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  • Tugenden, noch aktuell?

    Diskussion · 103 Beiträge · 10 Gefällt mir · 1.216 Aufrufe
    Karin aus Schönenwerd
    Freizeit (diverse)  ›  Kategorien  ›  Sport  ›  Sonstiges

    Kürzlich in einem Gespräch über Tugenden kam die Frage auf welche man verzichten kann…. Sind sie noch erstrebenswert? 
     

    Ich finde schon und ihr?

     

    Welche Tugenden sind euch wichtig und gibt es welche die ihr als übertrieben erachtet?

    IMG_2397.jpeg

     

    Die 4 Kardinaltugenden (Antike/Christentum)
    Klugheit: Besonnenheit, vernünftiges Abwägen.
    Gerechtigkeit: Fairness, Unvoreingenommenheit.
    Tapferkeit: Mut, Standhaftigkeit.
    Mäßigung: Selbstbeherrschung, Bescheidenheit. 

    Wichtige moderne & soziale Tugenden
    Aufrichtigkeit/Ehrlichkeit: Wahrhaftigkeit, Transparenz.
    Empathie: Mitgefühl, Hineinversetzen in andere.
    Respekt: Achtung der Rechte und Meinung anderer.
    Geduld: Schwierigkeiten gelassen ertragen.
    Verantwortungsbewusstsein: Zuverlässigkeit, Pflichtgefühl.
    Hilfsbereitschaft: Unterstützung anderer.
    Toleranz: Offenheit gegenüber anderen Lebensweisen.
    Integrität: Nach moralischen Prinzipien handeln. 
    Charakter- & Arbeitstugenden
    Selbstdisziplin: Kontrolle von Impulsen, Fleiß.
    Dankbarkeit: Wertschätzung für Gegebenes.
    Bescheidenheit: Zurückhaltung, nicht prahlen.
    Großzügigkeit: Teilen ohne Gegenleistung.
    Pünktlichkeit & Ordentlichkeit: Zuverlässigkeit im Alltag.

     

    Seid bitte respektvoll untereinander in diesem Thread, Schalk ist erlaubt…

    17.03.26, 16:44

Beiträge

  • Sicher, aber die Meinungsfreiheit hat auch Grenzen: 

    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    Art 5 GG - Einzelnorm

  • 04.04.26, 20:54

     

    Karin:

    Was mir auffällt, Menschen behaupten gerne von sich tolerant zu sein. 
    Doch die Toleranz hört schnell auf wenn jemand politisch nicht gleicher Meinung ist, vom Kleiderstil ziemlich abweicht oder andere Herkunftswurzeln hat. Wie Diverse Leute behandelt werden passt auch nicht zu Toleranz.

     

    Absolut, das ist auch meine Erfahrung.

     

    Übrigens, da es scheinbar nicht überall bekannt ist:

     

    "Eine Meinung ist ein subjektives Urteil, eine Einstellung oder ein Standpunkt zu einem Thema, einer Person oder einer Sache. Sie basiert auf persönlichen Überlegungen, Erfahrungen oder Werten, nicht zwingend auf Fakten. In Deutschland ist die freie Meinungsäußerung durch Artikel 5 des Grundesetz geschützt."

     

     

  • 04.04.26, 20:22

    Die Toleranz… ist grundsätzlich eine gute Eigenschaft.. und sollte als Bürger 

    in einer demokratischen Gesellschaft bewusst gelebt werden..

    Aber .. wie so oft ..ist die Sache komplexer als es uns manchmal lieb oder gewohnt ist..

    Toleranz ..ist die Erkenntis..das Menschen unterschiedlich sind  ..- und alle Menschen als gleichwertig zu betrachten sind ..Das ist das Fundament… Aus diesem Punkt heraus ..  entsteht die Herausforderung .. Das jeder Mensch ..seine Individuelle Entfaltung erst mal als legetim  gesehen werden muß..Aber wir sind nicht nur jeder ein  Individuum ..Wir leben in Gesellschaften..

