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  • Die Liebes - DNA deines Lebens

    Diskussion · 16 Beiträge · 4 Gefällt mir · 555 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Deine Liebes - DNA

     

    Ich habe beobachtet, dass es grundsätzlich zwei Wege gibt, wie die Liebe verstanden und gelebt wird.

     

    Entweder erfahre ich die Liebe als einen Tausch: Ich gebe dir meine Liebe, weil du mir deine gibst. Ich gebe dir meinen Körper, aber du bist mir treu. Ich heirate dich, weil du für mich sorgst.

     

    Das andere Verständnis ist das der Liebe, die aus sich selbst herausfliesst. Diese Menschen lieben, weil sie nicht anders können und wollen. Sie versuchen, vorbehaltlos und selbstlos zu lieben. Sie geben die Liebe als einen Vorschuss. Wenn sie beantwortet wird, umso besser. Wenn nicht, dann gehen sie einfach weiter.

     

    Ich nenne das erste Liebesverständnis die ‚possessive‘ Liebe. Sie nimmt das Liebesobjekt in Beschlag und verwaltet es entsprechend. Damit einher kommen häufig Eifersucht und Neid, muss aber nicht sein. Der Vorteil dieser Liebe ist, dass sie klare Grenzen setzt, der Nachteil: Sie muss diese ständig kontrollieren und genau Buchhaltung führen.

     

    Für die zweite Art der Liebes – DNA fehlt mir das passende gegenüberstehende germanisierte lateinische Wort, darum habe ich ein neues erschaffen: donativ (Lat: donatio / schenkend). Vielleicht kann ein Germanist mir da weiterhelfen. Sie ist eine Liebe, die viel risikoreicher ist. Gerade weil sie häufig selbstlos ist, verliert sich der/die Liebhaberin im Liebestaumel, was natürlich verheerend sein kann. Sie ist aber selten nachtragend und interessiert sich überhaupt nicht für den Kontostand.

     

    Ich habe beobachtet und selber erlebt, dass die Liebes – DNA im Unterbewusstsein eines Menschen ganz tief eingegraben ist. Die Prägung findet wohl in unseren ersten vier Lebensjahren statt. Ich schätze, dass 90 % von uns mit einer possessiven Liebe erzogen wurden: „Da hast du aber eine schöne Zeichnung gemacht. Du bist ein liebes Kind.“ Oder: „Wenn du nicht gehorchst, dann habe ich dich nicht mehr lieb.“ etc. Bei Kindern unter sich kann die donative Liebe aber sehr wohl verbreitet sein.


    Egal mit welcher kulturellen Prägung wir aufgewachsen sind, sehe ich, dass wir entweder ein possessives oder donatives Liebesverständnis habe, das unser ganzes Leben lang begleiten wird. Die Krux ist aber, dass sie in einer Partnerschaft nur schwer vereinbar sind.


    Ich denke es lohnt sich zu prüfen, wer sich bindet. Und vielleicht wird dir jetzt auch bewusst, warum es das letzte Mal nicht geklappt hat.


    Wie siehst du das?


     

    (Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität prägnant zu benennen. Selbstverständlich gibt es dazwischen unendliche Farbtöne.)

    02.03.26, 12:04

Beiträge

  • Heute, 20:27

     

    Ilo:

    Muss man das alles so "zerreden" und sezieren? Es gibt sicherlich situativ bedingt beides, Mischformen. 

    Danke , Du sprichst mir aus der SEELE, DANKE 🙏❗️

  • Heute, 20:18

    Muss man das alles so "zerreden" und sezieren? Es gibt sicherlich situativ bedingt beides, Mischformen. 

  •  

    Peter:

    Finde es spannend, unserer Liebe diese 2 "Richtungen" zu geben.

    Vielleicht gibt es diese 2 "Tendenzen"?

    Ich glaube, dass es nicht immer möglich ist, sie eindeutig so zu sortieren.

     

    Ich persönlich tue mir mit der ersteren Liebe schwerer, sie als echte Liebe anzusehen, wenn dabei etwas mitschwingt, wie Tausch, eine Art Abmachung, Absicherung oder "Handelsbeziehung": Ich heirate dich, weil du mich beschützt. Ich gebe dir meinen Körper und du mir Treue, Kontostand, Malediven und Kinder.

