
Warum ist es heute so schwierig, ein Date zu bekommen ?? Liegt es daran, dass Dating nicht mehr zeitgemäss ist, oder wollen sich Menschen einfach nicht mehr binden?

Warum ist es heute so schwierig, ein Date zu bekommen ?? Liegt es daran, dass Dating nicht mehr zeitgemäss ist, oder wollen sich Menschen einfach nicht mehr binden?
Lia:
Ute:
Du vergisst dabei, dass die Ursache für diese Dynamiken im Patriarchiat liegen und das benötigt zuerst eine Gegenbewegung, um sich dann einmitten zu können. Wenn Männer sich also aktuell pauschal angegriffen fühlen, dann deshalb, weil ihnen gefühlt etwas genommen wird, was ihnen offensichtlich dienlich war. So lange sie das nicht wahrnehmen und eingestehen können, werden sie die beleidigte Leberwurst spielen und das ist das, was sie für Frauen unsexy macht.
Hysterie wurde erfunden, um starke Emotionen/Reaktionen von Frauen abzuwerten.
Ich denke Männer könnten auch deshalb emotional zurückgezogener sein, wenn zb das Bild vorherrscht, der Mann müsse der Beschützer der Frau sein. Was nicht nur Frauen Selbstständigkeit abspricht, sondern auch Männer unfrei macht und in schädliche Rollenbilder drängt. Von jemanden mit so einer Einstellung kann Mann wohl weniger Empathie erwarten und hat eher Hemmungen über emotionale Themen zu sprechen, die nicht in dieses Bild passen, "die Bedürftigkeit der Männer nimmt ja ab", da will Mann natürlich nicht bedürftig und unmännlich erscheinen und schweigt lieber. Ich denke, man kann nur selbst offener sein, dass alle Emotionen für alle Menschen erlaubt und respektiert sind, damit sich die Benachteiligung von Männern bezüglich emotionaler Unterstützung verbessert.
"... Von jemanden mit so einer Einstellung ..."
Da fehlt mir der Bezug. Wer ist "jemand" mit welcher "Einstellung"?
"... damit sich die Benachteiligung von Männern bezüglich emotionaler Unterstützung verbessert."
Korrigiere mich gerne, nach meinem Wissen stehen Beratungs- und Hilfsangebote allen Geschlechtern zur Verfügung.
Im Gegenteil, eine benannte Benachteiligung ist auch eine zweischneidige Sache, denn auch diese Aussage füttert ein Opfer-Bild und erhöht den Betrachter.
Wir müssen aus der Opferrolle rauskommen in die Eigenverantwortung und das in jeder Hinsicht. Und ja, bevor jetzt wieder jemand um die Ecke kommt: Ich weiß, dass es tatsächlich Opfer und Benachteiligte gibt. Dennoch zählt, wie man selbst mit etwas umgeht. Ich sehe fast täglich eine 40-jährige Alleinerziehende, die im Rollstuhl sitzt und auf 24-Std.-Pflege angewiesen ist. Natürlich kann ich ihr nur bis vor die Stirn schauen, aber ich sehe, wie sie ihr Leben wuppt - beeindruckend!
Giannis:
Und trotzdem sind viele Menschen heute unglücklicher, einsamer und orientierungsloser als früher. Vielleicht sollte man also zumindest zulassen, dass auch moderne Entwicklungen kritisch hinterfragt werden dürfen, ohne sofort in ideologische Schuldmodelle abzurutschen.
Ich denke damals waren Menschen ähnlich unglücklich und einsam, nur steckten sie in unglücklichen Ehen fest, aus denen sie sich nicht so leicht befreien konnten.
Ute:
Giannis:
Ich betreibe keinen Dating Kanal auf YT! Sondern einen Psychologie Kanal.
Dabei geht es nicht nur um die Mann Frau Dynamik, sondern auch um Themen wie Depressionen, Burnout usw.
Ursprünglich komme ich aus dem Ingenieurbereich 😎👍
Aber solche Themen wie Psychologie, Philosophie, Geschichte und Kultur haben mich schon immer interessiert! Und da habe ich ganze 20 Jahre reingehängt.
Was treibt dich so an?
Was ist denn deine Passion?
Ich schreibe sehr vieles für mich selbst und sortiere damit. Gleichzeitig reiche ich gerne weiter, was ich über Jahrzehnte dazulernen durfte. Jedoch ist kognitives Verstehen nur der erste Schritt. Emotionale Heilung erfordert unendlich viele Wiederholungen, erneutes Wahrnehmen und vor allem neue Erfahrungen. Ich habe über die Jahre mein Leben komplett umgebaut. Mein erster Impuls bei Widerspruch und Angriffen ist aufschlussreich. Je ruhiger und verständnisvoller ich bleibe, umso ausgeglichener und gesünder. Wobei ich durchaus gelegentlich auch mal zur Peitsche greife, wenn anderweitig zu viel Zucker gereicht wird.
Dann haben wir beide so einiges gemeinsam. Freut mich zu lesen.
Ute:
Giannis:
Es gibt ein gesellschaftliches Muster, das immer mehr Menschen wahrnehmen, aber kaum jemand offen ausspricht, weil man sofort moralisch eingeordnet wird.
Und zwar dieses Gefühl, dass Frauen in öffentlichen Diskussionen oft automatisch mehr emotionale Unterstützung bekommen, unabhängig davon, ob sie objektiv recht haben oder nicht. Während Männer häufig deutlich schneller als „toxisch“, „unsensibel“, „aggressiv“ oder schlicht als der Schuldige dargestellt werden.
Und bevor jetzt wieder jemand hysterisch wird:
Nein, das bedeutet nicht, dass Frauen „schlecht“ sind oder Männer grundsätzlich benachteiligt werden. Es bedeutet nur, dass gesellschaftliche Wahrnehmung nicht immer neutral funktioniert.
