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  • Unfälle am Berg und im Wald: Wer haftet wofür?

    Diskussion · 20 Beiträge · 5 Gefällt mir · 401 Aufrufe
    Colin aus Pressbaum

     

    Welche Verantwortung trägt ein Veranstalter/Organizer gegenüber den Teilnehmern in den Bergen?

     

    "Wer unentgeltlich (oder allenfalls gegen bloßen Ersatz seiner Auslagen) die Leitung einer Tour übernimmt, der ist in der Regel ein „Tourenführer aus Gefälligkeit“ (oder faktischer Führer). Indizien dafür sind, dass die Person laufend Sicherungsmaßnahmen trifft oder immer wieder Anweisungen gibt oder autonom Entscheidungen über Routenwahl, Wetterverhältnisse und alpine Gefahren fällt. Es gibt hier also ein gewisses Überordnungsverhältnis und Kompetenzgefälle. Es gibt hier aber keinen Vertrag und damit keine davon abgeleiteten Pflichten.

    Diese Führungsperson muss aber ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Kenntnisse im Interesse der Sicherheit der gesamten Gruppe einsetzen. Sie hat insbesondere erhöhte Hilfs- und Beistandspflichten. Das bedeutet: Sie darf daher die Geführten in einer Gefahr, der sie ausgesetzt sind oder in die sie sie geführt hat, nicht im Stich lassen und muss ihnen die erforderliche und ihr zumutbare Hilfe leisten."

     

    Unfälle am Berg und im Wald: Wer haftet wofür? | KONSUMENT.AT

    28.01.25, 16:41

Beiträge

  • 31.01.25, 21:04 - Zuletzt bearbeitet 31.01.25, 21:06.

    Überraschenderweise bekannte er sich nicht schuldig …..

     

    „Frau erfroren: Partner laut Anwalt nicht schuldig“
    https://salzburg.orf.at/stories/3291328/

     

    https://www.diepresse.com/19311023/nach-unglueck-am-grossglockner-partner-meldet-sich-zu-wort

  • 29.01.25, 14:15

     

    Michael:

    Wir haben auch schon beim Badminton, Beachvolleyball und Eislaufen Verletzte gehabt. Am besten man organisiert Essenstreffen, da kann nicht viel passieren 😅


    Messer sind nicht ganz ungefährlich. 😀😉

  • 29.01.25, 14:07

    Wir haben auch schon beim Badminton, Beachvolleyball und Eislaufen Verletzte gehabt. Am besten man organisiert Essenstreffen, da kann nicht viel passieren 😅

  • 29.01.25, 13:36

    Also wenn ich das richtig verstehe, die meisten hier angebotenen Touren sind risikoarm. (Spazierengehen / Wandern). Sofern der Veranstalter die Tour nicht in riskantes Gelände führt und jemand verletzt wird, wird es nie ein Problem geben.  Ich bin mir sicher, dass die meisten Veranstalter hier erfahren genug sind, um ihre Teilnehmer keinem solchen Risiko auszusetzen.

     

    Es kann jedoch gefährlich sein, wenn jemand eine anspruchsvollere Tour anbietet und sich Leute anmelden, die keine Erfahrung haben (es sei denn, es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Tour für absolute Anfänger gedacht ist). 

     

    Zu diesen Dingen sollte man unbedingt vorher eine Schulung absolvieren und über die richtige Ausrüstung verfügen (* bei vorherrschenden Verhältnissen auch Lawinensicherheitsausrüstung).   z.B.

     

    1. *Bergsteigen

    2.  Klettersteig

    3.  Klettern 

    4. *Skitouren

    5. *Schneeschuhwandern

     

    Thema "Hallo Leute 👋🤗 wer hat Erfahrung mit Schneeschuh-Wandern....bin kompletter Anfänger"

     

    ........ noch etwas ?

     

     

  • 28.01.25, 19:01 - Zuletzt bearbeitet 28.01.25, 19:31.

    In den Bergen ist auch wichtig, einen Rückkehrpunkt basierend auf der Zeit oder den Schnee-/Eisbedingungen festzulegen. Ich habe mich zweimal vom Seil gelöst und bin einen sichereren Weg zurück gegangen. (Großglockner & Similaun).