    Damit Gesellschaften funktionieren brauchen wir Regeln.. Jeder hat eine andere Vorstellung …wie sie sein sollten.. Daher sollten sie verhandelbar sein ..Das setzt einen politischen Willen des Bürgers voraus.. In einem demokratischen System..

    Damit demokratische Systeme .. demokratisch bleiben ..brauchen wir Grundregeln.. Sie sind nicht verhandelbar..

    Da kommen wir zur Toleranz.. Salopp gesagt ..Toleranz  hört auf ..wo Intoleranz beginnt..

    Anders betrachtet…Wer rücksichtslos ichbezogen agiert ..hat keinen Anspruch .. ihm gegenüber tolerant zu sein..

    Wer die Wertschätzung des Anderen missachtet.. und dessen Grundbedürfnisse  beschneiden  oder für nichtig erklärt.. agiert menschenfeindlich..Somit gibt es kein Spielraum für Toleranz..

    Dies sind die einfachen aber klaren Sachen ..wo die Toleranz aufhört..

    Passive Toleranz.. endet  oft in eine Form der Gleichgültigkeit.. Sie kann wenn es zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommt .. umwandeln in Extremismus.. 

    Echte Toleranz heißt.. bewusst zu erkennen.. Man ist nur ein fehlerhafter Mensch.. und jeder andere ..ist wie Du ..ein Mensch.. Daraus prägt sich ein Denkmuster.. mit dem man mitmenschlich agiert…

     

  •  

    Karin:

    Was mir auffällt, Menschen behaupten gerne von sich tolerant zu sein. 
    Doch die Toleranz hört schnell auf wenn jemand politisch nicht gleicher Meinung ist, vom Kleiderstil ziemlich abweicht oder andere Herkunftswurzeln hat. Wie Diverse Leute behandelt werden passt auch nicht zu Toleranz.

    Ich würde da insofern differenzieren, dass man auch als toleranter Mensch intoleranten Meinungen widersprechen sollte, aber natürlich ohne die Person die diese Meinung hat 
    persönlich anzugreifen, deswegen arbeite ich ja so oft mit Fakten und nicht nur mit Mei-
    nung, sende viele liebe Grüße🦉

  • 04.04.26, 10:50

     

    Karin:

    Was mir auffällt, Menschen behaupten gerne von sich tolerant zu sein. 
    Doch die Toleranz hört schnell auf wenn jemand politisch nicht gleicher Meinung ist, vom Kleiderstil ziemlich abweicht oder andere Herkunftswurzeln hat. Wie Diverse Leute behandelt werden passt auch nicht zu Toleranz.

    Meine Meinung:

    Das, was man an sich selber lobt, wäre man vielleicht gerne (warum auch immer), ist es aber nicht.

     

    Und habe ich schon mal erwähnt, man soll die Menschen an ihren Taten messen?

  • 04.04.26, 08:57

    Was mir auffällt, Menschen behaupten gerne von sich tolerant zu sein. 
    Doch die Toleranz hört schnell auf wenn jemand politisch nicht gleicher Meinung ist, vom Kleiderstil ziemlich abweicht oder andere Herkunftswurzeln hat. Wie Diverse Leute behandelt werden passt auch nicht zu Toleranz.

  • 03.04.26, 22:24
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Stay Hungry wieder gelöscht.
  • 20.03.26, 17:50

     

    Karin:

    Danke Peter 

    für deine Ausführlichen Gedanken…

     

    Da bin ich mit dir einer Meinung, dass man nicht jederzeit überall auf all seinen Tugenden zurückgreifen kann. 


    Es wird immer Momente und Situationen geben wo man schlicht daneben greift… 

     

    Wie du sagst, wichtig ist zu reflektieren und nicht auf zu geben an seinen Tugenden zu bleiben.

    Peter:

    "Fragen", ob Tugenden, welche Tugenden besonders wichtig sind, welche "zeitgemäss", auf welche wir verzichten könnten...?

     

    Das ist relativ!

