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  • Keine Zeit?? Nur noch arbeiten – ernsthaft jetzt?

    Diskussion · 167 Beiträge · 17 Gefällt mir · 2.104 Aufrufe
    Ray aus Schwarzenburg

    Was ist eigentlich mit uns passiert? Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Kein Wunder muss man heute fürs Spazieren im Wald plötzlich einen Achtsamkeitskurs buchen – natürlich nicht gratis. Für etwas, das früher einfach gesunder Menschenverstand war.

    Was denkt ihr darüber?
    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    23.01.26, 08:27 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 08:39.

Beiträge

  • 27.01.26, 17:10

     

    Elena:

    Ich habe das Stürzen des Systems als Frage gestellt in der Hoffnung, dass jemand in dieser Meinung/ ggf Denkprozess schon weiter ist, da gewisse Tendenzen zu beobachten sind, welche in destruktive Richtung gehen. 

    Du selber hast zumindest auch eine Idee?

  • 27.01.26, 17:07

     

    Matthias:

     

    Elena:

     

    Ich bin keine Fachexpertin darin. Magst du deine Fragen beantworten?

    Du hast die Meinung, dass du ein System stürzen, weißt aber nicht, welches an dessen Stelle treten soll? Und fragst dann mich, der mit seinen Fragen dich verstehen wollte?

     

    Ich glaube, wir kommen auf keinen grünen Zweig.

     

    Ich habe das Stürzen des Systems als Frage gestellt in der Hoffnung, dass jemand in dieser Meinung/ ggf Denkprozess schon weiter ist, da gewisse Tendenzen zu beobachten sind, welche in destruktive Richtung gehen. 

  • 27.01.26, 16:58 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 17:02.

     

    Elena:

     

    Matthias:

     

     

    Hallo Elena,

     

    gibt es tatsächlich in der Schweiz eine Mehrheit für ein "anderes System"? Und welches System ist das? Warum wird das in der Schweiz mit  Volksabstimmungen bislang nicht umgesetzt?

    Spannend, was du schreibst.

     

    Viele Grüße

    Matthias

    Ich bin keine Fachexpertin darin. Magst du deine Fragen beantworten?

    Du hast die Meinung, dass du ein System stürzen, weißt aber nicht, welches an dessen Stelle treten soll? Und fragst dann mich, der mit seinen Fragen dich verstehen wollte?

     

    Ich glaube, wir kommen auf keinen grünen Zweig. Müssen wir aber auch nicht, jeder kommuniziert so viel, wie er/sie/es mag.

     

  • 27.01.26, 16:57

     

    Matthias:

     

    Interessanterweise halten aber gleich mehrere Parteien den Diesel weiterhin für ein gutes Antriebsmodell. Und viele Bürger auch. Sogar ohne Manipulation. Und nun?

    Vielleicht nicht direkte Manipulationen, aber Lobbying ist allgegenwärtig. Also in Form der engen Verbindungen von Wirtschaft und Politik.

  • 27.01.26, 16:55

     

    Matthias:

    Danke für das Feedback.

    Ich weiß, dass es immer so aussieht, als hätten Demokratie und Kapitalismus riesige Schwächen. Sie sind aber nur Systeme des Ausgleichs. Die Schwächen liegen bei den Menschen. Wenn die Menschen in der Breite Gutes im Sinn hätten und entsprechend handeln würden, wäre die Wahrnehmung beider "Tools" anders.

    Gerne.

     

    Auch wenn ich im Detail nicht überall mit deiner Meinung übereinstimme (so glaube ich, der Kapitalismus ist zumindest stark überholungsbedürftig, da wir uns jetzt in anderen Umständen befinden als "damals", als er "erfunden" wurde), so schätzte ich deine klaren Stellungnahmen und Aussagen.

     

    Den Menschen direkt zu verändern zu versuchen, hat bisher immer nur eine Menge Elend und Tod gebracht. Da hilft nur "vor der eigenen Türe kehren" und als Vorbild wirken, in meinem Sinne - weitergeben.

