deinen Beitrag dazu. Ich finde die Perspektive ebenso gut wie meine.
    Dass es Dir mit diesem Teilnehmer schon mehrfach passiert ist, nehme ich als starkes Indiz wahr.

     

    Was Respekt angeht, sehe ich es ähnlich. Z. B. empfinde ich es oft bei der Rechtschreibung so. Ich meine keine Tippfehler oder echte eigene Schwächen, aber manche Texte wirken wirklcih hingerotzt.
    Da frage ich mich dann schon, wie ernst nimmt mein Gegenüber das Thema eigentlich.

     

    Off Topic kann an der Stelle okay sein und auch erwünscht. ;-) 
     

     

    Stefan:

     

     

    Das sehe ich anders 

     

    Sorry fürs Offtopic 

     

  • 01.02.26, 21:40

     

    Tommy:

    #Stefan

    Ob ein Text mit oder ohne KI formuliert wurde, ist für mich zweitrangig.

    Als Werkzeug ist das völlig legitim, solange der Inhalt der eigene ist.

     

    Aus meiner Sicht ist aber etwas anderes passiert.
    Mein Ausgangspost spricht sehr konkret von Ärger, nicht von Kritik im Allgemeinen.

    Daraus wurde eine andere Annahme gebaut und auf dieser Annahme dann argumentiert.

     

    Das sehe ich anders - und in diesem Fall ist eben genau die KI schuld! Der Ausgangstext wurde maschinell falsch interpretiert, es wurde ein "falscher" Output generiert und einfach 1:1 hier rein kopiert (nicht mal die Mühe gemacht, die typischen zwei Leerzeilen zwischen den Absätzen zu reduzieren). Und das ist mit diesem Teilnehmer schon etliche Male passiert. 

     

    Ich finde es einfach ein Stück weit respektlos, wenn man sich selbst die Zeit nimmt und Mühe macht einen Beitrag zu schreiben - das Gegenüber aber in wenigen Sekunden eine künstliche Antwort generiert die dazu noch nicht mal korrekt auf die ursprüngliche Aussage eingeht.

     

    Das mindeste was man tun sollte, ist es, diese Postings als "KI generiert" zu markieren! Dann weiß man immerhin gleich woran man ist. Ich werde bei den Betreibern dieser Plattform zumindest genau das mal anregen.

     

    Sorry fürs Offtopic (und in diesem Fall hat es natürlich nicht mich direkt betroffen)

  • #Michael

     

    Ich habe im Startbeitrag eine Beobachtung beschrieben und Fragen dazu gestellt.
    Das, was Du hier wiederholt von mir forderst, eine vorgelagerte Begründung oder „Beweisführung“, kommt in der Mehrheit der bisherigen Beiträge überhaupt nicht vor.

     

    Das Gegenteil ist der Fall. Die anderen Antwortenden haben sehr klar verstanden, worum es geht, und haben sich ohne weitere Klärung genau dazu geäußert.

     

    Auffällig ist doch eher Folgendes.
    Du gehst auf meine Fragen nicht ein, verlangst aber zugleich Erklärungen von mir, verschiebst die Diskussion auf die Meta-Ebene und stellst meine Rolle als Thread-Ersteller infrage.

    Das ist kein inhaltlicher Beitrag, sondern ein bekanntes Muster der Störung.

     

    Wenn viele den Gegenstand erkennen und nur einer meint, es fehle etwas Grundlegendes, lohnt sich zumindest die Frage, ob hier nicht eher ein Geisterfahrer unterwegs ist.

     

    Ich ordne Dein Verhalten daher nicht mehr als Diskussionsbeitrag ein, sondern als reines Stänkern.

    Entsprechend werde ich mich ab jetzt nicht weiter mit Dir austauschen.

     

    Wer etwas zum Thema sagen möchte, ist weiterhin willkommen.
    Alles andere überlasse ich gern den Mitlesenden.

    4840e3a085598fbcdb21cfc9e92eb4f9.jpg

    Michael:

     

    Wenn ich eine Diskussion eröffne z.B. ob Rechtschreibung heute nicht mehr wichtig ist, begründe ich halt erst mal selbst wie ich zu der Behauptung komme bevor ich von anderen eine Begründung erwarte. Du stellst eine Behauptung in den Raum und hast offenbar keine eigene Meinung zu dem Thema, das ist natürlich sehr bequem. 

     

  • #Stefan

    Ob ein Text mit oder ohne KI formuliert wurde, ist für mich zweitrangig.

    Als Werkzeug ist das völlig legitim, solange der Inhalt der eigene ist.

     

    Aus meiner Sicht ist aber etwas anderes passiert.
    Mein Ausgangspost spricht sehr konkret von Ärger, nicht von Kritik im Allgemeinen.

    Daraus wurde eine andere Annahme gebaut und auf dieser Annahme dann argumentiert.

     

    Das wirkt weniger wie ein Leseproblem und mehr wie ein Trigger.

    Man fühlt sich angesprochen, ergänzt gedanklich etwas dazu und diskutiert dann diese Ergänzung.

