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  • Dürfen Veganer fleischfressende Pilze essen? Zum Beispiel Austernpilze....

    Diskussion · 16 Beiträge · 7 Gefällt mir · 718 Aufrufe
    Ninon aus Hilden

    Der Titel sagt alles...🍄

    Hier ein Link zum Verifizieren, wer's nicht glaubt:

    https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2023/01/toxische-killer-austernpilze-toeten-ihre-beute-durch-giftgas

    25.11.23, 12:16

Beiträge

  • Also ich habe bisschen Probleme mit dem Wort "dürfen". Würde ja voraussetzen, dass es einen offiziellen Kodex, Doktrine, Regelwerk oder Gesetzbuch gäbe. 

     

    Und im Anbetracht des Kontextes ist es ja so, dass die Mikroorganismen im Boden alles, egal ob tierisch oder nichttierisch zersetzen. Daher ist diese Frage eigentlich obsolete oder? 

  • 14.03.24, 20:26

     

    WhoCares:

    dürfen veganer-vegetarier mit fleischessern ohne kondome sex haben?

     

     

    Wenn man diese Frage für eine Sexualpraktik, von der ich einmal gehört habe, umformuliert stellt, stellen sich noch weitaus komplexere Fragen bzgl. Herkunft und Art des Eiweißes, und somit vielleicht auch der Ethik.

    Ich denke, der Nährwert ist in diesen Mengen vernachlässigbar. 

  • 14.03.24, 10:34

    Beim Autofahren ist ein Insekt in meine Scheibe geflogen... darf ich mich noch als Veganerin bezeichnen?? Wenn man so argumentiert, wäre es keinem Menschen möglich vegan zu leben; überall kommen Tiere, vor allem Insekten, zu schaden; Autofahren, Produktion von Lebensmittel, Bau von Strassen und Gebäuden, Ressourcengewinnung, usw.  

    Ist der Umkehrschluss, dass wenn durch meine Lebensweise irgendein Tier zu Schaden kommt, ich dann bei dieser masslosen Ausbeutung von Tieren wieder mitmachen muss?? In der Schweiz werden pro Jahr über 84mio Tiere getötet... 7'000 Schweine jeden Tag... ich bin der Meinung, wer  bei diesem Wahnsinn der Tierausbeutung nicht mitmacht, kann sich als Veganer:in bezeichnen egal wieviele Austerpilze die Person in sich reinschaufelt. 

  • 27.11.23, 20:46

    Um endlosen Definitionskommentaren zuvor zu kommen: Vielleicht sollte ich nicht sagen "dürfen", obwohl eigentlich klar sein sollte, dass ein Veganer durchaus ein Steak essen darf. Nur isser dann eben keine Veganer mehr.

  • 27.11.23, 14:47 - Zuletzt bearbeitet 27.11.23, 14:51.

    Tolerant zu sein heißt so wie ich es verstehe nicht einfach die Klappe zu halten und den anderen mal machen zu lassen, sondern durchaus auch meine eigenen Sicht zu den Handlungen anderer zu vertreten und zu kommunizieren, auch wenn das für den andere eventuell unangenehm ist. -  Zudem ist Toleranz irgendwann vielleicht auch nicht mehr die richtige Reaktion? Ich bin mir sicher auch Du ziehst irgendwo eine Linie wo Deine Toleranz für bestimmte Handlungen aufhören würde?

     

    Ich denke ich verstehe durchaus was Du mit Deinem Beitrag sagen möchtest: "Die Verantwortung liegt bei jedem selber in dieser komplexen Welt die Entscheidungen zu treffen, die er / sie vertreten kann."

     

    Korrigier mich da aber gerne?

