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  • Kennt jemand dieses Gefühl von Isolation?

    Frage · 12 Antworten · 24 Unterstützer · 938 Aufrufe
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    Mir fällt es nicht leicht, das zu schreiben, aber ich merke, dass ich gerade mehr menschliche Nähe brauche, als ich sie mir allein geben kann.
    Ich habe eine längere Zeit sehr isoliert gelebt, und das hat Spuren hinterlassen. Ich suche keine Ratschläge oder schnellen Austausch, sondern ruhigen, echten Kontakt: Gespräche, Spaziergänge, gemeinsam Kaffee trinken – ohne Erwartungen.
    Falls es jemandem ähnlich geht oder jemand Offenheit und Langsamkeit schätzt, freue ich mich über eine Nachricht.

    31.01.26, 17:45 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 19:36.

Antworten

  • 01.02.26, 08:55

    Nun…erstmal ist es hier schön zu lesen ..die Offenheit ..und das niveauvolle Nachdenken ..

    Das Gefühl von Einsamkeit..Oder die Hinterfragung ..warum ich  so häufig …den Weg des Einzelgängertums nehme..

    Als empfindsamer und melancholischer Mensch..ist die schnelllebige Zeit mit der Überflutung der Möglichkeiten in den sozialen Medien ..irgendwie erschreckend..Der menschliche Austausch verkommt zur Konsumware … Bedachtheit ..Gefühlstiefe und Respekt ..haben eigentlich keinen Platz mehr.. Aufmerksamkeit ist leider zum Goldstandart  geworden..Sie folgt nicht der Hinterfragung… menschlichen Interaktionen .. Sondern nur Wirksamkeit…aber ohne inneren Wert..

    In diesem Kosmus ..ehrliche ..wertschätzende Menschen zu finden ..und menschliche Bindungen entwickeln können..was Zeit braucht.. ist äußerst schwierig..
    Da ist das Einzelgängertum-Dasein ..leider die bestschlechteste Lösung..

    Aber ..im Kleinen ..ergeben sich gute Momente.. aus dem Alltag heraus ..Gute. Einschliche Interaktion.. und sagt sich ..das hätte ich nicht gedacht was für Mensch mit Tiefe..

    Dort draußen ..ist nicht nur ein Jahrmarkt der Eitelkeiten ..sondern nur leider nicht im Licht ....Menschen auf der Suche ..nach qualitativen wertschätzenden sozialem Austausch … 

    ich habe hier bei GE. Jemand gefunden .mit der ich mich auf wunderbare wertschätzende Art.. sehr gut Austausche ..
    So gesehen ...sag niemals nie.. 

    Als beste Antwort ausgewählt
  • Gestern, 01:04

    Ich möchte heute noch etwas zu meinem ersten Beitrag hinzufügen, weil so viele darauf reagiert und mit viel Mut geantwortet haben, was mich sehr gerührt hat. 

    Der Grund, warum ich isoliert bin ist Trauma. Ich habe mich schleichend über viele Jahre hinweg immer mehr zurückgezogen in meine Schutzhöhle, mein Zuhause, meine sichere Burg. Ich bin dünnhäutig geworden, weil oft verletzt. Nun lege ich oft jedes Wort auf die Goldwaage und bin hyperempfindlich wenn ich neue Leute kennenlerne. Natürlich kommen so keine neuen Freundschaften zustande. Jemand schrieb mir, er wäre ebenfalls isoliert, könne mir aber nichts raten, da Menschen für ihn "sekundär" wären.

    Ich halte das für falsch! Jeder, der behauptet keine anderen Menschen zu brauchen, lügt. Niemand ist eine Insel. Und ich habe beschlossen weiter offen zu bleiben und mutig zu sein. Ich gebe es zu: ich brauche andere Menschen. Und ich werde keine Mauer um mein Herz herum bauen. Denn Sicherheit kann nicht ersetzen, was andere uns geben können. Daran glaube ich ganz fest. 💗

  • 03.02.26, 19:26

    Das kenne ich auch zu gut. Durch meine Krankheit habe ich sehr grosse Schwierigkeiten auf Menschen zu zugehen. Da ich auch unter anderem auch sehr grosse Enttäuschungen und Demütigungen erleben musste. Dinge anzusprechen die mich sehr belasten, kann ich nicht mit teilen. Wegen meiner Ängste nicht verstanden zu werden. In meinen leben kenne ich nur Ablehnungen und ignoranzt. Zwar mache ich eine Therapie, aber es fällt mir sehr schwer mich zu oeffnen. Ich bin daher sehr verzweifelt und fühle mich nur noch in einem innerlichen Gefängnis. Im realen leben fehlt mir vor allem auch körperliche Nähe und die Sicherheit von Geborgenheit. Stattdessen bin ich sehr angreifbar und verletzbar und das neigt zu starken Aggressionen aus. Im inneren nur leere...

  • 01.02.26, 22:29

    Das ist ein schöner Vorschlag. Können wir gerne mal umsetzen...

