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  • Miteinander sprechen III

    Diskussion · 8 Beiträge · 1 Gefällt mir · 196 Aufrufe
    Fritz aus Edingen-Neckarhausen

    Guten Morgen :-)

    sicher kennt ihr alle Pink Floyd, vor allem die in meiner Altersklasse, die u30 kennen ja noch nicht mal, was man so hört, die Beatles.

    Aktuell liest man ja einiges zum 50jährigen Jubiläum von "Wish you were here"

    Wie dem auch sei, und unabhängig davon, ich höre das schon lange.

    Der text ist:

     

    … Did they get you to trade
    Your heroes for ghosts?
    Hot ashes for trees?
    Hot air for a cool breeze?
    Cold comfort for change?
    Did you exchange
    A walk-on part in the war
    For a lead role in a cage?

     

    Ich bin mir noch nicht so ganz klar darüber, ob ich meine Nebenrolle im Krieg gegen eine Hauptrolle im Käfig eintauschen soll.

     

    Wie ist es bei Dir?

     

    Fritz Mai 2025 Sklave.jpg

     

     

    12.01.26, 08:04

Beiträge

  • 22.02.26, 14:21

     

    Fritz:

     

    Stefan:

     

    Danke für das Teilen, allerdings beantwortet das meine Frage nur unzufriedenstellend. Wie ist "lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!" gemint, bin alt und vermeide Polarisation, wo es geht. Bitte langsam sprechen.
    Peter hört sich an, wie ein Narzisst, der sich selbst bejubelt. Damit synchronisiere ich nur ungern.

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    Sicher, führe keinen kampf, bei dem du zu schwach bist, ihn zu gewinnen.

    Eine "Nebenrolle im Krieg" bedeutet, das locker machen zu können.

    Wenn ja, dann mache das.

    Wenn ja, bleib dabei und führe deine Nebenrolle, auch wenn es einfacher und bequemer wäre, sich an den Ofen zu setzen und sich zu wärmen.

    Es ist Deine Perspektive auf das Leben aka "Der Kampf", den Du in den Dingen siehst und nicht unbedingt Deine Worte die Du wählst um sie zu beschreiben, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. <3

    Von der von mir relativ frei gewählten Perspektive scheint das so, klar relativ subjektiv, wie alles.
    Der Wert der eigenen Worte ist wichtig. Es sterben dauernd Menschen, weil ihren Mördern erzählt wird, sie kämpfen für die Gerechtigkeit um Helden zu werden. Das wird auf beiden Seiten erzählt und so kämpft gut gegen gut, nur um böse zu werden. Alle wollen in den "Himmel", aber keiner will sterben. Ein "Kampf" sollte vorrangig vermieden werden, da er im neutralen Sinne nie gewonnen werden kann.

  • 22.02.26, 14:04 - Zuletzt bearbeitet 22.02.26, 14:05.

     

    Stefan:

     

    Fritz:

     

    Das war eine rhetorische Frage.

    Übernimm nie die Hauptrolle!

    Und lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!

     

    Peter Handke – Über die Dörfer

     

    Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, laß dich ein und verachte den Sieg. Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.

     

    Laß dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub. Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiß die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, mißachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege Dich in deinen Eigenfarben; bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.

     

    Peter Handke.jpg

    Danke für das Teilen, allerdings beantwortet das meine Frage nur unzufriedenstellend. Wie ist "lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!" gemint, bin alt und vermeide Polarisation, wo es geht. Bitte langsam sprechen.
    Peter hört sich an, wie ein Narzisst, der sich selbst bejubelt. Damit synchronisiere ich nur ungern.

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    Sicher, führe keinen kampf, bei dem du zu schwach bist, ihn zu gewinnen.

    Eine "Nebenrolle im Krieg" bedeutet, das locker machen zu können.

    Wenn ja, dann mache das.

    Wenn ja, bleib dabei und führe deine Nebenrolle, auch wenn es einfacher und bequemer wäre, sich an den Ofen zu setzen und sich zu wärmen.

  • 22.02.26, 13:52

     

    Fritz:

     

    Stefan:

     

    Hast Du inzwischen Erleuchtung erfahren, zumindest, was Deine Frage angeht?

    Das war eine rhetorische Frage.

    Übernimm nie die Hauptrolle!

    Und lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!

     

    Peter Handke – Über die Dörfer

     

    Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, laß dich ein und verachte den Sieg. Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.

