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    Diskussion · 36 Beiträge · 13 Gefällt mir · 1.128 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Ein Freund wird plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert. Verdacht auf Herzinfarkt.

    Ein Moment – und das gewohnte Leben steht still.
     

    Was gestern noch wichtig erschien, verliert schlagartig an Gewicht: Ärger im Straßenverkehr, Ungeduld an der Kasse, kleine Kränkungen, endlose Gedankenschleifen. In dem Augenblick geht es nicht mehr um Komfort, Recht haben oder Kontrolle – sondern um Leben und Tod.

     

    Warum erleben wir so vieles im Alltag als existenziell, obwohl es objektiv kaum Bedeutung hat?

    Warum investieren wir so viel emotionale Energie in Nebensächlichkeiten – bis uns eine Grenzerfahrung brutal daran erinnert, wie fragil alles ist?

    Und warum braucht es oft erst einen Schock, damit sich unser Blick klärt?

     

    Diese Diskussion lädt dazu ein, genau dort anzusetzen, wo du gerade stehst:

    im Stress, im Funktionieren, im Grübeln – oder vielleicht schon in der leisen Ahnung, dass Zeit nicht selbstverständlich ist.

     

    Es geht nicht um Angst.

    Sondern um Bewusstheit.

    Und um die Frage, wie wir leben, wenn wir wirklich begreifen, dass jeder Tag der letzte sein könnte.


    Thomas Kissing 

    18.12.25, 19:57

Beiträge

  • 21.01.26, 15:19 - Zuletzt bearbeitet 21.01.26, 15:20.

     

    Eduard P.:

    Ich denke was VIELE Menschen auch stresst, ist die schiere AUSWAHL an Möglichkeiten / Aktivitäten /..... 
    UND 

    Das ist gut möglich.

    Manchmal kann man sich glücklich schätzen, schon so alt zu sein und noch ohne Internet, sondern nur mit ein paar Büchern sozialisiert worden zu sein.

    Ich bin aber schon zu alt*, um mich davon stressen zu lassen.

     

    *Seniorenmessen werden für ü50 beworben.

  • 21.01.26, 13:23 - Zuletzt bearbeitet 21.01.26, 13:24.

     

    Mandi aus 8047 Graz
    ....

    ...
     

    Ganz deiner Meinung.

     

    "Früher" hies es mal, wenn wir alle nur freien Zugang zu allen Informationen hätten.

    Jetzt haben wir ihn Großteils, und was machen wir daraus? Lebensentscheidungen an andere delegieren, mehr oder weniger (Übertrieben dargestellt).

    Bin grundsätzlich Deiner Meinung, Mandi

    Früher hatten wir aber auch weniger Auswahlmöglichkeiten.

    Ich denke was VIELE Menschen auch stresst, ist die schiere AUSWAHL an Möglichkeiten / Aktivitäten /..... 
    UND 
    ..... man hat sich nur an seinem Freundeskreis orientiert.

    Und Heutzutage ........... !!! ( Überwältigend / Erschlagend / Manipulativ / Verunsichernd / ... )

  • 21.01.26, 10:29

    Ich folge meiner INTUITION und LEBE meine LEIDENSCHAFTEN aktiv aus. (--> Profil)
    Höre auf meine SEELE (Herz)

    DAS befriedigt mich im hohen Maaße und erzeugt dementsprechend eine hohe ZUFRIEDENHEIT und DANKBARKEIT. Die dabei entstehenden Glücksmomente nehme ich DANKBAR mit !
    ICH LEBE im Hier und Jetzt.

    Die üblichen Social Media Plattformen (Instagram, Facebook, TikTok,...) spielen bei mir KEINE Rolle ...

    Dabei haben mir die letzten 2 Wochen in PRAG auch wieder aufgezeigt, wiiiie richtig ich mit meiner LEBENSEINSTELLUNG liege.

  • 21.01.26, 09:03

     

    Leo:

    Ich sehe den Nutzen, sich zwischendurch zu fragen, lebe ich, wie es mir guttut und was kann ich ändern, wenn nicht. Die Antwort darauf hat aber Niemand im Internet, sondern bekomme ich nur durch einen Prozess in mir, der höchst individuell und nicht vergleich- oder bewertbar ist. 