    Diese Liebe hat für mich etwas unsympathisches.

     

    Aber ich kenne solche Liebesszenarien und weiss, dass sie im Liebesalltag Thema und eine Art "Vertragsgrundlage" sind...sein können.

     

    Die andere Liebe...ist anders.

    Sie fühlt sich für mich freier an und stimmiger.

    Mit dieser Liebe, würde ich mich lieber identifizieren.

    Ich weiss aber, dass ich Bedürfnisse und Wünsche habe, die auch zur ersteren "Handels- und Versicherungsliebe" gehören.

     

    Ich würde die erste Sorte gar nicht als Liebe bezeichnen, sondern als Partnerschaft mit "Selbstbehalt"  "Handelsabkommen" und Heiratsvertrag.

    Aber wenn diese "Liebe" glücklich macht und erfüllend ist, warum nicht.

    Herrlich!

     

    "Echte" Liebe entpuppt und entfaltet sich meiner Meinung nach frei von "Abmachungen", "Absicherungen", und so etwas wie einem Schaffen eines Ausgleiches, im Sinn wie "Wie du mir...so ich dir". (Ein Drahtseilakt...mit beunruhigendem und zugleich beruhigendem SicherheitsNetz)

     

    Fliesst sie ohne Hintergründe, Absichten, Absicherung oder Vereinbarungen?

     

    (Aber schon mit Austausch, sich verständigen, sich "streiten", sich verbünden, sich einlassen ...mit und ohne Worte.)

     

    Kommt sie ohne "Rahmenbedingungen" aus?

    Spricht sie für sich, belebt und hält sie einfach und unmissverständlich im Miteinander?

     

    Ich glaube an Sie!

     

    Wär schön, wenn Liebe aus ihrer Freiheit heraus einfach Geborgenheit schafft und für das offen ist, was ist und kommen mag.

     

    Aber: wir sind erzogen und geprägt worden, wir sind unsicher und haben Ängste.

     

    Völlig freie Liebe "braucht" auch freie Menschen.

    Gibt es solche Menschen?

    (Gibt es solche Liebe?)

     

    Wer ist so frei...wie die Liebe...die nichts will...sondern nur strömt, gewährt, einen bezaubert, trägt, überwältigt und mit Wurzeln um sich schlägt?

     

    Sind wir Boden für sie?

     

    Gibt es sie nur im Märchen?

    Nicht hier?

    Oder können wir uns ihr nähern, sie aufspüren, befreien...?

    Uns!

    Das ist ein sehr schöner und interessanter Text. Vielen Dank.

  • Gestern, 22:41

     

    Peter:

    Finde es spannend, unserer Liebe diese 2 "Richtungen" zu geben.

    Vielleicht gibt es diese 2 "Tendenzen"?

    Ich glaube, dass es nicht immer möglich ist, sie eindeutig so zu sortieren.

     

    Ich persönlich tue mir mit der ersteren Liebe schwerer, sie als echte Liebe anzusehen, wenn dabei etwas mitschwingt, wie Tausch, eine Art Abmachung, Absicherung oder "Handelsbeziehung": Ich heirate dich, weil du mich beschützt. Ich gebe dir meinen Körper und du mir Treue, Kontostand, Malediven und Kinder.

    Diese Liebe hat für mich etwas unsympathisches.

     

    Aber ich kenne solche Liebesszenarien und weiss, dass sie im Liebesalltag Thema und eine Art "Vertragsgrundlage" sind...sein können.

     

    Die andere Liebe...ist anders.

    Sie fühlt sich für mich freier an und stimmiger.

    Mit dieser Liebe, würde ich mich lieber identifizieren.

    Ich weiss aber, dass ich Bedürfnisse und Wünsche habe, die auch zur ersteren "Handels- und Versicherungsliebe" gehören.

     

    Ich würde die erste Sorte gar nicht als Liebe bezeichnen, sondern als Partnerschaft mit "Selbstbehalt"  "Handelsabkommen" und Heiratsvertrag.

