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  • Unterschied zwischen-Einsamkeit und Allein-sein?

    Diskussion · 507 Beiträge · 35 Gefällt mir · 11.821 Aufrufe
    Margit aus Wilhering

    Als meine Freundin gestern, spontan zu mir sagte: 

    wie hälst du das nur aus, so alleine und einsam zu leben?

     

    Momentan wollte ich mit den üblichen "Floskeln" antworten, geht schon--

     

    Aber dann habe ich nachgedacht, und geantwortet-

     

    Allein- bin ich nicht, habe Freunde, habe meine Tiere und alles rundherum.

    Einsam - das bin ich, tatsächlich, auch wenn es mir noch nicht gleich bewußt war.

     

    Allein sein, ist meist freiwillig und kann sogar befriedigend sein!

    Einsam sein, ist unfreiwillig und kann traurig machen!

     

    Was meint ihr zu diesen Thema? 

     

     

    11.02.24, 09:54 - Zuletzt bearbeitet 11.02.24, 17:58.

Beiträge

  • 18.02.24, 13:47

    Ich weiß was du meinst, das ginge vielleicht wenn man jünger ist und einen gewissen Abstand gefunden hat, aber ich - bin alt und müde.

  • 18.02.24, 13:39

     

    Margit:

    Oh ja, das kann ich gut verstehen. Ich habe auch meine Schwester vor 20Jahren verloren, damals war Sie 31Jahre alt und hat den gleichen Krebs gehabt als jetzt, mein Partner. Man vergißt und überwindet es nie, aber muss einfach versuchen damit zu leben..aber umso älter man wird, umso schwerer kann man damit leben.

    in solchen situationen wäre halt ein neuer richtiger partner gold wert.

    woher nehmen, wenn nicht stehlen.

     

    nicht nur wegen allein-einsam sein, er soll auch die große liebe nicht ersetzen, aber in der früh jmd neben aufwachen, und den tag mit dem verbringen va an feiertagen-sonntagen...

  • 18.02.24, 13:31 - Zuletzt bearbeitet 18.02.24, 13:37.

    Oh ja, das kann ich gut verstehen. Ich habe auch meine Schwester vor 20Jahren verloren, damals war Sie 31Jahre alt und hat den gleichen Krebs gehabt als jetzt, mein Partner. Man vergißt und überwindet es nie, aber muss einfach versuchen damit zu leben..aber umso älter man wird, umso schwerer kann man damit leben, und als ich dann erfahren habe, welchen Krebs er hatte, wußte ich aus Erfahrung das er nicht heilbar war,ist,..nur habe ich es halt nicht wahrnehmen wollen,und auf ein Wunder gehofft.

  • Ich habe selbst als Teenager einen Bruder auf grausame Weise verloren. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass man Jahre dafür braucht um es zu verarbeiten. Geburtstage und Todestage finde ich selbst nach fast 30 Jahren schwer. Selbstfürsorge und regelmäßige Therapien extrem wichtig. Frische Luft und lange Spaziergänge tuen unheimlich gut.

  • 18.02.24, 09:22

     

    Margit:

    Es war der 5.Dezember voriges Jahres. Und schlafen geht nur mit Medikamente.Und sterben tue ich nicht daran, obwohl ich es mir oft wünsche. Und jeden Tag irgendwie zu überstehen, ja das tue ich--irgendwie .Das einzige was ich daraus gelernt habe ist --Das, das Leben ein Geschenk ist und man es nicht vergeuden sollte, obwohl ich mir momentan damit schwer tue.

    Morgen wäre er 66Jahre alt geworden, vielleicht ist das auch der Grund warum es mir wieder so besonders schlecht geht?  

    Das Ereignis ist noch ganz frisch und dein Zustand absolut nachvollziehbar. Du hast mit deinem Partner so viele glückliche Jahre verbracht, es kann Jahre dauern bis man sich wieder als Ganzes empfinden wird, wenn überhaupt. Du machst das schon jetzt unglaublich gut Margit 👍 

  • 18.02.24, 09:06

    Es war der 5.Dezember voriges Jahres. Und schlafen geht nur mit Medikamente.Und sterben tue ich nicht daran, obwohl ich es mir oft wünsche. Und jeden Tag irgendwie zu überstehen, ja das tue ich--irgendwie .Das einzige was ich daraus gelernt habe ist --Das, das Leben ein Geschenk ist und man es nicht vergeuden sollte, obwohl ich mir momentan damit schwer tue.

    Morgen wäre er 66Jahre alt geworden, vielleicht ist das auch der Grund warum es mir wieder so besonders schlecht geht?  

