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    Diskussion · 2 Beiträge · 1 Gefällt mir · 87 Aufrufe
    Fritz aus Edingen-Neckarhausen

    Immer mehr Menschen sehnen nach psychischen Diagnosen. Ich plädiere dafür, dass Menschen für die Wiederherstellung ihrer mentalen Gesundheit vor allem Beziehungspersonen brauchen, weniger Apps.

     

    Wir alle brauchen lebenslang andere Menschen zur Stabilisierung unseres narzisstischen Gleichgewichts. Was ist dafür geeignet, als viele bezogene, belastbare, stabile, stützende, verbindliche, zuverlässige Menschen zu haben, ein Netzwerk an diesen Menschen. Früher hatte man die Großfamilie, heute leiden alle unter ihrer Isolierung und Vereinsamung und Nichtbezogenheit.

     

    Großfamilie.jpg
    16.03.25, 09:56

Beiträge

  • 17.03.25, 07:51 - Zuletzt bearbeitet 17.03.25, 07:52.

     

    Manuela:

    Ich plädiere dafür, dass Menschen für die Wiederherstellung ihrer mentalen Gesundheit vor allem Beziehungspersonen brauchen, weniger Apps.

     

    Dein Plädoyer ist ja grundsätzlich richtig, aber wie sollte das realisiert werden; wenn nicht von der betroffenen Person selbst?

     

    Die Großfamilie bzw. Mehrgenerationenhäuser waren und sind auch aus meiner Sicht der richtige Weg. Aber unsere Gesellschaft hatte sich in den 70ern davon verabschiedet. Warum?

    Weil das Ego urplötzlich im Vordergrund stand, die Selbstverwirklichung, der Wunsch nach Unabhängigkeit und Verantwortlosigkeit.

    Nicht ganz unschuldig daran war der Staat bzw. staatliche Indoktinierungen.

    Je isolierter der Mensch ist, desto fügsamer ist er; desto mehr komsumorientierter und abhängiger und desto mehr Einzahler in die Sozialkassen; mal ganz vereinfacht formuliert.

     

    Wo stehen wir denn heute im Vergleich zu den Jahren bis vor 1970?

    • Bis in die 70er Jahre hatten Familien im Schnitt 2 - 4 Kinder, heute im Schnitt um die 1,1
    • Damals konnte ein Familienvater noch seine 4 - 6 köpfige Familie ernähren und oder Eigentum schaffen. Die Mütter waren noch zum überwiegendenen Teil gerne Mutter und fühlten sich auch überwiegend in dieser "Rolle" wohl und richtig
    • Heute ist ein Kind oftmals ein Resultat, evtl. dem Familiären Druck geschuldet oder dem weiblichen Urtrieb geschuldet oder weil die Freudin ein Kind hat; auch ein Grund ist, um die Beziehung zu kitten oder den Mann zu halten ....
    • Heute müssen Mann und Frau arbeiten um für die Familie sorgen zu können; was zu diversen Problemen und Schwierigkeiten führt (Überlastung, Unzufriedenheit, Fremdgehen, Zweckgemeinschaften, Aggression, Überreiztheit, Überforderung etc)
    • Aufgrund der Arbeitsmarktsituation wohnen die jeweiligen Großeltern weiter weg und die Kinder wachsen im Prinzip im Hort, der Kita oder Tagesmüttern auf. 
    • Der Wohnraum wurde zusehends verkleinert. Bestes Beispiel die Planung von Küchen .... bis in die 70er Jahre waren die Küchen im Schnitt um 10 m² größer dafür waren die Badezimmer deutlich kleiner. Bis in die 2000er wurde exakt anders gebaut, nämlich Küchen welche für Platzangst sorgen und Bäder ähnlich einem Spa. Was sagt das über den Zeitgeist aus?

    Natürlich war in der Zeit der Großfamilien nicht alles Gold und glänzte aber auch die nicht so reibungslosen Abschnitte hatten etwas Charakterformendes. Man lernte auszuhalten und durchhalten, zurückstecken oder zurücknehmen, Verzicht und Duldung; Attribute welche zunehmend verloren gingen.

     

    Aber ich bin sicher, wir werden ähnliche Verhältnisse wieder bekommen. Nicht, weil es der Wunsch der Gesellschaft wäre, sondern weil die Lebenssitutation uns dazu zwingen wird.

