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  • Keine Zeit?? Nur noch arbeiten – ernsthaft jetzt?

    Diskussion · 167 Beiträge · 17 Gefällt mir · 2.104 Aufrufe
    Ray aus Schwarzenburg

    Was ist eigentlich mit uns passiert? Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Kein Wunder muss man heute fürs Spazieren im Wald plötzlich einen Achtsamkeitskurs buchen – natürlich nicht gratis. Für etwas, das früher einfach gesunder Menschenverstand war.

    Was denkt ihr darüber?
    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    23.01.26, 08:27 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 08:39.

Beiträge

  • 23.01.26, 22:53 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 23:02.

    Ach so, jetzt ist vorrangig der Pöbel an der Lage schuld. 😄

    Das riecht nach Täter-Opfer-Umkehr. Die Lohnabhängigen und Hackler sind auf einmal schuld! Auch, wenn "der Pöbel" über wenig Kenntnisse von den Verflechtungen zwischen Politik, Ökonomie und Finanzmärkten verfügt - die Profite landen nicht beim "Pöbel", sondern bei den Investoren, Spekulant :innen und Aktionär :innen. Wenn schon, dann ist dort die Habgier beheimatet. Liberale Wirtschaftspolitik schafft die Rahmenbedingungen dafür. Dem " Pöbel" Egoismus vorzuwerfen ist eine Chuzpe, denn er zahlt unter anderem die Zeche (für eine vollkommen verfehlte Wirtschafts- und Verteilungspolitik)

  • 23.01.26, 21:46

     

    Monika:

    Es zählt nur noch Geld . Entweder bekommt man es übers Arbeiten oder vom Amt .

    Die Menschen sind egoistisch. Ich arbeite im Gesundheitssystem und sehe jeden Tag die Folgen von diesem Leben . 

    Egoistisch ist der Pöbel nur, weil er sich selber gegenseitig von Generation zu Generation zu einer nie enden wollenden Habgier, unterstützt und noch gefördert von Wirtschaft und Politik, erzogen hat.

    Auch unter dem Deckmantel 'Bildung".....🤪

  • 23.01.26, 21:33

    Es zählt nur noch Geld . Entweder bekommt man es übers Arbeiten oder vom Amt .

    Die Menschen sind egoistisch. Ich arbeite im Gesundheitssystem und sehe jeden Tag die Folgen von diesem Leben . 

  • 23.01.26, 18:31

     

    Paul:

     

    Stefan:

     

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Da bin ich aber froh, dass man "ein paar Punkte nicht abstreiten kann bzw. sollte". 😀

    Und wie eindimensional und wenig differenziert" ist dann eigentlich der Lösungsansatz auf jahrzehntelange Überproduktion und Arbeitswut mimmmimimmm  einhergehenden Reallohnverlusten und am Ende mit immer "Marktbereinigungen" - sprich zugesperrten Betrieben - immer wieder mit dem Argument zu begegnen, dass wir zu wenig arbeiten und noch mehr arbeiten müssten, damit alles besser wird. 😅

     

     

    Schade, dass du es nicht schaffst, auf mein eigentliches Argument einzugehen - wirklich erwartet habe ich es aber sowieso nicht. 

    Daher lassen wir es einfach so stehen und ich wünsche noch einen schönen Abend 🙂.

  • 23.01.26, 18:18

    Der Admin macht gerade wieder Späße mit mir. 

  • 23.01.26, 18:16

     

    Stefan:

     

    Paul:

     

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Da bin ich aber froh, dass man "ein paar Punkte nicht abstreiten kann bzw. sollte". 😀

    Und wie eindimensional und wenig differenziert" ist dann eigentlich der Lösungsansatz auf jahrzehntelange Überproduktion und Arbeitswut mimmmimimmm  einhergehenden Reallohnverlusten und am Ende mit immer "Marktbereinigungen" - sprich zugesperrten Betrieben - immer wieder mit dem Argument zu begegnen, dass wir zu wenig arbeiten und noch mehr arbeiten müssten, damit alles besser wird. 😅

     

     

  • 23.01.26, 17:59 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 18:06.

     

    Paul:

    @"Arbeit"

     

    "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." 

     

    Wir müssen Vollzeiterwerb für alle anstreben sowie einfordern, diesen jedoch drastisch kürzen. 5 Stunden sind weitaus genug.

    (Die Privatwirtschaft wird kräftig dagegen lobbyieren, doch das sollte niemanden stören.)

