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  • 17.03.26, 14:40

    für mich ist das Wort "abgöttisch" etwas das mit Abhängigkeit zu tun hat, also nichts Schönes. Denn wenn ich etwas so liebe, da geht es nur mehr um besitzen wollen...haben wollen..........krankhaft und was ist schon Liebe? Die, die einen trifft wie der Blitz???, die vergeht auch bald wieder und die Liebe die bleibt da ist viel Verständnis und einfach gernhaben so etwas bleibt.................also lieber diese Liebe als die Abgöttische, oder??

  • 17.03.26, 14:05

    Bei abgöttisch lieben ist mein erster Gedanke: Das kann nicht gesund sein und man verliert sich selbst dabei!

     

  • 15.03.26, 09:52

    „abgöttisch„ klingt für mich nicht gesund.

    Ein ganz spontaner Impuls und Bauchgefüh, weswegen ich mit solch Superlativen sehr vorsichtig bin.

    Es ist sehr abstrakt und zumeist mehr Wunsch als Realität.

  •  

    Mo:

    Ich hatte ein tantrisches SylvesterSeminar gemacht und am 26. Januar des neuen Jahres lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der ebenfalls schon tantrische Erfahrungen im Gepäck hatte. 
    Wir machten dann ein Jahrestraining, aber nicht gemeinsam sondern er ein Jahr nach mir, was uns nochmal eine unglaublich bereichernde Welt erschloss. 
    Tantra beinhaltet wunderbare Rituale, Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und sexual Bodywork, Massagen, Meditationen und statt 0815-Sex die Anleitung zu Sinnlichkeit im Zusammenhang mit Atmung, Bewegung und Entschleunigung.
    Sehr viele Lebensthemen werden über ‚Gespräche deines Körpers‘ direkt vom Unterbewusstsein angegangen statt über geistige Gespräche, bei denen du über den Kopf steuerst, welche Themen du wirklich preisgeben willst… (Ich kann dazu folgende Bücher empfehlen: ‚Tantra‚ von Margot Anand/‚auf den Schwingen weiblicher Sexualität‘ von Doris Christinger/‚Die Kraft der männlichen Sexualität‘ von Peter Schröter)

    Danke sehr für deine Antwort!

     

    Kann sehr bereichernd sein.

     

    Wenn es gut tut...den eigenen Horizont weiter macht, ist es gut sich auf Tantra einzulassen, ganz!

     

    Ich sehe solche Impulse, egal von wo sie herkommen, als Hilfen an.

    "Ausgangsbasis" wäre zuerst einmal ich, mit meinen Gespür für mich.

    Was "aus mir", meiner "Kraft", meiner Erfahrung, kann ich zulassen?

    Und dann: wo möchte ich mich erweitern, kann ich noch Anregungen nutzen?

     

    Tantra kenn ich gar nicht.

    Aber mehr als "nur das", das mir gut tut, mir gut zur Verfügung steht und was ich daraus annehmen "könnte", kann es nicht sein.

     

    Für mich, wie ich da bin.

     

    Schön, dass du auf deine Art in vielem tantrischen aufgehst...dass ihr aufgeht?

     

    ...wenn ihr jetzt ja schon ein Zeiterl zusammenseid: 

     

    Wie geht es euch mit euch und Tantra, in den Beziehungsqualitäten, die mit den Jahren Gewohnheit werden und ev. an Frische und Knistern verlieren?

    Was in einer Beziehung auch natürlich Gang und Gäbe ist? 

