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  • Augenhöhe: Ein Business-Standard, aber im Privaten Luxusgut?

    Diskussion · 48 Beiträge · 628 Aufrufe
    Xenia aus Oberhöflein

    Ich habe in meinen 54 Jahren oft die Erfahrung gemacht – und vielleicht geht es einigen von euch ähnlich –, dass wir uns zwar als moderne, freidenkende Individuen verstehen, aber in der Realität oft an unsichtbare Grenzen stoßen.

    Obwohl ich Menschen schon immer völlig unabhängig von Geschlecht oder Konventionen sehe und meinen Weg abseits von festen Gruppierungen gehe, stelle ich fest: 

     

    Echte, respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe erlebe ich am konsequentesten im geschäftlichen C-Level-Kontext.

     

    Daraus ergibt sich für mich die Frage:

     

    Das Phänomen der „Rollen-Rückkehr“

    Warum gelingt uns im internationalen Business das, was privat oft scheitert?

     

    Sobald wir den beruflichen Rahmen verlassen, scheinen bei vielen – oft unbewusst – die alten Geschlechterrollen im Kopf anzuspringen. Egal wie offen man sich zu Beginn gibt, am Ende landet man oft wieder in einer Schublade, statt einfach nur als „Mensch“ gesehen zu werden.

     

    Mich würde interessieren:

     

    Habt ihr auch das Gefühl, dass wir im Privaten oft „unfreier“ denken als im Job?

    Warum fällt es uns so schwer, die Souveränität und den Respekt aus der Arbeitswelt mit in den Feierabend zu nehmen?

     

    Erlebt ihr es auch, dass ihr als eigenständige Persönlichkeit geschätzt werdet, bis die ersten gesellschaftlichen Klischees die Sicht trüben?

     

    Ich bin gespannt auf eure Perspektiven – jenseits von Ideologien oder festgefahrenen Fronten. Einfach Mensch zu Mensch.

     

    Ein kleiner Nachtrag: Mir geht es hierbei vor allem um den Austausch mit Menschen, die in ihrem Alltag – sei es beruflich oder privat – ebenfalls einen hohen Anspruch an Reflexion und Souveränität leben. Ich glaube, dieses spezielle Paradoxon zwischen professioneller Augenhöhe und privater Rollen-Rückkehr lässt sich am besten mit denjenigen diskutieren, die diesen Kontrast aus der eigenen Erfahrung kennen.

    06.04.26, 09:32

Beiträge

  • 06.04.26, 13:07

     

    Martin:

    Das berufliche und das private Umfeld sind zwei Bereiche mit unterschiedlichen Prioritäten. Beruflich geht es vorrangig darum, möglichst gut und erfolgreich miteinander zu arbeiten. Privat geht es eher darum, gut miteinander zu leben. Beide Bereiche haben jedoch gemeinsam, daß man (oder frau) mit anderen Menschen zu tun hat. In beiden Bereichen gibt es also folgerichtig immer zwischenmenschliche Beziehungen, wenn sie auch unterschiedlicher Natur sind. Ich habe das große Glück, einen Job zu haben, der mir viel Spaß macht. Und ich habe das noch größere Glück, mit Kolleg:innen zu arbeiten, die wie eine Familie für mich sind. Keine Untertreibung. Dieses außergewöhnlich gute Verhältnis wird getragen von gegenseitiger Augenhöhe und respektvollem Umgang miteinander. Dabei ist es völlig egal ob männlich oder weiblich, ob jung oder alt, ob Teilzeit oder Vollzeit, das spielt bei uns alles keine Rolle. Wir sind einfach ein tolles Team. - Meiner Meinung nach sind die Begriffe Augenhöhe und respektvoller Umgang die Grundlage einer jeden Beziehung zwischen Menschen, unabhängig davon, ob es nun um Kolleg:innen, Freund:innen oder die Partnerschaft geht. Diese Beziehungen mögen unterschiedlicher Natur sein, aber die "Basics" für den Umgang mit anderen Menschen sind und bleiben stets die gleichen, finde ich.

    Ja, so erlebe ich es auch ......

    😊

    Die Grundpfeiler sollten gleich sein ,

  • 06.04.26, 13:05 - Zuletzt bearbeitet 06.04.26, 13:09.

    wir haben-hatten vor kurzem diesen thread hier " Augenhöhe in Partnerschaft, Freundschaft und im Leben " 

    viel- interessiert er dich. ?

     

     meinst du im privaten umfeld generell und-oder speziell auf partnerschaft bezogen ?

     

    Augenhöhe in Partnerschaft, Freundschaft und im Leben 👁️👁️

     

     

     

  • 06.04.26, 13:04

     

    Xenia:

     

    Siena:

    Hallo Xenia.

     

    Das was du im Geschäftsleben erlebst kann ich mir sehr gut vorstellen .

     

    Ich habe seit ich 16 bin .durch eigene Erlebnisse das Gefühl und meine Wahrnehmung aus meinem Alltag . Deutschland hat seine Vita auf die Arbeit verschoben, dadurch scheinen bei einigen soziale Kontakte verloren gegangen zu sein und zu verkümmern .

    Ich bin gerade dabei als Beratung für sozial Kompetenz Empathie und Sexualität beruflich Fuß zu fassen .