    Aber wenn diese "Liebe" glücklich macht und erfüllend ist, warum nicht.

    Herrlich!

     

    "Echte" Liebe entpuppt und entfaltet sich meiner Meinung nach frei von "Abmachungen", "Absicherungen", und so etwas wie einem Schaffen eines Ausgleiches, im Sinn wie "Wie du mir...so ich dir". (Ein Drahtseilakt...mit beunruhigendem und zugleich beruhigendem SicherheitsNetz)

     

    Fliesst sie ohne Hintergründe, Absichten, Absicherung oder Vereinbarungen?

     

    (Aber schon mit Austausch, sich verständigen, sich "streiten", sich verbünden, sich einlassen ...mit und ohne Worte.)

     

    Kommt sie ohne "Rahmenbedingungen" aus?

    Spricht sie für sich, belebt und hält sie einfach und unmissverständlich im Miteinander?

     

    Ich glaube an Sie!

     

    Wär schön, wenn Liebe aus ihrer Freiheit heraus einfach Geborgenheit schafft und für das offen ist, was ist und kommen mag.

     

    Aber: wir sind erzogen und geprägt worden, wir sind unsicher und haben Ängste.

     

    Völlig freie Liebe "braucht" auch freie Menschen.

    Gibt es solche Menschen?

    (Gibt es solche Liebe?)

     

    Wer ist so frei...wie die Liebe...die nichts will...sondern nur strömt, gewährt, einen bezaubert, trägt, überwältigt und mit Wurzeln um sich schlägt?

     

    Sind wir Boden für sie?

     

    Gibt es sie nur im Märchen?

    Nicht hier?

    Oder können wir uns ihr nähern, sie aufspüren, befreien...?

    Uns!

    Ich kenne keine andere: Frei, strömend, gewährend, bezaubernd, tragend, und SOLANGE bedingungslos wurzelnd und nährend, bis ich eines anderen "belehrt" werde! M. E. ist alles andere ein "Deal", der bald platz!

  • Gestern, 21:35 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 22:10.

    Finde es spannend, unserer Liebe diese 2 "Richtungen" zu geben.

    Vielleicht gibt es diese 2 "Tendenzen"?

    Ich glaube, dass es nicht immer möglich ist, sie eindeutig so zu sortieren.

     

    Ich persönlich tue mir mit der ersteren Liebe schwerer, sie als echte Liebe anzusehen, wenn dabei etwas mitschwingt, wie Tausch, eine Art Abmachung, Absicherung oder "Handelsbeziehung": Ich heirate dich, weil du mich beschützt. Ich gebe dir meinen Körper und du mir Treue, Kontostand, Malediven und Kinder.

    Diese Liebe hat für mich etwas unsympathisches.

     

    Aber ich kenne solche Liebesszenarien und weiss, dass sie im Liebesalltag Thema und eine Art "Vertragsgrundlage" sind...sein können.

     

    Die andere Liebe...ist anders.

    Sie fühlt sich für mich freier an und stimmiger.

    Mit dieser Liebe, würde ich mich lieber identifizieren.

    Ich weiss aber, dass ich Bedürfnisse und Wünsche habe, die auch zur ersteren "Handels- und Versicherungsliebe" gehören.

     

    Ich würde die erste Sorte gar nicht als Liebe bezeichnen, sondern als Partnerschaft mit "Selbstbehalt"  "Handelsabkommen" und Heiratsvertrag.

    Aber wenn diese "Liebe" glücklich macht und erfüllend ist, warum nicht.

    Herrlich!

     

    "Echte" Liebe entpuppt und entfaltet sich meiner Meinung nach frei von "Abmachungen", "Absicherungen", und so etwas wie einem Schaffen eines Ausgleiches, im Sinn wie "Wie du mir...so ich dir". (Ein Drahtseilakt...mit beunruhigendem und zugleich beruhigendem SicherheitsNetz)

     

    Fliesst sie ohne Hintergründe, Absichten, Absicherung oder Vereinbarungen?

     

    (Aber schon mit Austausch, sich verständigen, sich "streiten", sich verbünden, sich einlassen ...mit und ohne Worte.)

