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  • Wie groß sollte er sein? – Wenn ‚besser als die anderen‘ unser Maßstab wird

    Diskussion · 23 Beiträge · 14 Gefällt mir · 1.080 Aufrufe

    Immer größer, immer schöner, immer besser – klingt vertraut, oder?

     

    Männer pumpen sich im Fitnessstudio auf, sammeln Muskeln, kaufen größere Autos, um „besser“ zu wirken.

     

    Frauen strecken Beine, verlängern Haare, perfektionieren ihr Styling – ebenfalls im Wettstreit um Aufmerksamkeit und Status.

     

    Im Alltag zeigt sich das überall: der Nachbar hat das größere Haus, die Freundin postet den luxuriöseren Urlaub, der Kollege zeigt das neueste Gadget.

     

    Und beim Dating? Da geht es oft nicht mehr um Verbindung oder echte Nähe – sondern darum, wer mehr zu bieten hat, attraktiver wirkt, begehrenswerter ist.

     

    Ist dieses ständige „Höher, Weiter, Besser“ in unserer Natur verankert – oder einfach ein Produkt gesellschaftlicher Erwartungen, Vorurteile und Medienbilder?

     

    Ich will von euch hören:

     

    Wer vergleicht sich ständig – und wer hat genug davon?

     

    Wo spürt ihr das „besser als die anderen“-Prinzip im Alltag oder beim Dating besonders stark?

     

    Gibt es Wege, diesem Vergleichsdruck zu entkommen?

     

    Thomas Kissing

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    30.01.26, 13:43

Beiträge

  • 30.01.26, 19:56

    Männer pumpen...

    Frauen strecken Beine...

    Im Alltag zeigt sich das überall...

    Ohhh mein Gott, Du musst in einer wirklich schlimmen niveaulosen Welt leben... oder zumindest ein sehr düsteres Bild von selbiger haben. 

     

    ...sondern darum, wer mehr zu bieten hat, attraktiver wirkt, begehrenswerter ist.

    Ich kann aus 8 Jahren Dating (bis 2023) und über 150 Dates sagen... Quatsch, Blödsinn, stimmt nicht!  

     

    Auch kann ich aus eigener Erfahrung sagen... 

    Ich fahre seit 4 Jahren eine angesehene Sport- Automarke, nicht weil ich mein Ego pushen muss, sondern weil es ein Traum war... und wegen zwei nicht mehr existierende mittelgroße Hunde ein Kombi nicht mehr nötig war. 

    Steigert es Deine Attraktivität oder die Aufmerksamkeit der Frauen?  Nein! 

     

    Ich will von euch hören

    Meine Oma pflegte immer zu sagen "Kinder die was wollen, kriegen was auf die bollen". 

    (Der Satz klingt ein bißchen unpassend... anderes Wort fällt mir nicht ein.)

    Wer vergleicht sich ständig – und wer hat genug davon?

    Vergleichen tun sich Menschen, die "im Außen" leben... sie ändern ihre Lebensweise um anderen zu Gefallen. Sie holen sich äußere Bestätigung, um ihren Selbstwert zu bestimmen. 

    Geht dies dann einher mit negativen Glaubenssätzen, gilt es dem eigenen Selbstbild entgegen zu wirken. 

    Meist passiert dies unbewußt... und vernachlässigen die eigene Authentizität. Wer bin ich? Was habe ich für Bedürfnisse? Wofür stehe ich?

    Ein gutes Beispiel ist die Beziehung "Narzistische Züge" zu "Opfer". Das Opfer merkt Jahre nicht, dass es die eigene Bedürfnisse vernachlässigt und tut dies unbewußt, um dem Narzisten zu gefallen... oder... Schönheits-OPs, weil der Partner nicht damit zufrieden ist. 

     

    Wenn Du Dich mit Menschen umgibst, die alle im außen leben, kennst Du es nicht anders. Es ist "Normalität" geworden. Ich kenne in meinem Umkreis tatsächlich nur eine Freundin, die sich seit Jahren nur im Außen vergleicht, mit Nichts zufrieden ist und mit Freundinnen umgibt, die auch so denken... und zieht entsprechend "unvorteilhafte" Menschen/Partner in Ihr Leben. Sie vergleicht sich ständig... "dem geht es besser" "der verdient mehr" etc. 

     

    Ich habe eher genug davon, dass es "uns" Europäern verdammt gut geht, aber wir Weltmeister im Jammern sind... und uns ein wenig "Demut" gut tun würde. 

     

    Wo spürt ihr das „besser als die anderen“-Prinzip

    ... im europäischen Ausland merke ich schnell, dass es uns besser geht als den anderen, aber das ist hier nicht gemeint. 