     

    Ich bin nur der Sender. Was beim Gegenüber ankommt, liegt nicht in meiner Hand.


    Du weißt doch, man zieht sich manchmal Schuhe an, die gar nicht hingestellt wurden. 😉

    Stefan:

     

     

     

    Ohje, hat die KI schon wieder nicht korrekt erfasst, um was es genau geht? 🤭🤫

     

  • 01.02.26, 21:11

     

    Tommy:

    Michael:

     

    Mir ging es hier in erster Linie um die Perspektiven der anderen, nicht darum, selbst auf den Prüfstand gestellt zu werden.


     

    Michael:

     

    Es ist ja deine Behauptung dass frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren entladen, also erkläre du uns doch woran man das erkennt ! 😉

     

    Wenn ich eine Diskussion eröffne z.B. ob Rechtschreibung heute nicht mehr wichtig ist, begründe ich halt erst mal selbst wie ich zu der Behauptung komme bevor ich von anderen eine Begründung erwarte. Du stellst eine Behauptung in den Raum und hast offenbar keine eigene Meinung zu dem Thema, das ist natürlich sehr bequem. 

  • #Waldgeist:

    Danke für die ausführliche Rückmeldung.

    Ich möchte aber kurz nachfragen, ob wir vom selben Ausgangspunkt sprechen.


    In meinem Startbeitrag spreche ich ausdrücklich von persönlichem Ärger, der verallgemeinert wird, nicht von Kritik im Allgemeinen und auch nicht von gesellschaftlicher Analyse oder politischem Protest.

     


    An welcher Stelle meines Textes liest Du also die Annahme, dass öffentliche Kritik meist aus Unreflektiertheit oder Frust entsteht?
    Wo genau setze ich Kritik, Aktivismus oder gesellschaftliche Beobachtung mit persönlichem Ärger gleich?

     

    Du führst mehrere Themen an (gesellschaftliche Entwicklungen, politische Debatten, Protest), die ich im Ausgangspost nicht benannt habe. Mich interessiert daher, wie Du von meinem Wortlaut zu diesen Schlussfolgerungen kommst.

     

    Zum Abschluss noch eine Frage.
    Würdest Du zustimmen, dass selbst berechtigte Kritik sich darin unterscheiden kann, wie sie formuliert wird, also ob sie differenziert bleibt oder pauschal abwertet?
    Falls ja, wären wir möglicherweise näher beieinander, als es auf den ersten Blick wirkt.
     

    Waldgeist:

    Ich finde den Ausgangsgedanken grundsätzlich interessant, aber mir scheint, er macht eine recht starke Grundannahme: nämlich dass öffentliche Kritik meist aus persönlicher Unreflektiertheit oder Frust entsteht. Das kann sicher manchmal zutreffen – aber eben nicht automatisch.


     

    Es gibt aus meiner Sicht einen wichtigen Unterschied zwischen „Ich projiziere meine privaten Probleme auf andere“ und „Ich beobachte gesellschaftliche Entwicklungen und halte sie für problematisch“. Beides kann nach außen ähnlich klingen, hat aber innerlich eine völlig andere Qualität.


     

    Wenn man z.B. Themen wie politische Korrektheit, Wokeness, Gendern oder soziale Umgangsformen kritisiert, heißt das nicht zwangsläufig, dass man sich selbst nicht reflektiert. Es kann genauso gut bedeuten, dass man reale gesellschaftliche Tendenzen wahrnimmt und darüber sprechen möchte.


     

    Sonst müsste man konsequenterweise auch sagen, dass Demonstrationen, Aktivismus oder öffentlicher Protest bloß Ausdruck individueller Frustration sind. Das würde aber gesellschaftliche Kritik insgesamt psychologisch entwerten.


     

    Ich glaube daher, dass weder der reine „Finger nach außen“ noch der permanente „Finger nach innen“ sinnvoll ist. Manchmal liegt der blinde Fleck im eigenen Verhalten – und manchmal liegt er tatsächlich im System oder in gesellschaftlichen Entwicklungen. Beides auszuhalten, ohne es zu vereinfachen, wäre vielleicht der ehrlichere Zugang.


     

     

  • 01.02.26, 21:01

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Dann machst Du aber selber eine Fehlannahme, lieber Waldgeist, denn der Beitragsersteller
    spricht von Ärger und nicht davon, dass jemand Kritik geäußert hätte, wie er hier schon schreibt...

    Tommy:

    #Michael

     

    Siehst Du einen Unterschied zwischen
    Dampf ablassen aus persönlichem Frust
    und
    sachlich etwas kritisieren oder diskutieren?

     

    Falls ja,
    woran machst Du diesen Unterschied fest? Am Ton, an der Wortwahl, an den Pauschalisierungen?

     

     

     

     

    Ohje, hat die KI schon wieder nicht korrekt erfasst, um was es genau geht? 🤭🤫

  • Dann machst Du aber selber eine Fehlannahme, lieber Waldgeist, denn der Beitragsersteller
    spricht von Ärger und nicht davon, dass jemand Kritik geäußert hätte, wie er hier schon schreibt...

