Warum sind so viele Menschen Single? Beziehungsmüde, Beziehungsunfähig, Single eine besondere bewusste Lebensweise!? Was bedarf es an Beziehung? Katalog denken!?
Beiträge
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Karin:
Streit oder klarer Meinungsaustausch braucht es, nur Harmonie ist nicht natürlich. Wenn beide sich selber sein können und trotzdem den Anderen Willkommen heissen…. Was beim Streit dazu gehört ist dieBereitschaft die Gefühle und der Standpunkt des anderen verstehen zu wollen, sich lieb haben auch nach oder trotz Streit und auch ganz klar seinen eigenen Standpunkt vertreten.
Dann findet man ein Weg, der für beide passt und beide fühlen sich angenommen.
Thomas:
Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?
Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?
Ehrlich gesagt waren meine Beziehungen immer sehr harmonisch.
Gefehlt hat dann leider die offene Kommunikation, damit Probleme gelöst werden können und nicht zu einer Trennung führen.
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Streit oder klarer Meinungsaustausch braucht es, nur Harmonie ist nicht natürlich. Wenn beide sich selber sein können und trotzdem den Anderen Willkommen heissen…. Was beim Streit dazu gehört ist dieBereitschaft die Gefühle und der Standpunkt des anderen verstehen zu wollen, sich lieb haben auch nach oder trotz Streit und auch ganz klar seinen eigenen Standpunkt vertreten.
Dann findet man ein Weg, der für beide passt und beide fühlen sich angenommen.
Thomas:
Karin:
Was würde helfen?
Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend und offen zu sein.wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂↔️
Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?
Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?
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Karin:
Was würde helfen?
Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend und offen zu sein.wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂↔️
Thomas:
Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)
Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?
Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?
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Was würde helfen?
Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend und offen zu sein.wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂↔️
Thomas:
Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)
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Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)
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Colin:
Britta:
Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben.
Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁
Ja, manchmal haben auch wir Männer Kopfschmerzen. 😈😇Das habe ich gemerkt. 😅
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Michael:
Nach 20 Jahren Ehe mit 2 Kindern und 6 Jahren Ehe mit einem weiteren Kind im selben Haushalt sowie 4 heißen Kurzbeziehungen in getrennten Haushalten, geht mir auch schön langsam die Luft aus 😅
… das Geld wahrscheinlich auch, oder? 😀
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Britta:
Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben.
Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁
Ja, manchmal haben auch wir Männer Kopfschmerzen. 😈😇 -
Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben.
Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁
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Tina:
Thomas:
Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
Mein Fahrradunfall war egal...Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?
Absolut, das habe ich auch schon bei anderen Russinen mitbekommen und erzählt bekommen. Ist natürlich nicht pauschal zu sagen...
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Thomas:
Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
Mein Fahrradunfall war egal...Tommy:
Hallo Thomas,
der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen?Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.
Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.
Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.
Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?
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Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
Mein Fahrradunfall war egal...Tommy:
Thomas:
Hallo Thomas,
der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen?Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.
Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.
Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.
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Tommy:
Tina:
Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.
Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.
Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.
Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.
Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.
Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.
D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.
Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.
Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.
Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.
Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.
Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.
In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.
Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.
Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende.Ich bin sehr für "Perspektiven eröffnen und nebeneinander stehen lassen" und möchte auf deine Ausführungen eingehen, wenn ich mehr Zeit hab.
Bis dahin ebenso vielen Dank und ein schönes Wochenende!
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Thomas:
manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel.
Hallo Thomas,
der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen?Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.
Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.
Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.
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Tina:
Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.
Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.
Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.
Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.
Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.
Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.
D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.
Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.
Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.
Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.
Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.
Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.
In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.
Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.
Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende. -
Nanda:
Im Kern beschreibst Du hier vieles von dem, was Du gestern schon ausgeführt hast.
Fokus auf Individualität, Geschehenlassen und Skepsis gegenüber Verallgemeinerungen.
Das ist eine legitime Perspektive.Mich interessiert dabei vor allem, wie Du mit anderen Deutungen umgehst, die daneben stehen dürfen, ohne sie aufzulösen oder zu relativieren.
Genau da setzte für mich gestern die Diskussion an. Mir ging es dabei ums Erweitern.
Jetzt lese ich im Wesentlichen dieselben Gedanken noch einmal, nur anders formuliert. 🙂Auf einige der angesprochenen Perspektiven sind wir dabei nicht weiter eingegangen, sondern eher wieder beim allgemeinen „früher war alles anders“ gelandet.
Das greift für mich zu kurz.Du sprichst heute an, dass es Menschen gibt, die einen auslaugen, selbst wenn man sich gesund abgrenzt.
Das passt doch wunderbar ins Thema.
Laugen uns Menschen objektiv aus oder geraten wir immer wieder in Konstellationen, in denen wir uns auslaugen lassen?
Warum lassen wir bestimmte Menschen so nah an uns heran?
Würde dasselbe Verhalten bei jemand anderem ebenfalls als auslaugend erlebt werden?Das soll keine Schuldzuweisung sein, sondern eine Frage nach dem eigenen Anteil.
Beziehungsmüdigkeit entsteht doch oft genau dort, wo man lange hingenommen hat, statt bewusst zu gestalten und Eigenverantwortung zu übernehmen. Normal, dass das erschöpfend ist.Was Bücher zu Geschlechterunterschieden angeht, so können sie anregen, basieren aber eher auf vereinfachten Deutungen als auf belastbarer Forschung.
