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  • Ghosting und der Umgang damit

    Diskussion · 135 Beiträge · 6 Gefällt mir · 2.904 Aufrufe
    Lavonna aus Berlin Friedrichshain

    Ich habe gehört wahrscheinlich werden Menschen prozentual gesehen gar nicht so unterschiedlich oft „geghostet“. Sie erleben es innerlich einfach völlig unterschiedlich.

     

    Wenn jemand ein Grundthema in sich trägt wie „Ich werde verlassen“ oder „Ich bin nicht wichtig genug, um gewählt zu werden“, dann trifft Ghosting genau diesen wunden Punkt. Das Ereignis im Heute aktiviert etwas Altes und fühlt sich entsprechend groß, schmerzhaft und bedeutungsvoll an.

     

    Wenn dieses Grundthema nicht da ist, passiert oft etwas ganz anderes:
    Man lernt jemanden kennen, der meldet sich nicht mehr und dann lernt man eben jemand Neues kennen. Punkt. Ohne großes inneres Drama. Vielleicht merkt man nicht einmal, dass das Erlebte überhaupt einen Namen hat: „Ghosting“.

     

    Mich würde deshalb ehrlich interessieren:


    Gibt es hier Menschen, für die Ghosting kein großes Thema ist?
    Was passiert innerlich bei euch, wenn sich jemand einfach nicht mehr meldet?
    Geht ihr schnell weiter und wenn ja, wie fühlt sich das an?

    Gibt es einen gefühlten Unterschied für euch zwischen Ghosting im Kennenlernen und in/nach einer Partnerschaft? 

     

    Einfach aus echter Neugier. Ich finde es spannend zu verstehen, wie unterschiedlich dieselbe Situation erlebt werden kann,  je nach innerem Grundthema.

    06.02.26, 21:54

Beiträge

  • 07.02.26, 08:42 - Zuletzt bearbeitet 07.02.26, 08:52.

     

    Fritz:

    Die Desperados im Wilden Westen, die haben ja Kerben in ihren revolver gemacht, für jedes Duell, das sie gewonnen haben; man könnte auch sagen, sie haben ihren Duellpartner geghostet.

     

    In meinem dating-Revolver sind viele viele Kerben. Und ich bin auch oft gekerbt worden, was solls, die nächste Partnerin ist immer die schönste.

     

    ...armutszeugnis... was man schon immer nicht wissen wollte 

  • Die Desperados im Wilden Westen, die haben ja Kerben in ihren revolver gemacht, für jedes Duell, das sie gewonnen haben; man könnte auch sagen, sie haben ihren Duellpartner geghostet.

     

    In meinem dating-Revolver sind viele viele Kerben. Und ich bin auch oft gekerbt worden, was solls, die nächste Partnerin ist immer die schönste.

     

    https://www.youtube.com/watch?v=C807RruImT0

     

    Ben Becker.JPG
  • 07.02.26, 01:07 - Zuletzt bearbeitet 07.02.26, 01:10.

     

    Lavonna:

    Die Diskussion sollte keine Debatte über Ghosting aufmachen :) Und auch nicht, wie man damit umgehen sollte...sondern wie oder was geht in Menschen vor, die mit Ghosting kein Thema haben :) 

     

     

     

     

    Für mich ist es eigentlich ganz einfach . Wenn ich mit jemandem in einer Beziehung bin, und mir der Mensch wertvoll und wichtig ist, dann ist Ghosting immer ein Thema. Nur wenn mir die Person im Grunde egal ist, spielt Ghosting keine Rolle und damit ist die Frage schon beantwortet 🙋‍♂️


     

  • 07.02.26, 00:39

     

    Lavonna:

     

    Maresa:

     

    Dein *Prolog* gibt DAS nicht her 🙄❗️

    Ich hätte meine Fragen so stellen können, dann wäre es wahrscheinlich klarer gewesen:

     

    Gibt es hier Menschen, für die Ghosting kein großes Thema ist?

     

    Wenn ja, 
    Was passiert innerlich bei euch, wenn sich jemand einfach nicht mehr meldet?
    Geht ihr schnell weiter und wenn ja, wie fühlt sich das an?

