Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Warum entladen frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren?

    Diskussion · 41 Beiträge · 9 Gefällt mir · 1.345 Aufrufe

     

    Persönlicher Ärger wird häufig genommen, verallgemeinert und als große Erklärung für „die Menschen“, „die Gesellschaft“ oder „heute“ verkauft.


    Andere werden dabei zur Projektionsfläche für das, was im eigenen Leben gerade nicht rund läuft.

    Statt zu sagen: Mich beschäftigt etwas, heißt es: Mit allen anderen stimmt etwas nicht.

     

    Warum passiert das beobachtbar so häufig öffentlich, pauschal und mit moralischem Unterton?
    Warum richtet sich der Blick dabei häufiger nach außen und seltener auf den eigenen Anteil?
    Und was bleibt davon übrig, außer kurzfristiger Entlastung und einem schlechteren Gesprächsklima?

     

    Ich freue mich über Meinungen und Austausch.

     

    eigenverantwortung.jpg

     

    30.01.26, 12:25

Beiträge

  • 01.02.26, 11:14 - Zuletzt bearbeitet 01.02.26, 11:18.

    Angst essen Seele auf...ein sehr schöner Film aus dem Jahr 1974, der, wie ich finde, im Grundsatz ein ganz wichtiges Thema anspricht: Angst...vor Veränderungen, Verlusten,  die Kontrolle zu verlieren usw.

    Ich selbst war auch oft geprägt von Angst und sie hat mich eingeschränkt in meinem Leben und Denken und ich war so unzufrieden mit mir und allem um mich herum und habe dann versucht, mich von dieser Angst zu befreien, mich einfach mal auf etwas einzulassen ohne es vorher zu bewerten, einfach mal machen und den Verstand ausschalten und den Moment geniessen. Mal in kleinen oder großen Schritten, mal mit Erfolg, mal ohne aber ich bleib dran und habe  für mich immer wieder schöne Erfahrungen gemacht, daß Veränderungen auch etwas Gutes bringen können, mal keine Kontrolle zu haben etwas ganz tolles sein kann und es hat mich darin bestärkt, dass ich auf einem für mich gutem Weg bin

  • 01.02.26, 09:13 - Zuletzt bearbeitet 01.02.26, 09:14.

    Nur zum Titel deines Themas:
    Weil es ein geschützter, anonymer Bereich ist. Kaum jemand würde in diesem Ton, wie er zum Teil hier und natürlich auch sonst überall im anonymen Netz verwendet wird, von Angesicht zu Angesicht verwenden.

    Ich bin natürlich keine Ausnahme, verwende hier natürlich auch eine etwas härter Gangart.

    Der Mensch ist ein vielschichtiges Wesen, aber Frust und Co. müssen raus - wenn schon nicht bei der Schwerarbeit, dann im anonymen Netz.

    Übrigens geistert in Österreich etwas zu Klarnamenpflicht im Internet herum.

  • 01.02.26, 09:03

    Der Deutsche an sich ist ein Ewig-Nörgler. Es wird jetzt vieles immer mit 2019, der „Vorkrisenzeit“, verglichen. Aber wurde da weniger genörgelt? Überhaupt nicht! Das sagt doch schon alles. Die Menschen sind auch gar nicht mehr fähig, genau zu differenzieren, zu analysieren etc. Und am Ende sind natürlich immer die anderen Schuld. Den Deutschen hat schon immer die Kunst zu leben, gefehlt. Das ist in anderen Ländern anders, bei viel größeren Problemen.

  • 01.02.26, 02:59

     

    Michael:

     

    Tommy:

    #Michael

     

    Siehst Du einen Unterschied zwischen
    Dampf ablassen aus persönlichem Frust
    und
    sachlich etwas kritisieren oder diskutieren?

     

    Falls ja,
    woran machst Du diesen Unterschied fest? Am Ton, an der Wortwahl, an den Pauschalisierungen?

     

     

    Es ist ja deine Behauptung dass frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren entladen, also erkläre du uns doch woran man das erkennt ! 😉

    Wir sollten zwischem dem Kollektivem,

    also der Gesellschaft, der Gesamtsituation, dem politischem Geschehen und dem Persönlichem unzerscheiden. 

    Kollektive Nachrichten benutzen gerne 

    Radikale Gruppen, um möglichst viele ins Boot zu holen. 

    Phrasen,also nicht wissenschaftliche unterlegte Behauptungen, 

    Wie " der Ausländer nimmt uns alles weg."

    Wir sollten immer vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen, welche uns ,übernehmen wir sie, zum Wutbürger macht ! Wutbürger - eine Gruppierung aus Corona Zeit ! 

  • 01.02.26, 02:41

    Die reinste Form des Wahnsinns ist es,alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen,dass sich etwas ändert. (Albert Einstein)

  • 01.02.26, 02:28
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Elli wieder gelöscht.
  • 01.02.26, 00:29

     

    Tommy:

    #Michael

     

    Siehst Du einen Unterschied zwischen
    Dampf ablassen aus persönlichem Frust
    und
    sachlich etwas kritisieren oder diskutieren?

