Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Lieber sicher als verbunden?

    Diskussion · 68 Beiträge · 16 Gefällt mir · 1.340 Aufrufe

    Manchmal stehen wir an einem inneren Scheideweg:

    Auf der einen Seite der Wunsch nach Nähe, Leidenschaft und Verbindung.

    Auf der anderen Seite die Stimme des Selbstschutzes, die uns warnt vor Unsicherheit, Verletzungen oder Energieverlust.

     

    Viele sehnen sich nach Liebe, gleichzeitig scheuen sie das Risiko.

    Manche sagen: Ich will keine Beziehung.

    Andere: Ich will meine Freiheit.

    Und dazwischen liegen unzählige Erfahrungen, Hoffnungen und Vorurteile, die wir selten aussprechen.

     

    Warum wählen wir Sicherheit statt Verbindung?

    Wann blockiert Selbstschutz echte Nähe – und wann schützt er uns nur?

    Diese Diskussion lädt dich ein, deine Sicht zu teilen:
     

    • Welche Erfahrungen prägen deine Entscheidungen?
    • Wann ist Nähe ein Gewinn – wann eine Belastung?
    • Welche inneren oder gesellschaftlichen Stimmen beeinflussen uns?
       

    Nicht, um recht zu haben, sondern um einander besser zu verstehen.

    Teile deine Perspektive, deine Zweifel, deine Erkenntnisse – und sieh, wie unterschiedlich Nähe und Sicherheit erlebt werden.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    01.02.26, 13:16

Beiträge

  • 02.02.26, 16:32

     

    Thomas Kissing:

     

    Tommy:

    Ist Verbindung keine Sicherheit?

     

    Hier stehen sich  „Sicherheit“ und „Verbindung“ als Gegensätze gegenüber.
    Der Text tut so als wenn Verbindung keine Sicherheit ist, bzw. sein kann.

    Auf welcher Definition beruht das?

     

    Im Beitrag wirkt Sicherheit auf mich vor allem als Vermeidung von Risiko, Verletzung oder Energieverlust.


    Gleichzeitig entsteht doch aber Sicherheit in vielen Lebensbereichen gerade erst durch Verbindung, durch Verlässlichkeit, geteilte Verantwortung, Entlastung im Alltag, aber auch gemeinsamen Erleben und Zweisamkeit.


    Gibt man sich mit Rückzug tatsächlich Sicherheit oder bewegt man sich eher in eine selbst erzeugte Schutzblase, die sich sicher anfühlt, es aber nicht zwingend sein muss?

    Hängt das nicht stark von den Personen und der konkreten Beziehung ab? Sympathie ist sicher die Grundvoraussetzung, aber ob zwei wirklich zusammenpassen, zeigt sich oft erst mit der Zeit. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, und genau deshalb ist das Kennenlernen so wichtig, bevor man sich auf eine Beziehung einlässt.

    Ist es nicht oft so, dass man sich erst während einer Beziehung so richtig kennen lernt?

    Ob jemand eine "Streitkultur" hat, die mit meiner kompatibel ist, oder wie der Mensch sich in schwierigen Situationen verhält, erfahre ich doch eh' nicht in den ersten Monaten. Oder?

  • UNd noch einen Kommi hinterher. ;-)

     

    Wenn hier von Sicherheit gesprochen wird, klingt sie oft wie Schutz vor dem Anderen,
    vor Nähe, Erwartungen, Verletzung und knapper Energie.

    Ich finde das sehr verständlich,
    was dabei aber fast vollständig (beitragsübergeifend) ausgeblendet wird, ist der eigene Anteil, den viele ignorieren oder für den sie keine Verantwortung übernehmen wollen/können.

     

    Beziehungen scheitern selten (fast nie?) nur am Gegenüber.
    Sie scheitern auch an mitgebrachten Mustern, alten Verletzungen, Erwartungen, Kommunikationsformen.
    Diese Dinge hat man meist nicht wegen einer Beziehung, aber sie werden in einer Beziehung sichtbar.

