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    Diskussion · 36 Beiträge · 13 Gefällt mir · 1.128 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Ein Freund wird plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert. Verdacht auf Herzinfarkt.

    Ein Moment – und das gewohnte Leben steht still.
     

    Was gestern noch wichtig erschien, verliert schlagartig an Gewicht: Ärger im Straßenverkehr, Ungeduld an der Kasse, kleine Kränkungen, endlose Gedankenschleifen. In dem Augenblick geht es nicht mehr um Komfort, Recht haben oder Kontrolle – sondern um Leben und Tod.

     

    Warum erleben wir so vieles im Alltag als existenziell, obwohl es objektiv kaum Bedeutung hat?

    Warum investieren wir so viel emotionale Energie in Nebensächlichkeiten – bis uns eine Grenzerfahrung brutal daran erinnert, wie fragil alles ist?

    Und warum braucht es oft erst einen Schock, damit sich unser Blick klärt?

     

    Diese Diskussion lädt dazu ein, genau dort anzusetzen, wo du gerade stehst:

    im Stress, im Funktionieren, im Grübeln – oder vielleicht schon in der leisen Ahnung, dass Zeit nicht selbstverständlich ist.

     

    Es geht nicht um Angst.

    Sondern um Bewusstheit.

    Und um die Frage, wie wir leben, wenn wir wirklich begreifen, dass jeder Tag der letzte sein könnte.


    Thomas Kissing 

    18.12.25, 19:57

Beiträge

  • 19.12.25, 13:43

     

    Anke:

    Wie schaffen wir es die Kostbarkeit des Lebens im Alltag zu spüren?

     

    Ich kann das nur für mich sagen.

     

    In dem Moment, in dem ich mich den Erwartungshaltungen anderer und auch meiner eigenen bewusst geworden bin, konnte ich vieles loslassen.

    In dem Moment habe ich den Alltag hinterfragt und seitdem nehme ich mir ganz bewusst Zeit mich zu "Erden".

    Für mich bedeutet das in die Natur zu gehen, anstatt zu shoppen. Ganz bewusst Stille zu genießen und mich mit mir zu verbinden, anstatt den Abend vorm Fernseher zu verbringen. Ein weiterer Punkt ist ganz im Augenblick zu sein, ohne an das Gestern und Morgen zu denken. Einfach beobachten, was gerade passiert.

    Und ich habe wieder angefangen zu malen. Ein kreatives Hobby gibt mir die Möglichkeit mich auszudrücken. Ohne Erklärung und Bewertung.

    Wie dieser Weg aussieht, muss aber im Grunde jeder für sich selbst beantworten.

    Anke hat vollkommen Recht...
    Man muss sich auf sich selber fokusieren und am besten in JEDEM AUGENBLICK prüfen, ob es richtig ist wie es sich anfühlt (Meditation / Intuition / Bauchgefühlt ...)
    Dazu muss man aber auch den Zugang zu seinem Innersten (Seele) haben.
    Offensichtlich hat das nicht die gesamte Menschheit,

    ICH folge meinen Leidenschaften und Intuition um meine HOHE ZUFRIEDENHEIT zu Erhalten !
    Aktuell habe ich gefühlt die Energie von 2-3 Menschen (--> siehe Aktivitäten Spontacts)
    Ich werde auf der Arbeit von erheblich jüngeren Kollegen darauf angesprochen welche Drogen ich nehme und wo sie diese kaufen können.
    Ich antworte: es ist die LEBENSFREUDE, mein Freund - es ist die Lebensfreude.
     

    Bei mir hat es damals bei diesem Beitrag KLICK gemacht - jeder Mensch ist aber individuell
     

    Wie unterdrückte Gefühle Krankheiten erzeugen - Robert Betz
    https://www.youtube.com/watch?v=_QDWHVY5WtE&list=PLSGzd68qI0MKnPTw9SmQRLpbhQaKC-0B9&index=1"
     

  • 19.12.25, 13:28

    Wie schaffen wir es die Kostbarkeit des Lebens im Alltag zu spüren?

     

    Ich kann das nur für mich sagen.

     

    In dem Moment, in dem ich mich den Erwartungshaltungen anderer und auch meiner eigenen bewusst geworden bin, konnte ich vieles loslassen.

    In dem Moment habe ich den Alltag hinterfragt und seitdem nehme ich mir ganz bewusst Zeit mich zu "Erden".

    Für mich bedeutet das in die Natur zu gehen, anstatt zu shoppen. Ganz bewusst Stille zu genießen und mich mit mir zu verbinden, anstatt den Abend vorm Fernseher zu verbringen. Ein weiterer Punkt ist ganz im Augenblick zu sein, ohne an das Gestern und Morgen zu denken. Einfach beobachten, was gerade passiert.

    Und ich habe wieder angefangen zu malen. Ein kreatives Hobby gibt mir die Möglichkeit mich auszudrücken. Ohne Erklärung und Bewertung.

