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  • Wenn ein Angehöriger stirbt

    Diskussion · 78 Beiträge · 34 Gefällt mir · 2.033 Aufrufe
    Irena aus Luzern

    Als meine Mutter völlig unerwartet starb, ging alles sehr schnell. Trotzdem wusste ich sofort, welche Art von Unterstützung mir helfen würde, diese schwierige Zeit durchzustehen: der Austausch mit Gleichgesinnten.

     

    In meinem Umfeld liess sich keinen Gleichgesinnten finden, der diese Art von Unterstützung braucht.

     

    Also machte ich mich auf die Suche nach einer Selbsthilfegruppe zu diesem Thema. Zu meinem Erstaunen fand ich keine in meiner Nähe.

     

    Nun versuche ich es hier. Vielleicht gibt es ja jemanden, der eine/n Angehörige/n verloren hat und sich austauschen möchte. Da es ein sehr persönliches Thema ist, kann man auch allgemein über Trauer und Verlust reden. Es ist jedem selbst überlassen, wieviel Einblick in die Privatsphäre man gewähren möchte.

     

    Habt ihr Rituale? Erinnerungsstücke? Besucht ihr manchmal Orte, an denen ihr die verstorbene Person kennengelernt habt? Wie war euer Trauerprozess?

     

    Vielleicht hast du bis jetzt noch keinen Angehörigen verloren, willst dich aber trotzdem über das Thema Trauer/Trennung/Verlust austauschen?

    31.03.24, 12:22 - Zuletzt bearbeitet 31.03.24, 12:28.

Beiträge

  • 17.03.25, 23:28

     

    Silke:

     

    Peter Silie:

     

    Es gibt doch tatsächlich jemanden, der mich versteht😉

    Ich find das so witzig 🤣 aber jetzt Schluss damit, das war  OT (sorry an die LeserInnen)

    ... DA muss man auch erst mal drauf kommen🙄!🤣

  • 17.03.25, 23:25

     

    Peter Silie:

     

    Silke:

     

    Jetzt sehe ich gerade, dass das Petersilie heißt 😁😁😁 

    Es gibt doch tatsächlich jemanden, der mich versteht😉

    Ich find das so witzig 🤣 aber jetzt Schluss damit, das war  OT (sorry an die LeserInnen)

  • 17.03.25, 23:09

     

    Silke:

     

    Peter Silie:

     

     

    Ich habe mir große Mühe gegeben, auch mit meinem SYnonym 😉

    Jetzt sehe ich gerade, dass das Petersilie heißt 😁😁😁 

    Es gibt doch tatsächlich jemanden, der mich versteht😉

  • 17.03.25, 23:05

     

    Peter Silie:

     

    Manuela:

     

    Jemand, der sich nicht zeigt, sich hinter einem Sononym verbirgt, ist für mich kein Gesprächspartner. Gesicht zeigen, heißt Haltung beweisen.

     

     

    Manuela:

     

    Jemand, der sich nicht zeigt, sich hinter einem Sononym verbirgt, ist für mich kein Gesprächspartner. Gesicht zeigen, heißt Haltung beweisen.

     

    Ich habe mir große Mühe gegeben, auch mit meinem SYnonym 😉

    Jetzt sehe ich gerade, dass das Petersilie heißt 😁😁😁 

  • 17.03.25, 22:49

     

    Manuela:

     

    Peter Silie:

     

    Manuela,

    Du hast niemanden verletzt, sondern Deine Sicht auf das Thema mitgeteilt, in der wir "nur" SO WEIT voneinander entfernt sind, wie Dein Post lang ist😉!

    LG Peter

     

    Jemand, der sich nicht zeigt, sich hinter einem Sononym verbirgt, ist für mich kein Gesprächspartner. Gesicht zeigen, heißt Haltung beweisen.

     

     

    Manuela:

     

    Peter Silie:

     

    Manuela,

    Du hast niemanden verletzt, sondern Deine Sicht auf das Thema mitgeteilt, in der wir "nur" SO WEIT voneinander entfernt sind, wie Dein Post lang ist😉!

    LG Peter

     

    Jemand, der sich nicht zeigt, sich hinter einem Sononym verbirgt, ist für mich kein Gesprächspartner. Gesicht zeigen, heißt Haltung beweisen.