     

    Von Paul gibt es keine substanziellen Antworten, ich habe ihn vor einiger Zeit auch schon mal was konkretes gefragt - keine Antwort.

     

    Es ist auch schwierig, denn Kreativität ist gut eine Größenordnung schwieriger als Kritik.

     

     

  • 27.01.26, 16:49

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Anleger schauen auf Zahlen, sie sind soweit weg von den Beschäftigten und ihnen kann es
    auch egal sein, wie Entscheidungen der Unternehmen auf diese wirken, wenn das Unter-
    nehmen nicht profitabel genug ist, dann investieren sie halt woanders....

    Du lenkst die Aufmerksamkeit auf Leuchttürme ohne das "Große Ganze" zu thematisieren...

     

    Wir sind immer weiter weg von der ursprünglichen Frage - Arbeit vs. schönes Leben. Wollen wir eine separate Diskussion eröffnen?

  • 27.01.26, 16:47 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 16:53.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Matthias:

     

    In Deutschland gibt es viele Unternehmen, die die Beteiligung der Mitarbeitenden am Produktivvermögen fördern. Dazu gehören insbesondere die Großunternehmen. Aber eben auch kleinere Unternehmen, die ansonsten völlig unattraktiv für Arbeitnehmer wären.

     

    Ich will den Kapitalismus im übrigen nicht verteidigen - ich wüsste nur gerne, was das Alternativkonzept wäre.  

     

    Du nennst jetzt aber einen anderen Punkt: Das System wäre für dich schon ok, wenn die Besteuerung von Kapitalgewinnen anders wäre? Na, dafür gibt es ja Parteien, die genau das wollen. Die kannst du wählen. Und falls du mehr tun möchtest: Tritt mal in eine Partei ein und kämpfe für dieses Ziel. Sich auf die Tribüne zu setzen und hereinzurufen - das kämpfen also anderen zu überlassen - führt nämlich zu wenig und dauert.

     

    Der Staat, das sind wir. Ist eigentlich ganz einfach. 

     

    Und das Thema Erbschaftssteuer ist ja gerade in aller Munde, da kannst du dann ja mal schauen, wie wichtig dir das Thema wirklich ist. Da liegen die Karten von allen Parteien auf dem Tisch. Lustig ist, dass sogar die Leute dagegen wettern, die gar keine Steuer befürchten müssen. Aber das ist ein andere s Thema.

     

    Passt das so für dich?

     

    Viele Grüße

    Matthias

    Beispiel Autoindustrie, sie haben auf den Diesel gesetzt obwohl sie wissen mussten, dass sie den Dieselmotor niemals sauber bekommen, die Beschäftigten sollen es nun ausbaden, dass ist für dich fair? Das Gegenkonzept wäre eine antifaschistische Wirtschaftspolitik die sich am Menschen und nicht an Unternehmern ausrichtet: Antifaschistische Wirtschaftspolitik – Wikipedia der Staat sind wir? Reiche haben nachweislich mehr Einfluss auf politische Entscheidungen und der Staat entscheidet überproportional oft zu ihren Gunsten und vergessen dabei die "einfachen Bürger*- innen: Haben Reiche mehr Einfluss? warum wird ständig vorgerechnet wie teuer die Armen sind und wie man bei ihnen noch sparen kann, aber gibt es keine verlässlichen Daten wie reich die Wohlhabenden wirklich sind bzw. ernsthafte Versuche der Regierung die Kluft zu schließen? 

     

    Das ist simple Wirtschaftskriminalität. Gehört verfolgt und bestraft. Interessanterweise halten aber gleich mehrere Parteien den Diesel weiterhin für ein gutes Antriebsmodell. Und viele Bürger auch. Sogar ohne Manipulation. Und nun?

     

    Frage: Was baden die Beschäftigten in der Beziehung aus? 