    Wie dieser Weg aussieht, muss aber im Grunde jeder für sich selbst beantworten.

  • ich denke "Demut" ist ein guter Weg Begleiter. Leider ist es aber so, dass es meist eine harte Erfahrung braucht , ob nun Krankheit oder Verlust in welcher Form auch immer, um das zu begreifen. 

  • Danke euch allen für eure offenen und sehr persönlichen Beiträge.

    Man merkt, wie viel Erfahrung, Nachdenken und echtes Leben darin steckt.

     

    Viele von euch haben beschrieben, wie Grenzerfahrungen alles relativieren und Werte verschieben. Andere haben gezeigt, dass Alltag, Ärger und Komfort trotzdem menschlich sind. Beides hat für mich seine Berechtigung.

     

    Was für mich bleibt, ist eine einfache, aber zentrale Frage:

     

    Wie schaffen wir es, die Kostbarkeit des Lebens im Alltag zu spüren – ohne erst krank zu werden oder einen Schock zu brauchen?

     

    Wie behalten wir diesen Blick, wenn alles scheinbar normal läuft?

     

    Danke, dass ihr euch auf dieses Thema eingelassen habt und es so ehrlich mitgestaltet.

     

    Thomas Kissing

  • schweres Thema und eigentlich denkt man erst darüber nach, wenn man die Grenze erreicht hat, viele zu viel Zeit verschwenden wir mit Dingen die uns nicht gut tun, dabei zählt doch eigentlich (zu mindestens ist das meine Meinung) 

    "Am Ende wird alles unwichtig, außer wie viel Liebe wir gegeben und empfangen haben.“ Elisabeth Kübbler-Ross 

  • 19.12.25, 11:24

     

     

    Gesundheit ist nicht alles im Leben, aber alles ist nichts ohne Gesundheit.

     

    Ohne Gesundheit ist ALLES NICHTS (Arthur Schopenhauer)

  • Wenn das Leben bereits am seidenen Faden hing und das womöglich schon mehrfach im Laufe der Jahre, dann wird Mensch nachdenklich und oft gelassener gegenüber der vielen nervenden" Kleinigkeiten", die im Alltag an der Geduld zerren. So hat es sich zumindest bei mir  entwickelt.

    Was mich jedoch nach wie vor schlicht rasend macht, ist die Willkür gegenüber vielen Kindern, Kranken und Alten also all jene, die sich nicht adäquat wehren können. Wobei, sollte ich einsehen müssen, dass ich Situationen nicht verbessern kann, nehme ich es seufzend hin.

  • 19.12.25, 11:19

     

    Martin:

    Eine Redewendung, die ich nicht wieder vergessen habe: 

    "Man hat zwei Leben. Das Zweite beginnt sobald man erkennt, dass man nur ein Leben hat."

    Und DAS passiert meistens erst DANN, wenn man schwer erkrankt oder einen Unfall hatte !
    Wenn man Pech hat - war's das.

    Was Sterbende am meisten bereuen (gibt's auch ein Buch zu):
    1.  "Zuviel gearbeitet - zu wenig gelebt." 

  • 19.12.25, 11:02

    ich kann dem Eingangs  Thread im Großen und Ganzen zustimmen.

    Grenzerfahrungen rücken vieles zurecht und zeigen, wie fragil unser Leben ist.

    Gleichzeitig könnte man einwenden:

    Wir haben uns dieses Leben nicht ausgesucht – aber wir müssen es annehmen. Und es ist auch eine Grundvoraussetzung, dass wir versuchen dürfen, es uns so angenehm und lebenswert wie möglich zu gestalten. Nicht alles Streben nach Komfort oder Sicherheit ist oberflächlich, sondern oft einfach menschlich.

    Wenn man den Blick weitet, wird das besonders deutlich:

    Es gibt Länder und Lebenssituationen, in denen es für viele Menschen nicht um „Leben gestalten“, sondern nur um Überleben geht. Das relativiert manche unserer Alltagsprobleme – aber es zeigt auch, wie privilegiert wir sind, uns überhaupt über Sinn, Prioritäten und Bewusstheit Gedanken machen zu können.

    Nach einem Schicksalsschlag wird einem meist wieder klar,

    dass Gesundheit vielleicht das Wichtigste im Leben ist.

    Alles andere – Pläne, Wünsche, Ärger, Besitz – tritt zurück, wenn sie fehlt.

    Dazu passt für mich dieses Zitat sehr gut:


     

    Gesundheit ist nicht alles im Leben, aber alles ist nichts ohne Gesundheit.


     

    Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen:

    Ja, wir verlieren uns oft in Nebensächlichkeiten.

    Aber gleichzeitig dürfen wir das Leben auch genießen, absichern und angenehmer machen – solange wir nicht vergessen, worauf letztlich alles aufbaut.


     

  • 19.12.25, 10:27 - Zuletzt bearbeitet 19.12.25, 10:28.

