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  • Wir wissen, dass es schlecht ist – und machen es trotzdem

    Diskussion · 19 Beiträge · 9 Gefällt mir · 566 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Wir alle kennen es: 

     

    Man weiß, dass etwas einem schadet – und macht es trotzdem. Man rast mit dem Auto, obwohl man weiß, dass es gefährlich ist. Man greift zur Zigarette oder trinkt ein Glas zu viel, obwohl der Kopf „Stopp“ sagt. Oder man lässt sich immer wieder auf Beziehungen ein, die einem eigentlich guttun würden, aber man sabotiert sie auf die eine oder andere Weise. Und trotzdem passiert es – immer wieder. 

     

    Warum tun wir das? 

     

    Kennt ihr dieses Gefühl, wenn Verstand und Handeln einfach nicht zusammenpassen?

     

    Thomas Kissing

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    25.02.26, 12:19

Beiträge

  • 02.03.26, 06:14

    Schon als Kind bin ich oft meinem eigenen inneren Gefühl gefolgt. Ich habe getan, was sich für mich stimmig anfühlte, und vieles vermieden, was sich innerlich nicht richtig anfühlte. Auch im Erwachsenenleben hat sich daran wenig verändert. Mein Weg war nie der angepassteste — und oft auch nicht der leichteste.

    Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören, auf meinen Geist und auf das leise Wissen meiner Seele. Diese innere Orientierung ist für mich zu einem Kompass geworden.

    Ich glaube, jeder Mensch steht irgendwann vor der Wahl: dem Weg der Erwartungen, der Erziehung und der Masse zu folgen — oder den eigenen, manchmal stilleren, aber wahrhaftigen Weg zu gehen. Am Ende entscheidet jeder selbst, welchem Ruf er sein Leben anvertraut.

    Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht warum wir es tun, sondern was in uns dadurch gehört werden will.

  • 01.03.26, 12:16

     

    StephanB:

     

    Thomas Kissing:

     

    Danke, Ines, das trifft es gut. Mich interessiert: Wie schafft ihr es, neue Gewohnheiten langfristig beizubehalten, auch wenn sie sich am Anfang falsch anfühlen?


    Thomas Kissing 

    Ich glaube, um tatsächlich neue Gewohnheiten zu etablieren ist „Disziplin aus Selbstliebe“ notwendig. 
     

    Unsere Glaubenssätze, Denk- und Verhaltensmuster sind meist seit früher Kindheit „gut erlernt“, sehr fest verankert und „overrulen“ als (sicher anfühlende) Gewohnheiten die Ratio - wie bei einem schweren Dampfer-Schiff, das flussabwärts fährt und trotz Lenkmanöver eine hohe Tendenz hat, geradeaus zu fahren, und ein 180 Grad Manöver ist nur schwer möglich.
     

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass eine Politik der kleinen Schritte zur Transformation hilfreich ist. 

     

    Das bedeutet zum Beispiel (und das meine ich mit der Disziplin), dass wir eine Entscheidung unter Umständen über sehr lange Zeit jeden Tag erneut treffen (also stetig wiederholen) müssen, bevor wir ein Muster „überschreiben“ können… 

     

    Und um dabei zu bleiben, reicht Disziplin alleine nicht aus, sondern dazu brauchen wir GEDULD (weil es nur so realistisch sein kann) UND(!) ein sehr hohes Maß an SELBSTLIEBE (damit wir ausreichend selbstverzeihlich sind, um uns den langsamen Verlauf nicht selbst vorzuwerfen) … 

     

    Schwierig, anstrengend - ja, aber lohnt sich! Und es ist ein sehr befruchtendes Erfolgserlebnis, wenn wir dann die scheinbar unmögliche Transformation doch aus eigener Kraft schaffen 🍀

     

     

    👏 dem stimme ich voll zu

  • 01.03.26, 11:59

     

    Thomas Kissing:

     

    Ines:

    Für mich mischen sich hier zwei sehr ähnliche Sachen, die aber einen entscheidenden Unterschied haben:

     

    1.: Beispiel: Ich esse ungesund. Das hat meistens (!) was mit Gewöhnung zu tun. In unserem Gehirn gibt es "ausgetrampelte" Pfade, die dafür sorgen dass wir Gewohnheiten schlecht los werden. Es ist anstrengend einen neuen Trampelpfad (gesund essen) anzulegen. Das "falsch fühlende" Gefühl hat man hier, in der Regel, beim ungesunden Essen. Ein schlechtes Gewissen, weil man etwas macht, dass einem NICHT GUT tut. 

