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  • GEmeinsam weise werden

    Diskussion · 796 Beiträge · 8 Gefällt mir · 6.365 Aufrufe
    Elena aus Basel
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    Bleibt respektvoll zu einander. 
    Alle leidenschaftlichen Redner und Denker sind herzlich willkommen! 🤗
     

    07.07.23, 15:10 - Zuletzt bearbeitet 07.07.23, 16:01.

Beiträge

  • 07.04.24, 10:17

     

    Biene:

    Welche Leitsätze z. Bsp.?

    "Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst."

    "Anhaften ist der Urgrund allen Leidens."

  • 07.04.24, 10:16

     

    Biene:

    Resilienz ist doch nicht angeboren.

    Wikipedia, was besseres kann ich nicht:

    "Die Ergebnisse von drei Zwillingsstudien von 2008, 2012 und 2014 deuten darauf hin, dass Resilienz-Eigenschaften zu 31–52 % genetisch bedingt sein können.[45] Bei männlichen Personen ist die Erblichkeit höher als bei weiblichen."

  • 07.04.24, 10:15

    Welche Leitsätze z. Bsp.?

  • 07.04.24, 10:13

     

    Elena:

     

    Es ist schon verrückt, wie schnell (nur in ein paar Jahrzehnten) sich die Wissenschaft/ Denken und Handeln verändert hat. 

    Und was wird erst ein ein paar weiteren Jahrzehnten sein?

     

    Deswegen halte ich viel von den alten Weisheitslehrern: Jesus und Buddha, z.B.  Einige wenige Leitsätze, die noch nicht als falsch widerlegt worden sind. In der Wissenschaft würde man das als ausgezeichnete Theorie bezeichnen ;-) .

  • 07.04.24, 09:59

    Resilienz ist doch nicht angeboren.

  • 07.04.24, 09:56

     

    Elena:

     

    Ute:

    Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt. Okay, ich hätte "dass man sich .." schreiben müssen.

     

    „Darunter versteht die Psychologie die Fähigkeit, mit extremen Belastungen fertig zu werden, ohne seelisch zu erkranken.“

     

    Ansonsten sehe ich da keinen signifikanten Unterschied. 

     

    Wenn es dir so genau auf Formulierungen ankommt, ist mir das zu anstrengend :)

     

    Video schaue ich mir mal an.

     

    Mir ging es um deine Aussage hier:

    Bei Traumata darf man die Dissoziation nicht außer Acht lassen. Nicht wenige Menschen überstehen wirklich dramatische Dinge und gestalten danach ihr Leben, als wäre nichts passiert. Dies als Resilienz zu verbuchen, kommt mir falsch vor, aber ich weiß nicht, was die Fachwelt dazu sagt.

    In dem Video, was ich geschaut habe, wird Resilienz mit Traumata in Verbindung gebracht. Was falsch oder richtig ist, weiss ich nicht. Du hast gesagt dass du es falsch siehst. Dieses Beispiel zeigt nur, wie unterschiedlich die Begriffe verstanden und erklärt werden. 

     

    Bei Traumata gibt es auch unterschiedliche Varianten. Das Mono-Trauma, das Entwicklungs-Trauma und die Katastrophen-Trauma, für die kenne ich keinen Begriff. Letztere hatte ich gedanklich vor Augen. Ich kenne einen Flüchtling aus dem Irak-Krieg sehr gut (seit 20 Jahren) und der hat bewundernswert gut funktioniert und sich in Deutschland integriert. Erst jetzt beginnt er vorsichtig mit der Aufarbeitung. Ich weiß nicht, wo ich da Resilienz verorten soll, die ja angeblich schon angeboren ist. Er hat ewig funktioniert und bricht jetzt zusammen. Wäre er also wirklich resilient, hätte er das längst weggesteckt. Aber nein, es verfolgt ihn jetzt plötzlich im Traum.

    Aber ja, grundsätzlich wird es wohl so verstanden, dass ein resilienter Mensch nicht traumatisiert wird, werden kann. Wo ist die Grenze?