    Eine Redewendung, die ich nicht wieder vergessen habe: 

    "Man hat zwei Leben. Das Zweite beginnt sobald man erkennt, dass man nur ein Leben hat."

  • 19.12.25, 10:19 - Zuletzt bearbeitet 19.12.25, 10:20.

     

    Thomas Kissing:

    Als wären sie [ich] unantastbar oder besser gestellt als andere.

    Solipsismus.

    Das Ego suggeriert, man sei das Zentrum der Welt. Unser Hirn ist einfach so konstruiert. Überlebenstrieb der übergroßen grauen Masse im Kopf da oben.

     

    Glücklicherweise kann man es überwinden, wie du schreibst. In unterschiedlichem Alter und natürlich in unterschiedlichen Stadien. Erfahrung von Lebensgefahr ist dafür nicht immer nötig, es reicht ja ein Rundumblick oder 1x eine lokale Tageszeitung von vorne bis hinten wirklich zu konsumieren.

  • 19.12.25, 10:19 - Zuletzt bearbeitet 19.12.25, 10:21.

    Jede anbrechende Minute ist eine neue Chance, sein Leben zu verändern   (Autor unbekannt)

    LEBEN im Hier und Jetzt ist mein Moto.

    Mich schalten nur körperliche Gebrechen hart aus ( dem folgt eine Depression in der Allerschlimmsten Form ! )
    Hab ne sehr komplexe Persönlichkeit ( gelernt )

    Aktuell habe ich ENERGIE für 2-3 Menschen.

     Junge Menschen fragen mich, was für Drogen ich nehme und wo sie diese kaufen können (Grins)

    Vielen Menschen ist nicht bewußt, wie GUT es Ihnen geht...das lernt man erst wenn man in anderen Ländern mit Menschen kommuniziert und NICHT nur Urlaub macht !
    Wie z.B. Dieter Nuhr. 
    ("Eigentlich" ist ein Wort der Unsicherheit...) 

  • 19.12.25, 10:00 - Zuletzt bearbeitet 19.12.25, 10:31.
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • 19.12.25, 10:00
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  • 19.12.25, 08:50

    Welches Leben will ICH leben.

     

    Das, was wir für selbstverständlich halten, ist das Leben selbst. Und dieses Geschenk erkennen wir oft erst, wenn es in Frage gestellt wird. Man darf erkennen, dass man nichts unter Kontrolle hat. Das die Dinge, die man sich im Außen erschaffen hat, zwar schön sind, aber nicht von Bedeutung. 

    Deshalb passiert mit Menschen, die in solch existentiellen Situationen sind, oft eine tiefe Transformation mit nur einer Frage.

     

    Was ist das Leben wirklich und was ist mir wichtig?

     

    Ich habe mir diese Frage auch gestellt und mein Weg hat sich geändert. Er fühlt sich jetzt ehrlicher und stimmiger an.

     

    So gesehen sind solche Situationen immer eine Chance sich mit seinem Herzen zu verbinden, bewusster hinzuschauen und daraus Entscheidungen zu treffen, die mit meinem Herzen resonieren.

  • In dem Moment, in dem das eigene Leben in Gefahr ist, wird plötzlich alles unwichtig.

    Es spielt keine Rolle mehr, welches Auto man fährt, wie groß das Haus ist, wie viele Freunde man hat, wie erfolgreich man war, wie viel man besitzt oder glaubt zu sein. Auch Fähigkeiten, Leistungen, Status, Meinungen – all das verliert schlagartig jede Bedeutung.

     

    Es bleibt nur noch ein Wunsch: dass es gut ausgeht.

    Man hofft einfach, dass der Körper mitmacht, dass der nächste Moment kommt, dass es weitergeht.

     

    Und auf einmal zählen Dinge, die sonst kaum Beachtung finden:

    ein Glas Wasser, ein ruhiges Wort, die Anwesenheit eines Menschen. Allein, dass jemand da ist. Mehr braucht es nicht.

     

    Meine Frage ist:

    Warum ist dieses Gefühl im Alltag so selten präsent?

    Warum verlieren wir im Zustand von Unzufriedenheit, Ärger oder Selbstverständlichkeit den Kontakt zu dem Wissen, wie kostbar Leben eigentlich ist?

     

    Das gilt für alle – unabhängig davon, ob jemand gesund oder krank ist, jung oder alt.

    Und trotzdem leben viele, als stünden sie über allem. Als wäre Zeit garantiert. Als gäbe es immer ein Morgen. Als wären sie unantastbar oder besser gestellt als andere.

     

    Doch wenn es wirklich ums Leben geht, ums Überleben, dann schrumpfen wir alle auf dieselbe Größe. Dann sind wir nicht mehr stark, nicht mehr wichtig, nicht mehr überlegen. Dann sind wir klein – so klein wie der Kopf einer Stecknadel.

     

    Genau darüber möchte ich hier diskutieren.


    Thomas Kissing 

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