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  • Der grosse Widerspruch der Liebe

    Diskussion · 117 Beiträge · 6 Gefällt mir · 1.734 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

     

    Mit diesem Thread komme ich an ein vorläufiges Ende meiner Trilogie über die Liebe.

     

    Der geneigte Leser weiss, dass meine Threads eine längere Aufmerksamkeitsspanne als 30 Sekunden benötigen. Darum lese nur weiter, wenn du Freude am Denken und Lesen hast.

     

    Im ersten Thread der ‚Zwei Arten von Liebenden‘ haben wir darüber nachgedacht, was es braucht, um in einer Beziehung das Gleichgewicht zu halten.

     

    Im zweiten Thread ‚Die Liebes - DNA deines Lebens‘ versuchte ich das grundsätzliche Liebesverständnis eines jeden Menschen von einer donativen und einer possessiven Liebe aufzuzeigen.

     

    Dieser Thread hier erachte ich als bedeutend einfacher, weil er sich nicht mit der Tiefe unserer Seelen und ihrer Beschaffenheit beschäftigt, sondern mehr in der Anwendung der Liebe im täglichen Leben einer Partnerschaft oder auch anderswo.

     

    Ich glaube die reine Liebe ist eine freiwillige Antwort meines Herzens. Sie kann nicht erzwungen werden. Und trotzdem neigen wir dazu, die Liebe in ein Korsett zu stecken, damit ich ihr sicher sein kann. Das grösste Regelwerk der Liebe ist sicher das der Ehe. Es reicht von der Gesetzgebung, über die Religion und damit der Kultur, bis in die tiefsten Ecken unseres Herzens hinein.

     

    Zwei Menschen finden und verlieben sich. Ich glaube die Grundlage des Verliebtseins ist genau diese Freiwilligkeit, die wir als Paar automatisch institutionalisieren, sei es durch unsere Gewohnheiten und Erwartungen, oder sogar durch das Gesetz vor dem Traualtar.

     

    So stecken wir die Liebe immer tiefer in Zwänge, die ihr die Freiwilligkeit rauben und daraus eine Pflicht machen.

     

    Ich erachte das als der grosse Widerspruch der Liebe, ja, er erstickt sie regelrecht, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer kann ihm entrinnen oder in einer Partnerschaft sogar auflösen?

     

    Deswegen die Ehe zu verteufeln, scheint mir sicher zu kurz gegriffen.

     

    Ich bin gespannt, was deine Meinung dazu ist.

    02.04.26, 17:41

Beiträge

  • 04.04.26, 16:17

     

    Peter:

     

    Tony:

    Ich finde die letzten beiden Beiträge sehr interessant und das Korsett eine geeignete Metapher für die Ehe, nur schon weil sie da ist um das Idealmass zu betonen.

    Ich wage folgende These aufzustellen:

     

    Je reifer die Persönlichkeiten in einer Beziehung werden, desto weniger benötigen sie das Korsett, um miteinander glücklich zu sein.

     

    Und das wäre meine Vision:

     

    Irgendwann einmal werden wir das Korsett an einem Hacken aufhängen und uns gemeinsam köstlich darüber amüsieren, wie naiv wir in unseren Anfängen gewesen sind. Denn unterdessen haben wir einander die Freiheit gegönnt, unsere Persönlichkeiten zu entwickeln und auch die Angst verloren, dass wir uns jemals verlieren könnten.

     

    Ab und zu würd ich das Korsett wieder vom Nagel nehmen.

    …und wann würdest dies gerne tun lieber Peter?

  • 04.04.26, 13:44

     

    Tony:

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    Ob Ehe oder Liebe, diese zwei Begriffe haben sich aus dem Luxusleben der Menschen ergeben. Freiheit ist eine Illusion. Eine Beziehung eingehen bedeutet eine Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu handeln, ob es einem persönlich gerade passt oder nicht. 

  • 04.04.26, 13:18 - Zuletzt bearbeitet 04.04.26, 13:19.