     

    Vielleicht möchtest du (vorsichtig) aus deiner persönlichen Erfahrung etwas preis geben: natürlich "hören" da alle mit, (und auch die, die dafür nicht so offen sind)

    Peter

     

     

  • 15.03.26, 07:57

    Ich hatte ein tantrisches SylvesterSeminar gemacht und am 26. Januar des neuen Jahres lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der ebenfalls schon tantrische Erfahrungen im Gepäck hatte. 
    Wir machten dann ein Jahrestraining, aber nicht gemeinsam sondern er ein Jahr nach mir, was uns nochmal eine unglaublich bereichernde Welt erschloss. 
    Tantra beinhaltet wunderbare Rituale, Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und sexual Bodywork, Massagen, Meditationen und statt 0815-Sex die Anleitung zu Sinnlichkeit im Zusammenhang mit Atmung, Bewegung und Entschleunigung.
    Sehr viele Lebensthemen werden über ‚Gespräche deines Körpers‘ direkt vom Unterbewusstsein angegangen statt über geistige Gespräche, bei denen du über den Kopf steuerst, welche Themen du wirklich preisgeben willst… (Ich kann dazu folgende Bücher empfehlen: ‚Tantra‚ von Margot Anand/‚auf den Schwingen weiblicher Sexualität‘ von Doris Christinger/‚Die Kraft der männlichen Sexualität‘ von Peter Schröter)

  • 14.03.26, 22:46 - Zuletzt bearbeitet 14.03.26, 22:48.

     

    Mo:

    Ich habe erst erfahren, was ich ein Leben lang gesucht habe, als ich mit 53 Jahren (nach Scheidung und diversen Partnerschaften) meinen heutigen Ehemann kennen lernte. Es hat ich so ganz anders angefühlt als alles, was ich vorher erlebt hatte, von dem ich jeweils dachte, das sei Liebe. Wir hatten zum damaligen Zeitpunk, als wir ‘vom Himmel zusammengeführt‘ wurden (er von Bern, ich von Zürich, analog auf einem Geburtstagsfest, beide Singles und überhaupt nicht auf der Suche) beide einen tantrischen Hintergrund. 

    Hallo Mo!

    Man spürt das "Besondere", wenn du von eurer Liebe erzählst. Liebe ist nicht Liebe?

     

    Die "Fährte" zu ihr hat nie eine Ende...!?

     

    Habt ihr alle zwei schon "mit" Tantra "gelebt", bevor ihr "zusammengefallen" seid, oder habt ihr Tantra für euch entdeckt...hat Tantra "euch gefunden" als ihr euch gefunden habt?

     

    ...hab kurz gegoogelt, was Tantra sein könnte:..die Trennung zwischen Individuum und Kosmos aufheben...

    Klingt sehr "gross".

    Findest du ein paar einfachere Worte, für tantrische Erlebnisse im "normalen" Alltag oder Zusammen/Leben?

     

    (im Google steht auch, dass wir Europäer Tantra nur in die Schublade Sexualität geschoben haben...)

     

    Peter

    ...

  • 14.03.26, 21:56

    Abgöttisch lieben….das klingt so hoch und so weit, wie ein Wunschbrunnen aus der Tiefe meiner Seele geboren.😉

    IMG_6218.png
  • 14.03.26, 15:36

    Ich habe erst erfahren, was ich ein Leben lang gesucht habe, als ich mit 53 Jahren (nach Scheidung und diversen Partnerschaften) meinen heutigen Ehemann kennen lernte. Es hat ich so ganz anders angefühlt als alles, was ich vorher erlebt hatte, von dem ich jeweils dachte, das sei Liebe. Wir hatten zum damaligen Zeitpunk, als wir ‘vom Himmel zusammengeführt‘ wurden (er von Bern, ich von Zürich, analog auf einem Geburtstagsfest, beide Singles und überhaupt nicht auf der Suche) beide einen tantrischen Hintergrund. 

  •  

    Sven:

    Dann wäre ich wohl verheiratet.

    Wie meinstn das...

    Wann wärst wohl verheiratet!

  • 14.03.26, 13:36

    Dann wäre ich wohl verheiratet.

  • (...mit "verfallen" könnte womöglich auch der Gedanke an "Sexuelles Verfallen" auftauchen. Das kann natürlich zutreffen und ist im Allinclusive-Paket Liebe dabei, aber mir wäre lieb, hier nicht in diese Richtungen zu beschreiben...

