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  • MUSS MAN SICH MIT 70 ALT FÜHLEN?

    Diskussion · 86 Beiträge · 21 Gefällt mir · 2.361 Aufrufe
    SUMMERFEELING aus Braunau am Inn

    Die Anregung zum Diskussionsthema stammt von einem weiblichen GE-Mitglied, das mit Erreichen des 70ers in eine leichte Schockstarre verfallen ist.
    Während der 60. Geburtstag meist nicht als dramatischer Schritt ins Alter wahrgenommen wird, ist der 70. Geburtstag für viele eine Angstgrenze. Die Uhr tickt und die Luft nach oben hin wird spürbar dünner. Dieses Alter ist gefühlt gefährlicher. 


    "Man ist so alt, wie man sich fühlt", heißt es. Es gibt keine feste Regel, ab wann man sich alt fühlen sollte. Einige Menschen fühlen sich bereits in ihren 50ern alt, während andere auch mit 70 noch jung und vital sind.
    Das Alter ist sozusagen eine vielschichtige Angelegenheit und jede Person hat im Grunde mehrere Alter: Mal fühlt man sich jung, mal etwas älter, mal wird man alt gemacht. Gerade das Letztere ist oft ausschlaggebend für die Alterskrise:  Du hast manchmal das Gefühl, nicht mehr ernst genommen  und aufs Abstellgleis geschoben zu werden.


    Dass das Alter Probleme mit sich bringt, ist unbestreitbar. Aber gibt es nicht auch positive Seiten? Ich denke dabei an die vielen Erfahrungen, die man im Laufe des Lebens gesammelt hat. Ob man daraus gelernt hat, ist eine andere Frage!


    Du hast Zeit - Zeit, die aber genützt werden will! Zeit für Hobbys und Interessen, Zeit für soziale Kontakte, die vielleicht der wichtigste Anker im fortgeschrittenen Alter sind.

     

    Mit zunehmendem Alter können wir auch lernen, uns weniger Sorgen zu machen und uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind - wir reagieren gelassener auf Situationen, die uns früher schlaflose Nächte bereitet haben.

     

     

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    Es wäre interessant zu erfahren, wie ihr über das Thema denkt! Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt - auch in Zusammenhang mit "sozialen Netzwerken"?

    Der Jugendwahn in unserer Zeit treibt oft bizarre Blüten, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, aber der „Jungbrunnen“ versiegt eines Tages und im Spiegel meldet sich das alte Ich zurück. 

    27.01.24, 13:51

Beiträge

  • 01.02.24, 14:08

    ich finde man müsste da 2 sachen trennen, wie fühle- denke -erlebe ich mein alter, 

    alle anderen außenstehenden und gesellschaft außen vor.

     

    dann die variante ( mein ) alter und gesellschaft-mitmenschen.

  •  

    SUMMERFEELING:

     

    Margit:

    Ich weiß ganz genau, was du damit meinst, diese Gedanken kommen automatisch ab diesen Alter,

    und werden immer wieder kommen! Mir wird meine Sterblichkeit besonders bewußt, wenn ich Freunde, die viel jünger waren, als ich es geworden bin, verloren habe. Aber das ist der Lauf des Leben und das einzige ist, positiv durch die Zeit zu gehen und dankbar sein, für das Sein!

    Klar, Margit, die Gedanken bzgl. "Endlichkeit des Lebens" tauchen immer wieder auf. Wenn wir beispielsweise Nahestehende oder Bekannte auf ihrem letzten Weg begleiten, wird es uns wieder bewusst.

    Das ist der Lauf des Lebens - daran können wir nichts ändern! Ich denke dabei an den Spruch: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

     

    Wir können zwar die Zeit nicht aufhalten, aber es liegt in unserer Hand sie zu entschleunigen!

     

    Auch die Wissenschaft hat sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt und nennt die Gründe. Zeit ist natürlich exakt messbar und konstant. Aber das Zeitgefühl ist relativ: Es ist ein Unterschied, ob ich mit Freunden gemütlich beisammen sitze oder ob ich im Warteraum des Zahnarztes auf meine Behandlung warte. 


    Im Alter beherrschen Routinen den Alltag - alles schon mal dagewesen, immer dieselben Abläufe - dadurch beschleunigt sich das Zeitgefühl. Aber wie entkomme ich dem? 
    Ich vermute, dass es hilft, einfach aus dem Alltag auszubrechen, für Abwechslung zu sorgen und neue Erfahrungen zu sammeln. 