     

    Kommt sie ohne "Rahmenbedingungen" aus?

    Spricht sie für sich, belebt und hält sie einfach und unmissverständlich im Miteinander?

     

    Ich glaube an Sie!

     

    Wär schön, wenn Liebe aus ihrer Freiheit heraus einfach Geborgenheit schafft und für das offen ist, was ist und kommen mag.

     

    Aber: wir sind erzogen und geprägt worden, wir sind unsicher und haben Ängste.

     

    Völlig freie Liebe "braucht" auch freie Menschen.

    Gibt es solche Menschen?

    (Gibt es solche Liebe?)

     

    Wer ist so frei...wie die Liebe...die nichts will...sondern nur strömt, gewährt, einen bezaubert, trägt, überwältigt und mit Wurzeln um sich schlägt?

     

    Sind wir Boden für sie?

     

    Gibt es sie nur im Märchen?

    Nicht hier?

    Oder können wir uns ihr nähern, sie aufspüren, befreien...?

    Uns!

  • Gestern, 18:19

     

    Liebe Evangelina

     

    Es gibt nur Fälle die einem zufallen ...
     

    Die Liebe ist ein Mysterium und sie fällt, wo sie will. Sie hat den Drang gelebt zu werden, sonst erstickt sie. Sie durchdringt das ganze Universum aber ich denke zwischen uns Menschen ist sie etwas ganz besonderes, auf das sogar die Engel neidisch sind.

     

    Ich glaube alle Menschen lieben irgendetwas, und sei es nur das wunderschöne Rot meines Ferraris.

    Tony

    Ach, der letzte Absatz macht alles vorher Geschriebene zunichte!

    Nicht, dass man sein schönes Auto oder dessen Farbe nicht lieben kann oder darf, aber dies zur zwischenmenschlicher Liebe in Verhältnis zu setzten ist degradierend.

    Dieses Thema braucht unbedingt einen eigenen Thread!

  •  

    Evangelia:

    Hallo Tony, 

    na das ist ein jetzt ein Zufall.

    In einer anderen Diskussionsrunde hab ich heute einen Beitrag zum Thema Gedanken Single oder Beziehung hinterlassen.  Gibs hier wie bei YouTube eine Voreinstellung für Vorschläge auf meinen Suchverlauf?! Ich fühle mich beobachtet...🤔😁

     

    Zu deinem Thema...Ich denke da gibt es bestimmt eine Menge Mischformen. Ausserdem ist der Mensch an sich auch lernfähig. Hoffe ich zumindest...🙄 

    Wieso soll er nicht durchaus in der Lage sein von der einen in die andere Form zu switchen? Oder sich in einer gesunden Mitte zu bewegen? Es ist uns durchaus möglich aus erlernten Mustern hinaus zu entwickeln.  Mit professioneller Hilfe sicher schneller und leichter. Inwieweit mag ich nicht beurteilen. Das hat dann etwas mit Bewusstsein und dem Willen zur Weiterentwicklung zu tun. 

     

    Ist es aber nicht eher so, dass es eigentlich egal ist, wie man zu lieben gedenkt? 

    Sondern allein die Tatsache, dass wir lieben (können) uns glücklich machen sollte? 

    Es gibt immer mehr Menschen, die große Schwierigkeiten haben überhaupt solch ein tiefes Gefühl hegen zu können für einen anderen Menschen als sich selbst. Und dann gibt es noch reichlich Welche, die noch nicht einmal dies tun können....ist die Form der Liebe ( bleiben wir deinen beiden "Extremformen";)) dann nicht zweitrangig, wenn wir vor diesen größeren Problemen unserer heutigen, virtuell und reizüberfluteten Spaßgesellschaft stehen?

     

    Ich denke schon...

     

    Lieben Gruß,

     

    Evangelia 

     

     

     

     

     

     

     

     

    Liebe Evangelina

     

    Es gibt nur Fälle die einem zufallen ...
     

    Die Liebe ist ein Mysterium und sie fällt, wo sie will. Sie hat den Drang gelebt zu werden, sonst erstickt sie. Sie durchdringt das ganze Universum aber ich denke zwischen uns Menschen ist sie etwas ganz besonderes, auf das sogar die Engel neidisch sind.