     

    2.: Beispiel: ich sabotiere eine Beziehung die gut ist. Das hat meistens (!) mit alten Glaubenssätzen oder Ängsten zu tun. (Vielleicht sabotiert man auch nur, weil man nicht weiß, wie man sich in einer guten, funktionierenden Beziehung verhalten soll.) Es fühlt sich falsch an, dass es klappt, man geliebt wird,...Hier hat man das "falsch fühlende" Gefühl in der Regel bei der guten Beziehung. Ein schlechtes Gewissen, weil etwas passiert, dass einem GUT tut. 

     

    In beiden Fällen ist es anstrengend sich umzugewöhnen. Ich denke, dass ist der häufigste Grund für "Wiederholungstaten". 

    Danke, Ines, das trifft es gut. Mich interessiert: Wie schafft ihr es, neue Gewohnheiten langfristig beizubehalten, auch wenn sie sich am Anfang falsch anfühlen?


    Thomas Kissing 

    Ich glaube, um tatsächlich neue Gewohnheiten zu etablieren ist „Disziplin aus Selbstliebe“ notwendig. 
     

    Unsere Glaubenssätze, Denk- und Verhaltensmuster sind meist seit früher Kindheit „gut erlernt“, sehr fest verankert und „overrulen“ als (sicher anfühlende) Gewohnheiten die Ratio - wie bei einem schweren Dampfer-Schiff, das flussabwärts fährt und trotz Lenkmanöver eine hohe Tendenz hat, geradeaus zu fahren, und ein 180 Grad Manöver ist nur schwer möglich.
     

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass eine Politik der kleinen Schritte zur Transformation hilfreich ist. 

     

    Das bedeutet zum Beispiel (und das meine ich mit der Disziplin), dass wir eine Entscheidung unter Umständen über sehr lange Zeit jeden Tag erneut treffen (also stetig wiederholen) müssen, bevor wir ein Muster „überschreiben“ können… 

     

    Und um dabei zu bleiben, reicht Disziplin alleine nicht aus, sondern dazu brauchen wir GEDULD (weil es nur so realistisch sein kann) UND(!) ein sehr hohes Maß an SELBSTLIEBE (damit wir ausreichend selbstverzeihlich sind, um uns den langsamen Verlauf nicht selbst vorzuwerfen) … 

     

    Schwierig, anstrengend - ja, aber lohnt sich! Und es ist ein sehr befruchtendes Erfolgserlebnis, wenn wir dann die scheinbar unmögliche Transformation doch aus eigener Kraft schaffen 🍀

     

     

  • 25.02.26, 16:27 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 16:31.

     

    Torsten (Swordsman):

     

    Thomas Kissing:

    undefined

    Das Verstand und Handeln nicht zusammenpassen wird, je nach Situation, auch als "Liebe" bezeichnet 😉... Wobei es auch da durchaus passieren kann, dass sich etwas falsch anfühlt und man es trotzdem macht...

    "...falsch anfühlt und man es trotzdem macht..."  Auch wenn der Verstand oder die Zweifel vorher meinten, es wäre falsch. 

     

    Und wenn man es anschließend nicht bereut, hat man es richtig gemacht. :)

     

    Beim Ändern ist es wichtig, sich die "Erfolge" vor Augen zu führen. Nicht nur die Situation wo es nicht geklappt hat, man rückfällig geworden ist,...

  • 25.02.26, 15:53 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 15:55.

     

    Thomas Kissing:

    undefined

    Das Verstand und Handeln nicht zusammenpassen wird, je nach Situation, auch als "Liebe" bezeichnet 😉... Wobei es auch da durchaus passieren kann, dass sich etwas falsch anfühlt und man es trotzdem macht...

  • 25.02.26, 15:50 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 15:51.