    Viele der Todesfälle auf den hohen Bergen (7000m+ die ich nie besuchen werde) sind auf Menschen zurückzuführen, die sich nicht an die vereinbarten Umkehrbedingungen gehalten haben.

  • 28.01.25, 18:49

     

    Colin:

    Ich nehme immer einen Notfall-Biwaksack für zwei Personen mit, für den Fall, dass sich jemand verletzt und die Wärme einer unverletzten Person sie besser warm halten kann.

     

    Schutzausrüstung bei Hochtouren: Biwaksack, Erste-Hilfe-Set & Co. - Tutorial (3/18) | LAB ICE

     

    Hab ich auch immer dabei🤗

  • 28.01.25, 18:48

    Ich nehme immer einen Notfall-Biwaksack für zwei Personen mit, für den Fall, dass sich jemand verletzt und die Wärme einer unverletzten Person sie besser warm halten kann.

     

    Schutzausrüstung bei Hochtouren: Biwaksack, Erste-Hilfe-Set & Co. - Tutorial (3/18) | LAB ICE

     

  • 28.01.25, 18:41

    Colin:

    . und wenn nicht, wer ist verantwortlich? Selbst wenn jemand seine Fitness und Erfahrung unehrlich überschätzt hat, kann man ihn nicht einfach am Berg zurücklassen, oder ?
     

    Nur wenn dadurch die eigene Sicherheit nicht gefährdet ist. Sonst Rega anrufen.

  • 28.01.25, 18:37

     

    Colin:

     

    Michael:

    Geht ja nicht nur um Bergtouren, bei den Ausschreibungen sollte man klar definieren worum es da geht, Dauer, Kilometer, Höhenmeter, Tempo und welche Voraussetzungen man haben sollte damit niemand falsche Vorstellungen hat. Ich habe dzt. ein Rafting in den Wildalpen ausgeschrieben, da bin ich zwar nicht der Guide aber ich habe das genau beschrieben.

     

    Ja, manche Dinge sind einfach schwer zu bestimmen.  Selbst wenn sie über die Ausrüstung verfügen (wahrscheinlich ausgeliehen), verfügen sie über die Fitness und Erfahrung, diese zu nutzen?


    .... und wenn nicht, wer ist verantwortlich? Selbst wenn jemand seine Fitness und Erfahrung unehrlich überschätzt hat, kann man ihn nicht einfach am Berg zurücklassen, oder ?

    Natürlich kann man niemanden am Berg oder sonst wo zurücklassen, jeder ist zur Hilfeleistung verpflichtet, aber wenn ich die Aktivität ausführlich beschrieben habe und dass ich kein professioneller Führer bin, kann ich nicht für Unfälle aus Selbstüberschätzung verantwortlich gemacht werden.

  • 28.01.25, 18:26

     

    Michael:

    Geht ja nicht nur um Bergtouren, bei den Ausschreibungen sollte man klar definieren worum es da geht, Dauer, Kilometer, Höhenmeter, Tempo und welche Voraussetzungen man haben sollte damit niemand falsche Vorstellungen hat. Ich habe dzt. ein Rafting in den Wildalpen ausgeschrieben, da bin ich zwar nicht der Guide aber ich habe das genau beschrieben.

     

    Ja, manche Dinge sind einfach schwer zu bestimmen.  Selbst wenn sie über die Ausrüstung verfügen (wahrscheinlich ausgeliehen), verfügen sie über die Fitness und Erfahrung, diese zu nutzen?


    .... und wenn nicht, wer ist verantwortlich? Selbst wenn jemand seine Fitness und Erfahrung unehrlich überschätzt hat, kann man ihn nicht einfach am Berg zurücklassen, oder ?

  • 28.01.25, 18:21

    Geht ja nicht nur um Bergtouren, bei den Ausschreibungen sollte man klar definieren worum es da geht, Dauer, Kilometer, Höhenmeter, Tempo und welche Voraussetzungen man haben sollte damit niemand falsche Vorstellungen hat. Ich habe dzt. ein Rafting in den Wildalpen ausgeschrieben, da bin ich zwar nicht der Guide aber ich habe das genau beschrieben.