Psychologisch ist das sogar teilweise erklärbar. Studien zeigen seit Jahren, dass Menschen Frauen oft stärker als schützenswert wahrnehmen, während Männer schneller mit Verantwortung, Härte oder Schuld verbunden werden. In sozialen Konflikten wird männliches Verhalten häufig strenger interpretiert, während Frauen eher emotionale Unterstützung erhalten.
Und genau das sieht man heute besonders stark im Internet. Eine Frau schildert ein Problem, sofort kommen Verständnis, Solidarität und emotionale Rückendeckung. Ein Mann schildert ein Problem, und nicht selten wird zuerst gefragt, was er falsch gemacht hat.
Natürlich gibt es auch Gegenteile. Natürlich erleben Frauen ebenfalls massive Abwertung, besonders online. Aber viele Männer spüren mittlerweile sehr deutlich, dass ihre Perspektive gesellschaftlich oft weniger empathisch behandelt wird. Genau deshalb ziehen sich auch so viele emotional zurück. Nicht unbedingt aus Hass. Sondern aus dem Gefühl heraus, ständig unter Generalverdacht zu stehen.
Interessant ist dabei:
Selbst sachliche Diskussionen über Biologie, Psychologie oder gesellschaftliche Dynamiken eskalieren heute extrem schnell. Sobald man Unterschiede zwischen Männern und Frauen erwähnt oder moderne Entwicklungen kritisch betrachtet, kommen oft sofort Begriffe wie „Frauenhass“, „Incel“, „toxische Männlichkeit“ oder schlimmere Etiketten.
Dadurch entsteht bei vielen Menschen der Eindruck, dass offene Diskussionen kaum noch möglich sind. Und genau das ist gefährlich für eine Gesellschaft:
Nicht Unterschiede, nicht Kritik, sondern die Unfähigkeit, überhaupt noch differenziert über diese Themen sprechen zu können.
Wirklich traurig!
Du vergisst dabei, dass die Ursache für diese Dynamiken im Patriarchiat liegen und das benötigt zuerst eine Gegenbewegung, um sich dann einmitten zu können. Wenn Männer sich also aktuell pauschal angegriffen fühlen, dann deshalb, weil ihnen gefühlt etwas genommen wird, was ihnen offensichtlich dienlich war. So lange sie das nicht wahrnehmen und eingestehen können, werden sie die beleidigte Leberwurst spielen und das ist das, was sie für Frauen unsexy macht.
Hysterie wurde erfunden, um starke Emotionen/Reaktionen von Frauen abzuwerten.
Ich denke Männer könnten auch deshalb emotional zurückgezogener sein, wenn zb das Bild vorherrscht, der Mann müsse der Beschützer der Frau sein. Was nicht nur Frauen Selbstständigkeit abspricht, sondern auch Männer unfrei macht und in schädliche Rollenbilder drängt. Von jemanden mit so einer Einstellung kann Mann wohl weniger Empathie erwarten und hat eher Hemmungen über emotionale Themen zu sprechen, die nicht in dieses Bild passen, "die Bedürftigkeit der Männer nimmt ja ab", da will Mann natürlich nicht bedürftig und unmännlich erscheinen und schweigt lieber. Ich denke, man kann nur selbst offener sein, dass alle Emotionen für alle Menschen erlaubt und respektiert sind, damit sich die Benachteiligung von Männern bezüglich emotionaler Unterstützung verbessert.
Ute:
Christian:
Wenn wir neben der Wahrheit auch noch die Freiheit thematisieren, wird es hier nie ein Ende nehmen...
Und: Deine Selbstbeherrschung hat dich zu diesem Kommentar animiert... ;)
Das ist mir bewusst :)
Das habe ich mir gedacht :)
Ich bin bei:
Wer seine Impulse "prüft" und reflektiert ist frei (selbstbestimmt). Wer seinen Impulsen ungehemmt folgt ist "Untertan" seiner Impulse und damit nicht frei.
Das kommt in etwa auf das gleiche, denke ich.
Giannis:
Ute:
Nur mal so als Idee:
Der Nachbar hat mich heute nicht gegrüßt. Upps, hab ich was falsch gemacht? Dabei hat der Nachbar heute einfach schlecht geschlafen und den Kopf voller Sorgen.
Vielleicht ist alles gar nicht soooo dramatisch?
So sehr, wie du dich in das Thema reinhängst, dazu sogar einen YT-Kanal betreibst, stellt sich mir die Frage, worum es dir wirklich geht. Was treibt dich wirklich so richtig ehrlich von innen heraus an?
Und nein, keine Antwort nötig.Ich betreibe keinen Dating Kanal auf YT! Sondern einen Psychologie Kanal.
Dabei geht es nicht nur um die Mann Frau Dynamik, sondern auch um Themen wie Depressionen, Burnout usw.
Ursprünglich komme ich aus dem Ingenieurbereich 😎👍
Aber solche Themen wie Psychologie, Philosophie, Geschichte und Kultur haben mich schon immer interessiert! Und da habe ich ganze 20 Jahre reingehängt.
Was treibt dich so an?
Was ist denn deine Passion?
Ich schreibe sehr vieles für mich selbst und sortiere damit. Gleichzeitig reiche ich gerne weiter, was ich über Jahrzehnte dazulernen durfte. Jedoch ist kognitives Verstehen nur der erste Schritt. Emotionale Heilung erfordert unendlich viele Wiederholungen, erneutes Wahrnehmen und vor allem neue Erfahrungen. Ich habe über die Jahre mein Leben komplett umgebaut. Mein erster Impuls bei Widerspruch und Angriffen ist aufschlussreich. Je ruhiger und verständnisvoller ich bleibe, umso ausgeglichener und gesünder. Wobei ich durchaus gelegentlich auch mal zur Peitsche greife, wenn anderweitig zu viel Zucker gereicht wird.
