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  • Erwartungen an soziale Kontakte

    Diskussion · 34 Beiträge · 4 Gefällt mir · 1.046 Aufrufe
    Dani aus Hollabrunn

    Ich würde gern Erfahrungen und Ideen austauschen, warum manche von uns sich um Kontakte bemühen und andere nicht. 

    Sind das Gewohnheiten ? Hat es mit derSelbstwahrnehmung zu tun ? Dass es nicht zwischen allen menschen passt, und dass berufliches und familiäres Umfeld eine große Rolle spielen, setz ich mal als bekannt voraus.

     

    Ich möchte vor allem jene ermutigen sich zu äußern, die sich gern weniger bemühen - darf man ja ! Das Sofa ist ein guter Ort !

    03.02.26, 07:56

Beiträge

  • 06.02.26, 00:10

     

    Dani:

    Etwas zu erwarten, heißt auch sich darauf zu freuen - ich finde das schön ;-)

    Man kann enttäuscht werden, aber damit lernt man umzugehen, oder ?

     

    Und sich Mühe geben ist auch ein Kontrapunkt zur Gleichgültigkeit ! Dann passiert eventuell auch Tolles - gebe ich zu bedenken. 

    erwartungen .. was erwartest du? ne erwartung ist immer etwas, was man gern hätte, aber heuer selten bekommt - nich so toll

    mühe geben: ja, super.. wenn ich als mann das täte steh ich ganz schnell am pranger...wer hatn daran interesse? die folge, viele ziehn sich einfach kommentarlos zurück

  • 06.02.26, 00:02

    Etwas zu erwarten, heißt auch sich darauf zu freuen - ich finde das schön ;-)

    Man kann enttäuscht werden, aber damit lernt man umzugehen, oder ?

     

    Und sich Mühe geben ist auch ein Kontrapunkt zur Gleichgültigkeit ! Dann passiert eventuell auch Tolles - gebe ich zu bedenken. 

  • 05.02.26, 23:23 - Zuletzt bearbeitet 05.02.26, 23:39.

     

    Lavonna:

     

     

    Natürliches Geben

     

    Angestrengtes Bemühen

     

     

    ... kann man auf ganz einfache dinge runterbrechen....erwartungen sind kacke und haben in meinem kopf nicht zu suchen...m.a.w. ich muss nichts, kann aber alles ... ist aber ein nicht ganz einfaches kopfding...

  • Ich habe noch einen Impuls dazu. Ich finde das Wort bemühen sagt schon viel für sich aus.... sich mühe geben, klingt für mich auch wie Anstrengung, nicht natürlich. 

     

    Ich habe mich gefragt, woher kommt das Wort bemühen. 

     

    Sich bemühen kommt sprachlich aus einer Ecke von Anstrengung, Absicht, Aufwand, Einsatz
    nicht aus Leichtigkeit oder im Fluss.

     

    Wenn jemand sagt Ich bemühe mich um dich schwingt oft mit:

    ich gebe mir Mühe, ich investiere, ich halte etwas aufrecht, ich mache mehr, als mir gerade leichtfällt, ich strenge mich an

     

    Für viele Menschen fühlt sich das, was andere als Bemühen bezeichnen, gar nicht wie Bemühen an. Es ist einfach ihr natürlicher Ausdruck von Kontakt.

     

    Es gibt zwei verschiedene Dynamiken:

     

    Natürliches Geben

    Ich schreibe, weil ich schreiben will

    Ich melde mich, weil mir das Freude macht

    Kein inneres Zählen

    Kein Erwartungsdruck

    Kein stilles Konto im Kopf

     

    Das ist fühlt sich dann nicht an nach Bemühen. 

     

    Angestrengtes Bemühen

    Ich mache so viel.  Warum kommt nichts zurück?

    Innere Buchhaltung

    Hoffnung auf Gegenleistung

    unterschwellige Kränkung

     

    Das ist eher Kontakt gegen Bedürfnis.

    Das fühlt sich schwer an. Weil es das auch ist. 

