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  • Frauen und Männer in der heutigen Gesellschaft – Erziehung und Werte im Wandel?

    Diskussion · 28 Beiträge · 3 Gefällt mir · 623 Aufrufe
    Karin aus Schönenwerd

    Mir schien aus den anderen Diskussionen, das folgendes Thema Interesse wecken könnte und noch etwas vertiefter besprochen werden könnte….
     

    Die Rollen von Frauen und Männern haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Während traditionelle Geschlechterbilder zunehmend hinterfragt werden, stehen Familien, Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft als Ganzes vor neuen Herausforderungen. Wie prägen Erziehung und Werte unsere Vorstellung von Geschlechterrollen? Welche Rolle spielen soziale Medien, Bildung und kulturelle Einflüsse bei der Entwicklung von Geschlechteridentitäten? Und wie können wir eine Gesellschaft gestalten, in der Gleichberechtigung und individuelle Entfaltung gefördert werden?

     

    1. Wie hat sich die Erziehung von Mädchen und Jungen in den letzten Jahrzehnten verändert?

    2. Welche Werte sollten in der heutigen Gesellschaft im Hinblick auf Geschlechterrollen vermittelt werden?

    3. Inwiefern beeinflussen Medien und soziale Netzwerke das Rollenverständnis von Frauen und Männern?

    4. Gibt es immer noch geschlechtsspezifische Vorurteile in Beruf und Alltag?

    5. Wie kann eine Erziehung aussehen, die Chancengleichheit fördert?

    6. Wie kann man Kinder schützen/helfen wenn das zu Hause zum Alptraum wird?


    Ich freue mich auf eure konstruktive Beiträge. 

    30.03.25, 20:40 - Zuletzt bearbeitet 30.03.25, 20:43.

Beiträge

  • Gestern, 17:02 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 17:03.

     

    Karin:

    Ich finde du hast es wunderbar und elegant gelöst👏 Ja, die Zeit fehlt immer für 1:1, bei Kinder wie auch bei Bewohner im Altersheime.

     

    Die Validation ist sowohl eine Methode als auch eine Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz, die vor allem in der Altenpflege, aber auch in der Sozialen Arbeit anzutreffen ist, kann auch gut mit Kleinkindern angewendet werden oder🤪schwierige Erwachsene.

     

    Mit Motiv habe ich mich unklar ausgedruckt. Der Antrieb für sein Handeln? Welches Gefühl  steuert das Kind gerade? Wenn du das Gefühl erkennst, benenne es.

     

     

    Bei 2Jährigen ist der Wortschatz bei 10-450 Wörter, kann also kaum erklären warum und ist nicht so wichtig. Ein 5 Jähriges ist sich seines Handels eher bewusst Und könnte sagen was seine Gedanken dabei waren. In deinem geschilderten Fall vermute ich, dass die Handlung eher spontan und unüberlegt war.

     

    Dank dem Wandel der Zeit, können via Internet gute Tips gefunden werden, die Schwierigkeit ist eher nicht zu ertrinken in der Informationsflut.

     

    Die finde ich noch gut zu dem Thema:

    https://starkekids.com/impulskontrolle-kinder/

     

    Bis vor 1994 musste man sich mit Büchern oder vorgelebten Erziehungsweisen aushelfen. 

    Remo H Largo Kinderjahre erschienen erst 1999 und ist sicher ein Meilenstein in der Kindererziehung.

     

    Vielen Dank für diese wertvollen Informationen Karin! Ich erfahre immer wieder etwas Neues. 😊

     

    Ich hoffe sehr, dass eines Tages das Fach gewaltfreie Kommunikation in der Schulen oder gewaltfreie Erziehung wie SS-Kurs vor der Geburt eingeführt wird und zwar mit praktischen Beispielen.

     

    Ich denke, dass der Junge aus der Spielgruppe zu wenig „Auslauf“/ Austoben gehabt hat. 😉

     

    Ich finde die erzieherischen und pflegerischen Aufgaben am anspruchsvollsten. Leider sieht man kein Mehrwert darin, als etwas selbstverständliches und schätzt die Menschen, welche diese unentgeltlichen Leistungen bringen, nicht. Ohne diese Menschen würde unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren/ ggf. die Wirtschaft nicht mehr so gedeihen.

