Warum sind so viele Menschen Single? Beziehungsmüde, Beziehungsunfähig, Single eine besondere bewusste Lebensweise!? Was bedarf es an Beziehung? Katalog denken!?
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Ich glaube, man sollte und kann Partnerschaften/ Ehen und Beziehungen nicht mit früher vergleichen. Schlussendlich bestimmen auch Lebensumstände und Gesellschaft ein Stück weit mit. Und das, was wir heute haben, gab es in der Form in der Geschichte noch nie. Es gab sehr hohe Zivilisationen, aber anders.
Ich kann mir vorstellen, dass man vielleicht selber die Ansprüche an sich selber generell höher setzt. Wo darf man noch Fehler machen in der Arbeitswelt? Wo findet man noch Gehör für innovative Ideen? Wo darf man seine Gefühle zeigen ohne gleich einen Stempel aufgesetzt zu bekommen? Es klappt ja nicht mal mehr in einem öffentlichen Diskussions-Forum wie diesem.
Ich hoffe, wir Menschen lernen wieder mehr, die Fünf gerade sein zu lassen...
Ich glaube, dass all diese Prägungen und stille Einflüsse unbewusst geschehen. Es hat weniger damit zu tun dass man mehr Mittel hat oder unnatürlich auffallen will. Oder... hmmm... ich sage beides.
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Tommy:
Liebe Nanda,
ich verstehe, was Du meinst mit Geschehenlassen als Gegenpol zu all dem Machbaren.
Trotzdem frage ich, ob „sich zeigen, gefallen wollen, Möglichkeiten nutzen“ wirklich unnatürlich ist oder ob sich nur die Mittel verändert haben?War Partnerschaft früher tatsächlich Abwarten oder eher immer schon ein aktives Sich-Bewegen, Begegnen und Gestalten, eben nur in kleineren Räumen und mit anderen Werkzeugen?
Nanda:
Nun Tommy, dass man das Leben einfach auf sich zukommen lässt.
bestellen .... Das Internet liefert einem Informationen über ALLES- darum kannst Du auch da bestimmen und auswählen- einfach für alles!! Nur ein Klick...
Dann gibt es noch den Hype um das angebliche "manifestieren".
Zeit ist Mangelware geworden, denn jeder will sich möglichst viele Wünsche, Bedürfnisse und Träume erfüllen.
Tommy:
..... Abwarten oder eher immer schon ein aktives Sich-Bewegen, Begegnen und Gestalten, eben nur in kleineren Räumen und mit anderen Werkzeugen?
Nanda:
ALLES- darum kannst Du auch da bestimmen und auswählen- einfach für alles!! Nur ein Klick...
aktives Tun/abwarten.
Vieles liegt nicht im eigenen Bereich, also auch Glückssache.
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Liebe Nanda,
ich verstehe, was Du meinst mit Geschehenlassen als Gegenpol zu all dem Machbaren.
Trotzdem frage ich, ob „sich zeigen, gefallen wollen, Möglichkeiten nutzen“ wirklich unnatürlich ist oder ob sich nur die Mittel verändert haben?War Partnerschaft früher tatsächlich Abwarten oder eher immer schon ein aktives Sich-Bewegen, Begegnen und Gestalten, eben nur in kleineren Räumen und mit anderen Werkzeugen?
Nanda:
Nun Tommy, dass man das Leben einfach auf sich zukommen lässt.
Heute gibt es Möglichkeiten, die gab es vor 50 Jahren noch nicht.
Heute kann man alles sozusagen "bestellen". Mit Schönheitsoperationen formt man sein eigenes Idealbild, es beginnt schon beim Haare färben. Mit passenden Zusatzprodukten und Fitnesstudio gibt es immer mehr Muskelmänner. Möbel sind erschwinglich geworden, so gestaltet jeder individuell seinen Wohnraum. Das gilt auch für Kleider. Das Internet liefert einem Informationen über ALLES- darum kannst Du auch da bestimmen und auswählen- einfach für alles!! Nur ein Klick...
In Partnersuche-Börsen bestimmt KI ob wer matcht.
Dann gibt es noch den Hype um das angebliche "manifestieren". Dieses Thema ist eh für mich ein rotes Tuch.
Zeit ist Mangelware geworden, denn jeder will sich möglichst viele Wünsche, Bedürfnisse und Träume erfüllen. Heute geht das auch für viele Menschen, einige können es sich leisten oder nur einen Teil davon. Aber immerhin-!