    Und ja viele Kompetenzen die im Arbeitsleben selbst verständlich und gebraucht werden auch hohe Werte sehe ich bei vielen Menschen und im öffentlichen leben nicht .

    Ich finde das haben sich Prioritäten sehr ungut verschoben.

     

    Was für mich aber selbst redend und unbedingt notwendig ist auch Augenhöhe .

    Und soziale Kontakte haben einen hohen Stellenwert für mich 

     

     

    Für mich gehört das zu einem Wertschätzenden Miteinander dazu .

    Auch hohe Werte .

    Ich brauche das.

    Mich erfüllt das und gibt mir unglaublich Halt .

     

    Ich finde es auch seltsam das vieles was im Arbeitsleben gilt für viele Menschen im privaten oder auch hier auf der Plattform nicht zählt ......scheinbar.

    Ich finde es nicht schön und ungesund .

     

    Warum wird dem Arbeitsleben an dieser Stelle  mehr bei gemessen von vielen als im privat leben ?

     

    Zwischen Menschliche Verbindungen die gut funktionieren  einem gut tun und einen nähren brauchen  meiner Erfahrung nach hohe Werte, ,Augdnhöhe.Selbst loses handeln Mitgefühls Empathie .Hofflichkeit.Respekt Wertschätzung ........etc

    Das ist wohltuend .

     

    Meiner Erfahrung müsste man einzelne Begriffen noch diskutieren oder miteinander erläutern .da Sie nicht allgemein relativ gleich erlebt und gelebt werden .

     

    Ich finde gleiches betrifft auch den Sex......

     

     

    Grüße

    Siena 

     

    Hallo Siena,

    vielen Dank für deine Zeilen – ich kann dir da in so vielen Punkten nur zustimmen. Es ist genau dieses Paradoxon: Im Job sind Respekt und Professionalität der Standard, aber privat scheint diese Souveränität oft einfach zu ‚verkümmern‘, wie du es nennst.

    Ich lebe seit 2014 in Österreich, arbeite aber weiterhin für Deutschland, und auch in diesem Wechselspiel merke ich oft, wie sehr wir uns über die Arbeit definieren. Dabei sind es doch gerade die zwischenmenschlichen Werte – Empathie, echte Augenhöhe und ein ehrliches Miteinander –, die uns als Menschen ausmachen. Ob das nun die allgemeine Kommunikation betrifft oder Themen wie Sexualität, die du ansprichst: Ohne ein festes Fundament an Werten bleibt alles oberflächlich und fällt schnell in alte, ungesunde Muster zurück.

    Für mich ist diese Klarheit und Freiheit im Denken nicht verhandelbar. Ich habe mir meinen Weg hart erarbeitet und treffe meine Entscheidungen schon immer ohne Zwänge oder Ängste. Deshalb befremdet es mich privat manchmal umso mehr, wenn Menschen diese Souveränität am Feierabend quasi an der Garderobe abgeben und plötzlich wieder in Kategorien denken, die wir eigentlich längst hinter uns gelassen haben sollten.

    Es tut gut zu lesen, dass du das ähnlich siehst. Wahre Augenhöhe ist eben kein ‚Bonus‘, den man nur im Büro auspackt, sondern eine Lebenseinstellung.

    Hey Xenia,

    Gut beschrieben!

     

    Genau so geht es mir auch.......

    Ich Frage mich ob es da in Österreich Unterschiede gibt!

    Genau die Boni sollten viel mehr sein ,

    Selbst verständlich ,

    Und überall mit hin auch ins Schlafzimmer ......

     

    Grüsse 

    Siena 

  • 06.04.26, 12:51

    Themenübergreifend nehme ich wahr, dass es zum großen Teil um Erwartungen und Enttäuschungen geht. Ich wiederhole mich gerne: Eine Ent-täuschung ist das Ende einer (Selbst)täuschung. Man hat nicht genau genug hingeschaut, hat die eigenen Wünsche, (Ideal)vorstellungen, Sehnsüchte und Bedürfnisse projiziert und wundert sich dann, dass das Gegenüber nicht das erwartete "Programm" abspielt.

     

    George B. Shaw sagte es mal treffend:
    Der einzig kluge Mensch ist mein Schneider: Er nimmt jedes Mal neu Maß.

     

  • 06.04.26, 12:43

     

    Martin:

    Das berufliche und das private Umfeld sind zwei Bereiche mit unterschiedlichen Prioritäten. Beruflich geht es vorrangig darum, möglichst gut und erfolgreich miteinander zu arbeiten. Privat geht es eher darum, gut miteinander zu leben. Beide Bereiche haben jedoch gemeinsam, daß man (oder frau) mit anderen Menschen zu tun hat. In beiden Bereichen gibt es also folgerichtig immer zwischenmenschliche Beziehungen, wenn sie auch unterschiedlicher Natur sind. Ich habe das große Glück, einen Job zu haben, der mir viel Spaß macht. Und ich habe das noch größere Glück, mit Kolleg:innen zu arbeiten, die wie eine Familie für mich sind. Keine Untertreibung. Dieses außergewöhnlich gute Verhältnis wird getragen von gegenseitiger Augenhöhe und respektvollem Umgang miteinander. Dabei ist es völlig egal ob männlich oder weiblich, ob jung oder alt, ob Teilzeit oder Vollzeit, das spielt bei uns alles keine Rolle. Wir sind einfach ein tolles Team. - Meiner Meinung nach sind die Begriffe Augenhöhe und respektvoller Umgang die Grundlage einer jeden Beziehung zwischen Menschen, unabhängig davon, ob es nun um Kolleg:innen, Freund:innen oder die Partnerschaft geht. Diese Beziehungen mögen unterschiedlicher Natur sein, aber die "Basics" für den Umgang mit anderen Menschen sind und bleiben stets die gleichen, finde ich.

