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  • Alleinerziehend und die Liebe

    Diskussion · 358 Beiträge · 12 Gefällt mir · 5.098 Aufrufe
    Sonja aus Stallhofen
    Freizeit (diverse)  ›  Kategorien  ›  Sport  ›  Sonstiges

    Liebe Alleinerziehenden, 
    mich würde eure Meinung bzw eure Erfahrungen zum Thema "Alleinerziehend und die Liebe interessieren" 


    https://www.cosmopolitan.de/alleinerziehende-muetter-und-die-liebe-ein-kind-kein-mann-61903.html


    In der Regel leben die Kinder bei den Müttern. Ich gehe von Eltern kleinerer Kinder aus, wohlgemerkt.
    Dating bzw überhaupt jemanden kennenzulernen gestaltet sich da oft als sehr schwierig. Singlemoms müssen ja eine Menge Bälle gleichzeitig in der Luft halt. Wie passt da noch ein Mann hinzu? Oder wo lernt man denn überhaupt einen kennen, mit dem es zu mehr als einer Romanze reicht?

    Die Männer haben's da oft einfacher.
    Väter, die von der Kindsmutter getrennt  leben, haben fast das gleiche Leben wie vorher, denn die Kinder leben ja meistens bei den Müttern. Auch wenn sie rege vom Umgangsrecht gebrauch machen, bleibt ihnen ausreichend Zeit, um den eigenen Interessen nachzugehen. 

    Mir kommt es oft vor, dass Männer wie selbstverständlich erwarten, dass ihre Kinder ohne wenn und aber akzeptiert werden (was auch so sein sollte) andererseits wird oft leicht die Nase gerümpft, wenn Frau mit Kindern auf "Partnersuche" ist. Eine der ersten Fragen waren da oft, von wievielen Vätern die Kinder sind. Oder sie wollen sich nicht noch um andere Kinder kümmern, sie haben ja schon eigene. Oder, dass keine Zeit zu zweit, oder für spontane Unternehmungen am Abend übrig ist, denn der Nachwuchs ist ja meistens sehr präsent. 

    Verstehen denn die Herren, dass eine Alleinerziehende nicht zwangsläufig auf der Suche nach einem Ersatzpapi ist?


    Bin schon gespannt auf eure Antworten!

    25.04.24, 18:38

Beiträge

  • 10.07.24, 20:16

     

    Christine:

    Ihr hattet recht es war gut,nicht mehr auf denn Mann einzugehen so kam was in mein Leben was auch eine beziehung zulässt. Es bringt nix,dran festzuhalten wenn eh nix draus wird .Er ist zu sehr auf die Kinder und ex konzentriert das hätte keine zukunft gehabt. Habe jetzt jemanden gefunden der mich so nimmt wie bin. Und das ist schön der es auch verdient hat  

    Wieder ein Neuer? Gratuliere, das geht ja rucks-zucks bei dir :)

  • 10.07.24, 16:45

    Ihr hattet recht es war gut,nicht mehr auf denn Mann einzugehen so kam was in mein Leben was auch eine beziehung zulässt. Es bringt nix,dran festzuhalten wenn eh nix draus wird .Er ist zu sehr auf die Kinder und ex konzentriert das hätte keine zukunft gehabt. Habe jetzt jemanden gefunden der mich so nimmt wie bin. Und das ist schön der es auch verdient hat  

  • 07.07.24, 18:22

    Ich kenne genügend Männer, die entsetzlich darunter leiden, ihre Kinder nach der Trennung viel weniger sehen zu können! Und die Kinder noch viel mehr. Obwohl das nicht so sein muss. Entscheidend ist, welche Bindungsqualität sich in den ersten Lebensjahren entwickelt hat. Sowohl zwischen Vater und Kind als auch zwischen Mutter und Kind. 

  •  

    Ute:

     

    Elena:

     

    Ja, stimmt. Man kann über dein Leben ein Buch schreiben und du hast DEIN Bestes gegeben in jedem Moment, was du konntest und wusstest. Natürlich schmerzt es, wenn man viele Todesfälle in der Familie durchmachen und alles alleine ohne Verständnis ausbaden müssen. Es ist sehr logisch dass du an deine Grenzen des positiven Denkens/ Erwartungen gebracht wurdest. Ich wünsche dir den Frieden mit sich selbst und deinen Entscheidungen zu finden. 

    Übrigens, ich kenne eine Frau, welche ohne ihr Kind mit damals Liebe ihres Lebens umgezogen ist. Das Kind wuchs beim Vater auf. Sie wurde nicht durch ihre Entscheidung glücklicher, vermisste ihr Kind und mit ihrer neuen Beziehung hat es nicht geklappt. Das konnte natürlich auch gut verlaufen. 
    Aber ich denke, dass jede Entscheidung trägt ein Verzicht in sich auf irgendetwas. 🫤

     

    Dank meiner beiden Therapien bin ich mit mir selbst und meinen Entscheidungen im Frieden. Womit ich immer wieder in Unfrieden gerate, sind die Verurteilungen durch andere. Man lernt sich kennen, tauscht sich ganz normal über übliche Themen aus, kommt auf Kinder und natürlich Väter zu sprechen und dann ist es denen zu viel. Sorry, ICH habe das alles ERLEBT und denen ist es zu viel, nur ein bisschen was zu erfahren? 

    Was passiert? Ich zeige eine ganz andere Seite von mir, locker, flockig unterhaltsam, höre anderen zu, erzähle kaum noch etwas von mir und gehe am Ende mit einem seltsamen Gefühl nach Hause. 

    Hier oute ich einiges, weil ich das alles satt habe. Die Wartezeiten bei den Therapeuten betragen tlw. 1,5 Jahre, auf Reha's 9-12 Monate, die DRV ist überflutet mit EM-Rentenanträgen, Gutachter-Termine nach 6 Monaten, es geht also richtig vielen Menschen schlecht. Da erwähne ich hier, dass ich in Therapie bin und es wird immer wieder gegen mich verwendet? Sorry, aber was stimmt bitte mit diesen Menschen nicht?

    Ok., ich lasse es jetzt besser, sonst kotze ich echt mal ab. Vielleicht ist es auch besser, zu gehen.