     

    Zum Plastikbeispiel, - Du gehst auf Lebensmittel ein. - Das es schwierig ist dem zu entgehen damit meine ich, dass z.B. das Wasser, das Du in Deiner Küche benutzt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit durch Plastik geflossen ist. Auch Dein Sodastream hat garantiert Teile aus Plastik verbaut? Es ist alles so sehr verwoben, dass es schwierig ist sich dem vollständig zu entziehen. Es sei denn man entkoppelt sich wirklich von allem was unser modernes Leben ausmacht. - Wenn Du genau weißt woher die Milch aus der Du Deinen Jogurt herstellst stammt und wie sie zu Dir gekommen ist, großen Respekt! Aus dem Supermarkt wo 99% der Leute ihre Milch beziehen kann sie dann aber nicht sein. - - - Das ist auch kein Vorwurf, sondern einfach eine Feststellung, dass die Dinge die uns als gut oder normal verkauft werden auf den zweiten Blick vielleicht doch etwas komplexer zu bewerten sind?

     

    Ich finde jeder darf sich so ernähren wie er mag, wenn kein anderer Mensch darunter in Mitleidenschaft gezogen wird...

     

    Das ist ja auch die vegane Sicht der Dinge, mit der Ergänzung, dass es nicht nur Menschen sind die nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollen, sondern auch andere fühlende (und bewusste?) Wesen.

     

    Außerdem lieferst Du damit auch ein klares Argument gegen Massentierhaltung, denn es töten sich nicht 140.000 Schweine jeden Tag selbst, das tun Menschen, die dadurch natürlich emotional in Mitleidenschaft gezogen werden.

     

    Das mit dem Neandertaler habe ich auch so verstanden. Ich will nur sagen, dass nur weil etwas schon immer so war oder gemacht wurde doch kein Grund ist daran festzuhalten, wenn sich andere bisher unbekannte Lebensweisen auch als machbar und vielleicht sogar besser herausstellen. - Wir leben heute in dieser Plastikwelt und der romantischen Vorstellung vom Wildschwein auf dem Lagerfeuer wie bei Asterix und Obelix nachzuhängen geht wirklich völlig an unserer Realität hier vor der eigenen Haustür vorbei.

     

    Das wir ein Problem hätten, wenn sich alle Menschen pflanzlich ernähren würden ist schlicht falsch. Nochmal, der Großteil der mit Traktoren befahrbaren Äcker wird zum Futteranbau genutzt und könnten uns durchaus alle auch im industriellen Maßstab ernähren.

     

    Natürlich macht die Zusammensetzung der Nahrung einen Unterschied. Und das Fleisch nahrhaft und in der richtigen Menge gesund ist bestreite ich nicht. Nur ist es nicht die einzige und im großen Zusammenhang betrachtet vielleicht nicht die Beste Möglichkeit? - - - Ob wir uns zu 100% natürlich pflanzlich ernähren können finde ich auch nicht erheblich. 99% und etwas moderne Wissenschaft ist auch eine Möglichkeit. - Da unbedingt auf tierische Lebensmittel zu pochen ist doch irgendwie nicht sehr fortschrittlich. ;) - - - Zudem es gerade bei den Proteinen nach meinen Informationen sehr wohl möglich ist sich sehr gut aus pflanzlichen Quellen zu versorgen.

     

    Dein Argument, dass pflanzliches und tierisches Leben gleich zu behandeln ist halte ich philosophisch auch für richtig, es ist aber trotzdem völlig an der Realität vorbei. Wären wir noch Waldmenschen und würden Wildschweine jagen, ja, wir pferchen aber 10000 Hühner in eine Halle ohne Tageslicht und "ernten" sie nach einem Monat. Die Frage ist daher eher, was ist moralisch vertretbarer, Massentierhaltung oder industrieller Ackerbau?

     

    Mit der Haltung gebe ich Dir recht, das wäre so, aber es bleibt hypothetisch, da wir in der Masse wie wir sie derzeit verbrauchen auf Almen keine tierischen Produkte und schon gar nicht zu dem Preis herstellen können.