    Martin auf den Punkt gebracht :)...schön das du es so lebst.

  • 06.04.26, 12:42 - Zuletzt bearbeitet 06.04.26, 13:10.

     

    Xenia:

     

    Siena:

    Hallo Xenia.

     

    Das was du im Geschäftsleben erlebst kann ich mir sehr gut vorstellen .

     

    Ich habe seit ich 16 bin .durch eigene Erlebnisse das Gefühl und meine Wahrnehmung aus meinem Alltag . Deutschland hat seine Vita auf die Arbeit verschoben, dadurch scheinen bei einigen soziale Kontakte verloren gegangen zu sein und zu verkümmern .

    Ich bin gerade dabei als Beratung für sozial Kompetenz Empathie und Sexualität beruflich Fuß zu fassen .

    Und ja viele Kompetenzen die im Arbeitsleben selbst verständlich und gebraucht werden auch hohe Werte sehe ich bei vielen Menschen und im öffentlichen leben nicht .

    Ich finde das haben sich Prioritäten sehr ungut verschoben.

     

    Was für mich aber selbst redend und unbedingt notwendig ist auch Augenhöhe .

    Und soziale Kontakte haben einen hohen Stellenwert für mich 

     

     

    Für mich gehört das zu einem Wertschätzenden Miteinander dazu .

    Auch hohe Werte .

    Ich brauche das.

    Mich erfüllt das und gibt mir unglaublich Halt .

     

    Ich finde es auch seltsam das vieles was im Arbeitsleben gilt für viele Menschen im privaten oder auch hier auf der Plattform nicht zählt ......scheinbar.

    Ich finde es nicht schön und ungesund .

     

    Warum wird dem Arbeitsleben an dieser Stelle  mehr bei gemessen von vielen als im privat leben ?

     

    Zwischen Menschliche Verbindungen die gut funktionieren  einem gut tun und einen nähren brauchen  meiner Erfahrung nach hohe Werte, ,Augdnhöhe.Selbst loses handeln Mitgefühls Empathie .Hofflichkeit.Respekt Wertschätzung ........etc

    Das ist wohltuend .

     

    Meiner Erfahrung müsste man einzelne Begriffen noch diskutieren oder miteinander erläutern .da Sie nicht allgemein relativ gleich erlebt und gelebt werden .

     

    Ich finde gleiches betrifft auch den Sex......

     

     

    Grüße

    Siena 

     

    Hallo Siena,

    vielen Dank für deine Zeilen – ich kann dir da in so vielen Punkten nur zustimmen. Es ist genau dieses Paradoxon: Im Job sind Respekt und Professionalität der Standard, aber privat scheint diese Souveränität oft einfach zu ‚verkümmern‘, wie du es nennst.

    Ich lebe seit 2014 in Österreich, arbeite aber weiterhin für Deutschland, und auch in diesem Wechselspiel merke ich oft, wie sehr wir uns über die Arbeit definieren. Dabei sind es doch gerade die zwischenmenschlichen Werte – Empathie, echte Augenhöhe und ein ehrliches Miteinander –, die uns als Menschen ausmachen. Ob das nun die allgemeine Kommunikation betrifft oder Themen wie Sexualität, die du ansprichst: Ohne ein festes Fundament an Werten bleibt alles oberflächlich und fällt schnell in alte, ungesunde Muster zurück.

    Für mich ist diese Klarheit und Freiheit im Denken nicht verhandelbar. Ich habe mir meinen Weg hart erarbeitet und treffe meine Entscheidungen schon immer ohne Zwänge oder Ängste. Deshalb befremdet es mich privat manchmal umso mehr, wenn Menschen diese Souveränität am Feierabend quasi an der Garderobe abgeben und plötzlich wieder in Kategorien denken, die wir eigentlich längst hinter uns gelassen haben sollten.

    Es tut gut zu lesen, dass du das ähnlich siehst. Wahre Augenhöhe ist eben kein ‚Bonus‘, den man nur im Büro auspackt, sondern eine Lebenseinstellung.

     

    Für mein Empfinden vermischt du da ein bisschen was. Professionalität hat noch lange nichts mit Empathie zu tun.

     

    Gerade erst die Tage bei Fielmann erlebt: 3 Brillen anfertigen lassen und im Prozedere hat die Beraterin doch tatsächlich 3 x die gleichen Floskeln benutzt. Ich habe sie sogar darauf angesprochen und sie sagte, dass dies Inhalt von Schulungen war. Das war hoch professionell, aber Null empathisch. Und genau so fiel das Ergebnis auch aus. Obwohl ich auf verschiedene Dinge hingewiesen habe, musste ich am Ende reklamieren, weil meine persönlichen Bedürfnisse nicht berücksichtigt wurden.