Ute:
Giannis:
Ich glaube tatsächlich, dass du meinen Punkt teilweise bestätigst, ohne es zu merken.
Denn auch du gehst wieder automatisch davon aus, dass Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen hauptsächlich aus Unsicherheit, Abwehr oder mangelnder Selbstreflexion entsteht. Genau das meinte ich mit dieser sehr einseitigen psychologischen Deutung von Männern.
Aber ein Mensch kann reflektiert sein UND trotzdem Kritik äußern.
Ein Mensch kann mit sich im Reinen sein UND gesellschaftliche Entwicklungen problematisch finden.
Und ein Mensch kann Pauschalisierungen kritisieren, ohne sich persönlich „ertappt“ zu fühlen.Das eine schließt das andere nicht aus.
Interessant finde ich auch deinen Satz:
„Wer mit sich im Reinen ist, steht nicht unter Generalverdacht.“
Das klingt schön, funktioniert gesellschaftlich aber leider nicht immer so einfach. Menschen werden ständig bewertet, sozial, moralisch, politisch, emotional.
Männer erleben heute durchaus, dass gewisse Eigenschaften oder Sichtweisen schneller negativ eingeordnet werden als früher. Darüber darf man sprechen, ohne automatisch als unreif oder defensiv zu gelten.
Und genau hier entsteht oft dieses Missverständnis:
Viele Männer wollen sich gar nicht jeder Reflexion entziehen. Im Gegenteil. Viele reflektieren wahrscheinlich mehr als jemals zuvor. Aber sie möchten nicht, dass jede Kritik sofort psychologisiert wird nach dem Motto:
„Wenn du ein Problem ansprichst, bist du selbst das Problem.“
Das führt irgendwann zu Frustration, auf beiden Seiten übrigens.
Und dein Novalis-Zitat ist schön. Wirklich.
Aber vielleicht liegt genau darin auch die Schwierigkeit unserer Zeit:
Dass Männer und Frauen immer weniger versuchen, sich gegenseitig wirklich zu erkennen, und stattdessen immer häufiger nur noch ihre eigenen Verletzungen, Projektionen und Ideologien im anderen sehen.
Nur mal so als Idee:
Der Nachbar hat mich heute nicht gegrüßt. Upps, hab ich was falsch gemacht? Dabei hat der Nachbar heute einfach schlecht geschlafen und den Kopf voller Sorgen.
Vielleicht ist alles gar nicht soooo dramatisch?
So sehr, wie du dich in das Thema reinhängst, dazu sogar einen YT-Kanal betreibst, stellt sich mir die Frage, worum es dir wirklich geht. Was treibt dich wirklich so richtig ehrlich von innen heraus an?
Und nein, keine Antwort nötig.
Ich betreibe keinen Dating Kanal auf YT! Sondern einen Psychologie Kanal.
Dabei geht es nicht nur um die Mann Frau Dynamik, sondern auch um Themen wie Depressionen, Burnout usw.
Ursprünglich komme ich aus dem Ingenieurbereich 😎👍
Aber solche Themen wie Psychologie, Philosophie, Geschichte und Kultur haben mich schon immer interessiert! Und da habe ich ganze 20 Jahre reingehängt.
Was treibt dich so an?
Was ist denn deine Passion?
Ute:
Giannis:
Und dein Satz:
„Liebt euch zuerst. Dann kommen die Leute zu euch.“ist psychologisch wahrscheinlich wertvoller als 90 % von dem ganzen toxischen Social-Media-Geschrei, das man heute täglich sieht.
Zwischenzeitlich habe ich gelernt und auch verstanden, dass dieser Satz ein zweischneidiges Schwert ist. Im Grunde steckt darin die Aussage, dass man erst liebenswert sei, wenn man sich selbst liebt und damit wieder der Glaubenssatz "Ich bin nicht liebenswert!" bedient wird. Er baut unendlichen Druck auf und erzeugt damit oftmals eher eine Anpassungsleistung, das People Pleasing.
@ Jule
Ich freue mich sehr für dich, dass du auf einem so guten Weg bist!
Das ist tatsächlich ein sehr interessanter und tiefgehender Punkt von dir, und ich glaube, genau hier wird es psychologisch wirklich spannend.
Denn du hast recht:
Der Satz „Liebe zuerst dich selbst“ kann, falsch verstanden werden und dadurch enormen Druck erzeugen. Vor allem bei Menschen, die ohnehin schon mit Selbstzweifeln kämpfen. Dann wird aus einem eigentlich positiven Gedanken plötzlich eine versteckte Bedingung:
„Erst wenn du dich perfekt selbst liebst, bist du liebenswert.“
Und genau das kann wiederum zu Anpassung, Selbstoptimierung oder People Pleasing führen.
Aber ich glaube, der ursprüngliche Gedanke hinter diesem Satz ist eigentlich ein anderer.
Nicht:
„Du musst perfekt mit dir selbst im Reinen sein.“
Sondern eher:
„Mach dein gesamtes Lebensglück nicht komplett abhängig von der Bestätigung anderer Menschen.“
Denn genau das zerbricht heutzutage vielen emotional das Genick! Männern wie Frauen. Dieses permanente Gefühl:
„Erst wenn mich jemand liebt, bin ich vollständig.“
„Erst wenn ich begehrt werde, habe ich Wert.“
Und soziale Medien verstärken das noch massiv.
Vielleicht liegt die Wahrheit also irgendwo dazwischen:
Ein Mensch muss sich nicht vollständig selbst „geheilt“ haben, um liebenswert zu sein. Kein Mensch ist perfekt. Aber eine gewisse innere Stabilität hilft enorm dabei, Beziehungen nicht aus Angst, Bedürftigkeit oder Selbstverlust heraus zu führen.