Wann warst Du das letzte Mal ohne Natel unterwegs und hast spontan entschieden, wohin Du gehst oder was Du tust? Einfach spontan erkunden auf eigene Faust, ohne Zeitdruck? Und wartest mal ab, was Du dabei erlebst?
In diese Richtung meine ich es.
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Nun Tommy, dass man das Leben einfach auf sich zukommen lässt.
Heute gibt es Möglichkeiten, die gab es vor 50 Jahren noch nicht.
Heute kann man alles sozusagen "bestellen". Mit Schönheitsoperationen formt man sein eigenes Idealbild, es beginnt schon beim Haare färben. Mit passenden Zusatzprodukten und Fitnesstudio gibt es immer mehr Muskelmänner. Möbel sind erschwinglich geworden, so gestaltet jeder individuell seinen Wohnraum. Das gilt auch für Kleider. Das Internet liefert einem Informationen über ALLES- darum kannst Du auch da bestimmen und auswählen- einfach für alles!! Nur ein Klick...
In Partnersuche-Börsen bestimmt KI ob wer matcht.
Dann gibt es noch den Hype um das angebliche "manifestieren". Dieses Thema ist eh für mich ein rotes Tuch.
Zeit ist Mangelware geworden, denn jeder will sich möglichst viele Wünsche, Bedürfnisse und Träume erfüllen. Heute geht das auch für viele Menschen, einige können es sich leisten oder nur einen Teil davon. Aber immerhin-!
Wann warst Du das letzte Mal ohne Natel unterwegs und hast spontan entschieden, wohin Du gehst oder was Du tust? Einfach spontan erkunden auf eigene Faust, ohne Zeitdruck? Und wartest mal ab, was Du dabei erlebst?
In diese Richtung meine ich es.
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Nanda:
Also etwas geht mir bei solchen Fragen immer gern etwas vergessen:
Manchmal hätte man es doch noch so gern anders, aber irgendwie kommt' s einfach nicht dazu ... ???
Man kann nicht alles auf Biegen und Brechen selber bestimmen.
Ich bin schon viel zu lange Singel- und alle oben in der Ausgangsfrage erwähnten Attributte treffen nicht zu. Ich bin Singel, weil es einfach noch nicht gefunkt hat....;-)). Und ich habe auch schon einiges unternommen, um diesen Status mal zu ändern. Aber wenn es nicht klappt, so ist man eben...
Singel. Bisschen das Leben den natürlichen Lauf lassen... irgendwie scheint das heute nicht mehr populär zu sein.
Man kann im Leben nichts erzwingen und es kommt eben wie es kommt und das Schicksal entscheidet ! Und wie du hier richtig schreibst , dem natürlichen Leben seinen Lauf lassen … -
Thomas:
Wenn man einmal einen bezaubernden Menschen kennengelernt hat; weiß, dass es sie gibt und wie sie sind; weiß, was ein ewiger Moment ist. Dann ist man nicht bereit, sich so ohne weiteres auf jemand anderes einzulassen, lebt lieber mit angezogener Handbremse als den falschen Personen zuviel von sich zu geben - eben als Single. Selbst "Schönheit", sexy, hübsch & Co. ist dann relativ. Die "falschen" können eine Menge zerstören, selbst unbeabsichtigt. Wo das hinführt? Keine Ahnung.
Sowohl mit guten als auch schlechten Erfahrungen in Bezug auf Partnerschaft und Liebe kann man sich selbst "manipulieren" - quasi eine Ausrede dafür finden, lieber alleine wollen zu sein. Die Enscheidung ist selbstverständlich jedem selbst überlassen.
Ich als kleiner Romantiker und Optimist glaube trotzdem, dass man nie den Mut verlieren sollte. Es gibt schöne Phasen des Erholens und "wieder zu sich selbst finden" - das ist wichtig, richtig und auch heilend - irgendwann lohnt es sich trotzdem, allen Ballast abzuwerfen und nach vorne zu schauen. Dieses Gefühl sein Glück mit dem für sich passenden Menschen teilen zu dürfen - auf allen Ebenen - ist etwas, das sein persönliches Glücksempfinden um ein Vielfaches aufwertet. Nur meine Meinung, da meine Erfahrung.
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Magst Du kurz sagen, was Du mit „dem natürlichen Lauf lassen“ konkret meinst?