     

  • Ich bin der Meinung, dass vieles in unserem Leben mit unseren Erfahrungen in der Kindheit zusammenhängt. Daraus formen sich Glaubenssätze und damit gehen wir in die Welt. Alles was und passiert sehen wir mit der Brille der Glaubenssätze. Deshalb bin ich der Meinung, können andere damit entspannter umgehen und achten weniger auf ein Ping Pong. Diese Menschen haben wahrscheinlich in der Regel andere Erfahrungen in der Kindheit gemacht. 

     

    Wenn uns heute etwas schmerzt, können wir uns fragen, wo ist mir das schon mal passiert, im Ursprung. Welcher alte Schmerz wiederholt sich. Wo wurde ich im Ursprung alleine gelassen, wo ich diese Liebe und und Fürsorge gebraucht hätte, dieses melden, andere bemühen sich um mich? Was ist da passiert. Was hätte ich mir gewünscht. Und dann kann man schnell feststellen, dass das was man sich damals von seinen Eltern gewünscht hat, nun von seinen Freunden / Partnern etc. wünscht.

     

    Wenn wir diesen Schmerz aus der Kindheit aufarbeiten, dann werden wir auch ruhiger und entspannter in Beziehungen mit anderen Menschen und brauchen nicht unbedingt ein Ping Pong. 

     

    Nur ein kleiner Impuls zum reinspüren, ob sich das stimmig anfühlen könnte. Wenn ja, dann wäre es eine Einladung da genauer hinzuschauen. 

     

     

  • 05.02.26, 21:12

    klein, aber fein :) ich habe nicht viele soziale kontakte - aber ich kenne diese bis auf zwei ausnahmen persönlich und schon sehr lange...in einer gesellschaft, in der mehr wert auf äusserlichkeiten legt, macht es überhaupt keinen sinn auf masse zu setzen - irgendwann is der emotionale schaden zu gross 

  • 03.02.26, 15:43

    warum manche von uns sich um Kontakte bemühen und andere nicht. 

    Ich würde sagen, dass es introvertierte MitMenschen gibt, die nicht so aus sich heraus gehen können und lieber für sich sind... andere sind extrovertiert, ziehen aus sozialen Kontakt ihre Energie und freuen sich über jeden MitMensch, den sie in ihr Leben lassen können. 

     

    Nun, in meinem hohen Alter😜, fällt es mir schwer Freundschaften zu pflegen, weil ich gerne einfach nur alleine zu Hause bin.

    Mir schwarnt böses... nur noch 6 Jahre ;-)... aber ich finde gerade im Alter ist es wichtig so viele positive Menschen um einen herum zu scharen mit denen man gerne Zeit verbringt. 

    Natürlich ist es auch manchmal (positive) Arbeit soziale Kontakte zu pflegen, aber in der Regel zeigt sich erst mit der Zeit welche Freundschaft Bestand hat und welche nur flüchtig ist. 
    Diejenigen, die Bestand haben, begleiten dich bis zum Schluss. 

     

    Wer mein Profil liest, der sieht, dass es mir mit meinen Aktivitäten hier nicht darum geht meine Freizeit gemeinsam zu verbringen, sondern die Menschen, die ich dabei kennenlerne. Viele Menschen werden kommen, viele gehen, aber einige bleiben... und das ist - trotz glücklicher Beziehung - mein Ziel, dass die Menschen die Wollen in mein Leben auch zuzulassen und gemeinsam mit ihnen in den letzten Lebensabschnitt zu starten... denn meines Wissens sind nach dem Arbeitsleben es wichtig viele positive "aktive" Menschen um einen zu haben. 

  • 03.02.26, 14:06

    Nun, in meinem hohen Alter😜, fällt es mir schwer Freundschaften zu pflegen, weil ich gerne einfach nur alleine zu Hause bin. Ich habe gute Freunde, bei denen ich mich gelegentlich melde und die sich mehrmals melden ohne auf die Waage zu schauen wer nun dran ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Es war auch schon umgekehrt. Es ist wichtig, dass man Verständnis hat, dass das Leben manchmal Herausforderungen stellt, die man bestehen muss, wenn es wieder ruhiger ist, kann man sich wieder besser um andere kümmern.

  • 03.02.26, 13:40

     

    Mandi:

    Ich bemühe mich um Kontakte, wenn ich zu wenige davon habe.

    Ich bemühe mich nicht um Kontakte, wenn ich genug davon habe.