    Gibt es einen gefühlten Unterschied für euch zwischen Ghosting im Kennenlernen und in/nach einer Partnerschaft? 

     

    Die Fragen waren gedacht und an Menschen gerichtet, bei denen Ghosting innerlich nicht so viel auslöst. 

    RICHTIG ☝️😃❗️😉                                      

  •  

    Maresa:

     

    *Lavonna:

    Die Diskussion sollte keine Debatte über Ghosting aufmachen :) Und auch nicht, wie man damit umgehen sollte...sondern wie oder was geht in Menschen vor, die mit Ghosting kein Thema haben :) *

     

     

     

     

    Dein *Prolog* gibt DAS nicht her 🙄❗️

    Ich hätte meine Fragen so stellen können, dann wäre es wahrscheinlich klarer gewesen:

     

    Gibt es hier Menschen, für die Ghosting kein großes Thema ist?

     

    Wenn ja, 
    Was passiert innerlich bei euch, wenn sich jemand einfach nicht mehr meldet?
    Geht ihr schnell weiter und wenn ja, wie fühlt sich das an?

    Gibt es einen gefühlten Unterschied für euch zwischen Ghosting im Kennenlernen und in/nach einer Partnerschaft? 

     

    Die Fragen waren gedacht und an Menschen gerichtet, bei denen Ghosting innerlich nicht so viel auslöst. 

  • Die Psychologie sagt folgendes zum Thema wie Menschen ohne Grundthema mit Ghosting umgehen

     

    Sie gehen anders damit um, jedoch nicht im Sinne von es ist ihnen egal. 
    Sie erleben auch Traurigkeit, Enttäuschung, vielleicht auch Wut.

     

    Jedoch erleben sie keine Selbstzweifel auf Identitätsebene, keine Was stimmt mit mir nicht Gedanken, kein Gedankenkreisen, Hoffnung , Fantasie , Warten.

     

    Es fühlt sich eher so an wie das tut weh. Und es ist schade. Doch die Welt geht davon nicht unter. Der Schmerz bleibt situativ, er wird nicht strukturell. Und es gibt auch keine Schuldgedanken, weder in die ein,  noch in die andere Richtung.

     

  • 07.02.26, 00:17

     

    *Lavonna:

    Die Diskussion sollte keine Debatte über Ghosting aufmachen :) Und auch nicht, wie man damit umgehen sollte...sondern wie oder was geht in Menschen vor, die mit Ghosting kein Thema haben :) *

     

     

     

     

    Dein *Prolog* gibt DAS nicht her 🙄❗️

  • 07.02.26, 00:13 - Zuletzt bearbeitet 07.02.26, 00:20.
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • Die Diskussion sollte keine Debatte über Ghosting aufmachen :) Und auch nicht, wie man damit umgehen sollte...sondern wie oder was geht in Menschen vor, die mit Ghosting kein Thema haben :) 

     

     

     

     

  • 06.02.26, 23:41
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • 06.02.26, 23:34 - Zuletzt bearbeitet 06.02.26, 23:35.

     

    Miah:

    Ob und wie sehr es mich trifft, ist abhängig von der emotionalen Verbindung zu der Person. Entweder juckt es mich gar nicht, ein bisschen oder ziemlich. Letztendlich ist es aber egal, weil das Ergebnis gleich ist: der Geist hat entschieden, dass man keinen Platz mehr im Geisterleben hat.  


    im Prinzip ist es auch egal , ob jemand ermordet wird , oder  an einem natürlichen Todes stirbt ! 
     Das Ergebnis ist das gleiche , einmal tot für immer tot ..! 

  • 06.02.26, 23:04 - Zuletzt bearbeitet 06.02.26, 23:12.

    Für mich ist Ghosting eine moralisch verwerflichste Art, sich von jemandem zu trennen. Oft wissen die Betroffenen nicht einmal, warum der Kontakt plötzlich abbricht. Genau das macht es extrem verletzend Es gibt keine Erklärung, keinen Abschluss, keine Möglichkeit, das Erlebte einzuordnen.