    Ganz deiner Meinung.

     

    "Früher" hies es mal, wenn wir alle nur freien Zugang zu allen Informationen hätten.

    Jetzt haben wir ihn Großteils, und was machen wir daraus? Lebensentscheidungen an andere delegieren, mehr oder weniger (Übertrieben dargestellt).

  • 21.01.26, 07:47

     

    Mandi:

    Sind das nicht völlig gegensätzliche Dinge? Selbstoptimierung und sich der Endlichkeit bewusst sein?

     

    Für mich gibt es da zumindest Schnittmengen. Sei dir deiner Endlichkeit bewusst und änder dein Leben ! Du musst dich entspannen ! Gute Work- Life- Balance usw. 

    Das sind für mich inzwischen rote Tücher, denn am Ende übt diese ' Achte auf dich' - Welle inzwischen auf viele Menschen auch nur noch Druck aus und dient nicht dem Wohlergehen der/s Einzelnen und der Gesellschaft. Junge Eltern werden durch Instagram z. B. total verunsichert, weil dort nur perfekte Familien gezeigt werden. Wir sind aber nicht perfekt. Wir machen Fehler, handeln nicht immer achtsam und verletzen mitunter andere Menschen. Das gehört zum Leben dazu und ich möchte daraus lernen dürfen und mich nicht noch schlechter fühlen. 

    Ich sehe den Nutzen, sich zwischendurch zu fragen, lebe ich, wie es mir guttut und was kann ich ändern, wenn nicht. Die Antwort darauf hat aber Niemand im Internet, sondern bekomme ich nur durch einen Prozess in mir, der höchst individuell und nicht vergleich- oder bewertbar ist. 

  • 21.01.26, 07:24

     

    Leo:

    Ich mag diesen Selbstoptimierungs- Hype nicht. Ich kann und möchte mich nicht jeden Tag damit auseinandersetzen, dass mein Lebem oder das von mir geliebter Menschen, endlich ist. 

    Sind das nicht völlig gegensätzliche Dinge? Selbstoptimierung und sich der Endlichkeit bewusst sein?

     

    Wie auch immer, wenn man sich mal der Endlichkeit bewusst ist, braucht man sich nicht mehr damit zu beschäftigen. Dann hat es eben Klick gemacht und das Leben läuft in der Endlichkeits-, "ich bin nicht für alles verantwortlich"- und  "die Welt dreht sich auch ohne mich weiter"-Schiene. Eine wahrliche Befreiung!

  • 20.01.26, 19:52

     

    Leo:

    Ich mag diesen Selbstoptimierungs- Hype nicht. Ich kann und möchte mich nicht jeden Tag damit auseinandersetzen, dass mein Lebem oder das von mir geliebter Menschen, endlich ist. Das würde mich blockieren. Außerdem haben wir Alle unsere Zwänge, müssen Geld verdienen, und gewisse Rollen bedienen, denn wir leben ja in Gemeinschaft. Zumindest die meisten von uns. Ich bin nicht erleuchtet, ich bin oft erschöpft ( habe leider keine Energie für 2) und hinterfrage nicht alle meine Handlungen. 

    Was mich das Leben aber bisher lehrte, ist, dass ich trotz einiger Herausforderungen global gesehen, im Paradies lebe und dafür dankbar bin.

    Und für mich persönlich, ist der Kontakt zu Kindern erdend und beteichernd. Ich arbeite mit Kindern und schaue zeitweise mit ihnen gemeinsam durch ihre Augen auf die Welt. Diese immer wieder neue Sicht ist ein großes Geschenk. 


    Ich glaube, es geht hier nicht um den Selbstoptimierungs-Hype, sondern darum, dem Leben vielleicht nach einer schwer überwundenen Krankheit mehr Bewusstsein zu schenken. Natürlich sollte man sich damit nicht ständig belasten  schon gar nicht, wenn man noch im Berufsleben steht.

    Ich denke, es kann darum gehen, Prioritäten neu zu setzen und die eigene Zeit bewusster zu gestalten, ohne dass man ständig in Angst lebt, als wäre das Leben jederzeit zu Ende. Wie Reinhard Mey so schön singt: ‚Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.‘ Vielleicht kann man auf diese Weise alle Ängste und Sorgen für Momente darunter lassen und das Leben etwas freier genießen. 


