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  • Was bist du bereit zu geben?

    Diskussion · 8 Beiträge · 5 Gefällt mir · 530 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Diese Frage richtet sich an uns alle.

    In Beziehungen, Freundschaften, Arbeit, Gesellschaft.

     

    Was bedeutet „geben“ für dich konkret?

    Zeit, Aufmerksamkeit, Verantwortung, Verzicht, Energie, Verlässlichkeit?

     

    Und wo ziehst du bewusst Grenzen?

     

    Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um persönliche Perspektiven.

    Schreib gern, was diese Frage bei dir auslöst.


    Thomas Kissing 

     

    In eigener Sache:

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    05.01.26, 15:48

Beiträge

  • 21.01.26, 19:35

     

    Thomas Kissing:

     

    Oder erlebt ihr eher, dass gegenseitiges Geben das Fundament eurer Beziehung stärkt?

     

    Meiner Erfahrung nach definitiv. Beziehung ist , für mich, immer ein Geben und Nehmen. Wichtig ist, dass es langfristig in Waage bleibt. Und eine gute Kommunikation, wenn es kurzfristig  nach einer Seite ausschlägt. Wir lassen uns viel Freiraum und natürlich stecken wir auch mal zurück. Ich kann in einer Beziehung nicht erwarten, dass alle meine Wünsche zu 100% umgesetzt werden. Es ist ein austarieren, immer wieder neu, jeden Tag. 

    Was ich mit zunehmendem Alter lerne, ist, dass ich dabei für mich und meine Bedürfnisse die Verantwortung habe und nicht mein Partner. Wenn ich verzichte und/ oder Schritte auf ihn zumache, dann weil ich es so entschieden habe . Hinterher Vorwürfe zu äußern wie...ich hab ja nur für dich.... ist nicht fair und zeugt von Unreife.

  • 11.01.26, 13:08
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • 10.01.26, 16:11

    Ja, Verständnis, Rücksichtnahme, zuhören, unterstützen, loyal sein, treu sein, dulden, schweigen, Nähe, Bedürfnisse stillen, teilen, sich etwas zurück nehmen, Aufgaben übernehmen die einem nicht sonderlich liegen weil der Partner meint, du kannst das besser….und vieles mehr

  • Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, was „geben“ in Beziehungen wirklich bedeutet. Viele denken sofort an Zeit, Hilfe oder Kompromisse – aber wie sieht es mit emotionaler Energie aus? Oder mit dem Loslassen eigener Bedürfnisse zugunsten des Partners?

     

    Aus meiner Erfahrung: Es ist leicht zu geben, wenn man selbst gut versorgt ist. Aber sobald eigene Grenzen erreicht sind, merkt man, wie schwierig es sein kann, weiter „zu geben“, ohne dass man sich selbst verliert.

     

    Mich würde interessieren:

     

    Wo zieht ihr in Beziehungen eure Grenze zwischen Geben und Eigenverantwortung?

     

    Habt ihr schon Situationen erlebt, in denen zu viel Geben auf Dauer ungesund wurde?

     

    Oder erlebt ihr eher, dass gegenseitiges Geben das Fundament eurer Beziehung stärkt?

     

    Ich bin gespannt auf eure Perspektiven – teilt gern konkrete Erfahrungen, kleine wie große.

     

    Thomas Kissing

  • 05.01.26, 21:09

    Ja, das ist ein springender Punkt und ein Thema, worüber ich viel nachdenke. 
    Beim Job, was wird von mir gefordert und was bin ich bereit zu geben.

     

    In der Nachbarschaft, wie weit bin ich bereit meinen Nachbaren im Seniorenalter zu geben an Zeit, Beistand, Arbeiten abnehmen und wo kann ich nicht mehr helfen. 

     

    Meiner Mutter gegenüber, was kann ich für sie tun und wo ist meine (Schmerz-)Grenze, wo kann ich nicht mehr trösten, tragen, hin nehmen und wie sage ich, ich bin nicht mehr bereit alles zu geben, weil ich das nun mal auch körperlich und psychisch nicht mehr kann?

     

    Meinen Töchter gegenüber, wie weit bin ich inzwischen noch bereit Gefallen zu erweisen, Probleme zu lösen oder wie weit sind sie nun bereit mir etwas zu helfen? 