     

    Dass wir Menschen dann und wann inkonsequent sind ist hinreichend bekannt. Das gilt auch für Veganer und Aktivisten. - So etwas fällt mir auch auf und anscheinend auch dem Vater mit dem dicken SUV? - 

     

    Daher halte ich es tatsächlich für sehr sinnvoll und wichtig diese Diskussion hier zu führen um auch andere Gedanken und Sichtweisen erklärt zu bekommen, denn nur so können wir diese Welt gemeinsam gestalten.

  • 27.11.23, 13:01

    @David

    Religion würde ich aber, auch darum, per se nicht so abwerten.

    Es ist eine Redewendung "etwas zu einer Religion" machen und wertet Religion nicht ab ;-). Es gibt ja heutzutage auch nicht nur Veganer, Vegetarier und Fleischesser, sondern es gibt ja auch zig andere Ernährungsformen und man sollte jetzt nicht solche Diskussionen lostreten (ja, klar freie Meinungsfreiheit), ob ich was darf oder nicht... sondern es jedem selber überlassen. 

    Toleranz ist hier das Stichwort. 

     

    Du verstehst aber auch nicht die Aussage hinter meinen Beitrag...

     

    Ohne sich in eine völlige Parallelwelt zu verabschieden kann man dem als heutiger Mensch doch eigentlich nicht entgehen.

    Doch das geht sogar recht einfach! Man kann Gemüse, Obst, Käse, Wurst und Fleisch auf dem Markt oder an der Theke kaufen. Joghurt kann man gut selber machen (mache ich z.B.). Dazu kann man Seife zum waschen (oder Haarewaschen) nehmen (mache ich). Brot kann man sehr schnell selber backen (Arbeitsaufwand ca. 10Min., mache ich auch). Mineralwasser kann man vielerorts selber machen (Sodastream, Wasserfilter etc.) (nutze Sodastream). 

     

    Die Eingangsfrage zielt ja auf eine Art "Regel" ab, was darf ein Veganer und was nicht. 

    Ich finde jeder darf sich so ernähren wie er mag, wenn kein anderer Mensch darunter in Mitleidenschaft gezogen wird... allerdings sind die Gründe auch jedem überlassen... aber halt auch widersprüchlich. 

     

     Nun bin, zumindest ich :D, kein Neanderthaler mehr und habe Intellekt, freien Willen und die Möglichkeit mich anderes zu ernähren.

    Nur weil der Neanderthaler kein Internet hatte, heißt es nicht, dass er weniger "schlau" war... freien Willen hat er auch... und die Möglichkeit hatte er auch sich anders zu ernähren. 

    Dr. Pape schrieb in seinem Buch "Schlank im Schlaf", dass die Menschen in ihren Genen immer noch daran gewöhnt sind Beeren etc. zu essen. 

    Ich habe nur gesagt, dass schon immer Fleisch verzehrt wurde!

     

    Zunächst mal könnten wir 90% der Ackerfläche reduzieren, wenn wir nicht massenhaft Tiere zu unserer Ernährung aufziehen würden. Den Rest könnten wir der Erde zurück geben um z.B. in Wäldern freie Biomasse zu erzeugen.

    Man kann auch Rinder in Wäldern leben lassen ;-). Das geht. Wenn alle Menschen auf der Erde sich rein Vegan ernähren würden, hätten wir auch ein Problem, denn ein Gemüsefeld oder Ackerfeld muss halt flach sein... Kühe oder Schafe (z.B. am Deich in der Nordsee) können auch am Hang leben. 

     

    So wie es für den menschlichen Körper in der Essenz keinen Unterschied macht ob das Protein aus Fleisch oder Bohnen kommt. ;)

    Es gibt aber auch wissenschaftliche Untersuchungen, dass in Fleisch nun mal andere Proteine sind und andere Inhaltsstoffe, die Du pflanzlich nicht 100% ersetzen kannst. Ebenso in Eiern. 