     

  • Gestern, 10:02

    Ich finde du hast es wunderbar und elegant gelöst👏 Ja, die Zeit fehlt immer für 1:1, bei Kinder wie auch bei Bewohner im Altersheime.

     

    Die Validation ist sowohl eine Methode als auch eine Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz, die vor allem in der Altenpflege, aber auch in der Sozialen Arbeit anzutreffen ist, kann auch gut mit Kleinkindern angewendet werden oder🤪schwierige Erwachsene.

     

    Mit Motiv habe ich mich unklar ausgedruckt. Der Antrieb für sein Handeln? Welches Gefühl  steuert das Kind gerade? Wenn du das Gefühl erkennst, benenne es.

     

     

    Bei 2Jährigen ist der Wortschatz bei 10-450 Wörter, kann also kaum erklären warum und ist nicht so wichtig. Ein 5 Jähriges ist sich seines Handels eher bewusst Und könnte sagen was seine Gedanken dabei waren. In deinem geschilderten Fall vermute ich, dass die Handlung eher spontan und unüberlegt war.

     

    Dank dem Wandel der Zeit, können via Internet gute Tips gefunden werden, die Schwierigkeit ist eher nicht zu ertrinken in der Informationsflut.

     

    Die finde ich noch gut zu dem Thema:

    https://starkekids.com/impulskontrolle-kinder/

     

    Bis vor 1994 musste man sich mit Büchern oder vorgelebten Erziehungsweisen aushelfen. 

    Remo H Largo Kinderjahre erschienen erst 1999 und ist sicher ein Meilenstein in der Kindererziehung.

    Elena:

     

    Karin:

    Würde versucht auf seine Gesichtshöhe gehen nur mit Augenkontakt sprechen.
    Würde überlegen was sein Motiv sein könnt, warum er das macht?

    Das die Dynamik auf die anderen übergreift ist klar, die kann wieder umgekehrt werden, sie spiegeln ja nur. Sie können dann helfen putzen.

    Innerlich ruhig bleiben und die Gefühle des Kindes zu erkennen, anzusprechen. Alles mit kurzen klaren Sätzen.

     

    Und wie hast du es gelöst?

     

     

     

     

    Ich habe ihn gefragt, ob er ruhig essen kann ohne mit dem Essen zu spielen oder wir gehen raus und lassen die anderen Kinder in Ruhe essen? Er ignorierte die Frage und machte weiter. Dann habe ich ihn ruhig beI seiner Hand genommen, gefragt , ob noch jemand mit uns mitkommen möchte (alle haben angefangen brav zu essen) und wir sind dann ins andere Zimmer. Wenn alle den Tisch verliessen, haben wir es nochmals versucht: alleine essen das, was übrig geblieben ist. Danach hatte ich keine Probleme damit.

    In diesem Alter half meistens weniger reden, mehr handeln. Ich persönlich wünschte, dass mir etwas besseres einfällt. 

    Wie kann ich den Motiv erraten, weiss ich nicht: die Kinder (wie übrigens viele Erwachsene) können im bestimmten Alter nicht so gut erklären, was sie brauchen. Ausserdem man hat einfach zu wenig Zeit für jeden leider.

     

  • 02.04.25, 22:51 - Zuletzt bearbeitet 02.04.25, 22:52.

     

    Karin:

    Würde versucht auf seine Gesichtshöhe gehen nur mit Augenkontakt sprechen.
    Würde überlegen was sein Motiv sein könnt, warum er das macht?

    Das die Dynamik auf die anderen übergreift ist klar, die kann wieder umgekehrt werden, sie spiegeln ja nur. Sie können dann helfen putzen.

    Innerlich ruhig bleiben und die Gefühle des Kindes zu erkennen, anzusprechen. Alles mit kurzen klaren Sätzen.

     

    Und wie hast du es gelöst?

     

     

     

    Elena:

     

    So traurig. 😕

    Stelle dir diese Situation vor: sagen wir 10 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren sitzen an einem Tisch und essen. Plötzlich beginnt ein Kind die anderen mit dem Essen zu bewerfen. Auf die höfliche Bitte aufzuhören reagiert es nicht. Darüber hinaus beginnen einige andere Kinder ihm nachzumachen. Wie würdest du vorgehen? Die Gewalt kommt selbstverständlich nicht infrage.