    Du bist authentisch, ehrlich und reflektiert, liebe Ute. 

    Nicht Du musst gehen oder was an Dir ändern, sondern sehr gerne diejenigen, die keine Ahnung und Verständnis vom Schmerz und Herausforderungen des Lebens mancher Menschen haben, sich aber das Recht herausnehmen ihren weichgespülten, oberflächlich, rationalen Stuss an Kritik und Besserwisserei von sich zu geben.

     

     

  • 05.07.24, 22:08

     

    Ute:

     

    Vielleicht ist es auch besser, zu gehen.

    Don't go, sweetie             

  • 05.07.24, 20:07

     

    Elena:

     

    Ute:

     

     

    Ja, mein Leben reicht für eine Triologie.

     

    Grundsätzlich finde ich die 50/50-Regelung super, aber es gibt so viele Faktoren, die alle Bedingungen wieder über den Haufen werfen, weil am Ende ja auch immer das liebe Geld mit dranhängt. Ich hatte eine 4 ZKB mit beiden Kindern. Mein Sohn zog mit 18 aus, ich behielt die Wohnung bei, weil es hätte ja schiefgehen können. Seine Halbwaisenrente und das Kindergeld hat er aber mitgenommen. Dann zog ich mit meiner Tochter in eine 3 ZKB und sie meinte dann kurz darauf, zu ihrem Vater gehen zu müssen, weil es bei dem bestimmt besser werden würde. Hat sogar die Schule dafür gewechselt. Er zahlte keinen Unterhalt mehr und nahm das Kindergeld zu sich. Immerhin hat er nicht noch geglaubt, mich plötzlich auf Unterhalt zu verpflichten. Für ihn war das finanziell ein Gewinn, für mich ein Desaster. Und ein 3/4 Jahr später wollte meine Tochter wieder zu mir zurück. Das habe ich ihr dann aber ausgeredet, denn sie hätte die Schule wieder wechseln müssen und wollte unbedingt das Abi schaffen. Sie blieb dann bis 18 bei ihrem Vater und zog dann mit ihrem Freund und heutigem Verlobten zusammen. Abi in der Tasche und geile Karriere - bis ihr Vater starb.

     

    Ich war wieder in meinem Beruf nachdem ich verwitwet war, aber dieser Mann wollte unbedingt noch ein eigenes Kind. Ich habe zurückgesteckt und dafür noch seinen Betrieb mit aufgebaut. Bei der Trennung habe ich davon keinen Cent gesehen. Es war okay, denn verrückterweise hatte ich immer den Gedanken im Kopf, dass ich das am Ende für meine Tochter tu, denn sie ist sein einziges Kind und wird ihn mal beerben. Dass dies schon so früh eintritt, habe ich allerdings nicht geahnt.

     

    Und dann das Thema mit der Liebe: Man fährt in Urlaub oder macht nur einen kleinen Trip in eine andere Stadt und plötzlich klickt es. Man findet das, was man zuvor schon lange nicht vor der Haustür gefunden hat. Und dann die Themen mit Freunden, Schulen, Hobbys, nicht zu vergessen auch die eigenen der Elternteile - es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

     

    Am Ende sind es aber in unserer Familie die Todesfälle, die allen zu schaffen machen. Keine Ahnung, was sich der Herr da oben dabei denkt, aber die Folge ist definitiv eine komplette Veränderung bei allen, die mich mehrfach an meine Grenzen gebracht hat. 

    Ja, stimmt. Man kann über dein Leben ein Buch schreiben und du hast DEIN Bestes gegeben in jedem Moment, was du konntest und wusstest. Natürlich schmerzt es, wenn man viele Todesfälle in der Familie durchmachen und alles alleine ohne Verständnis ausbaden müssen. Es ist sehr logisch dass du an deine Grenzen des positiven Denkens/ Erwartungen gebracht wurdest. Ich wünsche dir den Frieden mit sich selbst und deinen Entscheidungen zu finden. 

    Übrigens, ich kenne eine Frau, welche ohne ihr Kind mit damals Liebe ihres Lebens umgezogen ist. Das Kind wuchs beim Vater auf. Sie wurde nicht durch ihre Entscheidung glücklicher, vermisste ihr Kind und mit ihrer neuen Beziehung hat es nicht geklappt. Das konnte natürlich auch gut verlaufen. 
    Aber ich denke, dass jede Entscheidung trägt ein Verzicht in sich auf irgendetwas. 🫤

     

    Dank meiner beiden Therapien bin ich mit mir selbst und meinen Entscheidungen im Frieden. Womit ich immer wieder in Unfrieden gerate, sind die Verurteilungen durch andere. Man lernt sich kennen, tauscht sich ganz normal über übliche Themen aus, kommt auf Kinder und natürlich Väter zu sprechen und dann ist es denen zu viel. Sorry, ICH habe das alles ERLEBT und denen ist es zu viel, nur ein bisschen was zu erfahren? 

    Was passiert? Ich zeige eine ganz andere Seite von mir, locker, flockig unterhaltsam, höre anderen zu, erzähle kaum noch etwas von mir und gehe am Ende mit einem seltsamen Gefühl nach Hause. 

    Hier oute ich einiges, weil ich das alles satt habe. Die Wartezeiten bei den Therapeuten betragen tlw. 1,5 Jahre, auf Reha's 9-12 Monate, die DRV ist überflutet mit EM-Rentenanträgen, Gutachter-Termine nach 6 Monaten, es geht also richtig vielen Menschen schlecht. Da erwähne ich hier, dass ich in Therapie bin und es wird immer wieder gegen mich verwendet? Sorry, aber was stimmt bitte mit diesen Menschen nicht?

    Ok., ich lasse es jetzt besser, sonst kotze ich echt mal ab. Vielleicht ist es auch besser, zu gehen.

  • 05.07.24, 19:48

     

    Ute:

     

    Elena:

     

    Du hast schon einiges durchmachen müssen, Respekt. Was ich sagen wollte ist, dass wenn beide Eltern engagiert sind, sollten sie doch 50/50% ihre Aufgaben/ Verantwortung gegenüber den Kindern teilen, ggf. sich so organisieren dass sie beide in der Nähe ihrer Kinder wohnen. Andernfalls spiele der Umzug keine Rolle ausser Kinder seien etwas grösser gewesen und schon langjährige Freunde/ Interessen bekommen im Zusammenhang mit ihrem Wohnort.