     

    Aber das eine was schief läuft durch etwas anderes zu legitimieren was verbesserungswürdig ist finde ich in der Diskussion irgendwie nicht so zielführend.

    Ich legitmiere nichts! Wer sich aber hinstellst und sagt "Wenn ich tierisch esse, dann leidet ein Lebewesen", der unterstellst gleichzeitig, dass eine Pflanze nicht lebt. Daher hinterfrage ich einfach, ob dieses Argument dann so zählt. 

     

    Das wäre eine bessere Welt, ist aber leider ein völlig hypothetisches Argument. So sieht die Nutztierhaltung im Moment nämlich überhaupt nicht aus.

    Auch ist dies kein Argument gegen etwas, sondern - wie die Eingangsfrage - hinterfrage ich einfach mal "Wenn es so wäre, dass Nutztiere sehr gut gehalten würden, ... "

    In der Natur gibt es ein Gesetz "Gefressen und gefressen werden" und dort werden andere Tiere auch getötet, um das eigene Überleben zu sichern. 

    Daher kann man als Mensch sagen "Mich stört es wie mit Tieren umgegangen wird" (Transport, enge Haltung etc.), aber wenn ich weiß, dass Kühe bei Bauer XY immer draußen leben... gilt dann das Argument noch? Meiner Meinung NEIN!  

     

    Du bringst ja auch das Argument der Haustiere

    Das hast Du falsch interpretiert. Es geht mir bei den genannten Tieren darum, dass diese Tiere selber Fleischprodukte konsumieren.

    Wenn ich mich als Veganer hinstelle und sage "Ich mache es für die armen Tiere" und gleichzeitig einen Hund halte, der Fleischprodukte frisst (und damit indirekt eine ganze Industrie fördere), dann passt es halt nicht zusammen. Ich kenne eine Freundin, die sich sehr für Tiere engagiert, nur einen Partner akzeptiert, der Vegetarier ist, aber halt auch einen Hund hält (der Fleischprodukte konsumiert!).

     

    Es ist vergleichbar mit Friday for future, wo Teenager XY am Freitag protestieren geht, danach nach Hause kommt, sich von Papa per dicken SUV zum Flughafen fahren lässt und mit dem Billigflieger nach Malle fliegt (nach einer wahren Geschichte !) und der Vater sie fragt und sie antwortet "Warum Papa, das betrifft doch die anderen mich doch nicht". 

     

    Ich will damit nicht sagen, dass ich Tiertransporte und Haltungsbedingungen unterstütze. 

     

    Ich bleibe dabei... Jeder wie er mag! 

    Diskuttieren darüber wann wie was macht auch wenig Sinn, denn es gibt da tausend Meinungen und keine richtige... wie gesagt "Toleranz ist das stichwort"

  • 27.11.23, 12:12 - Zuletzt bearbeitet 27.11.23, 12:16.

    Das finde ich ein paar sehr gute Gedanken, Matthias

     

    Ich finde "Jeder wie er mag"... denn man kann auch aus einer Ernährung eine Religion machen.

     

    In der Freiheit leben wir hier zum Glück. Religion würde ich aber, auch darum, per se nicht so abwerten. Auch die hat ihre Berechtigung. Du spielst sicher auf religiösen Fanatismus an, der die Sicht auf die Dinge wie mit Scheuklappen begrenzt? 

     

    Da gebe ich Dir Recht, Ernährung ist nur ein Aspekt den wir in der Welt, die wir uns hier bauen kritisch und mit Weitsicht betrachten sollten.

     

    Gleichzeitig finde ich aber auch, dass genau die Diskussion hier wichtig ist und Menschen Meinungen und ihre Lebensweise gegenüber andern vertreten sollten. Nur durch respektvollen Austausch korrigieren und inspirieren wir uns gegenseitig.

