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  • Keine Zeit?? Nur noch arbeiten – ernsthaft jetzt?

    Diskussion · 167 Beiträge · 17 Gefällt mir · 2.104 Aufrufe
    Ray aus Schwarzenburg

    Was ist eigentlich mit uns passiert? Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Kein Wunder muss man heute fürs Spazieren im Wald plötzlich einen Achtsamkeitskurs buchen – natürlich nicht gratis. Für etwas, das früher einfach gesunder Menschenverstand war.

    Was denkt ihr darüber?
    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    23.01.26, 08:27 - Zuletzt bearbeitet 23.01.26, 08:39.

Beiträge

  •  

    Matthias:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ich habe sicher kein 100% tragfähiges Konzept, aber zu Zeiten des Wirtschaftswunders, was
    sicher auch bedingt durch die Investitionen des Marshallplans und die Leute grundlegendes Wiederaufbauen und Neuanschaffen mussten, geprägt war, gab es noch viel höhere Steuersätze und der Staat hat mehr Einfluss auf die Wirtschaft geltenden gemacht, Unternehmen haben trotzdem investiert, wenn sie, ein für sie lohnendes Geschäft sahen....

    Ich denke zwar nicht, dass ein zentral agierender Staat oder Bundesland, der bessere Unter
    nehmer wäre, er sollte sich darauf beschränken, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, aber ergesellschaftung oder Genossenschaften, die nicht den Profit, sondern das Gemeinwohl in den Vordergrund stellen, sind, wenn sie ihre Entscheidungen vor Ort und mit denen die davon betroffen sind treffen, sicher besser als Privatunternehmen, die vor allem auf Profit aus sind...

    Gerade bei der Daseinsfürsorge, sollte es nämlich nicht um Gewinn sondern um Nutzen für
    die Menschen gehen...

     

    Völlig richtig - es gab höhere Steuersätze - und es war für europäische Unternehmen viel schwerer, Produktion ins Ausland zu verlagern. 

     

    Es gab kaum Faktoren, die relevant dafür waren, dass man ins Ausland gegangen ist. Die Verkaufsmargen waren fürstlich, weil die Nachfrage das Angebot überstieg. Wettbewerb war ein Fremdwort. Und heute? Die Asiaten sind besser ausgebildet, verdienen vielfach weiterhin deutlich weniger als die Mitarbeiter in Deutschland und der Automatisierungsgrad ist genauso hoch.

     

    Woher soll da Geld für den Aufbau kapitalintensiver Unternehmen kommen? Aus dem Einsammeln von Genossenschaftsguthaben?

     

    Das klappt nicht einmal für ein Seniorenheim, was dringend gebraucht würde.

    Geschäftsbanken vergeben Kredite und schöpfen damit Geld😉

  • 27.01.26, 21:30

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Mandi:

     

    Kannst du uns ein Szenario grob beschreiben, das deinen Vorstellungen entspricht?

    Ich habe sicher kein 100% tragfähiges Konzept, aber zu Zeiten des Wirtschaftswunders, was
    sicher auch bedingt durch die Investitionen des Marshallplans und die Leute grundlegendes Wiederaufbauen und Neuanschaffen mussten, geprägt war, gab es noch viel höhere Steuersätze und der Staat hat mehr Einfluss auf die Wirtschaft geltenden gemacht, Unternehmen haben trotzdem investiert, wenn sie, ein für sie lohnendes Geschäft sahen....

    Ich denke zwar nicht, dass ein zentral agierender Staat oder Bundesland, der bessere Unter
    nehmer wäre, er sollte sich darauf beschränken, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, aber ergesellschaftung oder Genossenschaften, die nicht den Profit, sondern das Gemeinwohl in den Vordergrund stellen, sind, wenn sie ihre Entscheidungen vor Ort und mit denen die davon betroffen sind treffen, sicher besser als Privatunternehmen, die vor allem auf Profit aus sind...

    Gerade bei der Daseinsfürsorge, sollte es nämlich nicht um Gewinn sondern um Nutzen für
    die Menschen gehen...

     

    Völlig richtig - es gab höhere Steuersätze - und es war für europäische Unternehmen viel schwerer, Produktion ins Ausland zu verlagern. 

