Ich bin 35 Jahre alt… (eigentlich zu jung ;) )
Und gestern hatte ich plötzlich einen Moment – einen dieser stillen, beinahe unmerklichen – in dem ich sah, dass ich alt bin, so alt, dass manches nicht mehr möglich ist…
So, dass Wege sich schließen, noch bevor ich sie überhaupt gegangen bin und das Leben leiser wird, enger, begrenzter…
Und dann kam die nächste Frage, fast schwerer als die erste:
Was soll das alles eigentlich?
Dieser ständige Wechsel aus Stress und Mühe, Arbeit, leid, die kleine und große Schmerzen…
Dingen, die uns ermüden, die uns tragen.
Auch schöne Dinge, ja auch alle schöne Dinge…
Und am Ende?
Was passiert?
Ich spreche nicht von einem Danach, nicht von Ewigkeit, nicht von Erleuchtung oder irgendeinem Erwachen, das alles erklärt.
Vielleicht endet es einfach. Still. Endgültig. Und vielleicht spielt es keine Rolle, wie.
Also: Wo ist der Sinn?
Gibt es überhaupt einen?
Oder… ist das Leben selbst der Sinn?
Nicht als etwas, das man verstehen muss, sondern als etwas, das man einfach leben muss!
Vielleicht geht es gar nicht darum, nur das Schöne zu sammeln und erleben sondern auch die unschöne…
Vielleicht sind wir hier, um alles zu berühren, erleben was es gibt:
das Leichte und das Schwere,
das Warme und das Kalte,
das, was uns aufblühen lässt – und das, was uns herausfordert.
Alles. Einfach wirklich alles.
Nicht nur die süßen Dinge zu finden und ständig nur die nehmen und erleben, wie Schokolade – und das andere ganz zu vermeiden, wie Brokkoli ;) ( oder umgekehrt).
EINFACH ALLES ERLEBEN, WAS WIR HIER ERLEBEN KÖNNEN/DÜRFEN…
Je mehr davon, besser…
keine Ahnung, ich weiß es nicht, dachte ist es so wie ich denke… oder? Wie siehst du das?