    .....und die Dümmliche Demografie- Lüge, die unsägliche Wohnungsnöte-Leerräumungen verursachte bekämpfen, in dem möglichst viele ihr Pensum auf 50% bis 80% Reduzieren um so mindestens mal stagnation zu erreichen.

    Auch die angeblich seit mindestens 50 Jahren benötigten Import-Fachkrãfte und sind sie noch so gut, um die Demografie zu bekämpfen, ändern nichts daran, dass auch diese Fachkräfte irgendwann mal Pensioniert sind und dann sollen noch mehr Importiert werden?

    Es braucht die längst überfãllige umkehr.

    Ein Negativwachstum von 0.5% wãre ein Anfang, den man langsam steigern muss

  • 23.01.26, 17:57

     

    Paul:

     

    Stefan:

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

    Wenn manch einer heute noch immer nicht erkennen kann, dass wir unser Leben größtenteils in sinnbefreiten - also ganz und gar nicht sinnstiftenden - (Erwerb)Arbeitsverhältnissen zur Unterstützung einer wachstumsorientierten Ökonomie verbringen, dann hat man - geschuldet einer seit Jahrzehnten praktizierten Arbeits- bzw. Wettbewerbsideologie - die Oberhoheit über die eigene Vernunft verloren.

    Was wir benötigen und wo wir uns weiterbilden könnten, ist mehr Zeit für die Gestaltung jener Lebensräume aufzuwenden, in denen wir uns selbst vorfinden - in denen wir selbst leben - aber alles ausschließlich unter Berücksichtigung der Privatwirtschaft stattfindet. Krankenhäuser, Wohnen, Pflege, Shopping-Malls, Verkehr etc.

    Daher funktioniert auch so wenig im Interesse aller, weil es immer wieder und vor allem noch immer Menschen gibt, die das " Arbeiten" im Sinne der Nutznießer :innen affirmieren. Mit stupidem Arbeiten - im Interesse privater Akteure ("Unternehmer :innen, Kapitalgesellschaften, Aktionären, Investoren etc.) ernährt ihr in erster Linie nicht euch selbst, sondern die, die sich über eure Arbeit einen von   e u c h   erarbeiteten Mehrwert aneignen. Das ist exakt jener Anteil, der euch als monetäres Arbeitsäquivalent vorenthalten wird. Das ist Sinn und Zweck des "Unternehmertums". Anleitung zur Ausbeutung.

    Zeit mal über den berühmten Tellerrand zu schauen, ein Buch - z. B. über Ökonomie - zu lesen (ebenso Arbeit 😀), damit man durch eigenes Denken in neue Bahnen und damit zu eigenen Erkenntnissen gelangen kann!

    Apropos, die Überflutung durch eine sinnbefreite Unterhaltungs- und Kulturindustrie, in die Flucht physischer Selbstoptimierung oder verheißungsvollen Esoterikwelten - die uns vor allem in der eigenen Handlungsfähigkeit isolieren - funktioniert genau dort besonders gut, wo man sämtliche Ansprüche an das eigene Nachdenken und die eigene Mitgestaltung aufgegeben hat.
     

    ... und immer dann, wenn es an Argumenten fehlt oder gewisse nicht gehört werden wollen, wird der " gesunde Menschenverstand " (ohne Ergebnis) bemüht. 😶

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Nicht jeder Job in kapitalistischen Gesellschaften ist automatisch "sinnbefreit" - ich denke damit tust du sehr vielen Menschen Unrecht. Und damit meine ich nur die objektive Betrachtung von Sinnhaftigkeit - subjektiv ist das noch ein ganz anderes Thema. 

  • 23.01.26, 17:40 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 17:46.

    @"Arbeit"

     

    "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." 

     

    Wir müssen Vollzeiterwerb für alle anstreben sowie einfordern, diesen jedoch drastisch kürzen. 5 Stunden sind weitaus genug.

    (Die Privatwirtschaft wird kräftig dagegen lobbyieren, doch das sollte niemanden stören.)

  • 23.01.26, 17:20 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 17:23.

    Diesen Blödsinn, wie du ihn Beschreibst, habe ich noch nie mitgemacht und werde nie mitmachen.

    Nicht beim Konsumwahnsinn, nicht beim zwangsläufig dazugehörenden wegwerfwahnsinn und nicht beim völligen überfluss-produktionswahnsinn, von dem mindestens 50% weggelassen werden könnte, ohne dass etwas fehlen würde.

