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  • Von innen nach außen – Wie werden wir hier wahrgenommen?

    Diskussion · 5 Beiträge · 4 Gefällt mir · 268 Aufrufe

    Das Profilbild ist meist das Erste, was wir von einem Menschen sehen. Innerhalb weniger Sekunden entsteht ein Eindruck. Oft sogar eine Erwartung. Manchmal auch eine Schublade.

    Doch was sagt ein Profil wirklich über uns aus? Welche Informationen geben wir bewusst preis – und welche wirken stärker, als wir vielleicht denken?

     

    Als Fotograf und Content Creator beschäftigt mich diese Frage schon lange – im Freundeskreis genauso wie bei Begegnungen in Gruppen. Gerade vor gemeinsamen Aktivitäten schauen viele zuerst ins Profil der Teilnehmenden: Wen treffe ich dort eigentlich? Was lösen Profilbild, Interessen oder kurze Beschreibungen in mir aus? Welche Vorstellungen entstehen dabei vielleicht ganz automatisch?

     

    Mich interessiert eure Sicht:

     

    • Was habt ihr euch bei eurem Profilbild gedacht?

    • Was möchtet ihr damit zeigen – oder vielleicht auch bewusst nicht zeigen?

    • Welche Wirkung haben Profilbilder und Profildaten anderer Menschen auf euch?

    • Wie schnell entstehen dabei innere Bilder oder Einordnungen?

     

    Ihr müsst keine langen Texte schreiben. Oft reichen schon wenige Worte, um andere zum Nachdenken zu bringen. 🙂

     

    Thomas Kissing 

     

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    Gestern, 00:03

Beiträge

  • Gestern, 11:55

    Bei Meet5 zahle ich nicht und muss deshalb mit den angemeldeten TN leben. Insofern schaue ich noch nicht einmal mehr Bilder an, geschweige denn Profiltexte. Ich merke mir noch nichtmal Namen, denn wer am Ende wirklich kommt, ist völlig offen. Ich gehe zum Treffpunkt und treffe dort völlig unvorbereitet auf die Menschen, die wirklich dabei sind. Wir stellen uns gegenseitig vor und dann geht es los.

    Oft wurde vorher schon im Aktivitätschat geschrieben und manchmal sind die Menschen real völlig anders, als sie vorher dort aufgetreten sind. Mich regen eher die auf, die im Chat still bleiben, obwohl eine Frage gestellt wurde. Wer sich nicht positioniert, der darf halt hinterher nicht maulen.

    Hier kann ich zuerst eine Teilnahmeanfrage zulasssen und da schaue ich schon kurz ins Profil und blocke aber nur sehr selten ab, wenn ich meine, dass da irgendwas nicht stimmt. 

    Allgemein schaue ich eher kurz aufs Alter, weil ich Alter, Reife und Aussagen in einen stimmigen Zusammenhang sehen möchte. Mein Bilder zeigen alle, womit ich mich beschäftige (Meditation, Stricken, Billard, unterwegs) und in welch einem Umfeld (am Wasser, Meer, Weite, wenig Menschen) ich mich wohlfühle. Wer's erkennt sieht, dass ich dafür nicht unbedingt weit weg muss.

  • Gestern, 10:56

    Was habt ihr euch bei eurem Profilbild gedacht?

    Was möchtet ihr damit zeigen – oder vielleicht auch bewusst nicht zeigen?

    ... das ich authentisch rüberkomme, so wie ich bin und Bilder aus meinem Leben zeigen. 

     

    Es geht hier nicht darum anderen etwas zeigen zu müssen, was nicht da ist, sondern so zu zeigen, wie ich bin. 

    Was hilft mir perfekt ausgeleuchtetes Porträit von einem Fotografen, möglichst noch retuschiert und gestylt, wenn dieser Mensch 99% nicht so rumläuft? 