    Wenn wir nun den Begriff Resilinz durch Stabilität ersetzen würden, wäre doch jedem klar, dass Stabilität kein statischer Wert im Leben eines Menschen ist, oder?

    Deswegen habe ich es nicht so mit diesen Fachbegriffen. Ich nehme Menschen wahr und versuche, sie dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Das ist online natürlich schwierig.

  • 07.04.24, 00:34

    "Alles, auch jeder Mensch, hat nur so viel Macht, wie du ihm gibst"  OSHO

  • 06.04.24, 22:53

     

    Ute:

    Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt. Okay, ich hätte "dass man sich .." schreiben müssen.

     

    „Darunter versteht die Psychologie die Fähigkeit, mit extremen Belastungen fertig zu werden, ohne seelisch zu erkranken.“

     

    Ansonsten sehe ich da keinen signifikanten Unterschied. 

     

    Wenn es dir so genau auf Formulierungen ankommt, ist mir das zu anstrengend :)

     

    Video schaue ich mir mal an.

     

    Mir ging es um deine Aussage hier:

    Bei Traumata darf man die Dissoziation nicht außer Acht lassen. Nicht wenige Menschen überstehen wirklich dramatische Dinge und gestalten danach ihr Leben, als wäre nichts passiert. Dies als Resilienz zu verbuchen, kommt mir falsch vor, aber ich weiß nicht, was die Fachwelt dazu sagt.

    In dem Video, was ich geschaut habe, wird Resilienz mit Traumata in Verbindung gebracht. Was falsch oder richtig ist, weiss ich nicht. Du hast gesagt dass du es falsch siehst. Dieses Beispiel zeigt nur, wie unterschiedlich die Begriffe verstanden und erklärt werden. 

  • 06.04.24, 22:38

    Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt. Okay, ich hätte "dass man sich .." schreiben müssen.

     

    „Darunter versteht die Psychologie die Fähigkeit, mit extremen Belastungen fertig zu werden, ohne seelisch zu erkranken.“

     

    Ansonsten sehe ich da keinen signifikanten Unterschied. 

     

    Wenn es dir so genau auf Formulierungen ankommt, ist mir das zu anstrengend :)

     

    Video schaue ich mir mal an.

     

  • 06.04.24, 22:11

     

    Ute:

     

    Elena:

    Er sagt, dass wir bisher geglaubt haben, was überhaupt nicht stimmt, ist das Hirn, wenn man älter wird anfängt zu degenerieren, bekommt Ablagerungen und Löcher und dass man dann am Ende die Demenz kriegt. Vielleicht hat seine Generation daran geglaubt? Ich persönlich in meinem Umfeld habe noch nie so etwas gehört. 

     

    Ich bin auch noch mit solchen Aussagen aufgewachsen: "Wenn man alt wird, wird man vergesslich!" 

     

    Meine Oma und mein Vater waren bis zum letzten Atemzug absolut fit im Kopf. Bei meiner Mutter war es so, dass ich ihr "Teilzeit-Demenz" unterstellt habe. Vergesslich war sie immer dann, wenn es um für sie unangenehme Themen ging, bei denen sie hätte Verantwortung übernehmen müssen. Statt dann das narzisstische "Das war aber ganz anders!" zu bemühen, hat sie sich auf "Da kann ich mich nicht mehr so genau erinnern!" gerettet. Heute kann ich darüber schmunzeln.

     

    Nun werde ich selbst bald 62 und auch ich merke einen Verlust an Leistungsfähigkeit. Merke ich bei Duolingo. Dieser ist aber ganz stark an mein Interesse gekoppelt. Und genau da greifen Hüther's Aussagen wieder voll: Was man mag, wofür man sich interessiert, da ist das Gehirn flexibel und ausbaufähig. Für mich persönlich muss es immer auch noch sinnvoll sein.

     

    Nun habe ich aber aus dem Bereich der Kriminalistik mitgenommen, dass Zeugen-Aussagen oft nur zum Teil zu gebrauchen sind, weil sich die Leute eben falsch erinnern. Unser Gehirn blendet aus und dichtet dazu, ohne dass wir das bewusst veranlassen.

