Viele Menschen glauben, dass Therapie Unsinn ist, und manche halten sie sogar für völlig unnötig

Viele Menschen glauben, dass Therapie Unsinn ist, und manche halten sie sogar für völlig unnötig

Shaman:
Ute:
Fein, dass du wohl ungewollt genau die Begründung für die Ablehnung lieferst, denn du sagst im Grunde, dass Menschen, die Therapie in Anspruch nehmen, krank sind und stigmatisierst sie.
Viel wichtiger wäre zu betonen, dass es eher darum geht, gerade auch körperliche Krankheiten zu heilen bzw. präventiv vorzusorgen, denn die Krankenkasse hat nur eines im Sinn: Die funktionierende Arbeitskraft!
Aber auch das wird sich mit zunehmender Digitalisierung erledigen, denn wenn sich Arbeitsplätze verringern, sind Menschen eine zunehmende Belastung. Deshalb werden ja aktuell auch immer mehr Leistungen gekürzt bzw. zum Privatvergnügen und auch die Honorierung der Therapeuten wird umgebaut. Diese werden ihre Angebote reduzieren, denn die Ausbildung war teuer und ist zu wertvoll, und so wird diese Unterstützung privatisiert.
Und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Lösung kann dann nur eine Bevölkerungsreduzierung sein, abrer auch das ist dann nicht ohne Konsequenzen.
Was ist Stigma daran, krank zu sein?
Lediglich der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass zb Depressionen etc. lt. ICD sogar als Krankheit(en) fern jedes Stigma akzeptiert und anerkannt sind...
Macht es Sinn, da noch vertiefend zu antworten, oder möchtest du einfach nur "dagegen" reden?
Ja, Depressionen sind im ICD gelistet.
Ist es denn wirklich krank, auf eine in Unordnung geratene Welt mit "Unordnung" in der Denkweise und damit auch im Empfinden zu reagieren? Im Gegenteil, wer NICHT reagiert, erbringt eine Anpassungsleistung und entfernt sich damit von sich selbst.
Warum gibt es Diagnosen?
Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Weitere Ausführungen stehen bereits unten.
Aber extra für dich:
Wie ich mich verlernte
Sobald ich sprechen lernte,
lernte ich, das zu verschweigen,
was mich am meisten bewegte,
was mich am tiefsten aussprach.
Und lernte bald sagen,
was ich nicht fühlte.
Und fühlte so oft,
was ich nicht sagte.
Je mehr ich sprechen lernte,
so zu sprechen wie die anderen,
desto mehr verlernte ich mich.
Und je mehr ich mich verlernte,
desto besser hatte ich es,
desto besser verstanden mich die anderen.
Ute:
Sebastian:
Denjenigen, die sie für völlig unnötig halten, sei gesagt, dass die Krankenkassen die Behandlungskosten nicht aus Spaß übernehmen.
Fein, dass du wohl ungewollt genau die Begründung für die Ablehnung lieferst, denn du sagst im Grunde, dass Menschen, die Therapie in Anspruch nehmen, krank sind und stigmatisierst sie.
Viel wichtiger wäre zu betonen, dass es eher darum geht, gerade auch körperliche Krankheiten zu heilen bzw. präventiv vorzusorgen, denn die Krankenkasse hat nur eines im Sinn: Die funktionierende Arbeitskraft!
Aber auch das wird sich mit zunehmender Digitalisierung erledigen, denn wenn sich Arbeitsplätze verringern, sind Menschen eine zunehmende Belastung. Deshalb werden ja aktuell auch immer mehr Leistungen gekürzt bzw. zum Privatvergnügen und auch die Honorierung der Therapeuten wird umgebaut. Diese werden ihre Angebote reduzieren, denn die Ausbildung war teuer und ist zu wertvoll, und so wird diese Unterstützung privatisiert.
Und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Lösung kann dann nur eine Bevölkerungsreduzierung sein, abrer auch das ist dann nicht ohne Konsequenzen.
Was ist Stigma daran, krank zu sein?
Lediglich der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass zb Depressionen etc. lt. ICD sogar als Krankheit(en) fern jedes Stigma akzeptiert und anerkannt sind...
Sebastian:
Denjenigen, die sie für völlig unnötig halten, sei gesagt, dass die Krankenkassen die Behandlungskosten nicht aus Spaß übernehmen.
Fein, dass du wohl ungewollt genau die Begründung für die Ablehnung lieferst, denn du sagst im Grunde, dass Menschen, die Therapie in Anspruch nehmen, krank sind und stigmatisierst sie.