     

    Wenn ein Veganer sagt er isst keine tierische Produkte, um eben diese zu schützen, fährt aber gleichzeitig Auto, fliegt mit dem Flugzeug in Urlaub, fährt Mountainbike im Wald, nutzt Duschgel/Shampoo, kauft Produkte in Plastik eingepackt, läuft auf Terassendielen aus Tropenholz, sich im Krankenhaus narkotisieren lassen, einen Hund oder Katze halten (oder bekommen die auch veganes Futter?) ... ich glaub die Liste ließe sich endlos fortführen ... dann ist es ein Widerspruch in Sich! 

     

    Leider ist das in eben dieser von uns geschaffenen Gesellschaft so, dass es oft wirklich schwer ist sich darin verantwortungsvoll zu bewegen. Ich nehme mal das Plastikbeispiel. Ohne sich in eine völlige Parallelwelt zu verabschieden kann man dem als heutiger Mensch doch eigentlich nicht entgehen.

    Reduzierter und bewusster Konsum sind aber ein Schritt den Schaden zumindest zu begrenzen.

     

    Der Einzelne wird mit seinem Verhalten vielleicht auch nicht gleich viel verändern, trotzdem ist das wie ich finde kein Grund für Fatalismus. Das ganze wurde durch Generationen unserer Gesellschaft so gebaut und kann sich auch nur im Einklang mit uns allen zu etwas anderem wandeln.

     

    Trotzdem würde ich mal behaupten, dass Menschen, die sich frei entschieden haben auf tierische Produkte zu verzichten, auch mit anderen Belangen der Nachhaltigkeit, wie Du sie aufzählst, bewusst umgehen können.

     

    Im Übrigen war der Neanderthaler auch kein Veganer, sondern haben Fleisch gegessen... 

     

    Selbst Austernpilze sind Omnivore. ;) 

     

    In bestimmten Regionen, Du nennst z.B. die Almen, war die Symbiose zwischen Mensch und Tier tatsächlich lebensnotwendig. Denn im Winter waren die Menschen in den Alpenregionen auf tierische Lebensmittel angewiesen. - Ob das heute wo die Kiwi aus Neuseeland, das Rindfleisch aus Argentinien und die Tomatensoße aus China geliefert wird noch ein Argument ist, wage ich aber mal zu bezweifeln.

     

    Tatsächlich kommt das Argument, dass es unserer Natur entspräche Fleisch zu essen sehr oft. 

     

    Nun bin, zumindest ich :D, kein Neanderthaler mehr und habe Intellekt, freien Willen und die Möglichkeit mich anderes zu ernähren. - Warum also nicht, wenn ich damit Leid und unwürdige Behandlung von Lebewesen vermeiden kann? - Du bringst ja auch das Argument der Haustiere, warum essen wir heute keine Hunde und Katzen? Ich denke Neanderthaler hätten da sicher kein Problem mit gehabt wenn der Hunger kam.

     

    und wenn man die Felder nicht mit "Chemie" düngen möchte... ohne die Fleischindustrie gäbe es keinen natürlichen Dünger. 

     

    Da sitzt Du glaube ich einem etwas faulen Argument auf, dass ich auch schon öfters gehört habe.

    Zunächst mal könnten wir 90% der Ackerfläche reduzieren, wenn wir nicht massenhaft Tiere zu unserer Ernährung aufziehen würden. Den Rest könnten wir der Erde zurück geben um z.B. in Wäldern freie Biomasse zu erzeugen.

     

    Den Pflanzen ist es egal wo ihre Nährstoffe herkommen. Ob die durch die Darmbakterien einer Kuh oder durch Bodenorganismen im Komposter aufgespalten werden macht wirklich keinen Unterschied. - So wie es für den menschlichen Körper in der Essenz keinen Unterschied macht ob das Protein aus Fleisch oder Bohnen kommt. ;) - - - Die Prozesse müssten sich ändern, ja, Fortschritt und Innovation sind aber doch die Dinge auf die wir besonders Stolz sind. - Dass der Mist aus der Massentierhaltung als natürlicher Dünger beworben wird ist einzig dem geschuldet, dass er halt massenhaft anfällt. Alternativlos ist der aber mit nichten.