     

    Ich habe mir große Mühe gegeben, auch mit meinem SYnonym 😉

  • 17.03.25, 20:47 - Zuletzt bearbeitet 17.03.25, 21:42.

     

    Karin:

    Danke Irena für dieses Thema und an Allen für ihre Beiträge. Wie Binne sagt, fühlt es sich falsch an, Daumen hoch zu klicken, wenn man sagen möchte

     ich fühle mit dir 

    ...

    Danke, dass ich es  formulieren und zum Lesen weggeben konnte.

    ...

     

    Liebe Karin, 

     

    ich fühle mit dir 

    fühle deinen Schmerz

    ich verstehe, was du meinst

    ich wünsche dir Kraft

    aus dem Mensch sein formuliert

    du schreibst mir ins Herz

     

    Lieben Gruß

    Silke

  • 17.03.25, 20:12

    Danke Irena für dieses Thema und an Allen für ihre Beiträge. Wie Binne sagt, fühlt es sich falsch an, Daumen hoch zu klicken, wenn man sagen möchte

     ich fühle mit dir 

    fühle dein Schmerz

    ich verstehe was du meinst

    oh wünsche dir Kraft

    schön formuliert

    du schreibst mir ins Herz

    habe ich auch so erlebt

    danke, tat mir gut zu lesen

     

    Anfang Novemer 2024 blieb für meine Mutter, Schwester und mir die Zeit stehen, meinem Bruder das Herz. Meine Rolle war sofort der seelische Support für die Mutter, die ihr Sohn verlor und es nicht akzeptieren wollte, sie hätte zuerst sterben solle. Meine Schwester erledigte die Administrativen Dinge, das könne sie am besten. Auf Ämter und an Terminen traten wir 2 Schwestern zusammen auf.

    Die Rede für die Gedenkfeier war mein Part. Ich kann das nicht, du musst es tun, hiess es. Wie auch: Ich will es mit deiner Stimme gesprochen hören.  Ich hätte gern gesagt, ich kann das nicht, doch dieser Part war schon besetzt.
    Also trat ich vor allen Leuten mit meinen Worten über den Menschen der mein Felsen war, mein Retter in der Not. Alle Anwesenden hatten das Gefühl mir Danken zu müssen, zu loben, die Hand zu schütteln. Mir mitteilen wie ergriffen sie waren über meine Worte. Mir war das zuviel. Ich wäre am liebsten im Boden verschollen.

     

    Der Alltag geht weiter, mein Job verlangt ein strahlendes Auftreten, ein Lächeln in den Augen.

    Ein geduldiges zuhören, ein Mutmachen, gute Unterhaltung. Ein validierendes emphatisches Sein.

     

    Was mir hilft, ist zu wissen, er starb als er schlief ganz friedlich. Ich höre seine Stimme, die mich mit seinem eigenen Humor aufmuntert in meinem Herzen und bin Dankbar dass er so lange für mich da war. “wir haben uns ausgesprochen„ ich kann es akzeptieren, dass er nun im Himmel hilft, dass die Sonne scheint. Ich hab sein Foto im Blickfeld zu Hause, zünde eine Kerze an und schweige mit ihm zusammen.

     

    Was nicht heisst, dass mir vielleicht beim Einkaufen, oder sonst einer banalen Alltagssituation, meine Knie plötzlich wie Teig werden und ich fürchte heulend zu Boden fallen. Es braucht Zeit, bis die Zeit wieder richtig tickt.

     

    Danke, dass ich es  formulieren und zum Lesen weggeben konnte.

     

    PS und bitte ich möchte weder in einer WhatsApp Gruppe noch PN bekommen
     

     

  • 17.03.25, 19:09

     

    Peter Silie:

     

    Manuela:

     

     

    Natürlich trauerte ich, unsagbar sogar. Natürlich empfand ich bei den mir nahestehenden Menschen auch unglaubliche Verlußtgefühle. ABER, ich drehe das dann bald für mich anders um. Ich bin dankbar, dass ich den/diese Menschen kennenlernen durfte, diese meine Wegbegleiter waren und ich deren und ich lasse dieses Verlußtgefühl dann auch weiterziehen. Es ist der Lauf aller Lebewesen, wir haben einen Auftrag; zu dessen Zweck kommen wir her. Es ist von Beginn an das Ablaufdatum gesetzt; und mit dem Tod findet es seine Erfüllung. Ich versuche den Verlußt in Dankbarkeit zu wandeln und verarbeite darüber den Verlußt und die Trauer.