     

    Es gab kaum Faktoren, die relevant dafür waren, dass man ins Ausland gegangen ist. Die Verkaufsmargen waren fürstlich, weil die Nachfrage das Angebot überstieg. Wettbewerb war ein Fremdwort. Und heute? Die Asiaten sind besser ausgebildet, verdienen vielfach weiterhin deutlich weniger als die Mitarbeiter in Deutschland und der Automatisierungsgrad ist genauso hoch.

     

    Woher soll da Geld für den Aufbau kapitalintensiver Unternehmen kommen? Aus dem Einsammeln von Genossenschaftsguthaben?

     

    Das klappt nicht einmal für ein Seniorenheim, was dringend gebraucht würde.

  •  

    Matthias:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Nein, dass blosse setzen auf den Dieselmotor ist noch keine Wirtschaftskriminalität, dies wahr lediglich der Fall, weil man Dieselmotoren auf den Papier sauberer gemacht hat, als sie im Realgebrauch waren, 

    die Beschäftigten die auf diese Entscheidung null Einfluss hatten, müssen nun um ihre Jobs 
    fürchten und ihnen wird gesagt, dass die Unternehmen nun sparen müssen, was zu Lohn-
    forderungzurückhaltung und meist auch schlechteren Arbeitsbedingungen führt...

    Reiche haben mehr Einfluss, weil sie über Lobbying mehr Gehör finden, Politiker sie gerne um sich haben und zu ihren Charityevents gehen, siehe dazu auch Parteispenden etc pp. 

     Eine Mehrheit der Deutschen von 62% fordert eine höhere Besteuerung von Vermögen, warum wird es also nicht umgesetzt, genau, weil sie gegen ihre eigenen Interessen wählen:
    Milliarden-Einnahmen oder hohe Verluste: Soll die Vermögensteuer zurückkehren?

     

    Wegen des Dieselskandals hat niemand seinen Job verloren - außer mitverantwortliche Manager. Und verliert auch kein weiterer seinen Job. 

     

    Der Personalabbau in der Automobilindustrie im wesentlichen hat zwei Ursachen:

    1. Der Absatz von PKW stockt bei gleichzeitigem Produktivitätsgewinn.

    2. Der Absatz von elektrischen PKW steigt, diese sind aber günstiger herzustellen (die Motorkomponenten, Antriebsstrang etc. sind wesentlich unaufwändiger in Produktion und Einbau. 

     

    Wovon Politiker vor allem abhängig sind: Wählerstimmen. Wenn sie Gruppen zusammenschließen (z.B. Gewerkschaften) und selbst Lobbyismus betreiben, sind sie aus meiner Sicht wirkungsvoller als Unternehmer oder Konzerne. Denn Konzerne sind nicht wahlberechtigt. 

     

    Aber schau gerne mal, wie sich die Mitgliederzahlen von Gewerkschaften entwickelt haben. Die Arbeitnehmer haben vergessen, wer ihre Interessen vertritt. 

     

    Und bitte entschuldige, dass ich das sage: Wenn die Wähler entgegen ihrer eigenen Interessen wählen: Ist ihnen dann noch zu helfen?

     

     

     

    "Der Schock des Dieselskandals sitzt noch tief in den Unternehmen", sagt der Automobilexperte Stefan Bratzel. "Der Skandal hat viel Geld gekostet, das man gebraucht hätte, um die Transformation gut zu bestehen. Aber er war auch der Auftakt für eine neue Zeitrechnung."

    Neue Zeitrechnung? Lernfähigkeit? Der Anwalt Ralph Sauer hat da einen anderen Eindruck von Volkswagen: "Die sind nicht lernfähig, es geht immer um den maximalen Profit." Das zeige sich jetzt wieder in der jüngsten Debatte um Schadstoffe in einem VW-Campermodell:
    Zehn Jahre Dieselskandal bei Volkswagen - und kein Ende in Sicht | tagesschau.de 
    wenn sie gleich auf E- Mobilität gesetzt hätten, dann würden sie aktuell wohl auch schon mehr 
    Marktanteile haben, nun freuen sie sich über das Freihandelsabkommen mit Indien und hoffen
    einen neuen Markt für sich erschließen zu können...

    klar sind Politiker auf Wählerstimmen angewiesen, aber ihre Politik verkaufen sie denen dann 
    als alternativlos, weil man ja wirtschaftlich denken müsse, sieht man aktuell ja auch....