Giannis:
Ute:
Du wiederholst dich nur mit anderen Worten und das transportiert die Botschaft, dass wir einerseits zu blöd sind, zu verstehen und andererseits eine Opferhaltung. Schwierig und anstrengend.
Nur so viel:
Wer mit sich im Reinen ist, sich kein Fehlverhalten vorzuwerfen hat, der steht nicht unter Generalverdacht.
Wer sich nicht hinterfragen lässt und will, der hat blinde Flecken.
Wer sich an Pauschalisierungen aufhängt, wehrt ab.
...................
Der Mann erkennt sich in der Frau.
Die Frau erkennt sich in der ganzen Welt.
(Novalis)
Ich glaube tatsächlich, dass du meinen Punkt teilweise bestätigst, ohne es zu merken.
Denn auch du gehst wieder automatisch davon aus, dass Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen hauptsächlich aus Unsicherheit, Abwehr oder mangelnder Selbstreflexion entsteht. Genau das meinte ich mit dieser sehr einseitigen psychologischen Deutung von Männern.
Aber ein Mensch kann reflektiert sein UND trotzdem Kritik äußern.
Ein Mensch kann mit sich im Reinen sein UND gesellschaftliche Entwicklungen problematisch finden.
Und ein Mensch kann Pauschalisierungen kritisieren, ohne sich persönlich „ertappt“ zu fühlen.Das eine schließt das andere nicht aus.
Interessant finde ich auch deinen Satz:
„Wer mit sich im Reinen ist, steht nicht unter Generalverdacht.“
Das klingt schön, funktioniert gesellschaftlich aber leider nicht immer so einfach. Menschen werden ständig bewertet, sozial, moralisch, politisch, emotional.
Männer erleben heute durchaus, dass gewisse Eigenschaften oder Sichtweisen schneller negativ eingeordnet werden als früher. Darüber darf man sprechen, ohne automatisch als unreif oder defensiv zu gelten.
Und genau hier entsteht oft dieses Missverständnis:
Viele Männer wollen sich gar nicht jeder Reflexion entziehen. Im Gegenteil. Viele reflektieren wahrscheinlich mehr als jemals zuvor. Aber sie möchten nicht, dass jede Kritik sofort psychologisiert wird nach dem Motto:
„Wenn du ein Problem ansprichst, bist du selbst das Problem.“
Das führt irgendwann zu Frustration, auf beiden Seiten übrigens.
Und dein Novalis-Zitat ist schön. Wirklich.
Aber vielleicht liegt genau darin auch die Schwierigkeit unserer Zeit:
Dass Männer und Frauen immer weniger versuchen, sich gegenseitig wirklich zu erkennen, und stattdessen immer häufiger nur noch ihre eigenen Verletzungen, Projektionen und Ideologien im anderen sehen.
Nur mal so als Idee:
Der Nachbar hat mich heute nicht gegrüßt. Upps, hab ich was falsch gemacht? Dabei hat der Nachbar heute einfach schlecht geschlafen und den Kopf voller Sorgen.
Vielleicht ist alles gar nicht soooo dramatisch?
So sehr, wie du dich in das Thema reinhängst, dazu sogar einen YT-Kanal betreibst, stellt sich mir die Frage, worum es dir wirklich geht. Was treibt dich wirklich so richtig ehrlich von innen heraus an?
Und nein, keine Antwort nötig.
Ute:
Giannis:
Das Interessante an deinem Kommentar ist, dass du im Grunde genau das bestätigst, worüber hier gesprochen wird. Du sprichst pauschal von „den Männern“, die sich angeblich wie beleidigte Leberwürste verhalten, sobald sie gesellschaftliche Entwicklungen kritisch betrachten. Stell dir einmal ernsthaft vor, ein Mann würde in derselben Verallgemeinerung über Frauen sprechen, die Empörung wäre gigantisch.
Und genau das ist der Punkt:
Männer sollen heute permanent reflektieren, zuhören, Verantwortung übernehmen und ihre Rolle hinterfragen. Was grundsätzlich auch richtig ist. Aber sobald Männer selbst Kritik äußern oder Probleme ansprechen, wird daraus sofort „Mimimi“, „toxische Männlichkeit“ oder eben „beleidigte Leberwurst“.
Das ist keine echte Debattenkultur. Das ist emotionale Abwertung.
Außerdem wird der Begriff Patriarchat mittlerweile oft wie eine universelle Erklärung für alles benutzt. Dabei wird komplett ignoriert, dass die moderne westliche Welt längst nicht mehr dieselbe Struktur hat wie vor 100 Jahren. Frauen haben heute Wahlrecht, Bildung, Karrierefreiheit, finanzielle Unabhängigkeit, gesellschaftliche Unterstützungssysteme und in vielen Bereichen sogar deutliche Vorteile bei sozialer Unterstützung oder öffentlicher Empathie.
Und trotzdem sind viele Menschen heute unglücklicher, einsamer und orientierungsloser als früher. Vielleicht sollte man also zumindest zulassen, dass auch moderne Entwicklungen kritisch hinterfragt werden dürfen, ohne sofort in ideologische Schuldmodelle abzurutschen.
Und noch etwas:
Viele Männer fühlen sich nicht deshalb entfremdet, weil ihnen „Macht genommen wurde“. Sondern weil sie oft das Gefühl haben, nur noch unter Generalverdacht zu stehen. Weil klassische Männlichkeit gleichzeitig erwartet und kritisiert wird. Weil Stärke verlangt wird, aber dieselbe Stärke schnell als problematisch gilt, sobald sie nicht emotional weich genug verpackt wird.
Das eigentliche Problem ist doch:
Beide Geschlechter haben sich in den letzten Jahren immer stärker voneinander entfremdet. Und anstatt das ehrlich zu analysieren, landen viele Diskussionen sofort in Schuldzuweisungen.Männer gegen Frauen. Frauen gegen Männer.
Dabei verlieren am Ende beide Seiten!