    Peter

  • Stünde ich einem hungrigen Löwen Auge in Auge...wäre ich in diesen Moment auch irgendwie "verfallen".

    Aber es würde sich anders anfühlen...glaub ich mal.

  • Ich möchte zum Thema nur einmal den Begriff "verfallen" dazustellen.

     

    Verfallen sein hat eine aussergewöhnliche "Energie".

     

    Es kann ganz leicht...feine gesponnene Fäden sein.

    Es kann aber auch was "eisenkettiges", haben. So Ketten, wie man sie für die Öltanker hernimmt.

     

    Beides ist fühlbar stark, wenn jemand jemandem "verfallen" ist.

     

    Es hält "etwas"  zusammen, kann sich aber ganz verschieden anfühlen und gnz verschieden auch ausdrücken...im Liebesbeziehungsalltag.

     

    ...Manchmal im Sommer, ganz selten, landet ein Schmetterling auf meiner Hand oder am Arm.

    Der mag mich...und noch lieber das "Salz auf meiner Haut".

     

    Diesem Tierchen, diesem Moment bin ich verfallen.

    Und ich wage es nicht, mich zu rühren!

     

     

  • 14.03.26, 12:58

     

    Lucia:

     

    Gabi:

     

    🤩, wer das nicht nachempfinden kann, ist selbst schuld🤩

    ...bin schon gespannt auf das Buch;)

    Im Ernst jetzt????? Dein Buch????? Ich melde mich an📖📙

  •  

    Lucia:

     

    Peter:

    undefined

    Ja. Mit 21. Beide.

    Bonnie&Clyde gegen den Rest der Welt. Die Liebe war stark, wild und frei. So wie man liebt wenn man jung ist und glaubt, dass nichts einen auseinanderbringt. Man hätte alles für gemacht. Die Liebe ohne Vernunft. Abgöttisch eben. 

    Bringe demnächst ein Buch heraus;)

    Ich mit 29!

     

    Ich erlebte es aber ganz anders.

    Es war nur das wunderbare Gefühl.

    Ich bin angekommen.

    Sie ist vollkommen...für mich.

    Sie ist alles...was mir gut tut.

     

    Wir waren nicht wild und wir kamen nicht in Tiefen.

    Aber es war alles angerichtet.

    Auf sanfte, kräftigste Weise.

  • 14.03.26, 12:30

     

    Gabi:

     

    Lucia:

     

    Ja. Mit 21. Beide.

    Bonnie&Clyde gegen den Rest der Welt. Die Liebe war stark, wild und frei. So wie man liebt wenn man jung ist und glaubt, dass nichts einen auseinanderbringt. Man hätte alles für gemacht. Die Liebe ohne Vernunft. Abgöttisch eben. 

    Bringe demnächst ein Buch heraus;)

    🤩, wer das nicht nachempfinden kann, ist selbst schuld🤩

    ...bin schon gespannt auf das Buch;)

  • 14.03.26, 12:27

     

    Lucia:

     

    Peter:

    undefined

    Ja. Mit 21. Beide.

    Bonnie&Clyde gegen den Rest der Welt. Die Liebe war stark, wild und frei. So wie man liebt wenn man jung ist und glaubt, dass nichts einen auseinanderbringt. Man hätte alles für gemacht. Die Liebe ohne Vernunft. Abgöttisch eben. 

    Bringe demnächst ein Buch heraus;)

    🤩, wer das nicht nachempfinden kann, ist selbst schuld🤩

  • 14.03.26, 12:03 - Zuletzt bearbeitet 14.03.26, 12:04.

     

    Peter:

    undefined

    Ja. Mit 21. Beide.

    Bonnie&Clyde gegen den Rest der Welt. Die Liebe war stark, wild und frei. So wie man liebt wenn man jung ist und glaubt, dass nichts einen auseinanderbringt. Man hätte alles für gemacht. Die Liebe ohne Vernunft. Abgöttisch eben. 

