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  • Die zwei Arten von Liebenden

    Diskussion · 60 Beiträge · 7 Gefällt mir · 1.230 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Ich glaube es gibt grundsätzlich zwei Typen, wie die Liebe in der Partnerschaft gelebt wird. In einer langen Partnerschaft können sich diese wechseln.


    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.


    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.


    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.


    Wenn nun zwei Fresser aufeinandertreffen, gibt es eine kurze wilde Liebe. Es fliegen die Fetzen mit heissem Sex, Kissenschlacht, grossen Emotionen und nach kurzer Zeit ist der unvergessliche Spass vorbei und das Feuer wieder erloschen.


    Wenn ein Fresser auf einen Unterwerfer trifft, dann dominiert dieser die Partnerschaft und saugt das Leben und die Identität des Partners nach und nach aus. Dieser zieht sich immer weiter zurück und entwickelt seine Defizite, die sich verheerend auf Psyche und körperliche Gesundheit auswirken können. Selbstverständlich bleibt der Sex irgendwann einmal auf der Strecke. Diese Partnerschaften können Jahrzehnte dauern und sind weit verbreitet.


    Der Idealfall sind zwei Unterwerfer. Sie suchen sich gemeinsam einen Weg durchs Leben, tragen Sorge zueinander und finden immer wieder einen Weg das Feuer der Liebe zu nähren. Sie gönnen dem Partner seine Freiheiten und unterstützen ihn wo sie nur können in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Sie erleben ihre Hochs und Tiefs als eine Bereicherung ihrer Liebe. Ihr Sexleben ist eine Reise durch Paradiese und Wüsten, und je länger die Partnerschaft dauert, konsumieren sie ihn wie guten alten Wein.

     

    Das sind meine Beobachtungen, die sich nicht mit deinen decken müssen. Aber ich bin sicher, wenn du deine Beziehungen durch dieses simple Raster betrachtest, wirst du dich irgendwo wiedererkennen.

     

    Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung.

    13.02.26, 07:13

Beiträge

  • 13.02.26, 09:43 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 09:54.

    Ich möchte dies hier einbringen, um die Diskussion zu fördern. (auf Englisch)
     
    https://www.youtube.com/watch?v=ton_siok45Q


     

    vollständiges Interview :

    https://m.youtube.com/watch?v=ofzTcfQBnWw&fbclid=IwRlRTSAP7wyBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeUVevs_bVS_-ZaoMe5r9mi_nqUBpfammvGf4So_YDlKHMVZMgzP58-VLWzk8_aem_ktVZlHBQNRRZvALgJhEgcA

     

    In den Kommentaren bezeichnete es jemand als „trustful submission“ (vertrauensvolle Einreichung).

     

    Meiner Erfahrung nach hält eine Beziehung, die auf Konkurrenz oder Machtspiel basiert, nie lange.

  • 13.02.26, 09:42

    Mir ist diese Eingangs-These mit "Fresser und Unterwerfer" wie Du es bezeichnest, zu sehr ein "Schwarz-Weiß"-Denken und beide "Fresser und Unterwerfer" sehr negativ besetzte Begriffe. 

     

    In meiner Denkweise gibt es "die Augenhöhe", wo es weder einen Fresser noch Unterwerfer gibt, sondern ein Jing und Jang. In dieser Beziehung nimmt und gibt man, diskuttiert und findet Kompromisse aber auf Augenhöhe. 

     

    Dann gibt es laut der Bindungspsychologie den vermeidenden und den ängstlichen Bindungstyp. Durch Kindheit und Lebenserfahrung sind sie so geworden. Der vermeidende Bindungstyp möchte Nähe, wenn es ihm/ihr gerade passt und benötigt vor allem die Flexibilität, Freiheit und Unabhängigkeit. Der ängstliche Typ ist eher zurückhaltend, passt sich gerne an, klammert und wenn der andere "vermeidet" oder Distanz aufbaut, läuft er hinterher. 

    Der vermeidende Typ wirkt auf die ängstlichen dabei sehr interessant und das Drama um den vermeidenden empfindet der ängstliche fälschlicherweise als Liebe. 

    Natürlich funktionieren zwei vermeidenden Typen nicht. 

     

    Beide bräuchten den stabilen Typen, der aber von beiden Typen als "langweilig" empfunden wird. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. 

    Wenn zwei "stabile" Typen aufeinander treffen, entsteht eine tief verbindende Beziehung. 

    Man geht davon aus, dass 50% der Menschheit zu den "stabilen" gehört... und da dieser sehr kompatibel ist, auf dem Single Markt seltener zu finden ist... aber eben auch "übersehen" wird (da zu langweilig). 

     

    Ich würde "Fresser" vor allem Menschen bezeichnen mit narzistischen Zügen, wobei Narzisten psychologisch gesehen im Inneren Minderwertigkeitskomplexe haben und daher auch alle anderen erniedrigen müssen, um selber sich auf einer höheren Stufe zu sehen. Mr. Trump ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Menschen nehmen mehr, als das sie geben, weshalb man auch von "toxischen" Beziehung spricht. 

    Sie umgeben sich mit Galionsfiguren neben sich, um nach außen hin zu strahlen und suchen sie MitMenschen die man leicht manipulieren kann. 

    Daher wird es nie zwei Fresser geben, die aufeinander treffen würden! 