    Manche Tugenden sind vielleichtig "immer" wichtig.

    Eine Art Tugend ist für mich, ein Empfinden zu haben, was ich brauche, um mich wohl zu fühlen und mich darum zu kümmern.

    Diese Art Tugend "braucht es auch", wenn ich mit Menschen zusammenlebe, ein Empfinden dafür, dass sich der andere wohlfühlt, ich versuche, so zu handeln und zu wirken.

     

    Das zu können, diese Tugenden einsetzen zu können, ist eine besondere Herausforderung. Aber das ist noch mehr eine "Komfortzon" in meinem Leben.

    Es gibt so viele Lebenssituationen, die mich aus meiner "faserschmeichelnden" Komfortzone herausfordern.

    Alltag! 

    Wir kommen immer wieder in Situationen, die stressig, provokant, kompliziert, anders, gefährlich, mißverständlich oder besonders sensibel sind. Mich an meine Grenzen bringen. Da ist Aktion gefragt...die "auch in der Not" ...eine Tugend macht, ...mit Fingerspitzengefühl, Konsequenz, Rückgrat, Wille, Wohlwollen, Mut, Empathie, Widerstandsfähigkeit....

     

    Die heikleren, aussergewöhnlichen und sensibleren Situationen!

    Da sind meine "speziellen" Tugenden" gefordert.

     

    Aber die oben beschriebene Aufmerksamkeit, das Empfinden dafür, mich darum kümmern zu wollen, die "beste" Lösung zu ermöglichen, diese Haltung, braucht es immer.

    Wie angenehm oder auch unangenehm eine Situation auch ist.

     

    Für mich ist es so, dass ich auf keine Tugend verzichten möchte. 

    Weil das Leben so vielfältig ist, ganz unterschiedliche Anforderungen hat und deshalb auch immer ganz spezielle Reaktionsmöglichkeiten und Lösungsmöglichkeiten braucht.

     

    Ich  mache das schon, aber hier möchte ich Tugenden einmal nicht in eine Prioritätenliste "stecken".

    Jede Tugend ist in einem speziellen Moment gefragt. Und deshalb sehr wichtig. In diesem Moment unverzichtbar wichtig!

     

    Basis ist immer, wie ich "ausgestattet" bin.

     

    Habe ich ein realistisches, ausgeglichenes, gesundes Empfinden, dafür sorgen zu wollen, mich dafür einzusetzen, mein Leben zufriedenstellend zu gestalten, mich wohl zu fühlen und zu versuchen...die bestmögliche "Lösung" in die Tat umzusetzen?

    Dann ist alles da!

    Weil ich mich einer Herausforderung stelle!

     

    (...ich schaffe es nicht, diese Ideale konsequent umzusetzen...)

     

    Ist mir "gleichzeitig" auch das Befinden meiner Mitmenschen ein ebenso wichtiges, ehrliches Anliegen?

    Dann ist alles da!

     

    Ob "alles" gelingt, ist zweitrangig.

    Ob ich immer "ausreichend" tugendhaft bin, ist nicht möglich.

     

    Aber wenn ich, wenn mein Gegenüber, wenn die Situation eine spezielle Tugend "nötig hat", dann ist sie auch "gefälligst" einzusetzen und dem Leben zur Verfügung zu stellen.

     

    Es geht nicht ohne oder mit weniger Tugend.

    Alle Tugenden braucht es.

    Es geht um ein Empfinden, was gerade ist und welche Aufmerkamkeit, welche Qualität, welche Tugend ich zu welcher Zeit auch an den richtigen Ort und in das Geschehen bringen kann.

     

    Es ist für mich nicht die Frage, ob Tugenden "heutzutage" wichtiger oder unwichtiger sind, oder auf welche wir vielleicht verzichten könnten.

     

    Die Frage für mich ist, welche Tugenden habe ich zur Verfügung, welche braucht es und welche kann und "muss" ich einsetzen.

     

    Ohne Spielraum!

