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  • Warum sind manche Menschen zu Weihnachten einsam und alleine

    Diskussion · 53 Beiträge · 1 Gefällt mir · 1.920 Aufrufe

    ohne Familie, Freunde  und oft auch ohne Anschluss über die Arbeit. Mich interessiert dabei vor allem die Frage: Warum kommt es überhaupt dazu?

    Mögliche Ursachen könnten fehlende oder zerbrochene Familienbeziehungen sein, auseinandergegangene Freundschaften durch Umzüge, Studium oder Jobwechsel oder auch Arbeitsstellen, bei denen über das Berufliche hinaus kaum Kontakte entstehen. Dazu kommen manchmal Krankheit, psychische Belastungen oder finanzielle Sorgen, die dazu führen, dass man sich zurückzieht oder Einladungen nicht annimmt.

    Weihnachten macht solche Situationen besonders bewusst, weil das Fest gesellschaftlich stark mit Familie und Gemeinschaft verbunden ist.

    Vielleicht  könnte es aber auch sein,  dass die Menschen selber schuld sind an dieser Situation 

    dass sie  zu Weihnachten alleine sind  !   Sie wollen ihre Freiheit genießen und sich nicht einschränken lassen mit familiären und freundschaftlichen Verpflichtungen !   Ergo zu Weihnachten bist du einsam und alleine ! 

     


     

     


     

    22.12.25, 00:18 - Zuletzt bearbeitet 22.12.25, 00:40.

Beiträge

  • 23.12.25, 07:51

    Ich möchte hier nicht auf jeden einzelnen Beitrag eingehen, sondern zusammenfassen, was ich aus der Diskussion mitgenommen habe.


     

    Zuerst möchte ich klarstellen: Das Bild wurde vom Support entfernt, weil es nicht den Forenrichtlinien entsprach – nicht von mir. Außerdem wurde mir unterstellt, das Thema würde mich persönlich betreffen oder ich hätte Antworten vorweggenommen. Beides trifft so nicht zu.


     

    Ich feiere Weihnachten mit meinen Kindern und Enkelkindern: Sie kommen zu mir zum Essen, danach fahren wir gemeinsam zu meiner Tochter zur Bescherung. Am 25. Dezember haben wir seit über 30 Jahren traditionell ein großes Familientreffen bei einer Cousine mit über 20 Personen.

    Richtig ist aber auch: Berufsbedingt war ich viele Jahre im Störungsdienst, rund um die Uhr erreichbar, und habe dadurch manche Weihnachten und Silvester alleine verbracht – im Büro oder im Außendienst. Das war für mich persönlich kein Problem, weil ich diesen Tagen keine besondere Bedeutung beimesse.


     

    Ich habe keine Antworten vorweggenommen, sondern lediglich Möglichkeiten aufgezählt, warum Menschen Weihnachten alleine verbringen. Nicht jeder tut das freiwillig.

    Der Unterschied zwischen alleine sein und einsam sein wurde hier schon mehrfach festgestellt : Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob jemand bewusst für sich ist oder unfreiwillig unter Einsamkeit leidet ,  darüber muss man eigentlich nicht mehr diskutieren .


     

    Zu der Aussage, es sei doch „sehr einfach“, am 24. etwas zu organisieren:

    Wenn jemand dazu in der Lage wäre, Kontakte zu knüpfen oder spontan etwas zu organisieren, dann wäre diese Person vermutlich auch nicht plötzlich zu Weihnachten alleine ,  denn solche Kontakte entstehen ja nicht erst am 24.


     

    Ich engagiere mich selbst ehrenamtlich in der Begleitung depressiver Menschen. Viele von ihnen können nicht einfach organisieren oder das Haus verlassen. Sie haben Angst vor der Gesellschaft; für manche ist schon eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine große Überwindung. Dieser Begleitdienst versucht, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen langsam wieder in die Gesellschaft zu integrieren, weil sie das alleine nicht mehr schaffen.