Und ganz ehrlich:
Ein Mann, der ruhig analysiert, reflektiert und gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragt, wirkt auf viele Menschen deutlich reifer als jemand, der jede Kritik sofort mit Ideologie und moralischer Überlegenheit abbügelt.
Du wiederholst dich nur mit anderen Worten und das transportiert die Botschaft, dass wir einerseits zu blöd sind, zu verstehen und andererseits eine Opferhaltung. Schwierig und anstrengend.
Nur so viel:
Wer mit sich im Reinen ist, sich kein Fehlverhalten vorzuwerfen hat, der steht nicht unter Generalverdacht.
Wer sich nicht hinterfragen lässt und will, der hat blinde Flecken.
Wer sich an Pauschalisierungen aufhängt, wehrt ab.
...................
Der Mann erkennt sich in der Frau.
Die Frau erkennt sich in der ganzen Welt.
(Novalis)
Ich glaube tatsächlich, dass du meinen Punkt teilweise bestätigst, ohne es zu merken.
Denn auch du gehst wieder automatisch davon aus, dass Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen hauptsächlich aus Unsicherheit, Abwehr oder mangelnder Selbstreflexion entsteht. Genau das meinte ich mit dieser sehr einseitigen psychologischen Deutung von Männern.
Aber ein Mensch kann reflektiert sein UND trotzdem Kritik äußern.
Ein Mensch kann mit sich im Reinen sein UND gesellschaftliche Entwicklungen problematisch finden.
Und ein Mensch kann Pauschalisierungen kritisieren, ohne sich persönlich „ertappt“ zu fühlen.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Interessant finde ich auch deinen Satz:
„Wer mit sich im Reinen ist, steht nicht unter Generalverdacht.“
Das klingt schön, funktioniert gesellschaftlich aber leider nicht immer so einfach. Menschen werden ständig bewertet, sozial, moralisch, politisch, emotional.
Männer erleben heute durchaus, dass gewisse Eigenschaften oder Sichtweisen schneller negativ eingeordnet werden als früher. Darüber darf man sprechen, ohne automatisch als unreif oder defensiv zu gelten.
Und genau hier entsteht oft dieses Missverständnis:
Viele Männer wollen sich gar nicht jeder Reflexion entziehen. Im Gegenteil. Viele reflektieren wahrscheinlich mehr als jemals zuvor. Aber sie möchten nicht, dass jede Kritik sofort psychologisiert wird nach dem Motto:
„Wenn du ein Problem ansprichst, bist du selbst das Problem.“
Das führt irgendwann zu Frustration, auf beiden Seiten übrigens.
Und dein Novalis-Zitat ist schön. Wirklich.
Aber vielleicht liegt genau darin auch die Schwierigkeit unserer Zeit:
Dass Männer und Frauen immer weniger versuchen, sich gegenseitig wirklich zu erkennen, und stattdessen immer häufiger nur noch ihre eigenen Verletzungen, Projektionen und Ideologien im anderen sehen.
Giannis:
Und dein Satz:
„Liebt euch zuerst. Dann kommen die Leute zu euch.“ist psychologisch wahrscheinlich wertvoller als 90 % von dem ganzen toxischen Social-Media-Geschrei, das man heute täglich sieht.
Zwischenzeitlich habe ich gelernt und auch verstanden, dass dieser Satz ein zweischneidiges Schwert ist. Im Grunde steckt darin die Aussage, dass man erst liebenswert sei, wenn man sich selbst liebt und damit wieder der Glaubenssatz "Ich bin nicht liebenswert!" bedient wird. Er baut unendlichen Druck auf und erzeugt damit oftmals eher eine Anpassungsleistung, das People Pleasing.
@ Jule
Ich freue mich sehr für dich, dass du auf einem so guten Weg bist!
Giannis:
Ute:
Du vergisst dabei, dass die Ursache für diese Dynamiken im Patriarchiat liegen und das benötigt zuerst eine Gegenbewegung, um sich dann einmitten zu können. Wenn Männer sich also aktuell pauschal angegriffen fühlen, dann deshalb, weil ihnen gefühlt etwas genommen wird, was ihnen offensichtlich dienlich war. So lange sie das nicht wahrnehmen und eingestehen können, werden sie die beleidigte Leberwurst spielen und das ist das, was sie für Frauen unsexy macht.
Das Interessante an deinem Kommentar ist, dass du im Grunde genau das bestätigst, worüber hier gesprochen wird. Du sprichst pauschal von „den Männern“, die sich angeblich wie beleidigte Leberwürste verhalten, sobald sie gesellschaftliche Entwicklungen kritisch betrachten. Stell dir einmal ernsthaft vor, ein Mann würde in derselben Verallgemeinerung über Frauen sprechen, die Empörung wäre gigantisch.
Und genau das ist der Punkt:
Männer sollen heute permanent reflektieren, zuhören, Verantwortung übernehmen und ihre Rolle hinterfragen. Was grundsätzlich auch richtig ist. Aber sobald Männer selbst Kritik äußern oder Probleme ansprechen, wird daraus sofort „Mimimi“, „toxische Männlichkeit“ oder eben „beleidigte Leberwurst“.
Das ist keine echte Debattenkultur. Das ist emotionale Abwertung.
Außerdem wird der Begriff Patriarchat mittlerweile oft wie eine universelle Erklärung für alles benutzt. Dabei wird komplett ignoriert, dass die moderne westliche Welt längst nicht mehr dieselbe Struktur hat wie vor 100 Jahren. Frauen haben heute Wahlrecht, Bildung, Karrierefreiheit, finanzielle Unabhängigkeit, gesellschaftliche Unterstützungssysteme und in vielen Bereichen sogar deutliche Vorteile bei sozialer Unterstützung oder öffentlicher Empathie.