     

    Ines:

     

    Thomas Kissing:

     

    Danke, Ines, das trifft es gut. Mich interessiert: Wie schafft ihr es, neue Gewohnheiten langfristig beizubehalten, auch wenn sie sich am Anfang falsch anfühlen?


    Thomas Kissing 

    Aushalten. ;)

     

    Manchmal funktionieren wir Erwachsene wie kleine Kinder: wir vermeiden was sich schlecht anfühlt (ungewohnt ist oder uns nicht schmeckt) und wollen das was sich gut anfühlt (Dinge die wir gewohnt sind, "Comfort food", Geschwindigkeitsrausch,..)

     

    Gehirnforscher sagen: um einen neuen "Trampelpfad" im Gehirn zu kreieren braucht man mindestens 3000 Wiederholungen. 

     

    Bis dahin hat das "innere Kind" vielleicht den ein oder anderen Wutanfall oder Zusammenbruch...:D ;) 

    Da ist es menschlich und verständlich, dass wir uns auch mal eine Pause gönnen. Vielleicht in Form von einer Waffel mit Kirschen, Vanilleeis und Sahne ;)

    Grundsätzlich "kennt" der Mensch nur DREI Reaktionen auf Gefahrensituationen: (Weg)laufen, erstarren, kämpfen. Gesteuert wird das ganze von einer kleinen Hormonkanone ganz hinten unten im Kopf namens Amygdala, die gar nicht sieht, was Sache ist und einfach mal losballert. 

     

    Das BEWUSSTE reagieren und situative Handeln ist dann der sozusagen nächste Schritt, wenn sich das Bewusstsein über das Hormongewitter legt. 

     

     

  • 25.02.26, 15:44 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 15:47.

     

    Thomas Kissing:

    Genau darum geht’s. Aber was ist mit dem Unterschied zwischen Gefühl und Verstand? Wir wissen oft, was richtig wäre – und tun trotzdem etwas anderes. Das macht vieles so schwierig.

    Kopfmensch - Gefühlsmensch?

     

    Oder eher, wie das Belohnungssysstem gestrickt ist? Gefahr --> Adrenalinkick + Dopamin wird als Belohnung - Lust - empfunden, Gefahr wird ausgeblendet, man hat ja alles unter Kontrolle.

    Bei anderen Menschen ist das Adrenalin nur Gefahr --> Angst!

    Damit bin ich jetzt aber rein auf der Gefühlsebene, Lust vs. Angst.

     

    Der Verstand ist wieder eine andere Liga, siehe die Beiträge unten.

  • 25.02.26, 15:04

    Liebe Diskussionsfreudige

    Zum Thema der sich wiederholenden Themen:

    (@Matthias deine Beiträge holen mich vollumfänglich ab💫)

    Also auch wenn sich bestimmte Themen im Forum wiederholen, empfinde ich die Diskussionen keineswegs als redundant. Durch neue Mitglieder und wechselnde Perspektiven entstehen immer wieder andere Nuancen, Argumentationslinien und Erfahrungswerte, die den Diskurs lebendig und vielschichtig halten. Also entsteht kein Kreislauf sondern eine ständige Weiterentwicklung…
    Hiervon kann jede Person, die es möchte partizipieren 😊

     

  • 25.02.26, 14:20 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 14:27.

     

    Thomas Kissing:

     

    Ines:

    Für mich mischen sich hier zwei sehr ähnliche Sachen, die aber einen entscheidenden Unterschied haben:

     

    1.: Beispiel: Ich esse ungesund. Das hat meistens (!) was mit Gewöhnung zu tun. In unserem Gehirn gibt es "ausgetrampelte" Pfade, die dafür sorgen dass wir Gewohnheiten schlecht los werden. Es ist anstrengend einen neuen Trampelpfad (gesund essen) anzulegen. Das "falsch fühlende" Gefühl hat man hier, in der Regel, beim ungesunden Essen. Ein schlechtes Gewissen, weil man etwas macht, dass einem NICHT GUT tut. 

     

    2.: Beispiel: ich sabotiere eine Beziehung die gut ist. Das hat meistens (!) mit alten Glaubenssätzen oder Ängsten zu tun. (Vielleicht sabotiert man auch nur, weil man nicht weiß, wie man sich in einer guten, funktionierenden Beziehung verhalten soll.) Es fühlt sich falsch an, dass es klappt, man geliebt wird,...Hier hat man das "falsch fühlende" Gefühl in der Regel bei der guten Beziehung. Ein schlechtes Gewissen, weil etwas passiert, dass einem GUT tut. 