    Bringe demnächst ein Buch heraus;)

  • 14.03.26, 11:40

     

    Nanda:

    Finde ich eine spannende Frage. In der Regel versteht man ja unter " abgöttisch lieben" eine Liebe, die so gross ist, dass sie in jeglicher Hinsicht unermesslich ist. Das tönt nach Romantik pur. Warum aber in diesem Kontext das Wort "ab" dazu? Mit diesem Wortteil verbinden ich eher im Kontext das Wort "weg". Aus welcher Zeit kommt das Wort? Ich google nach und KI gibt mir die Antwort: Es bedeutet im Ursprung Götzenverehrung. Man bete jemand an, als ob die Person einen Götze sei. 

     

    Spannend finde ich dazu passend die Vermerke dort "übertriebene Verehrung" und "eine Liebe, die keine andere Verehrung neben sich duldet". 

     

    Ich habe erlebt, was es heissen kann, wenn man so geliebt wird, dass die Person dann immer mehr voll und ganz und alles über Dich bestimmen will, alles wissen will, Dich heimlich kontrolliert und vor allem Dich nicht loslässt, wenn es dann aus ist. Die nächste Stufe ist, wenn diese Liebe später als Konsequenz Deines Gehens in Hass und Wut umschlägt, und auch das dann über das normale Mass weit hinaus.

     

    Solche Menschen können so tief empfinden, dass es sie selber innerlich schier aufzufressen droht.

     

    Oder aber das Gegenteil: SIe sind kühl, berechnend, distanziert und haben nur wenig Emotionen. Liebe heisst für sie: Ich bin anbetungswürdig und mächtig und verdiene nur das Beste. Jede Kritik an mir reisst nur unverarbeitet seelische Wunden auf- darum ist mein persönlicher Schutzwall unumstösslich. Über mich bestimmen nur ich. Oft sind solche Menschen, die ich kenne, Atheisten, die so denken. Das ist meine individuelle Erfahrung.

     

    Irgendein Politiker sagte mal:" Hinter jedem mächtigen Staatsmann steht eine unverarbeitete Geschichte mit dessen Vater. Es gehe immer nur um das Beweisen für die Elternfigur."

    Ein spannender Ansatz...

     

    Ich kann es insofern bestätigen, dass diese zwei Männer, die mich abgöttisch liebten, tatsächlich grosse Elternprobleme haben. Oder hatten... ich habe keinen Kontakt mehr seit vielen Jahren. 

     

    Ich liebte auch mal jemand auf abgöttische Weise. Ich nannte es damals in jener Zeit selber "selbstlos". Ich hatte ein schier unerschütterliches Grundvertrauen und war sehr überzeugt von dieser Liebe. Dieses tiefe Gefühl der Richtigkeit gab mir enorme Kraft und tiefen seelischen Frieden. Ein Gefühl von tiefem absolutem angekommen sein. Eigentlich das, was auch Religion und tiefer Glaube auslösen kann. Es gab auch eine spirituelle Verbindung mit diesem Mann, was damals für mich völlig Neuland war und alles noch mehr romantisch verklärte.  Wenn zwei Personen so denken, kann das ein unglaublich starkes Band sein. Und einem ganz viel Energie und Kraft geben.

     

    Insofern bringe ich Verständnis auf, dass es sehr schmerzen kann, wenn man so was auflöst.

     

    Aber es rechtfertigt nicht und niemals, dass man dem Partner dann deswegen bewusst Schmerzen zufügt- seelisch und geistig. Wenn das passiert, war es eine ungesunde Beziehung.

     

    Ich bin heute sehr dankbar mir selber gegenüber, dass ich trotz allem die inneren Alarmglocken wahrnahm und auf sie hörte. Nie ganz abhob trotz Verklärung. Zum Glück führte ich vorher gesunde Partnerschaften. So erkannte ich die Zeichen.

     

    Heute weiss ich, ich war selber im Mangel, hatte eigene Probleme noch zu wenig aufgearbeitet. Ich bin also selber schuld.