     

    Ich habe ihn gefragt, ob er ruhig essen kann ohne mit dem Essen zu spielen oder wir gehen raus und lassen die anderen Kinder in Ruhe essen? Er ignorierte die Frage und machte weiter. Dann habe ich ihn ruhig beI seiner Hand genommen, gefragt , ob noch jemand mit uns mitkommen möchte (alle haben angefangen brav zu essen) und wir sind dann ins andere Zimmer. Wenn alle den Tisch verliessen, haben wir es nochmals versucht: alleine essen das, was übrig geblieben ist. Danach hatte ich keine Probleme damit.

    In diesem Alter half meistens weniger reden, mehr handeln. Ich persönlich wünschte, dass mir etwas besseres einfällt. 

    Wie kann ich den Motiv erraten, weiss ich nicht: die Kinder (wie übrigens viele Erwachsene) können im bestimmten Alter nicht so gut erklären, was sie brauchen. Ausserdem man hat einfach zu wenig Zeit für jeden leider.

  • 02.04.25, 22:16

    Würde versucht auf seine Gesichtshöhe gehen nur mit Augenkontakt sprechen.
    Würde überlegen was sein Motiv sein könnt, warum er das macht?

    Das die Dynamik auf die anderen übergreift ist klar, die kann wieder umgekehrt werden, sie spiegeln ja nur. Sie können dann helfen putzen.

    Innerlich ruhig bleiben und die Gefühle des Kindes zu erkennen, anzusprechen. Alles mit kurzen klaren Sätzen.

     

    Und wie hast du es gelöst?

     

     

     

    Elena:

     

    Karin:

    Einige wollten kein Ärger haben, sei nicht so schlimm, andere glaubten die Kinder lügen und ich wurde mit Schimpfwörter eingedeckt. Mir blieb vor allem eine Mutter im Sinn, die sagte, sie find das gut, dass der Lehrer schlägt, dann muss sie zu Hause nicht mehr🙈

     

    So traurig. 😕

    Stelle dir diese Situation vor: sagen wir 10 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren sitzen an einem Tisch und essen. Plötzlich beginnt ein Kind die anderen mit dem Essen zu bewerfen. Auf die höfliche Bitte aufzuhören reagiert es nicht. Darüber hinaus beginnen einige andere Kinder ihm nachzumachen. Wie würdest du vorgehen? Die Gewalt kommt selbstverständlich nicht infrage.

     

  • 02.04.25, 20:46

     

    Karin:

    Einige wollten kein Ärger haben, sei nicht so schlimm, andere glaubten die Kinder lügen und ich wurde mit Schimpfwörter eingedeckt. Mir blieb vor allem eine Mutter im Sinn, die sagte, sie find das gut, dass der Lehrer schlägt, dann muss sie zu Hause nicht mehr🙈

    Elena:

     

    Wieso denkst haben die Eltern geweigert mitzumachen? 

     

    So traurig. 😕

    Stelle dir diese Situation vor: sagen wir 10 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren sitzen an einem Tisch und essen. Plötzlich beginnt ein Kind die anderen mit dem Essen zu bewerfen. Auf die höfliche Bitte aufzuhören reagiert es nicht. Darüber hinaus beginnen einige andere Kinder ihm nachzumachen. Wie würdest du vorgehen? Die Gewalt kommt selbstverständlich nicht infrage.

  • 02.04.25, 20:31 - Zuletzt bearbeitet 02.04.25, 20:32.

    Einige wollten kein Ärger haben, sei nicht so schlimm, andere glaubten die Kinder lügen und ich wurde mit Schimpfwörter eingedeckt. Mir blieb vor allem eine Mutter im Sinn, die sagte, sie find das gut, dass der Lehrer schlägt, dann muss sie zu Hause nicht mehr🙈

    Elena:

    Karin:

    Ich sammelte Unterschriften für die Absetzung  ein Kinderschlagenden Ersatzlehrer bei 25 Eltern der Mitschüler und bekam nur 5, viel Schimpf und Schande für mein Handeln. Ich hatte Ihn auch angezeigt, nichts tat sich 6 Monate lang. Als sein Einsatz beendet war, wurde ich gefragt, ob ich an der Anzeige festhalten will, mache ja jetzt kein Sinn mehr.

