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  • Keine Zeit?? Nur noch arbeiten – ernsthaft jetzt?

    Diskussion · 16 Beiträge · 1 Gefällt mir · 255 Aufrufe
    Ray aus Schwarzenburg

    Was ist eigentlich mit uns passiert? Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Kein Wunder muss man heute fürs Spazieren im Wald plötzlich einen Achtsamkeitskurs buchen – natürlich nicht gratis. Für etwas, das früher einfach gesunder Menschenverstand war.

    Was denkt ihr darüber?
    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    Heute, 08:27 - Zuletzt bearbeitet Heute, 08:39.

Beiträge

  • Heute, 13:23

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

  • Heute, 09:58

     

    Ray:

    Hallo Mandi, ich mach dies heute noch und teilweise sogar mit meinem 29 Jährigen Sohn. Es gibt nichts schöneres als sich in der Natur aufzuhalten und Beeren zu pflücken und sich gleich in den Mund stossen. 

    Sehr schön! Wenn er es an seine Kinder oder du an deine Enkel weitergibst - Perfekt.

    Also als Option natürlich nur.

     

    Andererseits, wenn alle in den Wald stürmen um Beeren zu pflücken und Pilze zu sammeln? Aber das ist eine andere Geschichte.

     

  • Heute, 09:55 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:55.

     

    'ela':

    Mir hat vor einiger Zeit ein weiser Mann gesagt: "das Leben ist einfach wenn man weiss wie es geht"

    Und vor allem geht es für jede und jeden anders.

  • Heute, 09:54

     

    Mandi:

     

    Ray:

     

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Das ist ein sehr vielschichtiges Thema.

     

    Manche leben, um zu arbeiten. Manche arbeiten, um zu leben. Als Endpole.

     

    Erschöpfung: Unentwegter Bewegtbildkonsum erschöpft, das menschliche Gehirn ist nicht dafür gebaut bzw. noch nicht daran angepasst. Weiters fließt seit Jahrzehnten technischer Fortschritt fast ausschließlich in Produktivitätssteigerung und nicht in mehr Freizeit.

     

    Ja, früher wanderte man, pflückte Beeren, sammelte Pilze. Und erdete sich dabei ganz automatisch. "Unsere" Generation hat das noch intus, viele jüngere nicht mehr, die müssen dafür Kurse belegen.

     

    "Keine Zeit" = "Kein Interesse". Die einfachste Begründung oder Ausrede.

    Hallo Mandi, ich mach dies heute noch und teilweise sogar mit meinem 29 Jährigen Sohn. Es gibt nichts schöneres als sich in der Natur aufzuhalten und Beeren zu pflücken und sich gleich in den Mund stossen. Und wie Du so schön schreibst... Keine Zeit....

  • Heute, 09:54 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:58.

     

    Ray:

    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    Ich meine, nicht gegen Überstunden eingetauscht, sondern gegen das Smartphone. *kein Scherz*

  • Heute, 09:51 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:53.

     

    Ray:

     

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Das ist ein sehr vielschichtiges Thema.

     

    Manche leben, um zu arbeiten. Manche arbeiten, um zu leben. Als Endpole.

     

    Erschöpfung: Unentwegter Bewegtbildkonsum erschöpft, das menschliche Gehirn ist nicht dafür gebaut bzw. noch nicht daran angepasst. Weiters fließt seit Jahrzehnten technischer Fortschritt fast ausschließlich in Produktivitätssteigerung und nicht in mehr Freizeit.

     

    Ja, früher wanderte man, pflückte Beeren, sammelte Pilze. Und erdete sich dabei ganz automatisch. "Unsere" Generation hat das noch intus, viele jüngere nicht mehr, die müssen dafür Kurse belegen.

     

    "Keine Zeit" = "Kein Interesse". Die einfachste Begründung oder Ausrede. Und das Handy hat fast immer Priorität. *Scherz*

  • Heute, 09:50

    Mir hat vor einiger Zeit ein weiser Mann gesagt: "das Leben ist einfach wenn man weiss wie es geht"

    Ist, finde ich, ein guter Vorsatz/eine Challenge oder wie auch immer...

    Ja, ich arbeite noch daran😉jeden Tag💫

  • Heute, 09:37

     

    Matthias:

    Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Ich finde kopflos ist gerade ein Mann besonders, der über den großen Teich seine Meinung schneller wechselt als andere ihr Unterwäsche. 