     

    Ich glaube alle Menschen lieben irgendetwas, und sei es nur das wunderschöne Rot meines Ferraris.

    Tony

  • Gestern, 11:38

    Natürlich wird Liebe erfahren,im frühen Kindesalter entwickeln sich die Bindungsstile.Liebe ist am Anfang der Zweisamkeit eine sehr hormonelle Aktion.Die Menschheit wäre sonst ausgestorben.Dopamin und Oxytozin feuern unser Leben .Wenn das abflacht, ist Liebe immer eine Entscheidung.Diese Entscheidung wird immer aus den Erfahrungen getroffen,die ich bis dahin habe.Schlechte Erfahrungen können aber durch positive Erfahrungen überlagert werden.Die Crux dabei ist,dass dieses nur in der Partnerschaft geht.Ich muss mich also immer darauf einlassen könne.Da jeder andere Werte und Erfahrungen hat,ist vieles möglich,um glücklich zu sein.Der beste Teil in unsere heutigen Zeit ist, dass ich als unabhängige Frau Erfahrungen machen darf,wofür ich im  Mittelalter auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre.Dabei verantwortungsvoll gegenüber meiner engsten Umgebung zu bleiben gehört auch dazu.Alles hat seine Zeit.Meine Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen.

  • 02.03.26, 20:13

    Hallo Tony, 

    na das ist ein jetzt ein Zufall.

    In einer anderen Diskussionsrunde hab ich heute einen Beitrag zum Thema Gedanken Single oder Beziehung hinterlassen.  Gibs hier wie bei YouTube eine Voreinstellung für Vorschläge auf meinen Suchverlauf?! Ich fühle mich beobachtet...🤔😁

     

    Zu deinem Thema...Ich denke da gibt es bestimmt eine Menge Mischformen. Ausserdem ist der Mensch an sich auch lernfähig. Hoffe ich zumindest...🙄 

    Wieso soll er nicht durchaus in der Lage sein von der einen in die andere Form zu switchen? Oder sich in einer gesunden Mitte zu bewegen? Es ist uns durchaus möglich aus erlernten Mustern hinaus zu entwickeln.  Mit professioneller Hilfe sicher schneller und leichter. Inwieweit mag ich nicht beurteilen. Das hat dann etwas mit Bewusstsein und dem Willen zur Weiterentwicklung zu tun. 

     

    Ist es aber nicht eher so, dass es eigentlich egal ist, wie man zu lieben gedenkt? 

    Sondern allein die Tatsache, dass wir lieben (können) uns glücklich machen sollte? 

    Es gibt immer mehr Menschen, die große Schwierigkeiten haben überhaupt solch ein tiefes Gefühl hegen zu können für einen anderen Menschen als sich selbst. Und dann gibt es noch reichlich Welche, die noch nicht einmal dies tun können....ist die Form der Liebe ( bleiben wir deinen beiden "Extremformen";)) dann nicht zweitrangig, wenn wir vor diesen größeren Problemen unserer heutigen, virtuell und reizüberfluteten Spaßgesellschaft stehen?

     

    Ich denke schon...

     

    Lieben Gruß,

     

    Evangelia 

     

     

     

     

     

     

     

     

  • 02.03.26, 19:21

    Wenn man die Liebe anfängt wissenschaftlich zu analysieren tut man es runieren.Entweder man spürt es oder nicht.Das gleiche mit Musik Man spürt und genießt es oder nicht.

  • Wow, da kommt man von seiner ersten Velotour zurück und findet solche umfangreichen Reaktionen. Ich fühle mich geehrt und vielen Dank für euer Engagement.

     

    Es ist mir bewusst, dass dieser Thread und auch der andere 'die zwei Arten von Liebenden', anspruchsvolle Themen sind.

     

    Sie funktionieren gut bei Menschen, die in der Selbstreflektion geübt sind. Für andere können sie auch eine Provokation sein und dazu führen, dass die untersten Schubladen geöffnet werden und sie sich gedrängt fühlen 'zurück zu schlagen'.