     

    Warum haben Reiche nachweislich mehr Einfluss? Vielleicht, weil sie sich stärker für die eigenen Rechte einsetzen? Bist du in einer Gewerkschaft? Bist du in einer Partei? Um Einfluss zu bekommen, muss man etwas tun. Du hast den Intellekt, du stellst Fragen, du hast Ansprüche? Du bist genau der Richtige, um etwas zu bewegen.

     

    Zur antifaschistischen WiPo: Das Konzept zielt stark auf Inflation/Kaufkraftverlust ab. Die Parteien, die höheres Bürgergeld/Grundsicherung wollen, sind nur unterdurchschnittlich gewählt worden. Es braucht also mehr Öffentlichkeit für das Thema. Ich bin da ganz bei dir.

     

    Und ich würde befürworten, Vermögen zu besteuern - nur gibt es auch da keine Mehrheiten. Und ich bin für deutlich höhere Erbschaftssteuern - keine Mehrheiten. Nicht mal in Umfragen.

  • 27.01.26, 16:40

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    ... bei Wohlhabenden sieht dies wohl anders aus...

     

    Was oder besser wer ist für dich "wohlhabend" ? Warum diese pauschale Unterstellung, dass diese Menschen mehr "zu kehren" haben? 

  • 27.01.26, 16:26 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 16:29.

     

    Paul:

    Ich lass dir gerne deinen Faschismus.

    Ist dir echt kein Argument eingefallen? Kein einziges?

  • 27.01.26, 16:15

     

    Matthias:

     

    Elena:

    Ja, das kapitalistische System hat sich ausgedient. Es ist aber nur eine Minderheit, die die anderen tatsächlich ausbeutet. Der grösste Teil Deines Unterhalts wird von Klein- bis Mittelverdiener bezahlt, die tagtäglich hart arbeiten und noch mehr in diesem System arbeiten müssen, da es die Tendenz zunimmt immer weniger zu arbeiten. Sie werden dadurch auch krank. Ich persönlich denke, dass man ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen arbeiten kann, den Menschen, welche wie du, aufgrund einer Krankheit, Arbeitslosigkeit, Krieg usw. keinen Job finden, helfen nützlich zu sein. Da kann man auch regulieren, wie viel man an die Gesellschaft beitragen mag. 

     

    Hallo Elena,

     

    gibt es tatsächlich in der Schweiz eine Mehrheit für ein "anderes System"? Und welches System ist das? Warum wird das in der Schweiz mit  Volksabstimmungen bislang nicht umgesetzt?

    Spannend, was du schreibst.

     

    Viele Grüße

    Matthias

    Ich bin keine Fachexpertin darin. Magst du deine Fragen beantworten?

  • 27.01.26, 16:01

     

    Mandi:

     

    Matthias:

    Passt das so für dich?

    Ja! (Obwohl ich nicht gemeint war.)

    Ich möchte mich nämlich für deine tiefgründigen, ausgereiften und dennoch verständlichen Gedanken bedanken, Matthias. Danke vielmals!

    Danke für das Feedback.

     

    Ich weiß, dass es immer so aussieht, als hätten Demokratie und Kapitalismus riesige Schwächen. Sie sind aber nur Systeme des Ausgleichs. Die Schwächen liegen bei den Menschen. Wenn die Menschen in der Breite Gutes im Sinn hätten und entsprechend handeln würden, wäre die Wahrnehmung beider "Tools" anders.

     

    Lebensprobleme sind komplex, Menschen sind komplex, Wirtschaft ist komplex - und nicht immer gibt es (gute) Lösungen. Pest oder Cholera. Aber das ist systemunabhängig. 

     

    Warum bin ich Fan der Demokratie? Ich kann die Verantwortlichen zumindest abwählen. Ohne Revolution. Ohne Rechtfertigung. Gibt es bislang in keinem anderen System.

     

    Alles Gute, Mandi

     

    Viele Grüße

    Matthias

     

  • 27.01.26, 16:00

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Auch eine Revolution ist nicht unbedingt ein großer Knall wo plötzlich alles anders ist, 
    aber "kleine Schritte" werden wohl nicht reichen 

    Kannst du uns ein Szenario grob beschreiben, das deinen Vorstellungen entspricht?