     

    Vielleicht muss man sich also nicht primär vor Beziehungen schützen.
    Vielleicht sind Beziehungen genau der Ort, an dem man erst sieht oder fühlt,
    wie viel man selbst noch mit sich herumträgt und was man lieber nicht anschauen möchte.

     

    Dann geht es möglicherweise nicht um Sicherheit,
    sondern darum, sich nicht mehr mit den eigenen offenen Themen befassen/konfrontieren zu müssen.

     

    Wie schütze ich mich vor Nähe, ist eine falsche Frage.
    Wovor genau schützt man sich hier und zu welchem Preis?

     

    Verbindung kann genauso sicher sein wie keine Verbindung.

  • 02.02.26, 16:29
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.
  •  

    Tommy:

    Ist Verbindung keine Sicherheit?

     

    Hier stehen sich  „Sicherheit“ und „Verbindung“ als Gegensätze gegenüber.
    Der Text tut so als wenn Verbindung keine Sicherheit ist, bzw. sein kann.

    Auf welcher Definition beruht das?

     

    Im Beitrag wirkt Sicherheit auf mich vor allem als Vermeidung von Risiko, Verletzung oder Energieverlust.


    Gleichzeitig entsteht doch aber Sicherheit in vielen Lebensbereichen gerade erst durch Verbindung, durch Verlässlichkeit, geteilte Verantwortung, Entlastung im Alltag, aber auch gemeinsamen Erleben und Zweisamkeit.


    Gibt man sich mit Rückzug tatsächlich Sicherheit oder bewegt man sich eher in eine selbst erzeugte Schutzblase, die sich sicher anfühlt, es aber nicht zwingend sein muss?

    Hängt das nicht stark von den Personen und der konkreten Beziehung ab? Sympathie ist sicher die Grundvoraussetzung, aber ob zwei wirklich zusammenpassen, zeigt sich oft erst mit der Zeit. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, und genau deshalb ist das Kennenlernen so wichtig, bevor man sich auf eine Beziehung einlässt.

  • 02.02.26, 16:25

     

    Tommy:

    Ist Verbindung keine Sicherheit?

     

    Hier stehen sich  „Sicherheit“ und „Verbindung“ als Gegensätze gegenüber.
    Der Text tut so als wenn Verbindung keine Sicherheit ist, bzw. sein kann.

    Auf welcher Definition beruht das?

     

    Im Beitrag wirkt Sicherheit auf mich vor allem als Vermeidung von Risiko, Verletzung oder Energieverlust.


    Gleichzeitig entsteht doch aber Sicherheit in vielen Lebensbereichen gerade erst durch Verbindung, durch Verlässlichkeit, geteilte Verantwortung, Entlastung im Alltag, aber auch gemeinsamen Erleben und Zweisamkeit.


    Gibt man sich mit Rückzug tatsächlich Sicherheit oder bewegt man sich eher in eine selbst erzeugte Schutzblase, die sich sicher anfühlt, es aber nicht zwingend sein muss?

    Wenn Verlässlichkeit - Sicherheit und Unterstützung auf Gegenseitigkeit beruht, ist es Augenhöhe. Die Realität sieht manchmal anders aus. Dann kommt's darauf an, wieviel ein Mensch bereit ist zu (er)tragen. Auch da gibt's Grenzen. Die bestimmt jedoch jeder für sich selbst. Eigenverantwortung geht vor. Alles andere bedeutet Aufgabe seiner Authentizität

  • Danke für die vielen unterschiedlichen Perspektiven – spannend zu lesen, wie vielfältig Nähe, Freiheit, Selbstschutz und Verantwortung erlebt werden. Für mich kristallisiert sich vor allem heraus, wie wichtig Ehrlichkeit mit sich selbst ist: Warum suche ich Verbindung – und was bin ich bereit zu geben?

     

    Thomas Kissing

  • Das Gerede über den Klimawandel können wir uns sparen... Wir schaffen uns schon selbst ab👌👍

  • Ist Verbindung keine Sicherheit?

     

    Hier stehen sich  „Sicherheit“ und „Verbindung“ als Gegensätze gegenüber.
    Der Text tut so als wenn Verbindung keine Sicherheit ist, bzw. sein kann.

    Auf welcher Definition beruht das?