    Ich will niemanden zu Nahe treten! Jeder Mensch hat seine eigene Art mit Gefühlen und Emotionen umzugehen und das ist auch gut so. Aber manchmal hat Loslassen, Trauer und Verlußt auch ein klein wenig mit Egoismus, Hilflosigkeit etc zu tun. (Nicht böse gemeint!!!)

    Als meine beiden Katzen, eine nach der anderen, im hohen Alter und krank waren, hätte ich deren Leben um ein halbes Jahr/Jahr verlängern lassen können; Infusionen etc.

    Wäre mein Ego groß genug gewesen, hätte ich das machen lassen können. Meine Liebe zu meinen Tieren war aber größer und ich ließ sie in meinen Armen einschlafen - ich ließ ihnen das Leben nehmen. Das meine ich mit Egoismus. Auch wenn es mir das Herz herauszureißen scheint, ich versuche stets im Sinne des Verstorbenen zu fühlen und versuche den Willen des Schöpfers anzuerkennen.

     

    Und was die Trauer oder den Verlußt einer beendeten Beziehung betrifft, so sehe ich das exakt gleich.

    Trauer und Verlußt haben aus meiner Sicht viel mit Egoismus zu tun. Meine Gefühle, mein Schmerz, meine Einsamkeit, mein Alleinsein, meine Planlosigkeit, meine Hilflosigkeit, mein Verlassen sein .... 

    Man katapultiert sich in eine Opferrolle in eine Leidensrolle ...

    Wie gesagt, ich will weiß Gott niemanden auf die Füße treten, niemanden zu nahe treten - dies ist einfach nur meine Sichtweise. Sollte ich jemanden verletzt haben, so bedauere ich dies wirklich, denn es liegt und lag mir fern.

     

    Manuela,

    Du hast niemanden verletzt, sondern Deine Sicht auf das Thema mitgeteilt, in der wir "nur" SO WEIT voneinander entfernt sind, wie Dein Post lang ist😉!

    LG Peter

     

    Jemand, der sich nicht zeigt, sich hinter einem Sononym verbirgt, ist für mich kein Gesprächspartner. Gesicht zeigen, heißt Haltung beweisen.

     

  • 17.03.25, 14:09

     

    Manuela:

     

    Peter Silie:

     

    Hallo Manuela,

    ich kann Dir natürlich folgen, wenn Du einen Unterschied zwischen Verlust einer Beziehung (Freundschaft, Beziehung, Ehe) oder Verlust durch Tod machst.

    ... anschließend jedoch vergaloppiertest Du Dich m. E. !

    Sicher waren die Wartungsarbeiten schuld ...😉 !

     

     

     

    Manuela:

    @ Silke und @Peter silie

    Ich denke, man sollte für sich den Unterschied ausmachen was ist MEINE Trauer und was ist MEIN Verlußt; worum geht es jeweils.

     

    Trauer: etwas bedauern, etwas beweinen, etwas bereuen?, ein fühlbarer Schmerz ... zumeist für/um eine andere Person oder auch Tier

    Verlußt: etwas verloren zu haben, eine Trennung von mir zu einer anderen Person oder auch Tier, ein "nie wieder" ....

     

    Natürlich empfinde ich Trauer, erlebe ein "Stimmungstief", den nicht enden wollenden Schmerz und Stich im Herzen ... all das und vieles mehr ABER ich akzeptiere den Lauf des Lebens.

    Als ich 18 Jahre war, erstickte mein Vater in meinen Armen, meine Mutter verstarb als ich im Ausland war, mein Bruder, mein Ehemann und einige Freunde musste ich gehen lassen. Als Bestatterin habe ich mit Sicherheit mehr als 2500 Menschen zur letzten Ruhestätte begleitet.