     

    Falls ja,
    woran machst Du diesen Unterschied fest? Am Ton, an der Wortwahl, an den Pauschalisierungen?

     

    Michael:

    Seltsame Frage, das ist doch heute üblich seine Freuden genauso wie seinen Ärger vorwiegend auf Social Media zu veröffentlichen und wer kann sagen ob eine Kritik z.B. an der Regierung oder an einzelnen Personen gerechtfertigt ist oder ob es an Selbstreflexion mangelt ? Ohne verschiedene Meinungen gäbe es keine Diskussionen, es sollten nur keine persönlichen Beleidigungen stattfinden.

     

    Es ist ja deine Behauptung dass frustrierte Menschen ihren Ärger in öffentlichen Foren entladen, also erkläre du uns doch woran man das erkennt ! 😉

  • #Nanda

     

    Was in meinem Diskussionsthema gibt Dir denn den Eindruck, dass ich hier etwas Bestimmtes erwarte, außer Meinungen zum Thema selbst?

     

    Ich frage das ernsthaft, weil mein Thema und soviele anderwe auch weder Fachlichkeit noch Expertise fordert.
    Es geht um Frustration, Emotionen, Dampf ablassen, Abwertungen und darum, wie Menschen miteinander umgehen oder auf andere zugehen.

     

    Dafür braucht es keine Fachpersonen.
    Man kann auch ohne Expertise sachlich, freundlich und respektvoll diskutieren oder eben nicht.

     

    Mich würde daher interessieren, was Du zum eigentlichen Thema sagst.
    Wo siehst Du die Grenze zwischen „menschlichem Mönscheln“ und pauschalem Abwerten und Frust ablassen anderer?

     

     

    Nanda:

    Gegenfrage- und das meine ich jetzt ausdrücklich nicht als Provokation, sondern wirklich ernst gemeint: 

     

    Was erwartest Du denn stattdessen? 

     

    Vielleicht liegt die Antwort darin, dass es nicht um bestimmte Fachgebiete geht und keine Fachpersonen antworten.

     

    Das Forum hier ist auf einer Freizeitapp. Und ich zum Beispiel nutze es auch so. 

    Jetzt habe ich die Grippe, liege im Bett, und habe darum auch etwas mehr Zeit momentan um hier zu stöbern. Als Plausch...

     

    Wenn ich mich selber sozusagen weiterbilden möchte, hole ich woanders Informationen.

     

    Dass es "mönschelet" gehört für mich dazu. 

     

     

     

  • #Michael

     

    Siehst Du einen Unterschied zwischen
    Dampf ablassen aus persönlichem Frust
    und
    sachlich etwas kritisieren oder diskutieren?

     

    Falls ja,
    woran machst Du diesen Unterschied fest? Am Ton, an der Wortwahl, an den Pauschalisierungen?

     

    Michael:

    Seltsame Frage, das ist doch heute üblich seine Freuden genauso wie seinen Ärger vorwiegend auf Social Media zu veröffentlichen und wer kann sagen ob eine Kritik z.B. an der Regierung oder an einzelnen Personen gerechtfertigt ist oder ob es an Selbstreflexion mangelt ? Ohne verschiedene Meinungen gäbe es keine Diskussionen, es sollten nur keine persönlichen Beleidigungen stattfinden.

     

  • 31.01.26, 12:24 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 13:25.

    Seltsame Frage, das ist doch heute üblich seine Freuden genauso wie seinen Ärger vorwiegend auf Social Media zu veröffentlichen und wer kann sagen ob eine Kritik z.B. an der Regierung oder an einzelnen Personen gerechtfertigt ist oder ob es an Selbstreflexion mangelt ? Ohne verschiedene Meinungen gäbe es keine Diskussionen, es sollten nur keine persönlichen Beleidigungen stattfinden.

  • 31.01.26, 12:16

    Ich glaube dass diesem Verhalten meistens schlechte Erfahrungen,  zum Beispiel Mobbing, zugrunde liegt.  Die Betroffenen haben die Erfahrung gemacht, mehreren Menschen unterlegen zu sein. Deshalb neigen dazu, dieses tief sitzende Erlebnis auch auf andere und die IST Situation zu übertragen. Das wäre mein Ansatz dazu.

  • 31.01.26, 09:22 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 09:22.
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Elli wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 08:51 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 08:52.

     

    Moni:

    Ich denke, zu Hause hört diesen Ewignörglern und Dauerangepißten  keiner mehr zu. 

     

    Ich glaube damit hast du durchaus Recht! 

    Meine subjektive Wahrnehmung ist jedenfalls auch die, dass das Genörgle stetig zunimmt, bzw. die Anzahl der Teilnehmer, die wirklich in fast jedem Thema eine Negativität ausstrahlen und gegen alles wettern. 

    Eigentlich sollte das auch ein gewisses Warnsignal sein. Es ist gerade ein gesellschaftliches Problem - viele Menschen sind (aus diversen Gründen) frustriert, fühlen sich nicht gehört/verstanden, und nutzen dann solche Plattformen als "Ventil". 