     

    Ja, mein Leben reicht für eine Triologie.

     

    Grundsätzlich finde ich die 50/50-Regelung super, aber es gibt so viele Faktoren, die alle Bedingungen wieder über den Haufen werfen, weil am Ende ja auch immer das liebe Geld mit dranhängt. Ich hatte eine 4 ZKB mit beiden Kindern. Mein Sohn zog mit 18 aus, ich behielt die Wohnung bei, weil es hätte ja schiefgehen können. Seine Halbwaisenrente und das Kindergeld hat er aber mitgenommen. Dann zog ich mit meiner Tochter in eine 3 ZKB und sie meinte dann kurz darauf, zu ihrem Vater gehen zu müssen, weil es bei dem bestimmt besser werden würde. Hat sogar die Schule dafür gewechselt. Er zahlte keinen Unterhalt mehr und nahm das Kindergeld zu sich. Immerhin hat er nicht noch geglaubt, mich plötzlich auf Unterhalt zu verpflichten. Für ihn war das finanziell ein Gewinn, für mich ein Desaster. Und ein 3/4 Jahr später wollte meine Tochter wieder zu mir zurück. Das habe ich ihr dann aber ausgeredet, denn sie hätte die Schule wieder wechseln müssen und wollte unbedingt das Abi schaffen. Sie blieb dann bis 18 bei ihrem Vater und zog dann mit ihrem Freund und heutigem Verlobten zusammen. Abi in der Tasche und geile Karriere - bis ihr Vater starb.

     

    Ich war wieder in meinem Beruf nachdem ich verwitwet war, aber dieser Mann wollte unbedingt noch ein eigenes Kind. Ich habe zurückgesteckt und dafür noch seinen Betrieb mit aufgebaut. Bei der Trennung habe ich davon keinen Cent gesehen. Es war okay, denn verrückterweise hatte ich immer den Gedanken im Kopf, dass ich das am Ende für meine Tochter tu, denn sie ist sein einziges Kind und wird ihn mal beerben. Dass dies schon so früh eintritt, habe ich allerdings nicht geahnt.

     

    Und dann das Thema mit der Liebe: Man fährt in Urlaub oder macht nur einen kleinen Trip in eine andere Stadt und plötzlich klickt es. Man findet das, was man zuvor schon lange nicht vor der Haustür gefunden hat. Und dann die Themen mit Freunden, Schulen, Hobbys, nicht zu vergessen auch die eigenen der Elternteile - es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

     

    Am Ende sind es aber in unserer Familie die Todesfälle, die allen zu schaffen machen. Keine Ahnung, was sich der Herr da oben dabei denkt, aber die Folge ist definitiv eine komplette Veränderung bei allen, die mich mehrfach an meine Grenzen gebracht hat. 

    Ja, stimmt. Man kann über dein Leben ein Buch schreiben und du hast DEIN Bestes gegeben in jedem Moment, was du konntest und wusstest. Natürlich schmerzt es, wenn man viele Todesfälle in der Familie durchmachen und alles alleine ohne Verständnis ausbaden müssen. Es ist sehr logisch dass du an deine Grenzen des positiven Denkens/ Erwartungen gebracht wurdest. Ich wünsche dir den Frieden mit sich selbst und deinen Entscheidungen zu finden. 

    Übrigens, ich kenne eine Frau, welche ohne ihr Kind mit damals Liebe ihres Lebens umgezogen ist. Das Kind wuchs beim Vater auf. Sie wurde nicht durch ihre Entscheidung glücklicher, vermisste ihr Kind und mit ihrer neuen Beziehung hat es nicht geklappt. Das konnte natürlich auch gut verlaufen. 
    Aber ich denke, dass jede Entscheidung trägt ein Verzicht in sich auf irgendetwas. 🫤

  • 05.07.24, 12:44

     

    Elena:

     

    Ute:

     

     

    Man steckt nie drin und man kann auch keinen weiteren Verlauf vorhersehen. Ich habe damals auf eine neue Liebe in größerer Entfernung verzichtet, weil ich meiner Tochter den Vater und meinem Sohn den Ersatzvater erhalten wollte. Am Ende hat dieser geheiratet, sich schon bald keine Mühe mehr um meinen Sohn gegeben, so dass dieser bald abgewunken hat und meine Tochter musste von sich aus den Papa anrufen, wenn sie zu ihm wollte und dann war sie oftmals sein stolzes Vorzeigeprodukt und es gab Zoff mit seiner Frau. Ja, das klingt bitter, aber die Wahrheit ist eben oft nicht nett. Seine Ehe hielt nicht lange, sie betrog ihn, er flüchtete sich in lägere Aufenthalte nach Thailand und unterhielt dort eine Frau und fiel dann mit 55 mit einem Herzinfarkt tot um. Soll ich ihn verurteilen? Nein! Ich denke, er ist am gebrochnen Herzen gestorben. Hat halt auch seine Geschichte gehabt. Bereue ich meine Entscheidung? Nein, ich habe mein Bestes getan. meine Tochter ist auch dankbar, denn sie hatte dann doch einige jahre auch mit ihm, weil sie mit 15 zu ihm gezogen ist, als seine Frau weg war. Auch das lief alles nicht optimal, aber trotzdem war das rückblickend richtig, auch wenn es mich damals unglaublich geschmerzt hat, als sie das gemacht hat.

    Du hast schon einiges durchmachen müssen, Respekt. Was ich sagen wollte ist, dass wenn beide Eltern engagiert sind, sollten sie doch 50/50% ihre Aufgaben/ Verantwortung gegenüber den Kindern teilen, ggf. sich so organisieren dass sie beide in der Nähe ihrer Kinder wohnen. Andernfalls spiele der Umzug keine Rolle ausser Kinder seien etwas grösser gewesen und schon langjährige Freunde/ Interessen bekommen im Zusammenhang mit ihrem Wohnort.

     

    Ja, mein Leben reicht für eine Triologie.