     

    Tony:

    Und das wäre meine Vision:

     

    Irgendwann einmal werden wir das Korsett an einem Hacken aufhängen und uns gemeinsam köstlich darüber amüsieren, wie naiv wir in unseren Anfängen gewesen sind. Denn unterdessen haben wir einander die Freiheit gegönnt, unsere Persönlichkeiten zu entwickeln und auch die Angst verloren, dass wir uns jemals verlieren könnten.

    Wenn du wahrscheinlich die persönliche Entwicklung meinst, so sehe ich darin die Menschheitsentwicklung.

    "Viele Jahrtausende es noch wird dauern".

    Aber es wird.

    Die Hoffnung lebt am längsten.

    "Der Sinn des Lebens ist es, weiterzugeben".

    Und sei es auch nur mal ein Osterei!

     

    Frohe Ostern!

  • 04.04.26, 12:48

    Ein häufiger Widerspruch in der Liebe ist auch das Ungleichgewicht,  einer liebt meistens mehr als der andere oder das einseitige Lieben ohne Gegenliebe.

    Liebe kann vergehen oder wachsen, ist nie selbstverständlich, darf nie gefordert werden.

     

    Über die Ehe kann ich nicht mitreden, ein Vertrag der regelt erschien mir immer wie Mistrauen, was bei Liebe nichts zu suchen hat.

  •  

    Tony:

    Ich finde die letzten beiden Beiträge sehr interessant und das Korsett eine geeignete Metapher für die Ehe, nur schon weil sie da ist um das Idealmass zu betonen.

    Ich wage folgende These aufzustellen:

     

    Je reifer die Persönlichkeiten in einer Beziehung werden, desto weniger benötigen sie das Korsett, um miteinander glücklich zu sein.

     

    Und das wäre meine Vision:

     

    Irgendwann einmal werden wir das Korsett an einem Hacken aufhängen und uns gemeinsam köstlich darüber amüsieren, wie naiv wir in unseren Anfängen gewesen sind. Denn unterdessen haben wir einander die Freiheit gegönnt, unsere Persönlichkeiten zu entwickeln und auch die Angst verloren, dass wir uns jemals verlieren könnten.

     

    Ab und zu würd ich das Korsett wieder vom Nagel nehmen.

  • 04.04.26, 12:13 - Zuletzt bearbeitet 04.04.26, 12:56.

    Ich finde die letzten beiden Beiträge sehr interessant und das Korsett eine geeignete Metapher für die Ehe, nur schon weil es da ist, um das Idealmass zu betonen.

    Ich wage folgende These aufzustellen:

     

    Je reifer die Persönlichkeiten in einer Beziehung werden, desto weniger benötigen sie das Korsett, um miteinander glücklich zu sein.

     

    Und das wäre meine Vision:

     

    Irgendwann einmal werden wir das Korsett an einem Hacken aufhängen und uns gemeinsam köstlich darüber amüsieren, wie naiv wir in unseren Anfängen gewesen sind. Denn unterdessen haben wir einander die Freiheit gegönnt, unsere Persönlichkeiten zu entwickeln und auch die Angst verloren, dass wir uns jemals verlieren könnten.

     

  • 04.04.26, 11:50

     

    Peter:

    Die Ehe ist nun einmal da.

    ...

    Sie ist "Rahmen" u.a.  für soziale Übersichtlichkeit, Verbindlichkeit, Treue, einer aufrichtigen und reifen Beziehungsqualität zweier Menschen....

    Sind nur meine "Bilder".

    ...

     

    Viele Menschen haben diese, teilweise romantisierte, Vorstellung auch heute noch. Schaut man sich jedoch die Scheidungsrate in westlichen Ländern an, kommt man zu dem Schluss, dass es zumindest mit dem "bis der Tod uns scheidet" schon lange nicht mehr im Einklang steht.

     

    Du stellst ja selbst die offene Frage "was hält eine Beziehung zusammen?". Das ist natürlich sehr vielfältig. Die "Freiwillig zum bekennen zu seinem Gegenüber" ist mit Sicherheit ein wichtiger Punkt - und diese muss, für beide Seiten, immer wieder aufs neue hinterfragt werden.