     

    Im übrigen sind "Industrie und Natürlich" ja auch irgendwie ein Widerspruch in sich? :D

     

    Spinnen wir die Frage noch weiter... dürfte man überhaupt irgendwelche Pflanzen essen? 

    Jeder Vogel oder frei lebendes Lebewesen stirbt irgendwann... ob es die Heuschrecke ist oder die Mücke... fällt hin... verwest und daraus entsteht wieder leben bspw. eine Pflanze. 

     

    Kannibalen, sag ich ja. :D

     

    Wo ist dann der Unterschied, ob ich Pflanzen in Masse oder Tier in Masse produziere? 

     

    Ich sehe da schon große Unterschiede. Aber ich verstehe Dein Argument und selbstverständlich ist die Art und Weise wie wir uns versorgen genauso wichtig wie das Produkt selber. - Aber das eine was schief läuft durch etwas anderes zu legitimieren was verbesserungswürdig ist finde ich in der Diskussion irgendwie nicht so zielführend.

     

    Nehmen wir an Tiere würden zwar für Fleischkonsum massig gehalten, aber würden wie teilweise in Bayern, Österreich und Schweiz auf den Alm frei rumlaufen... also super gehalten... wäre dies dann auch nicht nach den Veganen "Richtlinien"?

     

    Das wäre eine bessere Welt, ist aber leider ein völlig hypothetisches Argument. So sieht die Nutztierhaltung im Moment nämlich überhaupt nicht aus.

     

    Vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag. 

  • 27.11.23, 10:00

    Ich finde "Jeder wie er mag"... denn man kann auch aus einer Ernährung eine Religion machen. 

     

    Wenn ein Veganer sagt er isst keine tierische Produkte, um eben diese zu schützen, fährt aber gleichzeitig Auto, fliegt mit dem Flugzeug in Urlaub, fährt Mountainbike im Wald, nutzt Duschgel/Shampoo, kauft Produkte in Plastik eingepackt, läuft auf Terassendielen aus Tropenholz, sich im Krankenhaus narkotisieren lassen, einen Hund oder Katze halten (oder bekommen die auch veganes Futter?) ... ich glaub die Liste ließe sich endlos fortführen ... dann ist es ein Widerspruch in Sich! 

     

    Schaut man sich mal die Haustierindustrie an. Sollte man nicht in Zukunft die Haustiere, wie Hund, Katze, Fretchen, Schlange etc. abschaffen, weil sie Fleisch essen, was in Masse produziert würde? 

    (Wie viele Menschen ziehen soooo viel Kraft aus Haustieren und bewegen sich überhaupt deswegen ?(reiten, Spazieren, Hundesport etc.).

     

    dürfen veganer-vegetarier mit fleischessern ohne kondome sex haben?

    Die Frage wäre auch, ob man nicht durch den Gebrauch von Kondomen wieder massig Müll produziert., denn Recycling ist ja schwer möglich ;-). Rede nicht mal von dem Kondom, sondern auch die Alu-Verpackung. 

     

    Im Übrigen war der Neanderthaler auch kein Veganer, sondern haben Fleisch gegessen... und wenn man die Felder nicht mit "Chemie" düngen möchte... ohne die Fleischindustrie gäbe es keinen natürlichen Dünger. 

     

    Meine Großeltern haben damals nur einmal wöchentlich Fleisch gekauft. 

    Okay der Grund war damals der hohe Preis, aber wenn jeder seinen Fleischkonsum (inkl. Wurst) auf Fr-So beschränken würde... und von Milch auf Hafermilch/Mandelmilch wechselt (viel besserer CO2 Abdruck) hätte es einen gesundheitlicheren aber auch viel nachhaltigeren Effekt. 

