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  • was ich noch sagen wollte….

    Diskussion · 876 Beiträge · 15 Gefällt mir · 11.160 Aufrufe
    Karin aus Schönenwerd

    Da es das ursprüngliche Thema schon gab und löschen nicht mehr möglich ist….

     

    Hier kannst du alles sagen, was du sagen wolltest und nicht in den anderen Thread herein passt, solange es keine Beschimpfungen und Demontage anderer Menschen sind.

    10.01.26, 17:17 - Zuletzt bearbeitet 10.01.26, 19:30.

Beiträge

  • 20.06.26, 17:32

     

    Nino:

    @Mutbürger: Ich denke keiner, der hier ist, muss diskutieren. Wir diskutieren aus Lust und Laune oder weil wir nichts besseres zu tun haben. Habe es mal irgendwo geschrieben und es ist eigentlich auch ein Zitat "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts". Und ich denke diesen Gedanken Gesundheit eben noch einen Schritt weiter. Ob du mitziehst oder nicht, bleibt dir überlassen. Ich denke kaum, dass irgendein Kommentar oder Beitrag aus diesem Forum irgendeinen Einfluss auf deine Gesundheitsgewohnheiten hat. So habe ich dich hier kennengelernt. Oder gibt es irgendwas aus diesem Forum, worüber du mal ein bisschen in der Form nachgedacht hast "hm, eigentlich interessant, könnte ich mal wirklich in die Praxis umsetzen" und es blieb dann auch nicht dabei, sondern es ist wirklich Routine geworden? Wohl kaum. Bei mir und wahrscheinlich auch bei den anderen, verhält es sich ähnlich. Jeder lebt ein bisschen in seiner eigenen Welt. Und dennoch reizt uns der Austausch. ☺️

     

    So ist auch der folgende Beitrag gemeint. Eher gucken "ah, das hat der Kollege also heute gemacht" als selbst ausprobieren.

    1000259392.png

    Ich kann es einfach nicht lassen. Hier teile ich ein weiteres Rezept, dass ich heute selbst aus unverarbeiteten Zutaten frisch zubereitet habe. Habe noch ein bisschen Ajvar und Tomatenmark dran getan. Schmackofatz. 🧅🧄😃

     

    Es geht bei dir aber gar nicht wirklich um gesund, sondern um Attraktivität. Sah man ja auch, als du Userbilder bearbeitet hast, keiner war dir fit und schön genug!

  • 20.06.26, 17:19 - Zuletzt bearbeitet 20.06.26, 17:20.

    @Mutbürger: Ich denke keiner, der hier ist, muss diskutieren. Wir diskutieren aus Lust und Laune oder weil wir nichts besseres zu tun haben. Habe es mal irgendwo geschrieben und es ist eigentlich auch ein Zitat "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts". Und ich denke diesen Gedanken Gesundheit eben noch einen Schritt weiter. Ob du mitziehst oder nicht, bleibt dir überlassen. Ich denke kaum, dass irgendein Kommentar oder Beitrag aus diesem Forum irgendeinen Einfluss auf deine Gesundheitsgewohnheiten hat. So habe ich dich hier kennengelernt. Oder gibt es irgendwas aus diesem Forum, worüber du mal ein bisschen in der Form nachgedacht hast "hm, eigentlich interessant, könnte ich mal wirklich in die Praxis umsetzen" und es blieb dann auch nicht dabei, sondern es ist wirklich Routine geworden? Wohl kaum. Bei mir und wahrscheinlich auch bei den anderen, verhält es sich ähnlich. Jeder lebt ein bisschen in seiner eigenen Welt. Und dennoch reizt uns der Austausch. ☺️

     

    So ist auch der folgende Beitrag gemeint. Eher gucken "ah, das hat der Kollege also heute gemacht" als selbst ausprobieren.

    1000259392.png

    Ich kann es einfach nicht lassen. Hier teile ich ein weiteres Rezept, dass ich heute selbst aus unverarbeiteten Zutaten frisch zubereitet habe. Habe noch ein bisschen Ajvar und Tomatenmark dran getan. Schmackofatz. 🧅🧄😃

  • 20.06.26, 16:42

     

    MoH:

     

    Elena:

     

    Das habe ich noch nie gehört. Woher hast du die Information? Oder welche Region/ ggf ethnische Gruppe ist gemeint? Mir ist bekannt, dass auch Tanten und andere Familienangehörige diese Rolle übernehmen können.

