Es wird Frühling:

Eine der faszinierendsten, »unheimlichsten« und verblüffendsten Ausdrucksformen der Kommunikation von Unbewusst zu Unbewusst ist das Enactment. Der Begriff des Enactments, der ins Deutsche mit »Dramatisierung«, »Inszenierung«, »Aktualisierung« oder »In-Szene-Setzen« übertragen werden kann, ist wie ein reißender Strom in die zeitgenössische psychoanalytische Literatur eingedrungen und hat eine Flut an verwandten Konzepten mitgebracht.
Man könnte ja mal ein bißchen was losmachen, ausdrücken, in szene setzen:

Die zentralen Fragen bezüglich des emotionalen Umgangs mit Enactments lauten demnach: Kann man, wenn seine eigenen emotionalen Themen und Wunden berührt werden, seine Emotionen und Schamdynamiken gut genug regulieren, um mit dem anderen verbunden zu bleiben? Kann man ertragen, was in seinem eigenen Körper vor sich geht, wenn er die hassende Ablehnung, die eruptive Wut und das physiologischen Hyperarousal des anderen widerspiegelt? Kann man ertragen, was in seinem eigenen Körper vor sich geht, wenn er die Scham, die Dissoziation und den Hypoarousal des anderen widerspiegelt?
Und, kannst Du es?
Oder willst du weiter versteckt bleiben, eingeigelt in deiner scham, verzweifelt bettelnd um ein bißchen Verständnis und Anerkennung, um deine klägliche Akzeptanz um die du dein ganzes Leben kämpfst?