     

    In einer Partnerschaft war für mich immer klar, ich fordere nichts, was ich nicht auch bereit bin zu geben und ich fordere nicht von dem geliebten Menschen das seine Grenzen strapaziert, nicht zu der Person passt. Ich gab sehr gerne und sehr bereitwillig, oft über meine Grenzen hinaus und immer etwas mehr um nie weniger gegeben zu haben. Verständnis und Verzeihen, übernehmen, mich verbiegen?

     

    Nun mag ich nicht mehr so viel geben, ich bin müde geworden, ich brauche eine Pause im Geben.

    Nun habe ich gelernt anzunehmen ohne schlechtes Gewissen zu haben. Ohne ein drittel mehr zurück zu geben. Es gut sein lassen. Dazu stehen, dass ich momentan gerade nicht viel zu geben habe ausser ein Lächeln und ein Moment meiner Zeit.

  •  

    Alica:

    Wenn wir alleine sind, müssen wir uns unsere Bedürfnisse selbst erfüllen. Wenn wir in einer Beziehung sind, sollten beide sich ihre Bedürfnisse gegenseitig erfüllen. Das ist für mich der größte Unterschied zwischen einem Leben als Single und einem in einer Beziehung. Wenn ich nicht bereit oder in der Lage bin die Bedürfnisse meines Partners zu erfüllen, dann wird die Beziehung meinen Partner nicht glücklich machen. Wenn er mir meine Bedürfnisse nicht erfüllt, werde ich nicht glücklich mit ihm sein. Deshalb sollte man genau diese Punkte schon am Anfang klären. 

    Danke für deinen Beitrag, Alica, ich finde deine Gedanken dazu sehr spannend.

     

    Aus meiner Erfahrung sehe ich das so: Jeder Mensch ist in erster Linie selbst für sich und seine eigenen Bedürfnisse verantwortlich. Ich habe festgestellt, dass alles andere schnell in eine Art Abhängigkeit führen kann – fast wie die Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern. Das fühlt sich dann nie wirklich erwachsen an.

     

    Ich weiß, dass viele sich wünschen, dass der Partner alle Bedürfnisse erfüllen kann, aber ich habe erlebt, dass das langfristig selten zu einer gesunden Beziehung führt. Für mich funktioniert eine Partnerschaft am besten, wenn beide eigenständig für sich sorgen und sich gleichzeitig gegenseitig unterstützen.

     

    Thomas Kissing

  • 05.01.26, 18:59

    Wenn wir alleine sind, müssen wir uns unsere Bedürfnisse selbst erfüllen. Wenn wir in einer Beziehung sind, sollten beide sich ihre Bedürfnisse gegenseitig erfüllen. Das ist für mich der größte Unterschied zwischen einem Leben als Single und einem in einer Beziehung. Wenn ich nicht bereit oder in der Lage bin die Bedürfnisse meines Partners zu erfüllen, dann wird die Beziehung meinen Partner nicht glücklich machen. Wenn er mir meine Bedürfnisse nicht erfüllt, werde ich nicht glücklich mit ihm sein. Deshalb sollte man genau diese Punkte schon am Anfang klären. 

  • Die Frage „Was bist du bereit zu geben?“ ist für mich sehr vielfältig – und gleichzeitig erstaunlich schwer klar zu beantworten.

     

    Im Alltag zeigt sich „geben“ oft in kleinen Situationen:

    An der Supermarktkasse jemanden vorlassen, der nur einen Artikel hat.

    Zeit und Unterstützung anbieten, wenn Freunde um Hilfe bitten.

     

    Im beruflichen Kontext stellt sich die Frage anders:

    Stelle ich meine Arbeitsleistung im vereinbarten Rahmen zur Verfügung – oder opfere ich mich dauerhaft für den Beruf auf?

     

    Auch ehrenamtliches Engagement ist eine Form des Gebens.

    Hier geschieht vieles freiwillig, oft ohne direkte Gegenleistung.

     

    In Partnerschaften wird „geben“ besonders spürbar:

    Kompromisse eingehen, Rücksicht nehmen, zuhören – und gleichzeitig die eigenen Grenzen nicht verlieren.

     

    Für mich zeigt sich: Geben hat viele Gesichter.

    Es reicht von kleinen Gesten bis zu grundlegenden Entscheidungen im Leben.

     

    Wie erlebst du das?

    Wo gibst du bewusst – und wo ziehst du klare Grenzen?


    Thomas Kissing 

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