     

  • 27.01.26, 21:14

     

    Elena:

     

    Matthias:

     

    Du hast die Meinung, dass du ein System stürzen, weißt aber nicht, welches an dessen Stelle treten soll? Und fragst dann mich, der mit seinen Fragen dich verstehen wollte?

     

    Ich glaube, wir kommen auf keinen grünen Zweig.

     

    Ich habe das Stürzen des Systems als Frage gestellt in der Hoffnung, dass jemand in dieser Meinung/ ggf Denkprozess schon weiter ist, da gewisse Tendenzen zu beobachten sind, welche in destruktive Richtung gehen. 

    Du beschäftigst Dich rhetorisch mit der

    Frage (Option), den Ast, auf dem Du sitzt, abzusägen 🤭❓️

  •  

    Stefan:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Es ist sicher richtig, dass man auch mit Arbeit, in den Klub der Wohlhabenden, laut allgemeiner
    Definition der Bundesregierung, aufgenommen werden kann, aber dies ist nicht der Wohlstand den ich meinte, laut Forbes haben 75% der Miliardäre ihr Vermögen ererbt und ich würde auch 
    sagen, dass man so ein Vermögen nicht mit Arbeit, sondern allerhöchstens mit Gewinnen aus
    Finanzgeschäften etc. erwirtschaften kann: #Faktenfuchs: Milliardäre in Deutschland - drei Viertel Erben? | BR24

     

    Na gut, eben waren wir noch bei "ohne Arbeit sein Leben finanzieren können" und jetzt bei Milliardären. Ein relativ großer Sprung 😉

     

    Egal. Ich will nun auch nicht alle Superreichen verteidigen, aber weder Erbschaften noch Finanzgeschäfte sind per se direkt unmoralisch. 

     

    Aber das driftet nun auch zu weit vom Tema ab. 

     

    Wie stellst Du Dir eine Finanzierung des eigenen Leben ohne Arbeit vor? Deswegen sprach ich weiter unten davon Kapitalertrag aus Finanzgeschäften und Erbschaften stärker zu besteuern😉

  • 27.01.26, 21:04

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Stefan:

     

     

    Was jemandem "zum Leben reicht" ist sehr subjektiv - genau wie das eigene Empfinden von Wohlstand.

     

    Ich habe es eigentlich nur geschrieben, weil ich denke, dass man mit solchen Aussagen immer etwas aufpassen sollte. Auch ein nicht kleiner Teil der "wohlhabenden" Menschen haben viel und hart dafür gearbeitet, um diesen Stand zu erreichen. Ihnen grundsätzlich unmoralische Methoden vorzuwerfen, ist sicher nicht richtig. Schwarze Schafe gibt's nämlich überall, egal welche Einkommensschicht.

    Es ist sicher richtig, dass man auch mit Arbeit, in den Klub der Wohlhabenden, laut allgemeiner
    Definition der Bundesregierung, aufgenommen werden kann, aber dies ist nicht der Wohlstand den ich meinte, laut Forbes haben 75% der Miliardäre ihr Vermögen ererbt und ich würde auch 
    sagen, dass man so ein Vermögen nicht mit Arbeit, sondern allerhöchstens mit Gewinnen aus
    Finanzgeschäften etc. erwirtschaften kann: #Faktenfuchs: Milliardäre in Deutschland - drei Viertel Erben? | BR24

     

    Na gut, eben waren wir noch bei "ohne Arbeit sein Leben finanzieren können" und jetzt bei Milliardären. Ein relativ großer Sprung 😉

     

    Egal. Ich will nun auch nicht alle Superreichen verteidigen, aber weder Erbschaften noch Finanzgeschäfte sind per se direkt unmoralisch. 

     

    Aber das driftet nun auch zu weit vom Tema ab. 

     

  • 27.01.26, 21:03

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Nein, dass blosse setzen auf den Dieselmotor ist noch keine Wirtschaftskriminalität, dies wahr lediglich der Fall, weil man Dieselmotoren auf den Papier sauberer gemacht hat, als sie im Realgebrauch waren, 

    die Beschäftigten die auf diese Entscheidung null Einfluss hatten, müssen nun um ihre Jobs 
    fürchten und ihnen wird gesagt, dass die Unternehmen nun sparen müssen, was zu Lohn-
    forderungzurückhaltung und meist auch schlechteren Arbeitsbedingungen führt...

