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  • Warum Single? Beziehungsmüde!?, Beziehungsweise:

    Diskussion · 96 Beiträge · 14 Gefällt mir · 3.501 Aufrufe

     Warum sind so viele Menschen Single? Beziehungsmüde, Beziehungsunfähig, Single eine besondere bewusste Lebensweise!? Was bedarf es an Beziehung? Katalog denken!? 

    26.01.26, 18:34

Beiträge

  • Heute, 13:13

     

    Tina:

     

    Thomas:

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

     

    Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?

    Absolut, das habe ich auch schon bei anderen Russinen mitbekommen und erzählt bekommen. Ist natürlich nicht pauschal zu sagen...

  • Heute, 12:38

     

    Thomas:

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

    Tommy:

     

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

     

    Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?

  • Heute, 11:46

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

    Tommy:

     

    Thomas:

     

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

     

  • Heute, 11:15

     

    Tommy:

     

    Tina:


    Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.

    Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.

    Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.

     

    Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.

    Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.

     

    Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.

    Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.

    D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.

     

    Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.

    Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.

    Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
    Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.


    Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.

    Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.

     

    Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.

    In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.

    Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.

    Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende.

    Ich bin sehr für "Perspektiven eröffnen und nebeneinander stehen lassen" und möchte auf deine Ausführungen eingehen, wenn ich mehr Zeit hab.

    Bis dahin ebenso vielen Dank und ein schönes Wochenende!

  •  

    Thomas:

     

    manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. 

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

  •  

    Tina:


    Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.

    Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.

    Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.

     

    Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.

    Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.

     

    Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.

    Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.

    D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.

     

    Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.

    Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.

    Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
    Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.


    Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.

    Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.

     

    Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.

    In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.

    Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.

    Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende.

  •  

    Nanda:

     

     

    Im Kern beschreibst Du hier vieles von dem, was Du gestern schon ausgeführt hast.
    Fokus auf Individualität, Geschehenlassen und Skepsis gegenüber Verallgemeinerungen.
    Das ist eine legitime Perspektive.

     

    Mich interessiert dabei vor allem, wie Du mit anderen Deutungen umgehst, die daneben stehen dürfen, ohne sie aufzulösen oder zu relativieren.
    Genau da setzte für mich gestern die Diskussion an. Mir ging es dabei ums Erweitern.
    Jetzt lese ich im Wesentlichen dieselben Gedanken noch einmal, nur anders formuliert. 🙂

    Auf einige der angesprochenen Perspektiven sind wir dabei nicht weiter eingegangen, sondern eher wieder beim allgemeinen „früher war alles anders“ gelandet.
    Das greift für mich zu kurz.

     

    Du sprichst heute an, dass es Menschen gibt, die einen auslaugen, selbst wenn man sich gesund abgrenzt.
    Das passt doch wunderbar ins Thema.
    Laugen uns Menschen objektiv aus oder geraten wir immer wieder in Konstellationen, in denen wir uns auslaugen lassen?
    Warum lassen wir bestimmte Menschen so nah an uns heran?
    Würde dasselbe Verhalten bei jemand anderem ebenfalls als auslaugend erlebt werden?

    Das soll keine Schuldzuweisung sein, sondern eine Frage nach dem eigenen Anteil.
    Beziehungsmüdigkeit entsteht doch oft genau dort, wo man lange hingenommen hat, statt bewusst zu gestalten und Eigenverantwortung zu übernehmen. Normal, dass das erschöpfend ist.

     

    Was Bücher zu Geschlechterunterschieden angeht, so können sie anregen, basieren aber eher auf vereinfachten Deutungen als auf belastbarer Forschung.
    Ich spreche lieber weniger darüber, wie Männer oder Frauen sind, und mehr darüber, wie Beziehung konkret entsteht, getragen wird oder ermüdet, unabhängig von Zeitgeist oder Etiketten.

     

    Für mich liegt der Kern der Beziehungsmüdigkeit genau in dieser Spannung zwischen Geschehenlassen und eigener Gestaltung, zwischen äußeren Bedingungen und dem, was wir selbst einbringen und auch wie wir uns selber wahrnehmen.
    Denn ganz ohne eigenes Einbringen finden weder Beziehung noch ihre Anbahnung statt.