     

  • 20.01.26, 19:25

    Ich mag diesen Selbstoptimierungs- Hype nicht. Ich kann und möchte mich nicht jeden Tag damit auseinandersetzen, dass mein Lebem oder das von mir geliebter Menschen, endlich ist. Das würde mich blockieren. Außerdem haben wir Alle unsere Zwänge, müssen Geld verdienen, und gewisse Rollen bedienen, denn wir leben ja in Gemeinschaft. Zumindest die meisten von uns. Ich bin nicht erleuchtet, ich bin oft erschöpft ( habe leider keine Energie für 2) und hinterfrage nicht alle meine Handlungen. 

    Was mich das Leben aber bisher lehrte, ist, dass ich trotz einiger Herausforderungen global gesehen, im Paradies lebe und dafür dankbar bin.

    Und für mich persönlich, ist der Kontakt zu Kindern erdend und beteichernd. Ich arbeite mit Kindern und schaue zeitweise mit ihnen gemeinsam durch ihre Augen auf die Welt. Diese immer wieder neue Sicht ist ein großes Geschenk. 

  • 20.01.26, 18:45 - Zuletzt bearbeitet 20.01.26, 18:47.

     

    Eduard P.:

     

    Waldgeist:

    Auf  die Frage , wie man das Leben wieder bewusster im Alltag spüren kann , ist mir Franz von Assisi und Buddha eingefallen! 
    Franz von Assisi wie auch Buddha stammten aus wohlhabenden Verhältnissen. Beide erlebten trotz  oder gerade wegen , dieses Überflusses eine tiefe Sinnkrise: Das Leben war materiell erfüllt, aber innerlich leer. Ihre Antwort darauf war Enthaltsamkeit und Einfachheit ,  nicht als Selbstzweck, sondern um das Leben wieder bewusster wahrzunehmen und dem Wesentlichen näherzukommen.

    Vielleicht lässt sich darin auch ein Spiegel unserer heutigen Wohlstands- und Konsumgesellschaft ableiten : Wenn alles selbstverständlich wird, verliert es an Wert. Erst durch bewusstes Maßhalten lernen wir wieder, die kostbaren Momente zu schätzen.

    Wer das kann, ist reich im Leben.

    Und dazu passt für mich dieser Satz:

     

    Weniger ist oft mehr !  

     


     

    DAS sehe ich genauso , Waldgeist !!!

    Nummer2, meiner Leidenschaften sind FILME (VOR dem Streamen (keine Serien))
    Deine Worte - Waldgeist - bringen einen speziellen FILM ins Bewusstsein...
     

    "BEN HUR"

    ER - der vermeidliche "SOHN" des Pharao - ist im Begriff ALLES zu WERDEN und zu BEKOMMEN 
    (--> zukünftiger PHARAO)
    Dann wird Ihm die WAHRHEIT aufgezeigt !

    ER FÜGT SICH seinem SCHICKSAL und VERLIERT ALLES !
    Beginnt ein neues LEBEN... unter erschwerten Bedingungen und erarbeitet sich ALLES bis zum höchsten Status: er wird DAS WERKZEUG GOTTES ...
    Hinweis: ich bin nicht gläubig (Agnostiker)

    Was will ich damit aufzeigen ....??!
    ERST wenn du ALLES verliest, erkennst Du WAS du hattest und SCHÄTZT es umso MEHR.

    DAS gilt vor ALLEM für die eigene GESUNDHEIT.
    --> KEIN GELD / KEINE FREUNDE / ... / ... KANN Dir dabei helfen, DAS zu AKZEPTIEREN

    Ein weiterer Film: GLADIATOR


     Das stimmt natürlich und dazu fällt mir wieder dieser Spruch ein „ Gesundheit ist nichts alles , aber alles ist nichts ohne Gesundheit “!  
    Sofern du gesund bist , weiß man es sich oft nicht zu schätzen und nimmt es als Selbstverständlichkeit .  Wenn dein  Leben aber an einem seidenen Faden hängt und du schaffst es  ,  dich wieder   in das Leben zurück zu kämpfen , dann ändern sich auch deine Prioritäten !  
    Man weiß es erst zu schätzen , wenn man etwas verloren hat und mit etwas Glück wieder findet  🙋‍♂️

  • 20.01.26, 17:40

    Ich begreife sehr wohl, das jeder Tag der letzte sein kann.