Und trotzdem sind viele Menschen heute unglücklicher, einsamer und orientierungsloser als früher. Vielleicht sollte man also zumindest zulassen, dass auch moderne Entwicklungen kritisch hinterfragt werden dürfen, ohne sofort in ideologische Schuldmodelle abzurutschen.
Und noch etwas:
Viele Männer fühlen sich nicht deshalb entfremdet, weil ihnen „Macht genommen wurde“. Sondern weil sie oft das Gefühl haben, nur noch unter Generalverdacht zu stehen. Weil klassische Männlichkeit gleichzeitig erwartet und kritisiert wird. Weil Stärke verlangt wird, aber dieselbe Stärke schnell als problematisch gilt, sobald sie nicht emotional weich genug verpackt wird.
Das eigentliche Problem ist doch:
Beide Geschlechter haben sich in den letzten Jahren immer stärker voneinander entfremdet. Und anstatt das ehrlich zu analysieren, landen viele Diskussionen sofort in Schuldzuweisungen.Männer gegen Frauen. Frauen gegen Männer.
Dabei verlieren am Ende beide Seiten!
Und ganz ehrlich:
Ein Mann, der ruhig analysiert, reflektiert und gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragt, wirkt auf viele Menschen deutlich reifer als jemand, der jede Kritik sofort mit Ideologie und moralischer Überlegenheit abbügelt.
Du wiederholst dich nur mit anderen Worten und das transportiert die Botschaft, dass wir einerseits zu blöd sind, zu verstehen und andererseits eine Opferhaltung. Schwierig und anstrengend.
Nur so viel:
Wer mit sich im Reinen ist, sich kein Fehlverhalten vorzuwerfen hat, der steht nicht unter Generalverdacht.
Wer sich nicht hinterfragen lässt und will, der hat blinde Flecken.
Wer sich an Pauschalisierungen aufhängt, wehrt ab.
...................
Der Mann erkennt sich in der Frau.
Die Frau erkennt sich in der ganzen Welt.
(Novalis)
Jule:
Franz:
Kein Date --> Keine Beziehung --> Einsamkeit --> Depression --> Suizid (wenn der Antrieb dafür reicht).
Ganz ehrlich.
Ich habe meine Suizid hinter mir.
Darüber bin ich sehr glücklich.
Es war kein leichter Weg.
Viele Steine musste ich auf räumen.
Und bearbeiten.
Wo ich jetzt bin wo ich bin.
Und dank auch all meinen Freunden und Therapeuten.
Ich selbst bin solo. Seit langer Zeit.
Wenn diese eine richtige Person kommt.
Freue ich mich.
Bin ABER nicht depressiv deshalb.
Da ich es genieße!
Ich kann vieles alleine machen.
Ob in Urlaub gehen oder einfach spontan weg.
Wer mit möchte sehr gerne.
Die Denkweise über sein Leben.
Ist sehr wichtig.
Liebt euch zu erst.
Dann kommen die Leute zu euch.
❤️❤️❤️
Das war wahrscheinlich einer der menschlichsten Kommentare unter dieser gesamten Diskussion.
Und ich sage dir ehrlich:
Davor habe ich großen Respekt.
Viele reden über Stärke, aber die wenigsten wissen, was echte Stärke überhaupt bedeutet. Echte Stärke ist nicht Lautstärke. Nicht Ego. Nicht Rechthaben. Sondern nach einem so dunklen Kapitel wieder aufzustehen und weiterzugehen.
Du hast etwas Wichtiges verstanden, was vielen Menschen heutzutage fehlt:
Innere Ruhe entsteht nicht automatisch durch einen Partner. Sondern zuerst durch die Beziehung zu sich selbst.
Und genau deshalb wirkt dein Kommentar auch so reflektiert. Du klingst nicht verbittert. Nicht abhängig. Nicht verzweifelt. Sondern wie jemand, der gelernt hat, mit sich selbst Frieden zu schließen.
Das bedeutet übrigens nicht, dass Liebe oder Nähe unwichtig wären. Im Gegenteil. Aber ein Mensch, der alleine komplett zerbricht, wird oft auch in Beziehungen nie wirklich ruhig werden.
Und dein Satz:
„Liebt euch zuerst. Dann kommen die Leute zu euch.“
ist psychologisch wahrscheinlich wertvoller als 90 % von dem ganzen toxischen Social-Media-Geschrei, das man heute täglich sieht.
Ich wünsche dir wirklich von Herzen weiterhin Stabilität, Gesundheit und Menschen an deiner Seite, die deinen Wert erkennen.
Solche Kommentare bringen mehr Heilung in eine Diskussion als tausend ideologische Kämpfe.
Liebe Grüße
Giannis
Ute:
Giannis:
Es gibt ein gesellschaftliches Muster, das immer mehr Menschen wahrnehmen, aber kaum jemand offen ausspricht, weil man sofort moralisch eingeordnet wird.
Und zwar dieses Gefühl, dass Frauen in öffentlichen Diskussionen oft automatisch mehr emotionale Unterstützung bekommen, unabhängig davon, ob sie objektiv recht haben oder nicht. Während Männer häufig deutlich schneller als „toxisch“, „unsensibel“, „aggressiv“ oder schlicht als der Schuldige dargestellt werden.
Und bevor jetzt wieder jemand hysterisch wird:
Nein, das bedeutet nicht, dass Frauen „schlecht“ sind oder Männer grundsätzlich benachteiligt werden. Es bedeutet nur, dass gesellschaftliche Wahrnehmung nicht immer neutral funktioniert.
Psychologisch ist das sogar teilweise erklärbar. Studien zeigen seit Jahren, dass Menschen Frauen oft stärker als schützenswert wahrnehmen, während Männer schneller mit Verantwortung, Härte oder Schuld verbunden werden. In sozialen Konflikten wird männliches Verhalten häufig strenger interpretiert, während Frauen eher emotionale Unterstützung erhalten.