    Es kostet natürlich Überwindung und ich denke dabei an  einen gleichaltrigen Freund, der dutzende Gegenargumente für eine vorgeschlagene Unternehmung findet und nicht hinter dem Ofen hervorzulocken ist: zu laut, zu weit entfernt, zu mühsam etc. 
    Wenn der Partner ähnlich tickt und keine Anstalten unternimmt, um initiativ zu werden, ist die "Sache" verloren. 

     

    Aber es ist doch schön, wenn man wieder "erste Male" schafft: Das "erste Mal" in ein bis dahin unbekanntes Land reisen oder das "erste Mal" mit dem Nachtzug eine Stadt besuchen und Kultur schnuppern etc. 

     

    Es lohnt sich, die Komfortzone zu verlassen und Neues zu probieren!

     


     

    Passend der Leitartikel im Evolve Magazin über den Tod und der Umgang damit in der Gesellschaft

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  • 31.01.24, 22:10

     

    Marion:

     

    Martin:

     

    Im Prinzip hat man auch Freunde im gleichen Alter mit denen man sich austauschen kann ! Und die Jungen haben meist Eltern und GroßEltern bzw  Verwandte und Bekannte im reiferen Alter , denke nicht , dass man sie darüber aufklären muss , wie sich ein älterer Mensch fühlt ! 

    Ich habe zwei Töcher mit 28 und 35. sie hören, was ich sage dazu, aber sie können es wahrscheinlich kaum nachspüre, weil ihr Lebensfokus ein ganz anderer ist, die Pension unfassbar weit weg, generell noch viel sorglose. als sehr erfahrener Coach kann ich mich in die Themen meiner Kunden leicht einfühlen, due ich selbst durchlebt habe. Die anderen Themen verstehe ich sehr gut, wie es sich wirklich anfühlt, kann ich nur ahnen. Diese Meinung teilt übrigens auch die Neurobiologie. Je mehr wir und darüber austauschen, desto eher werden wir verstanden. 

    Ich denke, entweder ist man ein emphatischer Mensch und kann sich in andere einfühlen oder nicht !   Selbst habe ebenfalls 2Töchter (35und 23Jahre) und sie erkundigen sich regelmäßig über mein Wohlbefinden und sind auch ehrlich daran interessiert!   Zumindest wird es mir glaubhaft vermittelt! 

    Sollte mich tatsächlich irgendetwas Besonders interessieren, dann Google ich eben oder besorge mir einschlägige Broschüren bzw  Bücher , denn alle Erfahrungen kann man im Leben einfach nicht machen ! 
     

  • Ich kann gut nachfühlen und ich erinnere mich dadurch an den Verlust von Pferden, Katzen. Weil es eine Bedeutung für mich hatte als nd hat

    SUMMERFEELING:

    WAS BLEIBT, IST DIE ERINNERUNG

     

    Es passt zwar nur indirekt zur Diskussion, betrifft aber die "Endlichkeit des Seins". Ich musste gestern miterleben, wie mein Gastkater "über die Regenbogenbrücke ging". 

     

    8 Jahre lebte er in einer Wohnung, 2 1/2 durfte er bei mir in Gemeinschaft mit meinen eigenen Katzen die Freiheit genießen. 

    Leicht war es nicht, hautnah zu erleben , wie er die letzten Stunden mit Schmerzen verbrachte und kaum mehr atmen konnte. Ich werde nicht so schnell seine  hilfesuchenden Augen,  seine Schreie vergessen, seinen Kampf mit dem Tod. Die Bilder haben sich bei mir intensiv eingeprägt!

    Heute setzte ich den letzten Akt und begrub ihn im Garten. 

     

    Mit diesem traurigen Erlebnis bin ich  wieder daran erinnert worden, wie schnell es gehen kann. Gott sei Dank kennen wir den Zeitpunkt nicht, sonst würden wir unter Umständen verzweifeln.

     

    Aber, dabei denke ich an Peters Worte, lassen wir uns nicht das Leben verdrießen:  Es geht nicht darum, wieviel Zeit uns noch bleibt, bis wir ein Lebensende lt. Sterbetafel von Versicherungen und Banken erreichen, sondern was wir mit der Zeit die uns noch geschenkt ist, tun! 