  • 27.01.26, 15:57

     

    Matthias:

     

    Paul:

     

    @Rena

    Gerne kannst du den Mythos weiter bedienen, dass unsere Produktionsweise bzw. die "freie/soziale Marktwirtschaft" dazu da wäre, die Früchte der Arbeit 😅 - unser aller Lohn - unter uns fair aufzuteilen. Der Aktionär respektive Eigentümer, der klassische "Unternehmer", lebt ausschließlich von der Produktivität der Lohnabhängigen (gewerbsmäßige Selbstausbeuter, Freelancer, EPUs ... mitgedacht), die mangels eigener Produktionsmittel immer weiter wie Hornvieh in Beschäftigungsverhältnisse hineingedrängt werden, wo der Lohn einseitig aufgezwungen wird. Das passiert übrigens schon lange unter der Mitwirkung der "Sozialpartnerschaft😂" auf höchst raffinierte und medial inszenierte Weise.

    Unsere nationalen "Gemeinschaften" sind auf Ebene unserer Ökonomie, der existierenden Eigentumsverhältnisse - konsekutiv auch hinsichtlich unserer Beteiligungs- bzw. Gestaltungsmöglichkeiten, de facto unserer nicht vorhandenen parlamentarischen Repräsentation - eine einzige Verschleierung sozialer Ungleichheiten. Selbst bei Verfassungskonventen ist ausschließlich ein selektiver Personenkreis eingebunden.

    Der Lohn für die Lohnabhängigen ist genuin das Lebensmittel (!) der antagonistischen Klasse. Diese hält ihn für eigene Zwecke inkl. der begleitenden Mythen angeblicher Sinnstiftung. Ich kann sehr wohl zwischen zweck-mäßiger (!) Erwerbsarbeit, die aufgrund der herrschenden Rahmenbedingungen (Wachstum, Wettbewerb ...) aus purer existenzieller Not angenommen werden muss (selbst Wohnräume wurden in der Zwischenzeit privatisiert um Profite zu generieren.) und

    andererseits sinnstiftender Arbeit - jene die Menschen tatsächlich brauchen um Zufriedenheit und Glück zu erlangen - differenzieren.

    Gerade dort, wo wir mehr Menschen bräuchten - im Care-Bereich - wird mangels geringerer Profitabilität gespart und geschrumpft. Die Zuwächse im psychiatrischen Bereich sprechen Bände. Die, die das nötige Kleingeld haben, fühlen sich gesund 😣 und sind darüber hinaus Privat-Patient :innen 😜

    Dass es keine Alternativen gibt? 😂😂😂

    Hallo Paul,

     

    ich bin zwar nicht Rena, habe aber trotzdem außerordentliche Freude daran, mich an deinen Thesen abzuarbeiten. 

     

    Deshalb komme ich mal mit ein paar Fragen um die Ecke.

     

    - Wie sieht für dich ein "faires Verfahren" der Einkommensaufteilung aus? Sie wie einst in der DDR oder heute in Kuba?

     

    - Möchtest du Unternehmerschaft generell verbieten und ein Modell analog den ehemaligen Volkseigenen Betrieben (VEB) aus der Taufe heben?

     

    - Du möchtest aus den "nationalen Gemeinschaften" welche Art von Gemeinschaften erschaffen?

     

    - Den Punkt des internationalen Wettbewerbs klammerst du aus. Sollen Internationale Waren- und Dienstleistungsflüsse generell unterbunden werden oder sich nur innerhalb der noch zu definierenden Gemeinschaften abspielen? 

     

    - Du unterscheidest zwischen Arbeit, die man nur aus Not annimmt, um zu überleben – wegen Druck, Konkurrenz und ständigem Wachstum – und Arbeit, die wirklich sinnvoll ist und Menschen erfüllt. Wie möchtest du die Einkommen verändern? Dadurch, dass alle Arbeit "vom Staat" verteilt wird? Inklusive der Einkommensbedingungen? 