     

    Besonders schade ist, dass wir hier auf einer Freizeitplattform sind. Diese sollte ja dazu dienen, seinen Alltagsstress/Frust etwas abzulegen und eine schöne (Frei)Zeit zu verbringen. 

  • 31.01.26, 08:45
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Elli wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 08:27

    Ich denke, zu Hause hört diesen Ewignörglern und Dauerangepißten  keiner mehr zu. 

  • 30.01.26, 17:32

    Ich tippe auf sexuelle Frustration. 😉😇

  • 30.01.26, 15:57

    Die Leute haben mehr Druck in der Arbeit, trauen sich die Wut nicht am Verursacher auszulassen,fressen in sich hinein .

    Sie sind vielleicht in unglücklichen Beziehungen, zu bequem etwas zu ändern ,die Teuerungen kommen dazu.

    Man sieht die Leute werden immer frustrierter,haben schlechte Laune,das sehe ich bei meinen Arbeitskollegen auch .

    Ich glaube sie tun sich leichter im Netz ihren Frust an Unschuldigen rauszulassen.

    Ich habe dieses Thema auch bemerkt was du ansprichst.

     

     

     

  • Einerseits ist es in Online- Foren sicher einfacher seinen Frust raus zu lassen, als dies im RL 
    zu tun und dann eventuell direkt Konsequenzen zu spüren? 

    Andererseits hoffen die Leute wohl darauf andere zu erreichen und eventuell Gleichgesinnte
    zu finden? 

    Selbst denke ich dass die Leute vielleicht schon versucht haben sich anzupassen und damit 
    nicht erfolgreich waren und deswegen aus einer empfundenen Ungerechtigkeit eine gener-
    elle Gesellschaftskritik artikulieren ohne sich selbst noch als Bestandteil dieser zu sehen? 

  • 30.01.26, 13:25

    Gegenfrage- und das meine ich jetzt ausdrücklich nicht als Provokation, sondern wirklich ernst gemeint: 

     

    Was erwartest Du denn stattdessen? 

     

    Vielleicht liegt die Antwort darin, dass es nicht um bestimmte Fachgebiete geht und keine Fachpersonen antworten.

     

    Das Forum hier ist auf einer Freizeitapp. Und ich zum Beispiel nutze es auch so. 

    Jetzt habe ich die Grippe, liege im Bett, und habe darum auch etwas mehr Zeit momentan um hier zu stöbern. Als Plausch...

     

    Wenn ich mich selber sozusagen weiterbilden möchte, hole ich woanders Informationen.

     

    Dass es "mönschelet" gehört für mich dazu. 

     

     

  • 30.01.26, 12:56

    Bei Verallgemeinerungen /Generalisierungen stecken oftmals Glaubensätze oder Prägungen aus dem Alter von Geburt bis ca im Erwachsenenalter. Was früher hilfreich war, behindert oftmals dann das eigene Wachstum, weil man zwar erwachsen wurde, aber die Glaubensätze adaptiert und unbewusst sind und oftmals nicht geprüft werden, ob sie in der aktuellen Lebenssituation überhaupt noch dienlich sind. 

    Diese Glaubensätze dienten oder dienen oftmals der Erhaltung der Struktur. Struktur welche uns das Gefühl von Sicherheit vermittelt. 

    Wenn jetzt also jemand kommt mit einer Meinung, welche im Gegensatz zu der eigenen Glaubensätze, welche bewusst als unsere Meinung Haltung nach aussen projeziert, reagiert unser System und schlägt Alarm, je nachdem wie gross die Differenz ist und je nachdem wie selbstsicher wir gerade in diesem Moment sind. Den unbewusst ruft eine solche Konfrontation die Frage in uns auf, sollte der andere Recht haben mit seiner Meinung, dann lag ich falsch, dann bin ich falsch, wenn ich falsch bin, was bin ich dann noch wert? Usw.. Du siehst je nachdem kann diese Fragensspirale tief gehen. Hat der Mensch selber aber ein guten Draht zu seinem Selbst und stimmt vorallem das Selbstbild mit dem überein, was ich selber von mir denke, gibt mir das die Selbstsicherheit, dass ganze distanzierter zu betrachten. Fazit somit. Umso besser ich meine Prägungen Glaubensätze oder auch Verletzungen kenne umso besser kann ich mit einer anderes denkenden Person umgehen und fühle mich durch ihre Meinung nicht bedroht. 

    Das es hier so extrem zur Sache geht, ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass es hier keine direkte Konfrontation face to face gibt. Die socialmediadistanz lässt somit einige viel mutiger werden, weil sie diesbezüglich keine Sanktionen im direkten Umfeld oder körperliche Attacken befürchten müssen. 

    Ich hoffe ich konnte hier einwenig Klarheit reinbringen und wie immer. Dies ist meine subjektive Meinung und kein festgeschriebenes Gesetz. 

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.