     

    Ich melde mich zurück, wenn ich das Geschehene einigermaßen verdaut habe! Liebe Grüße an alle, Guenther

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  • 31.01.24, 16:00

     

    SUMMERFEELING:

    WAS BLEIBT, IST DIE ERINNERUNG

     

    Es passt zwar nur indirekt zur Diskussion, betrifft aber die "Endlichkeit des Seins". Ich musste gestern miterleben, wie mein Gastkater "über die Regenbogenbrücke ging". 

     

    8 Jahre lebte er in einer Wohnung, 2 1/2 durfte er bei mir in Gemeinschaft mit meinen eigenen Katzen die Freiheit genießen. 

    Leicht war es nicht, hautnah zu erleben , wie er die letzten Stunden mit Schmerzen verbrachte und kaum mehr atmen konnte. Ich werde nicht so schnell seine  hilfesuchenden Augen,  seine Schreie vergessen, seinen Kampf mit dem Tod. Die Bilder haben sich bei mir intensiv eingeprägt!

    Heute setzte ich den letzten Akt und begrub ihn im Garten. 

     

    Mit diesem traurigen Erlebnis bin ich  wieder daran erinnert worden, wie schnell es gehen kann. Gott sei Dank kennen wir den Zeitpunkt nicht, sonst würden wir unter Umständen verzweifeln.

     

    Aber, dabei denke ich an Peters Worte, lassen wir uns nicht das Leben verdrießen:  Es geht nicht darum, wieviel Zeit uns noch bleibt, bis wir ein Lebensende lt. Sterbetafel von Versicherungen und Banken erreichen, sondern was wir mit der Zeit die uns noch geschenkt ist, tun! 

     

    Ich melde mich zurück, wenn ich das Geschehene einigermaßen verdaut habe! Liebe Grüße an alle, Guenther

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    Oh -das tut mir so leid!

  • 31.01.24, 15:42

    ...ich hab auch einen Kater, der mir vor vielen jahren zugelaufen ist

  • WAS BLEIBT, IST DIE ERINNERUNG

     

    Es passt zwar nur indirekt zur Diskussion, betrifft aber die "Endlichkeit des Seins". Ich musste gestern miterleben, wie mein Gastkater "über die Regenbogenbrücke ging". 

     

    8 Jahre lebte er in einer Wohnung, 2 1/2 durfte er bei mir in Gemeinschaft mit meinen eigenen Katzen die Freiheit genießen. 

    Leicht war es nicht, hautnah zu erleben , wie er die letzten Stunden mit Schmerzen verbrachte und kaum mehr atmen konnte. Ich werde nicht so schnell seine  hilfesuchenden Augen,  seine Schreie vergessen, seinen Kampf mit dem Tod. Die Bilder haben sich bei mir intensiv eingeprägt!

    Heute setzte ich den letzten Akt und begrub ihn im Garten. 

     

    Mit diesem traurigen Erlebnis bin ich  wieder daran erinnert worden, wie schnell es gehen kann. Gott sei Dank kennen wir den Zeitpunkt nicht, sonst würden wir unter Umständen verzweifeln.

     

    Aber, dabei denke ich an Peters Worte, lassen wir uns nicht das Leben verdrießen:  Es geht nicht darum, wieviel Zeit uns noch bleibt, bis wir ein Lebensende lt. Sterbetafel von Versicherungen und Banken erreichen, sondern was wir mit der Zeit die uns noch geschenkt ist, tun! 

     

    Ich melde mich zurück, wenn ich das Geschehene einigermaßen verdaut habe! Liebe Grüße an alle, Guenther

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  •  

    Martin:

     

    Marion:

     

    Lieber Peter, ich möchte niemanden ausgrenzen und wenn Jüngere erleben, was uns beschäftigt, tragen wir vielleicht zu einem besseren Verständnis bei. 

    Im Prinzip hat man auch Freunde im gleichen Alter mit denen man sich austauschen kann ! Und die Jungen haben meist Eltern und GroßEltern bzw  Verwandte und Bekannte im reiferen Alter , denke nicht , dass man sie darüber aufklären muss , wie sich ein älterer Mensch fühlt ! 