  • 06.04.26, 12:41

    Das berufliche und das private Umfeld sind zwei Bereiche mit unterschiedlichen Prioritäten. Beruflich geht es vorrangig darum, möglichst gut und erfolgreich miteinander zu arbeiten. Privat geht es eher darum, gut miteinander zu leben. Beide Bereiche haben jedoch gemeinsam, daß man (oder frau) mit anderen Menschen zu tun hat. In beiden Bereichen gibt es also folgerichtig immer zwischenmenschliche Beziehungen, wenn sie auch unterschiedlicher Natur sind. Ich habe das große Glück, einen Job zu haben, der mir viel Spaß macht. Und ich habe das noch größere Glück, mit Kolleg:innen zu arbeiten, die wie eine Familie für mich sind. Keine Untertreibung. Dieses außergewöhnlich gute Verhältnis wird getragen von gegenseitiger Augenhöhe und respektvollem Umgang miteinander. Dabei ist es völlig egal ob männlich oder weiblich, ob jung oder alt, ob Teilzeit oder Vollzeit, das spielt bei uns alles keine Rolle. Wir sind einfach ein tolles Team. - Meiner Meinung nach sind die Begriffe Augenhöhe und respektvoller Umgang die Grundlage einer jeden Beziehung zwischen Menschen, unabhängig davon, ob es nun um Kolleg:innen, Freund:innen oder die Partnerschaft geht. Diese Beziehungen mögen unterschiedlicher Natur sein, aber die "Basics" für den Umgang mit anderen Menschen sind und bleiben stets die gleichen, finde ich.

  • 06.04.26, 12:36

     

    Xenia:

     

    Elena:

     

    Ich habe Erfahrungen gemacht, das dies nur klappt bei Menschen, welchen die respektvolle Kommunikation auf gleicher Augenhöhe wichtig ist, zu ihren Werten gehört. Je nach seiner Ausgangssituation kann es einem leicht bis sehr schwer fallen, es braucht auch Zeit, Motivation und positive Aussichten. Starke Ungleichheit prägt unser tägliches Leben, wir bekommen nicht die gleichen Chancen/ Mindsets seit der Geburt/ bei unserer Erziehung, sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert wie auch Bedürfnissen auf der Bedürfnispyramide. In deinem konkreten Beispiel sind das in uns geprägte weibliche und männliche Rollen, wie die Begriffe „schwach„ und „stark“ gesellschaftlich definiert werden. Wer will schwach sein? Momentan ist das schlecht.

    Ein guter Punkt – natürlich spielt die Prägung eine Rolle. Wer Offenheit von Kindesbeinen an lernt, hat es leichter als jemand, der sich diese Freiheit hart erkämpfen muss.

    Aber genau da liegt für mich der Kern: Warum lassen wir zu, dass diese mühsam erarbeitete Souveränität privat oft wegbricht? Im Business schätzen wir die eigenständige Persönlichkeit, aber sobald es privat wird, greifen selbst bei reflektierten Menschen oft wieder die alten Mechanismen von 'stark' und 'schwach' oder typischen Geschlechterrollen.

    Es ist doch paradox: Wir verstehen uns als moderne Individuen, fallen aber in dem Moment, in dem wir die professionelle Bühne verlassen, unbewusst in Muster zurück, die wir eigentlich längst abgelegt haben wollten. Für mich ist die Frage eher: Wie schaffen wir es, diese Klarheit aus dem Job so in den Feierabend zu retten, dass wir uns wirklich nur als Mensch begegnen, ohne dass die Sicht durch gesellschaftliche Klischees wieder trüb wird?

    Also ich würde sagen dass man eine spezifische Position haben muss, um als eigenständige Person agieren zu dürfen. Eine Putzfrau oder Kindermädchen dürfe es nicht zum Beispiel, da die Erwartungen anders wären. Deswegen auf der professionellen Ebene gibt es Ungleichheiten ebenso viele wie auf der privaten. 
    Auf alte Mechanismen zugreifen drängt uns das System. Ändern wir das System und Werte, ändert sich auch unser Verhalten. 

    Umgekehrt kann man es ebenfalls machen 😁

  • 06.04.26, 12:35

     

    Siena:

    Hallo Xenia.

     

    Das was du im Geschäftsleben erlebst kann ich mir sehr gut vorstellen .

     

    Ich habe seit ich 16 bin .durch eigene Erlebnisse das Gefühl und meine Wahrnehmung aus meinem Alltag . Deutschland hat seine Vita auf die Arbeit verschoben, dadurch scheinen bei einigen soziale Kontakte verloren gegangen zu sein und zu verkümmern .

    Ich bin gerade dabei als Beratung für sozial Kompetenz Empathie und Sexualität beruflich Fuß zu fassen .

    Und ja viele Kompetenzen die im Arbeitsleben selbst verständlich und gebraucht werden auch hohe Werte sehe ich bei vielen Menschen und im öffentlichen leben nicht .

    Ich finde das haben sich Prioritäten sehr ungut verschoben.

     

    Was für mich aber selbst redend und unbedingt notwendig ist auch Augenhöhe .

    Und soziale Kontakte haben einen hohen Stellenwert für mich 

     

     

    Für mich gehört das zu einem Wertschätzenden Miteinander dazu .

    Auch hohe Werte .

    Ich brauche das.