     

    Wieso denkst haben die Eltern geweigert mitzumachen? 

     

  • 02.04.25, 18:12

    Karin:

    Ich sammelte Unterschriften für die Absetzung  ein Kinderschlagenden Ersatzlehrer bei 25 Eltern der Mitschüler und bekam nur 5, viel Schimpf und Schande für mein Handeln. Ich hatte Ihn auch angezeigt, nichts tat sich 6 Monate lang. Als sein Einsatz beendet war, wurde ich gefragt, ob ich an der Anzeige festhalten will, mache ja jetzt kein Sinn mehr.

     

    Wieso denkst haben die Eltern geweigert mitzumachen? 

  • 01.04.25, 12:44

    Ja, darüber könnte man ellenlange Texte schreiben, was die Privatsphäre der Kinder betrifft.

    Fotos posten: zum Glück hatten meine Eltern diese Möglichkeit noch nicht, da hatten Nacktfotos von Klein- Kindern keinen bitteren Nachgeschmack und waren sehr „in“

     

    Aber auch ob und welche Schläge der Erziehung dienen.….Das ist mein Triggerpunkt

     

    Ich sammelte Unterschriften für die Absetzung  ein Kinderschlagenden Ersatzlehrer bei 25 Eltern der Mitschüler und bekam nur 5, viel Schimpf und Schande für mein Handeln. Ich hatte Ihn auch angezeigt, nichts tat sich 6 Monate lang. Als sein Einsatz beendet war, wurde ich gefragt, ob ich an der Anzeige festhalten will, mache ja jetzt kein Sinn mehr.
     

     

    Elena:

    Karin:

    Wenn man Eltern fragt, ob sie die Kinderrechte kennen und einhalten, was wäre die Antwort?
     

    Nein, ihre Privatsphäre wird kontinuierlich verletzt, daran müssen wir noch lange arbeiten und uns über einiges bewusst machen. Am schlimmsten finde ich die Kinderfotos öffentlich posten und verschicken ohne ihre Mitsprache. 😕

     

  • 01.04.25, 12:24

    Du glaubst gar nicht welche Freude es mir macht das zu lesen, herzlichen Dank Franz,

    auch das Poster gefällt mir sehr gut.

    Franz:

     

    Karin:

    Danke Franz für deinen Beitrag mit dem Resümee. Mir ist die Diskussion, die du erwähnst nicht aufgefallen.

     

    Ich gebe dir Recht, der Fokus auf die „gewaltigen“ Männer ist plakativer und verdrängt den Blick auf die hilfsbereiten, wohlwollenden stillen Herren. 
     

    Allgemein fallen die lauten, gewaltbereiten Menschen mehr auf, wie auch lieber negative News Schlagzeilen machen.


    Interessantes Zitat, danke dir

    Hallo Karin 
    Ich habe mich erinnert, dass wir die Diskussionen damals zum Basis-Thema "Kritisches Denken" geführt haben. 

    Dabei wurde uns bewusst(er), dass: 
    [] es vielen Diskussionen darum geht, Recht zu haben, anstelle den anderen zu verstehen
    [] es in vielen Bereichen kein richtig und falsch gibt 
    [] in der Praxis schwierig ist, den Raum zwischen Richtig und Falsch zu finden 

    Interessant für waren: 
    [] Tetralemma: es gibt mehr Möglichkeiten, als wir (zuerst) denken 
    [] Konsent: Lösung, gegen die niemand etwas hat 
    [] Arsch-Engel: oft triggern uns Menschen, um uns etwas bewusst zu machen 

    pf krit kontrovers 3jpg.jpg

     

  • 01.04.25, 12:16 - Zuletzt bearbeitet 01.04.25, 12:38.

    Karin:

    Wenn man Eltern fragt, ob sie die Kinderrechte kennen und einhalten, was wäre die Antwort?
     

    Nein, ihre Privatsphäre wird kontinuierlich verletzt, daran müssen wir noch lange arbeiten und uns über einiges bewusst machen. Am schlimmsten finde ich die Kinderfotos öffentlich zu posten und zu verschicken ohne ihre Mitsprache. 😕

  • 01.04.25, 12:11

    Karin:

    https://www.fr.ch/sites/default/files/2025-03/gleichstellung-gestern-heute-und-morgen.pdf
     

    Ihre Zusammenfassung ist Mega gut 👍 

    Bin gespannt, ob wir tatsächlich so weit kommen würden 😉

  • 01.04.25, 11:33

     

    Karin:

    Danke Franz für deinen Beitrag mit dem Resümee. Mir ist die Diskussion, die du erwähnst nicht aufgefallen.