     

    Was das konkret für jeden von uns ist, ist unterschiedlich und da werden wir uns auch nicht so leicht einig.

     

    Aber zu der Einigkeit zu kommen, uns um "die Tugenden" zu kümmern und sie einzusetzen, damit unser Leben, unser Zusammenleben insgesamt und bestmöglichst gelingen könnte.

    Nie aufhören, es zu versuchen und uns nie vom Weg abbringen lassen!

    Das ist tugendlich und ein hohes Ideal! 

     

    Dann ist alles da!

     

    Was ist möglich? 

    An was glauben wir, was für uns gut ist?

    Welche "Tugenden" sind es?

     

    Das wäre zu klären.

    Immer!

    Wird aber nie klar sein!

     

     

    (...natürlich möchte die Zeit, die Macher und die Gesellschaft Tugenden vorgeben, Tugenden abmontieren.

    Aber das ist zweitrangig! 

    Was möchtest du...?)

     

     

     

     

     

     

    So lange die Linie stimmt und man sie nicht vergisst,  ihr treu bleibt, ist doch alles gut. 

  • 20.03.26, 16:14

    Danke Peter 

    für deine Ausführlichen Gedanken…

     

    Da bin ich mit dir einer Meinung, dass man nicht jederzeit überall auf all seinen Tugenden zurückgreifen kann. 


    Es wird immer Momente und Situationen geben wo man schlicht daneben greift… 

     

    Wie du sagst, wichtig ist zu reflektieren und nicht auf zu geben an seinen Tugenden zu bleiben.

    Peter:

    "Fragen", ob Tugenden, welche Tugenden besonders wichtig sind, welche "zeitgemäss", auf welche wir verzichten könnten...?

     

    Das ist relativ!

    Manche Tugenden sind vielleichtig "immer" wichtig.

    Eine Art Tugend ist für mich, ein Empfinden zu haben, was ich brauche, um mich wohl zu fühlen und mich darum zu kümmern.

    Diese Art Tugend "braucht es auch", wenn ich mit Menschen zusammenlebe, ein Empfinden dafür, dass sich der andere wohlfühlt, ich versuche, so zu handeln und zu wirken.

     

    Das zu können, diese Tugenden einsetzen zu können, ist eine besondere Herausforderung. Aber das ist noch mehr eine "Komfortzon" in meinem Leben.

    Es gibt so viele Lebenssituationen, die mich aus meiner "faserschmeichelnden" Komfortzone herausfordern.

    Alltag! 

    Wir kommen immer wieder in Situationen, die stressig, provokant, kompliziert, anders, gefährlich, mißverständlich oder besonders sensibel sind. Mich an meine Grenzen bringen. Da ist Aktion gefragt...die "auch in der Not" ...eine Tugend macht, ...mit Fingerspitzengefühl, Konsequenz, Rückgrat, Wille, Wohlwollen, Mut, Empathie, Widerstandsfähigkeit....

     

    Die heikleren, aussergewöhnlichen und sensibleren Situationen!

    Da sind meine "speziellen" Tugenden" gefordert.

     

    Aber die oben beschriebene Aufmerksamkeit, das Empfinden dafür, mich darum kümmern zu wollen, die "beste" Lösung zu ermöglichen, diese Haltung, braucht es immer.

    Wie angenehm oder auch unangenehm eine Situation auch ist.

     

    Für mich ist es so, dass ich auf keine Tugend verzichten möchte. 

    Weil das Leben so vielfältig ist, ganz unterschiedliche Anforderungen hat und deshalb auch immer ganz spezielle Reaktionsmöglichkeiten und Lösungsmöglichkeiten braucht.

     

    Ich  mache das schon, aber hier möchte ich Tugenden einmal nicht in eine Prioritätenliste "stecken".

    Jede Tugend ist in einem speziellen Moment gefragt. Und deshalb sehr wichtig. In diesem Moment unverzichtbar wichtig!

     

    Basis ist immer, wie ich "ausgestattet" bin.