  • Heute, 10:31

     

    Thomas:

     

    Tina:

    Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:

    "Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.

    Wie erlebst Du das?
    Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"

     

    Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden. 

    Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. 

    Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc. 

    Klingt alles ganz gut, aber manchmal ist der Ansatz auch gefährlich und führt zu einem unnötigen Ende, nämlich dann, wenn einem nicht mehr die Gründe interessieren. Es gibt sehr viele Gründe, die heutzutage einfach passieren, ohne eigenes verschulden und manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. Da darf man sich gerne auch mal selbst fragen, ob man bei seinen eigenen Fehlern auch so rigoros mit sich umgehen würde.

     

    Für mich ist ein wesentlicher Schlüssel in einer Beziehung die Kommunikation und auch die Konfliktfähigkeit.

     

    Hallo Thomas, 

    ja, es gibt immer Gründe für ein Verhalten. Ich finde auch, dass man sich Zeit nehmen sollte, sich diese anzuschauen und ins Gespräch zu gehen. 

    Gleichzeitig kann ich - bewusst - entscheiden, wie intensiv ich mich mit den Gründen des anderen beschäftigen möchte. Dabei weiß ich um meine eigenen Macken und es ist die Entscheidung des Gegenübers, sich damit zu beschäftigen oder nicht. 

  • Heute, 10:26

     

    Tommy:

    #Tina:

    Danke Dir.
    Gerade das, was Du zur Bewusstheit und zur Kommunikation schreibst, führt für mich direkt zurück zur Beziehungsmüdigkeit.

    Denn wenn wir genauer hinschauen, entsteht Müdigkeit ja oft nicht nur aus dem Verhalten der anderen oder aus gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch daraus, dass wir unsere eigenen Muster lange nicht gesehen oder nicht verändert haben.
    Irgendwann ist man dann erschöpft und erklärt das (unfairerweise?) leicht mit Zeitgeist, Datingkultur oder eben dem Gegenüber.

     


    Wie sehr hängt Beziehungsmüdigkeit damit zusammen, dass wir uns selbst (und unsere Art zu kommunizieren) erst spät oder ungern anschauen?
     

    Tina:

    Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:

    "Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.

    Wie erlebst Du das?
    Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"

     

    Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden. 

    Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. 

    Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc. 

     

    Genau, wir haben uns unsere Muster etc. nicht angesehen, weil wir erst entsprechende Erfahrungen machen müssen, um Muster, uns und unseren Anteil an dem, was wir erleben, zu erkennen. 

    Vielleicht ist es bei anderen anders, aber ich hatte mit 20 einfach nicht die Erkenntnis, warum ich was wie wahrgenommen habe. 

     

    "Spät" ist in diesem Zusammenhang m. E. relativ. Eine andere Sache ist das "ungern". Wenn die Schutzmechanismen zu stark sind, als dass wir uns mit unseren Muster beschäftigen können, dann ist man gerade nicht bereit, und weiß vielleicht auch nicht, wie man vorgehen sollte, z. B. wo man Hilfe bekommt. 

  • Heute, 10:13

     

    Tina:

    Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:

    "Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.

    Wie erlebst Du das?
    Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"

     

    Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden. 

    Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. 

    Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc. 

    Klingt alles ganz gut, aber manchmal ist der Ansatz auch gefährlich und führt zu einem unnötigen Ende, nämlich dann, wenn einem nicht mehr die Gründe interessieren. Es gibt sehr viele Gründe, die heutzutage einfach passieren, ohne eigenes verschulden und manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. Da darf man sich gerne auch mal selbst fragen, ob man bei seinen eigenen Fehlern auch so rigoros mit sich umgehen würde.

     

    Für mich ist ein wesentlicher Schlüssel in einer Beziehung die Kommunikation und auch die Konfliktfähigkeit.

  • #Tina:

    Danke Dir.
    Gerade das, was Du zur Bewusstheit und zur Kommunikation schreibst, führt für mich direkt zurück zur Beziehungsmüdigkeit.