Mir ist nicht ganz klar, worauf Du Dich damit genau beziehst.Nanda:
Also etwas geht mir bei solchen Fragen immer gern etwas vergessen:
Manchmal hätte man es doch noch so gern anders, aber irgendwie kommt' s einfach nicht dazu ... ???
Man kann nicht alles auf Biegen und Brechen selber bestimmen.
Ich bin schon viel zu lange Singel- und alle oben in der Ausgangsfrage erwähnten Attributte treffen nicht zu. Ich bin Singel, weil es einfach noch nicht gefunkt hat....;-)). Und ich habe auch schon einiges unternommen, um diesen Status mal zu ändern. Aber wenn es nicht klappt, so ist man eben...
Singel. Bisschen das Leben den natürlichen Lauf lassen... irgendwie scheint das heute nicht mehr populär zu sein.
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Also etwas geht mir bei solchen Fragen immer gern etwas vergessen:
Manchmal hätte man es doch noch so gern anders, aber irgendwie kommt' s einfach nicht dazu ... ???
Man kann nicht alles auf Biegen und Brechen selber bestimmen.
Ich bin schon viel zu lange Singel- und alle oben in der Ausgangsfrage erwähnten Attributte treffen nicht zu. Ich bin Singel, weil es einfach noch nicht gefunkt hat....;-)). Und ich habe auch schon einiges unternommen, um diesen Status mal zu ändern. Aber wenn es nicht klappt, so ist man eben...
Singel. Bisschen das Leben den natürlichen Lauf lassen... irgendwie scheint das heute nicht mehr populär zu sein.
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Hallo zusammen.Ja ich denke dadurch das Mann Frau jetzt wissen was man nicht will.Macht das ganze kompliziert.
Ich suche eine Partnerin und keine Beziehung (eine Beziehung Zieht).
Am schönsten ist es wenn die Gefühle einfach sprechen.
Ich wünsche euch das ihr euer Glück findet☺️
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Thomas:
Wenn man einmal einen bezaubernden Menschen kennengelernt hat; weiß, dass es sie gibt und wie sie sind; weiß, was ein ewiger Moment ist. Dann ist man nicht bereit, sich so ohne weiteres auf jemand anderes einzulassen, lebt lieber mit angezogener Handbremse als den falschen Personen zuviel von sich zu geben - eben als Single. Selbst "Schönheit", sexy, hübsch & Co. ist dann relativ. Wo das hinführt? Keine Ahnung.
Das Glück hatte ich schon mehrfach. Es bleibt in dir, wenn auch manchmal sogar für dich selbst unfühlbar. Und es führt dahin, dass du selbst anfängst zu zaubern.
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29.01.26, 11:36 - Zuletzt bearbeitet 29.01.26, 11:53.✗ Dieser Inhalt wurde von Thomas wieder gelöscht.
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Mandi:
Colin:
Letztendlich kannst nur du selbst dich glücklich machen, aber wahres Glück entsteht erst, wenn man es teilt.
Glück kann ich mit vielen Menschen teilen, mache ich ständig.
Natürlich sind Freunde auch sehr wichtig, aber meiner Meinung nach geht nichts über eine Freundschaft mit jemandem, mit dem man eine liebevolle, humorvolle, intime Beziehung führt. Es ist eine Verbindung auf einer ganz anderen Ebene.
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Tommy:
Ist das Alleinsein eine bewusste, stimmige Wahl oder fühlt es sich vor allem deshalb besser an, weil die bisherigen Beziehungen im Konflikt nicht getragen haben?
Für mich hängt das zusammen: Weil die bisherigen Beziehungen im Konflikt nicht getragen haben, ist das Singleleben eine stimmige Wahl.
Aber: Dazu kommt, dass ich immer schon alleine zufrieden gewesen bin, nie auf biegen und brechen eine Beziehung wollte. Natürlich war ich neugierig, wie das denn ist - ich war sogar zwei mal (!!) glücklich verliebt, und jetzt weiß ich es: Danke, nicht mehr.
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Mandi:
Die Frage ist irgendwie in sich unschlüssig? Sie klingt irgendwie danach, dass man nur bei sich selber genau genug hinschauen müsste, um eine Beziehung zu wollen. Aber warum muss man unbedingt eine Beziehung wollen?
Egal.
Ich respektiere und verstehe deine Entscheidung, keine Beziehung einzugehen.
Für mich, wie in meinem Profil angegeben :
Letztendlich kannst nur du selbst dich glücklich machen, aber wahres Glück entsteht erst, wenn man es teilt.