     

    Habe ich ein realistisches, ausgeglichenes, gesundes Empfinden, dafür sorgen zu wollen, mich dafür einzusetzen, mein Leben zufriedenstellend zu gestalten, mich wohl zu fühlen und zu versuchen...die bestmögliche "Lösung" in die Tat umzusetzen?

    Dann ist alles da!

    Weil ich mich einer Herausforderung stelle!

     

    (...ich schaffe es nicht, diese Ideale konsequent umzusetzen...)

     

    Ist mir "gleichzeitig" auch das Befinden meiner Mitmenschen ein ebenso wichtiges, ehrliches Anliegen?

    Dann ist alles da!

     

    Ob "alles" gelingt, ist zweitrangig.

    Ob ich immer "ausreichend" tugendhaft bin, ist nicht möglich.

     

    Aber wenn ich, wenn mein Gegenüber, wenn die Situation eine spezielle Tugend "nötig hat", dann ist sie auch "gefälligst" einzusetzen und dem Leben zur Verfügung zu stellen.

     

    Es geht nicht ohne oder mit weniger Tugend.

    Alle Tugenden braucht es.

    Es geht um ein Empfinden, was gerade ist und welche Aufmerkamkeit, welche Qualität, welche Tugend ich zu welcher Zeit auch an den richtigen Ort und in das Geschehen bringen kann.

     

    Es ist für mich nicht die Frage, ob Tugenden "heutzutage" wichtiger oder unwichtiger sind, oder auf welche wir vielleicht verzichten könnten.

     

    Die Frage für mich ist, welche Tugenden habe ich zur Verfügung, welche braucht es und welche kann und "muss" ich einsetzen.

     

    Ohne Spielraum!

     

    Was das konkret für jeden von uns ist, ist unterschiedlich und da werden wir uns auch nicht so leicht einig.

     

    Aber zu der Einigkeit zu kommen, uns um "die Tugenden" zu kümmern und sie einzusetzen, damit unser Leben, unser Zusammenleben insgesamt und bestmöglichst gelingen könnte.

    Nie aufhören, es zu versuchen und uns nie vom Weg abbringen lassen!

    Das ist tugendlich und ein hohes Ideal! 

     

    Dann ist alles da!

     

    Was ist möglich? 

    An was glauben wir, was für uns gut ist?

    Welche "Tugenden" sind es?

     

    Das wäre zu klären.

    Immer!

    Wird aber nie klar sein!

     

     

    (...natürlich möchte die Zeit, die Macher und die Gesellschaft Tugenden vorgeben, Tugenden abmontieren.

    Aber das ist zweitrangig! 

    Was möchtest du...?)

     

     

     

     

     

     

  • 20.03.26, 10:47 - Zuletzt bearbeitet 20.03.26, 11:06.

    "Fragen", ob Tugenden, welche Tugenden besonders wichtig sind, welche "zeitgemäss", auf welche wir verzichten könnten...?

     

    Das ist relativ!

    Manche Tugenden sind vielleichtig "immer" wichtig.

    Eine Art Tugend ist für mich, ein Empfinden zu haben, was ich brauche, um mich wohl zu fühlen und mich darum zu kümmern.

    Diese Art Tugend "braucht es auch", wenn ich mit Menschen zusammenlebe, ein Empfinden dafür, dass sich der andere wohlfühlt, ich versuche, so zu handeln und zu wirken.

     

    Das zu können, diese Tugenden einsetzen zu können, ist eine besondere Herausforderung. Aber das ist noch mehr eine "Komfortzon" in meinem Leben.

    Es gibt so viele Lebenssituationen, die mich aus meiner "faserschmeichelnden" Komfortzone herausfordern.

    Alltag! 

    Wir kommen immer wieder in Situationen, die stressig, provokant, kompliziert, anders, gefährlich, mißverständlich oder besonders sensibel sind. Mich an meine Grenzen bringen. Da ist Aktion gefragt...die "auch in der Not" ...eine Tugend macht, ...mit Fingerspitzengefühl, Konsequenz, Rückgrat, Wille, Wohlwollen, Mut, Empathie, Widerstandsfähigkeit....