Viel wichtiger wäre zu betonen, dass es eher darum geht, gerade auch körperliche Krankheiten zu heilen bzw. präventiv vorzusorgen, denn die Krankenkasse hat nur eines im Sinn: Die funktionierende Arbeitskraft!
Aber auch das wird sich mit zunehmender Digitalisierung erledigen, denn wenn sich Arbeitsplätze verringern, sind Menschen eine zunehmende Belastung. Deshalb werden ja aktuell auch immer mehr Leistungen gekürzt bzw. zum Privatvergnügen und auch die Honorierung der Therapeuten wird umgebaut. Diese werden ihre Angebote reduzieren, denn die Ausbildung war teuer und ist zu wertvoll, und so wird diese Unterstützung privatisiert.
Und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Lösung kann dann nur eine Bevölkerungsreduzierung sein, abrer auch das ist dann nicht ohne Konsequenzen.
"Viele Menschen glauben, dass Therapie Unsinn ist, und manche halten sie sogar für völlig unnötig"
Hmm...das ist die private Meinung eines jeden Einzelnen. Vielfach deckt Therapie das auf, was vorher nicht einmal erahnbar war. Und so unterscheidet sich die Psycho-Therapie deutlich von körperlichen Symptomen. Das macht sie so unheimlich, wenig rational und sie mag manchen als unsinnig erscheinen. Denjenigen, die sie für völlig unnötig halten, sei gesagt, dass die Krankenkassen die Behandlungskosten nicht aus Spaß übernehmen.
RoMa:
Die Psychoanalyse macht sichtbar, was man lieber verstecken würde – und genau das macht sie für viele unheimlich
Das ist nur die eine Seite der Medaille! Sie macht nämlich gleichzeitig auch die ganzen Ressourcen sichtbar, die hinter den Ängsten stecken und ermöglichen damit erst ein wirklich erfülltes Leben!
Angst ist immer im Unterbewusstsein gespeichert. Das Unterbewusstsein ist dein inneres Kind. Man sagt hier "Kind", weil meistens die Ursache in den ersten 12 Lebensjahren entsteht.
Gehst du zur oder empfiehlt dir jemand eine Therapie, wird dir deine innere Stimme/Kind davon abraten, weil es dann entlarvt werden würde.
Es ist bildlich wie ein Versteckspiel.
(Siehe dazu auch Stefanie Stahl "Das Kind in dir muss Heimat finden")
Daher je mehr sich ein Mensch wehrt, umso wahrscheinlicher ist es, daß du recht hast.
Erst wenn das Erwachsene Ich merkt, daß es Hilfe braucht, weil es so nicht weiter gehen kann, erst dann gehst du zur Therapie und wird diese auch Erfolg haben.
Ich habe vor einem Monat einen Menschen empfohlen sich Hilfe zu holen.
Dieser Mensch hat dies nicht angenommen.
Die Folge wird irgendwann ein Zusammenbruch und im Alter Demenz sein...wie es in der Familie schon zu sehen ist... was die Folge ist, wenn man es nicht therapiert.
Man kann aber einen geliebten Menschen nicht zu seinem Glück zwingen 🤷🏻♀️.
"Du kannst eine Brücke bauen und sie hell erleuchten, aber drüber gehen muss derjenige schon selber".
Für viele bedeutet Therapie nach wie vor:
„Ich bin schwach“ oder „mit mir stimmt etwas nicht“ ohne zu wissen was genau eine gute Therapie beinhaltet.
Manche stellen sich Therapie als blosses Reden ohne Wirkung vor, so wie man dies aus den Filmen kennt.
Dass es dabei darum geht Verhaltensmuster zu erkennen, Emotionen regulieren, Beziehungen verbessern, Traumata verarbeiten usw. ist nicht bekannt.
Zudem kommt hinzu dass man sich mit sich selbst auseinandersetzen muss. Das ist unbequem und kann schmerzhaft sein und man muss die Komfortzone verlassen.
Dabei ist es wie bei fast allem im Leben... man muss zuerst (heftig) investieren, profitiert aber anschliessend (hoffentlich) ein Leben lang davon...
Dies zumindest meine persönliche Sichtweise.
Viele Menschen glauben, dass Therapie Unsinn ist, und manche halten sie sogar für völlig unnötig
Wie kommst du zu der Aussage, Claudia?
RoMa:
Die Psychoanalyse macht sichtbar, was man lieber verstecken würde – und genau das macht sie für viele unheimlich
Aber vielleicht beginnt genau dort echte Freiheit:
Wenn man aufhört, vor sich selbst davonzulaufen. 😊