    Ich muss leider kurz stoppen, die Wartungsarbeiten vom System

    Natürlich trauerte ich, unsagbar sogar. Natürlich empfand ich bei den mir nahestehenden Menschen auch unglaubliche Verlußtgefühle. ABER, ich drehe das dann bald für mich anders um. Ich bin dankbar, dass ich den/diese Menschen kennenlernen durfte, diese meine Wegbegleiter waren und ich deren und ich lasse dieses Verlußtgefühl dann auch weiterziehen. Es ist der Lauf aller Lebewesen, wir haben einen Auftrag; zu dessen Zweck kommen wir her. Es ist von Beginn an das Ablaufdatum gesetzt; und mit dem Tod findet es seine Erfüllung. Ich versuche den Verlußt in Dankbarkeit zu wandeln und verarbeite darüber den Verlußt und die Trauer.

    Ich will niemanden zu Nahe treten! Jeder Mensch hat seine eigene Art mit Gefühlen und Emotionen umzugehen und das ist auch gut so. Aber manchmal hat Loslassen, Trauer und Verlußt auch ein klein wenig mit Egoismus, Hilflosigkeit etc zu tun. (Nicht böse gemeint!!!)

    Als meine beiden Katzen, eine nach der anderen, im hohen Alter und krank waren, hätte ich deren Leben um ein halbes Jahr/Jahr verlängern lassen können; Infusionen etc.

    Wäre mein Ego groß genug gewesen, hätte ich das machen lassen können. Meine Liebe zu meinen Tieren war aber größer und ich ließ sie in meinen Armen einschlafen - ich ließ ihnen das Leben nehmen. Das meine ich mit Egoismus. Auch wenn es mir das Herz herauszureißen scheint, ich versuche stets im Sinne des Verstorbenen zu fühlen und versuche den Willen des Schöpfers anzuerkennen.

     

    Und was die Trauer oder den Verlußt einer beendeten Beziehung betrifft, so sehe ich das exakt gleich.

    Trauer und Verlußt haben aus meiner Sicht viel mit Egoismus zu tun. Meine Gefühle, mein Schmerz, meine Einsamkeit, mein Alleinsein, meine Planlosigkeit, meine Hilflosigkeit, mein Verlassen sein .... 

    Man katapultiert sich in eine Opferrolle in eine Leidensrolle ...

    Wie gesagt, ich will weiß Gott niemanden auf die Füße treten, niemanden zu nahe treten - dies ist einfach nur meine Sichtweise. Sollte ich jemanden verletzt haben, so bedauere ich dies wirklich, denn es liegt und lag mir fern.

     

    Manuela,

    Du hast niemanden verletzt, sondern Deine Sicht auf das Thema mitgeteilt, in der wir "nur" SO WEIT voneinander entfernt sind, wie Dein Post lang ist😉!

    LG Peter

     

  • 17.03.25, 14:00

     

    Peter Silie:

     

    Manuela:

    @ Silke und @Peter silie

    Ich denke, man sollte für sich den Unterschied ausmachen was ist MEINE Trauer und was ist MEIN Verlußt; worum geht es jeweils.

     

    Trauer: etwas bedauern, etwas beweinen, etwas bereuen?, ein fühlbarer Schmerz ... zumeist für/um eine andere Person oder auch Tier

    Verlußt: etwas verloren zu haben, eine Trennung von mir zu einer anderen Person oder auch Tier, ein "nie wieder" ....

     

    Natürlich empfinde ich Trauer, erlebe ein "Stimmungstief", den nicht enden wollenden Schmerz und Stich im Herzen ... all das und vieles mehr ABER ich akzeptiere den Lauf des Lebens.

    Als ich 18 Jahre war, erstickte mein Vater in meinen Armen, meine Mutter verstarb als ich im Ausland war, mein Bruder, mein Ehemann und einige Freunde musste ich gehen lassen. Als Bestatterin habe ich mit Sicherheit mehr als 2500 Menschen zur letzten Ruhestätte begleitet.

    Ich muss leider kurz stoppen, die Wartungsarbeiten vom System

    Hallo Manuela,

    ich kann Dir natürlich folgen, wenn Du einen Unterschied zwischen Verlust einer Beziehung (Freundschaft, Beziehung, Ehe) oder Verlust durch Tod machst.