     

    Die heikleren, aussergewöhnlichen und sensibleren Situationen!

    Da sind meine "speziellen" Tugenden" gefordert.

     

    Aber die oben beschriebene Aufmerksamkeit, das Empfinden dafür, mich darum kümmern zu wollen, die "beste" Lösung zu ermöglichen, diese Haltung, braucht es immer.

    Wie angenehm oder auch unangenehm eine Situation auch ist.

     

    Für mich ist es so, dass ich auf keine Tugend verzichten möchte. 

    Weil das Leben so vielfältig ist, ganz unterschiedliche Anforderungen hat und deshalb auch immer ganz spezielle Reaktionsmöglichkeiten und Lösungsmöglichkeiten braucht.

     

    Ich  mache das schon, aber hier möchte ich Tugenden einmal nicht in eine Prioritätenliste "stecken".

    Jede Tugend ist in einem speziellen Moment gefragt. Und deshalb sehr wichtig. In diesem Moment unverzichtbar wichtig!

     

    Basis ist immer, wie ich "ausgestattet" bin.

     

    Habe ich ein realistisches, ausgeglichenes, gesundes Empfinden, dafür sorgen zu wollen, mich dafür einzusetzen, mein Leben zufriedenstellend zu gestalten, mich wohl zu fühlen und zu versuchen...die bestmögliche "Lösung" in die Tat umzusetzen?

    Dann ist alles da!

    Weil ich mich einer Herausforderung stelle!

     

    (...ich schaffe es nicht, diese Ideale konsequent umzusetzen...)

     

    Ist mir "gleichzeitig" auch das Befinden meiner Mitmenschen ein ebenso wichtiges, ehrliches Anliegen?

    Dann ist alles da!

     

    Ob "alles" gelingt, ist zweitrangig.

    Ob ich immer "ausreichend" tugendhaft bin, ist nicht möglich.

     

    Aber wenn ich, wenn mein Gegenüber, wenn die Situation eine spezielle Tugend "nötig hat", dann ist sie auch "gefälligst" einzusetzen und dem Leben zur Verfügung zu stellen.

     

    Es geht nicht ohne oder mit weniger Tugend.

    Alle Tugenden braucht es.

    Es geht um ein Empfinden, was gerade ist und welche Aufmerkamkeit, welche Qualität, welche Tugend ich zu welcher Zeit auch an den richtigen Ort und in das Geschehen bringen kann.

     

    Es ist für mich nicht die Frage, ob Tugenden "heutzutage" wichtiger oder unwichtiger sind, oder auf welche wir vielleicht verzichten könnten.

     

    Die Frage für mich ist, welche Tugenden habe ich zur Verfügung, welche braucht es und welche kann und "muss" ich einsetzen.

     

    Ohne Spielraum!

     

    Was das konkret für jeden von uns ist, ist unterschiedlich und da werden wir uns auch nicht so leicht einig.

     

    Aber zu der Einigkeit zu kommen, uns um "die Tugenden" zu kümmern und sie einzusetzen, damit unser Leben, unser Zusammenleben insgesamt und bestmöglichst gelingen könnte.

    Nie aufhören, es zu versuchen und uns nie vom Weg abbringen lassen!

    Das ist tugendlich und ein hohes Ideal! 

     

    Dann ist alles da!

     

    Was ist möglich? 

    An was glauben wir, was für uns gut ist?

    Welche "Tugenden" sind es?

     

    Das wäre zu klären.

    Immer!

    Wird aber nie klar sein!

     

     

    (...natürlich möchte die Zeit, die Macher und die Gesellschaft Tugenden vorgeben, Tugenden abmontieren.

    Aber das ist zweitrangig! 

    Was möchtest du...?)