     

    Ist die Ehe und das metaphorische "Korsett", welches eine Verbindung zwar zusammenhält, aber auch einschnüren kann, der langfristigen Liebe eher abträglich...insbesondere wenn man an den Punkt der Freiwilligkeit denkt?

     

    Das ist keine Wertung meinerseits, lediglich ein Gedankengang aufgrund Beobachtungen in der Gesellschaft.

  • Die Ehe ist nun einmal da.

    (War mal fast der härteste Beton der Welt)

    Sie ist "Rahmen" u.a.  für soziale Übersichtlichkeit, Verbindlichkeit, Treue, einer aufrichtigen und reifen Beziehungsqualität zweier Menschen....

    Sind nur meine "Bilder".

     

    Ein massgeschneidertes Korsett...für einen Anfang? Und für ein Ende?

    Korsette haben ein langes Band und viele Löcher und Ösen, so viel ich weiss, zum Festziehen.

    Aber herangezogen werden sie dann auch, weil sich die Fülle verändert und anderer Platz im (Heraus) Wachsen der PartnerInnen Raum sucht und "dazugewinnen" möchte..

    Und dann ist das Bandl aus. Das Korsett hält die Beziehung nicht mehr zusammen.

    Nicht mehr das zusammen, was mal drin war...in der Liebe, zwischen den beiden. Es ist nicht mehr das drin, in der Liebe.

    (In das sie einmal so göttlich gut Platz hatte... auch unvermutet reingezimmert wurde)

     

    Was hält eine Beziehung zusammen?

    Was hält mich bei meinem Partner?

    Ist mehr als ein Gefühl?

    Macht es Sinn?

    Gibt es dafür richtige Worte?

    (...mal abgesehen von Kindern, Prestige, Moral, Sex, Haus und Pool...)

     

    Ich transformiere es mal herunter: Freiwillig zum anderen ja zu sagen und es sich gegenseitig aufrichtig und ehrlich zeigen (zu wollen...zu können).

    (so meint es auch Tony...?)

     

    So lange es möglich ist.

    Wie lange geht das?

    Ohne Korsett?

     

    Ist das die Frage, wie lange es geht?

    Wenn es geht?

  • 03.04.26, 23:36

     

    COKE:

    die liebe ist oft durch sehr viele äußere umstände gesprägt-beeinflusst, die rein mit der zwischenmenschlichkeit zweier personen und zusammen passen nichts zu tun haben. 

     

    man könnte optisch und inhaltlich das perfekte paar sein, aber es passt aufgrund der og umstände nicht. wenn frauen ohne männer kinder bekommen könnten und dabei glz automatisch finanziell abgesichert wären, würden diese ganz andere partner wählen.

     

    die emanzen glauben jetzt wieder, ich will damit aussagen, frauen können nicht alleine ihre geld verdienen und brauchen deshalb einen mann. was für ein schwachsinn, mir gehts praktisch um das gegenteil dabei.

     

    sobald kinder ,häuschen bauen, heirat ,der plan für immer zusammen zu sein, die biologische uhr der frau im spiel sind, spielen plötzlich ganz viele umstnde mit rein, welche mit der eigentlichen wahren liebe nichts zu tun haben.ratio und reines überleben, abgesichert sein.

    …“die Emanzen „…krass

  •  

    Mandi:

     

    Tony:

    Wenn ich liebe, habe ich auch die Grösse eine Ehe zu managen, die per se die Freiheit einschränkt, aber da sie durch die Liebe erfüllt wird, erübrigt sich die Frage nach der Freiheit. 

    Eva-Maria Zurhorst:

    "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest"

    Ich liebe ihr Buch 'Soul Sex'. Sehr lesenswert, wer in diesem Gebiet weiterkommen will ...

  • 03.04.26, 19:37

    Freiheit = Unabhängigkeit = alleinige Verantwortung = bedingungslose Liebe?

  • 03.04.26, 19:34

     

    Tony:

    Wenn ich liebe, habe ich auch die Grösse eine Ehe zu managen, die per se die Freiheit einschränkt, aber da sie durch die Liebe erfüllt wird, erübrigt sich die Frage nach der Freiheit. 

    Eva-Maria Zurhorst:

    "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest"

  • Bei mir ist der Satz "die Liebe als Kind der Freiheit" hängengeblieben.