     

    Ansonsten "verkaufst" Du es schlechter als es ist... denn de facto arbeiten die meisten (inkl. Pause) 9 Std. am Tag...plus An-/Abfahrt und Vorbereiten, sind wir 11-12 Std. damit beschäftigt, dass am Ende des Monats Geld auf dem Konto landet. Wer dann noch 8 Std. schläft, ca. 1-1,5 Std. mit Essen verbringt, hat rein rechnerisch am Ende des Tages noch 1-3 Std. übrig ( darin noch nicht enthalten, ist einkaufen, tanken etc.) ... und in denen man ab ca. 40 Jahren auch einfach froh ist die Beine hochzulegen. 
    Der ein oder andere (wie ich) muss noch mit Hund raus... oder andere Mami-Taxi spielen oder Hausaufgaben Polizei. 
    Dann möchte man vielleicht noch Sport machen... und der Partner braucht auch noch ein offenes Ohr/Nähe etc. 
     

    schuften bis zum Umfallen

    Ich las mal in einem Buch: "Du hast immer 3 Möglichkeiten... Love it (akzeptiere es), Change it (ändere es) oder Leave it (verlasse es), was in allen Lebensbereichen zum Tragen kommt."

     

    Ansonsten hoffe ich, dass Du jetzt nicht auf den selben Zug aufspringst wie die GenZ, die meint, dass das ganze Leben nicht nur aus Arbeiten bestehen kann, sondern auch chillen, Spaß haben und Wellness. Nun ja, dies wird nie möglich sein, denn den Wohlstand (!), den wir hier in D/A/CH (bzw. Europa) haben, kann man nicht durch Nichtstun aufrecht erhalten. 

    Man kann nicht den Anspruch haben am Ende nur halbtags zu arbeiten und soviel zu verdienen, dass man Fernreisen machen kann, sich eine gr. Wohnung/Haus leisten kann, jederzeit einkaufen gehen kann, einen sauberen Park zum spazieren gehen "vorfindet" und am Ende des Monats noch so viel auf dem Konto hat, dass man für die Rente vorsorgen kann und mit 60 Jahren aufhört zu arbeiten... aber ich denke dies ist hier nicht gemeint. 

     

    Ich kenne ansonsten eine Menge Menschen, die mit mir wöchentlich wandern gehen... und da ich Wandern als Ausgleich sehe und nicht als Sport (wie viele Wanderführer hier), wo entscheidend ist was für einen Schnitt man abläuft... sondern bei mir die Menschen und das Genießen in den Vordergrund rückt, kann ich Deine Sichtweise auch nicht nachvollziehen. 

     

    Die einzige auf die obige Beschreibung zutrifft, war meine Mutter, die zu Arbeitszeiten mit Leib und Seele Ärztin war und darin aufgegangen ist und gearbeitet hat bis zur Erschöpfung... aber jetzt in der Rente sich nur um ihr Hobby kümmert. Sonst ist mir kein Workaholic bekannt, der so wie Du beschrieben hast "nicht auf sich achtet" und nach der Arbeit achtsam ist. 

    Ich glaube, wir sind gar nicht so weit auseinander, wie es vielleicht wirkt. Mir geht es nicht darum, Arbeit grundsätzlich schlechtzureden oder Wohlstand zu negieren. Mir ist bewusst, wie viel Zeit und Energie der Alltag realistisch frisst – genau das hast du ja sehr treffend beschrieben.

    Mein Punkt war eher: Dass bei all dem Organisieren, Funktionieren und Abarbeiten das „Schöne“ oft automatisch nach hinten rutscht – nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung. Und dass man das zumindest reflektieren darf, ohne gleich in ein „GenZ-Chillen“-Narrativ zu rutschen.

    Dass viele Menschen ihren Ausgleich finden (Wandern, Hund, Familie, Hobbys), ist gut und wichtig – gleichzeitig kenne ich eben auch genug, bei denen dafür kaum noch echte Energie bleibt. Beides existiert nebeneinander.

  • Heute, 09:30

    Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Ich finde kopflos ist gerade ein Mann besonders, der über den großen Teich seine Meinung schneller wechselt als andere ihr Unterwäsche. 

     

    Ansonsten "verkaufst" Du es schlechter als es ist... denn de facto arbeiten die meisten (inkl. Pause) 9 Std. am Tag...plus An-/Abfahrt und Vorbereiten, sind wir 11-12 Std. damit beschäftigt, dass am Ende des Monats Geld auf dem Konto landet. Wer dann noch 8 Std. schläft, ca. 1-1,5 Std. mit Essen verbringt, hat rein rechnerisch am Ende des Tages noch 1-3 Std. übrig ( darin noch nicht enthalten, ist einkaufen, tanken etc.) ... und in denen man ab ca. 40 Jahren auch einfach froh ist die Beine hochzulegen. 
    Der ein oder andere (wie ich) muss noch mit Hund raus... oder andere Mami-Taxi spielen oder Hausaufgaben Polizei. 
    Dann möchte man vielleicht noch Sport machen... und der Partner braucht auch noch ein offenes Ohr/Nähe etc. 
     

    schuften bis zum Umfallen

    Ich las mal in einem Buch: "Du hast immer 3 Möglichkeiten... Love it (akzeptiere es), Change it (ändere es) oder Leave it (verlasse es), was in allen Lebensbereichen zum Tragen kommt."