     

    Im Beitrag wirkt Sicherheit auf mich vor allem als Vermeidung von Risiko, Verletzung oder Energieverlust.


    Gleichzeitig entsteht doch aber Sicherheit in vielen Lebensbereichen gerade erst durch Verbindung, durch Verlässlichkeit, geteilte Verantwortung, Entlastung im Alltag, aber auch gemeinsamen Erleben und Zweisamkeit.


    Gibt man sich mit Rückzug tatsächlich Sicherheit oder bewegt man sich eher in eine selbst erzeugte Schutzblase, die sich sicher anfühlt, es aber nicht zwingend sein muss?

  • 02.02.26, 16:11

     

    Lunalinchen:

    Ich finde es ganz gruselig was mittlerweile aus den Menschen geworden ist... einfach traurig.. nur noch Egoismus und frei sein von allem was irgendwie mit Verantwortung (gibt es das Wort heute noch???) zu tun hat. Kennt jemand den Film 'Idiocracy" aus 2006?.. ich war schockiert wieviel von der heutigen Realität da drin steckt. 

    'Freundschaft plus' gab's schon immer. Hieß nur anders... 

    Jeder ist allein für sich verantwortlich - für niemanden sonst (außer Eltern für ihre minderjährigen Kinder). Was du implizierst: man sollte andere vor sich selbst stellen. Nein - geht gar nicht. Gesunder Egoismus hat an erster Stelle zu stehen. Punkt

  • 02.02.26, 16:09

     

    Fatih:

    Liebe heißt vor allem auch Verantwortung. Falls man nicht in der Lage ist, diese Verantwortung zu tragen, dann sollte man auch keine Beziehung suchen. Und mit Beziehung meine ich jede Art von Nähe. 

     

    Super krass. Das heißt, man soll in seinem Schneckenhaus allein verrotten? Uff

  • 02.02.26, 16:01

    Es gibt so viele unterschiedliche Arten von in Beziehung sein, dass für jeden wohl die Form des zusammen seins dabei sein sollte die mit seiner Lebenseinstellung kompatibel ist. Sollte und kann sich doch jeder selbst aussuchen ohne dass man sich an anderen Meinungen und Vorstellungen über Partnerschaft orientieren muss. In Beziehung sein, und Beziehung leben hat viele Facetten. Wieso geht man eigentlich davon aus das Beziehungen immer auf Augenhöhe statt finden? Es gibt Jahrzehnte oder Lebenslang andauernde Partnerschaften die auf anderen Pfeilern ruhen, und in der die Körperlichkeit ebenfalls gelebt wird. Deshalb ist es mir ein Rätsel warum es mit Ons in Verbindung gebracht wird

    Michael:

     

    Gaby:

    Muss man dazu eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben?

    Nicht unbedingt. Eine Freundschaft Plus geht auch. Ist aber als Frau wohl leichter zu bekommen als als Mann. ONS wäre alledings nicht so mein Ding. Es geht ja auch ums "in den Arm genommen werden". 

     

  • Ich finde es ganz gruselig was mittlerweile aus den Menschen geworden ist... einfach traurig.. nur noch Egoismus und frei sein von allem was irgendwie mit Verantwortung (gibt es das Wort heute noch???) zu tun hat. Kennt jemand den Film 'Idiocracy" aus 2006?.. ich war schockiert wieviel von der heutigen Realität da drin steckt. 

    'Freundschaft plus' gab's schon immer. Hieß nur anders... 

  • 02.02.26, 15:30 - Zuletzt bearbeitet 02.02.26, 15:31.

    Liebe heißt vor allem auch Verantwortung. Falls man nicht in der Lage ist, diese Verantwortung zu tragen, dann sollte man auch keine Beziehung suchen. Und mit Beziehung meine ich jede Art von Nähe. 

    Leider habe ich selbst die Erfahrung machen müssen, dass manche Menschen Nähe nicht aushalten können, weil sie früh gelernt haben, dass Liebe gefährlich sein kann. Das Resultat; Kontrolle, Distanz, Narrative und Schuldumkehr...

