Mikrowelten ist ein Konzept des Psychoanalytiker Ulrich Moser.
Sie sind in Träumen, tagträumen, innere Konzepte in jedem Moment einer Beziehung, eines Kontakts.
Er selbst schreibt:
Zusammenfassung
Mikrowelten sind affektiv-kognitive Einheiten der mentalen Organisation. Zentrale Konzepte sind Repräsentanzen und affektive Relation. Innere Mikrowelten werden von äußeren unterschieden. Letztere basieren auf situativ begrenzten Wahrnehmungen, die affektiv besetzt werden. Das Niveau der analysierten Informationsverarbeitungsprozesse ist nichtverbal, liegt über der neurophysiologischen Ebene und ist dem »parallel processing« verpflichtet. Im Unterschied zu »Beziehung« umfasst eine Mikrowelt auch stets die Umgebung, deren nichtpersonale Elemente sowie den Raum. Ein Subjektprozessor zentriert die Mikrowelt über Horizonte, die ihrerseits wieder die Identität des Subjektprozessors bestimmen. Zunächst wird die Bildung von Mikrowelten in der frühen Kindheit in Abhängigkeit von der Mikrowelt der Mutterperson beschrieben. Es folgt eine systematische Analyse der Struktur erwachsener Mikrowelten, der besonderen Struktur des Subjektprozessors und der Interpenetration der Mikrowelten zweier Subjekte. Am Beispiel der psychotischen Wahnbildung wird das Verhältnis zwischen Mikrowelt und Subjektprozessor sowie deren Störung verdeutlicht.
Ich finde das faszinierend; es geht zB darum, was bilder auslösen. Es eröffnet eine Möglichkeit, Kunst mit anderen augen zu sehen, oder zu seinen Träumen zu finden.
Wie fühle ich mich bei dem Bild? Bei dem traum? Bei dieser fantasie? welches ist der -affektive!- Bezug zu mir, zu meinem erleben, meinem Sein?
Besonders gut wirken auf mich zB Bilder von Hieronymus Bosch:


Oder zB das:

oder das:

Warum wirken sie auf mich? was hat das mit mir zu tun? welche stimmung ist da in mir?
Welche Mikrowelten hast Du?