     

    und was mit selbst schuld eigentlich gemeint ist. Dazu habe ich auch einen eigenen Thread über die Ignoranz unserer Mitmenschen im öffentlichen Raum eröffnet.

    Wenn wir unser Umfeld kaum noch wahrnehmen – wenn in einem U-Bahn-Waggon selbst Straßenmusiker völlig ignoriert werden – dann darf man sich nicht wundern, wenn man eines Tages vielleicht selbst ignoriert wird! 

     Es kostet auch manchmal Überwindung sich mit Verwandten oder Bekannten zusammenzusetzen – gerade dann, wenn sie heute nicht (mehr) genau meinen Interessen entsprechen oder man merkt, dass die Gespräche nicht das bieten, was man sich wünschen würde.

    Wenn ich mich aber immer absondere, mich selbst ständig in den Vordergrund stelle oder nur dort dabei sein will, wo alles exakt zu mir passt, kann das langfristig auch dazu führen, dass man irgendwann tatsächlich alleine dasteht – vielleicht sogar zu Weihnachten.

    Ich glaube, wenn man zu wählerisch wird und Beziehungen nur noch danach beurteilt, was sie einem persönlich bringen, kann aus einem zunächst freiwilligen Alleinsein schleichend ein unfreiwilliges Alleinsein werden und das kommt der Einsamkeit dann sehr nahe. 


     

     


     

  •  

    Matthias:

     

    Einen depressiven Menschen bspw. kannst du nicht aus seinen 4 Wänden reißen, denn wenn er gewollt hätte, hätte er sich ja freiwillig raus bewegt. 

     

     

    Sorry, aber das ist völliger Unsinn und zeugt mal wieder von einer gewissen Ahnungslosigkeit.

    Menschen mit Depressionen schaffen es auf Grund ihrer Erkrankung meist nicht rauszugehen. Gleichwohl wollen sie es aber. So wie sie auch andere Dinge sehr oft nicht schaffen.

    Mit nicht wollen hat das überhaupt nichts zu tun.

  • 22.12.25, 20:06

    Ich liebe Weihnachten und sitze mit meinen Kindern und Enkelkind + Eltern auf einem Tisch. Ich habe keinen Partner, aber ich fühle mich weder einsam noch alleine. Ich bin glücklich, dass ich eine wundervolle Familie habe und meine Tochter sagte heute zu mir: Mama ich freue mich auf den 24. und auf das Essen von dir. An alle ein wunderschönes Weihnachtsfest 🎄🥂

  • 22.12.25, 19:43

    (Na schon wieder anonym/bildlos unterwegs? Du weißt auch nicht was du willst.) 

    Warum kommt es überhaupt dazu?

    Die Antwort auf diese Frage ist nicht dein Problem... und selbst wenn du die Antwort kennen würdest, kannst du denen nicht helfen.

     

    Einen depressiven Menschen bspw. kannst du nicht aus seinen 4 Wänden reißen, denn wenn er gewollt hätte, hätte er sich ja freiwillig raus bewegt. 

     

    Wir sind hier auf einer Aktivitäten Plattform... es wäre ja ein leichtes für einen Erwachsenen einen gemeinsamen Abend zu organisieren. 

     

    Mögliche Ursachen könnten... 

    Du nimmst die Antwort gleich vorweg... Warum fragst du dann? 

    ... weil es eigentlich um dich hier geht, oder? 

     

    Einsam/alleine sein, sich einsam/alleine  fühlen sind erst mal zwei paar Schuhe. 

    Ich bin heute Abend alleine (Fakt), fühle mich aber weder alleine noch bin ich einsam (in Partnerschaft).

     

    Ich kann Weihnachten alleine verbringen, aber dennoch nicht alleine sein. 

    Für mein Gefühl bin ich verantwortlich und Gefühle wie Ängste haben immer eine Wurzel/Ursache. Du kannst höchstens bei einer persönlichen Nähe demjenigen versuchen zu verstehen zu geben, dass die Angst unbegründet ist, wenn derem Verstand über das Herz/Emotionen "siegt" und falls es Richtung Trauma geht, dass derjenige einsieht es geht ihm schlecht und er will diesen Zustand selber ändern (und sich Hilfe sucht oder darum bittet). 