    Reiche haben mehr Einfluss, weil sie über Lobbying mehr Gehör finden, Politiker sie gerne um sich haben und zu ihren Charityevents gehen, siehe dazu auch Parteispenden etc pp. 

     Eine Mehrheit der Deutschen von 62% fordert eine höhere Besteuerung von Vermögen, warum wird es also nicht umgesetzt, genau, weil sie gegen ihre eigenen Interessen wählen:
    Milliarden-Einnahmen oder hohe Verluste: Soll die Vermögensteuer zurückkehren?

     

    Wegen des Dieselskandals hat niemand seinen Job verloren - außer mitverantwortliche Manager. Und verliert auch kein weiterer seinen Job. 

     

    Der Personalabbau in der Automobilindustrie im wesentlichen hat zwei Ursachen:

    1. Der Absatz von PKW stockt bei gleichzeitigem Produktivitätsgewinn.

    2. Der Absatz von elektrischen PKW steigt, diese sind aber günstiger herzustellen (die Motorkomponenten, Antriebsstrang etc. sind wesentlich unaufwändiger in Produktion und Einbau. 

     

    Wovon Politiker vor allem abhängig sind: Wählerstimmen. Wenn sie Gruppen zusammenschließen (z.B. Gewerkschaften) und selbst Lobbyismus betreiben, sind sie aus meiner Sicht wirkungsvoller als Unternehmer oder Konzerne. Denn Konzerne sind nicht wahlberechtigt. 

     

    Aber schau gerne mal, wie sich die Mitgliederzahlen von Gewerkschaften entwickelt haben. Die Arbeitnehmer haben vergessen, wer ihre Interessen vertritt. 

     

    Und bitte entschuldige, dass ich das sage: Wenn die Wähler entgegen ihrer eigenen Interessen wählen: Ist ihnen dann noch zu helfen?

     

     

     

  • 27.01.26, 20:55
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Michael wieder gelöscht.
  •  

    Stefan:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Wohlhabend ist man aus meiner Sicht, wenn man nicht mehr Arbeiten müsste und dennoch 
    genug zum Leben hat und diese Menschen haben wohl mehr zu kehren, weil sie mehr Besitz
    haben auf dem man "kehren" müsste....

     

    Was jemandem "zum Leben reicht" ist sehr subjektiv - genau wie das eigene Empfinden von Wohlstand.

     

    Ich habe es eigentlich nur geschrieben, weil ich denke, dass man mit solchen Aussagen immer etwas aufpassen sollte. Auch ein nicht kleiner Teil der "wohlhabenden" Menschen haben viel und hart dafür gearbeitet, um diesen Stand zu erreichen. Ihnen grundsätzlich unmoralische Methoden vorzuwerfen, ist sicher nicht richtig. Schwarze Schafe gibt's nämlich überall, egal welche Einkommensschicht.

    Es ist sicher richtig, dass man auch mit Arbeit, in den Klub der Wohlhabenden, laut allgemeiner
    Definition der Bundesregierung, aufgenommen werden kann, aber dies ist nicht der Wohlstand den ich meinte, laut Forbes haben 75% der Miliardäre ihr Vermögen ererbt und ich würde auch 
    sagen, dass man so ein Vermögen nicht mit Arbeit, sondern allerhöchstens mit Gewinnen aus
    Finanzgeschäften etc. erwirtschaften kann: #Faktenfuchs: Milliardäre in Deutschland - drei Viertel Erben? | BR24

  • 27.01.26, 20:26

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Stefan:

     

     

    Was oder besser wer ist für dich "wohlhabend" ? Warum diese pauschale Unterstellung, dass diese Menschen mehr "zu kehren" haben? 

    Wohlhabend ist man aus meiner Sicht, wenn man nicht mehr Arbeiten müsste und dennoch 
    genug zum Leben hat und diese Menschen haben wohl mehr zu kehren, weil sie mehr Besitz
    haben auf dem man "kehren" müsste....

     

    Was jemandem "zum Leben reicht" ist sehr subjektiv - genau wie das eigene Empfinden von Wohlstand.

     

    Ich habe es eigentlich nur geschrieben, weil ich denke, dass man mit solchen Aussagen immer etwas aufpassen sollte. Auch ein nicht kleiner Teil der "wohlhabenden" Menschen haben viel und hart dafür gearbeitet, um diesen Stand zu erreichen. Ihnen grundsätzlich unmoralische Methoden vorzuwerfen, ist sicher nicht richtig. Schwarze Schafe gibt's nämlich überall, egal welche Einkommensschicht.