    Ein Freund von mir war mit einer Russin zusammen und sie hatten eine gemeinsam Tochter. Der männliche Vormund des Kindes  bis zur Heirat war der Großvater.

    Als Russin kann ich dir deine Aussage als gängige Praxis auch vor 20 Jahren nicht bestätigen. Normalerweise die grössere Rolle in der Familie spielten die Grossmütter und der weibliche Teil, was damit zu erklären ist, dass der männliche Teil ständig auf irgendwelchen Krieg ziehen musste/ ggf Probleme mit Alkohol hatte. Jedes Mal wenn das Kind Weise wurde, wurde entweder die Grossmutter oder Tanten oder andere weibliche Mitglieder bevorzugt, um das Kind grosszuziehen. 

  • 20.06.26, 15:52 - Zuletzt bearbeitet 20.06.26, 16:17.

     

    Elena:

    MoH:

    In Russland waren bis vor einigen Jahren (aktuelle Lage mir unbekannt) noch die Großväter bzw Onkel (Mutterlinie) automatisch der gesetzliche Vormund, wenn die Mutter des Kindes unverheiratet war. Ich sehe das als einen guten Kinder- und Mutterschutz.

     

    Das habe ich noch nie gehört. Woher hast du die Information? Oder welche Region/ ggf ethnische Gruppe ist gemeint? Mir ist bekannt, dass auch Tanten und andere Familienangehörige diese Rolle übernehmen können.

    Ein Freund von mir war mit einer Russin zusammen und sie hatten eine gemeinsam Tochter. Der männliche Vormund des Kindes  bis zur Heirat war der Großvater.

  •  

    Nino:

    Ich möchte mal die bisherigen Gedanken noch ein bisschen ausbauen. 

     

    Stellt Euch eine Welt vor, in der alle Menschen gesund, fit und attraktiv sind. Nicht identisch, sondern individuell. Jeder mit seinem eigenen Gesicht, seinem eigenen Temperament, seinen eigenen Stärken und Schwächen.

    Wenn körperliche Attraktivität und Gesundheit keine entscheidenden Unterscheidungsmerkmale mehr wären, worauf würden wir dann bei anderen achten?

     

    Vielleicht würden Charakter, Empathie, Integrität, Kreativität, Intelligenz, Mut oder Humor stärker in den Vordergrund rücken. Die Partnerwahl würde sich weniger um äußere Merkmale und mehr um die Frage drehen: Wer ist dieser Mensch wirklich?

    Wäre das eine bessere Gesellschaft? 

     

    1000258727.png

    Wenn alle attraktiv und gesund wären, hätten sie ja trotzdem äußerliche Unterscheidungsmerk-
    male auf die man zuerst achtet? Ein wirkliches Kennenlernen braucht Zeit, so dass ich es wohl 
    trotzdem nicht schaffen würde, jeden dem ich begegne diese Zeit entgegen zu bringen, zudem 
    ist "attraktiv" wohl eher subjektiv und gesundheitliche Beschwerden, gehören zum Leben dazu, 
    aber letztlich liegt es doch an Dir selbst, hinter die Oberfläche der Menschen zu blicken, warum 
    musst Du erst andere fragen ob die Welt dann besser wäre?

  • 20.06.26, 13:21

     

    MoH:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Du meinst den psychologischen Vorteil, dass sich der gesamte Familienverband um die Kinder kümmert? Ich kann nachvollziehen, dass durch den Familienverband die Frauen unabhängiger
    sind, warum, aus deren Sicht, der Vater, bzw. der "Ehemann" ausgeschlossen werden muss er-
    schließt sich mir nicht, letztlich kann es doch auch in der gemeinsamen Abendzeit zu Streit 
    kommen, der zu Gewalt führt? 

    Prostitution wäre hierzulande doch auch durch die staatliche sozial Absicherung nicht nötig? 

