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  • Ablehnung: Fluch oder Segen?

    Diskussion · 25 Beiträge · 4 Gefällt mir · 1.361 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Ablehnung – Warum wir sie fürchten und wie sie uns formen

     

    Ablehnung gehört zu den unangenehmsten Erfahrungen, die wir im Leben machen können. Ob in Beziehungen, im Berufsleben oder im sozialen Umfeld – ein "Nein" trifft uns oft mitten ins Herz und hinterlässt Spuren. Doch warum fällt es uns so schwer, Zurückweisung anzunehmen? Ist Ablehnung wirklich eine Niederlage oder vielleicht sogar eine Chance, zu wachsen?

     

    Lade euch herzlich ein, eure Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Habt ihr eine Ablehnung erlebt, die euch geprägt hat? Oder kennt ihr Strategien, die euch geholfen haben, damit umzugehen? Lasst uns gemeinsam darüber sprechen, was Ablehnung mit uns macht – und wie wir daran wachsen können. 

     

    Eure Stimme zählt!

    16.01.25, 20:43

Beiträge

  • 17.01.25, 13:00

    Ablehnung ist prima. Erlebe ich die, weiß ich sofort: "Hier bin ich an der falschen Haustür!" und respektiere dies. Interessant ist dann aber, dass dennoch genau die mir dann noch - hier zumindest in diesem virtuellen Diskussionsbereich - hinterher kläffen. Muss ich nicht verstehen. Im Alltag schwimme ich ganz gut mit und erlebe Ablehnung nur in Bezug auf einzelne Ansichten, aber das ist ja für alle Beteiligten eine Bereicherung.

  • 17.01.25, 10:53 - Zuletzt bearbeitet 17.01.25, 10:57.

    Ich finde man muss das "Nein" von zwei verschiedenen Seiten betrachten. 

    Die eine Seite ist das ausgesprochene "Nein" auch ein Schutz seiner eigenen individuellen Freiraums. 
    Viele Menschen können sprichwörtlich nicht "Nein" sagen. 
    Bsp.: Man fühlt sich ausgelaucht und die Woche war stressig ... und ein Freund/Partner möchte sich mit einem Treffen... oder ... jemand bittet einen um Hilfe/Zeit an einem Tag wo man diese Zeit nur durch viel Stress aufbringen kann... 
    An diesen Stellen würde ein "Nein" mich schützen, meine Gesundheit und meiner Seele und Gemüt Entspannung bringen. 

    Als Empfänger dieses "nicht ausgesprochenen Nein`s" ist ein solches Nein aber auch planungssicherheit, denn so kann ich mich um andere Helfer bemühen oder kann meine Zeit anders planen. Von meinen Freunden aber auch Partnerin erwarte ich auch, dass ein "Nein" akzeptiert wird, denn ich möchte als Partner und Freund ja auch ein psychisch und körperlich gesunden "Gegenüber". 

    Ich denke (These), dass dieses nicht "getraute" Nein so schwierig ist, weil man in sich selber die Angst hat vor Ablehnung/Reaktion des Gegenübers. 

    Dann gibt es die Seite wo ein "Nein" gesendet oder empfangen wird als "Ausgrenzung"/"Ablehnung". Das kann ein Korb beim Dating sein, eine nicht ausgesprochene (aber erwartete) Einladung zu einem Event (Hochzeit, Party, Geburtstag etc.), ein "Nein" zu einem gemeinsamen Kind, eine Hochzeit oder auch "nicht mehr einen gemeinsamen Weg zu gehen" (also Trennung)... und im beruflichen Kontext ein "Nein" zu einer Beförderung oder auch bei einer Bewerbung. 
    Hier im Diskussionsbereich erlebt man oft wie Menschen ein "Nicht Annahme" zu einer Aktivität oder auch auf Grund des Alters wütend macht (weil das "innere Kind" (=das Ego) sehr verletzt ist). 
     