     

    Fazit von dieser Erfahrung: Für mich ist es eine Gratwanderung. Wer ein solch starkes Band pflegt, braucht unbedingt hohe persönliche Reife. Sonst wird es bald toxisch. Denn es braucht das Loslassen dazu- nicht Kontrolle aus Gier und Unersättlichkeit oder aus Verlustangst. Das Grundvertrauen darf nicht missbraucht werden- hohe ethische Moral ist Bedingung und wird gepflegt und umgesetzt. Das bedeutet auch verzichten können. Wenn mit solchen Voraussetzungen zwei gereifte in sich ruhende Persönlichkeiten eine Partnerschaft führen, kann das ein extrem starkes Band geben. Aber mit diesen Vorraussetzungen hat das zur Folge, dass es sich oft gegen aussen positiv wirkt. Solche Menschen teilen die Energie und helfen damit Anderen- sei es bewusst oder unbewusst.

     

    Beim Schreiben dieser Zeilen oben kam mir auch der Gedanke: Und genau darum gibt es Krieg. Streit darum, welcher Götze dass zählt. Das nicht Beherrschen tiefer Emotionen. Das Beweisen der eigenen Person.

    Nicht immer hat es mit Öl, Landerwerb und Reichtumsvermehrung zu tun. Sondern auch zum Beispiel mit einer Vergangenheitsbewältigung eines ganzen Volkes, Führer oder Menschengruppen, die nie richtig erfolgte.

     

    Würden das alle Menschen können, sähe die Welt besser aus.

     

    Wer sich stark fühlt, fühlt sich oft auch mächtig. Und das birgt einfach auch das Potenzial von Gefahr.

     

    Ich finde deine Gedanken dazu sehr vielschichtig und interessant. Bei den Beschreibungen dessen, was du selbst dir ggü. als abgöttisch geliebt werden erzählst, habe ich mich gefragt, wo die Grenze zu intensiver Idealisierung und damit eigentlich eben nicht wirklich Liebe für die reale Person - wozu auch deren Autonomie gehört - gelegen hat. Ebenso, ob das was oft wie 'abgöttische' Liebe aussehen kann, nicht oft auch mit der persönlich mitgebrachten Neigung oder Bereitschaft zu emotionaler Abhängigkeit zu tun hat. Also, einen anderen (u.U. in Serie jeweils jemand Neues) für Selbstfunktionen, wie Freude empfinden können oder Lebenssinn zu haben, zu (ge-)brauchen. 

  •  

    Nanda:

    Finde ich eine spannende Frage. In der Regel versteht man ja unter " abgöttisch lieben" eine Liebe, die so gross ist, dass sie in jeglicher Hinsicht unermesslich ist. Das tönt nach Romantik pur. Warum aber in diesem Kontext das Wort "ab" dazu? Mit diesem Wortteil verbinden ich eher im Kontext das Wort "weg". Aus welcher Zeit kommt das Wort? Ich google nach und KI gibt mir die Antwort: Es bedeutet im Ursprung Götzenverehrung. Man bete jemand an, als ob die Person einen Götze sei. 

     

    Spannend finde ich dazu passend die Vermerke dort "übertriebene Verehrung" und "eine Liebe, die keine andere Verehrung neben sich duldet". 

     

    Ich habe erlebt, was es heissen kann, wenn man so geliebt wird, dass die Person dann immer mehr voll und ganz und alles über Dich bestimmen will, alles wissen will, Dich heimlich kontrolliert und vor allem Dich nicht loslässt, wenn es dann aus ist. Die nächste Stufe ist, wenn diese Liebe später als Konsequenz Deines Gehens in Hass und Wut umschlägt, und auch das dann über das normale Mass weit hinaus.

     

    Solche Menschen können so tief empfinden, dass es sie selber innerlich schier aufzufressen droht.