    Ich habe zwei Töcher mit 28 und 35. sie hören, was ich sage dazu, aber sie können es wahrscheinlich kaum nachspüre, weil ihr Lebensfokus ein ganz anderer ist, die Pension unfassbar weit weg, generell noch viel sorglose. als sehr erfahrener Coach kann ich mich in die Themen meiner Kunden leicht einfühlen, due ich selbst durchlebt habe. Die anderen Themen verstehe ich sehr gut, wie es sich wirklich anfühlt, kann ich nur ahnen. Diese Meinung teilt übrigens auch die Neurobiologie. Je mehr wir und darüber austauschen, desto eher werden wir verstanden. 

  • 30.01.24, 22:51 - Zuletzt bearbeitet 30.01.24, 23:20.

     

    Peter:

    @Martin: Und warum denkst du haben wir unter den Diskutanten nicht nur einzelne "Ausreißer" in der Alterskohorte 40-49?

    Ja interessant und vor allem, dass man in anderen Threads über die Alters diskriminierung  von Gruppen treffen diskutiert !     Zudem gibt es hier auch einige Diskutanten , die sich ohnedies in jeden Thread einbringen !  Ist ja auch OK , dafür dient auch  einForum , allerdings glaube ich nicht wirklich, dass sich wesentlich jüngere Menschen gerne an einen Tisch mit Oma und Opa setzten,  , um zu wissen, wie sich ein älterer Mensch fühlt!  

  • 30.01.24, 22:03

    @Martin: Und warum denkst du haben wir unter den Diskutanten nicht nur einzelne "Ausreißer" in der Alterskohorte 40-49?

  • 30.01.24, 21:49

     

    Marion:

     

    Peter:

    Gute Idee, mit einer Art "Stammtisch", liebe Marion, liebe Jo, nur, wenn alle wertschätzend miteinander umgehen, warum nicht auch etwas jüngere dazu lassen? Viel wichtiger ist die Organisation: Ihr beide seid aus Sbg., "summerfeeling" hätte da nicht so weit hin, aber ich aus Wien? Ginge nur virtuell oder in einem Diskussionsforum, wie es z.B. "Achtsamkeit" ist. Nur wird es da immer Befindlichkeiten geben, Dinge von sich selber öffentlich preiszugeben, wie du es, liebe Jo, anregst. Aber vielleicht geht sich einmal ein "Gipfeltreffen" irgendwo in der Mitte aus.

    Jo, dich kann ich leider mit einer PN nicht erreichen...

    Lieber Peter, ich möchte niemanden ausgrenzen und wenn Jüngere erleben, was uns beschäftigt, tragen wir vielleicht zu einem besseren Verständnis bei. 

    Im Prinzip hat man auch Freunde im gleichen Alter mit denen man sich austauschen kann ! Und die Jungen haben meist Eltern und GroßEltern bzw  Verwandte und Bekannte im reiferen Alter , denke nicht , dass man sie darüber aufklären muss , wie sich ein älterer Mensch fühlt ! 

  •  

    Peter:

    Gute Idee, mit einer Art "Stammtisch", liebe Marion, liebe Jo, nur, wenn alle wertschätzend miteinander umgehen, warum nicht auch etwas jüngere dazu lassen? Viel wichtiger ist die Organisation: Ihr beide seid aus Sbg., "summerfeeling" hätte da nicht so weit hin, aber ich aus Wien? Ginge nur virtuell oder in einem Diskussionsforum, wie es z.B. "Achtsamkeit" ist. Nur wird es da immer Befindlichkeiten geben, Dinge von sich selber öffentlich preiszugeben, wie du es, liebe Jo, anregst. Aber vielleicht geht sich einmal ein "Gipfeltreffen" irgendwo in der Mitte aus.

    Jo, dich kann ich leider mit einer PN nicht erreichen...

    Lieber Peter, ich möchte niemanden ausgrenzen und wenn Jüngere erleben, was uns beschäftigt, tragen wir vielleicht zu einem besseren Verständnis bei. 

  • 30.01.24, 20:36

    Gute Idee, mit einer Art "Stammtisch", liebe Marion, liebe Jo, nur, wenn alle wertschätzend miteinander umgehen, warum nicht auch etwas jüngere dazu lassen? Viel wichtiger ist die Organisation: Ihr beide seid aus Sbg., "summerfeeling" hätte da nicht so weit hin, aber ich aus Wien? Ginge nur virtuell oder in einem Diskussionsforum, wie es z.B. "Achtsamkeit" ist. Nur wird es da immer Befindlichkeiten geben, Dinge von sich selber öffentlich preiszugeben, wie du es, liebe Jo, anregst. Aber vielleicht geht sich einmal ein "Gipfeltreffen" irgendwo in der Mitte aus.