    Mich erfüllt das und gibt mir unglaublich Halt .

     

    Ich finde es auch seltsam das vieles was im Arbeitsleben gilt für viele Menschen im privaten oder auch hier auf der Plattform nicht zählt ......scheinbar.

    Ich finde es nicht schön und ungesund .

     

    Warum wird dem Arbeitsleben an dieser Stelle  mehr bei gemessen von vielen als im privat leben ?

     

    Zwischen Menschliche Verbindungen die gut funktionieren  einem gut tun und einen nähren brauchen  meiner Erfahrung nach hohe Werte, ,Augdnhöhe.Selbst loses handeln Mitgefühls Empathie .Hofflichkeit.Respekt Wertschätzung ........etc

    Das ist wohltuend .

     

    Meiner Erfahrung müsste man einzelne Begriffen noch diskutieren oder miteinander erläutern .da Sie nicht allgemein relativ gleich erlebt und gelebt werden .

     

    Ich finde gleiches betrifft auch den Sex......

     

     

    Grüße

    Siena 

     

    Hallo Siena,

    vielen Dank für deine Zeilen – ich kann dir da in so vielen Punkten nur zustimmen. Es ist genau dieses Paradoxon: Im Job sind Respekt und Professionalität der Standard, aber privat scheint diese Souveränität oft einfach zu ‚verkümmern‘, wie du es nennst.

    Ich lebe seit 2014 in Österreich, arbeite aber weiterhin für Deutschland, und auch in diesem Wechselspiel merke ich oft, wie sehr wir uns über die Arbeit definieren. Dabei sind es doch gerade die zwischenmenschlichen Werte – Empathie, echte Augenhöhe und ein ehrliches Miteinander –, die uns als Menschen ausmachen. Ob das nun die allgemeine Kommunikation betrifft oder Themen wie Sexualität, die du ansprichst: Ohne ein festes Fundament an Werten bleibt alles oberflächlich und fällt schnell in alte, ungesunde Muster zurück.

    Für mich ist diese Klarheit und Freiheit im Denken nicht verhandelbar. Ich habe mir meinen Weg hart erarbeitet und treffe meine Entscheidungen schon immer ohne Zwänge oder Ängste. Deshalb befremdet es mich privat manchmal umso mehr, wenn Menschen diese Souveränität am Feierabend quasi an der Garderobe abgeben und plötzlich wieder in Kategorien denken, die wir eigentlich längst hinter uns gelassen haben sollten.

    Es tut gut zu lesen, dass du das ähnlich siehst. Wahre Augenhöhe ist eben kein ‚Bonus‘, den man nur im Büro auspackt, sondern eine Lebenseinstellung.

  • 06.04.26, 12:33 - Zuletzt bearbeitet 06.04.26, 12:34.

     

    Xenia:

     

    Mandi:

     

    Meiner ganz persönlichen Meinung nach siehst du das Berufsleben durch eine ziemlich rosarote Brille.

    Oder du hast mit deinem Job wirklich das Millionenlos gezogen.

    Hi Mandi, mit einem 'Los' hat das wenig zu tun – mein Weg ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen, ohne mich von Ängsten oder Zwängen leiten zu lassen (schon immer) Wenn man diese Freiheit für sich erarbeitet hat, ist das kein Glück, sondern eine Haltung.

    Mir geht es auch nicht um eine rosarote Brille, sondern um Realität der ich immer wieder Begegne, dass viele Menschen im Privaten eher dazu neigen, einen wieder in Klischees zu pressen, während das im C-Level-Kontext professionell ausgeklammert wird. Mich interessieren die Erfahrungswerte: Warum fällt es so vielen schwer, diese Souveränität in den Feierabend mitzunehmen und einem einfach nur als Mensch zu begegnen?

     

    Das liegt an unseren (früh)kindlichen Konditionierungen. Heute tritt der Leidensdruck viel eher auf, insgesamt ist das Thema Bewusstheit bekannter und Hilfen sind im Angebot und können zunehmend ohne Scham in Anspruch genommen werden. Je früher man also an den Konditionierungen arbeitet, sie sozusagen "feinjustiert", desto eher kann man neue Verhaltensweisen in sein Leben integrieren, macht entsprechend neue Erfahrungen und verfestigt so. Je länger die alten Konditionierungen gelebt und kompensiert wurden, umso fixierter sind diese Strukturen im Gehirn angelegt und entsprechend schwieriger ist es, neue neuronale Verknüpfungen anzulegen.

    Was mich wundert: All dies wurde hier schon zigfach durchgekaut und dennoch tauchen diese Unverständlichkeiten und Fragen auf. Warum? Vielleicht sind da auch so starre Konditionierungen am Werk und man merkt es selbst nicht? Ich finde ja auch, dass ich ganz anders bin, als viele so denken 😃

  • 06.04.26, 12:27

    Hallo Xenia.

     

    Das was du im Geschäftsleben erlebst kann ich mir sehr gut vorstellen .

     

    Ich habe seit ich 16 bin .durch eigene Erlebnisse das Gefühl und meine Wahrnehmung aus meinem Alltag . Deutschland hat seine Vita auf die Arbeit verschoben, dadurch scheinen bei einigen soziale Kontakte verloren gegangen zu sein und zu verkümmern .