  • 27.01.26, 20:01 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 20:18.

     

    Mandi:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Auch eine Revolution ist nicht unbedingt ein großer Knall wo plötzlich alles anders ist, 
    aber "kleine Schritte" werden wohl nicht reichen 

    Kannst du uns ein Szenario grob beschreiben, das deinen Vorstellungen entspricht?

    Ich habe sicher kein 100% tragfähiges Konzept, aber zu Zeiten des Wirtschaftswunders, was
    sicher auch bedingt durch die Investitionen des Marshallplans und die Leute grundlegendes
    Wiederaufbauen und Neuanschaffen mussten, geprägt war, gab es noch viel höhere Steuer-
    sätze und der Staat hat mehr Einfluss auf die Wirtschaft geltenden gemacht, Unternehmen
    haben trotzdem investiert, wenn sie, ein für sie lohnendes Geschäft sahen....

    Ich denke zwar nicht, dass ein zentral agierender Staat oder Bundesland, der bessere Unter-
    nehmer wäre, er sollte sich darauf beschränken, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, aber
    Vergesellschaftung oder Genossenschaften, die nicht den Profit, sondern das Gemeinwohl in
    den Vordergrund stellen, sind, wenn sie ihre Entscheidungen vor Ort und mit denen die da-
    von betroffen sind treffen, sicher besser als Privatunternehmen, die vor allem auf Profit aus sind...

    Gerade bei der Daseinsfürsorge, sollte es nämlich nicht um Gewinn sondern um Nutzen für
    die Menschen gehen...

  • 27.01.26, 19:50 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 20:06.

     

    Matthias:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Beispiel Autoindustrie, sie haben auf den Diesel gesetzt obwohl sie wissen mussten, dass sie den Dieselmotor niemals sauber bekommen, die Beschäftigten sollen es nun ausbaden, dass ist für dich fair? Das Gegenkonzept wäre eine antifaschistische Wirtschaftspolitik die sich am Menschen und nicht an Unternehmern ausrichtet: Antifaschistische Wirtschaftspolitik – Wikipedia der Staat sind wir? Reiche haben nachweislich mehr Einfluss auf politische Entscheidungen und der Staat entscheidet überproportional oft zu ihren Gunsten und vergessen dabei die "einfachen Bürger*- innen: Haben Reiche mehr Einfluss? warum wird ständig vorgerechnet wie teuer die Armen sind und wie man bei ihnen noch sparen kann, aber gibt es keine verlässlichen Daten wie reich die Wohlhabenden wirklich sind bzw. ernsthafte Versuche der Regierung die Kluft zu schließen? 

     

    Das ist simple Wirtschaftskriminalität. Gehört verfolgt und bestraft. Interessanterweise halten aber gleich mehrere Parteien den Diesel weiterhin für ein gutes Antriebsmodell. Und viele Bürger auch. Sogar ohne Manipulation. Und nun?

     

    Frage: Was baden die Beschäftigten in der Beziehung aus? 

     

    Warum haben Reiche nachweislich mehr Einfluss? Vielleicht, weil sie sich stärker für die eigenen Rechte einsetzen? Bist du in einer Gewerkschaft? Bist du in einer Partei? Um Einfluss zu bekommen, muss man etwas tun. Du hast den Intellekt, du stellst Fragen, du hast Ansprüche? Du bist genau der Richtige, um etwas zu bewegen.

     

    Zur antifaschistischen WiPo: Das Konzept zielt stark auf Inflation/Kaufkraftverlust ab. Die Parteien, die höheres Bürgergeld/Grundsicherung wollen, sind nur unterdurchschnittlich gewählt worden. Es braucht also mehr Öffentlichkeit für das Thema. Ich bin da ganz bei dir.

     

    Und ich würde befürworten, Vermögen zu besteuern - nur gibt es auch da keine Mehrheiten. Und ich bin für deutlich höhere Erbschaftssteuern - keine Mehrheiten. Nicht mal in Umfragen.