    Oder kennt ihr Strategien, die euch geholfen haben

    Mich hat jahrelang diese "Ablehnung" sehr verletzt. Aber warum? Ich wußte es nicht. 
    Dann kam die Trennung meiner exFrau, die so verrückt war, dass sie mich nicht verletzte, sondern 1000 Fragen offen ließen. 
    Die "Antworten" lieferte dann Stefanie Stahl in ihrem Buch "Das Kind in Dir muss Heimat finden". Ich lernte meine exFrau von einer anderen Seite kennen, verstand all ihre "Trigger" (übertriebenen Reaktionen), die ich auslöste (aber nicht absichtlich oder wußte warum) und verstand Aussagen/Andeutungen zu ihrer Kindheit. (Dieses Verständnis half beim Verzeihen was wichtig ist fürs Loslassen/Abschließen.)
    ABER natürlich "identifizierte" ich auch mein inneres Kind, fand meine Glaubenssätze, die alle in meiner Kindheit gesäht wurden... und mein Glaubensatz hatte direkten Bezug zu meiner Verletzung. Da man auch lernt diese Verletzungen zu "heilen" und ich es mit der Zeit durch weitere Bücher perfektionierte... und dies anhand von jahrelangen Erfahrungen in zu vielen "Dates" lernte, wurde ich nicht nur "geheilt", sondern ich war mit mir im REINEN

    Sorry, lieber Thomas, aber da fast alle Deine Diskussionen auf die selbe "Ursache" abzielen, ist auch hier die Wurzel allen Übels mit sich selber ins Reine zu kommen... den Blick nach Innen zu setzen... sich die Frage zu stellen "Was tut mir gut?" ... und sich selbst zu lieben. 
    Viele verwechseln "Selbstliebe" mit Arroganz, aber es geht darum sich so anzunehmen wie Du bist. Mit anderen Worten kennst Du deinen eigenen "Wert", denn jeder Mensch ist erst mal PERFEKT...nur die Außenwelt erzählt dir was anderes... dann bewertest Du ein NEIN anders. 

    Oftmals hab ich es beim Dating erlebt, dass Frauen, die starke Minderwertigkeitskomplexe haben, auch eine wirklich symphatisch formulierten Korb (nach Anschreiben) mit Aggression und Blockieren reagierten, während Frauen, die mit sich im Reinen sind, sogar eine Freundschaft aufbauen können. 


    Wenn Du weißt was Du wert bist, dann sagt ja ein NEIN keine Bewertung deiner Persönlichkeit oder über dich als Mensch aus, sondern nur darüber das der Gegenüber aus welchen Gründen auch immer (die bei ihm zu suchen sind) mit Dir keine Zeit verbringen möchte.
    (Wichtig ist aber auch (!) hinzuhören warum man abgelehnt wird, denn wenn es immer die selben Gründe sind, ist dein Unterbewusstsein evtl. noch nicht geheilt und Du solltest weiter an Dir arbeiten!! Dadurch das viele Menschen dem gegenüber nicht mehr die Meinung sagen können, was auch ein "NEIN" zu einem Verhalten darstellt, nehmen sie dem gegenüber die Chance sich zu reflektieren, denn sein Verhalten wird ja geduldet.) 

     

    und wie wir daran wachsen können. 

    Fazit: 

    Wenn einem ein "Nein" aus der Bahn wirft, sollte man aufwachen und in sich schauen, warum man so reagiert wie man reagiert... und mit sich ins Reine kommen. 

    Bekommt man viele "Nein", die sich aufs eigene Verhalten zurückführen lassen, sollte man sich erst recht reflektieren und sein Verhalten überdenken. 

    Eigentlich ist alles was einen "triggert", d.h. aus der Bahn wirft, Herzrasen, Schweiß und sonstige "überdurchschnittlichen" Reaktionen hervorrufen ein Warnzeichen mal der Ursache auf den Grund zu gehen... und es ist wahnsinnig spannend als Forscher/Detektiv seiner eigenen Seele auf die Spur zu kommen... mehr bereinigend als eine Pilgerreise. 