    Aber dieses Wissen, genügt nicht um ein anderes, vielleicht positiveres Leben zu leben.

     

    Das einzige das man daraus lernen kann ist --das man sich nur noch mit Menschen umgibt, die einem gut tun und die echt sind. Und das alles was früher wichtig erschien, eine ganz andere Bedeutung bekommt. 🤔

  • 20.01.26, 14:36 - Zuletzt bearbeitet 20.01.26, 14:39.

     

    Waldgeist:

    Auf  die Frage , wie man das Leben wieder bewusster im Alltag spüren kann , ist mir Franz von Assisi und Buddha eingefallen! 
    Franz von Assisi wie auch Buddha stammten aus wohlhabenden Verhältnissen. Beide erlebten trotz  oder gerade wegen , dieses Überflusses eine tiefe Sinnkrise: Das Leben war materiell erfüllt, aber innerlich leer. Ihre Antwort darauf war Enthaltsamkeit und Einfachheit ,  nicht als Selbstzweck, sondern um das Leben wieder bewusster wahrzunehmen und dem Wesentlichen näherzukommen.

    Vielleicht lässt sich darin auch ein Spiegel unserer heutigen Wohlstands- und Konsumgesellschaft ableiten : Wenn alles selbstverständlich wird, verliert es an Wert. Erst durch bewusstes Maßhalten lernen wir wieder, die kostbaren Momente zu schätzen.

    Wer das kann, ist reich im Leben.

    Und dazu passt für mich dieser Satz:

     

    Weniger ist oft mehr !  

     


     

    DAS sehe ich genauso , Waldgeist !!!

    Nummer2, meiner Leidenschaften sind FILME (VOR dem Streamen (keine Serien))
    Deine Worte - Waldgeist - bringen einen speziellen FILM ins Bewusstsein...
     

    "BEN HUR"

    ER - der vermeidliche "SOHN" des Pharao - ist im Begriff ALLES zu WERDEN und zu BEKOMMEN 
    (--> zukünftiger PHARAO)
    Dann wird Ihm die WAHRHEIT aufgezeigt !

    ER FÜGT SICH seinem SCHICKSAL und VERLIERT ALLES !
    Beginnt ein neues LEBEN... unter erschwerten Bedingungen und erarbeitet sich ALLES bis zum höchsten Status: er wird DAS WERKZEUG GOTTES ...
    Hinweis: ich bin nicht gläubig (Agnostiker)

    Was will ich damit aufzeigen ....??!
    ERST wenn du ALLES verliest, erkennst Du WAS du hattest und SCHÄTZT es umso MEHR.

    DAS gilt vor ALLEM für die eigene GESUNDHEIT.
    --> KEIN GELD / KEINE FREUNDE / ... / ... KANN Dir dabei helfen, DAS zu AKZEPTIEREN

    Ein weiterer Film: GLADIATOR

  • 20.01.26, 14:17

     

    Mandi:

     

    Elli:

    Wenn wir wirklich alle miteinander begreifen würden, was Leben bedeutet , wäre das Forum hier geschlossen   ...... 🍀

    Bitte erkläre es uns.

    JA - bitte erkläre es uns Elli. Denn ich habe meine Erklärung für das LEBEN im kleinen Rahmen gefunden ...

  • 23.12.25, 09:27

     

    Elli:

    Wenn wir wirklich alle miteinander begreifen würden, was Leben bedeutet , wäre das Forum hier geschlossen   ...... 🍀

    Bitte erkläre es uns.

  • 23.12.25, 05:06

    Wenn wir wirklich alle miteinander begreifen würden, was Leben bedeutet , wäre das Forum hier geschlossen   ...... 🍀

  • 21.12.25, 09:02

     

    Beate:

    Die Schwere eines Schicksalsschlages ist schwer auszuhalten . Einige Menschen erfahren schwere Schicksalsschläge ... andere nicht. Einige Menschen müssen sich grossen Herausforderungen und Lebensnöten stellen... andere nicht. Manche leben in Not ... andere nicht. Viele Menschen erfahren Leid , halten es aus , tauchen wieder daraus hervor . Andere Menschen konstruieren sich Leid in ihrem Leben und jammern wichtig und ewig . 