     

    Oder aber das Gegenteil: SIe sind kühl, berechnend, distanziert und haben nur wenig Emotionen. Liebe heisst für sie: Ich bin anbetungswürdig und mächtig und verdiene nur das Beste. Jede Kritik an mir reisst nur unverarbeitet seelische Wunden auf- darum ist mein persönlicher Schutzwall unumstösslich. Über mich bestimmen nur ich. Oft sind solche Menschen, die ich kenne, Atheisten, die so denken. Das ist meine individuelle Erfahrung.

     

    Irgendein Politiker sagte mal:" Hinter jedem mächtigen Staatsmann steht eine unverarbeitete Geschichte mit dessen Vater. Es gehe immer nur um das Beweisen für die Elternfigur."

    Ein spannender Ansatz...

     

    Ich kann es insofern bestätigen, dass diese zwei Männer, die mich abgöttisch liebten, tatsächlich grosse Elternprobleme haben. Oder hatten... ich habe keinen Kontakt mehr seit vielen Jahren. 

     

    Ich liebte auch mal jemand auf abgöttische Weise. Ich nannte es damals in jener Zeit selber "selbstlos". Ich hatte ein schier unerschütterliches Grundvertrauen und war sehr überzeugt von dieser Liebe. Dieses tiefe Gefühl der Richtigkeit gab mir enorme Kraft und tiefen seelischen Frieden. Ein Gefühl von tiefem absolutem angekommen sein. Eigentlich das, was auch Religion und tiefer Glaube auslösen kann. Es gab auch eine spirituelle Verbindung mit diesem Mann, was damals für mich völlig Neuland war und alles noch mehr romantisch verklärte.  Wenn zwei Personen so denken, kann das ein unglaublich starkes Band sein. Und einem ganz viel Energie und Kraft geben.

     

    Insofern bringe ich Verständnis auf, dass es sehr schmerzen kann, wenn man so was auflöst.

     

    Aber es rechtfertigt nicht und niemals, dass man dem Partner dann deswegen bewusst Schmerzen zufügt- seelisch und geistig. Wenn das passiert, war es eine ungesunde Beziehung.

     

    Ich bin heute sehr dankbar mir selber gegenüber, dass ich trotz allem die inneren Alarmglocken wahrnahm und auf sie hörte. Nie ganz abhob trotz Verklärung. Zum Glück führte ich vorher gesunde Partnerschaften. So erkannte ich die Zeichen.

     

    Heute weiss ich, ich war selber im Mangel, hatte eigene Probleme noch zu wenig aufgearbeitet. Ich bin also selber schuld.

     

    Fazit von dieser Erfahrung: Für mich ist es eine Gratwanderung. Wer ein solch starkes Band pflegt, braucht unbedingt hohe persönliche Reife. Sonst wird es bald toxisch. Denn es braucht das Loslassen dazu- nicht Kontrolle aus Gier und Unersättlichkeit oder aus Verlustangst. Das Grundvertrauen darf nicht missbraucht werden- hohe ethische Moral ist Bedingung und wird gepflegt und umgesetzt. Das bedeutet auch verzichten können. Wenn mit solchen Voraussetzungen zwei gereifte in sich ruhende Persönlichkeiten eine Partnerschaft führen, kann das ein extrem starkes Band geben. Aber mit diesen Vorraussetzungen hat das zur Folge, dass es sich oft gegen aussen positiv wirkt. Solche Menschen teilen die Energie und helfen damit Anderen- sei es bewusst oder unbewusst.

     

    Beim Schreiben dieser Zeilen oben kam mir auch der Gedanke: Und genau darum gibt es Krieg. Streit darum, welcher Götze dass zählt. Das nicht Beherrschen tiefer Emotionen. Das Beweisen der eigenen Person.

    Nicht immer hat es mit Öl, Landerwerb und Reichtumsvermehrung zu tun. Sondern auch zum Beispiel mit einer Vergangenheitsbewältigung eines ganzen Volkes, Führer oder Menschengruppen, die nie richtig erfolgte.

     

    Würden das alle Menschen können, sähe die Welt besser aus.

     

    Wer sich stark fühlt, fühlt sich oft auch mächtig. Und das birgt einfach auch das Potenzial von Gefahr.