    Jo, dich kann ich leider mit einer PN nicht erreichen...

  • 30.01.24, 19:22

    Gute  und interessante Beiträge.. wenn auch meistens  von „ jüngeren „ Teilnehmern gesendet .. mich würde mehr die eigene Erfahrung diesbezüglich interessieren.. wie hast du , Mann oder Frau , den Sprung erlebst ! Ganz ehrlich und offen .. ohne Sprüche oder Zitate.. nur das Erlebte weitergeben .. was ist mit den körperlichen Veränderungen , dem Bewusstsein rasant auf die 80 zu rutschen wie wird überhaupt die Sexualität erlebt ?  ( hier anscheinend kein Thema mehr als 70 🫣) was  ist mit der Angst vor Krankheiten oder natürlich den Tod ??? Daher , liebe Marion , finde ich  deine Idee mit dem Stammtisch wunderbar aber bitte dann mit dem Vermerken „ Nur   Senioren  willkommen ! 😂“ 🤣Vive la vie 

  • 30.01.24, 19:08

     

    SUMMERFEELING:

     

    Martin:

     

    Stimmt nicht , man ist mit 70 sehr alt ….im Prinzip schon eine Mumie in der Relation zu einem 20 jährigen Menschen …😉

    Danke für die "Mumie" - dann habe ich wenigstens die Chance, im Museum ausgestellt zu werden!

    Es kommt immer auf die Relation an! 

    Meine Frage an dich: Wie schätzt du dich mit 64 ein??? 

     

    Das war nicht persönlich gemeint , sondern eher sarkastisch ! Selbst fühle mich manchmal wie 100plus und manchmal wie 100minus ..😉

  •  

    Angelika:

    Ich bin zwar noch keine 70 um hier direkt mitreden zu können, aber es ist auch nicht mehr so lange dahin. Mir sind auch schon Äußerungen begnet, wie "für dein Alter schaust du noch gut aus", was ich als eingeschränktes Kompliment empfinde. Meine Meinung ist, keiner muss sich aufgrund seines aktuellen Alters alt fühlen. Keiner muss oder soll sich verstecken oder "kleinmachen lassen". Es ist alles eine Sache der eigenen Bewertung. Warum soll man nicht all die Dinge im Leben umsetzen, die einem Freude bereiten, auch wenn sich das "nicht mehr gehört". Wenn ich mich mit 70, 80 Jahren oder noch älter unkonventionell verhalten will, weil mir danach ist, warum nicht? Wenn es andere stört, ist das nicht mein Problem. Man sollte über den Dingen stehen, egal was andere Leute darüber denken. Man lebt nur einmal. Manche pikierte Reaktion ist eventuell reiner Neid, weil diese Leute dazu keinen Mut besitzen, Grenzen zu überschreiten. Jeder Mensch ist individuell, aufgrund seiner Genetik, seines Geschlechts, seines physischen und psychischen Gesundheitszustands, seiner körperlichen Fitness, seiner Einstellung zum Leben, seines Humor, seines Umgangs mit der Bewältigung von Krisensitationen etc.. 

    Mir sind schon junge Menschen begegnet, die mir aufgrund ihres Verhaltens sehr alt vorgekommen sind (gehen zum Liachen in den Keller) , "ältere" Menschen, die sehr jung und frisch aufgetreten/gewirkt haben. Hierzu fällt mir die Mode Ikone und Innenarchitektin Iris Apfel, 102 Jahre ein, die zeigt, dass man z. B. in dem Alter keine graue Maus sein muss. Bravo, mehr von diesen Frauen bzw. Männer finde ich braucht das Land. Das ist auch nur ein Beispiel von vielen. 