     

    Grundsätzlich finde ich die 50/50-Regelung super, aber es gibt so viele Faktoren, die alle Bedingungen wieder über den Haufen werfen, weil am Ende ja auch immer das liebe Geld mit dranhängt. Ich hatte eine 4 ZKB mit beiden Kindern. Mein Sohn zog mit 18 aus, ich behielt die Wohnung bei, weil es hätte ja schiefgehen können. Seine Halbwaisenrente und das Kindergeld hat er aber mitgenommen. Dann zog ich mit meiner Tochter in eine 3 ZKB und sie meinte dann kurz darauf, zu ihrem Vater gehen zu müssen, weil es bei dem bestimmt besser werden würde. Hat sogar die Schule dafür gewechselt. Er zahlte keinen Unterhalt mehr und nahm das Kindergeld zu sich. Immerhin hat er nicht noch geglaubt, mich plötzlich auf Unterhalt zu verpflichten. Für ihn war das finanziell ein Gewinn, für mich ein Desaster. Und ein 3/4 Jahr später wollte meine Tochter wieder zu mir zurück. Das habe ich ihr dann aber ausgeredet, denn sie hätte die Schule wieder wechseln müssen und wollte unbedingt das Abi schaffen. Sie blieb dann bis 18 bei ihrem Vater und zog dann mit ihrem Freund und heutigem Verlobten zusammen. Abi in der Tasche und geile Karriere - bis ihr Vater starb.

     

    Ich war wieder in meinem Beruf nachdem ich verwitwet war, aber dieser Mann wollte unbedingt noch ein eigenes Kind. Ich habe zurückgesteckt und dafür noch seinen Betrieb mit aufgebaut. Bei der Trennung habe ich davon keinen Cent gesehen. Es war okay, denn verrückterweise hatte ich immer den Gedanken im Kopf, dass ich das am Ende für meine Tochter tu, denn sie ist sein einziges Kind und wird ihn mal beerben. Dass dies schon so früh eintritt, habe ich allerdings nicht geahnt.

     

    Und dann das Thema mit der Liebe: Man fährt in Urlaub oder macht nur einen kleinen Trip in eine andere Stadt und plötzlich klickt es. Man findet das, was man zuvor schon lange nicht vor der Haustür gefunden hat. Und dann die Themen mit Freunden, Schulen, Hobbys, nicht zu vergessen auch die eigenen der Elternteile - es ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

     

    Am Ende sind es aber in unserer Familie die Todesfälle, die allen zu schaffen machen. Keine Ahnung, was sich der Herr da oben dabei denkt, aber die Folge ist definitiv eine komplette Veränderung bei allen, die mich mehrfach an meine Grenzen gebracht hat. 

  • 05.07.24, 12:15

     

    Ute:

     

    Elena:

     

    Ich wäre eher für 50/50% Aufteilung. Ich kenne natürlich auch ihre ganze Geschichte nicht, aber sie ist mit den Kindern etwas weiter weg umgezogen und das fand ich einfach nicht fair gegenüber dem Vater und auch Kindern. Wie es weiter verlief, weiss ich nicht.

     

    Man steckt nie drin und man kann auch keinen weiteren Verlauf vorhersehen. Ich habe damals auf eine neue Liebe in größerer Entfernung verzichtet, weil ich meiner Tochter den Vater und meinem Sohn den Ersatzvater erhalten wollte. Am Ende hat dieser geheiratet, sich schon bald keine Mühe mehr um meinen Sohn gegeben, so dass dieser bald abgewunken hat und meine Tochter musste von sich aus den Papa anrufen, wenn sie zu ihm wollte und dann war sie oftmals sein stolzes Vorzeigeprodukt und es gab Zoff mit seiner Frau. Ja, das klingt bitter, aber die Wahrheit ist eben oft nicht nett. Seine Ehe hielt nicht lange, sie betrog ihn, er flüchtete sich in lägere Aufenthalte nach Thailand und unterhielt dort eine Frau und fiel dann mit 55 mit einem Herzinfarkt tot um. Soll ich ihn verurteilen? Nein! Ich denke, er ist am gebrochnen Herzen gestorben. Hat halt auch seine Geschichte gehabt. Bereue ich meine Entscheidung? Nein, ich habe mein Bestes getan. meine Tochter ist auch dankbar, denn sie hatte dann doch einige jahre auch mit ihm, weil sie mit 15 zu ihm gezogen ist, als seine Frau weg war. Auch das lief alles nicht optimal, aber trotzdem war das rückblickend richtig, auch wenn es mich damals unglaublich geschmerzt hat, als sie das gemacht hat.

    Du hast schon einiges durchmachen müssen, Respekt. Was ich sagen wollte ist, dass wenn beide Eltern engagiert sind, sollten sie doch 50/50% ihre Aufgaben/ Verantwortung gegenüber den Kindern teilen, ggf. sich so organisieren dass sie beide in der Nähe ihrer Kinder wohnen. Andernfalls spiele der Umzug keine Rolle ausser Kinder seien etwas grösser gewesen und schon langjährige Freunde/ Interessen bekommen im Zusammenhang mit ihrem Wohnort.

  • 05.07.24, 11:20

     

    Elena:

     

    Ute:

     

     

    Das würde heute wohl nicht mehr so entschieden werden, zumindest in D.

     

    Ich mag sie nicht verurteilen, weil ich nicht in ihren Schuhen gelaufen bin. Es wirkt aber so, als fühlte sie sich nur stark genug, die Mutterrolle zu übernehmen, wenn ein Mann an ihrer Seite ist. Und das hat die Natur ja im Grunde so vorgesehen.

    Ich wäre eher für 50/50% Aufteilung. Ich kenne natürlich auch ihre ganze Geschichte nicht, aber sie ist mit den Kindern etwas weiter weg umgezogen und das fand ich einfach nicht fair gegenüber dem Vater und auch Kindern. Wie es weiter verlief, weiss ich nicht.

