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  • Der ewige Kampf: Warum wir schlechte Entscheidungen treffen, obwohl wir es besser wissen!

    Diskussion · 12 Beiträge · 1 Gefällt mir · 525 Aufrufe
    Thomas aus Düsseldorf

    Hallo zusammen, 

    Kennt ihr das? Man nimmt sich fest vor, gesünder zu essen, mehr Sport zu treiben oder mit einer schlechten Angewohnheit aufzuhören – und doch landet man wieder auf der Couch mit einer Tüte Chips oder einer Zigarette in der Hand. Ich frage mich oft, warum das so schwerfällt, obwohl ich doch genau weiß, was besser für mich wäre. Liegt es nur an mir, an mangelnder Disziplin, oder spielen da noch andere Dinge eine Rolle? Gerade im Freundes- oder Familienkreis merke ich, wie sehr mich mein Umfeld beeinflusst: Wenn alle ungesund essen oder Rauchen 'cool' ist, fällt es mir schwer, mich abzugrenzen. Warum sabotieren wir uns eigentlich selbst, und wie sehr liegt das auch daran, was andere um uns herum tun? Das würde ich heute gern mit euch diskutieren. 

    Thomas Kissing 

    23.01.25, 14:59

Beiträge

  • Ich glaube, das es wichtig ist, sich zu fragen,  was man WIRKLICH braucht und will! 

    Das ist Arbeit.

    Wenn  man die Couch / Chips Variante schon länger praktiziert und diese zur Gewohnheit geworden ist, braucht es erst mal eine innere Kraft zu Entwöhnung.

    Da spielt die Frage : Wofür überhaupt? eine wichtige Rolle.

     

    Und sich fragen, ob die Gewohnheiten schon Suchtcharakter angenommen hat?

     

    Es braucht eine Alternative und auch die Erforschung, was hinter einem immer wieder auftauchenden, selbstschädigenden Verhalten steht.

     

    Das können gewaltige unverarbeitete Gefühlsmassen sein.

    Selbstzweifel, Einsamkeit (auch wenn man ständig von Menschen umgeben ist), Wut, Trauer, Ängste, etc!

    Und diesen gilt es sich Schritt für Schritt zu stellen.

     

    Aber eines ist sicher: 

    Du brauchst ebenso viel Energie das alles zu unterdrücken und dich mit den Konsequenzen deiner Methode 
    wie Du verdrängst , auseinandersetzen, wie die bewusste Entscheidung sich anzusehen, was die Ursachen des selbstschädigenden Verhaltens sind.

     

    UND wenn du dich dafür entscheidest,  wird Lebensenergie frei. Dann ist wichtig zu schauen, WAS mache ich mit der ganzen frei gewordenen Energie?

     

    Oft scheitert es schon daran, dass man gar nicht weiß, was man mit sich und seinem Leben denn anfangen soll!

     

    Was einem Freude macht?

     

    Mir haben die Fragen geholfen:

    Was raubt mir Energie?

    Was gibt mir Energie?

     

    Dafür muss man ins „Fühlen„ kommen.

    Das kann sehr schwer sein,  dabei auch viel unangenehmes an die Oberfläche kommen kann, die einem dann evtl. Entscheidungen abverlangen.

     

    Man muss also VERANTWORTUNG übernehmen. 
     

    Und das ist oft so schwer, weil in uns allen oft noch ein Kind wohnt, das versorgt werden will.

    Das vielleicht schon früh , viel zu früh Verantwortung übernehmen musste und sich heute mit Chips und Zigarette mal so richtig den Freiraum nimmt, den es früher nicht gehabt hat. Aber leider ausufernd, ohne Grenze, wie Kinder halt so sind!

     

    Aber ein schlauer Erwachsener bietet Kindern ALTERNATIVEN!

     

    Man muss das Kind in sich erkennen und den selbstfürsorglichen Erwachsenenanteil stärken, damit man fähig wird liebevoll Grenzen zu setzen. Sich selbst gegenüber, wenn man mit Selbstzerstörerischem Verhalten zu tun hat.

    Und manchmal braucht es halt schärfere Entschlusskraft!

    Spätestens, wenn  die Schmerzgrenze überschritten ist. 
     

    Da hat man schon ganz schön viel auf sich genommen, hat seine eigene Grenze weit überschritten. 
    Danach weiß man aber  ganz genau, das man all das , für sich selbst nie wieder zulassen Wird.

    Das ist ein großer Akt der Selbstliebe!