    Als eine negative Entwicklung seit langem empfinde ich den extremen Jugendwahn und die einhergehende Korrektur der Äußerlichkeit durch die Schönheitschirurgie. Man sieht bei Weiblein und Männlein nur noch maskenhafte Gesichter, durchgestylte Körper dem gerade angesagten Schönheitsideal nachempfunden. Einfach nur noch gruselig. Alle Promis etc. mischen mit, Hauptsache man schwimmt in der Masse. Mit den jungen Leuten ist es ja ähnlich. Mit den eingesetzten Schönheitsfiltern wird ein Trugbild in den socialen Medien verbreitet. Bei einem realen Treffen kommt sowieso die Wahrheit ans Licht. Was soll das? Wo geht das hin? Der Mensch ist in diesem Zusammenhang nur noch unzufrieden. Dabei sind wir doch von der Natur vorgegeben ein einmaliges Individuum und sollten dafür dankbar sein. 

    Aber das ist wiederum ein eigenes Thema. 

     

    Gratuliere dir - auf den Punkt gebracht! Ich finde auch, dass wir "über den Dingen" stehen  und uns nicht dauernd die Frage stellen sollten: Darf man das überhaupt in unserem Alter? Was denken die anderen darüber? 

    Wenn auch das Alter einige Nachteile mit sich bringt, so sollten wir uns über eine gewisse "Narrenfreiheit" freuen und sie auskosten!

    Wir dürfen ruhig ein bisschen verrückt sein! 

     

  • 30.01.24, 16:35

    Ich bin zwar noch keine 70 um hier direkt mitreden zu können, aber es ist auch nicht mehr so lange dahin. Mir sind auch schon Äußerungen begnet, wie "für dein Alter schaust du noch gut aus", was ich als eingeschränktes Kompliment empfinde. Meine Meinung ist, keiner muss sich aufgrund seines aktuellen Alters alt fühlen. Keiner muss oder soll sich verstecken oder "kleinmachen lassen". Es ist alles eine Sache der eigenen Bewertung. Warum soll man nicht all die Dinge im Leben umsetzen, die einem Freude bereiten, auch wenn sich das "nicht mehr gehört". Wenn ich mich mit 70, 80 Jahren oder noch älter unkonventionell verhalten will, weil mir danach ist, warum nicht? Wenn es andere stört, ist das nicht mein Problem. Man sollte über den Dingen stehen, egal was andere Leute darüber denken. Man lebt nur einmal. Manche pikierte Reaktion ist eventuell reiner Neid, weil diese Leute dazu keinen Mut besitzen, Grenzen zu überschreiten. Jeder Mensch ist individuell, aufgrund seiner Genetik, seines Geschlechts, seines physischen und psychischen Gesundheitszustands, seiner körperlichen Fitness, seiner Einstellung zum Leben, seines Humor, seines Umgangs mit der Bewältigung von Krisensitationen etc.. 

    Mir sind schon junge Menschen begegnet, die mir aufgrund ihres Verhaltens sehr alt vorgekommen sind (gehen zum Liachen in den Keller) , "ältere" Menschen, die sehr jung und frisch aufgetreten/gewirkt haben. Hierzu fällt mir die Mode Ikone und Innenarchitektin Iris Apfel, 102 Jahre ein, die zeigt, dass man z. B. in dem Alter keine graue Maus sein muss. Bravo, mehr von diesen Frauen bzw. Männer finde ich braucht das Land. Das ist auch nur ein Beispiel von vielen. 

    Als eine negative Entwicklung seit langem empfinde ich den extremen Jugendwahn und die einhergehende Korrektur der Äußerlichkeit durch die Schönheitschirurgie. Man sieht bei Weiblein und Männlein nur noch maskenhafte Gesichter, durchgestylte Körper dem gerade angesagten Schönheitsideal nachempfunden. Einfach nur noch gruselig. Alle Promis etc. mischen mit, Hauptsache man schwimmt in der Masse. Mit den jungen Leuten ist es ja ähnlich. Mit den eingesetzten Schönheitsfiltern wird ein Trugbild in den socialen Medien verbreitet. Bei einem realen Treffen kommt sowieso die Wahrheit ans Licht. Was soll das? Wo geht das hin? Der Mensch ist in diesem Zusammenhang nur noch unzufrieden. Dabei sind wir doch von der Natur vorgegeben ein einmaliges Individuum und sollten dafür dankbar sein. 

    Aber das ist wiederum ein eigenes Thema. 

     

  • 30.01.24, 13:37

     

    SUMMERFEELING:

    Im Alter beherrschen Routinen den Alltag - alles schon mal dagewesen, immer dieselben Abläufe - dadurch beschleunigt sich das Zeitgefühl. Aber wie entkomme ich dem? 
    Ich vermute, dass es hilft, einfach aus dem Alltag auszubrechen, für Abwechslung zu sorgen und neue Erfahrungen zu sammeln.