    (Die österreichischen User kennen vielleicht Sasha Walleczek, die dies auch in ihrem Ernährungskonzept vertritt... "1-2 mal wöchentlicher Fleischkonsum".)

     

    Dürfen Veganer fleischfressende Pilze essen?

    Spinnen wir die Frage noch weiter... dürfte man überhaupt irgendwelche Pflanzen essen? 

    Jeder Vogel oder frei lebendes Lebewesen stirbt irgendwann... ob es die Heuschrecke ist oder die Mücke... fällt hin... verwest und daraus entsteht wieder leben bspw. eine Pflanze. 

     

    Ebenso werden zur Zeit Algen in Masse produziert... oder ... Landwirtschaft (gerade in Russland, Amerika etc.) riesengroß betrieben. Einige Menschen (Esotorik) sprechen davon, dass Pflanzen "Energie" haben und auch auf Energie-Stimmungen eines Menschen positiv wie negativ reagieren. Wer sagt den Veganern, dass Pflanzen nicht auch "leben"? Wo ist dann der Unterschied, ob ich Pflanzen in Masse oder Tier in Masse produziere? 

    Nehmen wir an Tiere würden zwar für Fleischkonsum massig gehalten, aber würden wie teilweise in Bayern, Österreich und Schweiz auf den Alm frei rumlaufen... also super gehalten... wäre dies dann auch nicht nach den Veganen "Richtlinien"?

     

    Die Welt könnte ohne Mensch und Tier weiterleben... aber ohne Pflanzen, Bäume und Korallen etc. würde jedes Leben auf der Erde unmöglich sein. 

     

    Ich bleibe dabei... "Jeder wie er mag" und jeden so ernähren lassen wie er ist. 

  • 26.11.23, 18:44

     

    WhoCares:

    dürfen veganer-vegetarier mit fleischessern ohne kondome sex haben?

     

    kann der traummann einer veganerin ein metzger sein ?

     

    dürfen veganer gestrandet auf einer einsamen insel in einer notsituation andere veganer essen ?

    wäre das dann vegan ?

    Ja - in der Liebe ist alles erlaubt
    Nein - aber umgekehrt ist es möglich, bleibt aber unerfüllt
    Ja - aber erst wenn die letzte Kokosnuss gegessen und der zu verspeisende Veganer eines natürlichen Todes (höchstwahrscheinlich verhungert) gestorben ist

  • 26.11.23, 10:00 - Zuletzt bearbeitet 26.11.23, 10:18.

    Das ist schon eine interessante Frage. Es kommt darauf an wie Du Veganismus für Dich definierst und lebst würde ich sagen. - Vegan im strengen Sinne sind die Pilze sicher nicht.

     

    Tatsächlich lebt der Pilz, im Gegensatz zu dem was wir uns als Gesellschaft mit industrieller Lebensmittelherstellung hier mittlerweile erlauben aber im Einklang mit der Natur, so er denn gesammelt wird. Gezüchtete Austernpilze hingegen sollte man wahrscheinlich wirklich kritisch betrachten und erst einmal nachforschen wie sie denn, von der "helfenden" menschlichen Hand ernährt werden? 😉

     

    Erstmal sehe ich aber kein moralisches Problem für mich als Veganer einen Austernpilz zu essen. Da haben wir wirklich grössere und dringender Probleme über die wir uns Gedanken machen sollten.

    Und wenn du gedanklich noch weiter gehen möchtest dann ist tatsächlich gar nichts vegan denn Pflanzen ernähren sich unter anderem von dem Leben was zurück auf die Erde fällt und wandeln es in pflanzliche Materie um. Insofern sind wir mit Sicherheit alle Kannibalen. Denkt mal drüber nach. 🤨😉😂

     

    Interessanter als die Frage zu diskutieren "Dürfen Veganer Mücken töten", sollten wir besser viel öfter über den Elefanten im Raum sprechen, statt uns in Haarspalterreinen, Definitionen und Schubladendenken zu verlieren.