     

    Wenn man das nicht allein schafft, dann mit Hilfe eines Therapeuten oder / und einer Selbsthilfegruppe!

     

    Nur DU allein schaffst es, aber Du schaffst es nicht allein!


    Wenn man  nicht gelernt hat, sich um dich selbst zu kümmern braucht man Menschen  die es einem zeigen. Dafür ist es nie zu spät.

     

    Deshalb tauschen wir uns auch HIER aus!

     

    Danke für Deine guten Impulse/ Lebensfragen, die Du mit uns teilst 

    Thomas!
     

     

  • 26.01.25, 09:17

    Guten Morgen Zusammen, 

     

    wir sind Gewohnheitstiere und wir brauchen Sicherheit. Veränderungen sind ja häufig mit Arbeit und Verzicht verbunden. Doch wenn wir etwas tief in unserem Inneren möchten und wirklich wissen und fühlen, wofür wir es tun, fällt es uns leichter. 

    Mir helfen Podcasts. Sie öffnen mir häufig die Augen und motivieren mich. Ich höre sie regelmäßig und das hilft mir dran zu bleiben und unterstützen mich bei der Umsetzung.  Es erinnert mich immer wieder an mein Vorhaben, meine Ziele und Wünsche. Mein absoluter Favorit: "Schokolade für die Seele " von Biyon Kattilathu. 

    Das "Rad des Lebens" ist ein Coachingtool. Auch das kann helfen. Und das Erstellen eines Visionboards kann auch helfen, die eigene Ziele zu verfolgen. 

    Glaubt an euch und gebt euch Zeit. Auch Rückschläge gehören dazu.

    Viele Grüße Julia 

  • 24.01.25, 13:07

     

    Thomas:

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    Hallo Thomas, eine interessante Frage, die sich wohl schon jeder gestellt hat. Ich denke, es ist einfach die Tatsache, daß Gewohnheiten-egal ob gut oder schlecht- einem ganz einfach ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Sicher, es ist uns bewusst, dass wir uns gerade etwas vormachen und doch heißen wir diese "Unarten" immer wieder herzlich willkommen, da sie uns vertraut sind.

  • 24.01.25, 11:52

    Ich habe lange überlegt, was mich wirklich befähigt hat, relativ dauerhaft in den guten Selbstfürsorgemodus zu finden. Es war der Tod, der so oft in meinem Leben eine Rolle gespielt und mir schon viele Lieben entrissen hat. Sich bewusst werden, dass man kein Ersatzleben in petto hat und wie es ist, wenn Lebensqualität durch Krankheiten eingeschränkt wird. Sich damit beschäftigen, was man bereuen wird. Eine Patientenverfügung mit dem Hausarzt durchgehen und ausfüllen. Sich das eigene Leben so einrichten, als wäre ich wirklich komplett alleine. Man kann nicht auf Kinder oder Freunde bauen, dazu wandelt sich gerade zu viel. 

  • 24.01.25, 07:29

    Ich denke, es geht sehr um Vorgänge im Gehirn, das ist nicht so einfach es umzupolen. Geht um das Selbst- Belohnungssystem über Botenstoffe etc. 

    Und weiter immer wieder klar machen wie ungesund vieles ist 😉, man möchte doch langfristig gesund bleiben. Und wegen gegen den Strom schwimmen, man muss doch nicht immer alles so machen wie die Masse! 

  • 23.01.25, 18:48

    Warum?

    Für mich ganz einfach zu beantworten...

    Weil dann Jemand oder Etwas meine eigene Zeitinsel stört, oder ich meine eigene Zeitinsel nicht genug verteidige...