     

    Kommt dieser innere Wunsch nicht von ihm selber, kannst du ihn wo auch immer hin ziehen (Therapie etc), er/sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geheilt. 

  • 22.12.25, 18:45

    Was mir zu dem Thema noch einfällt ,es gibt Menschen mit denen ist man vielleicht zusammen und verbringt Zeit ,aber man fühlt sich dennoch einsam in ihrer Gesellschaft.

    Weil Sie einen nicht greifen können und es  entsteht kein inneres Band 

     

    Das macht es dann auch nicht  besser .....

     

  • 22.12.25, 16:11

    HallH Waldgeidt,

     

    Es gibt tatsächlich Menschen die mit oberflächlichen Menschen und anstrengenden , unempatischen Menschen . 

    Menschen die nicht reflektieren können bzw .wollen ,das kann auch  die eigene Familie betreffen , nicht ( mehr ) zu tun haben wollen .

    Auch wenn das einige nicht verstehen .

    Weil es auf die eigenen Kosten und auf die eigene Energie geht .

    Und das ist nicht nährend . 

    Das ist für solche Menschen Energieverschwendung.

     

    Und dann lieber erst mal ,alleine und zur innerer Achtsamkeit kommen und diese Stille und dieser Leerraun kann auch erst die Möglichkeit geben das andere Menschen mit denen es Flowt angezogen werden .

    Das ist eines der Gesetze des Universums ....

     

    Und wenn man erst mal Distanz zu anstrengenden Menschen geschaffen hat merkt man wie unglaublich wohltuend das sein kann .Das ist heilend .

    Natürlich Einsamkeit ist auch teilweise anstrengend aber das kann erst mal dazu gehören . 

    Veränderung und Wachstum ist immer anstrengend . ....

     

    Grüße Siena 

  • 22.12.25, 13:31

    Du stellst eine Frage.

    Du selbst beantwortest ausführlich deine eigene Frage.

    Du erstellst ein Fazit.

     

    Danke!

    War es notwendig, dass du darüber einen Beitrag erstellst? Schliesslich hast du für dich ja eh schon alles gsagt. Es wirkt auf mich nicht so, als ob du an anderen Meinungen interessiert bist. Zumindest ist keine Einladung formuliert mitzudiskutieren.

     

     

  • 22.12.25, 12:51
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Norbert wieder gelöscht.
  • 22.12.25, 12:07

    Verwechsle nicht alleine mit einsam. Ich wählte das Alleinsein sehr bewusst und leide auch zu Weihnachten nicht darunter. Im Gegenteil, bei dem Wahnsinn, der sich in den Familien rundherum abspielt bin ich erleichtert, dass ich mich raushalte. "Ich konm dann Mal nicht!"

  • 22.12.25, 11:15 - Zuletzt bearbeitet 22.12.25, 11:19.

    Es wird Menschen geben, die an ihrer Situation selbst "schuld" sind - auch wenn ich das Wort "schuld" nicht gerne verwende.

    Was ich aber nicht verstehe, wieso wirft man Menschen die NICHT freiwillig einsam sind, in einen Topf mit jenen Menschen, die sich bewusst fürs Alleinesein entschieden haben.
    Seit Jahren wird hier auf GE über den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinesein diskutiert und was ist das Fazit?
    Die Leute sollen doch rausgehen, denen ist doch nur langweilig, sie sind selber schuld usw. usf.

    Leute, nicht jeder hier hat die Möglichkeit einfach rauszugehen, bei Aktivitäten mitzumachen/selbst welche zu veranstalten.
    Nicht jeder ist jung, fit, kommunikativ.
    Es gibt Menschen, viele zu viele sogar, die KÖNNEN das aufgrund diverser Einschränkungen nicht.
    Geht das nicht in euren Kopf?
    Ist ja furchtbar, welche Ratschläge den Leuten hier um die Ohren geworfen werden.
    Wie unsensibel kann man sein?