     

    Ich gebe dir Recht, der Fokus auf die „gewaltigen“ Männer ist plakativer und verdrängt den Blick auf die hilfsbereiten, wohlwollenden stillen Herren. 
     

    Allgemein fallen die lauten, gewaltbereiten Menschen mehr auf, wie auch lieber negative News Schlagzeilen machen.


    Interessantes Zitat, danke dir

    Hallo Karin 
    Ich habe mich erinnert, dass wir die Diskussionen damals zum Basis-Thema "Kritisches Denken" geführt haben. 

    Dabei wurde uns bewusst(er), dass: 
    [] es vielen Diskussionen darum geht, Recht zu haben, anstelle den anderen zu verstehen
    [] es in vielen Bereichen kein richtig und falsch gibt 
    [] in der Praxis schwierig ist, den Raum zwischen Richtig und Falsch zu finden 

    Interessant für waren: 
    [] Tetralemma: es gibt mehr Möglichkeiten, als wir (zuerst) denken 
    [] Konsent: Lösung, gegen die niemand etwas hat 
    [] Arsch-Engel: oft triggern uns Menschen, um uns etwas bewusst zu machen 

    pf krit kontrovers 3jpg.jpg
  • 01.04.25, 10:43

    Danke Franz für deinen Beitrag mit dem Resümee. Mir ist die Diskussion, die du erwähnst nicht aufgefallen.

     

    Ich gebe dir Recht, der Fokus auf die „gewaltigen“ Männer ist plakativer und verdrängt den Blick auf die hilfsbereiten, wohlwollenden stillen Herren. 
     

    Allgemein fallen die lauten, gewaltbereiten Menschen mehr auf, wie auch lieber negative News Schlagzeilen machen.


    Interessantes Zitat, danke dir

  • 01.04.25, 10:10

    Wir haben die Thematik "Frau-Mann" in einem leicht anderen Kontex diskutiert: 
    [] "Frau-Mann, Gewalt" vs. "Frau-Mann, Liebe, Sexualität" 

    Dabei sind einige Aspekte zu Tage gekommen, die für die Männer wenig schmeichelhaft waren. 
    Uns ist aber auch bewusst geworden, dass es gefährlich sein kann, alle Männer in den gleichen Topf zu werfen, weil die Mehrheit der Männer nicht gewalttätig ist, aber in den Medien der Fokus vorallem auf den gewalttätigen Männer liegt. (Dies ist bei vielen Themen so) 

    In den Diskussionen ist uns auch bewusst(er) geworden, dass wir in emotionalen Situationen vor allem durch das Limbische System und Hormone gesteuert werden, das heisst gewisse Dinge, lassen sich schwer logisch erklären. 

    Wir haben auch darüber diskutiert, dass die Rollen von Frau und Mann sich am verändern sind, und die Pole nicht mehr so klar, und dass die Toleranz für "Andersartgkeit" am Wachsen ist, aber dass sich auch eine gewisse Gegenbewegung bildet. 

    Diversität bezieht sich ja nicht nur auf das Geschlecht, sondern auch auf Hautfarbe und Religion. Und wenn wir über Unterschiede sprechen, gilt es zu beachten, dass wir alle Menschen und individuelle Wesen sind.   

    Es gibt ein Zitat von Stephen Covey: 
    "Unterschiede sind die Voraussetzung für Synergie, 
    die Wertschätzung der Unterschiede stärkt die Synergie." 

    Hier liegt meines Erachtens ein grosses Potential
     

    pf krit frau mann 2.jpg
  • 01.04.25, 09:06

    Vielen Dank Elena für deinen ausführlichen Beitrag, hat mich gefreut zu lesen.

     

    Gestern sah ich eine Schulklasse, Alter 8-10 geschätzt, angeführt von einem kräftigen Mann mit Bart und am Schluss ebenfalls begleitet von einem jungen Mann mit Bart. Ein ungewohntes Bild und ich musste auch zugeben kurz erschrocken zu sein, aber es freute mich dass es das gibt.