     

    - Profitabilität muss, sofern sie nicht systemimmanent erwirtschaftet wird, von außen ausgeglichen werden. Unabhängig vom Wirtschaftssystem. Wenn ich mehr Saatgut brauche als ich hinterher ernte, braucht es einen Ausgleich, um später wieder die gleiche Menge einsäen zu können. Für die DDR hieß das: Solange die Sowjetunion für einen Ausgleich sorgte, konnte die DDR existieren. Als klar war, dass die SU das nicht mehr konnte, brauchte es eine andere Lösung. Wie ist deine Lösung?

     

    - Im Care-Bereich wird deshalb geschrumpft, weil die Menschen nicht bereit sind, noch größere Anteile der Vergütung in die Krankenversicherung zu stecken. Es ist im übrigen ein Ammenmärchen, dass Unternehmen sich an der Krankenversicherung, Rentenversicherung etc. beteiligen. Einem Unternehmen ist es völlig egal, wie die Verteilung der Lohnnebenkosten aussieht. Sie zahlen Lohn + Lohnnebenkosten. Wenn es keinen Krankenkassenbeitrag gäbe, könnten sie ihn 1:1 an die Arbeitnehmer auszahlen. Sachlogisch zahlen somit nur die AN die Sozialbeiträge. Für Unternehmen spielen in diesem Punkt nur die Gesamtkosten eine Rolle. Du würdest an der Stelle einen "Staatsstandard" setzen, unabhängig davon, ob die ein größerer Bevölkerungsanteil ablehnt? 

     

    - Privat-Patient*innen kannst du ausklammern - das System ist weitgehend autonom, d.h. die dort entstehenden Kosten müssten die PKV-Versicherten selbst durch Beiträge aufbringen. Ist also ein Nullsummenspiel für die Privat-Patient*innen. Systemübergreifend (unter Einbezug der GKV) allerdings nicht: Die PKV sucht sich die Risiken aus, weshalb die PKV tendenziell günstiger sein kann. Und die GKV größere Risiken (= Kosten) hat.

     

    Kurz gesagt: Lass uns gerne Wissen, welches Konzept dir konkret vorschwebt - für mich sind das Ideen á la Kommunismus 1.1 an - aber du darfst mich gerne widerlegen.

     

    Viele Grüße

    Matthias

     

     

    Ich lass dir gerne deinen Faschismus.

  • 27.01.26, 15:57 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 16:00.

     

    Mandi:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    ohne das "Große Ganze" zu thematisieren...

    Möchtest du eine Änderungen in kleinen Schritten aus dem System heraus?

    Möchtest du eine Revolution?

    "Wenn jeder vor der eigenen Türe kehrt, ist überall gekehrt."

    Auch eine Revolution ist nicht unbedingt ein großer Knall wo plötzlich alles anders ist, 
    aber "kleine Schritte" werden wohl nicht reichen und vor meiner Tür habe ich nur we-
    nig zu kehren, bei Wohlhabenden sieht dies wohl anders aus...

  • 27.01.26, 15:54

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    ohne das "Große Ganze" zu thematisieren...

    Möchtest du eine Änderungen in kleinen Schritten aus dem System heraus?

    Möchtest du eine Revolution?

    "Wenn jeder vor der eigenen Türe kehrt, ist überall gekehrt."

  •  

    Matthias:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Hinter Unternehmen stecken bei Großkonzernen auch Anleger, die Gewinnerwartungen haben, 
    folglich sind die Verantwortlichen auch unter Druck die Anlegererwartungen zu erfüllen...
     

    Anleger sind auch Menschen. Da sind wir wieder bei deren Schwächen. Und meinem Satz: "Verzicht ist der Wohlstand des Weisen". 

     

    Aber ein Tipp: Es gibt die GLS-Bank, welche mit dem Zinsverzicht von Anlegern gemeinwirtschaftliche Projekte fördert. Geht also auch. 