    Ich bin gerade dabei als Beratung für sozial Kompetenz Empathie und Sexualität beruflich Fuß zu fassen .

    Und ja viele Kompetenzen die im Arbeitsleben selbst verständlich und gebraucht werden auch hohe Werte sehe ich bei vielen Menschen und im öffentlichen leben nicht .

    Ich finde das haben sich Prioritäten sehr ungut verschoben.

     

    Was für mich aber selbst redend und unbedingt notwendig ist auch Augenhöhe .

    Und soziale Kontakte haben einen hohen Stellenwert für mich 

     

     

    Für mich gehört das zu einem Wertschätzenden Miteinander dazu .

    Auch hohe Werte .

    Ich brauche das.

    Mich erfüllt das und gibt mir unglaublich Halt .

     

    Ich finde es auch seltsam das vieles was im Arbeitsleben gilt für viele Menschen im privaten oder auch hier auf der Plattform nicht zählt ......scheinbar.

    Ich finde es nicht schön und ungesund .

     

    Warum wird dem Arbeitsleben an dieser Stelle  mehr bei gemessen von vielen als im privat leben ?

     

    Zwischen Menschliche Verbindungen die gut funktionieren  einem gut tun und einen nähren brauchen  meiner Erfahrung nach hohe Werte, ,Augdnhöhe.Selbst loses handeln Mitgefühls Empathie .Hofflichkeit.Respekt Wertschätzung ........etc

    Das ist wohltuend .

     

    Meiner Erfahrung müsste man einzelne Begriffen noch diskutieren oder miteinander erläutern .da Sie nicht allgemein relativ gleich erlebt und gelebt werden .

     

    Ich finde gleiches betrifft auch den Sex......

     

     

    Grüße

    Siena 

     

  • 06.04.26, 12:01

     

    Mandi:

     

    Xenia:

    Aber genau da liegt für mich der Kern: Warum lassen wir zu, dass diese mühsam erarbeitete Souveränität privat oft wegbricht? Im Business schätzen wir die eigenständige Persönlichkeit, aber sobald es privat wird, greifen selbst bei reflektierten Menschen oft wieder die alten Mechanismen von 'stark' und 'schwach' oder typischen Geschlechterrollen.

    Es ist doch paradox: Wir verstehen uns als moderne Individuen, fallen aber in dem Moment, in dem wir die professionelle Bühne verlassen, unbewusst in Muster zurück, die wir eigentlich längst abgelegt haben wollten. Für mich ist die Frage eher: Wie schaffen wir es, diese Klarheit aus dem Job so in den Feierabend zu retten, dass wir uns wirklich nur als Mensch begegnen, ohne dass die Sicht durch gesellschaftliche Klischees wieder trüb wird?

    Meiner ganz persönlichen Meinung nach siehst du das Berufsleben durch eine ziemlich rosarote Brille.

    Oder du hast mit deinem Job wirklich das Millionenlos gezogen.

    Hi Mandi, mit einem 'Los' hat das wenig zu tun – mein Weg ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen, ohne mich von Ängsten oder Zwängen leiten zu lassen (schon immer) Wenn man diese Freiheit für sich erarbeitet hat, ist das kein Glück, sondern eine Haltung.

    Mir geht es auch nicht um eine rosarote Brille, sondern um Realität der ich immer wieder Begegne, dass viele Menschen im Privaten eher dazu neigen, einen wieder in Klischees zu pressen, während das im C-Level-Kontext professionell ausgeklammert wird. Mich interessieren die Erfahrungswerte: Warum fällt es so vielen schwer, diese Souveränität in den Feierabend mitzunehmen und einem einfach nur als Mensch zu begegnen?

  • 06.04.26, 11:47

     

    Xenia:

    Aber genau da liegt für mich der Kern: Warum lassen wir zu, dass diese mühsam erarbeitete Souveränität privat oft wegbricht? Im Business schätzen wir die eigenständige Persönlichkeit, aber sobald es privat wird, greifen selbst bei reflektierten Menschen oft wieder die alten Mechanismen von 'stark' und 'schwach' oder typischen Geschlechterrollen.

    Es ist doch paradox: Wir verstehen uns als moderne Individuen, fallen aber in dem Moment, in dem wir die professionelle Bühne verlassen, unbewusst in Muster zurück, die wir eigentlich längst abgelegt haben wollten. Für mich ist die Frage eher: Wie schaffen wir es, diese Klarheit aus dem Job so in den Feierabend zu retten, dass wir uns wirklich nur als Mensch begegnen, ohne dass die Sicht durch gesellschaftliche Klischees wieder trüb wird?

    Meiner ganz persönlichen Meinung nach siehst du das Berufsleben durch eine ziemlich rosarote Brille.

    Oder du hast mit deinem Job wirklich das Millionenlos gezogen.

  • 06.04.26, 11:43

     

    Elena:

     

    Xenia:

     

    Danke dir für deine offene Perspektive – ich kann nachvollziehen, was du meinst.

    Für mich steht dabei weniger die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Umfeld im Vordergrund, sondern eher die Frage, wie bewusst Menschen – unabhängig davon – miteinander umgehen.

    Aber ich finde es wichtig, auch solche Erfahrungen mit einzubeziehen, weil sie nochmal eine ganz andere Realität sichtbar machen.