Amel Bent - Ton nom (Clip officiel)
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Ich wollte damit nicht sagen, dass man eine Beziehung wollen muss.
Mich interessiert, woher diese Entscheidung kommt.Ist das Alleinsein eine bewusste, stimmige Wahl oder fühlt es sich vor allem deshalb besser an, weil die bisherigen Beziehungen im Konflikt nicht getragen haben?
Und ja, wir sind uns einig. Entscheidend sind nicht die Glücksmomente, sondern wie es läuft, wenn es schwierig wird.
Mandi:
Tommy:
Sind wir also wirklich beziehungsmüde oder sind wir nur müde davon, bei uns selbst hinzuschauen?
Die Frage ist irgendwie in sich unschlüssig? Sie klingt irgendwie danach, dass man nur bei sich selber genau genug hinschauen müsste, um eine Beziehung zu wollen. Aber warum muss man unbedingt eine Beziehung wollen?
Egal.
Ich habe bei mir selber hingeschaut und mir geht es alleine besser, als es mir zu zweit im Großen und Ganzen jemals gegangen ist.
Wenn ich jetzt in dem Moment hinschaue: Ja, es ist so.
Und du has Recht, die Glücksmomente zählen nicht, die Konfliktmomente zählen.
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Tommy:
Sind wir also wirklich beziehungsmüde oder sind wir nur müde davon, bei uns selbst hinzuschauen?
Die Frage ist irgendwie in sich unschlüssig? Sie klingt irgendwie danach, dass man nur bei sich selber genau genug hinschauen müsste, um eine Beziehung zu wollen. Aber warum muss man unbedingt eine Beziehung wollen?
Egal.
Ich habe bei mir selber hingeschaut und mir geht es alleine besser, als es mir zu zweit im Großen und Ganzen jemals gegangen ist.
Wenn ich jetzt in dem Moment hinschaue: Ja, es ist so.
Und du has Recht, die Glücksmomente zählen nicht, die Konfliktmomente zählen.
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Beziehungsmüde oder vermeiden hier viele gerade unbequeme Fragen an sich selbst?
Ich habe mir die vielen Beiträge hier in Ruhe durchgelesen.
Da steckt viel Erfahrung drin, aber auch viel Erschöpfung und das meine ich ganz ohne Abwertung.
Gleichzeitig ist mir beim Lesen etwas aufgefallen, das ich gern als Frage in den Raum stellen würde, nicht als Urteil.
Mir scheint, dass sehr vieles von dem, was hier als Grund für Beziehungsmüdigkeit genannt wird, außerhalb der eigenen Person verortet wird.
Gesellschaft, Datingkultur, Apps, Oberflächlichkeit, fehlende Kommunikationsbereitschaft der anderen, falsche Erwartungen der anderen, eben die anderen. ;-)Alles nicht falsch.
Aber ich frage mich, ob wir uns damit nicht ein Stück weit selbst aus der Verantwortung nehmen.
Gerade bei den gesellschaftlichen Punkten denke ich,
wenn das Umfeld und die Bedingungen schwierig sind, müsste die Konsequenz dann nicht eigentlich stärkeres Filtern sein statt Resignation?
Weniger Kontakte, mehr Zeit, mehr Aushalten von Alleinsein, weniger Erwartungsdruck an jedes Kennenlernen?
Das dauert länger und es fühlt sich manchmal einsam an.
Aber schützt es nicht auch vor genau den Enttäuschungen, über die wir dann später sprechen?
Ähnlich ist es bei den Beziehungserfahrungen.
Viele beschreiben sehr nachvollziehbar, wie sie enttäuscht, verletzt oder ausgelaugt wurden.
Was ich dabei nur selten lese, ist die Frage nach dem eigenen Muster.
Warum habe ich mich wieder in die falsche Person verliebt?
Woran erkenne ich das früher?
Warum bin ich geblieben, obwohl ich gemerkt habe, dass etwas nicht stimmt?
Das ist bitte nicht im Sinne von Schuld zu verstehen, sondern im Sinne von Einfluss.
Ohne diesen Blick bleibt am Ende nur Pech als Erklärung und das ist kein besonders hilfreiches Konzept fürs nächste Mal.
Bei den Punkten Ruhe, Rückzug, Alleinleben, Ankommen bei sich frage ich mich, ob das wirklich losgelöst ist von den vorherigen Erfahrungen.