     

    "Natürlich war in der Zeit der Großfamilien nicht alles Gold und glänzte aber auch die nicht so reibungslosen Abschnitte hatten etwas Charakterformendes. Man lernte auszuhalten und durchhalten, zurückstecken oder zurücknehmen, Verzicht und Duldung; Attribute welche zunehmend verloren gingen.

     

    Aber ich bin sicher, wir werden ähnliche Verhältnisse wieder bekommen. Nicht, weil es der Wunsch der Gesellschaft wäre, sondern weil die Lebenssitutation uns dazu zwingen wird."

     

    So ist es.

    Nicht alles war in den großfamilien gut, nicht alles war im viktorianischen zeitalter gut.

    Das beste aus beidem zu verbinden ist sicher das beste.

    Aber ich teile nicht Deine Zuversicht, dass es wieder kommen wird. also nicht dass die zeichen darauf stehen würden.

    Man kann versuchen, es in seinem persönlichen Bereich so einzurichten.

  • 16.03.25, 16:16

    Ich plädiere dafür, dass Menschen für die Wiederherstellung ihrer mentalen Gesundheit vor allem Beziehungspersonen brauchen, weniger Apps.

     

    Dein Plädoyer ist ja grundsätzlich richtig, aber wie sollte das realisiert werden; wenn nicht von der betroffenen Person selbst?

     

    Die Großfamilie bzw. Mehrgenerationenhäuser waren und sind auch aus meiner Sicht der richtige Weg. Aber unsere Gesellschaft hatte sich in den 70ern davon verabschiedet. Warum?

    Weil das Ego urplötzlich im Vordergrund stand, die Selbstverwirklichung, der Wunsch nach Unabhängigkeit und Verantwortlosigkeit.

    Nicht ganz unschuldig daran war der Staat bzw. staatliche Indoktinierungen.

    Je isolierter der Mensch ist, desto fügsamer ist er; desto mehr komsumorientierter und abhängiger und desto mehr Einzahler in die Sozialkassen; mal ganz vereinfacht formuliert.

     

    Wo stehen wir denn heute im Vergleich zu den Jahren bis vor 1970?

    • Bis in die 70er Jahre hatten Familien im Schnitt 2 - 4 Kinder, heute im Schnitt um die 1,1
    • Damals konnte ein Familienvater noch seine 4 - 6 köpfige Familie ernähren und oder Eigentum schaffen. Die Mütter waren noch zum überwiegendenen Teil gerne Mutter und fühlten sich auch überwiegend in dieser "Rolle" wohl und richtig
    • Heute ist ein Kind oftmals ein Resultat, evtl. dem Familiären Druck geschuldet oder dem weiblichen Urtrieb geschuldet oder weil die Freudin ein Kind hat; auch ein Grund ist, um die Beziehung zu kitten oder den Mann zu halten ....
    • Heute müssen Mann und Frau arbeiten um für die Familie sorgen zu können; was zu diversen Problemen und Schwierigkeiten führt (Überlastung, Unzufriedenheit, Fremdgehen, Zweckgemeinschaften, Aggression, Überreiztheit, Überforderung etc)
    • Aufgrund der Arbeitsmarktsituation wohnen die jeweiligen Großeltern weiter weg und die Kinder wachsen im Prinzip im Hort, der Kita oder Tagesmüttern auf. 
    • Der Wohnraum wurde zusehends verkleinert. Bestes Beispiel die Planung von Küchen .... bis in die 70er Jahre waren die Küchen im Schnitt um 10 m² größer dafür waren die Badezimmer deutlich kleiner. Bis in die 2000er wurde exakt anders gebaut, nämlich Küchen welche für Platzangst sorgen und Bäder ähnlich einem Spa. Was sagt das über den Zeitgeist aus?

    Natürlich war in der Zeit der Großfamilien nicht alles Gold und glänzte aber auch die nicht so reibungslosen Abschnitte hatten etwas Charakterformendes. Man lernte auszuhalten und durchhalten, zurückstecken oder zurücknehmen, Verzicht und Duldung; Attribute welche zunehmend verloren gingen.

     

    Aber ich bin sicher, wir werden ähnliche Verhältnisse wieder bekommen. Nicht, weil es der Wunsch der Gesellschaft wäre, sondern weil die Lebenssitutation uns dazu zwingen wird.

     

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