     

     

     

    Ich verbinde die Resilienz mit Fähigkeit schwierige Lebenssituationen schneller und mit weniger „Verlusten“  zu überstehen, diese Schwierigkeiten zu tolerieren=dulden. Wahrscheinlich denke ich mehr an traumatische Erlebnisse und Menschen mit dicker Haut, welche als tolerant gegenüber den anderen schwer vorzustellen sind? Sehe Toleranz eher etwas zuzulassen statt eine Abgrenzung? 
     

     

    Bei Traumata darf man die Dissoziation nicht außer Acht lassen. Nicht wenige Menschen überstehen wirklich dramatische Dinge und gestalten danach ihr Leben, als wäre nichts passiert. Dies als Resilienz zu verbuchen, kommt mir falsch vor, aber ich weiß nicht, was die Fachwelt dazu sagt.

     

    Sehe Toleranz eher etwas zuzulassen statt eine Abgrenzung? 

     

    Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man etwas zulassen kann, weil man innerlich abgegrenzt/nicht verstrickt ist?

     

    Es ist schon verrückt, wie schnell (nur in ein paar Jahrzehnten) sich die Wissenschaft/ Denken und Handeln verändert hat. Die Hirnleistung kann auch durch Depressionen beeinflusst werden und sich z. B. durch Pseudodemenz äussern. Da muss man nicht unbedingt älter sein.

    Ja, tatsächlich unsere Wahrnehmung des Geschehens wird durch unser Gehirn stark „verzerrt„ 

    Dass das Traumata und Resilienz in meinem Kopf einhergehen, ist diesem Video zu verdanken… https://www.arte.tv/de/videos/096292-000-A/psycho/

     

    „Darunter versteht die Psychologie die Fähigkeit, mit extremen Belastungen fertig zu werden, ohne seelisch zu erkranken.“

  • 06.04.24, 21:41

     

    Franz:

    Demenz ist ein wichtiges Symptom verschiedener Krankheiten.

     

    Nirgend steht geschrieben, dass sie jeder Mensch zwingend bekommen muss und tun sie auch nicht. Etliche Menschen sind bis ins hohe Alter geistig sehr fit. Wie Du sagst, Ute, wenn eine Leidenschaft da ist, hat das Gehirn was zu tun. Aber eine entsprechende Krankheit ist natürlich stärker, da hilft dann auf Dauer auch keine Leidenschaft.

    Stimme ich Dir voll zu. Trotz geistiger  Fitness  holt einem der Koerper mit seinen zunehmenden Gebresten im Alter ein. Leider trifft es oft auch junge.

  • 06.04.24, 16:25

    Demenz ist ein wichtiges Symptom verschiedener Krankheiten.

     

    Nirgend steht geschrieben, dass sie jeder Mensch zwingend bekommen muss und tun sie auch nicht. Etliche Menschen sind bis ins hohe Alter geistig sehr fit. Wie Du sagst, Ute, wenn eine Leidenschaft da ist, hat das Gehirn was zu tun. Aber eine entsprechende Krankheit ist natürlich stärker, da hilft dann auf Dauer auch keine Leidenschaft.

  • 06.04.24, 15:02

     

    Elena:

    Ute:

    Kannst du bitte nochmal genau reinhören, was er sagt? 
     

    Er sagt, dass wir bisher geglaubt haben, was überhaupt nicht stimmt, ist das Hirn, wenn man älter wird anfängt zu degenerieren, bekommt Ablagerungen und Löcher und dass man dann am Ende die Demenz kriegt. Vielleicht hat seine Generation daran geglaubt? Ich persönlich in meinem Umfeld habe noch nie so etwas gehört. 

     

    Ich bin auch noch mit solchen Aussagen aufgewachsen: "Wenn man alt wird, wird man vergesslich!" 