    Die Erfahrung , dass eigenes grosses Leid sich auflöst ist eine Grenzerfahrung. Dies rückt den Sinn und die Grösse des Lebens wieder auf den richtigen Platz. 

    Nicht jeder Mensch macht so eine Erfahrung . 

    Ist die Erfahrung von grossem Leid ein Geschenk ? 

    Ich glaube die Erfahrung von großem Leid ist erst mal neutral zu betrachten. Außer ich selbst bin der Verursacher. 

    Leid kann ein Geschenk sein oder es kann uns zerbrechen. Es kommt darauf an, wie ich damit umgehen. Sehe ich mich als Opfer ist bewusstes Erleben und Lernen schwierig. Sehe ich es aber als etwas Gegebenes an, kann ich dem Leid einen Platz geben. Ich kann lernen damit umzugehen und komme in die Selbstermächtigung. Und das gibt mir die Chance daran zu wachsen. 

  • 21.12.25, 08:39

    Die Schwere eines Schicksalsschlages ist schwer auszuhalten . Einige Menschen erfahren schwere Schicksalsschläge ... andere nicht. Einige Menschen müssen sich grossen Herausforderungen und Lebensnöten stellen... andere nicht. Manche leben in Not ... andere nicht. Viele Menschen erfahren Leid , halten es aus , tauchen wieder daraus hervor . Andere Menschen konstruieren sich Leid in ihrem Leben und jammern wichtig und ewig . 

    Die Erfahrung , dass eigenes grosses Leid sich auflöst ist eine Grenzerfahrung. Dies rückt den Sinn und die Grösse des Lebens wieder auf den richtigen Platz. 

    Nicht jeder Mensch macht so eine Erfahrung . 

    Ist die Erfahrung von grossem Leid ein Geschenk ? 

  • 20.12.25, 16:48

    Nun ja. Mein erster Gedanke beim Lesen der Zeilen:

     

    Wenn man ständig mit Bewusstheit sich vor Augen hält, dass man jederzeit jeden Moment sterben könnte oder dass man keine Zeit mehr hat- dann hat man in der Regel auch genau Angst davor, oder? Also geht es doch um Angst? 

    Angst ist eine Frequenz, die mir so auch nicht passt.

    Oder Angst vor Mangel oder etwas zu verpassen... das sind auch "niedere" Energien.

     

    Hmm, wie mache ich es eigentlich?

     

    Irgendwie weiss ich es gar nicht. 

     

    Ich glaube, ich stelle mich einfach dem, was auf mich zukommt und gerade ist- und da ich längst mir selber bewiesen habe, dass wirklich alles seine zwei Seiten hat... wirft mich nichts so schnell mehr um und erhole ich mich eher rasch von Schicksalsschlägen. Meistens hat es auf dem zweiten Blick mich was gelehrt.

     

    Ich habe meine eigene Auffassung wie das Leben funktioniert, ich habe lange recherchiert und beobachtet. Da ich ja nicht weiss, ob ich wirklich recht habe oder nicht, behalte ich das still für mich.

     

    Was aber eben wie oben genannt Schocks oder Schicksalsschläge betrifft denke ich, dass es nicht immer Sinn ist, dass der eigene Blick sich klärt oder dass es einem wach rütteln soll. Da gibt es noch mehr mögliche Gründe. 

     

    Je nach dem, welche Auffassung man über das Leben trägt.

     

    Und noch was: "man investiere so viel Energie in Nebensächlichkeiten".

    Muss denn bei allem immer Profit rausschlagen? Und: Was, wenn genau diese Nebensächlichkeiten helfen, sich zu regulieren, weil das Andere noch zu gross ist? Wenn es hilft, mental abzuschalten?

     

    Warum es Schock braucht, um Blick zu klären?

     

    Schon als Baby und Kleinkind lernen wir, dass es ein Richtig und ein Falsch gibt. Und Kinder lernen, eigene Bedürfnisse aufzuschieben zu müssen. Sie lernen, dass es Regeln gibt in einer Gemeinschaft. Sie erleben, dass Erwachsene oft nicht vollumfänglich authentisch sind.