     

    Laß dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub. Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiß die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, mißachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege Dich in deinen Eigenfarben; bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.

     

    Peter Handke.jpg

    Danke für das Teilen, allerdings beantwortet das meine Frage nur unzufriedenstellend. Wie ist "lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!" gemint, bin alt und vermeide Polarisation, wo es geht. Bitte langsam sprechen.
    Peter hört sich an, wie ein Narzisst, der sich selbst bejubelt. Damit synchronisiere ich nur ungern.

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  • 22.02.26, 13:46 - Zuletzt bearbeitet 22.02.26, 13:48.

     

    Stefan:

     

    Fritz:

    Ich bin mir noch nicht so ganz klar darüber, ob ich meine Nebenrolle im Krieg gegen eine Hauptrolle im Käfig eintauschen soll.

    Hast Du inzwischen Erleuchtung erfahren, zumindest, was Deine Frage angeht?

    Das war eine rhetorische Frage.

    Übernimm nie die Hauptrolle!

    Und lass dich nie aus dem Krieg verdrängen!

     

    Peter Handke – Über die Dörfer

     

    Spiele das Spiel. Gefährde die Arbeit noch mehr. Sei nicht die Hauptperson. Such die Gegenüberstellung. Aber sei absichtslos. Vermeide die Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei weich und stark. Sei schlau, laß dich ein und verachte den Sieg. Beobachte nicht, prüfe nicht, sondern bleib geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen. Sei erschütterbar. Zeig deine Augen, wink die anderen ins Tiefe, sorge für den Raum und betrachte einen jeden in seinem Bild. Entscheide nur begeistert. Scheitere ruhig. Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.

     

    Laß dich ablenken. Mach sozusagen Urlaub. Überhör keinen Baum und kein Wasser. Vergiß die Angehörigen, bestärke die Unbekannten, bück dich nach Nebensachen, weich aus in die Menschenleere, pfeif auf das Schicksalsdrama, mißachte das Unglück, zerlach den Konflikt. Bewege Dich in deinen Eigenfarben; bis du im Recht bist und das Rauschen der Blätter süß wird. Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.

     

    Peter Handke.jpg
  • 22.02.26, 13:40

     

    Fritz:

    Ich bin mir noch nicht so ganz klar darüber, ob ich meine Nebenrolle im Krieg gegen eine Hauptrolle im Käfig eintauschen soll.

    Hast Du inzwischen Erleuchtung erfahren, zumindest, was Deine Frage angeht?

  • Pink Floyd, vor allem Roger Waters und David Gilmore, hatten sich damals sehr für Syd engagiert, vor allem, nachdem sie ihn fallengelassen haben, weil er unter drogeneinfluß bei den Konzerten unberechenbar wurde.

    Sie hatten ihn dann zu dem bekannten In-Psychiater Ronald D. Laing gebracht, der damals in der 68-Szene sehr angesagt war, und zum Beispiel Schizophrenie-Wohngemeinschaften gegründet hatte. Laing soll sich syd kurz angeschaut haben, und dann eine Behandlung mit dem grund abgelehnt haben, Syd sei unheilbar.

    es gibt sehr viel Literatur darüber, wie sich Pink Floyd in ihrer Musik mit Syd auseinandersetzt.

  •  

    Matthias:

    A walk-on part in the war
    For a lead role in a cage?

    Weist du / verstehst du den was Pink Floyd mit dieser Frage Aussagen will und welchen Hintergrund sie hat? 

    Die Antwort sollte klar sein: die gesamte Platte "Wish you were here" ist vollständig und ausschließlich Syd Barrett gewidmet. er kam ja auch zu dieser zeit, kahlgeschoren und mit abrasierten augenbraunen, ins Aufnahmestudio. Ich habe keine zweifel, dass das auch die Grundlage für Pink bei "The wall" ist.

    Syd Barrett hat sich ja vollständig ins haus seiner Mutter zurückgezogen, und die Diagnose Schizophrenie ist nicht auszuschließen. Diesen rückzug kann man, von außen, sicher sehr poetisch so beschreiben, wie es diese zeilen tun.

    syd barrett.JPG
  • 12.01.26, 19:19

    A walk-on part in the war
    For a lead role in a cage?

    Weist du / verstehst du den was Pink Floyd mit dieser Frage Aussagen will und welchen Hintergrund sie hat? 

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