Lesung mit musikalischer Untermalung-
ich gehe hin und würde mich über kulturell interessierte Begleitung freuen!
»Ich liebe dich kann man auf dreierlei Weise betonen. Wie spricht man den Satz ohne Betonung?«
Liebe ist für Thomas Brasch eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Seine dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet.
Lars Eidinger liest dessen Gedichte und George Kranz interpretiert sie auf dem Schlagzeug.
Thomas Brasch, geboren 1945 in Westow, aufgewachsen in der DDR. 1964 Aufnahme eines Studiums der Journalistik in Leipzig. 1965 aufgrund von Systemkritik zwangsexmatrikuliert. 1966 erste Theaterarbeit an der Volksbühne Berlin. 1967–68 Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg. Ab 1970 Arbeit als freier Schriftsteller, erste Hörspiele und Theaterstücke, u. a. »Lovely Rita« (1975). ....
Brasch starb im Jahr 2001 in Berlin.
George Kranz, geboren 1956. Von 1980–83 Schlagzeuger der Berliner Band Zeitgeist, parallel Arbeiten mit Ulla Meinecke. 1983 erlangte Kranz mit seiner Solo-Single »Trommeltanz« oder auch »Din Daa Daa« internationale Bekanntheit. Es folgten weiter Solo-Alben, u. a. »Move it!« (1989) und »Sticky Druisin‹« (1995). Daneben immer wieder Musik für Film und Fernsehen. Seit »Alles Plastik« (Regie: Wolfgang Kolneder, 1980) regelmäßige Arbeiten am Grips Theater – als Musiker bei »Linie 1«
(Regie: Wolfgang Kolneder, 1986) sowie als Texter, Komponist oder Produzent. Außerdem Arbeiten als Schauspieler, u. a. im Film »Magic Sticks« (1987), für den er auch den gleichnamigen Titelsong schrieb, und unter der Regie von Thomas Brasch bei »Der Passagier – Welcome to Germany« (1988). Seitdem schreibt er Theater- und Filmmusiken und arbeitete mit Third World, The Roots, den Ying Yang Twins, den Phenix Horns und vielen anderen.