    ... anschließend jedoch vergaloppiertest Du Dich m. E. !

    Sicher waren die Wartungsarbeiten schuld ...😉 !

     

     

     

    Manuela:

    @ Silke und @Peter silie

    Ich denke, man sollte für sich den Unterschied ausmachen was ist MEINE Trauer und was ist MEIN Verlußt; worum geht es jeweils.

     

    Trauer: etwas bedauern, etwas beweinen, etwas bereuen?, ein fühlbarer Schmerz ... zumeist für/um eine andere Person oder auch Tier

    Verlußt: etwas verloren zu haben, eine Trennung von mir zu einer anderen Person oder auch Tier, ein "nie wieder" ....

     

    Natürlich empfinde ich Trauer, erlebe ein "Stimmungstief", den nicht enden wollenden Schmerz und Stich im Herzen ... all das und vieles mehr ABER ich akzeptiere den Lauf des Lebens.

    Als ich 18 Jahre war, erstickte mein Vater in meinen Armen, meine Mutter verstarb als ich im Ausland war, mein Bruder, mein Ehemann und einige Freunde musste ich gehen lassen. Als Bestatterin habe ich mit Sicherheit mehr als 2500 Menschen zur letzten Ruhestätte begleitet.

    Ich muss leider kurz stoppen, die Wartungsarbeiten vom System

    Natürlich trauerte ich, unsagbar sogar. Natürlich empfand ich bei den mir nahestehenden Menschen auch unglaubliche Verlußtgefühle. ABER, ich drehe das dann bald für mich anders um. Ich bin dankbar, dass ich den/diese Menschen kennenlernen durfte, diese meine Wegbegleiter waren und ich deren und ich lasse dieses Verlußtgefühl dann auch weiterziehen. Es ist der Lauf aller Lebewesen, wir haben einen Auftrag; zu dessen Zweck kommen wir her. Es ist von Beginn an das Ablaufdatum gesetzt; und mit dem Tod findet es seine Erfüllung. Ich versuche den Verlußt in Dankbarkeit zu wandeln und verarbeite darüber den Verlußt und die Trauer.

    Ich will niemanden zu Nahe treten! Jeder Mensch hat seine eigene Art mit Gefühlen und Emotionen umzugehen und das ist auch gut so. Aber manchmal hat Loslassen, Trauer und Verlußt auch ein klein wenig mit Egoismus, Hilflosigkeit etc zu tun. (Nicht böse gemeint!!!)

    Als meine beiden Katzen, eine nach der anderen, im hohen Alter und krank waren, hätte ich deren Leben um ein halbes Jahr/Jahr verlängern lassen können; Infusionen etc.

    Wäre mein Ego groß genug gewesen, hätte ich das machen lassen können. Meine Liebe zu meinen Tieren war aber größer und ich ließ sie in meinen Armen einschlafen - ich ließ ihnen das Leben nehmen. Das meine ich mit Egoismus. Auch wenn es mir das Herz herauszureißen scheint, ich versuche stets im Sinne des Verstorbenen zu fühlen und versuche den Willen des Schöpfers anzuerkennen.

     

    Und was die Trauer oder den Verlußt einer beendeten Beziehung betrifft, so sehe ich das exakt gleich.

    Trauer und Verlußt haben aus meiner Sicht viel mit Egoismus zu tun. Meine Gefühle, mein Schmerz, meine Einsamkeit, mein Alleinsein, meine Planlosigkeit, meine Hilflosigkeit, mein Verlassen sein .... 

    Man katapultiert sich in eine Opferrolle in eine Leidensrolle ...

    Wie gesagt, ich will weiß Gott niemanden auf die Füße treten, niemanden zu nahe treten - dies ist einfach nur meine Sichtweise. Sollte ich jemanden verletzt haben, so bedauere ich dies wirklich, denn es liegt und lag mir fern.

     

  • 17.03.25, 13:39

     

    Manuela:

    @ Silke und @Peter silie

    Ich denke, man sollte für sich den Unterschied ausmachen was ist MEINE Trauer und was ist MEIN Verlußt; worum geht es jeweils.