     

    Es ist nicht meine Absicht zu provozieren, aber sehr wohl zum Nachdenken anzuregen und das hat ja wunderbar funktioniert.

  • 02.03.26, 15:41 - Zuletzt bearbeitet 02.03.26, 15:42.

    Gebe ich meinen Körper und bleibe Treu, bedeutet das noch lange nicht, dass ich meinen Körper nicht auch noch anderen gebe und auch denen Treu bin und umgekehrt natürlich auch. 

    Funktioniert seit etwa 10 Jahren ganz gut.

    Auch dank 'Alkohol" eines anderen🙈😜komme ich zum genuss😜weil es bei mir keinen Alkohol gibt

  •  

    Matthias:

    Lieber Tony, ich finde Deine Ansichten über "Liebe" sehr Schubladendenken... und negativ besetzt (=toxisch).

    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.

    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.

    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.

    Quelle:  Die zwei Arten von Liebenden (Aus dem Eingangsthread DEINER eigenen Diskussion)

     

    Heute schreibst Du...

    Ich habe beobachtet, dass es grundsätzlich zwei Wege gibt, wie die Liebe verstanden und gelebt wird.

    Entweder erfahre ich die Liebe als einen Tausch...

    das der Liebe, die aus sich selbst herausfliesst...

     

    Muss es für Liebe eine Definition geben? ... und wenn es eine geben sollte, meinst Du dann es gibt - Deiner Ansicht - nur zwei? 

     

    Ich finde "Liebe" und "Glauben" (Religion, wobei ich nicht nur die großen Glaubensrichtungen meine) sind meiner Meinung so individuell, nicht mess- oder greifbar. 

     

    Dazu redest Du zwar hier von Liebe und meinst vermutlich "Partnerschaftliche Liebe", aber wenn Du allgemein den Begriff Liebe nimmst, gibt es auch noch "Mutterliebe", "Kinderliebe", "Geschwisternliebe", "Tierliebe", "Freundschaftsliebe", "Zwillingsliebe", "Hassliebe" ... um mal nur ein paar davon zu nennen.

     

    Wie jeder liebt, wie jeder Liebe empfindet oder auch annehmen kann, was jemand als viel oder wenig, zu viel oder zu wenig empfindet, dass finde ich soll jeder selber für sich definieren... und jeder mit dem gegenüber aushandeln. 

     

    Ich gebe dir meine Liebe, weil du mir deine gibst. Ich gebe dir meinen Körper, aber du bist mir treu. Ich heirate dich, weil du für mich sorgst.

    Allein in diesen drei Aussagen steckt so viel Unterschiede. Es gibt Paare, die sind glücklich, lieben sich, haben aber mit unterschiedlichen Menschen Sex. Sie sind sich im Inneren treu. 

    Gerade in den Niedrig-Lohn-Regionen mag das mit dem "versorgt sein" stimmen, aber ab der Mittelschicht, wo jeder ausreichend verdient, ist der Grundgedanke der starken Verbundenheit und der Liebe wegen. Ich würde nie aus dem "versorgt sein heiraten", außer ich heirate im hohen Alter (80+), damit meine Frau "abgesichert" ist. 

     

    Diese Menschen lieben, weil sie nicht anders können und wollen. ... Wenn sie beantwortet wird, umso besser. Wenn nicht, dann gehen sie einfach weiter.

    Muss Liebe erwidert werden? ... in einer Partnerschaft wäre es wünschenswert. Es gibt dort aber auch viele Paare, wo ein Teil von sich aus sagt zu lieben, während der andere Part eher von Symphatie redet und dennoch beide glücklich sind. Da aber Liebe nicht messbar ist... wo fängt es an und wo hört es auf?

    Wenn Du "schenkst" erwartest Du dann eine Reaktion/Gegenleistung? ... viele Erwachsene würden jetzt sagen "aus Höflichkeit ein DANKE", aber wenn Du einem Kind etwas schenkst, bekommst Du dies oft nicht. Wenn es Dir aber Freunde bereitet zu schenken, dann ist das Schenken an sich ja schon Freude. 

