Ich habe gehört wahrscheinlich werden Menschen prozentual gesehen gar nicht so unterschiedlich oft „geghostet“. Sie erleben es innerlich einfach völlig unterschiedlich.
Wenn jemand ein Grundthema in sich trägt wie „Ich werde verlassen“ oder „Ich bin nicht wichtig genug, um gewählt zu werden“, dann trifft Ghosting genau diesen wunden Punkt. Das Ereignis im Heute aktiviert etwas Altes und fühlt sich entsprechend groß, schmerzhaft und bedeutungsvoll an.
Wenn dieses Grundthema nicht da ist, passiert oft etwas ganz anderes:
Man lernt jemanden kennen, der meldet sich nicht mehr und dann lernt man eben jemand Neues kennen. Punkt. Ohne großes inneres Drama. Vielleicht merkt man nicht einmal, dass das Erlebte überhaupt einen Namen hat: „Ghosting“.
Mich würde deshalb ehrlich interessieren:
Gibt es hier Menschen, für die Ghosting kein großes Thema ist?
Was passiert innerlich bei euch, wenn sich jemand einfach nicht mehr meldet?
Geht ihr schnell weiter und wenn ja, wie fühlt sich das an?
Gibt es einen gefühlten Unterschied für euch zwischen Ghosting im Kennenlernen und in/nach einer Partnerschaft?
Einfach aus echter Neugier. Ich finde es spannend zu verstehen, wie unterschiedlich dieselbe Situation erlebt werden kann, je nach innerem Grundthema.