    Gerade in der 2. Doku ist oft die Rede von Druck, der auf den Mädchen lastet, Familienober-
    haupt zu werden, bzw. die individuelle Freiheit aufzugeben um den Familienverband zu un-
    terstützen, ich denke, ich würde dann doch schon eher mich selbst verwirklichen wollen und
    die Familie dann eher finanziell unterstützen, als mich wie ein Gefangener in den Strukturen
    zu fühlen? Wie dem auch sei, ein interessanter Einblick in diese Lebensweise⛱️‼️

    Das ist ganz einfach. In dem die Kinder an den mütterlichen Teil (auch an den männlichen) der Familie gebunden sind, gibt es auch bei einer Trennung keine Diskussionen, keine Traumata, weil der Großonkel und Onkel immer im Leben der Kinder eine stabile Position haben.

    Umgekehrt, die Männer haben „Aufsichtspflicht“ für ihre Nichten und Neffen, da ist die größere familiäre Bindung. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Väter bei ihren Kindern ausgeschlossen sind.

     

    In Russland waren bis vor einigen Jahren (aktuelle Lage mir unbekannt) noch die Großväter bzw Onkel (Mutterlinie) automatisch der gesetzliche Vormund, wenn die Mutter des Kindes unverheiratet war. Ich sehe das als einen guten Kinder- und Mutterschutz.

     

    In meinem Bauch ist schon ein Loch. Für weitere Fragen empfehle ich das Buch! 😉

     

     

    Hast Du zu letzterem Belege? 

  • 20.06.26, 12:42

    MoH:

    In Russland waren bis vor einigen Jahren (aktuelle Lage mir unbekannt) noch die Großväter bzw Onkel (Mutterlinie) automatisch der gesetzliche Vormund, wenn die Mutter des Kindes unverheiratet war. Ich sehe das als einen guten Kinder- und Mutterschutz.

     

    Das habe ich noch nie gehört. Woher hast du die Information? Oder welche Region/ ggf ethnische Gruppe ist gemeint? Mir ist bekannt, dass auch Tanten und andere Familienangehörige diese Rolle übernehmen können.

  • 20.06.26, 07:34 - Zuletzt bearbeitet 20.06.26, 07:51.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    MoH:

     

    Ich sehe einfach die psychologische Komponente als sehr vorteilhaft für alle Beteiligten, vor allem Kinder. Ihr Leben ist nicht einfach, sie arbeiten alle hart.

    Wir sind auch strengen Regeln unterworfen, nur sorgen wir als eine größere Gruppe füreinander.

    Du meinst den psychologischen Vorteil, dass sich der gesamte Familienverband um die Kinder kümmert? Ich kann nachvollziehen, dass durch den Familienverband die Frauen unabhängiger
    sind, warum, aus deren Sicht, der Vater, bzw. der "Ehemann" ausgeschlossen werden muss er-
    schließt sich mir nicht, letztlich kann es doch auch in der gemeinsamen Abendzeit zu Streit 
    kommen, der zu Gewalt führt? 

    Prostitution wäre hierzulande doch auch durch die staatliche sozial Absicherung nicht nötig? 

    Gerade in der 2. Doku ist oft die Rede von Druck, der auf den Mädchen lastet, Familienober-
    haupt zu werden, bzw. die individuelle Freiheit aufzugeben um den Familienverband zu un-
    terstützen, ich denke, ich würde dann doch schon eher mich selbst verwirklichen wollen und
    die Familie dann eher finanziell unterstützen, als mich wie ein Gefangener in den Strukturen
    zu fühlen? Wie dem auch sei, ein interessanter Einblick in diese Lebensweise⛱️‼️

    Das ist ganz einfach. In dem die Kinder an den mütterlichen Teil (auch an den männlichen) der Familie gebunden sind, gibt es auch bei einer Trennung keine Diskussionen, keine Traumata, weil der Großonkel und Onkel immer im Leben der Kinder eine stabile Position haben.

    Umgekehrt, die Männer haben „Aufsichtspflicht“ für ihre Nichten und Neffen, da ist die größere familiäre Bindung. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Väter bei ihren Kindern ausgeschlossen sind.