    Es ist mir immer eine Freude und Bestätigung, wenn ich von Psychiatrieneubauten usw. Lesen kann, von überfüllten Praxen die keine neuen Termine mehr vergeben um doch noch am Hamster-Rad mitdrehen zu können weil der Chef.......😜😜😜😜😝

  • 23.01.26, 16:35 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 16:38.

     

    Stefan:

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

    Wenn manch einer heute noch immer nicht erkennen kann, dass wir unser Leben größtenteils in sinnbefreiten - also ganz und gar nicht sinnstiftenden - (Erwerb)Arbeitsverhältnissen zur Unterstützung einer wachstumsorientierten Ökonomie verbringen, dann hat man - geschuldet einer seit Jahrzehnten praktizierten Arbeits- bzw. Wettbewerbsideologie - die Oberhoheit über die eigene Vernunft verloren.

    Was wir benötigen und wo wir uns weiterbilden könnten, ist mehr Zeit für die Gestaltung jener Lebensräume aufzuwenden, in denen wir uns selbst vorfinden - in denen wir selbst leben - aber alles ausschließlich unter Berücksichtigung der Privatwirtschaft stattfindet. Krankenhäuser, Wohnen, Pflege, Shopping-Malls, Verkehr etc.

    Daher funktioniert auch so wenig im Interesse aller, weil es immer wieder und vor allem noch immer Menschen gibt, die das " Arbeiten" im Sinne der Nutznießer :innen affirmieren. Mit stupidem Arbeiten - im Interesse privater Akteure ("Unternehmer :innen, Kapitalgesellschaften, Aktionären, Investoren etc.) ernährt ihr in erster Linie nicht euch selbst, sondern die, die sich über eure Arbeit einen von   e u c h   erarbeiteten Mehrwert aneignen. Das ist exakt jener Anteil, der euch als monetäres Arbeitsäquivalent vorenthalten wird. Das ist Sinn und Zweck des "Unternehmertums". Anleitung zur Ausbeutung.

    Zeit mal über den berühmten Tellerrand zu schauen, ein Buch - z. B. über Ökonomie - zu lesen (ebenso Arbeit 😀), damit man durch eigenes Denken in neue Bahnen und damit zu eigenen Erkenntnissen gelangen kann!

    Apropos, die Überflutung durch eine sinnbefreite Unterhaltungs- und Kulturindustrie, in die Flucht physischer Selbstoptimierung oder verheißungsvollen Esoterikwelten - die uns vor allem in der eigenen Handlungsfähigkeit isolieren - funktioniert genau dort besonders gut, wo man sämtliche Ansprüche an das eigene Nachdenken und die eigene Mitgestaltung aufgegeben hat.
     

    ... und immer dann, wenn es an Argumenten fehlt oder gewisse nicht gehört werden wollen, wird der " gesunde Menschenverstand " (ohne Ergebnis) bemüht. 😶

  • 23.01.26, 13:23

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

  • 23.01.26, 09:58

     

    Ray:

    Hallo Mandi, ich mach dies heute noch und teilweise sogar mit meinem 29 Jährigen Sohn. Es gibt nichts schöneres als sich in der Natur aufzuhalten und Beeren zu pflücken und sich gleich in den Mund stossen. 

    Sehr schön! Wenn er es an seine Kinder oder du an deine Enkel weitergibst - Perfekt.

    Also als Option natürlich nur.

     

    Andererseits, wenn alle in den Wald stürmen um Beeren zu pflücken und Pilze zu sammeln? Aber das ist eine andere Geschichte.

     

  • 23.01.26, 09:55 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 09:55.

     

    'ela':

    Mir hat vor einiger Zeit ein weiser Mann gesagt: "das Leben ist einfach wenn man weiss wie es geht"

    Und vor allem geht es für jede und jeden anders.

  • 23.01.26, 09:54

     

    Mandi:

     

    Ray:

     

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Das ist ein sehr vielschichtiges Thema.

     

    Manche leben, um zu arbeiten. Manche arbeiten, um zu leben. Als Endpole.

     

    Erschöpfung: Unentwegter Bewegtbildkonsum erschöpft, das menschliche Gehirn ist nicht dafür gebaut bzw. noch nicht daran angepasst. Weiters fließt seit Jahrzehnten technischer Fortschritt fast ausschließlich in Produktivitätssteigerung und nicht in mehr Freizeit.

     

    Ja, früher wanderte man, pflückte Beeren, sammelte Pilze. Und erdete sich dabei ganz automatisch. "Unsere" Generation hat das noch intus, viele jüngere nicht mehr, die müssen dafür Kurse belegen.