     

    Wenn ich Liebe schenke, erwarte ich keine Gegenleistung! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Liebe immer (!) erwidert wird und sei es mit Dankbarkeit, auch wenn sie nicht mit Liebe beantwortet wird. Man kann aber davon ausgehen, dass auf Liebe niemals Hass (bei einem psychisch gesunden Menschen) folgt. 

     

    Fazit: Ich finde Deine - hier im Diskussionsbereich - vorgebrachte Gedanken sehr schwarz-weiß Schubladen-Denke. Liebe muss für mich nicht definiert sein, sondern sie muss sich gut anfühlen. Für mich ist Liebe vor allem Wärme, Geborgenheit, Verletzlichkeit, absolute Wertschätzung und Respekt... und weder materialistisch "fassbar" noch irgendwie "messbar" . 

    Für andere ist vielleicht Liebe die goldene Kreditkarte des Partners, Diamanten oder ein geschenktes Auto. 

    Ehrlich gesagt, wenn "Du beobachtet" hast, dass Liebe genauso "funktioniert", wie Du es in deinen beiden Diskussionen hier schilderst, dann tun mit die Betroffenen oder so Wahrgenommenen Personen Leid. 

    Ich gebe Dir zwar Recht, lieber Matthias, dass Liebe ein Gefühl ist, aber um die Art wie Menschen
    Lieben zu Beschreiben, muss man ihr Verhalten schon Analysieren und die Worte finden dies zu
    erklären? Letztlich hast Du bei deiner Analyse einen entscheidenden Teil übersehen, Zitat: Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität prägnant zu benennen. Selbstverständlich gibt es dazwischen unendliche Farbtöne.", ich für meinen Teil finde den Text
    jedenfalls treffend....

  • 02.03.26, 15:02

    Lieber Tony, ich finde Deine Ansichten über "Liebe" sehr Schubladendenken... und negativ besetzt (=toxisch).

    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.

    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.

    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.

    Quelle:  Die zwei Arten von Liebenden (Aus dem Eingangsthread DEINER eigenen Diskussion)

     

    Heute schreibst Du...

    Ich habe beobachtet, dass es grundsätzlich zwei Wege gibt, wie die Liebe verstanden und gelebt wird.

    Entweder erfahre ich die Liebe als einen Tausch...

    das der Liebe, die aus sich selbst herausfliesst...

     

    Muss es für Liebe eine Definition geben? ... und wenn es eine geben sollte, meinst Du dann es gibt - Deiner Ansicht - nur zwei? 

     

    Ich finde "Liebe" und "Glauben" (Religion, wobei ich nicht nur die großen Glaubensrichtungen meine) sind meiner Meinung so individuell, nicht mess- oder greifbar. 

     

    Dazu redest Du zwar hier von Liebe und meinst vermutlich "Partnerschaftliche Liebe", aber wenn Du allgemein den Begriff Liebe nimmst, gibt es auch noch "Mutterliebe", "Kinderliebe", "Geschwisternliebe", "Tierliebe", "Freundschaftsliebe", "Zwillingsliebe", "Hassliebe" ... um mal nur ein paar davon zu nennen.

     

    Wie jeder liebt, wie jeder Liebe empfindet oder auch annehmen kann, was jemand als viel oder wenig, zu viel oder zu wenig empfindet, dass finde ich soll jeder selber für sich definieren... und jeder mit dem gegenüber aushandeln. 

     

    Ich gebe dir meine Liebe, weil du mir deine gibst. Ich gebe dir meinen Körper, aber du bist mir treu. Ich heirate dich, weil du für mich sorgst.

    Allein in diesen drei Aussagen steckt so viel Unterschiede. Es gibt Paare, die sind glücklich, lieben sich, haben aber mit unterschiedlichen Menschen Sex. Sie sind sich im Inneren treu. 

    Gerade in den Niedrig-Lohn-Regionen mag das mit dem "versorgt sein" stimmen, aber ab der Mittelschicht, wo jeder ausreichend verdient, ist der Grundgedanke der starken Verbundenheit und der Liebe wegen. Ich würde nie aus dem "versorgt sein heiraten", außer ich heirate im hohen Alter (80+), damit meine Frau "abgesichert" ist. 