     

    In Russland waren bis vor einigen Jahren (aktuelle Lage mir unbekannt) noch die Großväter bzw Onkel (Mutterlinie) automatisch der gesetzliche Vormund, wenn die Mutter des Kindes unverheiratet war. Ich sehe das als einen guten Kinder- und Mutterschutz.

     

    In meinem Bauch ist schon ein Loch. Für weitere Fragen empfehle ich das Buch! 😉

  •  

    MoH:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Dann würdest Du lieber in einer größeren Gruppe (Familienverband, WG) leben wollen, 
    wo zwar jede/r größtmögliche Freiheit genießt, es aber klare Regeln des Zusammenle-
    bens gibt und sich alle füreinander verantwortlich fühlen? Ich denke, dass es weniger 
    das Patriachat, als viel mehr der Kapitalismus ist, der solchen Familienverbünde wirk-
    sam verhindert, in dem er die Menschen dazu bringt ihre Arbeitskraft bestmöglich am
    Markt zu verkaufen, sie nach Besitz und weniger nach Zusammenhalt streben und des-
    wegen eben dorthin gehen wo sie Arbeit finden und sich ihr individuelles Glück aufbau-
    en, anstelle in der Nähe ihrer Familien nach einer auskömmlichen Arbeit zu suchen, a-
    ber bei ihren Familien bleiben zu können? 

    Ich sehe einfach die psychologische Komponente als sehr vorteilhaft für alle Beteiligten, vor allem Kinder. Ihr Leben ist nicht einfach, sie arbeiten alle hart.

    Wir sind auch strengen Regeln unterworfen, nur sorgen wir als eine größere Gruppe füreinander.

    Du meinst den psychologischen Vorteil, dass sich der gesamte Familienverband um die Kinder kümmert? Ich kann nachvollziehen, dass durch den Familienverband die Frauen unabhängiger
    sind, warum, aus deren Sicht, der Vater, bzw. der "Ehemann" ausgeschlossen werden muss er-
    schließt sich mir nicht, letztlich kann es doch auch in der gemeinsamen Abendzeit zu Streit 
    kommen, der zu Gewalt führt? 

    Prostitution wäre hierzulande doch auch durch die staatliche sozial Absicherung nicht nötig? 

    Gerade in der 2. Doku ist oft die Rede von Druck, der auf den Mädchen lastet, Familienober-
    haupt zu werden, bzw. die individuelle Freiheit aufzugeben um den Familienverband zu un-
    terstützen, ich denke, ich würde dann doch schon eher mich selbst verwirklichen wollen und
    die Familie dann eher finanziell unterstützen, als mich wie ein Gefangener in den Strukturen
    zu fühlen? Wie dem auch sei, ein interessanter Einblick in diese Lebensweise⛱️‼️

  • 19.06.26, 23:26

    Ich möchte mal die bisherigen Gedanken noch ein bisschen ausbauen. 

     

    Stellt Euch eine Welt vor, in der alle Menschen gesund, fit und attraktiv sind. Nicht identisch, sondern individuell. Jeder mit seinem eigenen Gesicht, seinem eigenen Temperament, seinen eigenen Stärken und Schwächen.

    Wenn körperliche Attraktivität und Gesundheit keine entscheidenden Unterscheidungsmerkmale mehr wären, worauf würden wir dann bei anderen achten?

     

    Vielleicht würden Charakter, Empathie, Integrität, Kreativität, Intelligenz, Mut oder Humor stärker in den Vordergrund rücken. Die Partnerwahl würde sich weniger um äußere Merkmale und mehr um die Frage drehen: Wer ist dieser Mensch wirklich?

    Wäre das eine bessere Gesellschaft? 

     

    1000258727.png
  • 19.06.26, 22:43 - Zuletzt bearbeitet 19.06.26, 22:48.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    MoH:

     

    Mir hat das Familienprinzip gut gefallen. Frauen und Männer sind frei in der Partnerwahl, die sogenannte Besuchsehe. Der männliche Partner ist quasi Besucher für ein paar Nächte oder lebenslang. Die beiden entscheiden, wie sie es halten wollen.

    Die Kinder wachsen im Mutterverband mit Onkeln und Großonkeln als männliche Hauptbezugspersonen auf. Der Vater kann seine Kinder jederzeit besuchen.