  • 18.02.24, 08:35

     

    Margit:

    Was kann man tun, um jeden Tag irgendwie zu überstehen? Und mit der grossen " Leere "die mein langjähriger Lebenspartner, hinterlassen hat---Leben zu lernen. Man kann sich ablenken, indem man sich mit Freunden trifft, rausfahren, egal wohin-- nur nicht Nachhause. Aber irgendwann, muß man doch wieder Nachhause, das eigentlich gar nicht mehr als "Zuhause" empfunden wird.

    Ich habe so eine grosse Trauer in mir, ist teilweise fast nicht auszuhalten, aber es muss ja----

    Du brauchst immer nur den einen Tag überstehen. Und den nächsten.

    Kannst Du schlafen?

    Ich weiß nicht, ob Du hier veröffentlicht hast, wie lange der Tod her ist, deshalb PN dazu.

    Ansonsten, wenn Dich die Trauer überkommt, einfach ausweinen. Du stirbst daran nicht, wenn Du die Trauer phasenweises(!) auslebst. Auch wenn es sich anders anfühlen sollte.

    Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee.

  • 17.02.24, 21:13

     

    Margit:

    Ich danke euch! Heute ist halt wieder so ein Tag, wo ich irgendwie gar nicht zurecht komme. Werde schlafen gehen und vielleicht ists Morgen wieder ein bißerl leichter..  Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen schönen Sonntag..liebe Grüsse Margit

    Alles Liebe! Diese Tage dürfen sein. Irgendwann werden sie vermutlich weniger. Und ja, morgen gehts vielleicht wieder besser!

     

    Gute Nacht!  :-)

  • 17.02.24, 21:12

    Ich danke euch! Heute ist halt wieder so ein Tag, wo ich irgendwie gar nicht zurecht komme. Werde schlafen gehen und vielleicht ists Morgen wieder ein bißerl leichter..  Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen schönen Sonntag..liebe Grüsse Margit

  • 17.02.24, 21:04

     

    Margit:

     

    Elena79:

     

    Ich meine hast du Psychotherapie nachdem dein Partner verstorben ist, gemacht? Wenn dein Haus dich so traurig macht, lässt du dich in dem tagtäglich leiden.

    Vielleicht gibt es Gruppen in der Nähe, welche dasselbe durchgemacht haben? Es kann enorm helfen über die Erfahrung auszutauschen.

     

    Elena79:

     

    Ich meine hast du Psychotherapie nachdem dein Partner verstorben ist, gemacht? Wenn dein Haus dich so traurig macht, lässt du dich in dem tagtäglich leiden.

    auch das habe ich gemacht und mache ich immer noch, und das hilft mir teilweise. Es geht schon teilweise, nur die Wochenenden sind am schlimmsten, wo wir immer unterwegs waren, teils mit Auto, teils mit Motorrad. Und das Schlafzimmer, habe ich völlig neu eingerichtet und umgestellt, damit ich es wieder verwenden kann.... 

    Hast du schon an eine WG gedacht oder ein Teil des Hauses zu vermieten? 

  • 17.02.24, 21:01

     

    Elena79:

     

    Margit:

     

    Natürlich, da gab es diese Sterbehilfe (hab ich alles gemacht)  aber den Wohnort wechseln ist kein Thema ( mit meinen Haus und Garten) und Familie, nein die habe ich nicht mehr.

    Ich meine hast du Psychotherapie nachdem dein Partner verstorben ist, gemacht? Wenn dein Haus dich so traurig macht, lässt du dich in dem tagtäglich leiden.

    Vielleicht gibt es Gruppen in der Nähe, welche dasselbe durchgemacht haben? Es kann enorm helfen über die Erfahrung auszutauschen.

     

    Elena79:

     

    Margit:

     

    Natürlich, da gab es diese Sterbehilfe (hab ich alles gemacht)  aber den Wohnort wechseln ist kein Thema ( mit meinen Haus und Garten) und Familie, nein die habe ich nicht mehr.

    Ich meine hast du Psychotherapie nachdem dein Partner verstorben ist, gemacht? Wenn dein Haus dich so traurig macht, lässt du dich in dem tagtäglich leiden.

    auch das habe ich gemacht und mache ich immer noch, und das hilft mir teilweise. Es geht schon teilweise, nur die Wochenenden sind am schlimmsten, wo wir immer unterwegs waren, teils mit Auto, teils mit Motorrad. Und das Schlafzimmer, habe ich völlig neu eingerichtet und umgestellt, damit ich es wieder verwenden kann.... 

  • 17.02.24, 20:54 - Zuletzt bearbeitet 17.02.24, 20:59.

     

    Margit:

     

    Elena79:

     

    Hast du schon dich an Spezialisten gewendet, um das Ganze zu verarbeiten? Hast du dich überlegt deinen Wohnort zu wechseln? Gibt es Verwandte?