     

    Meine Oma und mein Vater waren bis zum letzten Atemzug absolut fit im Kopf. Bei meiner Mutter war es so, dass ich ihr "Teilzeit-Demenz" unterstellt habe. Vergesslich war sie immer dann, wenn es um für sie unangenehme Themen ging, bei denen sie hätte Verantwortung übernehmen müssen. Statt dann das narzisstische "Das war aber ganz anders!" zu bemühen, hat sie sich auf "Da kann ich mich nicht mehr so genau erinnern!" gerettet. Heute kann ich darüber schmunzeln.

     

    Nun werde ich selbst bald 62 und auch ich merke einen Verlust an Leistungsfähigkeit. Merke ich bei Duolingo. Dieser ist aber ganz stark an mein Interesse gekoppelt. Und genau da greifen Hüther's Aussagen wieder voll: Was man mag, wofür man sich interessiert, da ist das Gehirn flexibel und ausbaufähig. Für mich persönlich muss es immer auch noch sinnvoll sein.

     

    Nun habe ich aber aus dem Bereich der Kriminalistik mitgenommen, dass Zeugen-Aussagen oft nur zum Teil zu gebrauchen sind, weil sich die Leute eben falsch erinnern. Unser Gehirn blendet aus und dichtet dazu, ohne dass wir das bewusst veranlassen.

     

     

    Die Menschen, die du als resilient kennst, sind dann zwar intolerant gegenüber anderen Ansichten, aber es wirft sie dann emotional nicht aus ihrer Stabilität. Ich würde sogar so weit gehen, dass ihr "Ich" davon nicht angetastet wird. 

     

    Resilienz wird aber auch oft fehlinterpretiert. Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt.

     

    Ich verbinde die Resilienz mit Fähigkeit schwierige Lebenssituationen schneller und mit weniger „Verlusten“  zu überstehen, diese Schwierigkeiten zu tolerieren=dulden. Wahrscheinlich denke ich mehr an traumatische Erlebnisse und Menschen mit dicker Haut, welche als tolerant gegenüber den anderen schwer vorzustellen sind? Sehe Toleranz eher etwas zuzulassen statt eine Abgrenzung? 
     

     

    Bei Traumata darf man die Dissoziation nicht außer Acht lassen. Nicht wenige Menschen überstehen wirklich dramatische Dinge und gestalten danach ihr Leben, als wäre nichts passiert. Dies als Resilienz zu verbuchen, kommt mir falsch vor, aber ich weiß nicht, was die Fachwelt dazu sagt.

     

    Sehe Toleranz eher etwas zuzulassen statt eine Abgrenzung? 

     

    Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man etwas zulassen kann, weil man innerlich abgegrenzt/nicht verstrickt ist?

     

  • 06.04.24, 14:46 - Zuletzt bearbeitet 06.04.24, 14:47.

    Ute:

    dass Dr. Hüther erzählte dass viele Menschen denken dass aufgrund der Alterung unser Hirn degradiert/ dement wird.

    Kannst du bitte nochmal genau reinhören, was er sagt? 
     

    Er sagt, dass wir bisher geglaubt haben, was überhaupt nicht stimmt, ist das Hirn, wenn man älter wird anfängt zu degenerieren, bekommt Ablagerungen und Löcher und dass man dann am Ende die Demenz kriegt. Vielleicht hat seine Generation daran geglaubt? Ich persönlich in meinem Umfeld habe noch nie so etwas gehört. 
     

    Die Menschen, die du als resilient kennst, sind dann zwar intolerant gegenüber anderen Ansichten, aber es wirft sie dann emotional nicht aus ihrer Stabilität. Ich würde sogar so weit gehen, dass ihr "Ich" davon nicht angetastet wird. 

     

    Resilienz wird aber auch oft fehlinterpretiert. Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt.

     

    Ich verbinde die Resilienz mit Fähigkeit schwierige Lebenssituationen schneller und mit weniger „Verlusten“  zu überstehen, diese Schwierigkeiten zu tolerieren=dulden. Wahrscheinlich denke ich mehr an traumatische Erlebnisse und Menschen mit dicker Haut, welche als tolerant gegenüber den anderen schwer vorzustellen sind? Sehe persönlich Toleranz eher etwas zuzulassen statt eine Abgrenzung? 
     