     

    Man steckt nie drin und man kann auch keinen weiteren Verlauf vorhersehen. Ich habe damals auf eine neue Liebe in größerer Entfernung verzichtet, weil ich meiner Tochter den Vater und meinem Sohn den Ersatzvater erhalten wollte. Am Ende hat dieser geheiratet, sich schon bald keine Mühe mehr um meinen Sohn gegeben, so dass dieser bald abgewunken hat und meine Tochter musste von sich aus den Papa anrufen, wenn sie zu ihm wollte und dann war sie oftmals sein stolzes Vorzeigeprodukt und es gab Zoff mit seiner Frau. Ja, das klingt bitter, aber die Wahrheit ist eben oft nicht nett. Seine Ehe hielt nicht lange, sie betrog ihn, er flüchtete sich in lägere Aufenthalte nach Thailand und unterhielt dort eine Frau und fiel dann mit 55 mit einem Herzinfarkt tot um. Soll ich ihn verurteilen? Nein! Ich denke, er ist am gebrochnen Herzen gestorben. Hat halt auch seine Geschichte gehabt. Bereue ich meine Entscheidung? Nein, ich habe mein Bestes getan. meine Tochter ist auch dankbar, denn sie hatte dann doch einige jahre auch mit ihm, weil sie mit 15 zu ihm gezogen ist, als seine Frau weg war. Auch das lief alles nicht optimal, aber trotzdem war das rückblickend richtig, auch wenn es mich damals unglaublich geschmerzt hat, als sie das gemacht hat.

  • 05.07.24, 11:06

     

    Ute:

     

    Elena:

    Ute hat vor kurzem den bewegenden Beitrag von Chantal zitiert und mir ist eine Geschichte in den Sinn gekommen, welche ich vor 10 Jahren erlebt habe.

    Eine Tanzkollegin von mir, „Hobby-Mama“, das heisst sie arbeitete Vollzeit und die Kinder wuchsen bei ihrem Vater die ersten 5-8 Jahre (als sie klein waren) auf, fand die neue Liebe und hatte vor wieder zu heiraten. Sie hatte auch ihre Kinder dann wieder zu sich zurückgeholt. Der Vater hat im Gerichtsverfahren verloren, obwohl er all die Jahre um die Kinder verantwortungsvoll gekümmert hat. Was denkt ihr darüber? Bei mir hat es zwiespältige Gefühle ausgelöst. 

     

    Das würde heute wohl nicht mehr so entschieden werden, zumindest in D.

     

    Ich mag sie nicht verurteilen, weil ich nicht in ihren Schuhen gelaufen bin. Es wirkt aber so, als fühlte sie sich nur stark genug, die Mutterrolle zu übernehmen, wenn ein Mann an ihrer Seite ist. Und das hat die Natur ja im Grunde so vorgesehen.

    Ich wäre eher für 50/50% Aufteilung. Ich kenne natürlich auch ihre ganze Geschichte nicht, aber sie ist mit den Kindern etwas weiter weg umgezogen und das fand ich einfach nicht fair gegenüber dem Vater und auch Kindern. Wie es weiter verlief, weiss ich nicht.

  • 05.07.24, 11:03 - Zuletzt bearbeitet 05.07.24, 11:03.

     

    Elena:

    Was denkt ihr darüber? Bei mir hat es zwiespältige Gefühle ausgelöst. 

    Wenn das ein Mann so machen würde, würde er in der Luft zerrissen werden?

     

    Der Weg zur beidseitigen Gleichberechtigung ist noch ein langer.

  • 05.07.24, 10:27

     

    Elena:

    Ute hat vor kurzem den bewegenden Beitrag von Chantal zitiert und mir ist eine Geschichte in den Sinn gekommen, welche ich vor 10 Jahren erlebt habe.

    Eine Tanzkollegin von mir, „Hobby-Mama“, das heisst sie arbeitete Vollzeit und die Kinder wuchsen bei ihrem Vater die ersten 5-8 Jahre (als sie klein waren) auf, fand die neue Liebe und hatte vor wieder zu heiraten. Sie hatte auch ihre Kinder dann wieder zu sich zurückgeholt. Der Vater hat im Gerichtsverfahren verloren, obwohl er all die Jahre um die Kinder verantwortungsvoll gekümmert hat. Was denkt ihr darüber? Bei mir hat es zwiespältige Gefühle ausgelöst. 

     

    Das würde heute wohl nicht mehr so entschieden werden, zumindest in D.

     

    Ich mag sie nicht verurteilen, weil ich nicht in ihren Schuhen gelaufen bin. Es wirkt aber so, als fühlte sie sich nur stark genug, die Mutterrolle zu übernehmen, wenn ein Mann an ihrer Seite ist. Und das hat die Natur ja im Grunde so vorgesehen.

  • 05.07.24, 10:02 - Zuletzt bearbeitet 05.07.24, 10:13.

    Ute hat vor kurzem den bewegenden Beitrag von Chantal zitiert und mir ist eine Geschichte in den Sinn gekommen, welche ich vor 10 Jahren erlebt habe.

    Eine Tanzkollegin von mir, „Hobby-Mama“, das heisst sie arbeitete Vollzeit und die Kinder wuchsen bei ihrem Vater die ersten 5-8 Jahre (als sie klein waren) auf, fand die neue Liebe und hatte vor wieder zu heiraten. Sie hatte auch ihre Kinder dann wieder zu sich zurückgeholt. Der Vater hat im Gerichtsverfahren verloren, obwohl er all die Jahre um die Kinder verantwortungsvoll gekümmert hat. Was denkt ihr darüber? Bei mir hat es zwiespältige Gefühle ausgelöst. 

  • 25.06.24, 18:35

     

    Chantal:

    Hallöchen, 

    🙈🙉 mein lieblingshassthema.. habe da eine extremere Einstellung zu weil es mich auch massiv triggert. Wollt erst gar nicht schreiben, um mich nicht wieder darüber aufzuregen aber kann nicht anders 🤣😅

    Normal müsste es dazu mal so n richtigen Aufstand geben, aber so 🙊arme "Schweine" wie ein Großteil der Alleinerziehenden haben für sowas weder Kopf noch Kraft.

    Habe den Eindruck, es scheint Systematik dahinter, Alleinerziehende mit derartiger Dauerüberlastung und der lächerlichen Schlichtheit von (beinahe keiner) Konsequenzen für den anderen Elternteil (welcher äußerst häufig nur Hobbykinder hat) sowie der Regelung zum Mindestumgang. In meinen Augen hat grundsätzlich eine 50/50 Vereinbarung getroffen zu werden und sollte maximal in Ausnahmefällen anders verlaufen. Elternteile die kein "Interesse" an ihren Kindern haben gehören weggesperrt, bis freiwilliges/Gewissenhaftes Interesse besteht.  