     

    Gibt es Wege, diesem Vergleichsdruck zu entkommen?

    Ja, in dem man seinen Blick nach Innen richtet und seine innere Haltung ändert. Dazu muss man aber in unserem Alter an einen Punkt wo Du sagst "Jetzt reicht es mir" und Du es willst (!) Dich und deine Sichtweise auf die Welt zu ändern. 

    Dann spielt es keine Rolle mehr, ob andere "mehr" haben oder "besser" sind, denn Du weißt wer Du bist ... und Du bist gut so wie du bist... Du brauchst keinen neben Dir, der Dich besser macht oder mehr auf dem Konto hat ... Du schaust nicht nach rechts oder links, sondern Du schaust Dich an... du meckerst nicht wie schlecht es dir geht, sondern freust dich über das was Du hast! 

     

    Im Endeffekt ist es eine Mischung aus Sigmund Freund und Alfred Adler... wobei viele Bücher nach ersterem handeln und Ansichten des letzteren die wenigsten kennen (außer sie lesen Dale Carnegie etc.)

  • 30.01.26, 14:20

     

    Thomas Kissing:

    Das neue Auto sollte besser sein als das alte.

    Die neue Wohnung in schönerer Lage, vielleicht mit Balkon oder sogar mit Garten.

    Neue Kleidung soll schöner aussehen als die vorherige.

    ....

    Die neue Partnerin sollte besser zu uns passen, vielleicht Eigenschaften haben, die bei der vorherigen störend waren.

    ....

    Wenn wir lernen, weniger von äußeren Vergleichen abhängig zu sein, können wir diese Lebenszeit für etwas wirklich Sinnvolles nutzen – zum Beispiel für persönliche Entwicklung, Beziehungen, Hobbys oder echte Erfahrungen, die uns erfüllen.

    ....

    Mich interessiert: Wo spürt ihr diesen Drang nach „besser“ in eurem Leben am stärksten?

    1. und 2. Absatz: Alles komplett uninteressant für mich.

    3. Absatz: Da wird es interessant für mich. Ich habe schon einen gewissen Drang, in meinen semikreativen Tätigkeiten "aufzugehen". Aber warum? Um eine Leere zu füllen? Ich weiß es (noch) nicht.

    4. Absatz: Bei meinen semikreativen Tätigkeiten. Da gibt es durchaus einen Drang nach "mehr" und "neu" und "anders". Aber das hat nichts mit Geld oder Status (??? - wirklich nicht?) zu tun.

  • Beim Lesen eines Satzes heute – *„Wir kommen mit Nichts und wir gehen mit Nichts“ – ist mir bewusst geworden, wie sehr wir Menschen ständig nach „mehr“ streben. Das hat mich inspiriert, diese Diskussion zu starten.

     

    Wenn wir ehrlich zu uns sind, merken wir schnell, wie oft wir im Alltag diesem Drang nach „besser“ und „größer“ nachgeben:

     

    Das neue Auto sollte besser sein als das alte.

    Die neue Wohnung in schönerer Lage, vielleicht mit Balkon oder sogar mit Garten.

    Neue Kleidung soll schöner aussehen als die vorherige.

     

    Schon kleine Dinge prägen unser Bild vom „immer mehr“. Beim Thema Partnerschaft zeigt sich das ähnlich:

     

    Die neue Partnerin sollte besser zu uns passen, vielleicht Eigenschaften haben, die bei der vorherigen störend waren.

    Im Job sollte der neue Arbeitgeber besser zahlen, die Aufgaben interessanter sein, mehr Spaß machen.

     

    Meine Erfahrung ist: Oft versuchen wir, im Außen etwas zu kompensieren, das wir im Inneren empfinden. Ein innerer Mangel, den wir spüren, lässt uns nach Luxus, Status oder „besseren“ Dingen suchen. Doch viele dieser Dinge kosten nicht nur Geld, sondern auch viel Lebenszeit.

     

    Wenn wir lernen, weniger von äußeren Vergleichen abhängig zu sein, können wir diese Lebenszeit für etwas wirklich Sinnvolles nutzen – zum Beispiel für persönliche Entwicklung, Beziehungen, Hobbys oder echte Erfahrungen, die uns erfüllen.

     

    Mich interessiert: Wo spürt ihr diesen Drang nach „besser“ in eurem Leben am stärksten?

     

    In Beziehungen, beim Job, im Alltag?

    Und wie geht ihr damit um?

     

    Lasst uns ehrlich darüber sprechen – vielleicht hilft es uns allen, diesen Druck besser zu verstehen und bewusst zu gestalten.

     

    Thomas Kissing

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