     

    Trauer: etwas bedauern, etwas beweinen, etwas bereuen?, ein fühlbarer Schmerz ... zumeist für/um eine andere Person oder auch Tier

    Verlußt: etwas verloren zu haben, eine Trennung von mir zu einer anderen Person oder auch Tier, ein "nie wieder" ....

     

    Natürlich empfinde ich Trauer, erlebe ein "Stimmungstief", den nicht enden wollenden Schmerz und Stich im Herzen ... all das und vieles mehr ABER ich akzeptiere den Lauf des Lebens.

    Als ich 18 Jahre war, erstickte mein Vater in meinen Armen, meine Mutter verstarb als ich im Ausland war, mein Bruder, mein Ehemann und einige Freunde musste ich gehen lassen. Als Bestatterin habe ich mit Sicherheit mehr als 2500 Menschen zur letzten Ruhestätte begleitet.

    Ich muss leider kurz stoppen, die Wartungsarbeiten vom System

    Hallo Manuela,

    ich kann Dir natürlich folgen, wenn Du einen Unterschied zwischen Verlust einer Beziehung (Freundschaft, Beziehung, Ehe) oder Verlust durch Tod machst.

    ... anschließend jedoch vergaloppiertest Du Dich m. E. !

    Sicher waren die Wartungsarbeiten schuld ...😉 !

     

     

  • 17.03.25, 13:24

    @ Silke und @Peter silie

    Ich denke, man sollte für sich den Unterschied ausmachen was ist MEINE Trauer und was ist MEIN Verlußt; worum geht es jeweils.

     

    Trauer: etwas bedauern, etwas beweinen, etwas bereuen?, ein fühlbarer Schmerz ... zumeist für/um eine andere Person oder auch Tier

    Verlußt: etwas verloren zu haben, eine Trennung von mir zu einer anderen Person oder auch Tier, ein "nie wieder" ....

     

    Natürlich empfinde ich Trauer, erlebe ein "Stimmungstief", den nicht enden wollenden Schmerz und Stich im Herzen ... all das und vieles mehr ABER ich akzeptiere den Lauf des Lebens.

    Als ich 18 Jahre war, erstickte mein Vater in meinen Armen, meine Mutter verstarb als ich im Ausland war, mein Bruder, mein Ehemann und einige Freunde musste ich gehen lassen. Als Bestatterin habe ich mit Sicherheit mehr als 2500 Menschen zur letzten Ruhestätte begleitet.

    Ich muss leider kurz stoppen, die Wartungsarbeiten vom System

  • 17.03.25, 02:47
    ✗ Dieser Inhalt wurde von NesS wieder gelöscht.
  • 17.03.25, 00:40

     

    Silke:

     

    Peter Silie:

    #Manuela und Silke

    Mit großem Interesse habe ich Euren Austausch zum Thema gelesen!

    Du Manuela hast es angesprochen: Ist es nicht (auch) viel mehr so, dass wir DEN vermissen, der WIR in Verbindung mit DEM Verstorbenen waren? Also ist Trauer ein egoistisches Gefühl im allerbesten Sinne, weil wir diese spezielle Verbindung, die wir mit dem Verstorbenen hatten, NIE mehr haben können? Mir DARÜBER bewußt zu werden ist mir insofern ein tröstlicher Gedanke, weil ich daran arbeiten kann und den Verstorbenen, der mich nicht "alleine lassen wollte" loslassen kann.

    Peter(Silie)

    Hallo Peter,

    interessante Gedanken. ja, ich denke, da ist was dran. Und  vielleicht aus deiner Sichtweise tröstlich. Aber nimmt es den Schmerz in irgendeiner Weise? Es ist halt endgültig. es ist weder aufzuhalten noch zu ändern. Das finde ich, vorsichtig formuliert, schwer auszuhalten. ich frage mich auch, ist Bewusstwerdung da hilfreich? oder ist es nicht einfach nur irgendein Konzept, um dabei nicht den Verstand zu verlieren? Ich hab noch keine Antwort drauf...

     

    Hallo Silke,

    ... es nimmt mir den Schmerz nicht, sondern es verändert ihn aus meiner Sicht, auch aus dem Wissen heraus, dass es nicht dem freien Willen des Verstorbenen unterlag, mich zurückzulassen.