    Tommy:

    #Michael

     

    Siehst Du einen Unterschied zwischen
    Dampf ablassen aus persönlichem Frust
    und
    sachlich etwas kritisieren oder diskutieren?

     

    Falls ja,
    woran machst Du diesen Unterschied fest? Am Ton, an der Wortwahl, an den Pauschalisierungen?

     

    Michael:

    Seltsame Frage, das ist doch heute üblich seine Freuden genauso wie seinen Ärger vorwiegend auf Social Media zu veröffentlichen und wer kann sagen ob eine Kritik z.B. an der Regierung oder an einzelnen Personen gerechtfertigt ist oder ob es an Selbstreflexion mangelt ? Ohne verschiedene Meinungen gäbe es keine Diskussionen, es sollten nur keine persönlichen Beleidigungen stattfinden.

     

     

  • 01.02.26, 20:27

    Ich finde den Ausgangsgedanken grundsätzlich interessant, aber mir scheint, er macht eine recht starke Grundannahme: nämlich dass öffentliche Kritik meist aus persönlicher Unreflektiertheit oder Frust entsteht. Das kann sicher manchmal zutreffen – aber eben nicht automatisch.


     

    Es gibt aus meiner Sicht einen wichtigen Unterschied zwischen „Ich projiziere meine privaten Probleme auf andere“ und „Ich beobachte gesellschaftliche Entwicklungen und halte sie für problematisch“. Beides kann nach außen ähnlich klingen, hat aber innerlich eine völlig andere Qualität.


     

    Wenn man z.B. Themen wie politische Korrektheit, Wokeness, Gendern oder soziale Umgangsformen kritisiert, heißt das nicht zwangsläufig, dass man sich selbst nicht reflektiert. Es kann genauso gut bedeuten, dass man reale gesellschaftliche Tendenzen wahrnimmt und darüber sprechen möchte.


     

    Sonst müsste man konsequenterweise auch sagen, dass Demonstrationen, Aktivismus oder öffentlicher Protest bloß Ausdruck individueller Frustration sind. Das würde aber gesellschaftliche Kritik insgesamt psychologisch entwerten.


     

    Ich glaube daher, dass weder der reine „Finger nach außen“ noch der permanente „Finger nach innen“ sinnvoll ist. Manchmal liegt der blinde Fleck im eigenen Verhalten – und manchmal liegt er tatsächlich im System oder in gesellschaftlichen Entwicklungen. Beides auszuhalten, ohne es zu vereinfachen, wäre vielleicht der ehrlichere Zugang.


     

  • Michael:


    Ich habe meinen Startbeitrag als Beobachtung formuliert und Fragen in den Raum gestellt, nicht als These, die ich nun „beweisen“ oder rechtfertigen müsste.
     

    Was mich gerade irritiert, ist Folgendes:
    Statt auf diese Fragen einzugehen, verschiebst Du den Fokus darauf, mich in eine Erklär- oder Verteidigungsposition zu bringen.

    Das führt vom eigentlichen Thema weg und ist kein besonders konstruktiver Diskurszug.

     

    Schon Dein Einstieg mit „seltsame Frage“ geht in diese Richtung.

    Ich habe mich trotzdem darauf eingelassen, um beim Thema zu bleiben.

     

    Wenn wir an diesem Punkt verharren, reden wir tatsächlich aneinander vorbei. An einer solchen Meta-Debatte bin ich ehrlich gesagt nicht weiter interessiert.

     

    Solltest Du jedoch noch etwas zum Inhalt beitragen wollen, zu den Fragen im Ursprungspost oder zu den Unterschieden zwischen Frust, Dampfablassen und sachlicher Kritik, bist Du selbstverständlich willkommen, Dich einzubringen.

     

    Mir ging es hier in erster Linie um die Perspektiven der anderen, nicht darum, selbst auf den Prüfstand gestellt zu werden.


     

    Michael:

     

    Es ist ja deine Behauptung dass frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren entladen, also erkläre du uns doch woran man das erkennt ! 😉

     

  • 01.02.26, 13:25

     

    Tommy:

    undefined

    Hallo Tommy,

    hallo zusammen,

     

    Warum passiert das beobachtbar so häufig öffentlich, pauschal und mit moralischem Unterton?

     

    Da fällt mir spontan „Neid“ ein.

     

    Warum richtet sich der Blick dabei häufiger nach außen und seltener auf den eigenen Anteil?

     

    Der Einfachheit, wenn man auf seinen eigenen Anteil schaut, müsste man sich damit ggf. auseinander setzen und das könnte wehtun und unangenehme Gefühle hervorrufen.

     

    Und was bleibt davon übrig, außer kurzfristiger Entlastung und einem schlechteren Gesprächsklima?

     

    Frustration, alles geht von vorne los und sie katapultieren sich gesellschaftlich selbst ins Abseits.

     

    Was so jemand bedenken sollte, 

    dass:

    “Zeigst du mit einem Finger auf jemanden,

    zeigen drei Finger auf einem selbst.“

     

    Das ist meine Meinung zu diesem Thema.

     

    Herzliche Grüße 

    Maggie

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.