    Kontakte sind kein Selbstzweck, sondern sollen gegenseitig ein Bedürfnis stillen.

    Bedürfnis gestillt - Bemühung um Kontakte nicht nötig.

    Deine ersten beiden Sätze widersprechen m. E. Deinem dritten. 

    Und im Weiteren berücksichtigt das Folgende nicht, dass Bedürfnisse innert "Kontakten" nicht immer zeitgleich sein können, aber trotzdem Berücksichtigung finden sollten!

     

    Wie immer: "Man kann nur hoffen!" - "Testi" -

  • 03.02.26, 13:17

    Die Erfahrung habe ich auch gemacht, dass sich nur eine Seite bemüht und das dann zur Gewohnheit wird… Lässt man nach sich zu bemühen wird statt dass sich die andere Person meldet mit Vorwürfen reagiert, dass man sich lange nicht mehr gemeldet hat.

     

    Es ist schön, wenn es ein ping pong ist, also beide Partien beitragen. Es ist auch schön wenn Pausen entstehen können und dann einfach am selben Punkt weiter gefahren wird wie man hängen blieb. 
     

    Dani:

    Danke, dass ihr den Impuls aufgegriffen habt.

    Ich hab so aus meiner Kindheit die Vorstellung, wenn man jemanden kennenlernen will, ruft einmal der eine und dann der andere an und  initiiert eine Unternehmung, oder lädt ein. Inzwischen scheint es aber eher so zu sein, dass manche sich eben kümmern und bemühen und andere nur gegebenenfalls mitmachen oder eben nicht. Aber ich frag dann meist eh recht direkt nach....Kontakte werden ja besser, wenn man sich besser kennenlernt - aber vielleicht erwarte ich da wirklich oft zu viel -?

     

  • 03.02.26, 13:09

     

    Dani:

    Kontakte werden ja besser, wenn man sich besser kennenlernt - aber vielleicht erwarte ich da wirklich oft zu viel -?

    Kommt drauf an, was man unter "besser" versteht.

     

    Kennenlernen ist ja dazu da, um festzustellen, ob man zusammen passt, sei es freundschaftlich, partnerschaftlich oder auch sexuell. Wenn einer der beiden feststellt, es passt doch nicht so wie erwünscht, wird die Kontaktintensität natürlich heruntergefahren ("Keine Zeit!").

     

    Ob du wirklich zu viel erwartest, kannst am besten du selber feststellen. Wir hier haben (noch) keinen Einblick in deine Erwartungen.

  • 03.02.26, 12:51

    Danke, dass ihr den Impuls aufgegriffen habt.

    Ich hab so aus meiner Kindheit die Vorstellung, wenn man jemanden kennenlernen will, ruft einmal der eine und dann der andere an und  initiiert eine Unternehmung, oder lädt ein. Inzwischen scheint es aber eher so zu sein, dass manche sich eben kümmern und bemühen und andere nur gegebenenfalls mitmachen oder eben nicht. Aber ich frag dann meist eh recht direkt nach....Kontakte werden ja besser, wenn man sich besser kennenlernt - aber vielleicht erwarte ich da wirklich oft zu viel -?

  • 03.02.26, 10:24 - Zuletzt bearbeitet 03.02.26, 10:24.

    Ich bemühe mich um Kontakte, wenn ich zu wenige davon habe.

    Ich bemühe mich nicht um Kontakte, wenn ich genug davon habe.

    Kontakte sind kein Selbstzweck, sondern sollen gegenseitig ein Bedürfnis stillen.

    Bedürfnis gestillt - Bemühung um Kontakte nicht nötig.

  • 03.02.26, 10:08

    Ich würde sagen, wenn du mit einer Erwartung eine Beziehung anfängst, dann kannst du nur enttäuscht werden.

    Ich schaue ob meine Bedürfnisse erfüllt werden, und wenn es so nicht ist, und diese Beziehung sich schlecht anfühlt, dann verbringe ich die Zeit lieber alleine.

    Wenn die eigene Zufriedenheit von andern Menschen abhängig ist, dann kann es kann es wirklich so sein, dass man immer neue Menschen braucht um glücklich zu sein.

    Ich schaue was mich glücklich macht, und mache es auch ohne Begleitung.

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