Und genau das sieht man heute besonders stark im Internet. Eine Frau schildert ein Problem, sofort kommen Verständnis, Solidarität und emotionale Rückendeckung. Ein Mann schildert ein Problem, und nicht selten wird zuerst gefragt, was er falsch gemacht hat.
Natürlich gibt es auch Gegenteile. Natürlich erleben Frauen ebenfalls massive Abwertung, besonders online. Aber viele Männer spüren mittlerweile sehr deutlich, dass ihre Perspektive gesellschaftlich oft weniger empathisch behandelt wird. Genau deshalb ziehen sich auch so viele emotional zurück. Nicht unbedingt aus Hass. Sondern aus dem Gefühl heraus, ständig unter Generalverdacht zu stehen.
Interessant ist dabei:
Selbst sachliche Diskussionen über Biologie, Psychologie oder gesellschaftliche Dynamiken eskalieren heute extrem schnell. Sobald man Unterschiede zwischen Männern und Frauen erwähnt oder moderne Entwicklungen kritisch betrachtet, kommen oft sofort Begriffe wie „Frauenhass“, „Incel“, „toxische Männlichkeit“ oder schlimmere Etiketten.
Dadurch entsteht bei vielen Menschen der Eindruck, dass offene Diskussionen kaum noch möglich sind. Und genau das ist gefährlich für eine Gesellschaft:
Nicht Unterschiede, nicht Kritik, sondern die Unfähigkeit, überhaupt noch differenziert über diese Themen sprechen zu können.
Wirklich traurig!
Du vergisst dabei, dass die Ursache für diese Dynamiken im Patriarchiat liegen und das benötigt zuerst eine Gegenbewegung, um sich dann einmitten zu können. Wenn Männer sich also aktuell pauschal angegriffen fühlen, dann deshalb, weil ihnen gefühlt etwas genommen wird, was ihnen offensichtlich dienlich war. So lange sie das nicht wahrnehmen und eingestehen können, werden sie die beleidigte Leberwurst spielen und das ist das, was sie für Frauen unsexy macht.
Das Interessante an deinem Kommentar ist, dass du im Grunde genau das bestätigst, worüber hier gesprochen wird. Du sprichst pauschal von „den Männern“, die sich angeblich wie beleidigte Leberwürste verhalten, sobald sie gesellschaftliche Entwicklungen kritisch betrachten. Stell dir einmal ernsthaft vor, ein Mann würde in derselben Verallgemeinerung über Frauen sprechen, die Empörung wäre gigantisch.
Und genau das ist der Punkt:
Männer sollen heute permanent reflektieren, zuhören, Verantwortung übernehmen und ihre Rolle hinterfragen. Was grundsätzlich auch richtig ist. Aber sobald Männer selbst Kritik äußern oder Probleme ansprechen, wird daraus sofort „Mimimi“, „toxische Männlichkeit“ oder eben „beleidigte Leberwurst“.
Das ist keine echte Debattenkultur. Das ist emotionale Abwertung.
Außerdem wird der Begriff Patriarchat mittlerweile oft wie eine universelle Erklärung für alles benutzt. Dabei wird komplett ignoriert, dass die moderne westliche Welt längst nicht mehr dieselbe Struktur hat wie vor 100 Jahren. Frauen haben heute Wahlrecht, Bildung, Karrierefreiheit, finanzielle Unabhängigkeit, gesellschaftliche Unterstützungssysteme und in vielen Bereichen sogar deutliche Vorteile bei sozialer Unterstützung oder öffentlicher Empathie.
Und trotzdem sind viele Menschen heute unglücklicher, einsamer und orientierungsloser als früher. Vielleicht sollte man also zumindest zulassen, dass auch moderne Entwicklungen kritisch hinterfragt werden dürfen, ohne sofort in ideologische Schuldmodelle abzurutschen.
Und noch etwas:
Viele Männer fühlen sich nicht deshalb entfremdet, weil ihnen „Macht genommen wurde“. Sondern weil sie oft das Gefühl haben, nur noch unter Generalverdacht zu stehen. Weil klassische Männlichkeit gleichzeitig erwartet und kritisiert wird. Weil Stärke verlangt wird, aber dieselbe Stärke schnell als problematisch gilt, sobald sie nicht emotional weich genug verpackt wird.
Das eigentliche Problem ist doch:
Beide Geschlechter haben sich in den letzten Jahren immer stärker voneinander entfremdet. Und anstatt das ehrlich zu analysieren, landen viele Diskussionen sofort in Schuldzuweisungen.
Männer gegen Frauen. Frauen gegen Männer.
Dabei verlieren am Ende beide Seiten!
Und ganz ehrlich:
Ein Mann, der ruhig analysiert, reflektiert und gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragt, wirkt auf viele Menschen deutlich reifer als jemand, der jede Kritik sofort mit Ideologie und moralischer Überlegenheit abbügelt.
Franz:
Jule:
Wie um Himmels Willen kommt ihr von der Date Anfrage?
Auf das Thema Suizid?
Kein Date --> Keine Beziehung --> Einsamkeit --> Depression --> Suizid (wenn der Antrieb dafür reicht).
Ganz ehrlich.
Ich habe meine Suizid hinter mir.
Darüber bin ich sehr glücklich.
Es war kein leichter Weg.
Viele Steine musste ich auf räumen.
Und bearbeiten.
Wo ich jetzt bin wo ich bin.
Und dank auch all meinen Freunden und Therapeuten.
Ich selbst bin solo. Seit langer Zeit.
Wenn diese eine richtige Person kommt.
Freue ich mich.
Bin ABER nicht depressiv deshalb.
Da ich es genieße!
Ich kann vieles alleine machen.
Ob in Urlaub gehen oder einfach spontan weg.
Wer mit möchte sehr gerne.
Die Denkweise über sein Leben.
Ist sehr wichtig.