    Elternteile die angeblich psychisch zu erkrankt seien gehören stationär bis zur Genesung. Hab da eine äußerst, mehr als bloß angespannte Einstellung zu. 

     

    Ich war immer sehr gerne Mutter und liebe meine Kinder über alles. Unter den Bedingungen die wir seit der Trennung durchleben würde ich allerdings niemandem mehr raten freiwillig Kinder in diese Welt zu setzen. Allein aus Schutz für die Kinder und für sich selbst. Ohne zuverlässigen Backround ist man doch schlichtweg verloren.

     

    Eine Beziehung aufzubauen ist absolut undenkbar. Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal allein vor die Türe komme. Man ackert regelrecht rund um die Uhr und wird noch von allen Ecken am Pranger gestellt während der andere Elternteil deine Freizeit mitlebt, (wenn denn überhäupt) alle 10 Tage mal n paar Stunden den Spielplatzjango spielt und noch der gefeierte Held ist. Meistens sogar noch zu zweit, da der Hobbypapa/mama ja meistens auch in einer neuen Beziehung ist. Kenne kaum Alleinerziehende in einer neuen Partnerschaft aber die ex Partner derer, kurioserweise fast durchweg alle in neuen Partnerschaften und laufend im Urlaub.

    Die haben ja auch ganz viel Langeweile und endlos Zeit auch nach Feierabend. 

    Die Herrschaften werden dann wahrhaftig auch noch gelobt, dass die sich überhaupt kümmern bzw genießen zumeist ja auch nur die Benefits mit den Kindern. 

    Grätschen einem in Top noch in die Erziehung womit man sich ab montags auch noch mühselig befassen muss. Fängt zumeist schon mit der Schlafenszeit, um pünktlich morgens raus zu kommen an.

     

    Wenn man sich dann noch entsprechende Bemerkungen erlaubt, geschweige denn mehr Einsatz fordert ist man auch noch der Bösewicht.

    Am Besten gibt man zur Geburt direkt alle Rechte auf ein selbstbestimmtes, eigenes Leben ab inklusive seines Arbeitsplatzes, Vermögens usw. trägt sein eigenes Kreuz, nickt und lächelt dabei aber stets.

     

    Alleinerziehende und die dazugehörigen Kids werden künstlich krank gemacht. Burnout um. , verhaltensauffälligkeiten bei Kinder evtl. mit langfristig geprägter Folgen usw. ist doch der Jackpot.

    Da sind dann reichlich Jobs womit sich Geld verdienen lässt safe. Heute muss ja auch fast jedes Kind (Jungs vorliebsweise) welche ab drei Jahren nicht lesen und schreiben können in Therapie. (Natürlich sarkastisch übertrieben aber im Prinzip nichtmals maßlos)

    Hobby Papi/Mami wird als Unterstützung für das Resultat dann noch gefeiert und wiegt sich in entspannter Unschuld.

     

    Frauen die an solchen massiven, anhaltenden Überlastungen meilenweit über sich hinauswachsen mussten/müssen finden keinen Partner mehr. 

    Die holen sich iwann einen Hund/Katze/Co wenn die Kinder groß sind. 

     

    Bei aller Liebe, aber wo möchte man denn noch jmd. auf Augenhöhe kennenlernen, wenn die Person nicht selbiges/ähnliches durchgestanden hat?!?!?! Man ist ja froh wenn man dann Ruhe hat und holt sich nicht n Erwachsenes Kind in die Bude und spielt den Erklärbar.  

    Jammern einem bestenfalls noch die Ohren voll weil se 8-10 Stunden arbeiten waren und am Wochenende machst den Kameltreiber weil se zu kaputt von ihrer 40 Stunden Woche sind?!?!

     

    Da fehlt meistens auch jegliches Verständnis, ganz im Gegenteil... da wird die Leistung oft sogar noch in Frage gestellt. Schließlich war man ja lange zuhause bzw arbeitet evtl nur in Teilzeit usw🤣🤣🤣🤣 

     

    Für mich aktuell unvorstellbar diesbezüglich Erfolgsaussichten für etwas langfristiges und ernsthaftes zu haben. Vielleicht geschehen ja aber noch Zeichen und Wunder.

     

    Habe selbst zwei kleine Kinder, eines davon mit anstrengenden Einschränkungen. Kein Backround. Nichtmals Freundschaften kann ich längerfristig und tiefsinnig aufbauen. An einem Partner ist demnach gar nicht zu denken auch wenn man es sich selbstverständlich anders Wünschen würde 🤷‍♀️ 

    Defektes System, traurige Kindheiten und in meinen Augen systemische Zerstörung von Existenzen sowie der Gesundheit von Alleinerziehenden Eltern plus die emotionale Gesundheit  der Kinder. Ein Fall, ähnlich dem meinen ist ja heutzutage auch absolut kein Einzelfall 🤢

    Das ist leider die bittere Realität. Machen wir weiterhin täglich irgendwie das Beste draus💪🍀

    WOW‼️

    Besser kann man das Leben einer Alleinerzieherin und -verdienerin nicht beschreiben. 

    Diese deine Zeilen haben mich sehr berührt!

    Diese Zeilen können nur Menschen nachvollziehen, die Ähnliches gerade erleben oder durchlebt haben und... es prägt sehr.

    Ein Leben lang!

    In den seltensten Fällen betrifft dies auch Männer, doch ziemlich sicher 90% der Frauen. Man wächst in dieser Zeit über sich hinaus - nicht weil man es kann - sondern weil man muss! 

    Alleinerziehen bedeutet:

    Verantwortung über ein junges Menschenleben und "der Versuch" alles richtig zu machen. 

    Wird nie gelingen - weil Mütter/Väter auch nur Menschen sind. 

    Und - Verzicht in allen Dingen!

    Eigene Bedürfnisse können nicht gelebt werden. 