     

    Ich habe vielleicht eine Lösung des Dilemmas:

     

    Die Freiheit ist ein Kind der Liebe, und nicht umgekehrt. Sobald ich die Liebe als höchste Instanz setze, kann ich die Freiheit durch ihre Kraft managen. Vielleicht kann nur frei sein, wer liebt. Wenn ich liebe, habe ich auch die Grösse eine Ehe zu managen, die per se die Freiheit einschränkt, aber da sie durch die Liebe erfüllt wird, erübrigt sich die Frage nach der Freiheit. Das würde mir sogar erlauben, in äusserst widrigen Umständen meine innere Freiheit zu bewahren, weil ich in der Liebe bleibe und in ihr meine Freiheit immer erleben kann.

  • 03.04.26, 18:28

    Vielleicht sollte man aufhören, mit der Liebe immer das Wort "Freiheit" verknüpfen-? Was übrigens auch einem "in ein Korsett setzen" gleich kommt. Auch da sind Erwartungen, Druck, Bilder der Gesellschaft, Zwang im entferntesten Sinn. Auch da meint man zu wissen, wie es sein müsste, was es braucht und es sich anfühlt. Liebe kann nur verknüpft mit Freiheit existieren? Das ist auch eine Bedingung!! Und somit eine Einschränkung.

     

    Ich kapiere in dem Sinne nicht, wo da der Unterschied ist zur Ehe usw..-?

     

    Nur so laut gedacht, um das Dilemma zu lösen, was mir als keines erscheint.

     

    Um das Thema Liebe wird viel Hype gemacht. 

    Woher kommt eigentlich der extrem hohe Anspruch an die Liebe? Warum wird das eigentlich nie mal tüchtig hinterfragt? Vielleicht wird einfach viiiel zu viiiiel in fiesen Thema erwartet?

     

    Vielleicht braucht es mal ein paar Schritte wieder zurück?! Zu sich.

     

    Und zu leisen Tönen. 

     

    Liebe ist eine Entscheidung zu einem Seinszustand. Und doch, man kann es manipulieren- wenn man es illusionsfrei ganz genau unter die Lupe nimmt ist das möglich. Nämlich Du selber bei Dir. So wie Du immer in jede Sekunde entscheiden kannst, was Du denken, sagen oder fühlen oder handeln möchtest. Das ist der springende Punkt. Denn allfällige Trigger kann man beherrschen lernen. Auflösen.

    Das nennt sich dann im grossen Modus "Selbstverantwortung zu übernehmen." 

     

    Du kannst in jeder Sekunde entscheiden, ob Du das Leben liebst, so wie es ist oder nicht. Ob Du selber Liebe bist oder nicht. Du entscheidest darüber, welche Kanäle bei Dir offen sind, welche Filter laufen, mit wem Du zusammen sein willst usw.. Ja, es gibt ein Zusammenspiel- ob nun mit grosser Freiheit und ohne Pläne oder ob in einer klassischen verbindlichen Partnerschaft.

     

    Wenn Du das ausdrückst, was Du wahrlich empfindest- und das so 1:1 ausleben kannst bei einem Partner, dann ist das ist für mich "bedingungslose Liebe". So angenommen zu werden ist ein wahrhaftes Geschenk in der heutigen Gesellschaft. Wenn Du das aber nicht nur beim Partner, sondern bei den Mitmenschen auch so machst, dann wird es eben immer mehr ein innerlichen "Seinszustand".

     

    Gewohnheiten, erstickt werden, Pflicht, Religion, Gesetz...- all die oben genannten Schlagwörter, das engt nicht ein, sowie auch Freiheit nicht die Sache vertieft.

     

    Es sind einfach nur leise Töne, die still mitschwingen.

     

    Schwierig zu erklären.

     

     

     

     

     

     

  • 03.04.26, 15:56

     

    Ute:

     

    Stefan:

     

     

    Es ist tatsächlich nur mein subjektives Empfinden - ohne es z.B. auf ökonomischer Sicht gegeneinander aufzuwiegen. 