    Interessant! Ich dachte mir, es liegt daran, dass man für alles immer länger braucht. Oder kommt das erst in einer späteren Phase in Richtung echter Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit?

    Neulich hörte ich auch, dass die Zeit deshalb schneller vergeht, weil immer mehr Zeit für "Selbstservice" draufgeht.

  • 30.01.24, 12:03

    Hi summerfeeling, wär mal interessant, dir persönlich zu begegnen.

    Zu Margits Gedanken und deiner Replik:

    Natürlich ist uns die Endlichkeit des Seins bewußt und wird uns immer wieder vor Augen geführt.

    Dennoch: es geht nicht darum, wieviel Zeit uns noch bleibt, bis wir ein Lebensende lt. Sterbetafel von Versicherungen und Banken erreichen, sondern was wir mit der Zeit die uns noch geschenkt ist, tun! Jede Art sinnvoller Beschäftigung ist wertvoll, stärkt uns, hält unseren Geist wach und unseren Körper fit und bewahrt uns unsere Neugierde. Ich bin Wissenschaftler, denke noch lang nicht ans "Aufhören" und vor dem Fernseher und hinter der Bierkiste zu verkommen!

    Und das gefällt mir an deiner Einstellung (habe mir auch erlaubt, in dein Profil zu schauen): Du blickst vorwärts, scheust dich nicht, auch was Neues anzugehen, na weiter so! Dann wird auch "das Alter" mit Sinn erfüllt! Und die anderen, im Jugendwahn gefangenen, die verzweifelt versuchen, ihre Schwächen, die eine fortgeschriettene Lebensphase nun mal mit sich bringt, zu verbergen oder (kosmetisch) zu kaschieren, die lass hinter dir!!!

  •  

    Margit:

    Ich weiß ganz genau, was du damit meinst, diese Gedanken kommen automatisch ab diesen Alter,

    und werden immer wieder kommen! Mir wird meine Sterblichkeit besonders bewußt, wenn ich Freunde, die viel jünger waren, als ich es geworden bin, verloren habe. Aber das ist der Lauf des Leben und das einzige ist, positiv durch die Zeit zu gehen und dankbar sein, für das Sein!

    Klar, Margit, die Gedanken bzgl. "Endlichkeit des Lebens" tauchen immer wieder auf. Wenn wir beispielsweise Nahestehende oder Bekannte auf ihrem letzten Weg begleiten, wird es uns wieder bewusst.

    Das ist der Lauf des Lebens - daran können wir nichts ändern! Ich denke dabei an den Spruch: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

     

    Wir können zwar die Zeit nicht aufhalten, aber es liegt in unserer Hand sie zu entschleunigen!

     

    Auch die Wissenschaft hat sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt und nennt die Gründe. Zeit ist natürlich exakt messbar und konstant. Aber das Zeitgefühl ist relativ: Es ist ein Unterschied, ob ich mit Freunden gemütlich beisammen sitze oder ob ich im Warteraum des Zahnarztes auf meine Behandlung warte. 


    Im Alter beherrschen Routinen den Alltag - alles schon mal dagewesen, immer dieselben Abläufe - dadurch beschleunigt sich das Zeitgefühl. Aber wie entkomme ich dem? 
    Ich vermute, dass es hilft, einfach aus dem Alltag auszubrechen, für Abwechslung zu sorgen und neue Erfahrungen zu sammeln. 


    Es kostet natürlich Überwindung und ich denke dabei an  einen gleichaltrigen Freund, der dutzende Gegenargumente für eine vorgeschlagene Unternehmung findet und nicht hinter dem Ofen hervorzulocken ist: zu laut, zu weit entfernt, zu mühsam etc. 
    Wenn der Partner ähnlich tickt und keine Anstalten unternimmt, um initiativ zu werden, ist die "Sache" verloren. 

     

    Aber es ist doch schön, wenn man wieder "erste Male" schafft: Das "erste Mal" in ein bis dahin unbekanntes Land reisen oder das "erste Mal" mit dem Nachtzug eine Stadt besuchen und Kultur schnuppern etc. 

     

    Es lohnt sich, die Komfortzone zu verlassen und Neues zu probieren!

     


     

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