     

  • 06.04.24, 14:03

    dass Dr. Hüther erzählte dass viele Menschen denken dass aufgrund der Alterung unser Hirn degradiert/ dement wird.

    Kannst du bitte nochmal genau reinhören, was er sagt? 

     

    Ich denke, dass Prof. Hüther das bestätigt, was auch du gelernt hast. 

     

    Zum Toleranz-Begriff:

    Ich habe mein Verständnis formuliert.

     

    In der Psychologie wird es so verstanden:

    Was ist das Toleranzfenster?

    Das Toleranzfenster definiert den emotionalen Intensitätsbereich, in dem wir uns sicher und wohl fühlen. Innerhalb dieses Fensters können wir rational denken, Neues lernen und das Leben genießen. Die Bandbreite reicht von angenehmer Aufregung und Freude bis zu tiefer Entspannung und einem Gefühl von Verbundenheit.


     

    Stress und das Verlassen des Toleranzfensters:

    Unter Stress werden emotionale Schwankungen intensiver, und das Nervensystem schwingt in größeren Amplituden.

     

     

    Die Menschen, die du als resilient kennst, sind dann zwar intolerant gegenüber anderen Ansichten, aber es wirft sie dann emotional nicht aus ihrer Stabilität. Ich würde sogar so weit gehen, dass ihr "Ich" davon nicht angetastet wird. 

     

    Resilienz wird aber auch oft fehlinterpretiert. Im Grunde zeigt sich hohe Resilienz darin, wie schnell man sich von Rückschlägen wieder erholt.

     

     

  • 06.04.24, 13:04

     

    Ute:

     

    Elena:

    Was denkt ihr, hängt die hohe Widerstandskraft mehr von der Erziehung oder Persönlichkeit ab? Was meinst du unter dem Begriff „Toleranz„ Ute? 
     

    Mir kommt jetzt die Frage in den Sinn: ist die Entstehung des Charakters kontrollierbar? Ist das durch extrinsische oder intrinsische Faktoren bedingt? 

    Liebe Elena,

     

    bei der Überlegung einer möglichen Antwort merke ich, dass ich meinen vielen Lernstoff nicht in ein paar kurze Sätze packen kann. Es würde immer etwas fehlen und es würden andere - völlig zu Recht - monieren, dass meine Aussagen falsch sind.

     

    Toleranz hängt für mich stark mit meiner Fähigkeit der Abgrenzung zusammen. Bin ich nah bei mir, kann ich mit großer Gelassenheit den anderen so lassen wie er meint sein zu müssen. Ich identifiziere mich dann nicht mit Teilen von ihm und bin auch aus der Fremdscham-Nummer raus. Natürlich hat meine Toleranz Grenzen, wenn meine Grundwerte angekratzt werden.

     

    Vielleicht magst du mal in diesen Vortrag reinhören?

     

    https://www.youtube.com/watch?v=Fvd6zqtrDr0&t=4s

     

    Prof. Hüther hat seine Karriere an der Uni aufgegeben, weil er es nicht mehr ertragen hat, dass seine Forschungen von Geldern abhängig waren und vielversprechende Ergebnisse nicht weiterverfolgt werden durften. 

    Herzlichen Dank für deine Empfehlung Ute. Habe ein Teil angehört und war ziemlich überrascht, dass Dr. Hüther erzählte dass viele Menschen denken dass aufgrund der Alterung unser Hirn degradiert/ dement wird. Habe bis jetzt von keinem Arzt so etwas gehört. Und wir haben an unseren Weiterbildungen das Gegenteil gelernt: dass durch das Training/ aktive Nutzung des Gehirns die Menschen mental lange fit im Alter bleiben können. 
    Über Nonnen-Studie habe Ich auch gehört, aber in anderem Kontext: manche von denen konnten trotz Alzheimer Krankheit ihren täglichen Aufgaben nachgehen dank ihrem erfüllten spirituellen Engagement. Ich werde natürlich den Vortrag/ Sicht von Dr. Hüther bis zum Ende anhören. Vielleicht erfahre ich etwas komplett neues für mich. 