    Aber auch beim lesen dieser Zusammenfassung habe ich eher das Gefühl, dass die Vorteile für den Staat sehr überwiegen. 

     

    Könnte in der heutigen Zeit der "Großteil" der Paare auch ohne Ehe wunderbar leben? Vermutlich ja.

    Hätte der Staat ein Problem, würde es die Ehe (und den damit verbundenen "Pflichten" im wirtschaftlichen Sinn) so kaum noch geben? Vermutlich ebenfalls ja.

     

    Ich bin auf diesem Gebiet nicht sonderlich informiert, will da aber jetzt nicht vertieft mittels KI einsteigen. Sobald man aber unter einem gemeinsamen Dach wohnt, bestehen schon gegenseitige Versorgungspflichten, sobald Bürgergeld beantragt wird, oder? Insofern profitiert der Staat schon von der Liebe. Das ist mir jetzt zu schräg, so mag ich die Liebe nicht verknüpft sehen.

     

    Wie gesagt, ist eher eine subjektive Wahrnehmung, ich bin da auch nicht total informiert. 

    Für die Paare selbst scheint mir das Ehekonstrukt aber ein historisches Überbleibsel aus einer Zeit zu sein, als diese "Sicherheiten" noch sehr wichtig und notig waren. 

    Wie Mandi schon geschrieben hat, die Verknüpfung mit der Liebe ist mehr etwas neumodernes. 

  • 03.04.26, 15:46

    Hallo Tony,

    wie Ute hier schon ausführlich die Vorteile der Ehe aufgeführt hat, finde ich diese an sich auch nicht schlecht. 

    Weil wie oft kommt es vor, dass von Liebe gesprochen wird und diese dann doch nach wenigen Jahren dahin ist?

    In der Regel wollen Paare, wenn sie sich lieben und jung sind, auch irgendwann eine Familie gründen, zusammen etwas aufbauen. Da verstehe ich schon, dass gerade Frauen sich absichern wollen und klare Verhältnisse haben möchten. 

    Es gibt auch Menschen, denen es ein Bedürfnis ist, ihrer grossen Liebe vor Anderen und vor Gott das Gelöbnis auszusprechen. Das ist nicht unbedingt verkehrt, wenn man sich 100%ig sicher ist. Außerdem glaube ich (ich kann mich auch täuschen), dass sich verheiratete Paare nicht so leicht trennen und viel mehr um die Beziehung bemüht sind. 

     

    Es hört sich immer so schön an, wenn man von reiner Liebe, Freiwilligkeit und Herzentscheidung liest. Nur leider kann es eben auch zu grossen Dramen führen, wenn eben dieser Liebe, Freiwilligkeit und Herzensangelegenheit Beständigkeit und Ausdauer fehlen. 

  • 03.04.26, 10:57

    Ich verstehe dieses ganze "Ach und Weh" nicht: Sobald eine Liebe mit gemeinsamen Zukunftspläne tiefer einhergeht, lässt sich "ein sicherndes Netz für Beide notariell regeln!

    ABER auch hier: Ehen oder tiefe Gemeinschaften können gelöst (geschieden/getrennt) werden, eine Elternschaft jedoch ist m. E.  die tiefste Verbindung Zweier, die eingegangen werden kann, die lebenslang besteht und deshalb umso "heiliger" wahrgenommen werden sollte!

     

  • 03.04.26, 10:51

     

    Tony:

    Vielleicht war es der grösste Fehler unserer Zivilisation, die Ehe mit der Liebe dermassen zu verbinden, dass man sie sich ausserhalb der Ehe gar nicht vorstellen konnte, ja sogar verbieten musste. Vielleicht müsste man die Liebesehe schlichtweg verbieten ... ;)

    Ehe und Liebe miteinander zu verbinden, ist das nicht eher eine sehr neumodische Sitte? 

  • 03.04.26, 10:49

    die liebe ist oft durch sehr viele äußere umstände gesprägt-beeinflusst, die rein mit der zwischenmenschlichkeit zweier personen und zusammen passen nichts zu tun haben. 