     

    Um es nochmals auf den Punkt zu bringen; wer keine Nähe aushalten kann, sollte sich von anderen Menschen fernhalten und erst einmal an sich selbst arbeiten, denn so etwas geht eben auch an diesen Menschen nicht spurlos vorüber. Depressionen, innere Unruhe, Schlaflosigkeit und chronisch hoher Cortisolspiegel, weil ihr Unterbewusstsein nicht mit ihrem eigenen Verhalten im Einklang ist.

  • 02.02.26, 12:19

     

    Gaby:

    Muss man dazu eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben?

    Nicht unbedingt. Eine Freundschaft Plus geht auch. Ist aber als Frau wohl leichter zu bekommen als als Mann. ONS wäre alledings nicht so mein Ding. Es geht ja auch ums "in den Arm genommen werden". 

  • 02.02.26, 12:16

     

    Gaby:

    Muss man dazu eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben?

    Nein. Sex ist ok. Sex hat nix mit Beziehung zu tun. Nur für Moralapostel

  • 02.02.26, 11:56

    Muss man dazu eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben?

  • 02.02.26, 11:03

     

    Gaby:

    Es braucht keinen Lebenspartner um bei sich anzukommen. Sich sicher zu fühlen uvm. 

    Sich zunächst einmal selbst zu lieben hat Priorität, bevor man überhaupt eine reife und erfüllende Partnerschaft auf Augenhöhe führen kann, die nicht mehr eine Erwartungshaltung des ,,Ausfüllens" der eigenen inneren Leere dient

    Glücklich ist der, dem nichts fehlt wenn er mit sich alleine leben kann und es mit sich selbst aushält. 

     

     

     

    Vielleicht heißt es jetzt: typisch Mann. Das Risiko gehe ich ein. Wo bleibt bei dir der körperliche Aspekt, Gaby?

  • 02.02.26, 10:55

     

    Michael:

    Daher bin ich für offene Beziehungen. Nähe und Sicherheit aber mit Freiheit. Ohne dass weitere Personen als Bedrohung der Beziehung bzw Sicherheit empfunden werden. 

     

    Top! So sehe ich das auch mit den offenen Beziehungen. Loyalität statt fadenscheinige Treue, die immer aufs körperliche reduziert wird.

  • 02.02.26, 09:56

    Diese Diskussion lädt dich ein, deine Sicht zu teilen

    (Viel besser ;-) ... Insider... Thomas weiß was ich meine)

     

    Manche sagen: Ich will keine Beziehung. Andere: Ich will meine Freiheit.

    Das eine schließt das andere ja nicht aus. "Wie" man Beziehung "lebt", handelt man untereinander aus.

     

    Warum wählen wir Sicherheit statt Verbindung?

    Mehr Sicherheit als in einer Beziehung geht nicht (??). 

    Wo wird man aufgefangen, gehalten, unterstützt, beraten, bekommt Trost, doppelte Freude usw.?

    (Findet man es nicht, ist es der falsche Partner/in!)

     

    Wann ist Nähe ein Gewinn – wann eine Belastung?

    ... wenn man gelernt hat, dass Nähe einhergeht mit Verlust, Schmerz, Betrug, Gewalt und Trennung und sich daraus ein Nähe-Distanz Problem/Angst entwickelt hat. 

    Man wählt "unterbewußt" die Distanz (ohne es bewußt zu merken), hat unerfüllbare Erwartungen (Traumprinz, Schmetterlinge etc.) und zieht sich immer wieder zurück (findet Ausreden, trifft Verabredungen, ist krank)... ganz nach dem Motto "Wer will findet Wege, wer nicht findet Gründe". 
    Dieses Verhalten führt zu einer toxischen Beziehung und oder Beziehungs-"Auswahl". 

     

    (Nähere Infos über Nähe-Distanz Probleme findet man in "Jeder ist beziehungsfähig" von Stefanie Stahl. Leider ist die "Nähe Distanz Angst" verbreiteter als man denkt... was vielleicht (These) auch auf die steigende Anzahl Männer/Frauen mit narzistischen Zügen zurückzuführen ist.) 

  • 02.02.26, 06:19
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Ines wieder gelöscht.

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.