     

     

     

     

     

  • 20.03.26, 10:00

     

    Günther:

     

    Raphi:

     

    Ja, wobei wir da wohl tatsächlich einen Qualitativen Unterschied von Links nach rechtsextrem aufsteigend nachweisen können, wobei Frau Wagenknecht da ja irgendwie versucht hat eine Schleife zu gestalten. ;)  Hat Rezo ja schon vor ein paar Jahren gemacht. Ja.. hier kann man zwischen kommunaler Ebene ( "Ich will da einen Radweg") bis hin zu Bundesebene ( "ich stelle offiziell Verwandte und Freunde ein, ohne, dass die tatsächlich was für das Geld tun") unterscheiden. 

    Ob Links oder Rechts, die Vereidigung hat einen eindeutigen Text: Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren,...

    Hm.. joa.. wobei Utilitarismus ja auch Schattenseiten hat. 

  • 20.03.26, 09:55

     

    Raphi:

     

    Günther:

     

    Ja genau, Menschen (Politiker) sind per se Nutzenoptimiert. 

    Ja, wobei wir da wohl tatsächlich einen Qualitativen Unterschied von Links nach rechtsextrem aufsteigend nachweisen können, wobei Frau Wagenknecht da ja irgendwie versucht hat eine Schleife zu gestalten. ;)  Hat Rezo ja schon vor ein paar Jahren gemacht. Ja.. hier kann man zwischen kommunaler Ebene ( "Ich will da einen Radweg") bis hin zu Bundesebene ( "ich stelle offiziell Verwandte und Freunde ein, ohne, dass die tatsächlich was für das Geld tun") unterscheiden. 

    Ob Links oder Rechts, die Vereidigung hat einen eindeutigen Text: Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren,...

  • 20.03.26, 09:54

     

    Günther:

    Andere Kulturen habe andere Tugenden (Ehre, Würde). Wenn eine Gesellschaft inhomogen (Mulikulturell) ist, gibt es Probleme mit den Tugenden. 

    Hm.. findest Du? Ich denke, es ist mehr ein Interpretationsproblem. Und inhomogen ist doch jede Gesellschaft. Ich mein.. ich und ein Großteil aus Bayern haben wahrscheinlich schon sehr andere Ansichten zu bestimmten Punkten. 

     

  • 20.03.26, 09:49

     

    Günther:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Es ist zwar richtig, dass es einige Politclowns gibt, die eher interessengeleitet als lösungsorientiert 
    handeln, aber das generelle Politikerbashing teile ich nicht, denn oft werden genau die denen
    Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Transparenz wichtig sind, bei Wahlen abgestraft...

    genauso wie es eben schwer ist das Wetter, vorher zu sagen, weil es durch den Klimawandel im-
    mer schwerer wird, die Einflüsse die unser Wetter bestimmen richtig zu deuten, denn beispiels-
    weise der Jetstream ist sehr wankelmütig...

    Ja genau, Menschen (Politiker) sind per se Nutzenoptimiert. 

    Ja, wobei wir da wohl tatsächlich einen Qualitativen Unterschied von Links nach rechtsextrem aufsteigend nachweisen können, wobei Frau Wagenknecht da ja irgendwie versucht hat eine Schleife zu gestalten. ;)  Hat Rezo ja schon vor ein paar Jahren gemacht. Ja.. hier kann man zwischen kommunaler Ebene ( "Ich will da einen Radweg") bis hin zu Bundesebene ( "ich stelle offiziell Verwandte und Freunde ein, ohne, dass die tatsächlich was für das Geld tun") unterscheiden. 

  • 20.03.26, 09:48

    Andere Kulturen habe andere Tugenden (Ehre, Würde). Wenn eine Gesellschaft inhomogen (Mulikulturell) ist, gibt es Probleme mit den Tugenden. 

  • 20.03.26, 09:44

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Es ist zwar richtig, dass es einige Politclowns gibt, die eher interessengeleitet als lösungsorientiert 
    handeln, aber das generelle Politikerbashing teile ich nicht, denn oft werden genau die denen
    Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Transparenz wichtig sind, bei Wahlen abgestraft...

    genauso wie es eben schwer ist das Wetter, vorher zu sagen, weil es durch den Klimawandel im-
    mer schwerer wird, die Einflüsse die unser Wetter bestimmen richtig zu deuten, denn beispiels-
    weise der Jetstream ist sehr wankelmütig...