    Und ja - Weihnachten wird völlig überbewertet, keine Frage.
    Aber was hilft das jenen, die sich dennoch Gesellschaft wünschen, sich wünschen, gesehen zu werden?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Menschen weniger einsam fühlen, wenn man ihnen sagt, dass Weihnachten "doch eh nicht so wichtig ist".
     

  • 22.12.25, 09:17

    Elsa genau so ist es. Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest. LG Ines 

  • 22.12.25, 09:12

    Sie sind es wahrscheinlich auch den Rest des Jahres. Ich kopiere hier meinen gestrigen Beitrag von einem anderen Thema rein:

     

    Weihnachten ist völlig überhöht, komplett mit Erwartungen überfrachtet.

     

    Was ist Weihnachten? Die Feier der Geburt Christi. Also ein Fest für christlich Gläubige.

    Alles andere ist Kopfkino, befeuert seit Jahrhunderten von einer gigantischen Industrie.

     

    Seid nett zueinander - das ganze Jahr über.

    Kocht euch euer Lieblingsessen - das ganze Jahr über immer wieder mal.

    Ruft Leute an, die ihr schon ewig anrufen wolltet - aber nicht zu Weihnachten, sondern während des Jahres.

    Hört zu - "nicht" zu Weihnachten, das ganze Jahr über.

     

    Wenn man alleine lebt, kann man Weihnachten, die Zeit zwischen den Jahren und den Jahreswechsel sehr gut dazu nutzen, wirklich in sich zu gehen. Oder unerledigte Dinge erledigen. Oder kreativ zu sein. Es ist die "freieste" Zeit des Jahres, meistens ganz für einen alleine. Herrlich!

     

    Denn all die anderen sind ja beschäftigt und im Stress, mache besoffen, werden also einen nicht stören. Sie sind aber froh, wenn sie während das Jahres mal was von einem hören und sich nach ihrer Befindlichkeit erkundigt wird. Fragst du jetzt - "Stress!"

     

    Das war der Konfusius vom 21. Dezember.

  • Ich bezweifle, dass jemand offiziell schreibt, allein an einer solchen Situation schuld zu sein. Und selbst wenn – niemand kann und hat das Recht, dies zu kommentieren oder zu kritisieren. Niemand ist ideal oder perfekt.
    Ich lebe außerhalb meines Heimatlandes, und meine erwachsenen Kinder ebenfalls. Wir sind über die ganze Welt verstreut, und es ist schwierig, für alle zur gleichen Zeit Urlaub zu organisieren. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA, hängt alles vom Arbeitgeber ab – ob man überhaupt Urlaub bekommt. Es gibt wirklich sehr viele Gründe, warum man sich an den Feiertagen nicht treffen kann. Manchmal muss man sogar arbeiten, damit andere feiern können.
    Zum Glück verbringe ich die Feiertage bei einem meiner Kinder in Norwegen. Einmal ist es mir passiert, dass ich am Heiligabend (24.12.) allein war – aber das war meine eigene Entscheidung. Ich wollte an diesem einen Abend allein sein, an den zwei darauffolgenden Tagen jedoch nicht mehr.
    Ich bin sehr empathisch und kann viele Lebenssituationen gut verstehen.

    Für alle, die Weihnachten allein verbringen:
    Mögen diese Tage von Ruhe, Wärme und innerem Frieden erfüllt sein. Auch wenn es stiller ist als sonst, bist du nicht vergessen. Du bist wertvoll, genau so, wie du bist.
    Ich wünsche dir Momente der Geborgenheit, kleine Lichtblicke, die das Herz wärmen, und die Gewissheit, dass Einsamkeit nichts über deinen Wert aussagt. Manchmal braucht die Seele einfach Zeit für sich.
    Frohe Weihnachten – mit Hoffnung, Zuversicht und dem Gefühl, dass du nicht allein bist. ✨

    VG Ela 

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