     

    Diese Menschen lieben, weil sie nicht anders können und wollen. ... Wenn sie beantwortet wird, umso besser. Wenn nicht, dann gehen sie einfach weiter.

    Muss Liebe erwidert werden? ... in einer Partnerschaft wäre es wünschenswert. Es gibt dort aber auch viele Paare, wo ein Teil von sich aus sagt zu lieben, während der andere Part eher von Symphatie redet und dennoch beide glücklich sind. Da aber Liebe nicht messbar ist... wo fängt es an und wo hört es auf?

    Wenn Du "schenkst" erwartest Du dann eine Reaktion/Gegenleistung? ... viele Erwachsene würden jetzt sagen "aus Höflichkeit ein DANKE", aber wenn Du einem Kind etwas schenkst, bekommst Du dies oft nicht. Wenn es Dir aber Freunde bereitet zu schenken, dann ist das Schenken an sich ja schon Freude. 

     

    Wenn ich Liebe schenke, erwarte ich keine Gegenleistung! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Liebe immer (!) erwidert wird und sei es mit Dankbarkeit, auch wenn sie nicht mit Liebe beantwortet wird. Man kann aber davon ausgehen, dass auf Liebe niemals Hass (bei einem psychisch gesunden Menschen) folgt. 

     

    Fazit: Ich finde Deine - hier im Diskussionsbereich - vorgebrachte Gedanken sehr schwarz-weiß Schubladen-Denke. Liebe muss für mich nicht definiert sein, sondern sie muss sich gut anfühlen. Für mich ist Liebe vor allem Wärme, Geborgenheit, Verletzlichkeit, absolute Wertschätzung und Respekt... und weder materialistisch "fassbar" noch irgendwie "messbar" . 

    Für andere ist vielleicht Liebe die goldene Kreditkarte des Partners, Diamanten oder ein geschenktes Auto. 

    Ehrlich gesagt, wenn "Du beobachtet" hast, dass Liebe genauso "funktioniert", wie Du es in deinen beiden Diskussionen hier schilderst, dann tun mit die Betroffenen oder so Wahrgenommenen Personen Leid. 

  • 02.03.26, 13:50 - Zuletzt bearbeitet 02.03.26, 13:52.

    Ja, donativ ist en gutes Wort. Doch es stimmt nicht für mich dass die donative Liebe in ein risikoreicher verheerender Liebestaumel führt. Sie bleibt unschuldig und rein. Es ist das Gefühl, dass das Herz warm wird, wenn die Person sichtbar ist oder die Gedanken zur Person wandern. Man freut sich für alles positive der dieser Person wiederfährt, hilft ohne Dank zu erwarten und es schmerzt, wenn die Person Pech hat. Dabei kann es sein, dass nie ein Wort mit dieser Person gesprochen wird bis zur tiefen Freundschaft aber ohne Liebestaumel, begehren….

     

    Ich geh mit dir einig, dass die possesive Liebe an meisten verbreitet ist und die ebenfalls ohne risikoreichen Liebestaumel auskommt, sozusagen die Vernuftsbeziehung, weil das zum Leben gehört. zur Fortpflanzung oder nicht alleine zu sein. 
     

    Der risikoreiche Liebestaumel ist die aufschiessende Flamme, die erstickt. Amour fux in Französischen. Leidenschaftlich, jegliche Vernunft auslöschend, ein Begehren ohne wirkliche Liebe- führt zu Seitensprünge, im extremfall zu Stalkertum und Vergewaltigung.

    Basiert womöglich auf rein chemische körperliche Prozesse …….

     

  • Ich meine, "Liebe" wird vollkommen überschätzt

    Die Diktatur der Romantik

     

    Besser: Das Ende des Romantikdiktats https://betreutes-lieben.de/uncategorized/das-ende-des-romantikdiktats/

     

    und meine Beziehungen sind schon erfüllt und glücklich, wenn ich sie nicht verletze:

     

    I have lost all my pride
    I have been to paradise
    And out the other side
    With no one to guide me
    Torn apart by a firey wheel inside me

    I won't hurt you
    I won't hurt you
    I won't hurt you
    I won't hurt you

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