     

    "Keine Zeit" = "Kein Interesse". Die einfachste Begründung oder Ausrede.

    Hallo Mandi, ich mach dies heute noch und teilweise sogar mit meinem 29 Jährigen Sohn. Es gibt nichts schöneres als sich in der Natur aufzuhalten und Beeren zu pflücken und sich gleich in den Mund stossen. Und wie Du so schön schreibst... Keine Zeit....

  • 23.01.26, 09:54 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 09:58.

     

    Ray:

    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    Ich meine, nicht gegen Überstunden eingetauscht, sondern gegen das Smartphone. *kein Scherz*

  • 23.01.26, 09:51 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 09:53.

     

    Ray:

     

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Das ist ein sehr vielschichtiges Thema.

     

    Manche leben, um zu arbeiten. Manche arbeiten, um zu leben. Als Endpole.

     

    Erschöpfung: Unentwegter Bewegtbildkonsum erschöpft, das menschliche Gehirn ist nicht dafür gebaut bzw. noch nicht daran angepasst. Weiters fließt seit Jahrzehnten technischer Fortschritt fast ausschließlich in Produktivitätssteigerung und nicht in mehr Freizeit.

     

    Ja, früher wanderte man, pflückte Beeren, sammelte Pilze. Und erdete sich dabei ganz automatisch. "Unsere" Generation hat das noch intus, viele jüngere nicht mehr, die müssen dafür Kurse belegen.

     

    "Keine Zeit" = "Kein Interesse". Die einfachste Begründung oder Ausrede. Und das Handy hat fast immer Priorität. *Scherz*

  • 23.01.26, 09:50

    Mir hat vor einiger Zeit ein weiser Mann gesagt: "das Leben ist einfach wenn man weiss wie es geht"

    Ist, finde ich, ein guter Vorsatz/eine Challenge oder wie auch immer...

    Ja, ich arbeite noch daran😉jeden Tag💫

  • 23.01.26, 09:37

     

    Matthias:

    Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Ich finde kopflos ist gerade ein Mann besonders, der über den großen Teich seine Meinung schneller wechselt als andere ihr Unterwäsche. 

     

    Ansonsten "verkaufst" Du es schlechter als es ist... denn de facto arbeiten die meisten (inkl. Pause) 9 Std. am Tag...plus An-/Abfahrt und Vorbereiten, sind wir 11-12 Std. damit beschäftigt, dass am Ende des Monats Geld auf dem Konto landet. Wer dann noch 8 Std. schläft, ca. 1-1,5 Std. mit Essen verbringt, hat rein rechnerisch am Ende des Tages noch 1-3 Std. übrig ( darin noch nicht enthalten, ist einkaufen, tanken etc.) ... und in denen man ab ca. 40 Jahren auch einfach froh ist die Beine hochzulegen. 
    Der ein oder andere (wie ich) muss noch mit Hund raus... oder andere Mami-Taxi spielen oder Hausaufgaben Polizei. 
    Dann möchte man vielleicht noch Sport machen... und der Partner braucht auch noch ein offenes Ohr/Nähe etc. 
     

    schuften bis zum Umfallen

    Ich las mal in einem Buch: "Du hast immer 3 Möglichkeiten... Love it (akzeptiere es), Change it (ändere es) oder Leave it (verlasse es), was in allen Lebensbereichen zum Tragen kommt."

     

    Ansonsten hoffe ich, dass Du jetzt nicht auf den selben Zug aufspringst wie die GenZ, die meint, dass das ganze Leben nicht nur aus Arbeiten bestehen kann, sondern auch chillen, Spaß haben und Wellness. Nun ja, dies wird nie möglich sein, denn den Wohlstand (!), den wir hier in D/A/CH (bzw. Europa) haben, kann man nicht durch Nichtstun aufrecht erhalten. 

    Man kann nicht den Anspruch haben am Ende nur halbtags zu arbeiten und soviel zu verdienen, dass man Fernreisen machen kann, sich eine gr. Wohnung/Haus leisten kann, jederzeit einkaufen gehen kann, einen sauberen Park zum spazieren gehen "vorfindet" und am Ende des Monats noch so viel auf dem Konto hat, dass man für die Rente vorsorgen kann und mit 60 Jahren aufhört zu arbeiten... aber ich denke dies ist hier nicht gemeint. 

     

    Ich kenne ansonsten eine Menge Menschen, die mit mir wöchentlich wandern gehen... und da ich Wandern als Ausgleich sehe und nicht als Sport (wie viele Wanderführer hier), wo entscheidend ist was für einen Schnitt man abläuft... sondern bei mir die Menschen und das Genießen in den Vordergrund rückt, kann ich Deine Sichtweise auch nicht nachvollziehen. 