    In der Hoffnung irgendwann im Leben, für das was man getan hat Wertschätzung zu erhalten.

    Man gibt unendlich viel Liebe... 

    Die schwierigste Aufgabe im Leben von Eltern ist aus einem Kind einen vernünftigen Menschen werden zu lassen.  

    Ich wünsche allen Alleinerziehenden viel Kraft bei dieser Aufgabe. 

  •  

    PinkFloyd1171:

     

    Anastasia:

     

    Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass wenn diese Frau wirklich vollkommen Dein Herz berührt hätte, Du gar nicht anders könntest, als Dich auf egal wieviele schöne Jahre einzulassen. (Besser man hat 5 oder 10 schöne, bewusste gemeinsame Jahre als gar keine. Auch Du könntest morgen schwerkrank werden....Aber das weisst Du alles selber!)."

     

    Auch Kopfmenschen haben ein Herz - das ist zwar etwas besser weggesperrt und wird besser und misstrauischer bewacht, aber wenn es dann mal ganz laut schlägt, dann ist auch Dein Kopf im Ruhemodus. 

    Du hast Recht, bei einem Kopfmenschen dauert es länger, ehe das Herz das Ruder übernehmen kann, aber es ist nicht ausgeschlossen. 

    Die Frau hatte bislang nicht die Gelegenheit, mein Herz vollumfänglich zu berühren, weil es aufgrund von teilweise unvorhersehbaren Umständen noch gar nicht dazu gekommen ist, dass man sich real gegenüber gestanden ist. 

    Und die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich nicht lieber jetzt die Reißleine ziehen soll, bevor evtl genau das eintritt. Im Grunde genommen habe ich vor der Zukunft zu viel Angst, auch wenn ich nicht weiß, was diese bringen wird. 

     

    ...Ich verstehe...

     

    Es gäbe einen 4 Punkte Entscheidungsplan, der ev. gerade bei Kopfmenschen gut ankommt, und den ich Dir hier reinkopiere:

     

    Schritt 1: Klarheit! Blicke deiner Angst direkt ins Auge

    Egal, um was es geht – grundsätzlich gilt immer: bevor du loslegen kannst, musst du erst einmal wissen, mit was du es zu tun hast. Oder mit wem.

    Genauso ist es auch mit deinen Zukunftsängsten. Beantworte für dich selbst also zu Beginn die folgende Frage:

    Wofür fürchte ich mich eigentlich GANZ KONKRET?

     

    Schritt 2: Rationale Analyse! Was spricht dafür & was kannst du tun?

    Nachdem du nun deine Ängste klar formuliert vor dir hast, ist der nächste Schritt, ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

    Wie realistisch und wahrscheinlich ist es, dass das genauso eintritt?

    Gibt es einen konkreten Anlass, der dich in dieser Annahme stärkt?

    Versuche hier wirklich ganz rational an die Sache heranzugehen...neugierig, gleichzeitig aber nüchtern und sachlich Argumente und Gegenargumente suchend.

     

    Schritt 3: Lösungsorientierung & Umsetzung! Werde in der Gegenwart aktiv!

    Um dich von dem lähmenden und einengenden Wesen der Angst zu befreien, ist es essentiell, dass du mit deiner Aufmerksamkeit wieder in die Gegenwart kommst.

    Denn deine Zukunft ist so, wie du sie dir vielleicht gerade jetzt (negativ) ausmalst, nicht in Stein gemeißelt. Du kannst hier und heute in der Regel eine Menge dafür tun, dass dein Worst-Case Szenario nicht eintritt.

    Und angenommen, es würde doch so eintreten, dann hilfst du dir ungemein, wenn du dir Denk- und Verhaltensweisen überlegst, die dir einen bestmöglichen Umgang damit ermöglichen.

    Wichtig ist, dass du nicht Däumchen drehend abwartest, sondern aktiv wirst.

     

    Auch in existentiellen Fällen (schwere Krankheiten, Todes- oder Existenzängste) hast du deine Zukunft dahingehend in der Hand, dass du versuchen kannst, es so erträglich, so „angenehm“ wie möglich zu machen.

    Frage dich, was du tun kannst, um die Situation (die Schmerzen, die Hilflosigkeit) besser auszuhalten.

    Wie kannst du dich möglichst gut um dich selbst kümmern, dich selbst stärken, Entspannung finden?

     

    Schritt 4: Ausdauer & Rahmenbedingungen! Bleib dran!

    Verantwortung für dein Leben und deine Zukunft zu übernehmen ist keine einmalige Aktion. Vielmehr geht es darum, dran zu bleiben und deine Gedanken und dein Verhalten immer wieder in die richtige Richtung zu lenken.

    Es kann sich alles so rasend schnell ändern, dass du, willst du deine Zukunft selber gestalten, vor allem eines sein solltest: flexibel!!

     Dich immer wieder auf die Gegenwart zu beziehen, deinen Kompass neu auszurichten...

     

    Vielleicht geht es darum, etwas voranzubringen. Vielleicht geht es aber auch darum, bestimmte Dinge, die eingetreten sind, zu akzeptieren. Denn wenn du dich mit deinen Ängsten wirklich auseinandergesetzt hast (Schritt 1-3), kannst du dir guten Gewissens sagen: ich habe alles getan, was in meiner Macht stand.

    Und dann ist es unheimlich wichtig, dass du dir selbst Zuspruch, Mitgefühl und Verständnis entgegenbringst. Und dich nicht abwertest, sondern so für dich da bist, wie du es für deine beste Freundin gewesen wärst, wenn das Leben ihr mit voller Faust ins Gesicht geschlagen hat.


     

    Ich selber halte mich gerne vor allem an folgende Zeilen:

     

    Lass Zukunftsängste und Katastrophengedanken nicht dein ganzes Leben und deine Gegenwart bestimmen!

    Wähle ganz bewusst, wieviel Platz du deinen schwarzbemalten Zukunftsszenarien einräumen willst!!

     

    Auch wenn es Zeiten gibt, in denen es uns so vorkommt... Das Leben ist nicht nur schrecklich, sondern auch wunderbar!!

    Die Geheimwaffe, um sich daran zu erinnern: Die Dankbarkeit!