    Natürlich, da gab es diese Sterbehilfe (hab ich alles gemacht)  aber den Wohnort wechseln ist kein Thema ( mit meinen Haus und Garten) und Familie, nein die habe ich nicht mehr.

    Ich meine hast du Psychotherapie nachdem dein Partner verstorben ist, gemacht? Wenn dein Haus dich so traurig macht, lässt du dich in dem tagtäglich leiden.

    Vielleicht gibt es Gruppen in der Nähe, welche dasselbe durchgemacht haben? Es kann enorm helfen über die Erfahrung auszutauschen.

  • 17.02.24, 20:49

     

    Elena79:

     

    Margit:

    Was kann man tun, um jeden Tag irgendwie zu überstehen? Und mit der grossen " Leere "die mein langjähriger Lebenspartner, hinterlassen hat---Leben zu lernen. Man kann sich ablenken, indem man sich mit Freunden trifft, rausfahren, egal wohin-- nur nicht Nachhause. Aber irgendwann, muß man doch wieder Nachhause, das eigentlich gar nicht mehr als "Zuhause" empfunden wird.

    Ich habe so eine grosse Trauer in mir, ist teilweise fast nicht auszuhalten, aber es muss ja----

    Hast du schon dich an Spezialisten gewendet, um das Ganze zu verarbeiten? Hast du dich überlegt deinen Wohnort zu wechseln? Gibt es Verwandte?

    Natürlich, da gab es diese Sterbehilfe (hab ich alles gemacht)  aber den Wohnort wechseln ist kein Thema ( mit meinen Haus und Garten) und Familie, nein die habe ich nicht mehr.

  • 17.02.24, 20:44

     

    Margit:

     

    Biene:

    Ich verstehe dich sehr gut.  

    Es gibt halt kein Patentrezept. 

    Jeder trauert anders. Ablenkung ist sicher gut, aber aktiv trauern ist mindestens genauso wichtig.

    Ich danke dir, aber es ist einfach nicht zu verstehen, das ein 66jähriger Mann (viel jünger als ich)binnen 3 Monaten, trotz Chemo und Bestrahlungen, der Krebs  einfach nicht heilbar war.

    Das Leben ist unergründlich.

    Ich verstehe sehr gut, dass du es nicht wahrhaben kannst.

  • 17.02.24, 20:43

     

    Biene:

    Ich verstehe dich sehr gut.  

    Es gibt halt kein Patentrezept. 

    Jeder trauert anders. Ablenkung ist sicher gut, aber aktiv trauern ist mindestens genauso wichtig.

    Ich danke dir, aber es ist einfach nicht zu verstehen, das ein 66jähriger Mann (viel jünger als ich)binnen 3 Monaten, trotz Chemo und Bestrahlungen, der Krebs  einfach nicht heilbar war.

  • 17.02.24, 20:41

     

    Margit:

    Was kann man tun, um jeden Tag irgendwie zu überstehen? Und mit der grossen " Leere "die mein langjähriger Lebenspartner, hinterlassen hat---Leben zu lernen. Man kann sich ablenken, indem man sich mit Freunden trifft, rausfahren, egal wohin-- nur nicht Nachhause. Aber irgendwann, muß man doch wieder Nachhause, das eigentlich gar nicht mehr als "Zuhause" empfunden wird.

    Ich habe so eine grosse Trauer in mir, ist teilweise fast nicht auszuhalten, aber es muss ja----

    Hast du schon dich an Spezialisten gewendet, um das Ganze zu verarbeiten? Hast du dich überlegt deinen Wohnort zu wechseln? Gibt es Verwandte?

  • 17.02.24, 20:37

    Ich verstehe dich sehr gut.  

    Es gibt halt kein Patentrezept. 

    Jeder trauert anders. Ablenkung ist sicher gut, aber aktiv trauern ist mindestens genauso wichtig.

  • 17.02.24, 20:34

    Was kann man tun, um jeden Tag irgendwie zu überstehen? Und mit der grossen " Leere "die mein langjähriger Lebenspartner, hinterlassen hat---Leben zu lernen. Man kann sich ablenken, indem man sich mit Freunden trifft, rausfahren, egal wohin-- nur nicht Nachhause. Aber irgendwann, muß man doch wieder Nachhause, das eigentlich gar nicht mehr als "Zuhause" empfunden wird.

    Ich habe so eine grosse Trauer in mir, ist teilweise fast nicht auszuhalten, aber es muss ja----

  • 17.02.24, 10:14

    Dieser Spruch" (unten angeführt) macht deutlich, den Unterschied zwischen "Einsam" und "Allein"

  • 17.02.24, 09:40
    Unbenannt.jpg

    Margit:

    Ich finde, das ist der Kreislauf des Lebens, erst sind die Eltern da für uns, und dann sind wir Kinder da für unsere Eltern, so sollte es sein- aber leider ist es nicht immer so.

     

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