     

    In beiden Fällen ist es anstrengend sich umzugewöhnen. Ich denke, dass ist der häufigste Grund für "Wiederholungstaten". 

    Danke, Ines, das trifft es gut. Mich interessiert: Wie schafft ihr es, neue Gewohnheiten langfristig beizubehalten, auch wenn sie sich am Anfang falsch anfühlen?


    Thomas Kissing 

    Aushalten. ;)

     

    Manchmal funktionieren wir Erwachsene wie kleine Kinder: wir vermeiden was sich schlecht anfühlt (ungewohnt ist oder uns nicht schmeckt) und wollen das was sich gut anfühlt (Dinge die wir gewohnt sind, "Comfort food", Geschwindigkeitsrausch,..)

     

    Gehirnforscher sagen: um einen neuen "Trampelpfad" im Gehirn zu kreieren braucht man mindestens 3000 Wiederholungen. 

     

    Bis dahin hat das "innere Kind" vielleicht den ein oder anderen Wutanfall oder Zusammenbruch...:D ;) 

    Da ist es menschlich und verständlich, dass wir uns auch mal eine Pause gönnen. Vielleicht in Form von einer Waffel mit Kirschen, Vanilleeis und Sahne ;)

  •  

    Ines:

    Für mich mischen sich hier zwei sehr ähnliche Sachen, die aber einen entscheidenden Unterschied haben:

     

    1.: Beispiel: Ich esse ungesund. Das hat meistens (!) was mit Gewöhnung zu tun. In unserem Gehirn gibt es "ausgetrampelte" Pfade, die dafür sorgen dass wir Gewohnheiten schlecht los werden. Es ist anstrengend einen neuen Trampelpfad (gesund essen) anzulegen. Das "falsch fühlende" Gefühl hat man hier, in der Regel, beim ungesunden Essen. Ein schlechtes Gewissen, weil man etwas macht, dass einem NICHT GUT tut. 

     

    2.: Beispiel: ich sabotiere eine Beziehung die gut ist. Das hat meistens (!) mit alten Glaubenssätzen oder Ängsten zu tun. (Vielleicht sabotiert man auch nur, weil man nicht weiß, wie man sich in einer guten, funktionierenden Beziehung verhalten soll.) Es fühlt sich falsch an, dass es klappt, man geliebt wird,...Hier hat man das "falsch fühlende" Gefühl in der Regel bei der guten Beziehung. Ein schlechtes Gewissen, weil etwas passiert, dass einem GUT tut. 

     

    In beiden Fällen ist es anstrengend sich umzugewöhnen. Ich denke, dass ist der häufigste Grund für "Wiederholungstaten". 

    Danke, Ines, das trifft es gut. Mich interessiert: Wie schafft ihr es, neue Gewohnheiten langfristig beizubehalten, auch wenn sie sich am Anfang falsch anfühlen?


    Thomas Kissing 

  • 25.02.26, 14:04

    Für mich mischen sich hier zwei sehr ähnliche Sachen, die aber einen entscheidenden Unterschied haben:

     

    1.: Beispiel: Ich esse ungesund. Das hat meistens (!) was mit Gewöhnung zu tun. In unserem Gehirn gibt es "ausgetrampelte" Pfade, die dafür sorgen dass wir Gewohnheiten schlecht los werden. Es ist anstrengend einen neuen Trampelpfad (gesund essen) anzulegen. Das "falsch fühlende" Gefühl hat man hier, in der Regel, beim ungesunden Essen. Ein schlechtes Gewissen, weil man etwas macht, dass einem NICHT GUT tut. 

     

    2.: Beispiel: ich sabotiere eine Beziehung die gut ist. Das hat meistens (!) mit alten Glaubenssätzen oder Ängsten zu tun. (Vielleicht sabotiert man auch nur, weil man nicht weiß, wie man sich in einer guten, funktionierenden Beziehung verhalten soll.) Es fühlt sich falsch an, dass es klappt, man geliebt wird,...Hier hat man das "falsch fühlende" Gefühl in der Regel bei der guten Beziehung. Ein schlechtes Gewissen, weil etwas passiert, dass einem GUT tut. 