Ich spreche lieber weniger darüber, wie Männer oder Frauen sind, und mehr darüber, wie Beziehung konkret entsteht, getragen wird oder ermüdet, unabhängig von Zeitgeist oder Etiketten.Für mich liegt der Kern der Beziehungsmüdigkeit genau in dieser Spannung zwischen Geschehenlassen und eigener Gestaltung, zwischen äußeren Bedingungen und dem, was wir selbst einbringen und auch wie wir uns selber wahrnehmen.
Denn ganz ohne eigenes Einbringen finden weder Beziehung noch ihre Anbahnung statt. -
Thomas:
Tina:
Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:
"Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.
Wie erlebst Du das?
Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden.
Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen.
Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc.
Klingt alles ganz gut, aber manchmal ist der Ansatz auch gefährlich und führt zu einem unnötigen Ende, nämlich dann, wenn einem nicht mehr die Gründe interessieren. Es gibt sehr viele Gründe, die heutzutage einfach passieren, ohne eigenes verschulden und manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. Da darf man sich gerne auch mal selbst fragen, ob man bei seinen eigenen Fehlern auch so rigoros mit sich umgehen würde.
Für mich ist ein wesentlicher Schlüssel in einer Beziehung die Kommunikation und auch die Konfliktfähigkeit.
Hallo Thomas,
ja, es gibt immer Gründe für ein Verhalten. Ich finde auch, dass man sich Zeit nehmen sollte, sich diese anzuschauen und ins Gespräch zu gehen.
Gleichzeitig kann ich - bewusst - entscheiden, wie intensiv ich mich mit den Gründen des anderen beschäftigen möchte. Dabei weiß ich um meine eigenen Macken und es ist die Entscheidung des Gegenübers, sich damit zu beschäftigen oder nicht.
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Tommy:
#Tina:
Danke Dir.
Gerade das, was Du zur Bewusstheit und zur Kommunikation schreibst, führt für mich direkt zurück zur Beziehungsmüdigkeit.Denn wenn wir genauer hinschauen, entsteht Müdigkeit ja oft nicht nur aus dem Verhalten der anderen oder aus gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch daraus, dass wir unsere eigenen Muster lange nicht gesehen oder nicht verändert haben.
Irgendwann ist man dann erschöpft und erklärt das (unfairerweise?) leicht mit Zeitgeist, Datingkultur oder eben dem Gegenüber.
Wie sehr hängt Beziehungsmüdigkeit damit zusammen, dass wir uns selbst (und unsere Art zu kommunizieren) erst spät oder ungern anschauen?
Tina:
Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:
"Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.
Wie erlebst Du das?
Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden.
Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen.
Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc.
Genau, wir haben uns unsere Muster etc. nicht angesehen, weil wir erst entsprechende Erfahrungen machen müssen, um Muster, uns und unseren Anteil an dem, was wir erleben, zu erkennen.
Vielleicht ist es bei anderen anders, aber ich hatte mit 20 einfach nicht die Erkenntnis, warum ich was wie wahrgenommen habe.
"Spät" ist in diesem Zusammenhang m. E. relativ. Eine andere Sache ist das "ungern". Wenn die Schutzmechanismen zu stark sind, als dass wir uns mit unseren Muster beschäftigen können, dann ist man gerade nicht bereit, und weiß vielleicht auch nicht, wie man vorgehen sollte, z. B. wo man Hilfe bekommt.
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Tina:
Ich gebe mal meine Sicht zum Besten bezogen auf diese Fragen:
"Je mehr Erfahrungen man gesammelt hat, desto klarer weiß man auch, was man nicht mehr will. Vielleicht wird es genau da schwieriger, Spannungen auszuhalten.
Wie erlebst Du das?
Ändert sich diese Fähigkeit, Unterschiede zu tragen, mit den Jahren? Und was hilft, dass es trotzdem tragfähig bleibt?"Ich denke nicht, dass mit den Jahren die Fähigkeit nachlässt, Spannungen auszuhalten. Der Unterschied zw. einer/m 20 und einer/m 40jährigen ist die Erfahrung. Natürlich ist sie keine Versicherung gegen Fehler. Aber im Optimalfall lässt Erfahrung uns bewusster in der Wahrnehmung und im Entscheiden werden.
Ein Beispiel: Mir ist Zuverlässigkeit wichtig. Wenn ich in der Kennenlernphase merke, dass der Mann diesbezüglich andere Vorstellungen hat, dann verabschiede ich mich. Früher hätte ich abgewartet, nach Erklärungen gesucht etc. Heute möchte ich mich mit diesem Thema nicht mehr auseinandersetzen.
Anders ist es wohl, wenn Gefühle entstehen und dann etwas an dem anderen auffällt, was nicht passt. Aber auch hier hilft die Bewusstheit. Wenn wir ins Gespräch gehen, kann das zu einer besseren Lösung führen (mit der beide zufrieden sind), weil wir uns selbst besser kennen, also auch unsere Kommunikationsmuster, "Schwachstellen", Werte etc.
Klingt alles ganz gut, aber manchmal ist der Ansatz auch gefährlich und führt zu einem unnötigen Ende, nämlich dann, wenn einem nicht mehr die Gründe interessieren. Es gibt sehr viele Gründe, die heutzutage einfach passieren, ohne eigenes verschulden und manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. Da darf man sich gerne auch mal selbst fragen, ob man bei seinen eigenen Fehlern auch so rigoros mit sich umgehen würde.
Für mich ist ein wesentlicher Schlüssel in einer Beziehung die Kommunikation und auch die Konfliktfähigkeit.