    Ich habe Erfahrungen gemacht, das dies nur klappt bei Menschen, welchen die respektvolle Kommunikation auf gleicher Augenhöhe wichtig ist, zu ihren Werten gehört. Je nach seiner Ausgangssituation kann es einem leicht bis sehr schwer fallen, es braucht auch Zeit, Motivation und positive Aussichten. Starke Ungleichheit prägt unser tägliches Leben, wir bekommen nicht die gleichen Chancen/ Mindsets seit der Geburt/ bei unserer Erziehung, sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert wie auch Bedürfnissen auf der Bedürfnispyramide. In deinem konkreten Beispiel sind das in uns geprägte weibliche und männliche Rollen, wie die Begriffe „schwach„ und „stark“ gesellschaftlich definiert werden. Wer will schwach sein? Momentan ist das schlecht.

    Ein guter Punkt – natürlich spielt die Prägung eine Rolle. Wer Offenheit von Kindesbeinen an lernt, hat es leichter als jemand, der sich diese Freiheit hart erkämpfen muss.

    Aber genau da liegt für mich der Kern: Warum lassen wir zu, dass diese mühsam erarbeitete Souveränität privat oft wegbricht? Im Business schätzen wir die eigenständige Persönlichkeit, aber sobald es privat wird, greifen selbst bei reflektierten Menschen oft wieder die alten Mechanismen von 'stark' und 'schwach' oder typischen Geschlechterrollen.

    Es ist doch paradox: Wir verstehen uns als moderne Individuen, fallen aber in dem Moment, in dem wir die professionelle Bühne verlassen, unbewusst in Muster zurück, die wir eigentlich längst abgelegt haben wollten. Für mich ist die Frage eher: Wie schaffen wir es, diese Klarheit aus dem Job so in den Feierabend zu retten, dass wir uns wirklich nur als Mensch begegnen, ohne dass die Sicht durch gesellschaftliche Klischees wieder trüb wird?

  • 06.04.26, 11:30 - Zuletzt bearbeitet 06.04.26, 11:32.

     

    Xenia:

     

    Elena:

     

    Ich persönlich erlebe die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe in meinen Freundschaften und im Job eher weniger. Ich denke, dass dein Niveau einfach mit dem deines sozialen Umfeldes übereinstimmen soll, damit du deine Werte aktiv leben kannst. Leider gibt es noch Hierarchien und soziale Schichten, welche dich automatisch ausschliessen werden, wenn du zu ihnen nicht gehörst, weil du ihre Problematik nicht verstehst/ ggf zu ihren Problemen täglich beiträgst.

    Danke dir für deine offene Perspektive – ich kann nachvollziehen, was du meinst.

    Für mich steht dabei weniger die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Umfeld im Vordergrund, sondern eher die Frage, wie bewusst Menschen – unabhängig davon – miteinander umgehen.

    Aber ich finde es wichtig, auch solche Erfahrungen mit einzubeziehen, weil sie nochmal eine ganz andere Realität sichtbar machen.

    Ich habe Erfahrungen gemacht, das dies nur klappt bei Menschen, welchen die respektvolle Kommunikation auf gleicher Augenhöhe wichtig ist, zu ihren Werten gehört. Je nach seiner Ausgangssituation kann es einem leicht bis sehr schwer fallen, es braucht auch Zeit, Motivation und positive Aussichten. Starke Ungleichheit prägt unser tägliches Leben, wir bekommen nicht die gleichen Chancen/ Mindsets seit der Geburt/ bei unserer Erziehung, sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert wie auch Bedürfnissen auf der Bedürfnispyramide. In deinem konkreten Beispiel sind das in uns geprägte weibliche und männliche Rollen, wie die Begriffe „schwach„ und „stark“ gesellschaftlich definiert werden. Wer will schwach sein? Momentan ist das schlecht.

  • 06.04.26, 11:29

     

    Xenia:

    Bei mir ist es tatsächlich anders: Für mich fühlt sich Job gar nicht wie „Job“ an, sondern eher wie ein Teil von mir – fast wie ein Hobby. Deshalb mache ich da auch keinen großen Unterschied zwischen beruflich und privat.

    Vielleicht fällt mir genau deshalb dieser Wechsel oder dieses „Zurück in Rollen rutschen“ so stark auf.

    Dann ist es auch deine authentische Verhaltensweise, die dir keine Kraft kostet. Du gibtst dich auch im Job so, wie du bist. Und das passt genau zum Job.

     

    Viele andere Menschen müssen sich im Job verbiegen und privat fällt diese anstrengende Maske ab.

     

    Ute und all die anderen haben das schon geschrieben, ist nur auch meine Meinung.

  • 06.04.26, 10:57

     

    Xenia:

     

    Ute:

    Da zeigt sich, wie anstrengend das beruflich empfunden wird oder andersrum, wie wenig Respekt, Rücksichtnahme, Mitgefühl, usw. verinnerlicht sind.

     

    Beruflich zwingen Abhängigkeiten, privat will man so sein dürfen, wie man ist. Und ja, da war auch bei mir der Kreis zeitweilig sehr überschaubar, erweitert sich aber gerade auch wieder. Dann muss es wohl auch etwas mit mir zu tun haben.

    Spannender Punkt – ich verstehe, was du mit „anstrengend“ meinst.