  •  

    Tony:

     

    Leo:

     

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

    Ja, eindeutig, beide Geschlechter. Interessant ist die weibliche Rolle der Unterwerfung einem dominanten Männchen gegenüber, die sich dann im späteren Verlauf der Beziehung radikal ändern wird. 

    Wird ? Oder kann ?

    Ich sehe leider viele Menschen, die verharren, wo sie sind. Frauen oft in der devoten Rolle. 

    Deshalb finde ich deine Beobachtung interessant.

  •  

    Leo:

     

    Tony:

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

    Ja, eindeutig, beide Geschlechter. Interessant ist die weibliche Rolle der Unterwerfung einem dominanten Männchen gegenüber, die sich dann im späteren Verlauf der Beziehung radikal ändern wird. 

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    Tony:

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

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    Fritz:

     

    Toni:

     

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

    Das Verb provozieren (1. Hälfte 16. Jh.) stammt vom lateinischen Verb prōvocāre ab. Es bedeutet wörtlich „hervor-, herausrufen, auffordern, reizen“. Zusammengesetzt ist es aus pro- („vor“, „für“) und vocare („rufen“). Ursprünglich im römischen Recht als „Provokationsrecht“ (Berufung) genutzt, wandelte sich die Bedeutung zur Herausforderung oder zum Auslösen von Handlungen. 

     

    Man kann nur hervorrufen, was da ist.

    Vielen Dank Fritz, das war jetzt ein konstruktiver Beitrag, aber auch nicht wirklich zum Thema gehörend ...

  • 13.02.26, 08:56 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 09:01.

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

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    Toni:

     

    Tony:

    Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

    Das Verb provozieren (1. Hälfte 16. Jh.) stammt vom lateinischen Verb prōvocāre ab. Es bedeutet wörtlich „hervor-, herausrufen, auffordern, reizen“. Zusammengesetzt ist es aus pro- („vor“, „für“) und vocare („rufen“). Ursprünglich im römischen Recht als „Provokationsrecht“ (Berufung) genutzt, wandelte sich die Bedeutung zur Herausforderung oder zum Auslösen von Handlungen. 

     

    Man kann nur hervorrufen, was da ist.

  • 13.02.26, 08:45

     

    Tony:

    Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

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    Leo:

    Ich finde die Begriffe devot und dominant garnicht verkehrt, sie sind inzwischen nur, auch dank der erwähnten Bücher, total abgeschmackt. Insofern würde ich 'hinnehmend' und 'führend' wählen, und beides auch mit einem genussvollen Anteil beschreiben.

    Wie gesagt, glaube ich, dass psychisch stabile erwachsene Menschen beide Ausprägungen in sich tragen und auch beides leben können. In langen Beziehungen wird es bestenfalls immer wieder austariert, wer wo steht. 

    das klingt absolut zustimmungsfähig.

    "unterwerfung", "fressen" und "gefressen werden" klingen allerdings weniger empathisch.

  • Ich finde die Begriffe devot und dominant garnicht verkehrt, sie sind inzwischen nur, auch dank der erwähnten Bücher, total abgeschmackt. Insofern würde ich 'hinnehmend' und 'führend' wählen, und beides auch mit einem genussvollen Anteil beschreiben.

    Wie gesagt, glaube ich, dass psychisch stabile erwachsene Menschen beide Ausprägungen in sich tragen und auch beides leben können. In langen Beziehungen wird es bestenfalls immer wieder austariert, wer wo steht. 

  • Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

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    Tony:

     

    Leo:

    Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

    Welche Begriffe würdest du wählen?

    Jetzt schreibe ich zu dieser Frage für mich.

     

    es gäbe ja viele Möglichkeiten für solche Konstellationen.

     

    Eine wäre Devot /dominant

     

    dieses buch hat eine Auflage von vielen hundert Millionen. Von der verfilmung ganz zu schweigen.

    Aber in Umfragen (es wird zu 90 % von Frauen gelesen) gibt niemand zu, es gelesen oder gar gekauft zu haben.

     

    Wie auch immer, es wird ja eine glückliche Beziehung beschrieben, ganz sicher komplex und facettenreich.

     

    Fifty_Shades_of_Grey_poster (1).jpg

     

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    Leo:

    Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

    Welche Begriffe würdest du wählen?

  • Es muss auch nicht immer alles pathologisiert werden mit Begriffen wie Narzismuss und co. Für mich sind beides Anteile der menschlichen Natur im Sinne von Geben und Nehmen, nicht nur im Bereich Sexualität, und sollten beide in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. 

  •  

    Fritz:

     

    Tony:

     

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

    ah ok. Na das klingt interessant.

    Ich würde deine Beschreibung des Beziehungsmusters eher in die kategorie Narzissmus / Co-Narzissmus einordnen.

    es gibt massenhaft Literatur darüber.

    Eitle Liebe wardetzki.JPG

    Es ist nicht alles Narzissmus auf dieser Welt. Wir haben wohl alle unsere narzisstischen Neigungen. Die Welt nur durch diese Brille zu betrachten, gibt wohl ein zu graues Bild.

  • Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

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    Tony:

     

    Fritz:

    Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

    ah ok. Na das klingt interessant.

    Ich würde deine Beschreibung des Beziehungsmusters eher in die kategorie Narzissmus / Co-Narzissmus einordnen.

    es gibt massenhaft Literatur darüber.

    Eitle Liebe wardetzki.JPG
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    Fritz:

    Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

  • Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

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