     Silke:"...  Es ist halt endgültig. es ist weder aufzuhalten noch zu ändern. "

    Liebe Silke, wir sind die einzige Spezies, die sich über ihr eigenes Ende bewußt ist, was es uns auch ermöglicht, unser Leben und unsere Verbindungen wertzuschätzen und sehr bewußt wahrzunehmen. Es gibt uns auch die Chance, zu Lebzeiten mit allen, die uns sehr lieb und teuer sind, über das unausweichliche und meist unvorhersehbare Ende unserer Beziehung zu sprechen. Ich habe meinen besten Freund viel zu früh verloren und bin unendlich dankbar dafür, dass wir beide sehr offen, ehrlich sowie zuweilen humorvoll über das Thema sprechen konnten; sein viel zu früher Tod kam plötzlich und ich habe seine Worte immer noch im Ohr: "Wir sind fein miteinander"! Das hat mir sehr geholfen.

     

  • 17.03.25, 00:27 - Zuletzt bearbeitet 17.03.25, 00:27.

     

    Peter Silie:

    #Manuela und Silke

    Mit großem Interesse habe ich Euren Austausch zum Thema gelesen!

    Du Manuela hast es angesprochen: Ist es nicht (auch) viel mehr so, dass wir DEN vermissen, der WIR in Verbindung mit DEM Verstorbenen waren? Also ist Trauer ein egoistisches Gefühl im allerbesten Sinne, weil wir diese spezielle Verbindung, die wir mit dem Verstorbenen hatten, NIE mehr haben können? Mir DARÜBER bewußt zu werden ist mir insofern ein tröstlicher Gedanke, weil ich daran arbeiten kann und den Verstorbenen, der mich nicht "alleine lassen wollte" loslassen kann.

    Peter(Silie)

    Hallo Peter,

    interessante Gedanken. ja, ich denke, da ist was dran. Und  vielleicht aus deiner Sichtweise tröstlich. Aber nimmt es den Schmerz in irgendeiner Weise? Es ist halt endgültig. es ist weder aufzuhalten noch zu ändern. Das finde ich, vorsichtig formuliert, schwer auszuhalten. ich frage mich auch, ist Bewusstwerdung da hilfreich? oder ist es nicht einfach nur irgendein Konzept, um dabei nicht den Verstand zu verlieren? Ich hab noch keine Antwort drauf...

     

  • 17.03.25, 00:18

    #Manuela und Silke

    Mit großem Interesse habe ich Euren Austausch zum Thema gelesen!

    Du Manuela hast es angesprochen: Ist es nicht (auch) viel mehr so, dass wir DEN vermissen, der WIR in Verbindung mit DEM Verstorbenen waren? Also ist Trauer ein egoistisches Gefühl im allerbesten Sinne, weil wir diese spezielle Verbindung, die wir mit dem Verstorbenen hatten, NIE mehr haben können? Mir DARÜBER bewußt zu werden ist mir insofern ein tröstlicher Gedanke, weil ich daran arbeiten kann und den Verstorbenen, der mich nicht "alleine lassen wollte" loslassen kann.

    Peter(Silie)

  • 16.03.25, 23:58 - Zuletzt bearbeitet 17.03.25, 00:17.

     

    Manuela:

    Als ehemalige Bestatterin, kann  ich vielleicht etway zu diesem Thema beitragen. Aber auch als Mensch und Frau, welche schon selbst einige Menschen gehen lassen musste, Eltern, Geschwister, Großeltern, Ehemann und nun langsam die ersten Freunde, Nachbarn und Kollegen.

     

    Ich will niemanden zu Nahe treten, ich gebe hier nur meine private und innerste Überzeugung kund.

     

    Der Verlust einer nahestehenden Person kann furchtbar, grausam und unendlich schmerzhaft sein; er kann aber auch beruhigend und entlastend sein.

     

    Das Loslassen, kann eine Probe unseres Menschseins sein. Wieviel Egoismus, Angst, Orientierungslosigkeit, Haltlosigkeit etc schwingt in mir?

     

    Wieviel Selbstlosigkeit ist in mir?