    Am Ende macht doch nicht die Schale den Wert eines Menschen aus, sondern der Kern, den man nicht sieht. Die Schale ist für die Augen, der Kern fürs Herz. 

    Bestes Beispiel sind doch Titelbilder in Hochglanz-Magazinen, wo durch digitale Technik Menschen schlanker gemacht werden, Akne oder Zellulite wegretuschiert wird... und eine ganze Generation von jungen Frauen diese verkaufte Welt "als Realität" wahrnimmt. 
     

    Welche Wirkung haben Profilbilder und Profildaten anderer Menschen auf euch?

    Wie schnell entstehen dabei innere Bilder oder Einordnungen?

    Den besten Eindruck macht man sich live und in Farbe. 

    Für mich sind Profilbilder vor allem ein "Anker", um den Namen in Kombination mit dem Bild und dem späteren kennengelernten Menschen zu verknüpfen. 
    Nichts ist schlimmer als Bildlose Profile und möglichst noch gleiche Vornamen... 

  • Gestern, 09:02

    Je älter um so schwieriger. 

     

    Vor allem wenn das Dating dazu kommt. Plus Faktor unfotogen- 

    Plus Haare zurzeit grosse Katastrophe- 

    (Schlechter Coiffeur erwischt, ich lasse Naturfarbe rauswachsen und sie länger wachsen- ich hab wirklich keine Frisur zurzeit, eher Strohkopp, und bereits zwei neue Coiffeure meinten: Gibt nix zu retten bezüglich Farbe ausser Haare kurz. ) 

     

    all diese Umstände ergaben

    zig Anläufe für ein ansprechendes Foto-

     

    dann aufgegeben und resigniert ein ungefiltertes Alltagsfoto rein. Haare zusammengebunden 😉.

     

    Mir ist wichtig, dass ich erkannt werde, wenn ich suchend umherlaufe und die Spontigruppe suche ;-). Das ist jetzt das einzige Ziel. Bisher hat's geklappt.

     

    Und ich gebe nichts auf Foto und Ersteindruck. Ich bin nur froh, wenn es einigermassen aktuell ist, damit ich Person gut erkenne 😀. 

    Für den Rest denke ich da wie Nane in ihrem letzten Teil vom Beitrag.

     

  • Gestern, 05:53

    Das passt auch ganz gut zu meinem Profilbild, denn es zeigt tatsächlich nur einen Ausschnitt von mir.  Für mich steht das ein bisschen sinnbildlich dafür, dass man online immer nur einen Teil sieht, nie das Ganze.

     

    Mir war wichtig, dabei authentisch zu wirken: offen, ruhig und nahbar. Nicht perfekt, aber echt. 


    Gleichzeitig merke ich bei mir selbst, wie schnell man andere einordnet – oft in wenigen Sekunden. Und doch weiß ich, wie oft dieser erste Eindruck täuscht.


    Für mich ist ein Profil daher eher eine Einladung als ein Urteil.

    Spannend wird es immer erst dann, wenn man den Menschen dahinter wirklich kennenlernt.

  • Kein Profil ist zufällig. Jedes Bild, jede Info, jede Entscheidung ist eine bewusste Auswahl – und genau daraus entsteht Wirkung.

     

    Und jetzt die unbequeme Frage: Wie schnell passiert es, dass wir Menschen danach sofort einordnen?

    Ohne ein Wort gewechselt zu haben, entstehen im Kopf bereits Geschichten: sympathisch oder unsympathisch, vertrauenswürdig oder distanziert, interessant oder uninteressant. Oft basierend auf Sekunden und wenigen Bildern.

     

    Die spannende Frage ist nicht nur, wie wir uns darstellen – sondern wie schnell wir andere in Schubladen stecken, ohne es zu merken.

    Wie bewusst ist euch dieser Moment, in dem aus einem Profil bereits ein „Bild einer Person“ wird?

     

    Und seid ihr euch sicher, dass ihr selbst davon ausgenommen seid?

     

    Thomas Kissing 

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