    Der „Geghostete“ steht dann automatisch in einer schlechten Position. Versucht er nachzufragen, gilt er schnell als aufdringlich oder sogar als Stalker  obwohl er eigentlich nur verstehen möchte, was  passiert ist. Die Verantwortung wird damit komplett auf die Person verschoben, die zurückgelassen wurde.

    Über Ghosting sinnvoll zu diskutieren kann man meiner Meinung nach nur mit Menschen, die es selbst erlebt haben. Wer das nicht kennt, neigt oft zu sehr oberflächlichen Antworten wie „Das ist halt normal“ oder „Man schuldet niemandem etwas“. Für Betroffene fühlt es sich aber nicht nach Normalität an, sondern nach emotionalem Abbruch ohne Erklärung.


    Wichtig allerdings , dass ich damit nicht die  Kennenlernphase oder einen sehr kurzen Kontakt meine, sondern Ghosting nach einer gewissen Zeit und emotionaler Nähe. Also dann, wenn bereits so etwas wie eine Beziehung, Vertrauen oder Verbindlichkeit entstanden ist ! 


     


     

  • 06.02.26, 23:03

    Da finde mich sehr in der Nähe von Michaels Standpunkt. Ich kann mir zwar durchaus erklären, warum jemand ghosted, denn im Grunde ist es ja das scheuen eines potentiellen (möglicherweise auch projizierten) Konfliktes. Aber ich bin dennoch auf dem Standpunkt, das es eine klare Aussage über die emotionale Intelligenz und Reife desjenigen macht, der da ghosted und für mich sind es auch fehlende Werte in den Themen Höflichkeit, Konfliktfähigkeit, Augenhöhe und vor allem Haltung. Als ich jünger war, hat mich sowas schon irritiert bis verletzt, aber mit zunehmender Lebenserfahrung geht mir das nicht mehr nahe. Erst recht wenn es im Beginn einer Beziehung passiert kann ich heute nur sagen: Glück gehabt, das ich schon so früh erkennen konnte, das dies nichts Gutes geworden wäre, denn wo diese Werte fehlen lauern noch ganz andere Abgründe. Wenn einen Ghosting so aus der Bahn wirft, das man von "inneren Themen" sprechen könnte, dann tut man um seines inneren Friedens gut daran in die Selbstreflexion zu gehen...aber da wären wir ja schon wieder beim nächsten Thema, das in unserer Gesellschaft viel zu wenig Raum bekommt, denn es ist ja sehr energiesparend die Schuld für die eigenen Missempfindungen in den Handlungen der Anderen zu verorten.

  • 06.02.26, 22:22

    Ich finde deinen Gedanken sehr treffend besonders den Punkt mit dem inneren Grundthema.
    Für manche ist Ghosting tatsächlich „kein großes Thema“, weil innerlich nichts andockt. Dann ist es eher, Kontakt bricht ab, Leben geht weiter.


    Für mich persönlich macht der Zeitpunkt den entscheidenden Unterschied.


    Im lockeren Kennenlernen kann Funkstille zwar irritieren, aber man ordnet es ein.
    Nach emotionaler Nähe, Vertrauen oder sogar Verliebtheit fühlt sich Ghosting jedoch nicht neutral an, sondern respektlos, nicht, weil jemand geht , sondern weil er es ohne ein Wort tut.
    Ich glaube, viele Menschen könnten mit einer ehrlichen Verabschiedung gut umgehen.
    Schweigen dagegen hinterlässt Fragen, keine Antworten.
    Und das ist für mich der Kern: Würde endet nicht dort, wo Gefühle aufhören. Gohsting ist für mich unehrenhaftes Verhalten.  

  • 06.02.26, 22:00

    Ob und wie sehr es mich trifft, ist abhängig von der emotionalen Verbindung zu der Person. Entweder juckt es mich gar nicht, ein bisschen oder ziemlich. Letztendlich ist es aber egal, weil das Ergebnis gleich ist: der Geist hat entschieden, dass man keinen Platz mehr im Geisterleben hat.  

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