     

    Ich glaube, dass nicht nur der Tod eines geliebten Menschen uns in Trauer und Schmerz hält, auch tiefe Liebesbeziehungen wenn enden, fühlen sich wie diese Trauer an.

     

    Es bricht etwas weg ... man hat keine Kontrolle ... es wird jemand aus seinem und meinem Leben "gerissen" ...  wo ist dieser Mensch jetzt ... wie war sein Übergang vom Leben in den Tod ... muss ich mich vor meinem dereinstigen Tod fürchten ... wo werde ich hingehen ...

     

    Fragen über Fragen, auf die niemand eine Antwort hat aber wir alle diese dereinst beantwortet bekommen werden.

     

    Ich habe keine Angst vor meinem Tod, ich bin überzeugt davon, dass alles gut wird.

     

    Sonst macht das ganze Leben doch keinen Sinn, oder?

     

     

    Gut beschrieben. Ich denke nur, ist es nicht ein großer Unterschied, keine Angst vor dem Tod zu haben und keine Angst vor Verlust zu haben? Die Trauer an sich zeigt sich mir in erster Linie als Trauer um Verluste von Menschen. Nicht nur um die, den ich schon erlebte, sondern auch ganz klar um die Verluste, die offensichtlich mit zunehmendem Alter anstehen werden.  Auch in Form von Veränderung, in dem zum Beispiel Familiensysteme auseinanderbrechen. Beziehungen scheitern. Man sieht, dass Umfeld und Freunde älter werden und es wird einfach bewusster, dass es endlich ist im Miteinander. Die Trauer, das zu erkennen finde ich sehr schmerzhaft. Und seltsamerweise habe ich den Eindruck, viele Menschen empfinden das gar nicht so. Sie zucken mit den Achseln und fertig. Wie kann das so verschieden sein. Ich verstehe es nicht.

  • 10.03.25, 19:37

    Als ehemalige Bestatterin, kann  ich vielleicht etway zu diesem Thema beitragen. Aber auch als Mensch und Frau, welche schon selbst einige Menschen gehen lassen musste, Eltern, Geschwister, Großeltern, Ehemann und nun langsam die ersten Freunde, Nachbarn und Kollegen.

     

    Ich will niemanden zu Nahe treten, ich gebe hier nur meine private und innerste Überzeugung kund.

     

    Der Verlust einer nahestehenden Person kann furchtbar, grausam und unendlich schmerzhaft sein; er kann aber auch beruhigend und entlastend sein.

     

    Das Loslassen, kann eine Probe unseres Menschseins sein. Wieviel Egoismus, Angst, Orientierungslosigkeit, Haltlosigkeit etc schwingt in mir?

     

    Wieviel Selbstlosigkeit ist in mir?

     

    Ich glaube, dass nicht nur der Tod eines geliebten Menschen uns in Trauer und Schmerz hält, auch tiefe Liebesbeziehungen wenn enden, fühlen sich wie diese Trauer an.

     

    Es bricht etwas weg ... man hat keine Kontrolle ... es wird jemand aus seinem und meinem Leben "gerissen" ...  wo ist dieser Mensch jetzt ... wie war sein Übergang vom Leben in den Tod ... muss ich mich vor meinem dereinstigen Tod fürchten ... wo werde ich hingehen ...

     

    Fragen über Fragen, auf die niemand eine Antwort hat aber wir alle diese dereinst beantwortet bekommen werden.

     

    Ich habe keine Angst vor meinem Tod, ich bin überzeugt davon, dass alles gut wird.

     

    Sonst macht das ganze Leben doch keinen Sinn, oder?

     

  • 08.03.25, 19:55

    Ist Deine Gruppe noch aktuell

  • 11.01.25, 19:35

    Liebe  Irena ich würde gerne bei Deiner WhatsApp Gruppe Mitglied werden.

    Leider habe ich auch herbe Verluste hinnehmen müssen. Doch jetzt ist es wirklich schlimm weil meine Partnerin eine schwere Diagnose hat und die Zeit gehen und läuft.

    Es gibt keine gute Hilfe oder Austausch und ich mag nicht in eine Selbsthilfegruppe gehen. mit der bestimmten Erkrankung.

    viele Grüße Eva 

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