    Dadurch, dass sich bei einer Trennung das Familiengefüge nicht ändert, ist keiner irgendwelchen traumatischen Erfahrungen ausgesetzt und auch die Kinder werden nicht irgendwo rausgerissen, müssen sich nicht entscheiden, da alles gleich bleibt.

    Die Freiheit der Partnerwahl ohne gesellschaftliche Ächtung, ermöglicht es beiden Geschlechtern ihr ideales Beziehungsmodell (serielle Monogamie oder lebenslange Liebe) zu wählen. Sexueller Betrug nicht notwendig, weil jeder frei ist, zu tun was für ihn/sie passt.

    Und weil kein Druck auf den Partnerschaftsthemen herrscht, ist wahrscheinlich die Gewalt gegen Frauen nicht an der Tagesordnung. Sie sind voneinander unabhängig.

    Dann würdest Du lieber in einer größeren Gruppe (Familienverband, WG) leben wollen, 
    wo zwar jede/r größtmögliche Freiheit genießt, es aber klare Regeln des Zusammenle-
    bens gibt und sich alle füreinander verantwortlich fühlen? Ich denke, dass es weniger 
    das Patriachat, als viel mehr der Kapitalismus ist, der solchen Familienverbünde wirk-
    sam verhindert, in dem er die Menschen dazu bringt ihre Arbeitskraft bestmöglich am
    Markt zu verkaufen, sie nach Besitz und weniger nach Zusammenhalt streben und des-
    wegen eben dorthin gehen wo sie Arbeit finden und sich ihr individuelles Glück aufbau-
    en, anstelle in der Nähe ihrer Familien nach einer auskömmlichen Arbeit zu suchen, a-
    ber bei ihren Familien bleiben zu können? 

    Ich sehe einfach die psychologische Komponente als sehr vorteilhaft für alle Beteiligten, vor allem Kinder. Ihr Leben ist nicht einfach, sie arbeiten alle hart.

    Wir sind auch strengen Regeln unterworfen, nur sorgen wir als eine größere Gruppe füreinander.

  •  

    MoH:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Also ich bin gerade bei 35min und habe soweit verstanden, dass die Frauen die Familienober-
    häupterinnen sind, aber Entscheidungen einvernehmlich im Familienrat getroffen werden, da
    ihnen Harmonie wichtig ist und sich um alle gekümmert wird, dennoch finde ich, dass einiges
    in der Doku damit in Zusammenhang gesetzt wird, was eher an den Lebensbedingungen vor 
    Ort liegt, als am Matriachat, die extreme Armut zum Beispiel oder dass man den ganzen Tag
    arbeiten muss und viele Leute dort krank sind...

    ...was waren denn deine neuen Gesichtspunkte? 

    Mir hat das Familienprinzip gut gefallen. Frauen und Männer sind frei in der Partnerwahl, die sogenannte Besuchsehe. Der männliche Partner ist quasi Besucher für ein paar Nächte oder lebenslang. Die beiden entscheiden, wie sie es halten wollen.

    Die Kinder wachsen im Mutterverband mit Onkeln und Großonkeln als männliche Hauptbezugspersonen auf. Der Vater kann seine Kinder jederzeit besuchen.

    Dadurch, dass sich bei einer Trennung das Familiengefüge nicht ändert, ist keiner irgendwelchen traumatischen Erfahrungen ausgesetzt und auch die Kinder werden nicht irgendwo rausgerissen, müssen sich nicht entscheiden, da alles gleich bleibt.

    Die Freiheit der Partnerwahl ohne gesellschaftliche Ächtung, ermöglicht es beiden Geschlechtern ihr ideales Beziehungsmodell (serielle Monogamie oder lebenslange Liebe) zu wählen. Sexueller Betrug nicht notwendig, weil jeder frei ist, zu tun was für ihn/sie passt.

    Und weil kein Druck auf den Partnerschaftsthemen herrscht, ist wahrscheinlich die Gewalt gegen Frauen nicht an der Tagesordnung. Sie sind voneinander unabhängig.