    Anleger schauen auf Zahlen, sie sind soweit weg von den Beschäftigten und ihnen kann es
    auch egal sein, wie Entscheidungen der Unternehmen auf diese wirken, wenn das Unter-
    nehmen nicht profitabel genug ist, dann investieren sie halt woanders....

    Du lenkst die Aufmerksamkeit auf Leuchttürme ohne das "Große Ganze" zu thematisieren...

  •  

    Matthias:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Gewinnbeteiligung der Beschäftigten am Unternehmen wäre ein Anfang, dass Beschäftigte
    mitbestimmen können bei Unternehmensentscheidungen, gerade weil es auch um ihren 
    Job geht...

    warum bezahlt man für Kapitalgewinne aus Spekulationen weniger Steuern bzw. keine So-
    zialabgaben als bei einem regulären Vollzeitjob? Es ist zwar vollkommen logisch, dass sich
    der Staat fragen muss, wie er sich finanziert, sollte sich aber auch Gedanken darüber
    machen wie er diese Finanzierung möglichst fair gestaltet und nicht einzelne übermäßig 
    bevorzugen, die Erbschaftssteuer ist zum Beispiel ein Instrument um zu verhindern dass
    sich zu viel Kapital in den Händen einzelner ansammelt, klar sollte man dabei auch über-
    legen, dass deswegen keine Betriebe geschlossen werden müssen, damit Erben die Steuer
    zahlen können, etc pp

    In Deutschland gibt es viele Unternehmen, die die Beteiligung der Mitarbeitenden am Produktivvermögen fördern. Dazu gehören insbesondere die Großunternehmen. Aber eben auch kleinere Unternehmen, die ansonsten völlig unattraktiv für Arbeitnehmer wären.

     

    Ich will den Kapitalismus im übrigen nicht verteidigen - ich wüsste nur gerne, was das Alternativkonzept wäre.  

     

    Du nennst jetzt aber einen anderen Punkt: Das System wäre für dich schon ok, wenn die Besteuerung von Kapitalgewinnen anders wäre? Na, dafür gibt es ja Parteien, die genau das wollen. Die kannst du wählen. Und falls du mehr tun möchtest: Tritt mal in eine Partei ein und kämpfe für dieses Ziel. Sich auf die Tribüne zu setzen und hereinzurufen - das kämpfen also anderen zu überlassen - führt nämlich zu wenig und dauert.

     

    Der Staat, das sind wir. Ist eigentlich ganz einfach. 

     

    Und das Thema Erbschaftssteuer ist ja gerade in aller Munde, da kannst du dann ja mal schauen, wie wichtig dir das Thema wirklich ist. Da liegen die Karten von allen Parteien auf dem Tisch. Lustig ist, dass sogar die Leute dagegen wettern, die gar keine Steuer befürchten müssen. Aber das ist ein andere s Thema.

     

    Passt das so für dich?

     

    Viele Grüße

    Matthias

    Beispiel Autoindustrie, sie haben auf den Diesel gesetzt obwohl sie wissen mussten, dass sie den
    Dieselmotor niemals sauber bekommen, die Beschäftigten sollen es nun ausbaden, dass ist für 
    dich fair? Das Gegenkonzept wäre eine antifaschistische Wirtschaftspolitik die sich am Menschen
    und nicht an Unternehmern ausrichtet: Antifaschistische Wirtschaftspolitik – Wikipedia der Staat
    sind wir? Reiche haben nachweislich mehr Einfluss auf politische Entscheidungen und der Staat
    entscheidet überproportional oft zu ihren Gunsten und vergessen dabei die "einfachen Bürger*-
    innen: Haben Reiche mehr Einfluss? warum wird ständig vorgerechnet wie teuer die Armen sind
    und wie man bei ihnen noch sparen kann, aber gibt es keine verlässlichen Daten wie reich die 
    Wohlhabenden wirklich sind bzw. ernsthafte Versuche der Regierung die Kluft zu schließen? 