    LG. Gabi 

  • 01.02.26, 20:21

    Liebe Sedna, ich bin in der gleichen Situation wie du, und leide mit dir darunter. Die Abwärtsspirale , ja das hast du gut auf den Punkt gebracht...wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, das dieser Alptraum doch noch ein Ende findet...weil es richtig weh tut !

  • 01.02.26, 19:23

    Hallo Sepp,

    es freut mich zu lesen, dass du dir dein Leben offensichtlich recht autonom und angenehm eingerichtet hast. Das macht Mut und Hoffnung, dass es auch unter widrigen Umständen gelingen kann, ein zufriedenes Leben zu führen. Es kommt wirklich viel auf die geistige Einstellung an, schätze ich. Das Glas eher als halbvoll betrachten und eher die positiven Seiten sehen, hilft bestimmt sehr. Du inspirierst mich auf jeden Fall dazu! Danke, dir dafür Sepp! Liebe Grüße! 🙋

  • Das Gefühl der Isolation und Einsamkeit kenne ich sehr gut und auch, dass es schwer fällt da 
    wieder raus zu kommen, wenn man nicht in Strukturen (Arbeit, Vereine etc.) eingebunden ist,
    wo man in Kontakt mit anderen kommt, viele hetzen durch ihren Alltag, so dass man da auch 
    nicht wirklich in tieferen Austausch kommt, letztlich kann man vieles mit Selbstliebe etc. aus-
    gleichen, aber es ersetzt eben nicht reale Kontakte, aber kann einen darauf vorbereiten die 
    "richtigen Menschen", die ähnlich wie man selbst denken, handeln und fühlen zu suchen, bzw.
    zu finden, deinen Beitrag hier finde ich sehr mutig, liebe Sedna und ein Anfang diesen Weg zu 
    gehen, denn Einsamkeit wird gesellschaftlich oft als Makel dargestellt, so als ob die/derjenige 
    einfach nicht gesellschaftsfähig wäre, dabei ist es aus meiner Sicht die Schnelllebigkeit der Ge-
    sellschaft die tiefere Verbindung verkompliziert, wünsche Dir alles erdenklich Gute🦋

  • 01.02.26, 15:20

    Ich kenne das Gefühl von Einsamkeit und Isolation sehr gut. Das Du so offen darüber sprichst ist sehr mutig.

  • 01.02.26, 05:00
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Mathias wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 21:03

    Eben das ist der Punkt:

    jemanden zu finden, der einen versteht, es einfach in der Form matcht, man nicht nur Mittel zum Zweck ist, ein LückenFüller für eine kurze Phase, den man dann wieder loswerden kann, nachdem man nicht die 100% gefunden hat, welche man so verzweifelt gesucht und erwartet hat. Jeder für sich (viele) trachtet nach der Perfektion in Freundschaft und Beziehung. vergisst aber, dass man nicht die Perfektion als solches braucht, geschweige denn selber vor Imperfektion nur so strotzt, sondern einfach auch das Gefühl für eine Art der Perfektion erlangen kann, indem man seine Ansprüche mal etwas hinten anstellt und einfach mal zuhört und auch auch gibt, ohne zu verlangen oder zu erwarten. Wenn es kognitiv passt, der Humor stimmt, die Interessen grob und man einfach den gewissen Flow hat, ist alles andere nur noch Überschuss. Aber genau dort setzen die meisten an. Und letztlich ist das eigene Problem, die Bedürfnisse und das Verlangen doch am wichtigsten, sodass man dann irgendwie nie ankommen wird und immer auf der Suche ist und sein wird. 

  • 31.01.26, 20:40

    Ich hab mich in deinem Text wiedergefunden.

     

    Auch ich habe mich lange Zeit ziemlich isoliert und bin gerade auf dem Weg da raus. Was oft echt nicht leicht ist, aber hab mich definitiv schon selber überrascht. 😊


    Spontacts hilft mir da sehr.💪🏼

     

    Respekt dass du dich getraut hast, hier dazu einen Beitrag zu erstellen. 
    Ist ja sehr persönlich und es braucht Mut da so offen zu sein.

     

    Ich gehe damit auch offen um, aber musste echt überlegen, ob ich hier dazu öffentlich etwas schreiben soll.

    Habe mich jetzt aber dafür entschieden, weil ich weiß wie gut es tut, Menschen zu finden, denen es genauso oder ähnlich geht, wenn man dachte man wäre damit allein.

     

    Ich finde dass es auch krass verbindet. Jeder hat seine Themen, und wenn jeder offen dazu steht, dann merkt man, dass man nicht alleine ist und dass es okay ist.

  • 31.01.26, 18:47

     

    Kenne ich exakt gleich und geht mir aktuell auch genau so.

    Bin für mich ein guter Eigenbrödler, kann viel und gerne alleine; irgendwie aber fehlt mir aktuell dieser eine Mensch, mit dem man einfach auf der gleichen Welle schwingt und sich der Austausch einfach locker gestaltet und man sich auf Anhieb versteht und weiß, worum es geht und worauf es situativ ankommt - ohne auch nur viel sagen zu müssen.

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