    Dann würdest Du lieber in einer größeren Gruppe (Familienverband, WG) leben wollen, 
    wo zwar jede/r größtmögliche Freiheit genießt, es aber klare Regeln des Zusammenle-
    bens gibt und sich alle füreinander verantwortlich fühlen? Ich denke, dass es weniger 
    das Patriachat, als viel mehr der Kapitalismus ist, der solchen Familienverbünde wirk-
    sam verhindert, in dem er die Menschen dazu bringt ihre Arbeitskraft bestmöglich am
    Markt zu verkaufen, sie nach Besitz und weniger nach Zusammenhalt streben und des-
    wegen eben dorthin gehen wo sie Arbeit finden und sich ihr individuelles Glück aufbau-
    en, anstelle in der Nähe ihrer Familien nach einer auskömmlichen Arbeit zu suchen, a-
    ber bei ihren Familien bleiben zu können? 

  • 19.06.26, 21:57 - Zuletzt bearbeitet 19.06.26, 22:20.

     

    Toni:

     

    MoH:

    Noch eine Ergänzung. Beide Geschlechter leben in ihrem Familienverband. Keiner ist gezwungen aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Vereinsamung eine Beziehung einzugehen. Die einzigen Beweggründe wären dann wirklich Liebe und Sexualität. 
     

    Nachtrag: Und somit ist Prostitution ebenso kein Thema!

    Tönt ja schon fast nach einer perfekten Welt.

    Nein, ist sie nicht, sind genauso Regeln unterworfen. Aber gute Ansätze…

    Es verändert sich im Moment viel, weil die Chinesen da mitmischen und eine konventionelle Ehe einführen wollen.

     

    Für weiterführende Infos noch eine Arte-Doku:
    China, Im Reich der Frauen-Mosuos Doku (2019)

    https://www.youtube.com/watch?v=gdxZViqqaLc

     

  • 19.06.26, 21:35

     

    MoH:

    Noch eine Ergänzung. Beide Geschlechter leben in ihrem Familienverband. Keiner ist gezwungen aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Vereinsamung eine Beziehung einzugehen. Die einzigen Beweggründe wären dann wirklich Liebe und Sexualität. 
     

    Nachtrag: Und somit ist Prostitution ebenso kein Thema!

    Tönt ja schon fast nach einer perfekten Welt.

  • 19.06.26, 21:15 - Zuletzt bearbeitet 19.06.26, 21:25.

    Noch eine Ergänzung. Beide Geschlechter leben in ihrem Familienverband. Keiner ist gezwungen aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Vereinsamung eine Beziehung einzugehen. Die einzigen Beweggründe wären dann wirklich Liebe und Sexualität. 
     

    Nachtrag: Und somit ist Prostitution ebenso kein Thema!

  • 19.06.26, 21:07 - Zuletzt bearbeitet 19.06.26, 21:58.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    MoH:

    Vor Jahren las ich das Buch „Das Land der Töchter. Eine Kindheit bei den Moso, wo die Welt den Frauen gehört.“ von  Yang Erche Namu, Christine Mathieu. Die matrilinearen Strukturen dieses Volkes haben mir einige neue Gesichtspunkte geliefert. Für Interessierte hier die Reportage über dieses Volk.

     

    China, im Reich der Musuo-Frauen (360° - GEO Reportage)
    https://www.youtube.com/watch?v=GhMq7fkeUKI

    https://www.geo.de/geo-tv/china-im-reich-der-mosuo-frauen-30186530.html
     

    "Wenn Mütter klug sind, werden sie Töchter wie Göttinnen haben.“

    Weisheit der Mosuo

    Also ich bin gerade bei 35min und habe soweit verstanden, dass die Frauen die Familienober-
    häupterinnen sind, aber Entscheidungen einvernehmlich im Familienrat getroffen werden, da
    ihnen Harmonie wichtig ist und sich um alle gekümmert wird, dennoch finde ich, dass einiges
    in der Doku damit in Zusammenhang gesetzt wird, was eher an den Lebensbedingungen vor 
    Ort liegt, als am Matriachat, die extreme Armut zum Beispiel oder dass man den ganzen Tag
    arbeiten muss und viele Leute dort krank sind...

    ...was waren denn deine neuen Gesichtspunkte? 

    Mir hat das Familienprinzip gut gefallen. Frauen und Männer sind frei in der Partnerwahl, die sogenannte Besuchsehe. Der männliche Partner ist quasi Besucher für ein paar Nächte oder lebenslang. Die beiden entscheiden, wie sie es halten wollen.