  • 27.01.26, 15:33

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Matthias:

     

     

    Gilt aus meiner Sicht erst, wenn eine KI über ein Unternehmen autonom entscheidet. 

     

    Bis dahin stellen ausschließlich Menschen Ansprüche an die Produktivität von Unternehmen: Entweder die Kapitaleigner (= Menschen; in dem Punkt hat Paul in der Systembeschreibung völlig recht) oder die Aufsichtsräte (= Menschen) oder die Geschäftsführungen (=Menschen).

     

    Niemand anderes kann irgendjemanden nötigen. Ein Unternehmen ist nichts weiter als eine Organisationsform.

    Hinter Unternehmen stecken bei Großkonzernen auch Anleger, die Gewinnerwartungen haben, 
    folglich sind die Verantwortlichen auch unter Druck die Anlegererwartungen zu erfüllen...
     

    Anleger sind auch Menschen. Da sind wir wieder bei deren Schwächen. Und meinem Satz: "Verzicht ist der Wohlstand des Weisen". 

     

    Aber ein Tipp: Es gibt die GLS-Bank, welche mit dem Zinsverzicht von Anlegern gemeinwirtschaftliche Projekte fördert. Geht also auch. 

  • 27.01.26, 15:31

     

    Matthias:

    Passt das so für dich?

    Ja! (Obwohl ich nicht gemeint war.)

    Ich möchte mich nämlich für deine tiefgründigen, ausgereiften und dennoch verständlichen Gedanken bedanken, Matthias. Danke vielmals!

  • 27.01.26, 15:27 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 15:33.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Gewinnbeteiligung der Beschäftigten am Unternehmen wäre ein Anfang, dass Beschäftigte
    mitbestimmen können bei Unternehmensentscheidungen, gerade weil es auch um ihren 
    Job geht...

    warum bezahlt man für Kapitalgewinne aus Spekulationen weniger Steuern bzw. keine So-
    zialabgaben als bei einem regulären Vollzeitjob? Es ist zwar vollkommen logisch, dass sich
    der Staat fragen muss, wie er sich finanziert, sollte sich aber auch Gedanken darüber
    machen wie er diese Finanzierung möglichst fair gestaltet und nicht einzelne übermäßig 
    bevorzugen, die Erbschaftssteuer ist zum Beispiel ein Instrument um zu verhindern dass
    sich zu viel Kapital in den Händen einzelner ansammelt, klar sollte man dabei auch über-
    legen, dass deswegen keine Betriebe geschlossen werden müssen, damit Erben die Steuer
    zahlen können, etc pp

    In Deutschland gibt es viele Unternehmen, die die Beteiligung der Mitarbeitenden am Produktivvermögen fördern. Dazu gehören insbesondere die Großunternehmen. Aber eben auch kleinere Unternehmen, die ansonsten völlig unattraktiv für Arbeitnehmer wären.

     

    Ich will den Kapitalismus im übrigen nicht verteidigen - ich wüsste nur gerne, was das Alternativkonzept wäre.  

     

    Du nennst jetzt aber einen anderen Punkt: Das System wäre für dich schon ok, wenn die Besteuerung von Kapitalgewinnen anders wäre? Na, dafür gibt es ja Parteien, die genau das wollen. Die kannst du wählen. Und falls du mehr tun möchtest: Tritt mal in eine Partei ein und kämpfe für dieses Ziel. Sich auf die Tribüne zu setzen und hereinzurufen - das Kämpfen also anderen zu überlassen - führt nämlich zu wenig und dauert.

     

    Der Staat, das sind wir. Ist eigentlich ganz einfach. 

     

    Und das Thema Erbschaftssteuer ist ja gerade in aller Munde, da kannst du dann ja mal schauen, wie wichtig dir das Thema wirklich ist. Da liegen die Karten von allen Parteien auf dem Tisch. Lustig ist, dass sogar die Leute dagegen wettern, die gar keine Steuer befürchten müssen. Aber das ist ein andere s Thema.

     

    Passt das so für dich?

     

    Viele Grüße

    Matthias

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