    Nein, dass blosse setzen auf den Dieselmotor ist noch keine Wirtschaftskriminalität, dies wahr
    lediglich der Fall, weil man Dieselmotoren auf den Papier sauberer gemacht hat, als sie im Re-
    algebrauch waren, 

    die Beschäftigten die auf diese Entscheidung null Einfluss hatten, müssen nun um ihre Jobs 
    fürchten und ihnen wird gesagt, dass die Unternehmen nun sparen müssen, was zu Lohn-
    forderungzurückhaltung und meist auch schlechteren Arbeitsbedingungen führt...

    Reiche haben mehr Einfluss, weil sie über Lobbying mehr Gehör finden, Politiker sie gerne um 
    sich haben und zu ihren Charityevents gehen, siehe dazu auch Parteispenden etc pp. 

     Eine Mehrheit der Deutschen von 62% fordert eine höhere Besteuerung von Vermögen, war-
    um wird es also nicht umgesetzt, genau, weil sie gegen ihre eigenen Interessen wählen:
    Milliarden-Einnahmen oder hohe Verluste: Soll die Vermögensteuer zurückkehren?

  •  

    Stefan:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    ... bei Wohlhabenden sieht dies wohl anders aus...

     

    Was oder besser wer ist für dich "wohlhabend" ? Warum diese pauschale Unterstellung, dass diese Menschen mehr "zu kehren" haben? 

    Wohlhabend ist man aus meiner Sicht, wenn man nicht mehr Arbeiten müsste und dennoch 
    genug zum Leben hat und diese Menschen haben wohl mehr zu kehren, weil sie mehr Besitz
    haben auf dem man "kehren" müsste....

  • 27.01.26, 17:53

     

    Sepp:

     

    Matthias:

     

     

    Hey Sepp,

     

    wie sieht dein System zur Aushandlung von Einkommen aus?

    Anprangern reicht m.M.n. nicht - immer gleich die Lösung dazuschreiben. Vom Problem benennen ändert sich nichts.

     

    Darf auch kurz und knapp sein - á la "Mindestlohn für alle" o.ä.

     

    Viele Grüße

    Matthias

     

     

    Dazu habe ich mich zur genüge geäussert.

    Du forderst am besten weiterhin MEHR, vorallem auch mehr Gewerkschaften, die noch mehr fordern und am dringendsten braucht es dann ganz zum schluss, noch vieeeeel mehr Psychiatrien.......und Antidepressiva😜

     

    Ich fordere mehr ENGAGEMENT, wenn man unzufrieden ist. Nichts weiter. Wenn es den Menschen gut geht, ist doch alles fein. 

     

    Witzig wie du schreibst. Nur witzig 😜.

  • 27.01.26, 17:49

     

    Mandi:

     

    Matthias:

     

    Interessanterweise halten aber gleich mehrere Parteien den Diesel weiterhin für ein gutes Antriebsmodell. Und viele Bürger auch. Sogar ohne Manipulation. Und nun?

    Vielleicht nicht direkte Manipulationen, aber Lobbying ist allgegenwärtig. Also in Form der engen Verbindungen von Wirtschaft und Politik.

     

    Es ist ja nicht so, dass nur große Unternehmen Lobbying machen, der da wären:

     

    - Gewerkschaften

    - Umweltverbände

    - Sozial-, Kirchen- und Wohlfahrtsverbände

    - usw.

     

    Kurz gesagt: Es ist nicht nur Wirtschaft, die Lobbying vollzieht. Auch in diesen Verbänden kann man sich engagieren und sich für eine bessere Politik einsetzen. Und Menschen für bestimmte politische Ideen gewinnen.

  • 27.01.26, 17:37

     

    Matthias:

     

    Sepp:

     

    Dass hier nicht die Rede von Habgierigen vierbeinigen Raubtieren gemeint ist, das erklãre ich nicht auch noch.

    Der Pöbel hat sich zb. AUCH in Gewerkschaften gegen die Bösen Organisiert und FORDERT immer noch mehr, bis zum GEHT NICHT mehr um nochmals unerfüllbarere Forderungen zu stellen.

    Bald ist 1. Mai und wieder fordern sie nochmals viel mehr, anstatt WENIGER zu fordern.

    Weniger Arbeitszeit, weniger Produktion  die sowieso nur zum Entsorgen hergestellt wird

     

    Hey Sepp,

     

    wie sieht dein System zur Aushandlung von Einkommen aus?