     

    Die ganze Gesellschaft arbeitet mit Vernebelung und falschen Fokus setzen. Manches entdeckt man, manches nicht. Man wächst so auf und gewöhnt sich daran. 

     

    Gar nicht so einfach, sich davon zu befreien.

     

     

     

     

     

  • 19.12.25, 19:02

    Auf  die Frage , wie man das Leben wieder bewusster im Alltag spüren kann , ist mir Franz von Assisi und Buddha eingefallen! 
    Franz von Assisi wie auch Buddha stammten aus wohlhabenden Verhältnissen. Beide erlebten trotz  oder gerade wegen , dieses Überflusses eine tiefe Sinnkrise: Das Leben war materiell erfüllt, aber innerlich leer. Ihre Antwort darauf war Enthaltsamkeit und Einfachheit ,  nicht als Selbstzweck, sondern um das Leben wieder bewusster wahrzunehmen und dem Wesentlichen näherzukommen.

    Vielleicht lässt sich darin auch ein Spiegel unserer heutigen Wohlstands- und Konsumgesellschaft ableiten : Wenn alles selbstverständlich wird, verliert es an Wert. Erst durch bewusstes Maßhalten lernen wir wieder, die kostbaren Momente zu schätzen.

    Wer das kann, ist reich im Leben.

    Und dazu passt für mich dieser Satz:

     

    Weniger ist oft mehr !  

     


     

  • 19.12.25, 15:40

     

    Thomas Kissing:

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    Viellicht liegt es daran , dass wir sehr behütet aufwachsen. Wir können unsere Leben frei führen und haben selten Angst , dass uns gleich um die Ecke jemand erschießt.  Man sieht die schlimmen Dinge zwar in der Zeitung oder im Fernseher , aber man kann die Angst und das Leid nicht im selben Maße nachempfinden wenn man es nicht selbst erlebt hat. 

    Ich denke es ist so ähnlich wie jemand im Internet das "Achterbahn fahren" beschrieben hat :

    --------

    Es ist im Wesentlichen Expositionstherapie. Sowohl meine Freundin als auch mein kleiner Bruder hatten panische Angst vor Achterbahnen, aber durch wiederholtes Fahren und schrittweises Steigern gelangten sie an einen Punkt, an dem sie anfingen, sich an die Empfindungen zu gewöhnen – und bevor der Tag vorbei war, liebten sie sie schließlich.

    Es hängt sehr vom Einzelnen ab, aber inzwischen finden sie beide die Achterbahnen paradoxerweise beruhigend. Weiterzumachen und bei Bedarf kleine Pausen einzulegen, ist eine großartige Möglichkeit, die Phase „Mein Körper hat keine Ahnung, wie er das interpretieren soll“ zu überwinden.

    --------

    Somit ist es oft erst möglich eine andere Einstellung zu gewissen Dingen zu haben , wenn man sie " gefühlt " und ausprobiert hat.  

    Existenz Ängste lässt den Körper viel Adrenalin ausschütten.  Danach kommt man tatsächlich manchmal in eine Erschöpfungsphase oder man wird tendenziell ruhiger. 

    Man will sich oft auch in Zukunft von diesen extremen  Ängsten schützen und richtet sich das Leben nun so ein , damit das nicht wieder vorkommt. 

     

    Ich denke , wenn du fragst , wie man diese Gefühle der Wertschätzung auch im Alltag spüren möchte, wäre vielleicht eine Auszeit im Getto ganz gut.  Oder manche bieten eine Waldtour an , wo man dann mehrere Tage alleine überleben muss. Hier berichten auch viele Menschen, dass diese Erfahrung lebensverändernd ist. 

     

    Liebe Grüße, Andrea 

  • 19.12.25, 15:05

     

    Eduard P.:
    Man muss sich auf sich selber fokusieren und am besten in JEDEM AUGENBLICK prüfen, ob es richtig ist wie es sich anfühlt (Meditation / Intuition / Bauchgefühlt ...) 

    Nur auf sich selber fokussieren und jeden Augenblick prüfen, ob alles richtig ist - da fehlt für mich der Fluss des Lebens und das verschenken seiner selbst.

    Für mich braucht es die Balance zwischen Egozentriertheit und dem Verschenken und treiben lassen im Leben. Der "Wohlfühlpunkt" ist natürlich für jeden Menschen wo anders.

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