     

    In beiden Fällen ist es anstrengend sich umzugewöhnen. Ich denke, dass ist der häufigste Grund für "Wiederholungstaten". 

  •  

    Mandi:

     

    Thomas Kissing:

    Man rast mit dem Auto, obwohl man weiß, dass es gefährlich ist.

    Nicht jeder macht das, das hängt davon ab, wie das ganz persönliche Belohnungssystem gestrickt ist, ob das Spaß macht. Mir macht das überhaupt keinen Spaß, mir wird bei 130 schon ungut wegen möglichem Kontrollverlust u.ä. Andere sehen genau darin die Kontrolle und kommen in den Flow. Bei mir ist es Alarm - also ein ungutes Gefühl.

    Genau darum geht’s. Aber was ist mit dem Unterschied zwischen Gefühl und Verstand? Wir wissen oft, was richtig wäre – und tun trotzdem etwas anderes. Das macht vieles so schwierig.

     

    Thomas Kissing 

  • 25.02.26, 13:35 - Zuletzt bearbeitet 25.02.26, 13:36.

     

    Thomas Kissing:

    Man rast mit dem Auto, obwohl man weiß, dass es gefährlich ist.

    Nicht jeder macht das, das hängt davon ab, wie das ganz persönliche Belohnungssystem gestrickt ist, ob das Spaß macht. Mir macht das überhaupt keinen Spaß, mir wird bei 130 schon ungut wegen möglichem Kontrollverlust u.ä. Andere sehen genau darin die Kontrolle und kommen in den Flow. Bei mir ist es Alarm - also ein ungutes Gefühl.

  •  

    Matthias:

    Viele dieser Erkenntnisse sind eigentlich klar. Und trotzdem landen sie im entscheidenden Moment sinnbildlich in der Mülltonne. Nicht, weil wir dumm sind, sondern weil Emotionen, alte Muster, Nähebedürfnis oder Angst oft stärker sind als der Verstand. Wir handeln zwischenmenschlich aus Gewohnheit, Hoffnung oder Schuldgefühl – und nicht aus Selbstfürsorge. Wir wissen, was uns langfristig gut tun würde, fühlen uns aber im Moment machtlos, es auch umzusetzen.

     https://community.spontacts.com/community/friendseek/forum/freizeit/sonstiges/8270/lebenserkenntnisse-fur-die-mulltonne 

     

    Ich finde keinen großen Unterschied zu deiner oberen Diskussion... und warum stellst Du erneut eine solche Frage, obwohl sie in die selbe Richtung geht?

     

    Man rast mit dem Auto, obwohl man weiß, dass es gefährlich ist.

    Prinzipiell heißt rasen nicht, dass es gleich gefährlich sein muss. Ich kann auch auf einer Autobahn wirklich freie Bahn haben ... und dann macht es einfach Spaß. Sprich da bei meinem Auto aus Erfahrung. 

     

    Man greift zur Zigarette oder trinkt ein Glas zu viel, obwohl der Kopf „Stopp“ sagt.

    Genussmittel... Abhängigkeiten... da laufen ja noch ganz andere Prozesse im Hintergrund ab, der der logische Verstand vorgeschaltet ist. 

     

    Oder man lässt sich immer wieder auf Beziehungen ein, die einem eigentlich guttun würden, aber man sabotiert sie auf die eine oder andere Weise.

    Auch dieses Thema hattest Du schon mehrfach in Deinen Diskussionen. 

    Die Sabottage passiert aber auf Grund eines toxischen Unterbewußtseins (Schattenkind), der meist den Ursprung in den ersten 12 Jahren Deines Lebens hatte, und Dir Dinge einredet und Gefühle in Dir auslöst, die vollkommen unbegründet sind. 

     

    Mehr dazu hab ich ausführlich in deinen anderen Diskussionen schon thematisiert... 

    Vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag und dafür, dass du regelmäßig meine Diskussionen liest und daran teilnimmst – das schätze ich wirklich. Natürlich gibt es Themen, die sich wiederholen, und genau darin liegt für mich die Stärke von Diskussionen: Jeder bringt seine Perspektive ein, und gerade die unterschiedlichen Blickwinkel machen es interessant. Am Ende geht es oft darum, anderen Menschen Impulse zu geben und ihnen vielleicht ein Stück weiterzuhelfen – und das gelingt durch die Vielfalt der Meinungen. 

     

    Thomas Kissing

  • 25.02.26, 12:55

    Viele dieser Erkenntnisse sind eigentlich klar. Und trotzdem landen sie im entscheidenden Moment sinnbildlich in der Mülltonne. Nicht, weil wir dumm sind, sondern weil Emotionen, alte Muster, Nähebedürfnis oder Angst oft stärker sind als der Verstand. Wir handeln zwischenmenschlich aus Gewohnheit, Hoffnung oder Schuldgefühl – und nicht aus Selbstfürsorge. Wir wissen, was uns langfristig gut tun würde, fühlen uns aber im Moment machtlos, es auch umzusetzen.

     https://community.spontacts.com/community/friendseek/forum/freizeit/sonstiges/8270/lebenserkenntnisse-fur-die-mulltonne 

     

    Ich finde keinen großen Unterschied zu deiner oberen Diskussion... und warum stellst Du erneut eine solche Frage, obwohl sie in die selbe Richtung geht?

     

    Man rast mit dem Auto, obwohl man weiß, dass es gefährlich ist.

    Prinzipiell heißt rasen nicht, dass es gleich gefährlich sein muss. Ich kann auch auf einer Autobahn wirklich freie Bahn haben ... und dann macht es einfach Spaß. Sprich da bei meinem Auto aus Erfahrung. 

     

    Man greift zur Zigarette oder trinkt ein Glas zu viel, obwohl der Kopf „Stopp“ sagt.

    Genussmittel... Abhängigkeiten... da laufen ja noch ganz andere Prozesse im Hintergrund ab, der der logische Verstand vorgeschaltet ist. 

     

    Oder man lässt sich immer wieder auf Beziehungen ein, die einem eigentlich guttun würden, aber man sabotiert sie auf die eine oder andere Weise.

    Auch dieses Thema hattest Du schon mehrfach in Deinen Diskussionen. 

    Die Sabottage passiert aber auf Grund eines toxischen Unterbewußtseins (Schattenkind), der meist den Ursprung in den ersten 12 Jahren Deines Lebens hatte, und Dir Dinge einredet und Gefühle in Dir auslöst, die vollkommen unbegründet sind. 

     

    Mehr dazu hab ich ausführlich in deinen anderen Diskussionen schon thematisiert... 

  •  

    'ela':

    Ich weiss es manchmal auch nicht.

    Bin aber drann es nie wieder zu tun...ich denke aus Selbstliebe❤️

    Und um was es geht schreibe ich bewusst nicht rein☀️

     

    Ich kenne das sehr gut – es fällt mir oft schwer, trotzdem mache ich es, weil ich mir das wert bin.

  • 25.02.26, 12:33

    ...und weil das falschfühlende Gefühl manchmal länger andauert als gedacht...

  • 25.02.26, 12:31

    Ich weiss es manchmal auch nicht.

    Bin aber drann es nie wieder zu tun...ich denke aus Selbstliebe❤️

    Und um was es geht schreibe ich bewusst nicht rein☀️

     

  • Manchmal merkt man plötzlich, dass das, was man bisher getan hat, nicht mehr funktioniert – und man entscheidet sich, etwas anders zu machen. Am Anfang fühlt sich das oft völlig falsch an, fast unangenehm, obwohl man rational weiß, dass es besser ist. Alte Gewohnheiten sitzen tief, und unser Gehirn liebt das Vertraute.

     

    Ich habe selbst erlebt, wie schwer es ist, neue Wege zu gehen – sei es im Umgang mit anderen oder in Entscheidungen für sich selbst. Aber gerade dieses anfängliche Unbehagen zeigt oft, dass man wirklich etwas verändert. Es ist ein Zeichen, dass man wächst und bewusster handelt.

     

    Mich interessiert: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr das „falsch fühlende“ Gefühl überwunden, wenn ihr neue Verhaltensweisen ausprobiert habt?

     

    Thomas Kissing

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