Liebt euch zu erst.
Dann kommen die Leute zu euch.
❤️❤️❤️
Christian:
Ute:
"Soweit deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht deine Freiheit!"
Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn wir neben der Wahrheit auch noch die Freiheit thematisieren, wird es hier nie ein Ende nehmen...
Und: Deine Selbstbeherrschung hat dich zu diesem Kommentar animiert... ;)
Das ist mir bewusst :)
Waldgeist:
Ute:
Auch wenn die Meinungen hier so gegensätzlich WIRKEN (ist ja auch immer die eigene Interpretation), so sind sie die beiden Seiten derselben Medaille.
Warum kann man nicht einfach mal das Verbindende suchen und gleichzeitig dabei ECHT bleiben?
Wirkt so, als seien die Kontrahenten viel zu sehr mit ihren eigenen Gedanken identifiziert und überschreiten dabei die Grenzen der anderen.
Nicht entweder-oder, sondern sowohl-als auch!
„Das Verbindende suchen“ klingt zwar harmonisch, darf aber nicht bedeuten, jede Konfrontation oder jeden Widerspruch zu vermeiden. Genau davon leben Diskussionen schließlich.Wenn man nur noch das Gemeinsame betont, könnte man ein Diskussionsforum tatsächlich zusperren und stattdessen nur noch gegenseitige Bestätigung austauschen. Fortschritt entsteht aber oft erst dort, wo unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Argumente aufeinanderprallen.
Gerade durch Gegenargumente werden Positionen hinterfragt, präzisiert oder manchmal auch verändert. Ohne diese Reibung hätte sich weder gesellschaftlich noch zwischenmenschlich besonders viel weiterentwickelt.
Entscheidend ist daher nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern wie man sie führt: mit Argumenten statt persönlicher Abwertung. Denn Konfrontation an sich ist nichts Negatives sie kann sogar eine Bereicherung sein, wenn beide Seiten bereit sind, sich ernsthaft mit den Argumenten auseinanderzusetzen. 🙋♂️
So habe ich früher auch argumentiert.
Es geht nicht um's gegenseitige Köpfchentätscheln, sondern um würdevolle Begegnungen.
Ute:
Christian:
Ja. Das stimmt. Kann man.
Aber meine Wahrheit ist:
Bei genügend Indizien für gewisse Muster, reicht meine Selbstbeherrschung nicht..
Über Wahrheit lässt sich ewig diskutieren... Spare ich mir an dieser Stelle.
"Die Wahrheit" in diesem Kontext (Frauen, Männer, Beziehung, ...) gibt es nicht.
"Soweit deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht deine Freiheit!"
Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn wir neben der Wahrheit auch noch die Freiheit thematisieren, wird es hier nie ein Ende nehmen...
Und: Deine Selbstbeherrschung hat dich zu diesem Kommentar animiert... ;)
Ute:
Auch wenn die Meinungen hier so gegensätzlich WIRKEN (ist ja auch immer die eigene Interpretation), so sind sie die beiden Seiten derselben Medaille.
Warum kann man nicht einfach mal das Verbindende suchen und gleichzeitig dabei ECHT bleiben?
Wirkt so, als seien die Kontrahenten viel zu sehr mit ihren eigenen Gedanken identifiziert und überschreiten dabei die Grenzen der anderen.
Nicht entweder-oder, sondern sowohl-als auch!
„Das Verbindende suchen“ klingt zwar harmonisch, darf aber nicht bedeuten, jede Konfrontation oder jeden Widerspruch zu vermeiden. Genau davon leben Diskussionen schließlich.
Wenn man nur noch das Gemeinsame betont, könnte man ein Diskussionsforum tatsächlich zusperren und stattdessen nur noch gegenseitige Bestätigung austauschen. Fortschritt entsteht aber oft erst dort, wo unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Argumente aufeinanderprallen.
Gerade durch Gegenargumente werden Positionen hinterfragt, präzisiert oder manchmal auch verändert. Ohne diese Reibung hätte sich weder gesellschaftlich noch zwischenmenschlich besonders viel weiterentwickelt.
Entscheidend ist daher nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern wie man sie führt: mit Argumenten statt persönlicher Abwertung. Denn Konfrontation an sich ist nichts Negatives sie kann sogar eine Bereicherung sein, wenn beide Seiten bereit sind, sich ernsthaft mit den Argumenten auseinanderzusetzen. 🙋♂️
Christian:
Waldgeist:
„Wahrheit ist eine Perspektive“ klingt zwar modern, trifft aber nicht des Pudels Kern !
Natürlich hat jeder seine eigene Sichtweise und Wahrnehmung , trotzdem bedeutet das nicht, dass es keine objektiven Fakten oder nachvollziehbare Realität gibt. Sonst wären Gerichtsverfahren, Beweise oder Urteile vollkommen sinnlos.Gerade deshalb versucht man dort ja, Aussagen, Fakten und Zusammenhänge möglichst objektiv zu prüfen und nicht einfach jede Perspektive automatisch zur Wahrheit zu erklären.
Dein Beitrag wirkt auf mich außerdem weniger wie eine sachliche Auseinandersetzung, sondern eher wie persönliche Abwertung mit etwas Spott verpackt.
Man kann jemanden kritisieren, ohne dessen Lebenszeit, Interessen oder Persönlichkeit ins Lächerliche zu ziehen ! 🙋♂️
Ja. Das stimmt. Kann man.
Aber meine Wahrheit ist:
Bei genügend Indizien für gewisse Muster, reicht meine Selbstbeherrschung nicht..
Über Wahrheit lässt sich ewig diskutieren... Spare ich mir an dieser Stelle.
"Die Wahrheit" in diesem Kontext (Frauen, Männer, Beziehung, ...) gibt es nicht.
"Soweit deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht deine Freiheit!"
Marie von Ebner-Eschenbach