    Bei mir ist es tatsächlich anders: Für mich fühlt sich Job gar nicht wie „Job“ an, sondern eher wie ein Teil von mir – fast wie ein Hobby. Deshalb mache ich da auch keinen großen Unterschied zwischen beruflich und privat.

    Vielleicht fällt mir genau deshalb dieser Wechsel oder dieses „Zurück in Rollen rutschen“ so stark auf.

     

    Da zeigt sich, wie wichtig es ist, im passenden Umfeld zu sein. Beruflich hatte ich da zuletzt nicht mehr so das Glück, denn es herrschten starre Hierarchien und Abhängigkeiten. So lange jeder funktioniert, ist alles sehr respektvoll und sicher. Die Maske fällt, sobald jemand auf Abruf nicht mehr 130 % abliefert. Gründe sind egal. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich davon zu erholen und erlebe es privat dort, wo eben Menschen noch in solchen Strukturen funktionieren müssen. Im Zuge meiner Erholung ist mir vieles klar geworden und mein Verständnis ist gewachsen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mir davon eine größere Dosis gebe. Ich habe das Prinzip der radikalen Akzeptanz gelernt. 

  • 06.04.26, 10:56

     

    Maresa:

     

    Xenia:

     

    Ich mag den Gedanken sehr – Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, ist für mich auch die Basis für echten Kontakt.

    Für mich liegt der Unterschied aber weniger darin, dass wir es können – sondern wo wir es konsequent leben. Im Business erlebe ich dieses bewusste Miteinander viel stabiler. Privat hingegen beobachte ich oft, dass genau das schneller verloren geht – nicht bei mir, aber im Gegenüber.

    Und genau da entsteht für mich dieser Bruch:
    Man startet auf Augenhöhe – und landet dann doch wieder in Rollen oder Erwartungen.

    Das macht den Austausch nicht unbedingt schlechter, aber oft weniger frei, als er sein könnte.

    MUSST Du in diesem "unfreien" Kontakt stehen? Natürlich breche ich den Kontakt zur "schwierigen Tante" nicht ab, obgleich mich DIE Augenhöhe "Kraft" kostet, bei in Begriff freundschaftliche Verbindungen zu werden, wird es dann aber schnell leiser um mich, wenn DIE Augenhöhe nicht zu halten- oder herzustellen ist!

    Sehe ich ähnlich – im Privaten muss ich das nicht. Für mich ist es eher eine Frage der Wahrnehmung als der Verpflichtung.

    Mir ging es in der Diskussion auch gar nicht darum, in solchen Kontakten zu bleiben, sondern eher darum, dass ich es interessant finde: dass Augenhöhe oft da ist – und dann plötzlich wieder in geschlechterspezifischen "Rollenzuordnungeng" verschwindet.

    Was oder ob man was dann daraus macht, ist ja nochmal eine ganz eigene Entscheidung.

  • 06.04.26, 10:48

     

    Elena:

     

    Xenia:

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    Ich persönlich erlebe die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe in meinen Freundschaften und im Job eher weniger. Ich denke, dass dein Niveau einfach mit dem deines sozialen Umfeldes übereinstimmen soll, damit du deine Werte aktiv leben kannst. Leider gibt es noch Hierarchien und soziale Schichten, welche dich automatisch ausschliessen werden, wenn du zu ihnen nicht gehörst, weil du ihre Problematik nicht verstehst/ ggf zu ihren Problemen täglich beiträgst.

    Danke dir für deine offene Perspektive – ich kann nachvollziehen, was du meinst.

    Für mich steht dabei weniger die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Umfeld im Vordergrund, sondern eher die Frage, wie bewusst Menschen – unabhängig davon – miteinander umgehen.

    Aber ich finde es wichtig, auch solche Erfahrungen mit einzubeziehen, weil sie nochmal eine ganz andere Realität sichtbar machen.

  • 06.04.26, 10:48

     

    Xenia:

     

    Maresa:

    Es ist doch essentiell,  JEDEN - beruflich wie privat - DA abzuholen, wo er/sie steht, um überhaupt in einen befriedigenden Kontakt gehen zu können! Ob mich dieser PRIVAT "befriedigt" und dauerhaft "interessiert", steht auf einem ganz anderen Blatt!

    Ich mag den Gedanken sehr – Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, ist für mich auch die Basis für echten Kontakt.

    Für mich liegt der Unterschied aber weniger darin, dass wir es können – sondern wo wir es konsequent leben. Im Business erlebe ich dieses bewusste Miteinander viel stabiler. Privat hingegen beobachte ich oft, dass genau das schneller verloren geht – nicht bei mir, aber im Gegenüber.

    Und genau da entsteht für mich dieser Bruch:
    Man startet auf Augenhöhe – und landet dann doch wieder in Rollen oder Erwartungen.

    Das macht den Austausch nicht unbedingt schlechter, aber oft weniger frei, als er sein könnte.

    MUSST Du in diesem "unfreien" Kontakt stehen? Natürlich breche ich den Kontakt zur "schwierigen Tante" nicht ab, obgleich mich DIE Augenhöhe "Kraft" kostet, bei in Begriff freundschaftliche Verbindungen zu werden, wird es dann aber schnell leiser um mich, wenn DIE Augenhöhe nicht zu halten- oder herzustellen ist!

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