    Denn wenn wir genauer hinschauen, entsteht Müdigkeit ja oft nicht nur aus dem Verhalten der anderen oder aus gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch daraus, dass wir unsere eigenen Muster lange nicht gesehen oder nicht verändert haben.
    Irgendwann ist man dann erschöpft und erklärt das (unfairerweise?) leicht mit Zeitgeist, Datingkultur oder eben dem Gegenüber.

     


    Wie sehr hängt Beziehungsmüdigkeit damit zusammen, dass wir uns selbst (und unsere Art zu kommunizieren) erst spät oder ungern anschauen?
     

    Tina:

    Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:

    "Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.

    Wie erlebst Du das?
    Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"

     

    Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden. 

    Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. 

    Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc. 

     

  • Heute, 09:26

    Also ich wurde ja zur Diskussion sozusagen ausgeladen... hab ich so auch noch nie erlebt... 😉 weil ich gesellschaftliche Aspekte anbrachte.... aber jetzt dreht Ihr Euch auch im uralten allgemeinen Kreis von "was ist der Unterschied zwischen Mann und Frau" und lauter Verallgemeinerungen. Es gibt ein Buch " Männer sind anders, Frauen auch"- ich fand das Buch aufschlussreich und toll und empfehle es passend zur Diskussion weiter.

     

    Und für Beziehungssuche empfehle ich stark: Vergesst all das Allgemeine, lasst es in den Hintergrund rücken und versucht, wirklich die Person selbst in allen Facetten kennenzulernen. Nur das.

     

    Und warum sie Singel war spielt dann auch weniger eine Rolle.

     

    Und ja, es gibt auch das Wort " Beziehungsmüde". Es gibt Menschen die laugen einen aus, selbst wenn man sich gesund abgrenzt. Es gibt Routinen und gleiche Abläufe- das ist nicht jedermanns Sache. Oder man kämpft und kämpfte und kämpfte... und wurde zermürbt, weil es nicht zum Ziel führte.

     

    In der Frage oben wird angedeutet, dass man eine Beziehung nur führt, weil es üblich ist ( Katalogdenken) und nicht wirklich dem Bedürfnis entspricht ( es gibt so viele Singels).

     

    Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden- egal was üblich ist.

  • Heute, 09:19

    Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:

    "Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.

    Wie erlebst Du das?
    Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"

     

    Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden. 

    Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen. 

    Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc. 

  • Heute, 09:04 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:14.

    Dafür gibt es keine belastbaren Belege.
    Ist sicher eher Klischée und nichts, wofür jemand Geld in Forschung investieren würde. 

    Letztlich war das auch nur ein Unken in persönlicher Motivation.
     

    Vielleicht trennen Männer einfach nur Sex und Gefühle sprachlich stärker voneinander, was dann eher Kultur und Aufzucht dieser Männer geschuldet ist, aber nicht heißt, dass die nichts dabei fühlen.
    Wer wird denn nach dem Sex besonders kuschlig und weich? ;-) 

    Forschungen zu Friends with Benefits zeigen zumindest, dass sexuelle Nähe oft weit mehr Emotionen schafft als viele erwarten und dass die Beendigung solcher Arrangements genauso enttäuschend oder schwierig sein kann wie bei klassischen Beziehungen, wenn eine Seite mehr fühlt als die andere.
    Und das schließt die Herren mit ein.


    Interessant ist ja, dass Studien eher zeigen, dass Männer sich schneller verlieben und früher „Ich liebe dich“ sagen.
    Vielleicht geht es bei F+ weniger um Geschlecht und mehr darum, wer Nähe emotional stärker auflädt und wer glaubt, sie kontrollieren zu können. 

    Witzigerweise sollen beide Geschlechter glauben, dass eher die Frauen dazu neigen.

     

    ps: Nachtrag. Frauen zeigen und benennen Gefühle anders und ich denke, deswegen kommen solche Klischées auf.
     

    Mandi:

     

    Tommy:

    ich unke, dass sich mehrheitlich die Männer verlieben. ;-)

    Ist doch bei diesen besten Freund/Freundinnen-Beziehungen auch meist so. 

    Was ich so gelesen habe, verlieben sich eher Frauen über Sex.

    Vielleicht kann ja wer recherchieren.

     

    Bei den besten Freund/Freundinnen-Beziehungen bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich verlieben ist oder nicht nur sexuelles Begehren von Seiten der Männer.