     

    Die einzige auf die obige Beschreibung zutrifft, war meine Mutter, die zu Arbeitszeiten mit Leib und Seele Ärztin war und darin aufgegangen ist und gearbeitet hat bis zur Erschöpfung... aber jetzt in der Rente sich nur um ihr Hobby kümmert. Sonst ist mir kein Workaholic bekannt, der so wie Du beschrieben hast "nicht auf sich achtet" und nach der Arbeit achtsam ist. 

    Ich glaube, wir sind gar nicht so weit auseinander, wie es vielleicht wirkt. Mir geht es nicht darum, Arbeit grundsätzlich schlechtzureden oder Wohlstand zu negieren. Mir ist bewusst, wie viel Zeit und Energie der Alltag realistisch frisst – genau das hast du ja sehr treffend beschrieben.

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Dass viele Menschen ihren Ausgleich finden (Wandern, Hund, Familie, Hobbys), ist gut und wichtig – gleichzeitig kenne ich eben auch genug, bei denen dafür kaum noch echte Energie bleibt. Beides existiert nebeneinander.

  • 23.01.26, 09:30

    Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Ich finde kopflos ist gerade ein Mann besonders, der über den großen Teich seine Meinung schneller wechselt als andere ihr Unterwäsche. 

     

    Ansonsten "verkaufst" Du es schlechter als es ist... denn de facto arbeiten die meisten (inkl. Pause) 9 Std. am Tag...plus An-/Abfahrt und Vorbereiten, sind wir 11-12 Std. damit beschäftigt, dass am Ende des Monats Geld auf dem Konto landet. Wer dann noch 8 Std. schläft, ca. 1-1,5 Std. mit Essen verbringt, hat rein rechnerisch am Ende des Tages noch 1-3 Std. übrig ( darin noch nicht enthalten, ist einkaufen, tanken etc.) ... und in denen man ab ca. 40 Jahren auch einfach froh ist die Beine hochzulegen. 
    Der ein oder andere (wie ich) muss noch mit Hund raus... oder andere Mami-Taxi spielen oder Hausaufgaben Polizei. 
    Dann möchte man vielleicht noch Sport machen... und der Partner braucht auch noch ein offenes Ohr/Nähe etc. 
     

    schuften bis zum Umfallen

    Ich las mal in einem Buch: "Du hast immer 3 Möglichkeiten... Love it (akzeptiere es), Change it (ändere es) oder Leave it (verlasse es), was in allen Lebensbereichen zum Tragen kommt."

     

    Ansonsten hoffe ich, dass Du jetzt nicht auf den selben Zug aufspringst wie die GenZ, die meint, dass das ganze Leben nicht nur aus Arbeiten bestehen kann, sondern auch chillen, Spaß haben und Wellness. Nun ja, dies wird nie möglich sein, denn den Wohlstand (!), den wir hier in D/A/CH (bzw. Europa) haben, kann man nicht durch Nichtstun aufrecht erhalten. 

    Man kann nicht den Anspruch haben am Ende nur halbtags zu arbeiten und soviel zu verdienen, dass man Fernreisen machen kann, sich eine gr. Wohnung/Haus leisten kann, jederzeit einkaufen gehen kann, einen sauberen Park zum spazieren gehen "vorfindet" und am Ende des Monats noch so viel auf dem Konto hat, dass man für die Rente vorsorgen kann und mit 60 Jahren aufhört zu arbeiten... aber ich denke dies ist hier nicht gemeint. 

     

    Ich kenne ansonsten eine Menge Menschen, die mit mir wöchentlich wandern gehen... und da ich Wandern als Ausgleich sehe und nicht als Sport (wie viele Wanderführer hier), wo entscheidend ist was für einen Schnitt man abläuft... sondern bei mir die Menschen und das Genießen in den Vordergrund rückt, kann ich Deine Sichtweise auch nicht nachvollziehen. 

     

    Die einzige auf die obige Beschreibung zutrifft, war meine Mutter, die zu Arbeitszeiten mit Leib und Seele Ärztin war und darin aufgegangen ist und gearbeitet hat bis zur Erschöpfung... aber jetzt in der Rente sich nur um ihr Hobby kümmert. Sonst ist mir kein Workaholic bekannt, der so wie Du beschrieben hast "nicht auf sich achtet" und nach der Arbeit achtsam ist. 

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