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  • Warum du niemals wirklich kontrollierst, was du denkst!

    Diskussion · 30 Beiträge · 7 Gefällt mir · 685 Aufrufe
    Thomas aus Düsseldorf

    Oft denken wir, wir hätten die volle Kontrolle über unsere Gedanken – doch die Realität sieht anders aus. Unsere Gedanken entstehen nicht bewusst oder willentlich, sondern sind häufig das Ergebnis unbewusster Prozesse, die von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden. Wir nehmen ständig neue Informationen auf, und unser Gehirn filtert und verarbeitet diese, ohne dass wir es merken.

    Aber sind wir wirklich die Herrscher über unser eigenes Denken? Wie oft denken wir an etwas, ohne zu wissen, warum, oder sind von negativen Gedanken überwältigt, die wir nicht bewusst hervorrufen wollten? In dieser Diskussion wollen wir die Illusion der Kontrolle hinterfragen und darüber nachdenken, wie viel Einfluss wir tatsächlich auf die Gedanken haben, die unser Leben prägen. Was ist der wahre Ursprung unserer Gedanken und wie viel davon können wir wirklich steuern?

    Thomas Kissing 

    02.02.25, 21:30

Beiträge

  • 03.02.25, 13:41

    Man kann die Gedanken aber einfach nur beobachten ohne sich mit Ihnen zu identifizieren. Sie kommen und gehen wie Wolken am Himmel.

  • 03.02.25, 12:47

    Hey Thomas, super interessante Darstellung. Nach meiner Erfahrung beeinflusst das Gefühl die Gedanken und die Gedanken wiederum das Gefühl. In der Konzentration meine ich eine gewisse Kontrolle zu finden. Unten hatte schon jemand geschrieben, dass es nicht wirklich beeinflussbar sei, woher die Gedanken kommen, und dass es schwer zu bewerten sei, ob diese Gedanken positiv oder negativ seien. Das sehe ich ähnlich. Goethe soll mal gesagt oder geschrieben haben, dass er in Gedanken schon jedes Verbrechen dieser Welt durchgeführt haben. War Goethe deswegen ein schlechter Mensch. Es gibt meines Erachtens zwei Extreme, Gedanken zu formen, deren Ausprägung sehr viel Hingabe und vielleicht auch Gottvertrauen benötigen: Assoziationsketten zu zu lassen und den Augenblick in Worte zu fassen. 

    Vielen Dank für Deine Anregung

  • 03.02.25, 09:50

     

    Thomas:

    In einer Diskussion über Gedanken kommt mir immer wieder der Gedanke, dass nicht alles, was wir denken, wirklich von außen kommt. Natürlich nehmen wir viele Informationen aus der Welt um uns auf – durch Gespräche, Medien oder Erlebnisse. Aber ein großer Teil unserer Gedanken scheint viel tiefer in uns selbst verwurzelt zu sein.

     

    Ständig verarbeitet unser Gehirn Eindrücke, Erinnerungen und Gefühle, die aus uns selbst kommen, nicht nur aus der äußeren Welt. Unsere Gedanken sind oft ein Zusammenspiel zwischen dem, was wir erleben, und dem, was wir aus unserer eigenen inneren Welt kennen. Wir sind nicht nur das Produkt der Dinge, die uns begegnen, sondern auch das Produkt der Art, wie wir diese Dinge in unserem Kopf aufnehmen und verarbeiten.

     

    Es ist, als ob wir nicht nur ein Spiegel der Welt sind, sondern auch ein Künstler, der die Farben seiner eigenen inneren Palette nutzt, um das Bild der Realität zu gestalten.

    Thomas Kissing 

    Ich unterstütze die Idee, da wir nicht die Gedanken sind, diese nicht zu glauben.

     

    Meinst du damit, wenn wir unsere innere Programmierung aussen spiegeln...., Künstlern...🤪 (anders ausgedrückt)

     dass wir keine Wahl haben?

     

    Ja und Nein.

     

    Es geschieht nach deinem Glauben.

     

    Denn die Wahrheit ist jenseits davon.

    Wenn wir nicht Gedanken sind, weder die Gefühle, noch irgendwas? Man sagt sogar, wir haben einen Körper!!!

    Wer ist also das WIR?

    Sooo spannend.

    Kommt der Wahrheit näher.

    Wenn WIR EINS ist?

     

    Aber, wer weiss schon....😂

     

    (Wers weiss)

    😊

  • 03.02.25, 09:38

     

    Gina:

    Ich hab letztens den Spruch gelesen "Glaube nicht alles, was du denkst!"

    Und diesen Hinweis finde ich sehr hilfreich und wichtig.

    Wir können zwar unsere Gedanken nicht genau im MOMENT des Denkens beeinflussen, aber wir können - zeitverzögert - unsere Gedanken von außen betrachten und nochmal gegenchecken.