     

    Ebenfalls gestern während der Bahnfahrt ist mir aufgefallen, wie ruhig es im vollem Zug war. Alle gebannt auf ihr Handy. Ich habe die Stille genossen, doch tat es mir leid, so können keine Gespräche entstehen unter Fremde die ein Stück ihrer Zeit zufällig nebeneinander sitzen…. Na ja, auch gut, so können keine Morde mehr geplant werden😜

     

    Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums hat das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) die Freiburger Schriftstellerin Isabelle Flükiger gebeten, uns ihre Sicht auf den Weg der Gleichstellung von gestern, heute und morgen darzulegen. 
    https://www.fr.ch/sites/default/files/2025-03/gleichstellung-gestern-heute-und-morgen.pdf

     

    zum Punkt 6

    https://youtu.be/xqyBrRxGHxA?si=C_mLTyG-qDvU9LjZ

    https://www.unicef.ch/de/was-wir-tun/national/wohlergehen-von-kindern/kinderrechte

    Wenn man Eltern fragt, ob sie die Kinderrechte kennen und einhalten, was wäre die Antwort?

    Die Gesellschaft ist in diesen Punkten weniger weit als die Gesetze, grate der Punkt Anhörung und Partizipation oder Schutz vor Gewalteinwendung werden vergessen.

  • 31.03.25, 21:27 - Zuletzt bearbeitet 31.03.25, 21:30.

    Karin:

    1. Wie hat sich die Erziehung von Mädchen und Jungen in den letzten Jahrzehnten verändert?

    Herzlichen Dank für diesen Thread Karin! Diese Fragen beschäftigen mich auch sehr.

     

    In Europa beobachte ich mehr Engagement unter jüngeren Vätern. Sie spielen die entscheidende Rolle in der Erziehung selbstbewusster Töchter und leben den Söhnen den respektvollen Umgang und die Fähigkeit zu kooperieren und nicht zu dominieren vor. Sie sind noch zu wenig, aber sicher mehr, als vor 20 Jahren.

     

    2. Welche Werte sollten in der heutigen Gesellschaft im Hinblick auf Geschlechterrollen vermittelt werden?

     

    Dass wir alle Menschen sind, wir sind ein Team, die meisten Rollen können von beiden je nach Stärken, Vorlieben, Situation übernommen werden. Es gibt die Charaktereigenschaften, welche weder männlich oder weiblich sind, sondern welche je nach Situation von beiden gebraucht und von beiden gekonnt werden sollten, zusammen sind wir stark und können uns aufeinander verlassen.

     

    3. Inwiefern beeinflussen Medien und soziale Netzwerke das Rollenverständnis von Frauen und Männern?

     

    Leider immer noch, vor allem die spezifischen Erwartungen gegenüber. Man übersieht das Schöne in den Menschen, weil sie den Idealen nicht entsprechen. Ich vermisse die Filme mit authentischen Menschen, die Liebes/-Lebensgeschichten mit „durchschnittlichen“ Menschen über „durchschnittliche„ Probleme.

     

    4. Gibt es immer noch geschlechtsspezifische Vorurteile in Beruf und Alltag?

    Natürlich gibt es die, weil es die Menschen gibt, welche in ihrer Entwicklung in den 50-60-70-80-usw. Jahren stecken geblieben sind. 

    Z. B. „hast du deine Tage bekommen?“, „er weint wie ein Mädchen„, „Feministin“, „Narzisst„ usw.

    5. Wie kann eine Erziehung aussehen, die Chancengleichheit fördert?

    Es wird sehr schwierig sein. Es braucht wachsame Eltern, welche ihre Kinder unabhängig vom Geschlecht zur starken unabhängigen selbstdenkenden Persönlichkeit erziehen. Bei Mädchen wäre die Fähigkeit sich besser durchsetzen (in Zukunft beruflich bei Lohnverhandlungen), bei Jungs auf emotionale Intelligenz, weniger Gewalt setzen, wichtig.

     

    6. Wie kann man Kinder schützen/helfen wenn das zu Hause zum Alptraum wird?

    Wie ich bereits im anderen Thread geschrieben habe, das kann nur durch die gemeinsame Wachsamkeit und Teilnahme erreicht werden. Mehr handeln, weniger beobachten, wegschauen.