     

    Warum ich dich wegen dem Toleranz-Begriff fragte, so wie du die Toleranz verstehst, ist wahrscheinlich das Toleranzfenster nicht so gemeint, da ich einige resiliente Menschen kenne, die gegenüber anderen Meinungen/ Werten intolerant sind.

  • 06.04.24, 10:08

     

    Elena:

    Ute:

    Interessant. Ich schreibe das und es fällt mir wieder das Toleranzfenster aus der Psychologie ein. Je resilienter wir sind, desto größer ist es.
     

    Was denkt ihr, hängt die hohe Widerstandskraft mehr von der Erziehung oder Persönlichkeit ab? Was meinst du unter dem Begriff „Toleranz„ Ute? 
     

    Mir kommt jetzt die Frage in den Sinn: ist die Entstehung des Charakters kontrollierbar? Ist das durch extrinsische oder intrinsische Faktoren bedingt? 

    Liebe Elena,

     

    bei der Überlegung einer möglichen Antwort merke ich, dass ich meinen vielen Lernstoff nicht in ein paar kurze Sätze packen kann. Es würde immer etwas fehlen und es würden andere - völlig zu Recht - monieren, dass meine Aussagen falsch sind.

     

    Toleranz hängt für mich stark mit meiner Fähigkeit der Abgrenzung zusammen. Bin ich nah bei mir, kann ich mit großer Gelassenheit den anderen so lassen wie er meint sein zu müssen. Ich identifiziere mich dann nicht mit Teilen von ihm und bin auch aus der Fremdscham-Nummer raus. Natürlich hat meine Toleranz Grenzen, wenn meine Grundwerte angekratzt werden.

     

    Vielleicht magst du mal in diesen Vortrag reinhören?

     

    https://www.youtube.com/watch?v=Fvd6zqtrDr0&t=4s

     

    Prof. Hüther hat seine Karriere an der Uni aufgegeben, weil er es nicht mehr ertragen hat, dass seine Forschungen von Geldern abhängig waren und vielversprechende Ergebnisse nicht weiterverfolgt werden durften. 

  • 06.04.24, 09:24

    Ute:

    Interessant. Ich schreibe das und es fällt mir wieder das Toleranzfenster aus der Psychologie ein. Je resilienter wir sind, desto größer ist es.
     

    Was denkt ihr, hängt die hohe Widerstandskraft mehr von der Erziehung oder Persönlichkeit ab? Was meinst du unter dem Begriff „Toleranz„ Ute? 
     

    Mir kommt jetzt die Frage in den Sinn: ist die Entstehung des Charakters kontrollierbar? Ist das durch extrinsische oder intrinsische Faktoren bedingt? 

  • 06.04.24, 07:44 - Zuletzt bearbeitet 06.04.24, 07:44.

     

    Ute:

     

    Die Altersweitsicht hilft ungemein: ohne Brille sehe ich keine Falten :D

    Haha! Dazu ein Witz:

    "Du, mit der neuen Brille bist Du aber gar nicht mehr schön!"

    "Wieso, ich habe doch gar keine neue Brille."

    "Nein, Du nicht, aber ich..."

    Auweh!

     

  • 06.04.24, 07:42

     

    Ute:

    Bei fb sehen alle Jesus *lol*

    Für die, die die Grundlage dazu nicht kennen:

    Pareidolie – Wikipedia

     

    Warum es das gibt, steht dort aber anscheinend nicht: Es ist ein uralter Schutzmechanismus. "Früher" war es unbedingt notwendig, Freund und Feind (vor allem auch Tiere) durch kleinste Infoschnipsel/Bildausschnitte/durch Tarnungen hindurch/aus sehr großer Entfernung sehr schnell erkennen zu können.

    Auch viele Tiere können das sicher, nur machen sie sich keine Gedanken drüber, sondern greifen an oder rennen weg ;-) .

     

     

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