     

    In dem Moment, in dem du dich auf das fokussierst und konzentrierst, wofür du dankbar bist, realisierst du, wie viel du bereits in deinem Leben hast und geschafft hast - trotz Ängste!!
     

  •  

    Anastasia:

     

    PinkFloyd1171:

     

    Hallo Anastasia, 

    Du hast in Deinem Leben vieles durchmachen und manche sehr schwierige Entscheidung treffen müssen. Das tut mir sehr leid. 

    Mir ist bewusst, dass mein Leben eine Art Ponyhof ist trotz der Scheidung und trotz des Singledaseins.

    Und Du hast Recht, dass es für nichts und niemanden eine Garantie gibt. 

    Ich würde mich selbst allerdings schon als einen sehr reflektieren Menschen einschätzen. Ich weiß, was ich kann und auch, was ich nicht kann. 

    Ich bin jedoch ein Kopfmensch, der nicht in der Lage ist, diesen auszuschalten. 

    Ich übernehme viel Verantwortung für mich, aber auch für meine Kinder und würde alles für sie tun. Auch ich musste mein Leben nach der Trennung neu organisieren und strukturieren. So blöd es sich auch vielleicht jetzt anhören mag, hat mir Corona dabei geholfen, denn dadurch wurde die Möglichkeit des HomeOffice in dem Firmen gesellschaftsfähig, was mir ermöglicht hat, Job und Kinder und alles drum herum in ruhige Bahnen zu lenken. 

    Ich würde auch von mir behaupten, dass ich bereit wäre für eine neue Frau in meinem Leben. 

    Allerdings nicht um jeden Preis. Und wenn dann noch schon im Vorfeld eine sehr schwere Erkrankung vorhanden ist, bei der man weiß, dass das Leben in ein paar Jahren komplett anders aussehen wird, muss man sich gut überlegen, ob man aus den freundschaftlichen Gefühlen mehr zulässt. Denn auch meine Kapazitäten sind begrenzt und gelegentlich stoße ich an meine Grenzen. 

    Es mag sein, dass man durch die eigene Einstellung auch nur das anzieht, was man selbst vermittelt. 

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft. Und wie Du schon selbst sagst, auch wenn sie Wahrscheinlichkeit vielleicht nicht sehr hoch ist, einen Partner zu finden, so weiß man nie, was das Leben noch für einen bereithält 

    Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass wenn diese Frau wirklich vollkommen Dein Herz berührt hätte, Du gar nicht anders könntest, als Dich auf egal wieviele schöne Jahre einzulassen. (Besser man hat 5 oder 10 schöne, bewusste gemeinsame Jahre als gar keine. Auch Du könntest morgen schwerkrank werden....Aber das weisst Du alles selber!)."

     

    Auch Kopfmenschen haben ein Herz - das ist zwar etwas besser weggesperrt und wird besser und misstrauischer bewacht, aber wenn es dann mal ganz laut schlägt, dann ist auch Dein Kopf im Ruhemodus. 

    Du hast Recht, bei einem Kopfmenschen dauert es länger, ehe das Herz das Ruder übernehmen kann, aber es ist nicht ausgeschlossen. 

    Die Frau hatte bislang nicht die Gelegenheit, mein Herz vollumfänglich zu berühren, weil es aufgrund von teilweise unvorhersehbaren Umständen noch gar nicht dazu gekommen ist, dass man sich real gegenüber gestanden ist. 

    Und die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich nicht lieber jetzt die Reißleine ziehen soll, bevor evtl genau das eintritt. Im Grunde genommen habe ich vor der Zukunft zu viel Angst, auch wenn ich nicht weiß, was diese bringen wird. 

     

  • 23.06.24, 12:29
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ute wieder gelöscht.
  • 23.06.24, 12:04
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  • 23.06.24, 11:36

     

    Francis:

    Liebe Ute,

    ich bin da voll bei dir,

    auch mir hat der Gedanke an Wiedergeburt geholfen und auch ich habe den festen Glauben daran das es irgendetwas gibt- anders hätte ich das auch nicht geschafft nach meinem Verlust.

    Ute:

    Mit 25 ist mir mein Mann begegnet, liebe auf den ersten Blick. Er hat mir schon nach wenigen Tagen gesagt, dass er schonmal an einem Astrozytom operiert worden ist, aber jetzt sei er gesund! Er sah aus wie das blühende Leben! Damals galt man nach 5 Jahren ohne Befund als gesund. Im Bericht stand "75 % Rezidiv-Gefahr". 

     

    Mein Vater ist damals ein ganzes WE zu mir gekommen und hat mir mögliche Konsequenzen aufgezeigt, er wollte nur das Beste für seine Tochter!

     

    Ich habe nach nur wenigen Monaten geheiratet. Nur ein paar Monate später war ich gewünscht schwanger. Kurz darauf begannen bei meinem Mann Beschwerden. 6 Jahre später war ich Witwe.

     

    Dieser Verlauf hat den weiteren Verlauf meines Lebens komplett bestimmt und rückwirkend denke ich immer mal, dass ich wohl besser auf meinen Vater gehört hätte. Aber was für das Eine schlimm ist, ist eben auch gleichzeitig für etwas anderes sehr gut! Insofern war es dann doch richtig, dass ich meinem Herzen gefolgt bin!

     

    Man kann solche Entscheidungen nicht vom Kopf her treffen! Ich hätte auch nach 2 Jahren Ehe vom Bus überfahren werden können oder sonstwas. 

     

    Das Leben ist eine Erfahrungs-Reise und ich halte es zumindest für möglich, - sorry, jetzt wird's esoterisch - dass unsere unsterbliche Seele schon vorgeburtlich für dieses Leben bestimmte Erfahrungen selbst gewählt hat und wir dafür den entsprechenden Körper und die Lebenumstände bekommen. Ich halte mehrere Leben für möglich und denke, dass dann im nächsten Leben etwas anderes dran ist. Muss sich aber niemand anschließen :) Mir hat diese Denkweise geholfen, meinen Weg anzunehmen.

     

     

    Liebe Francis,
    ohne "Strohhalm" kommt wohl kaum jemand durch's Leben. Atheisten habe ich oft als sehr hart erlebt und am Ende sind sie zerbrochen.

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