    Anprangern reicht m.M.n. nicht - immer gleich die Lösung dazuschreiben. Vom Problem benennen ändert sich nichts.

     

    Darf auch kurz und knapp sein - á la "Mindestlohn für alle" o.ä.

     

    Viele Grüße

    Matthias

     

     

    Dazu habe ich mich zur genüge geäussert.

    Du forderst am besten weiterhin MEHR, vorallem auch mehr Gewerkschaften, die noch mehr fordern und am dringendsten braucht es dann ganz zum schluss, noch vieeeeel mehr Psychiatrien.......und Antidepressiva😜

  • 27.01.26, 17:32

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Matthias:

     

    Anleger sind auch Menschen. Da sind wir wieder bei deren Schwächen. Und meinem Satz: "Verzicht ist der Wohlstand des Weisen". 

     

    Aber ein Tipp: Es gibt die GLS-Bank, welche mit dem Zinsverzicht von Anlegern gemeinwirtschaftliche Projekte fördert. Geht also auch. 

    Anleger schauen auf Zahlen, sie sind soweit weg von den Beschäftigten und ihnen kann es
    auch egal sein, wie Entscheidungen der Unternehmen auf diese wirken, wenn das Unter-
    nehmen nicht profitabel genug ist, dann investieren sie halt woanders....

    Du lenkst die Aufmerksamkeit auf Leuchttürme ohne das "Große Ganze" zu thematisieren...

    Dann thematisiere doch gerne das "Große Ganze". Ich gehe gerne darauf ein.

     

  • 27.01.26, 17:24

     

    Mandi:

     

    Gerne.

     

    Auch wenn ich im Detail nicht überall mit deiner Meinung übereinstimme (so glaube ich, der Kapitalismus ist zumindest stark überholungsbedürftig, da wir uns jetzt in anderen Umständen befinden als "damals", als er "erfunden" wurde), so schätzte ich deine klaren Stellungnahmen und Aussagen.

     

    Den Menschen direkt zu verändern zu versuchen, hat bisher immer nur eine Menge Elend und Tod gebracht. Da hilft nur "vor der eigenen Türe kehren" und als Vorbild wirken, in meinem Sinne - weitergeben.

     

    Von Paul gibt es keine substanziellen Antworten, ich habe ihn vor einiger Zeit auch schon mal was konkretes gefragt - keine Antwort.

     

    Es ist auch schwierig, denn Kreativität ist gut eine Größenordnung schwieriger als Kritik.

     

     

     

    Mit der These "der Kapitalismus ist zumindest stark überholungsbedürftig" gebe ich dir recht. Die Parteien, die die eher auf der Agenda haben, sind in Deutschland gerade weniger angesagt. Wird also dauern ...

     

    Ich bezweifle jedoch, dass eine Mehrheit überhaupt etwas ändern will. Bislang gibt es noch zu viele, die etwas zu verlieren haben. Aber auch in anderen Systemen (DDR und so) hat man sich arrangiert. Ich glaube, dass es nur auf wenigen Politikfeldern überhaupt einen gesellschaftlichen Konsens gibt. 

     

    In der Höhle hat es auch nur funktioniert, weil man den anderen essentiell brauchte. Heute kommen nicht einmal Nachbarn miteinander oder Familien mit sich selbst klar.

     

    Ich nenne es mal "Anspruchshaltung".

  • 27.01.26, 17:23

     

    Mandi:

     

    Elena:

    Ich habe das Stürzen des Systems als Frage gestellt in der Hoffnung, dass jemand in dieser Meinung/ ggf Denkprozess schon weiter ist, da gewisse Tendenzen zu beobachten sind, welche in destruktive Richtung gehen. 

    Du selber hast zumindest auch eine Idee?

    Klar doch……………….. 😉😁

  • 27.01.26, 17:11

     

    Elena:

     

    Paul:

     

    Du bedienst und reproduzierst gerade den Mythos zwischen "dem schaffenden und raffenden Kapital". Ein Mythos aus der NS-Zeit!

    Für Kleinunternehmen besteht ein systemischer Zwang die gleichen Ausbeutungsstrategien anzuwenden, andernfalls scheiden sie aus.

    Sorry, dass ich dich auf solche Assoziationen gebracht habe. Wie überwindet man den systematischen Zwang? Noch besser: wie stürzt man das System?

     

    Hm. Interessant.

     

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