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  • 09.02.26, 14:54

    Ich leide auch schon seit einigen Jahren an Depressionen. Dazu kam irgendwann die soziale Isolation und 2019 hatte ich dann noch einen Gehirntumor, der die Verbindung zur Hypophyse  nahezu gekappt hat, wodurch ich die letzten Jahre schon Hormone zu mir nehmen musste. Vor zwei Wochen hatte ich dann einen Termin bei einem Onkologen, der mir jetzt endgültig bestätigt hat, dass diese nicht wieder verheilen wird. Zu alle dem kämpfe ich gerade darum meinen Job nicht zu verlieren. 

     

    Tipp an alle,  die an Depressionen leiden und den Kampf schon aufgeben wollten:

     

    NIEMAND WIRD EUCH RETTEN! - Wartet nicht darauf, dass jemand kommt, der euch all eure Probleme und Ängste und Schmerzen nimmt. Schaut zurück auf all das was ihr schon hinter euch habt, auf all die Herausforderungen die ihr trotz eurer inneren Belastung überstanden habt. 

    All diese Dinge haben euch mehr abverlangt als sich euer Umfeld nur vorstellen kann. 

    IHR SEID VERDAMMT STARK! Vergesst das nie. Und wenn ihr vor der nächsten Herausforderung in eurem Leben steht. Sagt euch eines: "Wenn damit einer fertig wird, dann bin ICH das!"

     

    Bleibt stark <3

    Gruß Nicolas 

  • 02.02.26, 19:37

    Depressionen gelten zwar selbst als Krankheit, sind aber manchmal nur Symptom. Das ist dann bisweilen komplett unbeeindruckt von Psychopharmaka aller Arten.

    Dazu kommt, dass das Gehirn die eigentliche Ursache (zumindest bei komplexen Traumata) "bewusst" unter Verschluss hält.

    Mein Vorschlag ist eine Rehabilitation zu beantragen um die Ursachen zu ergründen. Mit viel Zeit und fernab von gewohnten Menschen und Orten.

    Das kann eine gute Basis für Selbstverständnis und den Beginn der Heilung schaffen. 

  • 02.11.25, 18:03

    Ich kenne eine junge Frau, die war schwer depressiv, hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten, ging bei Rot über die Straße, und obwohl sie klein ist, hatte sie damals 85 Kilo und sie litt seit ihrer Kindheit an Depressionen. Dann kam sie zu einem neuen Arzt, der verschrieb ihr das Medikament "Stablon". Binnen kürzester Zeit hat sich dieses Mädel total verwandelt, sie nahm Gewicht ab, hat jetzt 52 Kilo, ist fröhlich, kontaktfreudig und hat seit 10 Jahren einen Partner! Sie ist glücklich und nicht wiederzuerkennen! 

  • 02.11.25, 08:22

    Man kann nicht genau sagen, wie man mit Depressionen umgehen soll, oft bleibt einem nur, die Zeit auszuhalten! Ich finde jedoch, dass Menschen, die solche Phasen erlebt haben, besonders interessant sind. Sie wirken danach oft reifer und einfühlsamer und wachsen innerlich und äusserlich. Menschen, die so etwas nie erlebt haben, bleiben oft unverändert und eher oberflächlich. Trotzdem wünsche ich niemandem, das durchmachen zu müssen, denn es ist eine sehr schwere Zeit.

  • 01.11.25, 22:58 - Zuletzt bearbeitet 01.11.25, 22:58.

    Wie ich damit umgehe? 

    Ich möchte einmal darüber sprechen, wie man mit Depression von aussen umgeht; also jenseits der Krankheit selbst.

    Ein mir nahestehender Mensch hat mir seine Depression einmal kurz so beschrieben:
    'Man liegt stundenlang durstig im Bett, weil man keine drei Schritte gehen kann, um sich ein Glas Wasser zu holen'.

    Dieser Satz hat sich mir tief eingeprägt. Er zeigt, wie lähmend diese Krankheit sein kann...wie sie selbst die einfachsten Dinge unerreichbar macht.

    Für jemanden, der das nie erlebt hat, ist das kaum vorstellbar. Wir neigen dazu, verstehen zu wollen, zu erklären, zu helfen. Doch manchmal braucht es etwas anderes.

    Empathie statt Erklärung.
    Man muss dieses Gefühl nicht kennen, um mitzufühlen. Es reicht, zu ahnen, was es bedeutet, völlig ausgeliefert zu sein.
    Dieses stille Verstehen...ohne Worte, ohne Urteil...schafft Nähe. Und manchmal ist genau das das Wertvollste, was man geben kann.

    Da zu sein, wenn die Person es möchte.

  • 01.11.25, 16:52

    Zuerst entstand McDonalds, irgendwann Positive Thinking, dann McMindfulness.

     

    Diesbezüglich fühle ich mich mit Ronald Purser deutlich am wohlsten!

  • 01.11.25, 16:26

    Hast du schon mal über einen MBSR-Achtsamkeitskurs nachgedacht?

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  • 31.10.25, 09:49

    Meinst du wirkliche Depression, von einem Neurologen abgeklärt oder ab und an depressive Verstimmung die vielleicht jeder von uns schon hatte?

  • 31.10.25, 00:45

    Wenn du schreibst, ich leide schon sehr lange an dieser Krankheit, gehe ich davon aus, du warst/bist in Therapie und nimmst Medikamente?  

     

    Ratschläge hast du sicherlich schon tausende bekommen. 

     

    Heilungsbremsen sind folgende Möglichkeiten:


    Gibst du dir die Schuld für etwas/alles?

    Hast du wegen etwas ein schlechtes Gewissen?

    Verachtest du dich selber?

    Wärst du lieber Tod als am Leben teilzunehmen?

    Hast du dich verloren?

    Drehen sich deine Gedanken pausenlos im Kreis?

    Bist du innerlich so unruhig dass du dich nicht mehr bewegen kannst?

    Ist dein Akku leer und nicht aufladbar?

     

    Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, forsche in dir und bring es zur Sprache in der Therapie ohne dich dafür zu schämen oder peinlich berührt zu sein. 
     

  • 30.10.25, 23:53 - Zuletzt bearbeitet 31.10.25, 00:00.

    Du magst offenbar Themen die ganz nah an uns dran sind! Das finde ich sehr gut! 

     

    Ich möchte bitte von einer anderen Warte etwas zum Thema Depression beitragen! Diese Aussage ist Slavoj Zizek, einem slowenischen Philosophen und Psychoanalytiker zuzuschreiben:

     

    Frage: "Was macht Sie depressiv? 

    Zizek: "Wenn ich sehe, dass blöde Menschen glücklich sind." 😂

     

    So geht´s mir auch immer wieder (wenn ich die deutschen und hiesigen Wahlergebnisse sehe.)

     

     

     

     

  • 30.10.25, 22:24

    Zwar keine Depressionen, jedoch gehäufte depressive Episoden. Was ich nur empfehlen kann ist gesunder Schlaf, eine gesunde Ernährung, Sport, soziale Kontakte und ein Ziel im Leben. 

     

    Vieles davon kann SSRIs überflüssig machen.

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