     

    Ansonsten hoffe ich, dass Du jetzt nicht auf den selben Zug aufspringst wie die GenZ, die meint, dass das ganze Leben nicht nur aus Arbeiten bestehen kann, sondern auch chillen, Spaß haben und Wellness. Nun ja, dies wird nie möglich sein, denn den Wohlstand (!), den wir hier in D/A/CH (bzw. Europa) haben, kann man nicht durch Nichtstun aufrecht erhalten. 

    Man kann nicht den Anspruch haben am Ende nur halbtags zu arbeiten und soviel zu verdienen, dass man Fernreisen machen kann, sich eine gr. Wohnung/Haus leisten kann, jederzeit einkaufen gehen kann, einen sauberen Park zum spazieren gehen "vorfindet" und am Ende des Monats noch so viel auf dem Konto hat, dass man für die Rente vorsorgen kann und mit 60 Jahren aufhört zu arbeiten... aber ich denke dies ist hier nicht gemeint. 

     

    Ich kenne ansonsten eine Menge Menschen, die mit mir wöchentlich wandern gehen... und da ich Wandern als Ausgleich sehe und nicht als Sport (wie viele Wanderführer hier), wo entscheidend ist was für einen Schnitt man abläuft... sondern bei mir die Menschen und das Genießen in den Vordergrund rückt, kann ich Deine Sichtweise auch nicht nachvollziehen. 

     

    Die einzige auf die obige Beschreibung zutrifft, war meine Mutter, die zu Arbeitszeiten mit Leib und Seele Ärztin war und darin aufgegangen ist und gearbeitet hat bis zur Erschöpfung... aber jetzt in der Rente sich nur um ihr Hobby kümmert. Sonst ist mir kein Workaholic bekannt, der so wie Du beschrieben hast "nicht auf sich achtet" und nach der Arbeit achtsam ist. 

  • Heute, 09:16 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:40.

     

    Ray:

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    Komisch, ja, denn zu arbeiten ist mit das Schönste im Leben. Oder zu arbeiten, bis der Geist oder der Körper es nicht mehr zulassen, ist für mich selbstverständlich. Auch ist der Montag ein genussreicher Tag, wie jeder andere. Zeit haben wir alle 24h am Tag, die Verantwortung liegt bei jedem selbst, diese für sich persönlich wundervoll zu nutzen und zu gestalten, und ich liebe und genieße jede einzelne Sekunde. 

    Aber nicht nur in dem Bereich herrscht in der Gesellschaft gedankliche🧠Fehlleitung.  

  • Heute, 09:06 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:21.

    Kurz gesagt:
    Der gesunde Menschenverstand ist nicht weg, er wird nur vermarktet.
    Erst erzeugt das System Stress, Zeitmangel und Unsicherheit. Dann verkauft es uns Kurse, Coaches und Tools, um damit klarzukommen. Die Botschaft darin..du bist das Problem, nicht die Umstände.
    Was dabei verloren geht, ist das Zweckfreie: einfach gehen, nichts leisten, nichts optimieren.
    Vielleicht ist genau das heute schon leiser Widerstand.

    Ja, es gibt Menschen, die gern arbeiten und dankbar sind, dass sie es können.
    Wie viel Arbeit gut tut, ist jedoch keine allgemeine Regel...das ist eine individuelle Frage.

  • Heute, 08:58

     

    Fritz:

     

    Ray:

     

    Genau! Und darin bin ich gut....

    Das Problem ist nur, du bist damit so wie alle

    Damit gehörst du zu den bitteren.

    Und für die gibt es keine Gnade.

    Du hast recht! Nur...ich habe Zeit und nehme mir sie auch! Und Du?

  •  

    Ray:

     

    Fritz:

    Was du hier machst, ist das, was alle machen.

    Motzen, unzufrieden sein, vorwürfe machen.

     

    Genau! Und darin bin ich gut....

    Das Problem ist nur, du bist damit so wie alle

    Damit gehörst du zu den bitteren.

    Und für die gibt es keine Gnade.

  • Heute, 08:56

     

    Fritz:

    Was du hier machst, ist das, was alle machen.

    Motzen, unzufrieden sein, vorwürfe machen.

     

    Ahh, fühlst Du Dich angesprochen?

  • Heute, 08:55
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  • Was du hier machst, ist das, was alle machen.

    Motzen, unzufrieden sein, vorwürfe machen.

     

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