     

  • Heute, 08:55

     

    Tommy:

    ich unke, dass sich mehrheitlich die Männer verlieben. ;-)

    Ist doch bei diesen besten Freund/Freundinnen-Beziehungen auch meist so. 

    Was ich so gelesen habe, verlieben sich eher Frauen über Sex.

    Vielleicht kann ja wer recherchieren.

     

    Bei den besten Freund/Freundinnen-Beziehungen bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich verlieben ist oder nicht nur sexuelles Begehren von Seiten der Männer.

  • Mandi,

     

    ich unke, dass sich mehrheitlich die Männer verlieben. ;-)

    Ist doch bei diesen besten Freund/Freundinnen-Beziehungen auch meist so. 

     

    Mandi:

     

    Thomas:

    Wie paßt hier die neumodische Freundschaft+ ins Bild und dieses Konzept. 

    Das sind zwei komplett verschiedene Dinge.

     

    So: Verlieben + Kompatibilität --> Liebesbeziehung / Partnerschaft  (--> Trennung).

     

    Oder so: Freundschaft --> Sex --> häufig verliebt sich einer --> Freundschaft meistens auch weg.

     

  • Heute, 08:46 - Zuletzt bearbeitet Heute, 08:47.

     

    Thomas:

    Wie paßt hier die neumodische Freundschaft+ ins Bild und dieses Konzept. 

    Das sind zwei komplett verschiedene Dinge.

     

    So: Verlieben + Kompatibilität --> Liebesbeziehung / Partnerschaft  (--> Trennung).

     

    Oder so: Freundschaft --> Sex --> häufig verliebt sich einer --> Freundschaft meistens auch weg.

  • Vielleicht müsste man zuerst klären, was hier eigentlich unter „richtiger Freundschaft“ verstanden wird.
    Denn wenn Freundschaft+ eine "richtige Freundschaft" ist, die sexuelle Intimität einschließt, stellt sich die Frage, was diese Freundschaft dann von der zu einem engen Freund oder Kumpel unterscheidet. (also Mann/Mann)

    Gibt es dort auch sexuelles Begehren oder warum endet es genau dort? ;-) 

     

    Vielleicht ist „Freundschaft +“ einfach eine Beziehung mit reduzierten Verpflichtungen.


    Sexuelle Intimität verändert nach allem, was man dazu weiß, Erwartungshaltungen und Bindungsdynamiken, auch wenn man sie nicht so nennen möchte.

     

    Die Frage wäre dann wohl eher,
    ob das wirklich Beziehungsfreiheit ist oder eher Nähe mit möglichst wenig Verantwortung?
     

    Persönlich verorte ich das weniger bei Beziehungsmüdigkeit, eher bei Spaß, ohne Bindung eingehen zu müssen. ;-)

     

     

    Thomas:

     

    Mandi:

     

    und in den man sich verliebt, sonst wird es eine Freundschaft.

     

    Wie paßt hier die neumodische Freundschaft+ ins Bild und dieses Konzept. 

    Also eine richtige Freundschaft, bei der man auch eine sexuelle Beziehung hat.

    Vielleicht auch, weil man Angst hat, aus unterschiedlichsten Gründen, eine richtige Beziehung einzugehen...

     

  •  

    Mandi:

     

    Leo:

    Wir treffen einen Menschen, der uns gut tut, zum Lachen bringt, mit dem wir gern zusammen sind. 

    und in den man sich verliebt, sonst wird es eine Freundschaft.

     

    Scheint nicht so schwierig zu sein 🙏

  • Heute, 08:33

     

    Mandi:

     

    Leo:

    Wir treffen einen Menschen, der uns gut tut, zum Lachen bringt, mit dem wir gern zusammen sind. 

    und in den man sich verliebt, sonst wird es eine Freundschaft.

     

    Wie paßt hier die neumodische Freundschaft+ ins Bild und dieses Konzept. 

    Also eine richtige Freundschaft, bei der man auch eine sexuelle Beziehung hat.

    Vielleicht auch, weil man Angst hat, aus unterschiedlichsten Gründen, eine richtige Beziehung einzugehen...

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