  • 28.01.25, 18:08

     

    Colin:

    Ein Organiser auf dieser Plattform hat mich einmal gebeten, Leute auf Bergtouren und Klettersteige mitzunehmen, die sehr wenig (wenn überhaupt) Erfahrung hatten.  Ich sagte ihm, er hätte keine Ahnung und er hat mich blockierte. :o)

     

    Menschen mit Rückgrat haben Haltung und beweisen geistige Unabhängigkeit. Finde es wichtig klare Haltung zu haben und klare Grenzen zu setzen ! Ganz besonders in solchen Entscheidungsangelegenheiten!

     

     

  • 28.01.25, 18:03 - Zuletzt bearbeitet 28.01.25, 18:03.

    Ein Organiser auf dieser Plattform hat mich einmal gebeten, Leute auf Bergtouren und Klettersteige mitzunehmen, die sehr wenig (wenn überhaupt) Erfahrung hatten.  Ich sagte ihm, er hätte keine Ahnung und er hat mich blockierte. 😄

     

  • 28.01.25, 17:49 - Zuletzt bearbeitet 28.01.25, 17:52.

    "Tourenführer aus Gefälligkeit"

    Beim Zusammenschluss mehrerer Bergwanderer zu einer gemeinsamen Bergtour, kann derjenige der über mehr alpines Know-how verfügt, nicht zu Verantwortung herangezogen werden, weil er die Führungsrolle übernommen hat, das Vorhaben geplant bzw.Routenwahl getroffen hat. Er/ Sie muss ein Verhalten setzen wodurch ein Schaden eingetreten ist welcher individuell, subjektiv vowerfbar ist.

    Die unentgeltliche Übernahme der Tourenführung rechtfertigt aber keine Beschränkung der Haftung auf grobe Fahrlässigkeit.

    Erklärt der "Tourenführer aus Gefälligkeit "seinen Tourenpartnern, dass er ihn zwar auf die Bergtour mitnimmt, er aber keine Führerrolle übernimmt und willigt der Andere ein, gilt dieser nicht als Tourenführer aus Gefälligkeit.

  • 28.01.25, 17:48

    Fahrlässige Körperverletzung oder Gefährdung der körperlichen Sicherheit ist immer strafbar.

     

    https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/6

  • 28.01.25, 17:36

    Und was ist, wenn man in der Aktivität einen "Vorschlag" macht und dazu schreibt, dass gemeinsam entschieden wird?

     

    Im Sinne der Gruppe sollte es aber eigentlich auch selbstverständlich sein, sich immer wieder rückzuversichern, ob für alle alles okay ist.

     

    Früher ließ man den schwächsten Motorradfahrer in der Gruppe anführen und alle anderen hielten sich dran. Nach Absprache zog man mal zwischendurch sein Ding durch, um dann irgendwo nach Vereinbarung wieder zu warten und sich hinten einzugliedern.

  • 28.01.25, 17:20 - Zuletzt bearbeitet 28.01.25, 17:21.

     

    Michael:

    Haben wir schon mal besprochen, wenn man in der Ausschreibung den Eindruck vermittelt dass man ein geprüfter Bergführer ist, hat man natürlich Verantwortung. Ich organisiere keine Bergtouren aber erwähne auch bei Motorradtouren etc. dass ich kein professioneller Führer bin, die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Wer sich überfordert fühlt, kehrt um.

     

    Soweit ich weiß, ist der Organisator auch dann verantwortlich, wenn er die Gruppe in Gefahr bringt, auch wenn er nicht qualifiziert ist.  Der Veranstalter kann sich dieser Haftung auch bei einem schriftlichen Hinweis in der Tourbeschreibung nicht entziehen.

     

    (Ich rede nicht über Motoradtouren)

  • 28.01.25, 17:07 - Zuletzt bearbeitet 28.01.25, 17:08.

    Haben wir schon mal besprochen, wenn man in der Ausschreibung den Eindruck vermittelt dass man ein geprüfter Bergführer ist, hat man natürlich Verantwortung. Ich organisiere keine Bergtouren aber erwähne auch bei Motorradtouren etc. dass ich kein professioneller Führer bin, die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Wer sich überfordert fühlt, kehrt um.

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