     

    "Dürfen wir Menschen anderen Lebenwesen, aus reiner Bequemlichkeit, im industriellen Maßstab Leid zufügen? "

     

    Und

     

    "Ist es okay tierische Produkte zu essen, wenn ich mir einfach Augen und Ohren zuhalte und behaupte ich hätte den schönen Bildern von glücklichen Tieren aus der Werbung geglaubt?"

     

    Ernsthafte Fragen, teilt gerne eure Gedanken dazu. 😉

     

     

  • 26.11.23, 07:46 - Zuletzt bearbeitet 26.11.23, 07:48.

    Mein veganer Senf dazu: Ein solcher Pilz  hat weder Bewusstsein, noch verliert er wie wir Menschen oder Tier Blut, wenn er geerntet oder abgeschlachtet wird. Also ja, ich würde ihn essen und ich esse vegan. Es geht bei Veganern um Lebewesen die nicht getötet werden sollen, für den Lebensmittelgenuss von Menschen. Aber witzig wie eine Ernährungsweise für Spaltung benutzt wird. Wir sind wohl nicht mehr religiös genug um es darüber zu machen 😉

  • 26.11.23, 04:11

     

    Ninon:

    @jiro:

    Die Fadenwürmer leiden ja in beiden Fällen unterstelle ich mal. Auch wenn sie draußen im Wald leben/sterben. Ein Wildschwein zu schießen ist ja auch nicht vegan😜

     

    @sepp:

    Also jö oder nö?

    Jö😝😛😝😛😝😛😜😝😛😝😜😝😛

  • 25.11.23, 22:08

    dürfen veganer-vegetarier mit fleischessern ohne kondome sex haben?

     

    kann der traummann einer veganerin ein metzger sein ?

     

    dürfen veganer gestrandet auf einer einsamen insel in einer notsituation andere veganer essen ?

    wäre das dann vegan ?

  • 25.11.23, 20:56

    @jiro:

    Die Fadenwürmer leiden ja in beiden Fällen unterstelle ich mal. Auch wenn sie draußen im Wald leben/sterben. Ein Wildschwein zu schießen ist ja auch nicht vegan😜

     

    @sepp:

    Also jö oder nö?

  • 25.11.23, 16:48

    DÜRFEN tun auch Veganer, was Gesetzlich erlaubt ist......

    Nicht alles ist Vegan, wo es vermuten lässt.

    Sogar Wein, Baumwolle und vorallem Kosmetika ist nicht generell Vegan

  • 25.11.23, 16:27

    Servus ! 
    Die "Veganerpolizei" wurde  bekanntlich 1912 abgeschaffen, daher dürfen Menschen,, die sich als Veganer bezeichen heutzutage  alles essen ohne rechtliche konsequenzen zu befüchten. 
    Fairerweise wurde deine Frage  anders gemeint. Was du eigentlich Fragen willst : 
    " Dürfen Menschen die fleichfressende Pilze essen sich als Veganer bezeichen ? "
    Hier müssen wir etwas Begrifsarbeit  betreiben. Was ist vegan ?
    Da kommen lustige Fragen auf. 
    Ist muttermilch vegan ? Ist reiten vegan ? 

    Wie bei jeden Begriff wirst du viele verschiedene Sichtweisen  und Definitionen sehen. 
    Viele (unter anderem ich )sehen Veganismus als ein bewusstes Kauf/Konsumverhalten um Tierleid zu reduzieren. Durch dein Konsumverhalten kannst du den Angebot/(Qualität/ Art der Konsumgütter bestimmen ( extrem gesagt z.B etwas wird nicht produziert wenn es keiner kauft). 
    Nun zu deiner Frage würden tiere bei den herstellungsprozess von Austernpilzen leiden so sind Austernpilze nicht vegan. Sind die AUsternpilze aber in der wildnis gefunden sind die vegan.
     

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