Ist es nicht vielleicht eher eine verständliche Reaktion darauf, dass über Jahre keine Beziehung entstanden ist, die sich dauerhaft stimmig angefühlt hat?
Auch das ist keine Kritik und eher ein Zusammenhang, den man sich anschauen könnte.
Toll fand ich den Beitrag mit dem Puzzleteil-Bild.Das war für mich tatsächlich der einzige klare Bruch mit den dominanten Narrativen hier.
Die Idee, dass wir nicht auf das passende Gegenstück warten, sondern Beziehung auch etwas ist, das man lernt, übt und entwickelt.
Dabei geht weniger um Passung und mehr um Fähigkeit. Den Gedanken fand ich wohltuend querliegend.
Und noch was.
Egal wie gut Sex, gemeinsame Freizeit, Abenteuer und Erlebnisse sind, am Ende entscheidet sich die Qualität einer Beziehung nicht an den Hochglanzmomenten, sondern daran, wie zwei Menschen im Konfliktfall miteinander umgehen.
Man kann zusammen die tollsten Dinge erleben. Wenn man sich im Streit aber regelmäßig verletzt, abwertet, zurückzieht oder eskaliert, trägt das keine Beziehung langfristig.
Einen Gedanken habe ich noch. Nämlich die Frage, wie gut wir uns selbst tragen können und ob wir überhaupt bereit für Beziehung sind und es jemals waren.
Können wir mit uns alleine sein, ohne dass sofort Leere entsteht, die gefüllt werden muss?
Ich glaube zunehmend, dass Beziehung nicht dafür da ist, uns zu regulieren oder zu stabilisieren.
Das muss vorher passieren.
Ich stelle mir das wie ein Glas Wasser vor.
Solange es nicht voll ist, reicht es gerade so für mich selbst, also für meinen Alltag, meine Themen, meine Unsicherheiten, meine Sehnsucht.
Erst wenn dieses Glas wirklich voll ist und überläuft, also wenn ich mit mir im Reinen bin, mich selbst mögen/lieben kann, alleine glücklich bin und mich nicht ständig innerlich reparieren muss, dann habe ich überhaupt etwas abzugeben.
Erst dann entsteht Raum für eine Beziehung, die nicht aus Mangel lebt.
Das ist vielleicht ein unbequemer Gedanke, weil Einsamkeit, Nähebedürfnis und der Wunsch nach Verbindung natürlich trotzdem da sind und sicher oft sehr stark.
Aber genau da wird es schwierig. Dann gehen wir Beziehungen ein, obwohl unser Glas eigentlich noch nicht voll ist. Dann soll der andere beruhigen, stabilisieren, halten, auffüllen.
Das kann eine Beziehung kurzfristig tragen, aber langfristig wird sie davon eher schwer als leicht.
Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit also auch darin begründet, dass wir Beziehungen begonnen haben, als wir sie gebraucht haben und nicht als wir sie wirklich teilen konnten.
Auch das ist kein Vorwurf. Eher eine Frage, die man sich stellen kann.
Als Fazit ist Beziehungsmüdigkeit vielleicht nicht nur eine Folge dessen, was uns widerfährt und wie Dating, Menschen und Co. um uns herum zu funktionieren scheinen, sondern auch ein Hinweis darauf, wo wir selbst noch hinschauen könnten, insbesondere bei uns selber.
Es geht nicht darum, dass wir uns schlecht machen, sondern darum, dass wir handlungsfähig bleiben.
Sind wir also wirklich beziehungsmüde oder sind wir nur müde davon, bei uns selbst hinzuschauen?
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Mich würde interessieren, wie ihr das seht.
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Ich zum Beispiel bin single, weil ich mir in meinem Leben die falschen Menschen gewählt habe, die es nicht gut mit mir meinten. (Betrug, pädophil, wieder Betrug)
Eine Beziehung basiert in meinen Augen auf Vertrauen, Ehrlichkeit und einer aufrichtigen Kommunikation. Und daran scheitert es oft. Die andere Partei zieht sich nach ner Weile zurück, viele sind nicht mehr bereit an einer Beziehung zu arbeiten und suchen sich lieber jemand Neues.
Und ich selbst bin mit der Zeit unsicherer geworden und aus Schutz nicht mehr verletzt zu werden, bleibt man lieber alleine.
Man ist heutzutage finanziell unabhängig, hat sein eigenes Reich, im Prinzip ist eine Beziehung das Sahnehäubchen im Leben, sie ist ein Bonus, sollte aber nicht belasten.