  •  

    Wolfgang:

     

    Thomas:

    Ablehnung hat mein Leben lange Zeit geprägt, aber ich habe es geschafft, mich davon zu befreien. Früher hatte ich große Angst vor Zurückweisung. Als ich einmal von einer Frau abgelehnt wurde, hat das tiefe Spuren in mir hinterlassen. Diese Erfahrung hat mich jahrelang davon abgehalten, frei und selbstbewusst im Hier und Jetzt zu handeln. Doch ich habe mich dieser Angst gestellt. Ich habe gelernt, dass Ablehnung nichts über meinen Wert als Mensch aussagt. Heute kann ich Frauen ansprechen, ohne mich von der Angst vor Ablehnung lähmen zu lassen.

     

    Auch auf der anderen Seite habe ich viel über mich selbst gelernt. Früher fiel es mir unglaublich schwer, Menschen aus meinem Leben loszulassen, selbst wenn sie mir nicht guttaten. Ich habe oft ausgehalten und Beziehungen oder Situationen ertragen, die mich unglücklich gemacht haben, nur weil ich Angst davor hatte, jemanden abzulehnen oder zu verletzen. Doch ich habe erkannt, dass ich nicht in solchen Mustern gefangen bleiben muss. Ich habe die Kraft gefunden, klare Grenzen zu setzen und mich von ungesunden Verbindungen zu lösen – sei es in Freundschaften, in der Familie oder in Liebesbeziehungen.

     

    Heute fühle ich mich frei. Ich habe gelernt, dass es manchmal Mut erfordert, aber auch befreiend ist, Entscheidungen für das eigene Wohl zu treffen. Die Angst vor Ablehnung oder davor, jemanden zurückzuweisen, bestimmt nicht mehr mein Leben. Stattdessen kann ich authentisch und selbstbestimmt meinen Weg gehen.

    Thomas Kissing 

    eine zu große text wand.. ich war schon beim lesen müde. 

    Wenn dir ein längerer Text zu viel ist, musst du ihn ja nicht lesen. Jeder hat schließlich die Wahl, sich aktiv an einer Diskussion zu beteiligen oder nicht.

  • 16.01.25, 21:38
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Wolfgang wieder gelöscht.
  • Ablehnung hat mein Leben lange Zeit geprägt, aber ich habe es geschafft, mich davon zu befreien. Früher hatte ich große Angst vor Zurückweisung. Als ich einmal von einer Frau abgelehnt wurde, hat das tiefe Spuren in mir hinterlassen. Diese Erfahrung hat mich jahrelang davon abgehalten, frei und selbstbewusst im Hier und Jetzt zu handeln. Doch ich habe mich dieser Angst gestellt. Ich habe gelernt, dass Ablehnung nichts über meinen Wert als Mensch aussagt. Heute kann ich Frauen ansprechen, ohne mich von der Angst vor Ablehnung lähmen zu lassen.

     

    Auch auf der anderen Seite habe ich viel über mich selbst gelernt. Früher fiel es mir unglaublich schwer, Menschen aus meinem Leben loszulassen, selbst wenn sie mir nicht guttaten. Ich habe oft ausgehalten und Beziehungen oder Situationen ertragen, die mich unglücklich gemacht haben, nur weil ich Angst davor hatte, jemanden abzulehnen oder zu verletzen. Doch ich habe erkannt, dass ich nicht in solchen Mustern gefangen bleiben muss. Ich habe die Kraft gefunden, klare Grenzen zu setzen und mich von ungesunden Verbindungen zu lösen – sei es in Freundschaften, in der Familie oder in Liebesbeziehungen.

     

    Heute fühle ich mich frei. Ich habe gelernt, dass es manchmal Mut erfordert, aber auch befreiend ist, Entscheidungen für das eigene Wohl zu treffen. Die Angst vor Ablehnung oder davor, jemanden zurückzuweisen, bestimmt nicht mehr mein Leben. Stattdessen kann ich authentisch und selbstbestimmt meinen Weg gehen.

    Thomas Kissing 

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