     

    man könnte optisch und inhaltlich das perfekte paar sein, aber es passt aufgrund der og umstände nicht. wenn frauen ohne männer kinder bekommen könnten und dabei glz automatisch finanziell abgesichert wären, würden diese ganz andere partner wählen.

     

    die emanzen glauben jetzt wieder, ich will damit aussagen, frauen können nicht alleine ihre geld verdienen und brauchen deshalb einen mann. was für ein schwachsinn, mir gehts praktisch um das gegenteil dabei.

     

    sobald kinder ,häuschen bauen, heirat ,der plan für immer zusammen zu sein, die biologische uhr der frau im spiel sind, spielen plötzlich ganz viele umstnde mit rein, welche mit der eigentlichen wahren liebe nichts zu tun haben.ratio und reines überleben, abgesichert sein.

  • 03.04.26, 10:43 - Zuletzt bearbeitet 03.04.26, 10:45.

     

    Stefan:

     

    Ute:

     

     

    Hab jetzt grad überlegt und dann mal kurz Gemini befragt:

    Der Staat fördert die Ehe primär als stabiles Fundament der Gesellschaft, da sie rechtliche und soziale Absicherungen schafft, die öffentliche Haushalte langfristig entlasten.

    Hier sind die zentralen Vorteile für den Staat:

    Subsidiarität (Gegenseitige Unterhaltspflicht): Ehepartner sind gesetzlich verpflichtet, füreinander aufzukommen. In Notlagen (Arbeitslosigkeit, Krankheit) greift somit erst das private Vermögen des Partners, bevor staatliche Sozialleistungen (wie Bürgergeld) gezahlt werden müssen.

    Stabilität für Kinder: Die Ehe gilt statistisch als stabiler Rahmen für die Erziehung von Kindern. Da der Staat ein Interesse an gut sozialisierten künftigen Steuerzahlern hat, fördert er Lebensformen, die das Risiko von instabilen Verhältnissen minimieren.

    Absicherung im Alter und Krankheitsfall: Durch die gegenseitige Fürsorge und die Hinterbliebenenversorgung (Witwenrente) wird das Risiko von Altersarmut und die Abhängigkeit von staatlicher Grundsicherung verringert.

    Rechtssicherheit: Die Ehe regelt klare Verhältnisse bei Erbschaft, Sorge- und Entscheidungsrechten. Dies reduziert den Verwaltungsaufwand und gerichtliche Auseinandersetzungen über privatrechtliche Ansprüche.

    Demografischer Faktor: Auch wenn Geburten nicht an die Ehe gebunden sind, korreliert die Eheschließung oft mit der Familiengründung, was der Staat zur Sicherung der Renten- und Sozialsysteme benötigt.

    Das Ehegattensplitting oder steuerliche Vorteile werden dabei als „Investition“ des Staates betrachtet, um diese private Verantwortungsübernahme zu honorieren.


    Das ist doch ein ziemlich fairer Deal, oder? Im Grunde wollen wir doch auch ohne Ehe all diese Faktoren durch die reine Liebe abgedeckt haben, insofern ist das Ehegattensplitting ein Geschenk obendrauf.

     

    Es ist tatsächlich nur mein subjektives Empfinden - ohne es z.B. auf ökonomischer Sicht gegeneinander aufzuwiegen. 

    Aber auch beim lesen dieser Zusammenfassung habe ich eher das Gefühl, dass die Vorteile für den Staat sehr überwiegen. 

     

    Könnte in der heutigen Zeit der "Großteil" der Paare auch ohne Ehe wunderbar leben? Vermutlich ja.

    Hätte der Staat ein Problem, würde es die Ehe (und den damit verbundenen "Pflichten" im wirtschaftlichen Sinn) so kaum noch geben? Vermutlich ebenfalls ja.

     

    Ich bin auf diesem Gebiet nicht sonderlich informiert, will da aber jetzt nicht vertieft mittels KI einsteigen. Sobald man aber unter einem gemeinsamen Dach wohnt, bestehen schon gegenseitige Versorgungspflichten, sobald Bürgergeld beantragt wird, oder? Insofern profitiert der Staat schon von der Liebe. Das ist mir jetzt zu schräg, so mag ich die Liebe nicht verknüpft sehen.

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