    Und mit ein wenig Übung wird der zeitliche Abstand zwischen Denken und Gegencheck immer kleiner, sodass wir zumindest immer näher an "Gedankenkontrolle" herankommen können.



     

     

    Es erfordert ein bisschen Training, dann kann man einen Gedanken mit einem "Stop!" wirklich abbrechen. Hilfreich ist auch, aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen, falls man gerade sitzt.

     

    Man kann sich dann auch vornehmen, 3 Std. später darüber nachzudenken, warum man so denkt und welchen Vorteil man davon hat. Und nein, das ist nicht unbedingt leicht und vielleicht auch wenig schmeichelhaft, hilft aber auf dem Weg des Selbstverzeihens und der Selbstannahme.

  • 03.02.25, 09:07

    Du fokussierst dich auf die negativen Gedanken.

    Wer bewertet?

     

    Ich wiederhole mich: Ohne schwere Zeiten würden wir die schönen Momente nicht wahrnehmen und genießen können.

     

    Statt sich zu quälen, vermeintlich schlechte Gedanken loszuwerden ("Denke nicht an einen rosa Elefanten!"), kann ich nur empfehlen, die positiven Gedanken (z. B. Vorfreude auf den Feierabend bis Vorfreude auf den nächsten Urlaub) regelrecht zu kultivieren. Über das Thema Dankbarkeit hast du ja selbst schon geschrieben.

     

    Wer gegen etwas ist, rutscht in die Opferrolle.

     

    Ich schreibe das wahrlich nicht klugscheißerisch. Das Leben hat mir letzten Montag mal wieder eine richtig fette Kröte serviert und  auch ich muss wieder erleben, dass es absolut nichts bringt, "Das darf doch nicht wahr sein!" zu denken. Es ist so, fertig! 

     

    "Das habe ich mir so nicht vorgestellt!" Blöd gelaufen! So ist das eben, wenn man der irrigen Annahme ist, das Leben schulde einem etwas.

     

    Denken ist echt eine feine Sache und doch LEBT man nur im TUN.

     

    Vielleicht mal ein bisschen Jens Corssen hören?

     

     

     

  •  

    Thomas:

     

    Fritz:

    So wie Du über das Denken, dein Denken, schreibst, kommt es mir schon fast so vor, als wäre es eine Krankheit.

    Ja klar, Nachdenken ist natürlich eine gefährliche Epidemie. Bloß nicht anstecken lassen!

     

    Donald Duck beleidigt.jpg
  • 03.02.25, 07:33

     

    Fritz:

    So wie Du über das Denken, dein Denken, schreibst, kommt es mir schon fast so vor, als wäre es eine Krankheit.

    Ja klar, Nachdenken ist natürlich eine gefährliche Epidemie. Bloß nicht anstecken lassen!

     

  • So wie Du über das Denken, dein Denken, schreibst, kommt es mir schon fast so vor, als wäre es eine Krankheit.

  • 02.02.25, 22:08

    Ich hab letztens den Spruch gelesen "Glaube nicht alles, was du denkst!"

    Und diesen Hinweis finde ich sehr hilfreich und wichtig.

    Wir können zwar unsere Gedanken nicht genau im MOMENT des Denkens beeinflussen, aber wir können - zeitverzögert - unsere Gedanken von außen betrachten und nochmal gegenchecken.

    Und mit ein wenig Übung wird der zeitliche Abstand zwischen Denken und Gegencheck immer kleiner, sodass wir zumindest immer näher an "Gedankenkontrolle" herankommen können.



     

  • 02.02.25, 21:46

    In einer Diskussion über Gedanken kommt mir immer wieder der Gedanke, dass nicht alles, was wir denken, wirklich von außen kommt. Natürlich nehmen wir viele Informationen aus der Welt um uns auf – durch Gespräche, Medien oder Erlebnisse. Aber ein großer Teil unserer Gedanken scheint viel tiefer in uns selbst verwurzelt zu sein.

     

    Ständig verarbeitet unser Gehirn Eindrücke, Erinnerungen und Gefühle, die aus uns selbst kommen, nicht nur aus der äußeren Welt. Unsere Gedanken sind oft ein Zusammenspiel zwischen dem, was wir erleben, und dem, was wir aus unserer eigenen inneren Welt kennen. Wir sind nicht nur das Produkt der Dinge, die uns begegnen, sondern auch das Produkt der Art, wie wir diese Dinge in unserem Kopf aufnehmen und verarbeiten.

     

    Es ist, als ob wir nicht nur ein Spiegel der Welt sind, sondern auch ein Künstler, der die Farben seiner eigenen inneren Palette nutzt, um das Bild der Realität zu gestalten.

    Thomas Kissing 

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