    Ja genau, Menschen (Politiker) sind per se Nutzenoptimiert. 

  • 20.03.26, 09:40

     

    Günther:

     

    Mandi:

     

    Habe dem Computer genau das gefragt und um eine kurze Antwort gebeten:

    "Kurz gesagt:

    Ehre:
    Bezieht sich darauf, wie eine Person von anderen gesehen wird – also Ansehen, Ruf, Respekt in der Gesellschaft. Sie kann verloren oder verletzt werden (z. B. durch Beleidigung oder unehrenhaftes Verhalten).

    Würde:
    Ist der innere, unveräußerliche Wert eines Menschen. Jeder Mensch hat sie – unabhängig davon, was andere denken oder tun. Sie kann nicht verloren gehen, nur verletzt werden.

    👉 Kurzform:
    Ehre = äußerer Ruf
    Würde = innerer, unantastbarer Wert"

     

    Ist das irgendwie hilf-  oder aufschlussreich?

    Interessant weil viele Menschen auf ihre Ehre achten, aber keine Würde haben

    Hm.. interessanter Gedanke. :) Aber ja.. 

  • 20.03.26, 09:36

     

    Mandi:

     

    Karin:

    Was genau ist der Unterschied zwischen Ehre und die Würde?

    Habe dem Computer genau das gefragt und um eine kurze Antwort gebeten:

    "Kurz gesagt:

    Ehre:
    Bezieht sich darauf, wie eine Person von anderen gesehen wird – also Ansehen, Ruf, Respekt in der Gesellschaft. Sie kann verloren oder verletzt werden (z. B. durch Beleidigung oder unehrenhaftes Verhalten).

    Würde:
    Ist der innere, unveräußerliche Wert eines Menschen. Jeder Mensch hat sie – unabhängig davon, was andere denken oder tun. Sie kann nicht verloren gehen, nur verletzt werden.

    👉 Kurzform:
    Ehre = äußerer Ruf
    Würde = innerer, unantastbarer Wert"

     

    Ist das irgendwie hilf-  oder aufschlussreich?

    Interessant weil viele Menschen auf ihre Ehre achten, aber keine Würde haben

  • 20.03.26, 08:12

     

    Karin:

    Gut wer beides hat… Nein, eine Wechselwirkung seh ich nicht, das Recht auf Würde soll niemals genommen werden….

    Raphi:

     

    Vielleicht gibt es da auch eine Wechselwirkung zwischen Ehre und Würde? 

     

    Es muss ja keine negative Wechselwirkung sein. Einem Alkoholiker kann man doch auch von außen Würde zuschreiben, vermitteln und damit konstruieren, indem man ihn trotzdem entsprechend behandelt, oder? Quasi.. Ehre/Würde von außen als Input = Verstärkung der Würde im inneren... Und natürlich umgekehrt.. fehlende Würde im inneren gleich fehlender Output an Würde. 

  • 20.03.26, 08:01

    Gut wer beides hat… Nein, eine Wechselwirkung seh ich nicht, das Recht auf Würde soll niemals genommen werden….

    Raphi:

     

    Karin:

    Noch zur Ehre und Würde….

    Ehre ist etwas was von aussen gegeben wird. Man kann sich Ehre erarbeiten mit Tugenden und Taten. Wer respektlos behandelt wird fühlt sich entehrt. 

     

    Die Würde ist die Innere Haltung eines Menschen. Durch Alkoholexzessen verliert man zeitweilig seine Würde selbst und nichts geht einem Menschen tiefer unter die Haut wenn er würdelos behandelt wird. 
     

    Das ist mein Verständnis, wer eine andere Meinung hat, darf sie gerne kund tun.

    Vielleicht gibt es da auch eine Wechselwirkung zwischen Ehre und Würde? 

     

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