     

    Hallo Nanda!

    Du hast viel geschrieben.

    Auch über dein"Liebesleben".

     

    2 Männer haben dich sehr geliebt.

    Abgöttisch vielleicht.

     

    Diese Liebe hat dich auch eingeengt.

    Diese Männer brachten auch "Geschichten" aus ihrer Kindheit mit.

     

    Bin ich selbst noch gefangen, in Verstrickungen... aus der Kindheit? Bin ich generell "verstrickt"?

    Habe ich Schwächen?

     

    Liebe hätte dafür schon "Platz", aber nicht grenzenlos.

    Und manches sollte ganz klar zum Thema gemacht werden...nicht unterm Teppich dahinsapotieren.

     

     

    Du wurdest abgöttisch geliebt...Auf Händen getragen" und verehrt?

     

    Spannen wird es für mich, wenn diese Liebe, dieser Mann, dich dann einengt und "nicht in allem gut mit dir ist".

    Perfekt gibt es eh kaum!

    (Vielleicht nur unter den Göttern).

     

    Aber:

     

    Wenn du eingeengt wurdest, war das für dich in diesen Momenten, die vielleicht in längerer Zeit zusammengekommen sind, auch noch diese abgöttische Liebe?

     

    Abgöttische Liebe?

     

    Ist man da jemand verfallen...?

    ...zu sehr fokussiert?

    ...klammernd?

     

    Oder, und das meine ich, Liebe lässt den anderen frei und los...

    auch in der nahesten Innigkeit.

    Fragezeichen?

     

    Steckt in diesem "ab"...auch dieses bedingungslose sich Hingeben und dem Partner ...innerlich und "äusserlich" wie ein Schosshund...hinterherzuhächeln?

    ...gefühlt halt.

     

     ...(wurde hier ja schon auch mit Hilfe von KI erläutert)

     

     

    ...Es gibt auch Hassliebe?

    ...Oder diesen Ödibuskomplex (..das ist keine grosse Garage für Busse)

     

    Liebe kann verstrickt sein.

    Sie verstrickt sich nicht.

    Wir verstricken sie und verwirren uns in ihr.

     

    Man nehme einen total verwirrten Knäuel mit vielen verschiedenen Wollfäden.

    Völliges Chaos. Die Fäden laufen ineinander, kreuz und quer, Knoten, verschlingen sich.

    Jeder kennt das!

    Horror!

     

    Alle liegen in ihrer "neuen" Bahn.

    Jeder war mal ein sauberer Knäuel.

    Jetzt ist es nur mehr Wirrwarr. Da genau den roten Faden herauszufinden und sauber herauszulösen, geht. Aber nur mit Geduld, Bemühen, Geschick, Feingespür und Nerven. Vorsichtig konsequente Auseinanderfieseln der Liebe.

     

    (Manchmal hat eine Beziehung viel von einem Chaoswirrwarrwollbündel:

    Wie viel Fieseliges is da?

    Erkennt man Fiesel"strukturen"..ist man zum Fieseln bereit ist...ob es sich "auszahlt"...

    ...und wieviel ist da, ausser Fieseln...)

     

    Kann abgöttisch lieben womöglich auch in dieser Verstrickung enden.

     

    Viele "Lieben" beginnen darin und finden auch ihr Ende darin.

     

    Und den Roten Faden wieder herauslösen, das tut mann und frau dann nicht mehr an.

     

    (Der rote Faden sollte ja frei zwischen zwei Menschen ..."zusammenkommen"...sich spielerisch, gelöst "verfieseln" können.)

     

    Mit dem Ausfieseln hätte man in der Liebesbeziehung gleich anfangen "müssen".

    (diese "RoteFadenPflege" ist immer nötig, schon ab der Kindheit)

     

    Es gibt "liebesverwirrtere" Menschen.

    Und weniger Verwirrte.

     

    Abgöttisch lieben, ohne grosse Verwirrungen, wäre "leichter".

     

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