  • 23.01.25, 18:24

    Ich habe mir fest vorgenommen. Gesünder zu leben und versuchen nicht immer Fertiggerichte zu essen. Leider habe ich keine Küche wo man richtig kochen kann. Deswegen kommt für mich zurzeit nur Salat auf dem Tisch. Aber es gibt auch inzwischen frisch zubereitete gerichte die man essen kann. Das stimmt je aelter man wird wird man auch oefter krank. Der Versuch mich mehr zu bewegen oder mal was anderes zu sehen, gestaltet sich sehr schwer, wenn man es vor allem nicht alleine machen will. Dann sehe ich mich immer wieder alleine durch die Gegend laufen und immer wieder nur das selbe. Die Eifel kenne ich nicht, obwohl die quasie vor der Tür ist. Alleine komme ich da nicht hin und andere finde ich nicht die mir dabei helfen wollen. Da ich auch sehr schwer auf andere zu gehen kann. Dann habe ich mir fest vorgenommen, mein Spiel fertig zu gestalten. In den letzten Wochen habe ich nach und nach Material zusammen gekauft um es endlich zu vollenden. Ich bin schon gespannt wie es bei anderen an kommt. Vielleicht bringe ich es auf dem Markt und wenn das klappt dann habe ich zum ersten mal ein erfolgergebnis und nicht immer nur Niederlagen. Meine Zukunft sehe ich mit gemischten Gefühlen und ich Sitze nicht einfach nur rum und will was verändern. Die letzten 3 bis 4 Jahre waren durch andere Menschen der horror gewesen. Jetzt aber kommt meine Zeit ohne Druck und Demütigungen. Phoenix aus der Asche. 

  • 23.01.25, 17:34

     

    Ute:

     

    Thomas:

     

    Sehr interessant kann ich zu 100% bestätigen was sie sagt. 

     

    Es sind sehr tief sitzende Muster, die brauchen lange, bis man die in Eigenregie "umprogrammiert". Es geht wirklich darum, gute Selbstfürsorge aus Liebe zu sich selbst und dem Bewusstsein, nur diesen einen Körper zu haben, dessen Dienste man nunmal braucht, fix zu etablieren. Auch dies erfordert Zeit in der Anwendung. Eine Pizza bestellt sich nunmal in 5 Minuten, ein selbstgekochtes Essen mit Aufräumen und Abwasch kostet dann eben doch mal schnell 1,5 bis 2 Std. Ist man sich selbst diese Zeit wert?

    Sehr gut formuliert: mir fällt gerade dieser Satz ein, "Weil ich es mir wert bin" stammt aus einer Werbekampagne von L'Oréal. 

    Maslowschen Bedürfnishierarchie finde ich auch passend.

  • 23.01.25, 17:19

     

    Thomas:

     

    Ute:

    https://www.youtube.com/watch?v=pteT9j9sqgc

    Sehr interessant kann ich zu 100% bestätigen was sie sagt. 

     

    Es sind sehr tief sitzende Muster, die brauchen lange, bis man die in Eigenregie "umprogrammiert". Es geht wirklich darum, gute Selbstfürsorge aus Liebe zu sich selbst und dem Bewusstsein, nur diesen einen Körper zu haben, dessen Dienste man nunmal braucht, fix zu etablieren. Auch dies erfordert Zeit in der Anwendung. Eine Pizza bestellt sich nunmal in 5 Minuten, ein selbstgekochtes Essen mit Aufräumen und Abwasch kostet dann eben doch mal schnell 1,5 bis 2 Std. Ist man sich selbst diese Zeit wert?

  • 23.01.25, 16:29

     

    Ute:

    https://www.youtube.com/watch?v=pteT9j9sqgc

    Sehr interessant kann ich zu 100% bestätigen was sie sagt. 

  • 23.01.25, 16:12

    https://www.youtube.com/watch?v=pteT9j9sqgc

  • 23.01.25, 15:11

    Bei mir gab es Phasen in meinem Leben, da habe ich kaum darauf geachtet, was ich esse, und mich auch von Menschen oder Routinen beeinflussen lassen, die mir eigentlich nicht guttun. Im Moment schien das alles nie wirklich schlimm – mal hier ein bisschen Fast Food, mal dort ein paar ungesunde Entscheidungen. Man merkt die Auswirkungen ja nicht sofort, und genau das ist das Problem.

    Was mir immer wieder passiert: Sobald ich mich mal zusammengerissen habe und wieder gesünder gelebt habe, gerate ich mit der Zeit doch wieder in alte Muster. Man vergisst einfach, wie schlecht es einem dabei ging oder warum man überhaupt etwas ändern wollte. Und dann beginnt der Kreislauf von vorn: Ich muss mich erst wieder neu besinnen, mich erinnern, warum es mir wichtig ist, und alles erneut angehen.

    Das Schwierige dabei ist, dass es oft nicht nur um Disziplin geht, sondern auch darum, sich immer wieder bewusst zu machen, dass diese kleinen Nachlässigkeiten langfristig einen großen Unterschied machen können. Es ist ein ständiger Prozess, der mich immer wieder fordert, aber jedes Mal merke ich: Es lohnt sich, die Dinge in die Hand zu nehmen und sich selbst etwas Gutes zu tun.

    Thomas Kissing 

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