  • 31.03.25, 09:43

    Ganz deiner Meinung Fridolin. So erzog ich auch, ich verlangte nichts von meinen Töchtern was nicht auch für mich galt. Vor allem auf die Sprache achtete ich. Keine Schimpfwörter, gelang mir gut in den ersten Jahren. Dann fuhren wir mit ihrer Grossmutter im Auto mit, die scharf abbremsen musste und deswegen schei… ausrief.  Den Rest des Tages hörte ich meine 2 dieses Wort mit viel Gelächter wieder und wieder zu wiederholen🤪 

    Fridolin:

     

    Karin:

    Fridolin: Was heisst IMHO? Erziehen … macht kein Sinn, weil Kinder eh alles nachmachen. ?

    kannst du das bitte genauer beschreiben?

     

    Das ein scherzhafter Spruch - "Erziehen hat keinen Sinn, sie machen einem eh alles nach" - der aber viel Wahrheit in sich trägt. Man kann 100x sagen, wasch Dir die Hände vor dem Essen - schrei nicht herum - hau die Tür nicht zu usw, sie werden es nicht machen, wenn man sich nicht selbst an seine Regeln hält. Kinder werden sich nach dem richten, was man ihnen vorlebt und kaum nach dem, was man ihnen predigt :-)

     

  • 31.03.25, 09:37 - Zuletzt bearbeitet 31.03.25, 09:38.

     

    Fritz:

     

    Luzi:

     

    Ich glaube eher, das ist ein Wunschdenken von dir Fritz😃....Frauen, die Männer bedienen. Da musst in den Orient reisen...aber auch da, wehren sich die Frauen langsam aber sicher dagegen, was möglich ist.

    Frau wünscht sich auch nette Männer, die frei von Aggressionen und Machogehabe sind...aber auch da - Wunschdenken:))

    In Deutschland sind wir da schon deutlich weiter als in der Schweiz

    Aber noch nicht so weit wie in den USA

     

    spread the wings.jpg

    Scheinst noch arg in deinem muttersöhnchen komplex zu sein, dass du dich mit so scheiss witzen profilieren musst. Sicher ist, dass all die damen die du angeblich triffst, erschrecken an deinem wortschatz, sobald du dein maul aufmachst. Die rennen alle weg. Ganz zu schweigen von deiner Optik. Also lass so dinge einfach.

  • 31.03.25, 09:33

    Das hasten nett gesagt Fritz. Wie Elena darauf antwortet, wer wünscht sich nicht, dass sein Partner nett ist.

     

    Ich selbst habe gerne gekocht, was gibt es schöneres, als gemeinsam am Tisch zu sitzen und selbst gekochtes zu schlemmern.
    Noch schöner Ist es gemeinsam zu kochen, es richtig gehend zu zelebrieren.

    Ich schätze es sehr an ein liebevoll dekorierten Tisch zu sitzen und bekocht zu werden. Vor allem von meinen Töchtern (oder Sohn, wenn ich einen hätte).

    Dies alles sind wertvolle zwischenmenschliche Momente, die Familien stärken und gut tun.

     

     

    Fritz:

    Ich meine, der trend geht eher wieder in die Gegenrichtung. zum glück, und ich hab das auch lieber. Wir Männer, ich auf jeden fall, wünschen uns nette frauen. Halt Frauen, die nett zu uns sind.

    tradewife.jpg

     

  • 31.03.25, 09:18 - Zuletzt bearbeitet 31.03.25, 09:25.

     

    Karin:

    Fridolin: Was heisst IMHO? Erziehen … macht kein Sinn, weil Kinder eh alles nachmachen. ?

    kannst du das bitte genauer beschreiben?

     

    Das ein scherzhafter Spruch - "Erziehen hat keinen Sinn, sie machen einem eh alles nach" - der aber viel Wahrheit in sich trägt. Man kann 100x sagen, wasch Dir die Hände vor dem Essen - schrei nicht herum - hau die Tür nicht zu usw, sie werden es nicht machen, wenn man sich nicht selbst an seine Regeln hält. Kinder werden sich nach dem richten, was man ihnen vorlebt und kaum nach dem, was man ihnen predigt :-)

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