    Die Kinder wachsen im Mutterverband mit Onkeln und Großonkeln als männliche Hauptbezugspersonen auf. Der Vater kann seine Kinder jederzeit besuchen.

    Dadurch, dass sich bei einer Trennung das Familiengefüge nicht ändert, ist keiner irgendwelchen traumatischen Erfahrungen ausgesetzt und auch die Kinder werden nicht irgendwo rausgerissen, müssen sich nicht entscheiden, da alles gleich bleibt.

    Die Freiheit der Partnerwahl ohne gesellschaftliche Ächtung, ermöglicht es beiden Geschlechtern ihr ideales Beziehungsmodell (serielle Monogamie oder lebenslange Liebe) zu wählen. Sexueller Betrug nicht notwendig, weil jeder frei ist, zu tun was für ihn/sie passt.

    Und weil kein Druck auf den Partnerschaftsthemen herrscht, ist wahrscheinlich die Gewalt gegen Frauen nicht an der Tagesordnung. Sie sind voneinander unabhängig.

  •  

    MoH:

    Vor Jahren las ich das Buch „Das Land der Töchter. Eine Kindheit bei den Moso, wo die Welt den Frauen gehört.“ von  Yang Erche Namu, Christine Mathieu. Die matrilinearen Strukturen dieses Volkes haben mir einige neue Gesichtspunkte geliefert. Für Interessierte hier die Reportage über dieses Volk.

     

    China, im Reich der Musuo-Frauen (360° - GEO Reportage)
    https://www.youtube.com/watch?v=GhMq7fkeUKI

    https://www.geo.de/geo-tv/china-im-reich-der-mosuo-frauen-30186530.html
     

    "Wenn Mütter klug sind, werden sie Töchter wie Göttinnen haben.“

    Weisheit der Mosuo

    Also ich bin gerade bei 35min und habe soweit verstanden, dass die Frauen die Familienober-
    häupterinnen sind, aber Entscheidungen einvernehmlich im Familienrat getroffen werden, da
    ihnen Harmonie wichtig ist und sich um alle gekümmert wird, dennoch finde ich, dass einiges
    in der Doku damit in Zusammenhang gesetzt wird, was eher an den Lebensbedingungen vor 
    Ort liegt, als am Matriachat, die extreme Armut zum Beispiel oder dass man den ganzen Tag
    arbeiten muss und viele Leute dort krank sind...

    ...was waren denn deine neuen Gesichtspunkte? 

  • 19.06.26, 16:04

    Schön zu hören, dass die Welt nicht ausschliesslich von Männern dominiert wird. 🙂

  • 19.06.26, 15:40

    Vor Jahren las ich das Buch „Das Land der Töchter. Eine Kindheit bei den Moso, wo die Welt den Frauen gehört.“ von  Yang Erche Namu, Christine Mathieu. Die matrilinearen Strukturen dieses Volkes haben mir einige neue Gesichtspunkte geliefert. Für Interessierte hier die Reportage über dieses Volk.

     

    China, im Reich der Musuo-Frauen (360° - GEO Reportage)
    https://www.youtube.com/watch?v=GhMq7fkeUKI

    https://www.geo.de/geo-tv/china-im-reich-der-mosuo-frauen-30186530.html
     

    "Wenn Mütter klug sind, werden sie Töchter wie Göttinnen haben.“

    Weisheit der Mosuo

  • 17.06.26, 08:00

    Zur real Konversation versus online

     

    Ja, es schwingt viel mehr mit bei realer Konversation, da sind all meine Antennen beschäftigt  und ich liebe es Menschen zu zuhören Und sie als Person zu lesen. Das ist meistens meine Rolle.

     

    Online bleibt nur das Wort, dafür immer wieder lesbar und nachdenklich setzbar. Auch kann die Botschaft überarbeitet werden… könnte…. Vor dem senden.

     

    online kann ich lesen und schreiben wenn ich mag, life nur dann wenn ein Gesprächspartner da ist und den kann ich nicht weglegen, wenn ich müde bin….

     

    Kurz, ich mag beides😁

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